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Randy Berry

Trump behält Obamas Sonderbotschafter für LGBTI-Rechte

Überraschend verliert Randy Berry seinen Job unter der neuen US-Regierung nicht. Laut einem Bericht soll sich der Diplomat weiterhin in aller Welt für die Rechte von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen einsetzen.


Randy Berry, der seit über zwei Jahrzehnten seinem Heimatland als Diplomat dient, wird sich auch unter Trump weltweit für LGBTI-Rechte engagieren

  • 14. Februar 2017, 13:23h 8 2 Min.

Die Trump-Regierung möchte trotz Aufforderungen konservativer Aktivisten an Randy Berry als Sonderbotschafter für LGBTI-Rechte festhalten. Das berichtet die Zeitschrift "Foreign Policy". Demnach habe ein Sprecher des Außenministeriums am Montag bestätigt, dass der offen schwule Diplomat seine Rolle auch unter Donald Trump behalten werde.

Berry war 2014 von der Obama-Regierung zum "Special Envoy for the Human Rights of LGBTI Persons" ernannt worden (queer.de berichtete). Der damalige Außenminister John Kerry hatte dazu erklärt, einer der Hauptaufgaben Berrys sei es, sich im Namen der Vereinigten Staaten dafür einzusetzen, die Kriminalisierung von Homosexualität in über 75 Ländern der Erde zu beenden.

Seit seiner Ernennung ist der schwule Diplomat ein rotes Tuch für Homo-Gegner. Nach Trumps Wahlsieg forderte etwa der einflussreiche Lobbyist Tony Perkins vom "Family Research Council" die sofortige Entlassung Berrys, den er als "Aktivist im Außenministerium" bezeichnete, der anderen Staaten eine "Gay Agenda" aufzwingen wolle.

Konservative Homo-Gegner waren auch erzürnt, als die Obama-Regierung am 20. Januar nur wenige Stunden vor der Amtsübernahme von Donald Trump Berry zum stellvertretenden Staatssekretär in der Menschenrechts- und Demokratieabteilung des Außenministeriums ernannte. Auch diesen Job soll Berry laut "Foreign Policy" behalten.

Ende Januar waren viele Top-Diplomaten in einem bislang einmaligen Exodus aus dem amerikanischen Außenministerium ausgeschieden. Teilweise sollen sie aus Protest gegen Trump gegangen, teilweise aber auch von Trump-Getreuen zum Rücktritt gedrängt worden sein. Es ist unklar, warum Berry von dieser Entlassungswelle ausgenommen wurde.

LGBTI-Aktivisten überrascht

"Dieser Schritt hat mich wirklich überrascht", erklärte Ross Murray von der LGBTI-Organisation GLAAD. "Ich weiß aber nicht, ob ich applaudieren soll, bis klar wird, welches Mandat er in der neuen Regierung erhalten wird."

Bislang sendete die Trump-Regierung bei LGBTI-Rechten widersprüchliche Signale aus. So erklärte das Weiße Haus Ende Januar, dass man an einem von Präsident Obama erlassenen Antidkiskriminierungsdekret zu LGBTI-Fragen festhalten werde (queer.de berichtete). Demgegenüber stoppte der neue Justizminister Jeff Sessions vor wenigen Tagen als eine seiner ersten Amtshandlungen teilweise eine Bundesklage zum Schutz Transsexueller vor Diskriminierungen im Bildungssystem (queer.de berichtete). Zudem nominierte Trump einen konservativen Hardliner für einen Posten im Supreme Court (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 Paulus47Anonym
  • 14.02.2017, 16:33h
  • Tja auch diese Meldung dürfte Linke/Sozialdemokraten/Grüne weltweit nicht "passen"; die Trump Regierung ist wesentlich LGBT-freundlicher, als im Vorfeld von linken/grünen/sozialdemokratischen Schreiberlingen geunkt und geschrieben wurde.

    Halten wir fest:

    Unter Trumps Regierung bleibt die Eheöffnung erhalten: Trump hat dies THema für sich "abgehakt" und respektiert das Urteil des Supreme Court; er und seine Regierung werden keine Kampagne gegen die Eheöffnung führen

    Gleiches gilt für den offenen Dienst homosexueller Soldaten im Militär: die Abschaffung der Don't ask, don't tell Regel bleibt erhalten.

    Ebenso gibt es keine Dekrete/Gesetzesvorhaben, die Diskriminierung in der US-Verwaltung aufgrund des Glaubens erlauben sollen; dies äußerte nunmehr Vizepräsident Pence.

    Was bleibt ist für Gegner der Trump-Regierung der Kampf der Transsexuellen um die Toiletten....

    Man merkt regelrecht, wie krampfhaft linke/grüne/sozialdemokratische Blogger in den USA und weltweit versuchen, doch noch LGBT-feindliche Haltungen Donald Trump zu unterstellen und man merkt, wie diese Aktivisten/Schreiber regelrecht sich erhoffen, dass Trump hier sich noch anders entscheidet. Schon bitter für Blogger "links der Mitte", das hier so wenig Angriffsfläche auf Trump vorhanden ist.
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#2 TheDad
  • 14.02.2017, 18:24hHannover
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • ""Tja auch diese Meldung dürfte Linke/Sozialdemokraten/Grüne weltweit nicht "passen"; die Trump Regierung ist wesentlich LGBT-freundlicher, als im Vorfeld von linken/grünen/sozialdemokratischen Schreiberlingen geunkt und geschrieben wurde.""..

    Liest man sich mal Deine Kommentare von vor der Wahl von Trump zum US-Präsidenten durch, könnte man auf die Idee kommen, Du meinst damit nun Dich selbst..
    Denn dort warst Du noch ein ausgewiesener Trump-Gegener der die Wahl von Frau Clinton präferiert hat !
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#3 goddamn liberalAnonym
  • 14.02.2017, 19:27h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • Die Entscheidung zeigt vor allem, wie stark die historischen Errungenschaften von Obama nachwirken.

    So stark, dass selbst Trump nicht daran rüttelt.

    Nichts neues.

    Auch Nixon hat sich ab 1969 nicht ernsthaft bemüht, dass Verbot gemischtrassiger Ehen im Süden der USA wieder einzuführen, das 1967 durch den Supreme Court abgeschafft wurde.

    Nebenbei:

    Die SPD ist nicht links.

    Sie ist die Staatspartei der Mitte.

    Auch im schweren Fahrwasser.

    www.youtube.com/watch?v=f63iuYy4NcU
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