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Kommentare zu:
USA: Homophobe Floristin verliert erneut vor Gericht


#1 LinusAnonym
  • 17.02.2017, 12:05h
  • Richtig so!

    Freiheitsrechte dienen (wie der Name schon sagt) der Wahrung der eigenen Freiheit, aber nicht um anderen ihre Freiheit zu nehmen.

    Deswegen finden alle Freiheitsrechte ihre Grenzen dort, wo andere in ihrer Freiheit eingeschränkt werden.

    Sonst würden ja auch Verleumdungen, Mordaufrufe, etc. unter freie Rede fallen, was glücklicherweise nicht der Fall ist.

    Und genauso dient die Religionsfreiheit dazu, dass man selbst glauben kann, was man will (oder halt auch nicht). Das beinhaltet aber auch, dass man andere, die etwas anderes (oder gar nichts) glauben, eben auch nicht diskriminieren darf.
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#2 BioradiatorEhemaliges Profil
  • 17.02.2017, 13:41h
  • Ich kann nicht nachvollziehen, warum Attribute wie Ethnie und sexuellen Orientierung, gleichberechtigt neben Religionszugehörigkeit stehen. Die beiden ersten sind unabänderliche, angeborene Merkmale, doch das Dritte, die Religionszugehörigkeit, ist beliebig wähl- und austauschbar.
    Hätte ich einen Blumenladen und ein Bischof erschien im juwelenbesetzten Kleid, würde ich ihm die Tür weisen, ihm keine Blumen verkaufen, ohne die Spur eines schlechten Gewissens.
    Ist das falsch?
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#3 OrthogonalfrontAnonym
#4 BioradiatorEhemaliges Profil
#5 OrthogonalfrontAnonym
  • 17.02.2017, 14:53h
  • Antwort auf #4 von Bioradiator
  • Der Grund ist eine Art gefühltes Gewohnheitsrecht dieser Leute, begründet auf deren Tradition. Dass man der Religion einen so hohen Stellenwert einräumt ist einfach ein Überbleibsel eigentlich vergangener Zeiten, dass sich aber wie die meisten althergebrachten Traditionen hartnäckig hält.
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#6 BioradiatorEhemaliges Profil
#7 ursus
  • 17.02.2017, 15:15h
  • Antwort auf #2 von Bioradiator
  • "Ich kann nicht nachvollziehen, warum Attribute wie Ethnie und sexuellen Orientierung, gleichberechtigt neben Religionszugehörigkeit stehen. Die beiden ersten sind unabänderliche, angeborene Merkmale, doch das Dritte, die Religionszugehörigkeit, ist beliebig wähl- und austauschbar."

    was nichts daran ändert, dass auch die gewählte weltanschauung als schützenswert und ihre unterdrückung als asylgrund anerkannt werden kann. sonst könnte man auch politische verfolgung als nicht asylberechtigend ansehen: man kann sich ja schließlich auch für eine regimefreundliche politische haltung im heimatland "entscheiden".

    "Hätte ich einen Blumenladen und ein Bischof erschien im juwelenbesetzten Kleid, würde ich ihm die Tür weisen, ihm keine Blumen verkaufen, ohne die Spur eines schlechten Gewissens. Ist das falsch?"

    das wäre zwar verständlich, aber trotzdem ein eindeutiger verstoß gegen das AGG:

    "Ziel des Gesetzes ist, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. [...]
    (1) Benachteiligungen aus einem in § 1 genannten Grund sind nach Maßgabe dieses Gesetzes unzulässig in Bezug auf:
    [...] 8. den Zugang zu und die Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung
    stehen, einschließlich von Wohnraum."

    www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/agg/gesamt.pdf

    wir können da halt nicht mit zweierlei maß messen. wer menschen aufgrund ihrer religion diskriminieren möchte, der müsste auch akzeptieren, dass man ihn selbst z.b. aufgrund seiner konfessionsfreiheit diskriminiert. willst du das?
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#8 Patroklos
#9 BioradiatorEhemaliges Profil
  • 17.02.2017, 16:23h
  • Antwort auf #7 von ursus
  • Ich kann Deine Darstellung und Argumentation in allen Punkten nachvollziehen. Die Gesetzeslage ist mir natürlich bewusst, Genau die will ich natürlich in Frage stellen. Meine Frage : "Ist das falsch?" war hierfür wohl zu allgemein gehalten, da ich das Wissen um die tatsächliche Rechtslage unbedacht als gegeben sah. Die Frage müsste also heißen: "Ist es moralisch falsch?" Du gibst mir mit Deinem "verständlich", darauf ja auch eine Antwort.
    Doch warum ist es "verständlich"? Ich würde meine absichtsvolle Diskriminierung des beispielhaften Klerikers im Blumenladen mit Worten wie Opferschutz oder Unzumutbarkeit rechtfertigen.

    Was mir tatsächlich passierte:
    Ich war mit einer Studiengruppe im Bamberger Dom. Im kalten Winter. Alle hatten Mützen auf. Wir wurden unverzüglich von einem Kleriker des Ortes verwiesen, mit der Begründung, wir hätten unsere Kopfbedeckungen nicht abgenommen. Um dies ganz deutlich zu machen: Er bat uns nicht die Mützen abzunehmen, sonder sprach direkt ein Hausverbot aus, keine 5 Minuten nach dem Betreten. Klar zu erkennen war hingegen, im Dom hielten sich dutzende Personen mit Kopfbedeckung auf, bei denen kein Anstoß genommen wurde. Unser anschließende Nachfrage bei befreundeten Juristen ergab, dass dieses Verhalten im völligen Einklang mit dem Gesetz steht. Das Gesetz erlaubt also in diesem Fall eine eklatante Ungleichbehandlung, eine offensichtliche Diskriminierung. Und dies nicht einmal in einem privaten oder privatwirtschaftlichen Raum, sondern sogar in einem öffentlich-rechtlichen Kontext! Die Begründung ist so schlüssig wie einfach: das Hausrecht.
    Du schreibst: "Da können wir nicht mit zweierlei Maß messen". Doch genau dies geschieht. Wieso könnte ich in meinem hypothetischen Blumenladen nicht auf dieses Recht zurückgreifen, dass andere gesetzeskonform für sich beanspruchen? Dies wäre so schon die zweite Diskriminierung.
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#10 FredinbkkProfil
  • 17.02.2017, 16:49hBangkok
  • Denkfehler:

    RKK Kleriker im Blumenladen --

    wohl eher nicht.....

    eher doch bei den "Kinderspielsachen"

    in Anbetracht ihres Beuteschemas ....
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#11 OrthogonalfrontAnonym
#12 stromboliProfil
#13 OrthogonalfrontAnonym
#14 stromboliProfil
  • 17.02.2017, 19:39hberlin
  • Antwort auf #13 von Orthogonalfront
  • tinnitus apostel paulus als kronzeugen... kicher, du überschlägst dich aber in radikalitäten!
    Wenn ich es aber richtig verstehe bleibt dann keine religion über, weil alle nur duldungsangebote im angebot haben.
    Na dann haben wir doch schon mal einen anfang den wir ausbauen sollten!
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#15 OrthogonalfrontAnonym
#16 BioradiatorEhemaliges Profil
  • 17.02.2017, 21:15h
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • "Gibt es religionen, die nicht homophob sind?"

    Homophobie ist eines der Kernthemen hier. Und das ist richtig, wichtig und gut!
    Doch weist Deine, sicherlich rhetorische Frage, auf eine zu freundliche Sicht der Dinge Deinerseits. Ich nehme Dir jetzt mal virtuell die rosarote Brille ab und setze im Gegenzug meine strenge Berthold-Brecht-Brille auf und frage: Ist die Atombombe homophob?
    Will meinen: Wenn Ideologien, zumal noch irrationale resp. magische, sich bereits in ihrem Substrat als totalitär und menschenfeindlich darstellen, sind dann weitere Überlegungen nicht obsolet? In der gesparten Zeit könnte endlich mal der Schreibtisch aufgeräumt werden ;)
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#17 BioradiatorEhemaliges Profil
#18 OrthogonalfrontAnonym
#19 Homonklin44Profil
#20 Homonklin44Profil
  • 17.02.2017, 21:54hTauroa Point
  • mit de, neu ernannten Richter im supreme Court könnte ich mir durchaus vorstellen, dass die Religionsfreiiheit und daraus entstehende Diskriminierung in einer höchstrichterlichen Entscheidung über die Eigenschaften der Person hinweg regeln.

    Ich hoff es nicht, denn das Beispiel mit den gemischtfarbigen Paaren ist noch nicht so lange her, und es gibt auch heute noch Anhänger dieser unseligen Arartheid, die diese mit religiösem humbug verknüpft erklären wollen.

    Ich hoffe doch sehr, da wird mal in menschlicher Hinsicht ein Machtwort fallen, das diese unerhörte Art Diskriminierung für gut beendet.
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#21 DefizitorientiertheitAnonym
  • 17.02.2017, 22:06h
  • Es ist bezeichnend, wenn Homosexuelle bei jeder Äußerungen jenseits ihrer eigenen (z.B. im vergangenen Jahr von Dolce&Gabbana, Barilla etc.) diese Produkte boykottieren, aber gleichzeitig mit allen Mitteln darauf drängen dass der Anbieter sich 'ändert', damit man anschließend wieder die begehrte Ware (Kleidung, Nudeln, in diesem Fall Blumen!) kaufen kann.
    Es wäre konsequent einfach woanders einzukaufen,. So wie man nicht NPD wählen will oder in einem Laden einkauft wo die Mitarbeiter wenig verdienen oder schlecht behandelt werden, so kann und sollte man auch dann seine Blümchen woanders kaufen. Der entgangene Gewinn sollte genug Strafe sein für den Anbieter.
    Was hier geschieht ist pure Anbiederung - und auf dem Niveau von Homosexuellen in der katholischen Kirche, die permanent zu Kreuze kriechen und darum bitten trotz ihrer Neigungen geliebt zu werden.Ich nenne das ungesund.
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#22 Troll-WatchAnonym
  • 17.02.2017, 22:34h
  • Antwort auf #21 von Defizitorientiertheit
  • Du hast den Text schon gelesen, oder?
    Anscheinend nicht, lieber Troll.
    Es geht um Kunden, die ZEHN JAHRE LANG (!!) dem Laden die Treue hielten, fleissig einkauften, und dann so abserviert werden... Was ist denn DAS bitteschön für ein Verhalten? Anscheinend hältst du das für in Ordnung.
    Natürlich können die auch woanders einkaufen...
    Dann sollte die Händlerin aber auch bitte das, was sie in den 10 Jahren an den Kunden verdient hat, den Kunden konsequent zurückgeben.
    WO ist denn da ihr Glauben gewesen? Wo bleiben denn da ihre Gewissensbisse? Im Übrigen: WO ist denn die Religionsfreiheit, für die anderen, die das Recht haben, sich den religiösen Ansichten der anderen NICHT unterordnen zu müssen?
    Soll DAS etwa ein Kampf für Religionsfreiheit sein?
    Religionsfreiheit geht auch in beide Richtungen!
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#23 DefizitorientiertheitAnonym
  • 18.02.2017, 00:08h
  • Antwort auf #22 von Troll-Watch
  • Zum 1. Wir kennen uns nicht, also wüsste ich auch nicht wer Sie meinen zu sein mich zu duzen.

    Zum 2. Dass Menschen mit anderen Meinungen für Sie "Trolle" sind, setzt Sie auf ein Niveau, das zurzeit amerikanische Präsidenten besetzen! Nettes Niveau, alle Achtung!

    Zum 3./zum Thema: eine seltsame Logik, dass sich aus langjährigen Geschäftsbedingungen Verpflichtungen ergeben sollen, so nach dem Motto "Ich kaufe beim Bäcker seit Jahren mein Brot, wenn er mir keins mehr verkaufen will, dann soll er auch das Geld zurückgeben, das er die letzten Jahre an mir verdient hat".

    Was kommt dann als nächstes? Wenn man 10 Jahre zusammen war und der Partner dann politisch z.B. rechts wird, muss er dann auch politisch korrekt bleiben und ansonsten die Geschenke der letzten 10 Jahre zurückgeben...Spätestens hier sollten Sie erkennen, wie lächerlich Ihre Argumente sind.

    Im Übrigen: WO ist denn HIER die Freiheit?

    www.queer.de/detail.php?article_id=28231

    (CDS Empfang abgesagt weil das Hotel eine AfD-Veranstaltung zulässt)

    Eine sexuelle Minderheit, die gleich ganze Hotels boykottiert, nur weil ihnen die Politik* der anderen Gäste nicht passt, sollte besser still sein wenn es darum geht dass sich irgendeine dusselige Amerikanerin für ihre Blumen eine andere Verwendung wünscht...Wie erbärmlich muss man sein bei jemandem zu kaufen, der so denkt und handelt.

    *die Politik dieser Gäste finde ich zum kotzen
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#24 Trump-WatchAnonym
  • 18.02.2017, 02:55h
  • Antwort auf #22 von Troll-Watch
  • Wenn der Satz "Religionsfreiheit geht auch in beide Richtungen" gilt, dann bedeutet er auch die Religiosität der anderen zumindest zu tolerieren.
    Wenn Homo-Ehen nicht mit dem eigenen Glauben übereinstimmen bzw. nicht dazu passen, kann man das nicht erzwingen, ebenso wenig kann man niemanden dazu zwingen links zu werden oder rechts - allerhöchstens kann man ihm das eigene Weltbild als gelungen und erfüllend vorleben und darauf hoffen, das er es rational und/oder emotional irgendwann ebenfalls für erstrebenswert hält.
    Wer unter Religionsfreiheit versteht, andere zur eigenen Meinung zwingen zu dürfen (so sehr die eigene Meinung auch die richtigere sein mag!), dem sei dringend geraten seinen Freiheitsbegriff zu überprüfen, denn der hat mit Freiheit nichts zu tun.

    Wer nicht abtreibt, ist so lange zu tolerieren, wie er nicht andere zwingt selbst auch nicht abzutreiben.
    So wie hier argumentiert wird, wird aber gefordert dass der Gegner (Blumentante) den Abtreibungswilligen (Homoehen-Befürworter) noch in die Klinik zum Abtreiben (zur Homoheirat) hinfährt - und am besten noch die OP (die Hochzeit) selbst vornimmt! Ich nenne derartige Fantastereien autoritär und gefährlich...
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#25 stromboliProfil
  • 18.02.2017, 07:50hberlin
  • Antwort auf #15 von Orthogonalfront
  • entweder man beschäftigt sich nicht mehr mit sprachauslegung und hinterfragung von gesagtem, oder man ist der psalmenduddelei so überdrüssig, dass man jeden noch so zarten strohhalm der hilfserklärung als bare münze eigener erwartungen sieht.

    ALLE angesprochenen kirchen die eine "öffnung " gegenüber dem homosexuellen kirchengänger auf integration in die kirchengemeinden versprechen, reden von einer "besonderen " fürsorge für das homosexuelle.
    Das ist die fortführung oder besser gesagt die grundpositionierung , die im politischen dann zur hervorhebung der ehe im heteronormativen sinne führt.
    Dieser kleine unterscheidungsfurz wird dann zur großen saalschlacht für unsere gleichstellungskrieger..
    Jede noch so kleine floskel des < wir haben euch doch alle lieb > ist dann ein erfolg von homos in der kirche.

    Hilfreichend in der bewertung für die so dargestellte gleichheit zweier unterschiedlich bewerteten zuordnungen ist dann der überbegriff "regenbogen-familie", in der alle unterschiede verwischt, und nur zu besonderen anlässen dann wieder hervorgeholt werden.

    Ps.: ich beschränk mich jetzt mal nur auf die abendländisch/orientalen monotheistisch/ abrahamistischen religionsgebilden.
    Über "segnungsrituale oder zwiegespräche mit göttern in anderen religionsformen über gleichgeschlechtliches kann man bei anderer gelegenheit nachdenken...;
    dann wenn fluchtbewegungen aus hinduistisch-konfuzianisch -shintoistischen weltregionen die hannoveraner stadtgrenzen erreicht haben.
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#26 OrthogonalfrontAnonym
  • 18.02.2017, 10:20h
  • Antwort auf #25 von stromboli
  • "ALLE angesprochenen kirchen die eine "öffnung " gegenüber dem homosexuellen kirchengänger auf integration in die kirchengemeinden versprechen, reden von einer "besonderen " fürsorge für das homosexuelle."

    Ein schwuler Freund von mir ist in der altkatholischen Kirche und der wird überhaupt nicht "besonders" behandelt, sondern ganz selbstverständlich als Mitglied der Gemeinde, ob nun sein Freund (der nicht altkatholisch ist) dabei ist oder nicht. Zudem hat er in der Gemeinde eine Leitungsfunktion. Diskriminierung gibts da einfach nicht.
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#27 stromboliProfil
  • 18.02.2017, 10:54hberlin
  • Antwort auf #26 von Orthogonalfront
  • also ich will nicht mit dir den selben trolldurchmarsch wie mit apostel tinnitus paulus beginnen wenns um eure religionsaffinitäten geht.
    Aber doch mal hinterfragen was ist denn eigentlich angekommen sein ... sich "NICHT Gesondert" behandelt fühlend.

    Ein subjektives gefühl.. sicher!
    Auch ein objektives wissen?
    Nein!
    Selbst in der wikipediaversion über gefühlig uns homos entgegenkommende religionsklitschen ist kein wirklich sich ausschließender satz des gleichen unter gleichen zu lesen.

    de.wikipedia.org/wiki/Homosexualit%C3%A4t_und_Christentum

    "Eine Reihe protestantischer Kirchen, vorwiegend in westlichen Ländern, haben sich akzeptierend gegenüber Homosexualität positioniert. Sie wird dort nicht als Sünde gesehen; teilweise werden gleichgeschlechtliche Partnerschaften akzeptiert und den Ehen von heterosexuellen Paaren gleichgestellt."
    Hier noch guck mal auf den nachsatz:
    << Wo keine Gleichstellung erreicht wurde, sind zumindest kirchliche Segnungsfeiern möglich. >>
    Interessant nur: es gibt keine geschlossene kirche, die ohne einschränkung z.b. ehe schließt..
    Sie "segnen" ; eine etwas herablassende art etwas wahrzunehmen als teil "göttlichen willens".. siehe die segnung von tieren etc.

    "Die westeuropäischen altkatholischen Kirchen der Utrechter Union vertreten seit den 1990er Jahren verstärkt eine akzeptierende Haltung gegenüber Homosexuellen. Dahingehend äußerte sich beispielsweise die 53. Ordentliche Bistumssynode der Alt-Katholischen Kirche in Deutschland 1997 wie folgt:

    Die Synode stellt fest, dass in vielen unserer Gemeinden gleichgeschlechtlich liebende Frauen und Männer integriert sind. Die Synode bittet die Gemeinden, sich um ein Klima der Akzeptanz, der Offenheit und Toleranz gegenüber homosexuell liebenden und lebenden Menschen weiterhin zu bemühen.[35]

    Eine generelle Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit dem Ehesakrament wird jedoch abgelehnt. So schreibt der christkatholische Bischof Fritz-René Müller:

    Ich finde es falsch, wenn man im Zusammenhang mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften von Ehe redet. Homosexuelle Partnerschaften können und brauchen nicht als Ehe verstanden und bezeichnet werden. Auch der Begriff Heirat ist falsch am Platz. Sowohl kirchliche, wie auch staatliche Instanzen und ganz besonders schwule und lesbische Organisationen sollten sich von diesen Begriffen distanzieren.[36]

    Eine Segnung gleichgeschlechtlicher Paare ist jedoch grundsätzlich möglich. In der deutschen alt-katholischen Kirche ist es dabei dem zuständigen Pfarrer freigestellt, eine solche Segnung vorzunehmen oder abzulehnen.

    In der Altkatholischen Kirche Österreichs wurde die Homosexualität eines Priesters auch nach seinem Outing im österreichischen Fernsehen akzeptiert. Nach diversen Konflikten kam es zum Zerwürfnis, so dass das Dienstverhältnis aufgelöst wurde. Die vormalige Mitgliedskirche der Utrechter Union in den USA und Kanada, die Polish National Catholic Church, betrachtet gelebte Homosexualität als sündhaft (Erklärung von Scranton)."

    Soviel zur entgegenkommenshaltung und dem willkommensein.

    Wie gesagt .. ist nicht mein ding wie wer sich verbiegt, um teil einer idee zu sein die ich ablehne.
    Aber man darf dann nicht so tun als wäre alles unter den tisch gekehrt, nur weil "individuum" sich mit dem zufrieden gibt das ihm vom tellerand als brosamen abfällt!
    Verarschen kann ich mich auch selbst!
    An dem punkt sollten wir beide auch aufhören durch weiteres banalisieren und widerspruch die religion so aufzuwerten..
    Scheiß bleibt scheiß! Auch wenn im freundeskreis praktiziert.
    Mein freundeskreis wäre es aus grundsätzlichen erwägungen jedenfalls nicht mehr.
    Den trennungsstrich ziehen, zu jeder zeit!
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#28 OrthogonalfrontAnonym
#29 stromboliProfil
#30 ursus
  • 18.02.2017, 14:07h
  • Antwort auf #9 von Bioradiator
  • ja, deine frage "ist es falsch?" machte die trennung zwischen gesetz und ethik nicht ganz klar. aber das ist ja jetzt geklärt. tatsächlich findet deine abneigung gegen den klerus meine sympathie, aber dennoch scheint das agg die von dir beschriebene diskriminierung nicht zu erlauben.

    dein hinweis auf das hausrecht ist in diesem zusammenhang ganz spannend. ich wünsche mir bei solchen themen immer, dass ein_e jurist_in das fachwissen einbringt, das mir fehlt. ich würde aber vermuten, dass auch das hausrecht spätestens dort mit dem agg konfligiert, wo man z.b. ein generelles hausverbot gegen die vom agg geschützten gruppen verhängen würde. "in diesem blumenladen bedienen wir keine pfaffen" wäre nach meiner einschätzung ziemlich sicher nicht legal.
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#31 TheDadProfil
  • 18.02.2017, 14:35hHannover
  • Antwort auf #11 von Orthogonalfront
  • ""Ich bin voll dafür Leute zu diskriminieren""..

    Wehst Dich aber vehement dagegen als angehörige einer solchen "Religion" identifiziert zu werden, und gleichzeitig auch, anzuerkennen daß diese "Religion" eine von Grund auf homophobe "Religion" ist !

    Diese Doppelzüngigkeit, die hier nichts weiter beschreibt als Dein Leiblingsthema Dich ausschließlich gegen EINE "Religion" zu positionieren ist es, die Deine Einlässe so widerlich machen..
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#32 TheDadProfil
#33 TheDadProfil
  • 18.02.2017, 14:41hHannover
  • Antwort auf #23 von Defizitorientiertheit
  • ""Zum 1. Wir kennen uns nicht, also wüsste ich auch nicht wer Sie meinen zu sein mich zu duzen. ""..

    Willkommen in der modernen Welt des Internet !

    Wer sich hier auf die Diskussion einläßt akzeptiert die Regeln vor Ort", zu denen gehört, Angesprochene nicht umständehalber in gruppen die man nach belieben duzt oder siezt aufzuteilen !
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#34 TheDadProfil
  • 18.02.2017, 14:44hHannover
  • Antwort auf #26 von Orthogonalfront
  • ""Diskriminierung gibts da einfach nicht.""..

    Starke Aussage für jemanden der selbst nicht als Mitglied hinter die Fassade schauen kann..

    So lange auch die "Alt-Katholiken" keine "Hochzeits-Zeremonien" nach dem gleichem Ritus durchführen den sie auf die Hetero-Paare anwenden, wird auch hier weiterhin diskriminiert !
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#35 TheDadProfil
  • 18.02.2017, 14:49hHannover
  • Antwort auf #28 von Orthogonalfront
  • ""Oder war das Daddy, der das Mal erwähnt hatte?""..

    Von "liberal" war in diesem Zusammenhang nirgendwo die Rede..
    Und wird es auch nicht sein, denn dieser Begriff ist von Leuten okkupiert, die gleichzeitig zu "Diffrenzierungen" aufrufen, die sich bei Licht betrachtet als Diskriminierung und Unterdrückung mit anderen Mitteln herausstellen..

    Säkularisierte "Muslime" sind ebenso wie Säkularisierte "Menschen" anderer "Religionen" durchaus Gesprächspartner mit denen man über vieles diskutieren kann..
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#36 Troll-WatchAnonym
  • 18.02.2017, 15:47h
  • Antwort auf #23 von Defizitorientiertheit
  • "Eine sexuelle Minderheit, die gleich ganze Hotels boykottiert, nur weil ihnen die Politik* der anderen Gäste nicht passt, sollte besser still sein wenn es darum geht dass sich irgendeine dusselige Amerikanerin für ihre Blumen eine andere Verwendung wünscht...Wie erbärmlich muss man sein bei jemandem zu kaufen, der so denkt und handelt. "

    Wie erbärmlich muss es sein, anderen vorzuwerfen etwas zu boykottieren und nicht zu nutzen, wenn man doch argumentiert, dass man doch einfach woanders kaufen kann, wenn es einem nicht passt.
    Wenn es einem nicht passt, dann sucht sich die Gruppe dann auch einfach ein anderes Hotel.
    Und wie erbärmlich muss es sein, seine Verweigerung einer Dienstleistung, die NICHTS mit Religion zu tun hat, mit der Religionsfreiheit zu rechtfertigen, die in erster Linie dazu gedacht ist, seiner Religion privat nachgehen zu können.
    Was kommt demnächst?
    Ärzte lehnen die Behandlung Homosexueller mit dem Verweis auf ihre Religion ab?
    Religionsfreiheit besagt auch, sich nicht von den Glaubensvorstellungen anderer tangieren lassen zu müssen.

    PS.
    Du bist weder mein Vorgesetzer, noch ist ersichtlich, dass du volljährig bist.
    Ich wüsste nicht, dass es eine Verpflichtung gibt, dich zu siezen.
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#37 ursus
  • 18.02.2017, 16:10h
  • Antwort auf #24 von Trump-Watch
  • "So wie hier argumentiert wird, wird aber gefordert dass der Gegner (Blumentante) den Abtreibungswilligen (Homoehen-Befürworter) noch in die Klinik zum Abtreiben (zur Homoheirat) hinfährt"

    wenn er ein taxiunternehmen hat: ja, müsste er. wenn er keines hat, ist das ein strohmann-argument.

    "und am besten noch die OP (die Hochzeit) selbst vornimmt!"

    wenn er arzt ist und das in den zuständigkeitsbereich fällt: ja, müsste er. wenn er keiner ist, ist das ein strohmann-argument.

    "Ich nenne derartige Fantastereien autoritär und gefährlich..."

    das ist oft so, wenn man gar nicht auf das eingeht, was die gegenseite wirklich sagt, sondern gegen windmühlen anreitet, die man vorher selbst errichtet hat.

    ich fände es gefährlicher, diskriminierungen innerhalb der beruflichen tätigkeit, zumindest dort, wo es allgemeine infrastruktur bzw. versorgung betrifft, der willkür jedes_r einzelnen zu überlassen. wohin das führen würde, haben wir auch in deutschland bereits gesehen:

    "Für die Kölner Ärztin Irmgard Maiworm hat das einen ganz bitteren Beigeschmack. Mit dem Hinweis auf Moral wird einer Frau, die wahrscheinlich mehrfach traumatisiert ist, Hilfe verweigert. Welche Moral ist das? Die erfahrene Notärztin erinnert sich sehr genau an die dramatischen Ereignisse vom 15. Dezember, als die junge Frau zu ihr in die Kölner Notarztpraxis kam: seelisch verletzt, erschüttert, weinend - vermutlich betäubt und vergewaltigt. Sie musste untersucht werden, brauchte Hilfe. Zwei katholische Krankenhäuser lehnten das ab."

    www.tagesspiegel.de/weltspiegel/koeln-katholische-krankenhae
    user-lehnen-vergewaltigungsopfer-ab/7648984.html
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#38 Troll-WatchAnonym
  • 18.02.2017, 16:24h
  • Antwort auf #24 von Trump-Watch
  • "Wenn Homo-Ehen nicht mit dem eigenen Glauben übereinstimmen bzw. nicht dazu passen, kann man das nicht erzwingen, ebenso wenig kann man niemanden dazu zwingen links zu werden oder rechts -"

    Das ist ein ziemlich blödes Beispiel...
    Wer gegen die "Homo-Ehe" ist, braucht ganz einfach nicht gleichgeschlechtlich zu heiraten. So einfach ist das! Niemand zwingt ihn/sie dazu! Wo aber wird die eigene Religionsfreiheit tangiert, wenn ANDERE das Recht haben, gleichgeschlechtlich zu heiraten?

    Wie sieht es denn umgekehrt aus?
    Lassen sich die "Homo-Ehe"-Gegner etwa verbieten, wen sie selber heiraten wollen?
    Das sind 2 Seiten auf völlig verschiedenen Ebenen.
    Homosexuelle haben nichts dagegen, dass es andere nicht sind.
    Wie sieht es denn umgekehrt aus?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#39 Homonklin44Profil
  • 18.02.2017, 16:44hTauroa Point
  • Interessant gegenüberzustellen ist da vielleicht noch die Anklage an die Community aus diesem Artikel:

    www.queer.de/detail.php?article_id=28108

    Wenn die Community den ausgrenzenden Umgang umdreht, wird plötzlich auch von der religiösen Seite gemeckert.

    Es scheint ein Problem einwegbegrenzter Sichtweisen zu sein.
    Dabei könnte es unserer Weltanschauung widerstreben - auch das fällt gewissermaßen unter "Religionsfreiheit".
  • Antworten » | Direktlink »
#40 OrthogonalfrontAnonym
#41 TheDadProfil
#42 stromboliProfil

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