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Kommentare zu:
Bundesdeutscher Staatsanwalt überführte Schwulen mit Gestapo-Akte


#35 stevenffmAnonym
#34 Patroklos
#33 stromboliProfil
#32 Patroklos
#31 stromboliProfil
#30 klarstellungAnonym
  • 20.02.2017, 11:46h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • 1. fakten sind keine hetze. dass die SPD wahlbetrug begangen hat, kann man vermutlich genau so sehen.

    2. körperliche gewalt ist immer falsch, auch wenn sie zuweilen evtl. mehr als verständlich erscheint ... z.b. bei dir und deinen schwachsinnspostings, foxxxyness aus haltern am see.
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#29 Carsten ACAnonym
  • 20.02.2017, 11:02h
  • Antwort auf #9 von Leo 001
  • "Wenn Sie die Sache interessiert, helfen Sie mit, daß mehr Menschen SPD wählen und nicht weniger. "

    Ganz gewiss nicht. Eben weil mir die Sache wichtig ist.

    Die SPD hat schon mal die homophobe Union an der Macht gehalten, obwohl es eine Mehrheit links der Union gab.

    Wieso soll es beim nächsten mal anders sein?

    Die SPD hat schon mal in den Koalitionsverhandlungen unsere Gleichstellung aufgegeben.

    Wieso soll es beim nächsten mal anders sein?

    Die SPD könnte auch in der Koalition ihr Recht (und die Pflicht) auf freies Mandat nutzen (Art. 38 GG), aber sie tut es nicht und unterstützt lieber weiterhin den Homohass der Union und das Bauchgefühl von Frau Merkel.

    Wieso soll es beim nächsten mal anders sein?

    Das war jetzt eine historische Chance, weil die Unions-Schoßhündchen von der FDP nicht im Bundestag war. In den nächsten Bundestag wird die AfD einziehen und vielleicht auch wieder die FDP. Dann wird es sehr lange keine Mehrheit mehr für unsere Gleichstellung geben.

    Der Wahlbetrug der SPD verzögert alles nicht nur um 4 Jahre, sondern auf Jahre hinaus wird es dank der SPD keine Gleichstellung geben.

    ----------------------------------------------------------------------

    "Die SPD ist nach wie vor dafür, es ist die CDU, die nicht will."

    Und wieso macht die SPD es dann nicht einfach?

    Denn die Zustimmung der CDU/CSU ist gar nicht nötig. (Art. 38 GG, siehe oben).
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#28 AlexAnonym
#27 goddamn liberalAnonym
#26 Miguel53deProfil
  • 20.02.2017, 02:40hOttawa
  • Antwort auf #19 von ursus
  • Danke fuer den Link.

    Ein wichtiges, wie erschuetterndes Dokument. Nicht nur wegen des Themas als solches. Auch dafuer, wie Geschichte geschrieben und Maenner auf Podeste gehoben werden, wo sie nicht hingehören.

    Und die FDP hat ja auch spaeter immer wieder "so" geredet - und entgegengesetzt gehandelt. Siehe Westerwelle und seine Abstimmung zum Partnerschaftsgesetz. Und das rund 50 Jahre nach Dehler.
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#25 Miguel53deProfil
  • 20.02.2017, 02:29hOttawa
  • Antwort auf #9 von Leo 001
  • Seien Sie mir nicht boese. Doch alle Fakten zeigen, dass die SPD genau so gehandelt hat. Naemlich vor den Wahlen dies und das zugunsten der LGBTQI zu fordern, um das Thema in den Koalitionsverhandlungen sofort und ohne Not unter den Tisch fallen zu lassen.

    Gabriel war ueberhaupt nicht am Thema interessiert.

    Es ist gut und schoen zu behaupten, es sei besser mit zu regieren, um so viel wie moeglich durchzusetzen. Und es stimmt sogar, dass die SPD auf einigen Gebieten ueberraschende Erfolge erzielte.

    Doch bei "unserem" Thema, das eines ihrer Kernthemen im Wahlkampf war, hat sie gar nicht erst versucht, es ueberhaupt auf den Tisch zu bringen.

    Natuerlich sind CDU/CSU die eigentlichen Verweigerer. Nur ist es ihnen von der SPD auch sehr leicht gemacht worden.

    Deshalb ist die Frage, ob das mit der Rehabilitation jetzt wieder nur Wahlgetoese ist, mehr als berechtigt.
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#24 Homonklin44Profil
  • 19.02.2017, 23:05hTauroa Point
  • Vor derart Mut kann man sich nur in Hochachtung verneigen, und froh sein, dass die umverpflanzten Nazi-Schergen wohl in dieser Zeit schon nicht mehr die Macht für Vergeltungsaktionen hatten.

    Dass man denen unter Umständen neu begegnen konnte, haben mir früher schon alte Leute erzählt, allerdings eher im ethnischen Zusammenhang. Herr Lauinger musste das am eigenen Leib erleben, diese Berichte sollten eine Mahnung wider dem Vergessen werden.

    Wer weiß schon welches NS-Gedankentum über die Politiker-Generationen hinweg bis in die heutige Zeit Nachwirkungen haben mag? Ich glaube nicht, dass die "Entnazifizierung" überall abgeschlossen wurde, oder gewirkt hat.
    In den schon seiner Zeit etablierten Parteien mögen sich Glutnester, wie ich es nenne, erhalten haben.
    ................................................................

    Ich hoffe, die Leute aus der well up sozialen Schicht unterstützen dieses Projekt unbedingt.
    Versuche, den Link an Solche weiterzureichen.
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#23 van-Tien HoanhAnonym
  • 19.02.2017, 17:29h
  • Antwort auf #21 von stromboli
  • Hallo,

    tatsächlich ist der Dokumentarfilm so konzipiert. Es werden natürlich Interviews und Archivmaterial vorkommen, aber auch Spielszenen mit Darstellern. Z.B. erzählt Lauinger in dem Interview, den ich mit ihm geführt habe, von seinem Treffen mit Blankenstein vor seinem Gerichtsprozess, eine wichtige Szene, die ich unbedingt nachstellen will. Dann gibt es noch eine Polizei-Razzia und noch viele andere Spielszenen.

    Lieben Gruß
    van-Tien
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#22 stromboliProfil
#21 stromboliProfil
  • 19.02.2017, 16:54hberlin
  • meinen tiefempfundenen respekt vor Wolfgang Lauinger.

    Das projekt doku ist zu unterstützen..
    Würde dies aber auch gern in einer spielfilmform thematisiert sehen.
    Ein wenig wie weilands "Milk" in filmischer und dokumentarischer zweiteilung.
    Ich erinnere noch mal an den film von Wolfgang Staude
    " Rosen für den Staatsanwalt"
    mit schwuler thematik
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#20 TheDadProfil
#19 ursus
  • 19.02.2017, 16:44h
  • eine wichtige rolle in der homosexuellenverfolgung der nachkriegszeit fällt thomas dehler zu, dem bundesjustizminister, nach dem die fdp ihre zentralen sitz benannt hat.

    "[...] Als ihn Ende 1951 das Votum des 39. Deutschen Juristentages zugunsten der Abschaffung des § 175 StGB erreicht, schlägt er zurück. Dehler trommelt seinen Mitarbeiterstab im Justizministerium zusammen und erteilt die Weisung, Ideen zu sammeln, wie die bundesrepublikanische Bürokratie die Überwachung schwuler Männer perfektionieren kann. Dehler gibt die Devise aus: einmal schwuler Straftäter, immer schwuler Straftäter.

    Unter dem Aktenzeichen -4000/3-36 995/51- stellen die Beamten des Bundesjustizministeriums zusammen, was schwule Männer in Deutschland von dem neuen Rechtsstaat Dehlerscher Prägung zu erwarten haben. Anfang Januar 1952 wird Dehler das fertige Werk präsentiert. Zufrieden nimmt er den von seinen Untergebenen entwickelten Maßnahmenkatalog gegen Homosexuelle zur Kenntnis, arbeitet das Papier durch, ändert hier eine Formulierung und korrigiert einen Rechtschreibfehler dort. Unter der Tarnbezeichnung Beseitigung oder Umgestaltung der Polizeiaufsicht beklagt Dehler, dass die bisherige Polizeiaufsicht über homosexuelle Männer wenig wirkungsvoll und unzureichend sei. Er möchte dem Bundesinnenminister die Zuständigkeit für die Überwachung wegnehmen und schlägt vor, unter seiner Oberhoheit die Anordnung (von gesetzlich nicht gedeckten) Maßregeln und die Erteilung (von ebenfalls nicht gesetzlich vorgesehenen) Auflagen den Gerichten zu übertragen. [...]"

    ernüchternd und unbedingt lesenswert:

    stevenmilverton.com/2010/10/thomas-dehler-fdp-masnahmen-gege
    n-homosexuelle-manner/
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#18 ursus
  • 19.02.2017, 16:30h
  • Antwort auf #11 von Finn
  • "Die mussten sich dann mit unterqualifizierten Hilfstätigkeiten oder gar Sozialhilfe / Hartz IV über Wasser halten."

    alles richtig.

    und wer hat das alg II so niedrig angesetzt, dass es nicht einmal für ein paar buntstifte für kinder reicht, geschweige denn für eine ausreichende bildung oder soziale teilhabe? wer hat dafür gesorgt, dass sogar mit dem entzug des überlebensnotwendigen minimums verfassungswiderrechtlich gedroht werden kann, wenn die betroffenen sich nicht in jeden unterbezahlten scheißjob mit zwei stunden anfahrtszeit drängen lassen? wer hat dafür gesorgt, dass der niedriglohnsektor anwuchs und gleichzeitig die in diesen sektor gedrängten menschen wie eine niedere kaste stigmatiert und behandelt werden?

    ein tip: eine partei hat's erfunden und vier andere haben eifrig mitgezogen. auch in der erfinderpartei ist bis heute niemand, dem die abschaffung dieses skandals ein "herzensanliegen" wäre. martin schulz jedenfalls ist es das ganz offenbar nicht.

    es wird nicht einmal mehr darüber diskutiert.

    wir haben uns daran gewöhnt, dass erwerbslosigkeit als charakterschwäche der betroffenen und nicht als politisches problem verhandelt wird und dass die politik die opfer einer verfehlten wirtschaftspolitik bestraft und die profiteur_innen verschont bzw. belohnt. wir haben uns an eine sündenbockpolitik gewöhnt, die an die nationalsozialistische stigmatisierung der vermeintlich "asozialen und arbeitsscheuen" mit einiger verspätung wieder anschließen konnte.

    kurz: die verschleppte rehabilitierung und die lächerlichen entschädigungszahlungen sind nicht der wichtigste grund, weshalb ich nicht die spd wähle. und fdp, cdu, csu und grüne auch nicht.
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#17 stromboliProfil
  • 19.02.2017, 16:26hberlin
  • ich habe mich zeitlebens gewundert, wieso so viele dieser naziverbrecher ungestört mitten unter uns weiter leben konnten, ohne auch nur in irgendeiner weise zur rechenschaft gezogen worden zu sein.

    Manchmal träumte ich mir eine gerechtigkeit ala eichmann herbei. Eine gerechtigkeit, die die täter in die länder bringt in der sie vor gericht gestellt, ihr gerechtes urteil erhalten.

    Auch wenn hier "völkerrecht dem entgegen steht, auch wenn die täter und ihre mitwissenden helfer gerade dieses völkerrecht so konstruierten, das eine strafe fast unmöglich wurde.

    Beate & Serge Klarsfeld sind mir da ein vorbild!
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#16 TheDadProfil
#15 seb1983
#14 SebiAnonym
  • 19.02.2017, 15:20h
  • Antwort auf #9 von Leo 001
  • >>> in der Politik macht man ein Wahlprogramm mit den Wünschen, was man nach einer gewonnen Wahl verwirklichen will. Wenn nun die Gegenseite, die CDU in dem Fall mehr Stimmen bekommen hat und die SPD nur wenig, kann man eine Koalition verhandeln und zusammen regieren, das heißt aber daß man Kompromisse eingehen muss. <<<

    Oder man nutzt die Mehrheit links der Union und ist dann selbst der stärkere Partner. Der sich noch dazu gar nicht durchsetzen muss, weil Grüne und Linke auch die volle rechtliche Gleichstellung, besseren Diskriminierungsschutz, Rehabilitierung der §175-Opfer, etc. wollen.

    >>> Die Rehabilitierung § 175 ist seit vielen Jahren ein intensives Herzensthema der SPD und vieler SPD Politiker <<<

    Deswegen hat die SPD das Thema ja auch erst mal 3 Jahre gar nicht beachtet. Und erst als es in den Medien war, kam Heiko Maas plötzlich mit der Idee einen Gesetzentwurf machen zu wollen. Und seitdem hört man jetzt gar nichts mehr.

    Ist sowas typisch für "Herzensthemen"?

    Oder ist die beleidigend niedrige Entschädigung typisch für "Herzensthemen"?

    >>> Auch diese Regierungszeit ist man mit Heiko Maaß weiter gekommen, es gibt ein Gesetzentwurf, es ist sehr umstritten, die finanzielle Höhe ist noch strittig und die CDU "hat Terminprobleme". <<<

    Tja, wenn die SPD erst mal 3 Jahre ihr angebliches "Herzensthema" gar nicht bearbeitet, ist es schon skurril, anderen "Terminprobleme" vorzuhalten.

    Aber auch hier ist die Union gar nicht nötig. Die SPD kann das auch mit Grünen und Linken beschließen. Das ist laut Art. 38 unseres Grundgesetzes nicht nur möglich, sondern sogar gefordert.

    >>> Das Sie, lieber Julian, das böswillig als "absichtlich" und "vorsätzlich wahlbetrügerisch" darstellen, ist falsch und unlauter und wird der Sache nicht gerecht. <<<

    Ich bin zwar nicht Julien, aber wird denn die diskriminierende Politik der schwarz-roten Bundesregierung der Sache gerechter?

    Wenn man Grundrechte opfert, ist das wohl auch für SPDqueer kein Problem, aber wehe, das kritisiert jemand, das ist dann plötzlich "unlauter".

    Aber wie schon Kurt Tucholsky sagte:
    in Deutschland ist derjenige, der auf den Schmutz hinweist, immer schlechter gelitten, als derjenige, der den Schmutz verursacht.

    Wie gesagt: niemand hat die SPD gezwungen mit der Union zu koalieren, es gab eine Mehrheit links der Union. Und niemand hat die SPD gezwungen, ausgrechnet LGBTI-Rechten aufzugeben. Und niemand zwingt die SPD, mit der Union zu stimmen, denn laut Art. 38 GG ist die Zustimmung der Union gar nicht nötig und die SPD könnte das auch ohne Zustimmung der Union umsetzen.
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#13 SebiAnonym
  • 19.02.2017, 15:10h
  • Antwort auf #8 von Leo 001
  • Die Wahlen rücken näher und schon halten es die SPD-Mitglieder für nötig, endlich mal zu reagieren, nachdem über 3 Jahre niemand auf die Kritik reagiert hat.

    >>> schimpfen ist einfach, machen ist schwerer. <<<

    Wir bekommen aber auch kein Geld dafür. Die SPD-Minister werden dagegen nicht zu knapp bezahlt. Und die Abgeordneten etwas schlechter, aber auch durchaus gut.

    >>> Nun es waren Wahlen und das Publikum hat mehr CDU und weniger SPD gewählt. <<<

    Und wenn die SPD weiterhin so viele Versprechen bricht, wird das auch so bleiben oder sogar noch schlimmer werden.

    Denn Martin Schulz wird auch schnell entlzaubert werden, wenn der einfach so weitrmacht wie bisher. Denn es geht ja nicht um Köpfe, sondern um Inhalte. Dass Martin Schulz so gute Werte hat, liegt an der Hoffnung der Bürger, dass der es anders macht. Aber wen der so weiter macht (auch bei Homorechten) wird der bald auch wieder ähnliche Werte wie Gabriel einfahren. Denn es ist ja die reale Politik, die die Menschen weggetrieben hat.

    >>> Die SPD glaubt es ist besser und auch im Interesse der vielen Wähler mitzuregieren, auch wenn man nicht alles verwirklichen kann, was man möchte. <<<

    1. Es hätte eine Mehrheit links der Union gegeben, wo die SPD sogar noch deutlich mehr aus ihrem Programm hätte umsetzen können. Das haben sie nur aus verletzter Eitelkeit und falschem Stolz nicht genutzt, weil sie es der Linkspartei übel nehmen, dass die der SPD so viele Wähler genommen haben (was die SPD aber selbst schuld ist).

    2. Ist es auch besser, auf Grundrechte zu verzichten? Für die Leute, die einen gutdotierten Ministersessel bekommen sicherlich, aber für die Wähler wohl kaum.

    Ja, man kann in einer Koalition nie alles verwirklichen. Aber zumindest bei Grundrechten darf es keine Kompromisse geben.

    >>> Das Ziel bleibt dabei nicht vergessen, und man bittet darum, bei der nächsten Wahl am 24 September wieder mehr SPD zu wählen, damit auch dieser Punkt endlich verwirklicht werden kann. <<<

    Wieso? Die SPD hat bewiesen, dass sie selbst dann mit der Union koaliert, wenn es eine Mehrheit links der Union gibt. Und sie hat auch bewiesen, dass sie dabei bereit ist, LGBTI-Rechte zu opfern.

    Wieso sollte das in Zukunft anders sein?

    >>> Denn bitte verstehe, lieber Julian, es ist die CDU die es nicht möchte, nicht die SPD. <<<

    Aber es ist die SPD, die der Union die Mehrheit dafür sichert.

    Denn bitte verstehe, lieber Leo001, dass die Zustimmung der Union GAR NICHT NÖTIG IST!!!!

    Laut Art. 38 GG ist die SPD nicht an Weisungen der Union gebunden und kann gemeinsam mit Grünen und Linkspartei die volle Gleichstellung umsetzen, ohne dass die Zustimmung der Union nötig wäre und ohne dass die Union das verhindern könnte.

    Aber die SPD trägt lieber den homophoben Kurs der Union mit. Und das ist eben nicht schuld der Union, sondern nur der SPD.
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#12 goddamn liberalAnonym
  • 19.02.2017, 15:10h
  • Antwort auf #2 von Julian S
  • "wann kommt endlich die von der SPD noch für diese Legislaturperiode versprochene Rehabilitierung und Entschädigung aller Opfer des §175 bis einschl. 1994?"

    Gute Frage,

    zumal sowohl in Frankfurt als auch in Hessen während der Homosexuellenprozesse die SPD regierte!

    Der Postfaschismus im Land des rosa Winkels konnte eben auch eine sozialdemokratische Maske haben!
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#11 FinnAnonym
  • 19.02.2017, 14:54h
  • Antwort auf #2 von Julian S
  • Selbst wenn die Entschädigung noch kommen sollte, ist sie natürlich ein schlechter Witz:

    Die Entschädigung beträgt nur ca. 10% von dem, was heterosexuelle Justizopfer bekommen.

    Und es betrifft auch nur die Zeit im Knast. Was gar nicht richtig gewürdigt wird, ist dass die Betroffenen (selbst wenn sie nicht im Knast gelandet sind) durch die Prozesse und die damit verbundenen Outings oft gesellschaftlich geächtet waren. Die haben nicht selten Familie und Freund verloren und sind oft depressiv geworden.

    Und sie haben oft auch ihre Jobs verloren und nie mehr in ihren gelernten Berufen was gefunden. Die mussten sich dann mit unterqualifizierten Hilfstätigkeiten oder gar Sozialhilfe / Hartz IV über Wasser halten. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Höhe der Rentenzahlungen. Etc. etc. etc.

    Viele §175-Opfer waren / sind für den Rest ihres Lebens richtig arm und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen.

    Deshalb kann ich nur JEDEM Opfer raten, diese unverschämt niedrigen Entschädigungen nur als erste Zahlung für die Zeit im Knast anzusehen. Aber nach der Rehabilitierung den Staat auf Ausgleich der Verdienstausfälle (inkl. Zinsen und Zinseszinsen) und der damit verbundenen Rentenausfälle zu verklagen.

    So haben andere das auch getan und es gibt keinen Grund, weshalb der Staat sich in diesem Fall, nur weil es um Schwule geht, so billig aus seiner Verantwortung stehlen soll.
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#10 SebiAnonym
  • 19.02.2017, 14:54h
  • Antwort auf #7 von Alex
  • Doch, das ist wohl der Fehler der SPD:

    1. Sie brauchen es ja nicht zu versprechen, wenn es nicht möglich ist. Tun sie das doch, ist das nur wieder Wählerverarsche.

    2. Niemand hat die SPD gezwngen, mit der Union zu koalieren. Es hätte auch eine Mehrheit links der Union gegeben.

    3. Die Zustimmung der Union ist gar nicht erforderlich, da es mit den Stimmen von Grünen und Linkspartei auch eine Mehrheit gäbe. Und laut deutschem Grundgesetz (Art. 38 GG) dürfen Abgeordnete nicht auf Weisungen anderer hören, sondern nur nach eigenen Wissen und Gewissen abstimmen. Und gerade in dieser Menschenrechtsfrage sollte die SPD von dieser Verpflichtung endlich mal Gebrauch machen und sich nicht immer nur von der Union vorführen lassen und dann die Schuld auf die Union abwälzen.

    Denn es gehört auch immer einer dazu, der dieses homophobe Spiel mitmacht und das der Union erst ermöglicht. Und das ist die SPD.
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#9 Leo 001Anonym
  • 19.02.2017, 14:51h
  • Antwort auf #3 von Carsten AC
  • Lieber Carsten,
    in der Politik macht man ein Wahlprogramm mit den Wünschen, was man nach einer gewonnen Wahl verwirklichen will. Wenn nun die Gegenseite, die CDU in dem Fall mehr Stimmen bekommen hat und die SPD nur wenig, kann man eine Koalition verhandeln und zusammen regieren, das heißt aber daß man Kompromisse eingehen muss. Die Rehabilitierung § 175 ist seit vielen Jahren ein intensives Herzensthema der SPD und vieler SPD Politiker, aber auch einiger CDU Politiker, aber eben nicht alle. Auch diese Regierungszeit ist man mit Heiko Maaß weiter gekommen, es gibt ein Gesetzentwurf, es ist sehr umstritten, die finanzielle Höhe ist noch strittig und die CDU "hat Terminprobleme". So sieht also in manchen Punkten die Realität hinter den Kulissen aus. Das Sie, lieber Julian, das böswillig als "absichtlich" und "vorsätzlich wahlbetrügerisch" darstellen, ist falsch und unlauter und wird der Sache nicht gerecht. Wenn Sie die Sache interessiert, helfen Sie mit, daß mehr Menschen SPD wählen und nicht weniger. Die SPD ist nach wie vor dafür, es ist die CDU, die nicht will. Leonhard SPDqueer Baden-Württemberg und Stuttgart
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#8 Leo 001Anonym
  • 19.02.2017, 14:37h
  • Antwort auf #2 von Julian S
  • Lieber Julian,
    schimpfen ist einfach, machen ist schwerer. Es ist Programm, das heißt per Mehrheitsbeschluss festgelegtes und geschriebenes Ziel der SPD, die 100 % Ehe einzuführen. Nun es waren Wahlen und das Publikum hat mehr CDU und weniger SPD gewählt. In den Kooalitionsgesprächen wird verhandelt und da muss man einen Kompromiss eingehen oder gar nicht zusammen regieren. Die SPD glaubt es ist besser und auch im Interesse der vielen Wähler mitzuregieren, auch wenn man nicht alles verwirklichen kann, was man möchte. Das Ziel bleibt dabei nicht vergessen, und man bittet darum, bei der nächsten Wahl am 24 September wieder mehr SPD zu wählen, damit auch dieser Punkt endlich verwirklicht werden kann. Denn bitte verstehe, lieber Julian, es ist die CDU die es nicht möchte, nicht die SPD. Leonhard SPDqueer Baden-Württemberg und Stuttgart
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#7 AlexAnonym
#6 SebiAnonym
  • 19.02.2017, 13:42h
  • Antwort auf #5 von Julian S
  • Die Erklärung ist ganz einfach:
    als das x-te Gutachten gesagt hat, dass eine Rehabilitierung nicht nur möglich ist, sondern sogar geboten ist, war das Thema auf einmal nicht mehr nur in Homo-Medien präsent, sondern tagelang in den Massenmedien.

    Also musste die SPD, der das Thema (obwohl sie das vor der letzten Wahl schonmal versprochen hatte) 3 Jahre lang egal war, plötzlich Aktionismus vortäuschen. Da hat dann Heiko Maas in allen Sendungen sein Betroffenheits-Gesicht aufgesetzt und Besserung gelobt.

    Und jetzt, wo das Thema wieder aus den Massenmedien raus ist, geht es weiter mit Business-as-usual.

    Und bei den breiten Massen bleibt nur hängen, dass die SPD sich darum kümmert. Viele, die nicht so in dem Thema drin sind, denken wahrscheinlich sogar, das sei längst erledigt.

    Alte Politiker-Taktik:
    wenn ein Thema gerade in der Öffentlichkeit ist, täuscht man Aktionismus vor und wenn das Thema dann nicht mehr in den Medien ist, wird es wieder zu den Akten gelegt. Und viele denken dann, das Thema sei schon erledigt.
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#5 Julian SAnonym
  • 19.02.2017, 13:25h
  • Antwort auf #4 von Patroklos
  • Was soll denn daran "unterirdische Hetze" sein?

    Dass die volle Rehabilitierung aller §175-Opfer noch diese Legislaturperiode kommt, war Versprechen der SPD. Aber nach anfänglichem Getöse um dieses Thema ist es jetzt seit Wochen verdächtig still darum geworden.

    Darum habe ich halt die berechtigte Frage gestellt, wann das denn kommt.

    Wenn das wirklich schon in der Umsetzung ist, kann man ja einen ungefähren Zeitplan nennen. Wie man es bei jedem anderen Gesetz ja auch kann.

    Und angesichts der Tatsache, dass man selbst auf Nachfragen keine Antwort dazu bekommt, war meine zweite Frage dann, ob eine Umsetzung wirklich geplant ist oder ob das nur Wahlkampfgetöse war, das eh nicht umgesetzt wird (wie die versprochenen "100% Gleichstellung", die ja auch nicht gekommen sind).

    Das war alles:
    wenn für Dich schon die Frage, wann ein Versprechen umgesetzt wird, Hetze ist, ist das ein Problem Deiner SPD-hörigen Traum-Welt.
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#4 Patroklos
  • 19.02.2017, 13:01h
  • Antwort auf #2 von Julian S
  • Wieder diese unterirdische SPD-Hetze, die bei Dir offen zutage tritt!

    Zum Thema: den Begriff "Swingkid" höre ich zum ersten Mal und ich finde es mutig, daß Wolfgang Lauinger dem Staatsanwalt Fritz Thiede, der schon unter den Nazis Karriere machte, eine geschallert hat! Sowas würde sich heute kein Angeklagter mehr trauen.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 19.02.2017, 13:00h
  • Antwort auf #2 von Julian S
  • Ich fürchte, dass es genau so ist:
    die SPD hat bei der letzten Wahl gesehen, wie leicht man mit ein paar Versprechen auch die Stimmen von GLBTI bekommt.

    Aber die Nummer mit den "100% Gleichstellung" können sie jetzt nicht nochmal bringen - das nimmt ihnen keiner mehr ab. Also haben sie sich diesmal das Thema "Rehabilitierung der §175-Opfer" ausgedacht, um bei der Wahl unsere Stimmen zu bekommen.

    Aber auch dies wird genauso wenig umgesetzt werden wie die versprochenen "100% Gleichstellung". Weil es für die SPD eben nur Wahlkampf-Getöse ist und weil sie gelernt haben, wie leicht man unsere Stimmen bekommt, wenn man etwas verspricht.

    Ich höre jetzt schon Herrn Maas im September reden:
    "Leider hat die Umsetzung unseres Gesetzes zeitlich nicht mehr ganz geklappt, aber wer möchte, dass das zu Ende gebracht wird, muss uns jetzt wählen."

    Aber Fakt ist, dass die Umsetzung weder vor noch nach der Wahl geplant ist, sondern dass das wieder nur Wahlkampftaktik ist. Würden sie es wirklich ernst meinen, wären 4 Jahre auch genug Zeit für ein Gesetz...
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#2 Julian SAnonym
  • 19.02.2017, 09:59h
  • Bei der Gelegenheit:
    wann kommt endlich die von der SPD noch für diese Legislaturperiode versprochene Rehabilitierung und Entschädigung aller Opfer des §175 bis einschl. 1994?

    Oder ist das wieder mal nur ein Wahltrick der SPD angesichts der nahenden Bundestagswahl und wichtiger Landtagswahlen? Nach dem Motto: wieder mal das Blaue vom Himmel versprechen um Wählerstimmen zu bekommen und nach der Wahl ist dann alles wieder vergessen...
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#1 SebiAnonym
  • 19.02.2017, 09:44h
  • Auch nach dem Krieg bestanden die alten Seilschaften weiter und wurden fleißig genutzt, um die noch junge Bundesrepublik in eine von rechts gewünschte Richtung zu lenken.

    Die Folgen sind bis heute spürbar.

    Ein Beispiel ist auch der frühere NS-Richter Hans Filbinger, der Menschen in den Tod geschickt hatte, aber dennoch für die CDU von 1966 - 1978 Ministerpräsident von Baden-Württemberg war und von 1973 - 1979 stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.

    Dieser Korpsgeist und die stramm rechte Gesinnung herrschen in weiten Teilen der Union bis heute.
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