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Einzelkommentar zu:
Bundesdeutscher Staatsanwalt überführte Schwulen mit Gestapo-Akte


#11 FinnAnonym
  • 19.02.2017, 14:54h
  • Antwort auf #2 von Julian S
  • Selbst wenn die Entschädigung noch kommen sollte, ist sie natürlich ein schlechter Witz:

    Die Entschädigung beträgt nur ca. 10% von dem, was heterosexuelle Justizopfer bekommen.

    Und es betrifft auch nur die Zeit im Knast. Was gar nicht richtig gewürdigt wird, ist dass die Betroffenen (selbst wenn sie nicht im Knast gelandet sind) durch die Prozesse und die damit verbundenen Outings oft gesellschaftlich geächtet waren. Die haben nicht selten Familie und Freund verloren und sind oft depressiv geworden.

    Und sie haben oft auch ihre Jobs verloren und nie mehr in ihren gelernten Berufen was gefunden. Die mussten sich dann mit unterqualifizierten Hilfstätigkeiten oder gar Sozialhilfe / Hartz IV über Wasser halten. Und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Höhe der Rentenzahlungen. Etc. etc. etc.

    Viele §175-Opfer waren / sind für den Rest ihres Lebens richtig arm und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen.

    Deshalb kann ich nur JEDEM Opfer raten, diese unverschämt niedrigen Entschädigungen nur als erste Zahlung für die Zeit im Knast anzusehen. Aber nach der Rehabilitierung den Staat auf Ausgleich der Verdienstausfälle (inkl. Zinsen und Zinseszinsen) und der damit verbundenen Rentenausfälle zu verklagen.

    So haben andere das auch getan und es gibt keinen Grund, weshalb der Staat sich in diesem Fall, nur weil es um Schwule geht, so billig aus seiner Verantwortung stehlen soll.
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