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Kommentare zu:
Marokko: Sechs Monate Haft für zwei schwule Männer


#1 Paulus47Anonym
  • 27.02.2017, 16:02h
  • Es geht nicht "um die Frage" Sicherer Herkunftsstaat, denn das Thema hat nur rechtliche Bedeutung, ob ein Asylverfahren schneller oder langsamer abläuft und dort bestimmte Verfahrensregeln abgeschwächt werden.

    Die KERNFRAGE ist: EIGENSTÄNDIGES begründetes Asylrecht, soweit seitens des Staates Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen bestehen und das befürworte ich.

    ------------
    Die Asylverfahren selbst hingegen können für die anderen überwiegend heterosexuellen Marokkaner durchaus beschleunigt werden und Marokko als Sicherer Herkunftsstaat eingestuft werden, da schlichtweg keine staatliche Verfolgung oder ein Bürgerkrieg in Marokko gegen die eigene überwiegend heterosexuelle Bevölkerung vorliegt.

    -----------
    Bedauerlich das so wenige Personen in der LGBT-Community/Szene Ahnung von der Rechtsmaterie des Asylrechtes haben und daher auch nicht den Unterschied zwischen dem Thema "Sicherer Herkunftsstaat" und "Eigenständiger Asylrechtsgrund" für homosexuelle Menschen bei Strafgesetzen seitens des Staates haben.

    Was wir brauchen sind Gerichtsentscheidungen des BVerfG und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, die klar definieren, das homosexuelle Menschen einen berechtigten Asylgrund haben, sofern in ihrem Heimatland der Staat staatliche Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen aufrecht erhält. LEIDER gibt es diese höchstgerichtlichen Urteile in der Rechtsprechung nicht und nur sehr mühsam kann im Einzelfall dann gerichtlich ein Richter überzeugt werden, das im Heimatland staatliche Verfolgung vorliegt/droht.

    Ich halte diese Debatte um die Sicheren Herkunftsstaaten, die die Grünen und Linkspartei sowie Organisationen wie "Pro Asyl" "losgetreten" haben, für letztlich wenig zielführend. Richtig helfen wird nur, wenn wir endlich höstgerichtliche Urteile hätten, wonach bei Vorliegen von Strafgesetzen gegen homosexuelle Handlungen ein automatischer berechtigter Asylgrund besteht.
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#2 ursus
  • 27.02.2017, 16:19h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • "ob ein Asylverfahren schneller oder langsamer abläuft und dort bestimmte Verfahrensregeln abgeschwächt werden."

    genau das wird IN DER PRAXIS aber schwulen und lesbischen asylbewerber_innen oft zum verhängnis.

    wenn ein mensch aus einem land kommt, in dem er von polizei und behörden verspottet, schikaniert oder sogar gefoltert wurde, dann fällt es ihm schwer, sich hier den behörden mit einer schwulen/lesbischen geschichte anzuvertrauen. noch dazu, wenn, wie zahlreiche beispiele belegen, auch hier teils homofeindliche beamt_innen mit diesen fällen betraut werden und auch dolmetscher_innen nicht immer vorurteilsfrei arbeiten. er braucht dafür zeit, er muss oft erst einmal unterstützung und aufklärung von entsprechenden hilfsorganisationen finden und erhalten.

    ein schnelles verfahren führt in der praxis oft dazu, dass diese menschen gar nicht genügend zeit, unterstützung und vertrauen finden, den eigentlichen fluchtgrund überhaupt zu nennen. und schwupps, ist das verfahren beendet und werden sie abgeschoben.

    die einstufung als "sichere herkunftsländer" ist also keineswegs für schwule und lesbische fliehende so unproblematisch und folgenlos, wie oft behauptet wird. diese einstufung kann über schicksale entscheiden.
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#3 Paulus47Anonym
  • 27.02.2017, 16:45h
  • Antwort auf #2 von ursus
  • @Ursus
    "ob ein Asylverfahren schneller oder langsamer abläuft und dort bestimmte Verfahrensregeln abgeschwächt werden."

    genau das wird IN DER PRAXIS aber schwulen und lesbischen asylbewerber_innen oft zum verhängnis.

    "genau das wird IN DER PRAXIS aber schwulen und lesbischen asylbewerber_innen oft zum verhängnis. "

    ---> Wenn wir nicht die medialen/politischen "Energien" der Community/Aktivisten auf das Thema "Sicherer Herkunftsstaat" verschwenden würden, den uns Grüne, Linkpartei und Organisationen wie "Pro Asyl" aufgedrängt haben, dann könnten wir uns viel zielführender auf das Kernthema "EIGENSTÄNDIGER BERECHTIGTER ASYLGRUND BEI VORLIEGEN VON STRAFGESETZEN" konzentrieren.

    Homosexuelle Marokaner, Algerier oder Tunesier könnten dann schlichtweg auf die Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen hinweisen.

    LEIDER lassen wir es "zu", dass wir uns nicht diesem Kernthema zuwenden und bemühen uns stattdessen beim wenig hilfreichen Thema "Sicherer Herkunftsstaat".

    "Sicherer Herkunfsstaat" hilft uns als Thema "nicht weiter", weil nunmal die überwiegen heterosexuelle Bevölkerung in Marokko, in Algerien und in Tunesien NICHT verfolgt wird und auch kein Bürgerkrieg in diesen Ländern vorliegt, und deswegen sind auch die Anerkennungsquoten von Marokanern, Algeriern und Tunesiern so gering.

    MEINES ERACHTENS MISSBRAUCHEN Grüne, Linkspartei und auch "Pro Asyl" das Thema "Homosexuelle Menschen" und versuchen über diesen Weg einen Asylgrund für jeden aus Marokko, Algerien oder Tunesien nach Deutschland kommenden Menschen zu erreichen. DAHER halte ich diese Debatte "Sicherer Herkunftsstaat" auch für falsch und teile die Haltung des LSU.

    *
    www.lsu-online.de/sichere-herkunftsstaaten-hier-irrt-der-lsv
    d/

    (Hier irrt der LSVD)

    Manfred Bruns hat hier mit seiner Überzeungsarbeit im LSVD den LSVD ein falsches Thema aufgedrängt und ich habe ihm das auch mehrfach mitgeteilt, das ich dies nicht gut finde.

    ---------------

    Fazit: Das Thema "Sicherer Herkunfsstaat" ist nicht zielführend, zielführend ist es Gerichtsurteile oder Gesetze zu erreichen, die festlegen, dass bei Vorliegen von Strafgesetzen gegen homosexuelle Handlungen hier in Deutschland dann ein berechtigter Asylgrund für homosexuelle Menschen vorliegt.
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#4 wiking77
  • 27.02.2017, 17:28h
  • bei allem hin- und hergejuristel und allen theoritischen Denkversuchen, bleibt schon die Frage nach der Praxis: Wie kann Homosexualiltät als Asylgrund glaubhaftgemacht werden. Glaubhaftmachung ist zwar weniger als beweisen, aber doch mehr als nur einfach mal behaupten homosexuell zu sein.
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#5 GegenfrageAnonym
#6 ursus
  • 27.02.2017, 18:00h
  • Antwort auf #3 von Paulus47
  • "Homosexuelle Marokaner, Algerier oder Tunesier könnten dann schlichtweg auf die Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen hinweisen."

    eine argumentation, die zu hundert prozent an allem vorbeigeht, was ich gerade schrieb, und die die realen probleme der schwulen, lesbischen und transsexuellen asylsuchenden nicht im geringsten löst.
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#7 SebiAnonym
#8 SebiAnonym
  • 27.02.2017, 19:04h
  • Antwort auf #4 von wiking77
  • Man könnte ja auch genau umgekehrt argumentieren:

    Wenn jemand aus einem Staat, wo LGBT verfolgt werden, hier Asyl sucht und sagt, dass ihm als Angehöriger der LGBT-Community dort Verfolgung droht und der Staat glaubt, dass er lügt, dann ist es nicht seine Aufgabe, seine Unschuld zu beweisen, sondern Aufgabe des Staats, ihm die Lüge nachzuweisen.

    Wieso soll der Rechtsgrundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" nicht auch für Nicht-Deutsche gelten (die noch dazu nicht mal angeklagt sind)?

    Wenn Deutschland schon Verfolgerstaaten als sicher für Heteros deklariert, können die doch nicht verlangen, dass LGBT ihre Nicht-Heterosexualität nachweisen.
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#9 Patroklos
#10 Homonklin44Profil
  • 27.02.2017, 19:47hTauroa Point
  • Die Art, wie hier die Verfolgung und schließliche Verhaftung ablief, widerlegt die Annahmen, dass es möglich sei, in Marokko schwul sicher zu leben, wenn man verborgen lebt, zum Teil.

    Es zeigt zwar auch, wie dumm es ist, sich in Videoclips erkennbar zu zeigen, die später in irgendwelchen bekloppten Netzwerken landen, und geteilt / verbreitet werden können.
    Aber auch das beweist wiederum, dass Marokko für Schwule, auch wenn sie relativ im Verborgenen bleiben, KEIN sicheres Land ist.

    Dass der vermutete Waffenbesitz plötzlich so interessant für die Polizei da wird, wenn es um schwule Zärtlichkeit geht, ist auch durchschaubar.

    Die Masche marokkanischer Asylanten, die einen auf schwul markieren, damit sie hier bleiben können, steht wieder auf einem anderen Blatt. Auch ein "Nachweis" a'la Knutschtest wirft dazu nur lausige Bilder an die Wand. Wo bliebe da die Achtung vor der Würde?
    Der Staat muss in der Tat beweisen können, dass der Antragsteller falsche Angaben macht.
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#11 TheDadProfil
  • 27.02.2017, 23:12hHannover
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • ""Die Asylverfahren selbst hingegen können für die anderen überwiegend heterosexuellen Marokkaner durchaus beschleunigt werden und Marokko als Sicherer Herkunftsstaat eingestuft werden, da schlichtweg keine staatliche Verfolgung oder ein Bürgerkrieg in Marokko gegen die eigene überwiegend heterosexuelle Bevölkerung vorliegt.""..

    Blanker Unsinn !
    Denn wenn ein Staat eine Minderheit verfolgt, und wie Du hier eben noch selbst gefordert hast, dies zu einem ""EIGENSTÄNDIGES begründetes Asylrecht"" (was in sich falsch ist, denn es handelt sich hier nur um einen Asyl-Grund!) führen muß, dann muß man auch erkennen das dieser Staat NICHT "die Schwulen" verfolgt, sondern die gesamte Bevölkerung, denn Gesetze richten sich IMMER an die gesamte Bevölkerung, und verbietet ALLEN Bürgern den Beischlaf mit dem eigenem Geschlecht !
    Dazu muß man nicht Schwul oder lesbisch sein !

    Schon mal drüber nachgedacht wie viele
    Jugendliche das mal "ausprobieren" ?

    ""Bedauerlich das so wenige Personen in der LGBT-Community/Szene Ahnung von der Rechtsmaterie des Asylrechtes haben und daher auch nicht den Unterschied zwischen dem Thema "Sicherer Herkunftsstaat" und "Eigenständiger Asylrechtsgrund" für homosexuelle Menschen bei Strafgesetzen seitens des Staates haben.""..

    Bedauerlich ist hier vor allem wie Du dich aufschwingst eine Verbindung zwischen Community und Asylrecht zu ziehen, um nachfolgend zu erklären, das Asylrecht für Heteros aus diesen "sicheren Herkunftsländern" gehöre quasi abgeschafft..
    Das zeugt nicht gerade von überzeugender Kenntnis der Materie..

    ""Was wir brauchen sind Gerichtsentscheidungen des BVerfG und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, die klar definieren, das homosexuelle Menschen einen berechtigten Asylgrund haben, ""..

    Das stimmt hier nur zum Teil, denn mit dem Asylrecht verbunden ist das Dublin-Abkommen, und bezogen auf die darin enthaltenen "Verteilungsschlüssel" zur Verteilung von Asylbewerbern auf alle Mitgliedsstaaten der EU genügt hier ein Urteil des BVG in keinem Fall..
    Hier müssen Urteile der höchsten Gerichte der EU den bestehenden Urteilen des EGMR folgen, und so wie das EuGH schon im Dezember 2014 Asylrecht für LGBTTIQ* einfordern :

    www.spiegel.de/panorama/justiz/homosexuelle-asylbewerber-eug
    h-will-rechte-staerken-a-1006257.html


    ""sofern in ihrem Heimatland der Staat staatliche Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen aufrecht erhält.""..

    Und auch hier liegst Du falsch, denn in Russland gibt es keine Gesetze gegen "homosexuelle Handlungen", und trotzdem werden LGBTTIQ* verfolgt !

    ""Ich halte diese Debatte um die Sicheren Herkunftsstaaten, die die Grünen und Linkspartei sowie Organisationen wie "Pro Asyl" "losgetreten" haben, für letztlich wenig zielführend.""..

    Ohne diese Debatte werden sich weder EU-Staaten noch die Gerichte damit befassen !
    Deshalb ist sie auch zielführend, denn Asylrechtsgründe entstehen eben nicht aus einer Nicht-Debatte !
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#12 TheDadProfil
  • 27.02.2017, 23:19hHannover
  • Antwort auf #3 von Paulus47
  • ""---> Wenn wir nicht die medialen/politischen "Energien" der Community/Aktivisten auf das Thema "Sicherer Herkunftsstaat" verschwenden würden,""..

    Junge..
    Um das mal ganz plump auszudrücken :
    Wenn "wir" das nicht täten, dann würden Leute wie Du das auch nicht lernen !

    Deinen Unsinn von den "sicheren Herkunftsstaaten" kannst Du am Stammtisch bequatschen !

    Das Asylverfahren ist nicht ohne Grund genau so, wie es ist..

    Eine Verkürzung dient AUSSCHLIESSLICH der Abschiebung von Menschen, denen man damit die Zeit nimmt nachweise über Verfolgungen zu erbringen..

    Analog dazu der Unsinn den der Innenminister neuerdings ständig von sich gibt wenn es um "Rückführungen" nach Afghanistan geht..

    Es gibt in Staaten die sich im Krieg oder Bürgerkrieg befinden keine "sicheren Gebiete" oder gar diese "sicheren Stadtteile in Kabul", von denen er pausenlos fabuliert..

    Wer das behauptet lügt vorsätzlich, und bringt Menschen in Gefahr..
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#13 TheDadProfil
  • 27.02.2017, 23:22hHannover
  • Antwort auf #4 von wiking77
  • "" bleibt schon die Frage nach der Praxis: Wie kann Homosexualiltät als Asylgrund glaubhaftgemacht werden.""..

    Eine Frage die ich mir in Bezug auf Deinen Avatar hier schon lange stelle..

    Wieso soll ich hier von der Annahme ausgehen, Du seist eine Schwule Person ?
    Einen Nachweis dazu hast Du nirgends erbracht, denn nicht einmal Deine Kommentare in denen Du Priester ansabberst taugen wirklich dazu..
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#14 TheDadProfil
  • 27.02.2017, 23:31hHannover
  • Antwort auf #8 von Sebi
  • Das derzeitige Asylverfahren sieht diese Beweislastumkehr vor..

    In keinem anderem Verfahren vor den Gerichten hier muß ein Verfahrensbeteiligter einen solchen Nachweis führen, es muß immer der Staat den Nachweis führen..

    Nur beim Asylrecht muß der Betroffene "beweisen" verfolgt zu werden..

    Nun könnte man denken, dort sitzen dann Menschen die in Kenntnis der Vorgänge in diesen Staaten diese Verfahren durchführen..
    Aber offenbar geht die dann immer noch so vor, als wenn sie eigentlich gar nichts wüßten, und ihnen jeder Asylbewerber alles ganz neu als Erster erzählte..

    Denn "normal" wäre hier :
    Ich komme aus Aleppo..

    Zack, Stempel, Verfahren durch..

    Die Realität folgt dann dem Prinzip :
    Ach. das Wohnhaus steht noch ?
    Dann mußt Du zurück..
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#15 wiking77
#16 LinksparteiDadAnonym
  • 28.02.2017, 00:32h
  • Antwort auf #11 von TheDad
  • "Blanker Unsinn !
    Denn wenn ein Staat eine Minderheit verfolgt, und wie Du hier eben noch selbst gefordert hast, dies zu einem ""EIGENSTÄNDIGES begründetes Asylrecht"" (was in sich falsch ist, denn es handelt sich hier nur um einen Asyl-Grund!) führen muß, dann muß man auch erkennen das dieser Staat NICHT "die Schwulen" verfolgt, sondern die gesamte Bevölkerung, denn Gesetze richten sich IMMER an die gesamte Bevölkerung,

    --- BLANKER UNSINN, den DU hier schreibst. UND damit erübrigt sich eine weitere Diskussion mit dir über dieses Thema.

    Wenn für Dich Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen auch alle heterosexuellen Menschen des Landes betreffen und diese daher ebenso politisch verfolgt seien, dann ist wie immer bei DIR jede weitere Debatte sinnlos.

    Du hast halt keine Ahnung von rechtlichen Themen und fällst nur durch politisches linke Gequatsche negativ auf.

    Deine Linke Haltung besteht halt darin: JEDER , der aus Marokko, aus Tunesien oder aus Algerien stammt, kann hier nach Deutschland kommen und bleiben, wenn er/sie denn möchte. Diese Haltung von Dir und anderen Linken führt LEIDER dazu, dass die Gesellschaften in England (Brexit), in Frankreich, in den Niederlanden und hier in Deutschland immer weiter nach rechts driften, weil sie genau diese Haltung Von Dir zutiefst ablehnen und nicht wollen. Das politische Asylrecht ist nicht dafür gedacht, Jeden Menschen aufzunehmen, dem es wirtschaftlich nicht gut geht; es ist nur für politische Verfolgung gedacht und nicht für Wirtschaftsflüchtlinge.

    DAS was DU und Deine Linken machen, führt zum Missbrauch des LGBT-Themas, wo ich mich scharf als schwuler Mann gegen verwehre, und führt LEIDER zum Aufstieg der Rechtspopulisten in Europa und hier in Deutschland.
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#17 Hormonklin44Anonym
  • 28.02.2017, 00:37h
  • Antwort auf #10 von Homonklin44
  • "Die Masche marokkanischer Asylanten, die einen auf schwul markieren, damit sie hier bleiben können, steht wieder auf einem anderen Blatt. "

    Immerhin einer hier im Forum, der ein wenig realistischer ist.

    Aber der linke "Hit" hier im Forum ist wie immer LinksparteiDad, für den sind auch alle heterosexuellen Marokaner, Algerier und Tunesier politisch verfolgt, weil es Strafgesetze gegen homosexuelle Hanldungen in diesen Ländern bestehen. LinksparteiDad und dessen Haltungen sind typisch für LINKE, die über den MISSBRAUCH des THEMAS "LGBT" eine Möglichkeit suchen, jedem Wirtschaftsflüchtling aus den Maghrebstaaten eine Zuwanderung nach Europa/Deutschland zu ermöglichen. Mit solchen Ansichten linker Aktivisten/Politiker/Journalisten verwundert es mich LEIDER, LEIDER, LEIDER nicht, dass die Gesellschaft nach rechts in Deutschland, in den Niederlanden, in England (Brexit), in Polen, in Ungarn, usw. wegrutscht.
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#18 Paulus47Anonym
  • 28.02.2017, 00:44h
  • Antwort auf #12 von TheDad
  • @LinksparteiDad
    "Eine Verkürzung dient AUSSCHLIESSLICH der Abschiebung von Menschen, denen man damit die Zeit nimmt nachweise über Verfolgungen zu erbringen..
    "

    Die ist auch im Falle der Maghrebstaaten für die heterosexuelle Bevölkerung angebracht und richtig, das hat der LSU bereits gut erkannt. Die Anerkennungsqouten zu Marokanern, Tunesiern und Algeriern sind seit JAHREN weit unter einem Prozent !!! Und nochmal: NEIN es gibt keinen Bürgerkrieg in diesen drei Ländern und NEIN die überwiegend heterosexuelle Bevölkerung wird politisch staatlicherseits nicht verfolgt.

    UND für homosexuelle Menschen aus diesen Ländern bedarf es eines EIGENSTÄNDIGEN BEGRÜNDETEN ASYLRECHTES, das die Gerichte höchstgerichtlich am Besten entscheiden sollten. ABER der Weg über das Thema "Drittwelstaaten", den DU, "Pro Asyl" und Linke gehen wollen, "dient doch nur dazu", Wirtschaftsflüchtlinge allgemein aus den Maghrebstaaten nach Deutschland "hineinzubekommen".
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#19 LübbersWatchAnonym
#20 TheDadProfil
  • 28.02.2017, 10:03hHannover
  • Antwort auf #16 von LinksparteiDad
  • ""Wenn für Dich Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen auch alle heterosexuellen Menschen des Landes betreffen und diese daher ebenso politisch verfolgt seien, dann ist wie immer bei DIR jede weitere Debatte sinnlos.""..

    Sinnlos ist hie wohl eher einem Nick-Wechsler aus dem Münsterland erklären zu wollen, daß die Einschränkung von Rechten, so wie sie hier in der BRD wahrgenommen wird, dann auch für andere Länder gilt..

    Wer Grundrechte für eine Minderheit einschränkt, schränkt sie damit auch für alle anderen Bürger ein..

    Wer "homosexuelle Handlungen" per Gesetz verfolgt, verfolgt damit nicht nur alle derzeitigen "Homosexuellen", sondern auch alle "zukünftigen", und damit die Kinder derjenigen, die selbst nicht LGBTTIQ* sind..
    Damit richten sich Diskriminierungen IMMER gegen die gesamte Gesellschaft, ebenso wie die Einschränkung von Rechten, Bürgerrechten, und damit Grundrechten..

    Wer hier die "Religionsfreiheit" einschränkt, schränkt sie damit auch für Nicht-"Religiöse" Menschen ein..

    Das mag man als uninteressant empfinden, denn man sei ja nicht wirklich betroffen..
    Trotzdem verliert man damit ein Recht..

    ""Deine Linke Haltung besteht halt darin: JEDER , der aus Marokko, aus Tunesien oder aus Algerien stammt, kann hier nach Deutschland kommen und bleiben, wenn er/sie denn möchte.""..

    Um Dir das noch einmal vor Augen zu führen :

    ""Der olle Konfuzius hat vor rund 2500 Jahren mal darauf hingewiesen, dass aus falschen Bezeichnungen gesellschaftsschädigende Handlungen erwachsen können ("Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht ...")""..
    (Danke an "Loren" für das Zitat)..

    Daher..
    Meine humanistische Haltung besteht darin:
    JEDER , der aus Marokko, aus Tunesien oder aus Algerien, oder aus anderen Ländern stammt und verfolgt wird, kann in europäischen Staaten einen Asylantrag stellen !
    Ob er dann bleiben darf entscheidet das Verfahren..

    Deshalb muß es anständige Verfahren geben in denen der Asylsuchende auch die Möglichkeit hat, die Verfolgung darzulegen..
    Wenn dies wie auch von "ursus" schon festgestellt, mangels Vertrauensbasis gegenüber den Behörden schon deshalb scheitert, oder die Zeit in der das Verfahren durchgeführt aufgrund von willkürlichen "Einordnungen" von Staaten in "Gut und Böse" gar verhindert wird, dann werden hier für unterschiedliche Menschen unterschiedliche Asylverfahren durchgeführt, und es darf Zurecht bezweifelt werden daß dies mit dem Artikel 16a GG vereinbar ist !

    ""Diese Haltung von Dir und anderen Linken führt LEIDER dazu, dass die Gesellschaften in England (Brexit), in Frankreich, in den Niederlanden und hier in Deutschland immer weiter nach rechts driften, weil sie genau diese Haltung Von Dir zutiefst ablehnen und nicht wollen.""..

    Uuuuh..
    Ganz dünnes Eis..
    Denn es ist garantiert nicht nachweisbar daß ein "Rechtsruck politisch verwirrter Leute der Gesellschaft" als Ursache "Linke Gedanken" anderer Bürger hätte..

    Es sind nicht "die Anderen" an Deiner Radikalisierung Schuld !

    Das mußt Du dir ganz alleine auf den Zettel schreiben..

    ""Das politische Asylrecht ist nicht dafür gedacht, Jeden Menschen aufzunehmen, dem es wirtschaftlich nicht gut geht;""..

    Dummes "Argument", denn davon war hier nirgendwo die Rede !
    Es geht hier nach wie vor darum, das mit absurden Begründungen Staaten auf eine Ebene "gehoben" werden sollen, wie sie die BRD, Kanada oder die Niederlande besitzen..

    ""wo ich mich scharf als schwuler Mann""..

    Du bist weder Schwul, noch scharf im rhetorischem Sinn..
    Du bist ein Homosexueller in der klassischem Konnotation, der sich immer noch einbildet, er könne sich durch die Anbiederung an die Heteronormativität UND an Rechtspopulismus seine Eintrittskarte ins Etablissement der "Mehrheitsgesellschaft" erkaufen, und dafür freiwillig und freizügig Grundrechte und Bürgerrechte Preis gibt..
    Du bist einer dieser "Rechtspopulisten", die man endlich als das beschreiben muß, was sie sind :
    Asoziale Leute..
    Rassisten und Faschisten..
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#21 TheDadProfil
  • 28.02.2017, 10:16hHannover
  • Antwort auf #18 von Paulus47
  • ""Die ist auch im Falle der Maghrebstaaten für die heterosexuelle Bevölkerung angebracht und richtig,""..

    ""Und nochmal: NEIN es gibt keinen Bürgerkrieg in diesen drei Ländern und NEIN die überwiegend heterosexuelle Bevölkerung wird politisch staatlicherseits nicht verfolgt.""..

    Mal so als Anregung..

    Ein Mann aus Marokko wird dort als "Homosexueller" verfolgt..
    Sämtliche Telefone der Familie werden überwacht und abgehört..
    Sein Bruder darf deshalb nicht studieren..
    Der Vater verliert seinen Job als Lehrer, die Familie damit das Einkommen, denn er hat ja seinen Sohn nicht von dieser "Lebensweise abhalten" können..
    Die Mutter wird auf der Straße gemobbt, beim Einkaufen auf dem Markt nicht bedient..
    Der Verlobte der Schwester löst diese Verlobung, denn einen "Schwulen Schwager" will er nicht, denn in seiner Familie "gibt es sowas nicht"..

    Kennt man doch irgendwie noch aus der DDR..
    Sippenhaft..
    Die Verfolgung dieses Bruders, dieser Familie wird dann eher schwer fallen..
    Was nichts an ihrem Vorhandensein ändert..

    Aber Leute wie Du "denken" dann immer wieder von der Wand bis zur Tapete..
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#22 wiking77
  • 28.02.2017, 10:26h
  • Antwort auf #21 von TheDad
  • naja, dafür kann der marokkanische Staat als Institution nix, wenn der Verlobte seiner Schwester die Verlobung löst, weil er keinen schwulen Schwager möchte. Das passiert auch in Aachen oderin Zwiesel. Und auch Erna Müller könnte in Flensburg bei der Bäckerin scheel angeschaut werden, weil der Sohn schwul ist. Dein Vergleich hinkt, mein Gutster! Nur weil in einem Land von der dortigen Zivilgesellschaft (Schwager, Bäcker, Marktfrau, Imam...) ein giftiges Klima gegen Schwule ausgeht, begründet das in Deutschland noch lange kein Asylgrund. Wenn in einem Land heute noch ein gesellschaftliches Klima herrscht wie in den 1950er pder 1960er Jahren in der BRD, heisst das noch lange nicht, dass dieses Land, das aus unserer Sicht in den 1950er stecken geblieben ist, kein sicherer Herkunftsstaat ist.
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#23 wiking77
  • 28.02.2017, 10:35h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • "und verfolgt wird, kann in europäischen Staaten einen Asylantrag stellen !
    Ob er dann bleiben darf entscheidet das Verfahren.."

    nochmals: wie kann er die Verfolgung glaubhaft machen? Welche Mittel zur Glaubhaftmachung hat er gegenüber dem BAMF?

    Abgesehen davon zeugt Dein Beitrag nicht unbedingt von Empathie und Wohlwollen gegenüber dem Mitforisten, den Du kritisierst. Es muss ja nicht alles liebevoll sein, was Du von Dir gibst, aber es wäre schon wundervoll, wenn es streckenweise ein gewisses "je ne sais quoi!" , Esprit eben hätte. Das würde - ohne das sie einen Anspruch hätten - so manches Herz Deiner Kritisierten ein bisschen erfreuen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #20 springen »
#24 TheDadProfil
  • 28.02.2017, 10:50hHannover
  • Antwort auf #22 von wiking77
  • ""naja, dafür kann der marokkanische Staat als Institution nix, wenn der Verlobte seiner Schwester die Verlobung löst, weil er keinen schwulen Schwager möchte.""..

    Ach ?
    Kann er das nicht ?

    Du offenbar kannst die "eingepreisten Nebenfolgen" der Verfolgung von LGBTTIQ* nicht als solche identifizieren, und daraus den Schluß ziehen, daß auch solche Verfolgte dann Asyl genießen müssen ?

    Interessant..

    ""Dein Vergleich hinkt,""..

    Ich kann das auch noch radikaler..
    Nicht Fünfziger Jahre, sondern Vierziger Jahre..

    Wenn man also die Ehegatten von damals so genannten Misch-Ehen zwischen Menschen jüdischen Blutes mit Menschen arischen Blutes, den jeweils jüdischen Ehegatten verfolgt, ins KZ steckt und vergast, dann wird ja nur dieser jüdische Mensch verfolgt, nicht aber seine Angehörigen ?

    ich weiß gar nicht wieso man daß Leuten wie Dir immer wieder erklären muß ?
    Aber ganz offensichtlich ist es beinahe täglich Notwendig !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#25 TheDadProfil
#26 wiking77
  • 28.02.2017, 11:39h
  • Antwort auf #25 von TheDad
  • Schätzelein, ich wollt's nur mal von Dir bestätigt haben, danke!

    """ohne das sie einen Anspruch hätten""..

    Voila.."

    Aber es ist ja o. K.: wenn Du Dich gut dabei fühlst und es von Deinen Freundin hier jeweils einen dicken Pluspunkt gibt....

    In der Sache selbst überzeugt es aber nicht. Private Streitigkeiten mit dem homophoben Bäcker, dem schwulenfeindlichen Schwager begründen in einem anderen Land noch kein Asylgrund.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #25 springen »
#27 Homonklin44Profil
  • 28.02.2017, 17:43hTauroa Point
  • Antwort auf #17 von Hormonklin44
  • Ich versuche, diese Themen von mehreren Blickwinkeln zu betrachten und bin so lange kein Anhänger von irgendwelchen politischen Moden oder Trends der empfohlenen Meinung, solange sie mir nicht genügend differenzieren.

    Menschen, die rein aufgrund ihrer natürlichen, gesunden Eigenschaften der Person verfolgt oder eingesperrt werden können, sollten wir nach wie vor Schutz anbieten.

    Mit Menschen, die aus "wirtschaftlichen" Gründen bzw. mit Ansinnen an Diebstahl Betrug, zum Drogenverticken und mit krimineller Energie hier aufzuschlagen gedenken, sollten wir nicht so nachsichtig umgehen. Mit denen müssen die Herkunftsländer selbst fertig werden. Wir haben schon genug eigene Klau- und Krawallbrüder.
    --------------------------------------------
    Warum gibst Du Dir nicht einen distinktiven Nickname, anstatt Vorhandene zu variieren?
    Vielleicht "Whispering Bird" oder "SingingSword", die sind vermutlich noch frei.
    ;o)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #17 springen »
#28 LaurentEhemaliges Profil
#29 Homonklin44Profil
  • 28.02.2017, 18:13hTauroa Point
  • Antwort auf #17 von Hormonklin44
  • Den Rechts(konservativ)drall zumindest in Deutschland mache ich auch an ganz anderen Entwicklungen (teils) fest.
    Zum Einen hat das unter vielen Deutschen nie ganz aufgehört zu schwelen und zu weilen, ein gewisser Hang zu Rückstand, Engstirnigkeit und in Traditivem verbissenem gerne Kleinbleiben ist da weit verbreitet.
    Spiegelt sich ja auch in der Polit-Landschaft.
    Die Deutschen sind von Haus aus nun kein besonders intelligenter Stamm ... okay, das klingt vielleicht etwas provokant, aber ist durchaus ehrlich gemeint.

    Vieler anderer Stämme Gene/Kultureinmengsel waren nötig, um das Ganze bis heute so halbwegs vertretbar abzuwiegen. Der Hybrid-Effekt blieb leider aus.
    Kurzschlussdenken und traditierte Zwänge bringen zwar Abwehrreaktionen hervor, aber keine Geduld und auch kein nüchternes Herangehen an bewegende Problemkomplexe.
    Da werden alte Konzepte schon mal wieder aus der Mottenkiste geholt. Auf ausgetretenen Pfaden marschiert es sich leichter.

    Angesichts der Spannungsfelder zwischen Verweilen und Fortschritt wundert es mich so sehr also auch nicht. Ob das erst in der jüngeren Zeit herangekommene Neuzeitgeplänkel da so viel Einfluss drauf hat, woran der Gang stecken bleiben wird, da bin ich mir noch nicht sicher.
    Eine weitergehende Spaltung kann auch gewünscht sein.
    Teile und herrsche, oder so.
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#30 Erik RotbartAnonym
#31 TheDadProfil
  • 28.02.2017, 20:52hHannover
  • Antwort auf #26 von wiking77
  • ""Private Streitigkeiten mit dem homophoben Bäcker, dem schwulenfeindlichen Schwager begründen in einem anderen Land noch kein Asylgrund.""..

    Red Dir die Welt nur weiter schön..

    Gesellschaftliche Verachtung und damit Verfolgung besteht aus solchen ""Private Streitigkeiten"", die Du hier dann ungeniert marginalisierst!

    Solche ""Private Streitigkeiten"" waren dann auch, daß jüdische Ärzte keine "arischen Patienten" mehr behandeln durften, Rechtsanwälte keine "arischen Mandanten", und vor allem Deutsche, die nicht mehr bei Juden kaufen sollten..

    Bei allem Verständnis..
    Wer so wie Du denkt ist für mich ein Asoziales Subjekt..
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#32 martinkAnonym
  • 28.02.2017, 22:09h
  • Antwort auf #4 von wiking77
  • Lügen haben kurze Beine - früher oder später kommt fast alles doch heraus, in diesem Falle: gibt es denn massenhaft Falschbehauptungen "man sein homosexuell", um das Asylrecht zu missbrauchen? - ich denke, gerade auf diesem sensiblen Gebiet ist kaum Missbrauch zu befürchten...
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#33 AFD-WatchAnonym
  • 28.02.2017, 22:41h
  • Antwort auf #31 von TheDad
  • Für den empathielosen AFD-Fan Vickie77 ist das alles egal...
    Es sei denn, die sehen so waaaaaaaaaaahnsinnig guuuut aus.
    Dann dürfen auch Terroristen Asyl erhalten, zumindest in seinem Bett.
    Vielleicht sollte ihm das jemand zuflüstern, dann ändert er ganz schnell seine Meinung.
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#34 wiking77
  • 01.03.2017, 01:52h
  • Antwort auf #31 von TheDad
  • sag' mal: gehen Dir Deine ständigen, uns hier aufgezwungen Parallelen mit dem NS-Reich nicht auch auf die Nerven?

    Warum bleiben wir nicht im hier, jetzt und heute. Mit dem Einwand des Nationalsozialismus kannst Du alles tot machen, den Vegetarismus, weil Hitler einer war, die Autobahnen (die Hitler eigentlich gar nicht urheberrechtlich gehörte), usw. usf.

    Bloss weil in einem Staat das zivilgesellschaftliche Klima vergiftet ist, begründet das noch keinen Asylgrund. Der homophobe Schwager, Bäcker, Apotheker oder Imam in Marokko begründet noch kein Asylgrund, sofern die Verfolgung Homosexueller nicht institutionell, durch Staatsorganer erfolgt - da nützt die Dir Nazi-Keule auch nix, mit der Du versucht hier ein Argument bzw. Asylgrund herbeizuschlagen. Gemaispwemog wie materielle Armut einen rechtlichen Asylgrund begründet, genausewenig ist es Homophobie des markokkanischen Markthändlers oder zukünftigen Schwagers.
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#35 TheDadProfil
  • 01.03.2017, 10:04hHannover
  • Antwort auf #34 von wiking77
  • ""sag' mal: gehen Dir Deine ständigen, uns hier aufgezwungen Parallelen mit dem NS-Reich nicht auch auf die Nerven?""..

    "uns"..
    Nöö..
    Denn "aufgezwungen" werden sie durch Leute wie Dich, die offensichtlich nicht in der Lage sind Parallelen zu erkennen..

    Wie war denn das mit der DDR ?
    Waren das 17 Millionen politisch Verfolgte ?

    Wenn ja, wer waren denn dann die Täter*innen ?

    Gleichzeitig werden hier dann immer wieder Menschen in Parteien als Täter*innen bezeichnet, die entweder noch gar nicht geboren waren, oder gar nicht aus der DDR stammen..
    Wie könnten die dann dort beteiligte gewesen sein ?

    Anders herum sind Leute mit Deiner Denke offensichtlich nicht in der Lage Verfolgungen als solche zu identifizieren, oder sie als solche wahrzunehmen, und kommentieren dann hier reflektorischen Unsinn á la,
    "man könne sich ja vorsichtiger verhalten", oder ähnlichen Blödsinn..

    Wenn die Mitgliedschaft eines Schwulen Spielers in einem Fußballverein bei bekannt werden seiner Sexuellen Identität
    "auf den Verein zurückfiele", wie könnte es dann sein, daß dieses bekannt werden in den Maghreb-Staaten keinerlei Auswirkungen auf die Familie entwickelte ?

    Staatliche Gesetze die LGBTTIQ* diskriminieren wenden sich damit auch immer an die Angehörigen, und damit auch gegen die gesamte Gesellschaft, weil Gesetze ebenso wie "Religionen" von dieser Gesellschaft ein vorgegebenes Verhalten einfordern, das darin liegt "nicht LGBTTIQ* zu sein", und gleichzeitig einfordert diese LGBTTIQ*-Menschen aus der Gesellschaft auszuschließen..
    Das kann Staat gar nicht alleine vollziehen, dazu braucht es Gesellschaft die sich beteiligt, und damit gleichzeitig selbst unterdrückt..

    Und im Gegensatz zu deiner Auffassung ist damit Verfolgung nicht nur der Staat, sondern auch die anderen Bürger !

    Denn sonst könnten sich Regime hinstellen und behaupten, "wir verfolgen ja niemanden, das machen unsere Bürger autonom", und entzögen damit nach Deiner absurden Denke praktisch jedem Asylgrund die Basis !
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#36 AfD-WatchAnonym
#37 wiking77
  • 01.03.2017, 11:00h
  • Antwort auf #36 von AfD-Watch
  • ... durch Zeugenaussagen, z. B. dass jemand in Mekka jeden Sonntag zur Messe gegangen ist; durch Taufscheine, wenn dieser Mitmensch nach christlichem Ritus getauft wurde, durch das christliche Glaubensbekenntnis usw. Das wirkt zumindest glaubhaft; ob es das ist, steht wieder auf einem anderen Blatt.

    Wenn jemand in Marokko schwul war, kann vermutlich auch durch männliche Sexpartner glaubhaft gemacht werden oder durch ein Urteil, in dem er wegen homosexualität verurteilt wurde. Möglichkeiten der Glaubhaftmachung gäbe es vermutlich da auch; fraglich, ob jemand einen männlichen Zeugen findet, der vor deutschen Behörden eidesstattlich versichert, dass er schwulen Sex mit den Antragsteller hatte - aber unmöglich wäre es nicht. Aber dann kämen wieder deutsche Juristen aus ihrem Elfenbeinturm daher und würden dem BAMF verbieten solche eidesstattlichen versicherungen zu verlagen.
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#38 AfD-WatchAnonym
#39 wiking77
  • 01.03.2017, 19:10h
  • Antwort auf #38 von AfD-Watch
  • ich denke es geht dabei weniger um BEWEIS als um Glaubhaftmachung von Tatsachen. Glaubhaftmachung ist mehr als eine Behauptung, aber weniger als Beweis. Ausserdem kann man nicht Generalisieren, d. h. Verallgemeinern, dass alle(!) oder die meisten(!) Christen lügen. Wo bleibt Deine Differenziertheit Sachverhalte zu betrachten?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#40 TheDadProfil
  • 01.03.2017, 21:27hHannover
  • Antwort auf #37 von wiking77
  • ""... durch Zeugenaussagen, z. B. dass jemand in Mekka jeden Sonntag zur Messe gegangen ist; ""..

    Irgendwie gehts hier grad gar nicht um Mekka..

    Dort finden übrigens gar keine "Sonntagsmessen" statt, denn Muslime besuchen dort nur eine "heilige Stätte"..
    Und Muslime gehen Freitags in die Moschee..

    Zeugenaussagen ?
    Werden die dann nach vor Ort geladen um befragt zu werden, oder findet das per Internet oder Telefon statt ?

    ""durch das christliche Glaubensbekenntnis""..

    Zunächst : -LOL-
    Ungefähr ebenso "glaubhaft" wie die einfache Behauptung ein verfolgter Schwuler Mann zu sein ?

    Ich bin da spontan bereiter diese Behauptung eher als Fakt anzusehen, als mir ein "Glaubensbekenntnis" anhören zu müssen..

    Es geht hier auch grad nicht um "Christen" aus den Maghreb-Staaten..

    ""Wenn jemand in Marokko schwul war, kann vermutlich auch durch männliche Sexpartner glaubhaft gemacht werden oder durch ein Urteil, in dem er wegen homosexualität verurteilt wurde.""..

    Leumundszeugen und Strafakten..
    Wunderbar..
    Vielleicht noch Führungszeugnisse ?
    Oder die berühmt-berüchtigten "medizinischen Testungen", die einige Staaten durchführen ?

    ""fraglich, ob jemand einen männlichen Zeugen findet, der vor deutschen Behörden eidesstattlich versichert, dass er schwulen Sex mit den Antragsteller hatte - aber unmöglich wäre es nicht.""..

    Womit man dann mit diesem Zeugen auch gleich den zweiten Asylantragsteller vor Ort hätte..
    Wie praktisch..

    Wie kann man nur so viel Unsinn zusammenschreiben ?
    -Tze-
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#41 wiking77
  • 01.03.2017, 21:44h
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • tja, du kannst und darfst selbstverständlich meine luziden Erörterungen dazu als "Unsinn" verleumden; das Zeugnis das Du ausstellst, fällt allerdings auf Dich und die Unernsthaftigkeit der Ausführungen zurück. Ein Anspruch muss ja bewiesen werden, bei Gericht z. B. ; aber wenigsten muss der Asylanspruch gegenüber dem BAMF glaubhaft gemacht werden. Glaubhaftmachung ist allerdings schon etwas mehr als simples behaupten oder den Allgemeinplatz: "... man weiß doch, dass in Marokko grundsätzlich und institutionell Schwulenfeindlichkeit herrscht..." Urkunden und Zeugenaussagen sind nun mal ein probates Mittel der Glaubhaftmachung; auch wenn Juristen hier mit zweifelhaften Ansichten versuchen werden ein Haar in vier Teile zu spalten.
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#42 TheDadProfil
  • 01.03.2017, 22:41hHannover
  • Antwort auf #41 von wiking77
  • ""Ein Anspruch muss ja bewiesen werden,""..

    Muß er nicht..
    Deine eigene Aussage..

    Eine "Glaubhaftmachung" basiert auch nicht unbedingt auf Zeugenaussagen, schon gar nicht hier vor Ort, Gerichtsdokumenten wie Strafakten oder ähnlichem, sondern aus "stimmigen Aussagen" des Antragstellers..

    Wenn mir jemand aus solchen Staaten stammend erzählt, er würde dort wegen seines Schwul-Seins verfolgt, dann nähme ich das zunächst einmal ernst..

    Bei vielen Mitarbeiter*innen des BAMF allerdings habe ich so meine Bedenken, ob die derlei Schilderungen von Asylbewerbern wirklich ernst nehmen, oder ob bei denen nicht schon so eine Art "vorbeugende Skepsis" die Handlungsweisen durchzieht..

    "" "... man weiß doch, dass in Marokko grundsätzlich und institutionell Schwulenfeindlichkeit herrscht..." ""..

    Und wenn das so ist, müssen auch die Mitarbeiter des BAMF das so sehen, und nicht mehr nach Zeugen oder Dokumenten fragen..

    Das tun sie bei Yesiden übrigens auch nicht..
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#43 wiking77
  • 02.03.2017, 07:24h
  • Antwort auf #42 von TheDad
  • wenn's hart auf hart geht muss ein Anspruch bewiesen werden. Wenn er strittig ist.

    Ist Schwulenverfolgung in Marokko strittig? Die Bundesregierung sagt Marokko sein ein sicherer Herkunftsstaat, die gegenseite sagt es besteht Verfolgung; also ist es strittig. Das heisst aber auch, dass Asylbewerber von dort nicht einfach Verfolgung behaupten können, sondern sie müssen es zumindest glaubhaft machen.

    Wenn die marokkanische Zivilgesellschaft schwulenfeindlich ist, dann muss sich die dortige Gesellschaft anstrengen diese Phobie zu überwienden. Bloss weil es dort nicht eine ähnlich liberale gesetzliche Lage gibt wie in Deutschland, begründet das noch längst keinen automatischen Asylanspruch. Deine Empathie für Schwule aus Marokko in allen Ehren (sind schon viele geile Schnuckeln darunter...) , aber setz mal Deine ideologische Brille ab.
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#44 TheDadProfil
  • 02.03.2017, 10:05hHannover
  • Antwort auf #43 von wiking77
  • ""Ist Schwulenverfolgung in Marokko strittig? Die Bundesregierung sagt Marokko sein ein sicherer Herkunftsstaat, die gegenseite sagt es besteht Verfolgung; also ist es strittig.""..

    Und immer noch dieser Denkfehler..

    Die Einstufung als "sicheres Herkunftsland" dient NICHT dazu Menschen aus beispielsweise Marokko von einem Antrag auf Asyl zurückzuhalten, sondern nur dazu, Menschen die aus anderen Ländern stammen, und ÜBER Marokko in die EU eingereist sind, nach Marokko zurückzuschicken, denn dort seien sie ja angeblich sicher..

    JEDER Marokkaner der in seinem Land verfolgt wird hat dennoch einen Anspruch auf Asyl in einem EU-Staat..

    Nun zu Deiner These..
    Wenn die Verfolgung von LGBTTIQ*-Menschen in Marokko unstrittig ist, und davon kann man ausgehen wenn Menschen wegen ihrer Sexuellen Identität und damit verbunden für die Ausübung ihrer Sexualität in Haft genommen werden, dann ist das ein ASYLGRUND..

    Daran gibt es nichts zu deuteln..
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