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Einzelkommentar zu:
Marokko: Sechs Monate Haft für zwei schwule Männer


#11 TheDadProfil
  • 27.02.2017, 23:12hHannover
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • ""Die Asylverfahren selbst hingegen können für die anderen überwiegend heterosexuellen Marokkaner durchaus beschleunigt werden und Marokko als Sicherer Herkunftsstaat eingestuft werden, da schlichtweg keine staatliche Verfolgung oder ein Bürgerkrieg in Marokko gegen die eigene überwiegend heterosexuelle Bevölkerung vorliegt.""..

    Blanker Unsinn !
    Denn wenn ein Staat eine Minderheit verfolgt, und wie Du hier eben noch selbst gefordert hast, dies zu einem ""EIGENSTÄNDIGES begründetes Asylrecht"" (was in sich falsch ist, denn es handelt sich hier nur um einen Asyl-Grund!) führen muß, dann muß man auch erkennen das dieser Staat NICHT "die Schwulen" verfolgt, sondern die gesamte Bevölkerung, denn Gesetze richten sich IMMER an die gesamte Bevölkerung, und verbietet ALLEN Bürgern den Beischlaf mit dem eigenem Geschlecht !
    Dazu muß man nicht Schwul oder lesbisch sein !

    Schon mal drüber nachgedacht wie viele
    Jugendliche das mal "ausprobieren" ?

    ""Bedauerlich das so wenige Personen in der LGBT-Community/Szene Ahnung von der Rechtsmaterie des Asylrechtes haben und daher auch nicht den Unterschied zwischen dem Thema "Sicherer Herkunftsstaat" und "Eigenständiger Asylrechtsgrund" für homosexuelle Menschen bei Strafgesetzen seitens des Staates haben.""..

    Bedauerlich ist hier vor allem wie Du dich aufschwingst eine Verbindung zwischen Community und Asylrecht zu ziehen, um nachfolgend zu erklären, das Asylrecht für Heteros aus diesen "sicheren Herkunftsländern" gehöre quasi abgeschafft..
    Das zeugt nicht gerade von überzeugender Kenntnis der Materie..

    ""Was wir brauchen sind Gerichtsentscheidungen des BVerfG und des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, die klar definieren, das homosexuelle Menschen einen berechtigten Asylgrund haben, ""..

    Das stimmt hier nur zum Teil, denn mit dem Asylrecht verbunden ist das Dublin-Abkommen, und bezogen auf die darin enthaltenen "Verteilungsschlüssel" zur Verteilung von Asylbewerbern auf alle Mitgliedsstaaten der EU genügt hier ein Urteil des BVG in keinem Fall..
    Hier müssen Urteile der höchsten Gerichte der EU den bestehenden Urteilen des EGMR folgen, und so wie das EuGH schon im Dezember 2014 Asylrecht für LGBTTIQ* einfordern :

    www.spiegel.de/panorama/justiz/homosexuelle-asylbewerber-eug
    h-will-rechte-staerken-a-1006257.html


    ""sofern in ihrem Heimatland der Staat staatliche Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen aufrecht erhält.""..

    Und auch hier liegst Du falsch, denn in Russland gibt es keine Gesetze gegen "homosexuelle Handlungen", und trotzdem werden LGBTTIQ* verfolgt !

    ""Ich halte diese Debatte um die Sicheren Herkunftsstaaten, die die Grünen und Linkspartei sowie Organisationen wie "Pro Asyl" "losgetreten" haben, für letztlich wenig zielführend.""..

    Ohne diese Debatte werden sich weder EU-Staaten noch die Gerichte damit befassen !
    Deshalb ist sie auch zielführend, denn Asylrechtsgründe entstehen eben nicht aus einer Nicht-Debatte !
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