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Rede vor US-Kongress
LGBTI-Aktivisten trauen Trump nicht
Obgleich Trump in seiner ersten Rede im Parlament die Einheit des Landes beschwört, warnen LGBTI-Aktivisten vor einer Verschlechterung der Situation von sexuellen Minderheiten in den USA.

Die Rede von Donald Trump wurde live in mehreren Fernsehsendern übertragen (im Hintergrund Vizepräsident Mike Pence und Paul Ryan, der Chef des Repräsentantenhauses)
- 1. März 2017, 11:48h 2 Min.
US-Präsident Donald Trump hat am Dienstagabend vor beiden Kammern des US-Kongresses zur Einigkeit aufgerufen und gefordert, dass Republikaner und Demokraten zum Wohle des Landes zusammenarbeiten sollten. Gleichzeitig bekräftigte er aber auch seine umstrittenen Ziele wie das Einreiseverbot für Bürger aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern. Obwohl der 70-Jährige die Rechte von sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten nicht direkt erwähnte, kam die einstündige Rede bei LGBTI-Aktivisten nicht gut an.
So sei das Ziel der in der Rede beschriebenen Politik, "proaktiv die am meisten marginalisierten und gefährdetsten Amerikaner zu diskriminieren", erklärte Sarah Kate Ellis, die Chefin der Organisation GLAAD. "Wenn Trump davon spricht, das Land sicherer machen zu wollen, schließt das nicht die Rechte der Trans-Jugend ein. Wenn er über die Gesundheitspolitik spricht, erwähnt er nicht, dass sich die Zahl der LGBTQ-Amerikaner ohne Krankenverischerung bei der Abschaffung von Obamacare verdoppeln wird. Präsident Trump hat sehr deutlich gemacht, dass er nicht der Anführer des gesamten Volkes ist."
Trump ist "kein Freund der LGBTQ-Community"
Auch die Human Rights Campaign, die größte und einflussreichste LGBTI-Organisation der Vereinigten Staaten, kritisierte die Rede. "Taten sagen mehr als Worte. Macht euch nichts vor: Trump ist kein Freund der LGBTQ-Community", erklärte die Organisation auf Twitter.
/ HRCActions speak louder than words. Make no mistake: Trump's no "friend" to the #LGBTQ community. #ProtectTransKids #AddressToCongress
— HumanRightsCampaign (@HRC) March 1, 2017
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Die Aktivisten zeigten sich insbesondere darüber empört, dass Trump erst vor gut einer Woche eine Richtlinie seines Vorgängers zum Schutz von transsexuellen Schülern aufgehoben hat (queer.de berichtete). Persönlich hatte der Präsident dazu keine Stellung genommen.
Auch die derzeit debattierte Rückabwicklung von Obamas Gesundheitsreform bereitet Aktivisten Sorgen. Immerhin habe "Obamacare" die Rate der nicht krankenversicherten Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transpersonen von 28 Prozent auf elf Prozent gesenkt, so eine Studie des "Urban Insititute". Damit reduzierte sich die Rate der Menschen ohne Krankenversicherungsschutz unter LGBTI schneller als in der Gesamtbevölkerung. Aktivisten befürchten, dass die Rate wieder steigen könnte, obwohl beispielsweise Transsexuelle oder HIV-Positive in besonderem Maße auf die Versicherung angewiesen seien. (dk)













Im Gegensatz zu anderen Ländern, werden in den USA auch seit dem Amtsantritt von Trump keine Schwulen an Baukräne gehängt, gesteinigt oder von Hochhäusern gestoßen , nach der Machtergreifung von Khomeini sah das aber anders aus.
Nicht zuletzt sei gesagt, dass sich Trump bis heute nicht offen schwulenfeindlich geäußert hat.