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Keine Beweise

Gütersloh: Ermittlungen wegen Übergriffen auf Schwule eingestellt

Vergangenes Jahr berichteten ein Dutzend schwuler Männer von gewalttätigen Übergriffen bei Online-Dates. Die Behörden konnten allerdings keine Beweise finden.


Zwölf schwule Männer berichteten über tätliche Übergriffe in Gütersloh – Beweise dafür konnten die Behörden aber nicht finden (Bild: Mihai Bojin / flickr)

  • 2. März 2017, 12:41h 9 2 Min.

Die Bielefelder Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen versuchter schwerer Körperverletzung nach einem als homophob motiviert beschriebenen Angriff in Gütersloh eingestellt. Das meldet Radio Gütersloh. Demnach habe die Polizei am Tatort keine Beweise sicherstellen können.

Im vergangenen August hatte ein 42-jähriger Schwuler gegenüber Lokalmedien von einem gewalttägen Übergriff berichtet. Demnach hatte er sich im Datingportal "PlanetRomeo" zu einem Rendezvous verabredet; am Treffpunkt bei einer Bushaltestelle an der Brockhäger Straße angekommen, sei er aber von Unbekannten in der Dunkelheit homophob beleidigt und mit Steinen und Eiern beworfen worden. Er habe sich damals an die Medien gewarnt, um andere Schwule zu warnen, sagte der Mann. Anzeige wollte er aber aus Angst zunächst nicht erstatten (queer.de berichtete).

Laut Radio Gütersloh konnten die Behörden bei einer Überprüfung des angegebenen Tatorts jedoch keine Steine oder Eierschalen finden. Auch die Suche nach Zeugen für den Übergriff sei erfolglos geblieben. Gegenüber Medien hatte der öffentlich anonym gebliebene Mann noch berichtet, dass ihn elf weitere Männer auf "PlanetRomeo" angeschrieben und von ähnlichen Attacken an der Bushaltestelle in Gütersloh berichtet hätten, und Protokolle der Chats an die "Neue Westfälische" gegeben (queer.de berichtete).

Kurz nach den Berichten über die Angriffe hatte auch Bürgermeister Henning Schulz (CDU) Stellung genommen: Er verurteilte derartige Übergriffe im Rat als "schädlich" und forderte ein "Bekenntnis zu sexueller Vielfalt". Im November traf er erstmals LGBTI-Aktivisten zu einem Meinungsaustausch im Rathaus. (cw)

#1 PeerAnonym
  • 02.03.2017, 18:50h
  • Ein Dutzend Überfälle und dennoch keine Beweise.

    Oh Wunder oh Wunder...
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#2 LaurentEhemaliges Profil
  • 02.03.2017, 19:25h
  • Antwort auf #1 von Peer
  • Was willst du uns damit sagen?

    >>Auch die Suche nach Zeugen sei erfolglos geblieben.<<
    Die Übergriffe wurden von Bürgermeister Schulz (CDU) verurteilt.

    Bei solchen Rendezvous über PlanetRomeo ist bekanntermaßen erhöhte Vorsicht geboten.
    Außerdem kann wohl nicht jede Bushaltestelle mit einer Videoüberwachung ausgerüstet werden.
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#3 GerritAnonym
  • 03.03.2017, 15:40h
  • Antwort auf #2 von Laurent
  • Dass man als Bürgermeister Gewalt verurteilt, ist klar.

    Aber bei so vielen Übergriffen keine einzigen Anhaltspunkte zu haben, ist schon sehr sonderbar.

    Ginge es um andere Delikte, hätte man längst die IP-Adressen ausfindig gemacht und darüber die Adresse des Profils gefunden und den Anschlussinhaber verhört.

    Wieso geschieht das hier nicht? Zuviel Aufwand für so ein paar verkloppte Schwule? Muss erst jemand sterben, ehe man auf die Idee kommt?
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