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Interview mit "Zeit Campus"

Martin Schulz zur Ehe für alle: "Eindeutig ja"

Seit Tagen ist die SPD mit der Forderung nach Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare in den Medien – jetzt hat sich erstmals ihr designierter Kanzlerkandidat geäußert.


Im Interview mit "Zeit Campus" gab Martin Schulz am Montag ein kurzes, aber überzeugendes Statement für die Ehe für alle ab (Bild: Screenshot)
  • 7. März 2017, 05:38h 47 2 Min.

Am 23. Februar vermeldete die "heute"-Redaktion des ZDF, der designierte Kanzlerkandidat der SPD wolle mit der Forderung nach der Ehe für alle in den Bundestagswahlkampf ziehen – mit Verweis auf nicht genannte Quellen aus der Parteizentrale (queer.de berichtete).

Während man sich im Berliner Willy-Brandt-Haus auf Nachfrage von queer.de von der ZDF-Meldung erst überrascht zeigte, scheinen die Sozialdemokraten mittlerweile Gefallen an dem ihr wohl in den Mund gelegten Thema gefunden zu haben. Am vergangenen Wochenende kündigte SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sogar via "Spiegel" an, die Gleichstellung von lesbischen und schwulen Paaren zum Thema im Koalitionsausschuss zu machen (queer.de berichtete).

Zwei Wochen nach dem Bericht der "heute"-Redaktion hat sich am Montag nun erstmals auch Martin Schulz selbst zur Ehe für alle geäußert – im Interview mit Hannes Schrader von "Zeit Campus". Auf die Frage, ob er sich für die Ehe-Öffnung für gleichgeschlechtliche Paare einsetzen werde, meinte der designierte Kanzlerkandidat: "Eindeutig ja." Dazu gehöre für ihn auch das gemeinsame Adoptionsrecht: "Ich bin für die Ehe für alle, und ich bin auch dafür, dass wenn wir die Ehe für alle einführen, die ehelichen Rechte, und dazu gehört natürlich auch die Adoption, mit einführen."

Direktlink | Martin Schulz im Gespräch mit Hannes Schrader, ab 0:48 geht es um die Ehe für alle
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Die spannende Frage, wann Schulz das Eheverbot für lesbische und schwule Paare beenden will, stellte Schrader leider nicht – bereits jetzt gäbe es dafür im Deutschen Bundestag eine theoretische Mehrheit. Vor vier Jahren war die SPD mit dem Slogan "100 Prozent Gleichstellung – nur mit uns" in den Wahlkampf gezogen, hatte jedoch in den Koalitionsverhandlungen mit der Union die Forderung nach der Ehe für alle schnell aufgegeben. (mize)

-w-

#1 Peter1Anonym
  • 07.03.2017, 07:11h
  • Und es ist das erste Mal, das ich (wir) es einem Kandidaten wirklich glauben! Daher von uns ein klares "Ja" zu Martin Schulz !
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#2 Hamburger MichelAnonym
  • 07.03.2017, 07:21h
  • Auf Wahlversprechen falle ich nicht mehr rein. Ehe für alle noch vor der Wahl,nur dann gibt es meine Stimme.
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#3 sanscapote
  • 07.03.2017, 07:44h
  • Antwort auf #1 von Peter1
  • Es wurde schon einmal ein 100%-Versprechen gegeben, aber nicht gehalten.

    Ich waehle SPD nicht.
    Es sei denn die SPD erfuellt ihr Versprechen noch in dieser LLP wie zu 100% versprochen.

    Keine Stimme für die SPD, nur weil Herr Schulz jetzt so ewas sagt.

    Mir kommt es jetzt so vor:
    Ein neuer Mann,
    ein neues Versprechen für die Zeit nach der Wahl.

    Das ist unehrlich. Das ist nicht sicher.

    Das Fehlen der direkten Frage ist ein Manko des Interviews. Macht sich ein Interviewer keine Notizen ueber wichtig Fragen im Interview?
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