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Opfer brutal erwürgt
Salzburg: 15 Jahre Haft für Mord an schwulem Mann
Zwei 19-Jährige müssen nach einem brutalen Raubmord ins Gefängnis. Der Haupttäter fühlte sich offenbar durch die Homosexualität des Opfers provoziert.

Die beiden Angeklagten wurden innerhalb von zwei Wochen nach der Tat gefasst. (Bild: Metropolico.org / flickr)
- 9. März 2017, 12:05h 3 Min.
Das Landesgericht Salzburg hat Mittwochabend zwei 19-jährige syrische Asylbewerber wegen Raubes und Tötung eines 30-jährigen schwulen Mannes zu Haftstrafen von zwölf und 15 Jahren verurteilt.
Wie österreichische Medien berichten, hatte das Opfer, ein 30-jähriger Serbe, den Hauptangeklagten am Salzburger Hauptbahnhof kennengelernt. Dort betreute das spätere Opfer die öffentlichen Toiletten. Er habe laut den Ermittlungen den Hauptangeklagten am 8. Juli in seine nahe gelegene Wohnung gelassen, ihm einen Pornofilm gezeigt und ihm sexuelle Avancen gemacht, woraufhin der Teenager empört herausrannte.
Am Folgetag sei der Hauptangeklagte mit einem gleichaltrigen Syrer erneut zur Wohnung des 30-Jährigen gekommen und sei von dem Bewohner hineingelassen worden. Die Angeklagten gaben vor Gericht zu, dass sie den schmächtigen, nur 50 Kilo schweren Mann ausrauben wollten, bestritten aber eine Tötungsabsicht.
Laut der Anklage sei das Opfer geschlagen, gewürgt und an Händen und Füßen mit einem Klebeband gefesselt worden. Daraufhin hätten die mutmaßlichen Täter den Serben gezwungen, ihnen die PIN-Nummer seiner Bankkarte zu geben. Während der Mittäter laut der Staatsanwaltschaft am EC-Automaten Geld abheben wollte, habe der Hauptangeklagte das Opfer misshandelt und so lange gewürgt, bis es an der Folge einer massiven Verletzung des Kehlkopfes verstarb.
Der Tote wurde später in der Badewanne aufgefunden. Die mutmaßlichen Täter hatten offenbar versucht, mit Shampoo und Seife Spuren zu verwischen. Sie hatten außerdem in der Wohnung nach Wertgegenständen gesucht und mindestens 45 Kleidungsstücke, ein Handy und ein Portmonee entwendet. Laut dem Anwalt einer der Angeklagten seien die beiden Männer während der Tat wegen Alkohol- und Marihuanakonsums nicht voll zurechnungsfähig gewesen.
Hauptverdächtiger in Bayern gefasst
Auf die Angeklagten aufmerksam wurde die Polizei, weil sie am Tatort den Asylbewerber-Ausweis von einem der Männer fand. Außerdem hatten Nachbarn die Männer beim Verlassen der Wohnung gesehen und konnten Angaben zu ihrem Aussehen machen. Der mutmaßliche Mittäter wurde drei Tage nach der Tat von der bayerischen Polizei in Freilassing festgenommen, als er gerade nach Deutschland eingereist war. Der Hauptverdächtige wurde zwei Wochen später verhaftet. Er trug dabei die Kleidung des getöteten Mannes.
Der Hauptangeklagte wurde vom Gericht wegen Mordes, Raubes und versuchter schwerer Erpressung verurteilt – das Strafmaß von 15 Jahren ist die Höchststrafe. Sein Mittäter erhielt zwölf Jahre wegen schweren Raubes und versuchter schwerer Erpressung.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat bereits erklärt, auf weitere Rechtsmittel verzichten zu wollen. Die beiden Verteidiger haben sich aber noch nicht geäußert, ob ihre Mandanten das Urteil anerkennen wollen. (cw)















Die Höchststrafe von 15 Jahren für den einen Typen wegen Mordes, Raub und Erpressung geht bei diesem verabscheuungswürdigen Verbrechen natürlich in Ordnung, wenn auch die Strafe im Vergleich mit derjenigen für den zweiten Täter, dem für Raub und Erpressung zu Recht zwölf Jahre aufgebrummt wurden, m.E. nicht in angemessenem Verhältnis steht.
Hoffentlich bleibt es bei diesem Strafmaß. Insoweit wird auf die Kommentare zum Bericht "Düsseldorfer Kripo klärt Raubserie gegen Schwule auf", in denen eine Kuscheljustiz beklagt wird, hingewiesen.