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Kommentare zu:
Salzburg: 15 Jahre Haft für Mord an schwulem Mann


#1 LaurentEhemaliges Profil
  • 09.03.2017, 13:33h
  • Die haben es den Ermittlern anscheinend sehr leicht gemacht.

    Die Höchststrafe von 15 Jahren für den einen Typen wegen Mordes, Raub und Erpressung geht bei diesem verabscheuungswürdigen Verbrechen natürlich in Ordnung, wenn auch die Strafe im Vergleich mit derjenigen für den zweiten Täter, dem für Raub und Erpressung zu Recht zwölf Jahre aufgebrummt wurden, m.E. nicht in angemessenem Verhältnis steht.

    Hoffentlich bleibt es bei diesem Strafmaß. Insoweit wird auf die Kommentare zum Bericht "Düsseldorfer Kripo klärt Raubserie gegen Schwule auf", in denen eine Kuscheljustiz beklagt wird, hingewiesen.
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#2 AlexAnonym
#3 Paulus47Anonym
  • 09.03.2017, 15:08h
  • Antwort auf #1 von Laurent
  • @Laurent
    Hoffentlich bleibt es bei diesem Strafmaß. Insoweit wird auf die Kommentare zum Bericht "Düsseldorfer Kripo klärt Raubserie gegen Schwule auf", in denen eine Kuscheljustiz beklagt wird, hingewiesen.

    --> Die Richter in Österreich scheinen ein wenig strenger als in Deutschland zu urteilen, das finde ich richtig. Viel zu wenig steht der Opferschutz bei solchen Straftaten in Deutschland im Mittelpunkt der Urteilsfindung.

    Das österreichische Recht kenne ich nicht, aber was auch viele immer bei den Urteilen zu Haftsrafen vergessen, dass in der Regel die Straftäter nach 2/3 der Haftzeit aus dem Gefängnis wieder herauskommen, soweit sie sich während der Haftzeit friedlich im Gefängnis verhalten haben und Sozialpädagogen im Gefängnis der Meinung sind, der Straftäter werde künftig keine Straftaten mehr begehen .

    Bei 15 Jahren sind es dann in der Regel nur 10 Jahre im Gefängnis und bei 12 Jahren sind es dann nur 8 Jahre im Gefängnis, soweit der Täter friedlich im Gefängnis sich verhalten hat.

    Auch deswegen bin ich in der Regel für höhere Strafanwendungen, da die Straftäter schon meistens nach 2/3 der Haftzeit aus dem Gefängnis herauskommen.

    Von Haftstrafen bis 2 Jahren bei erstmaliger Begehung halte ich auch wenig, weil dann sogar ausnahmesweise die Haftstrafe um die Hälfte verkürzt werden kann.

    Fazit: Nicht nur die Strafhöhe darf ruhig in Deutschland höher ausfallen, sondern auch die Haftentlassungen gehen zu "schnell". Aber darüber sich mit einem linken/grünen Sozialpädagogen zu unterhalten, ist sinnlos.
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#4 OwnenheimAnonym
  • 09.03.2017, 15:51h
  • ja ich verstehs auch nicht wieso die STrafmaße bei Gewalt und Tötungsdelikten bei uns so niedrig angsetzt sind. 15 Jahre als höchstmaß for Mord? Ich mein was ist denn dass? Wer jemanden umbringt gehört das ganze Leben lang weggesperrt. Und nicht nur 15 oder 25 Jahre. Ich finde generelll die Justitz ist viel zu sanft bei Tötungsdelikten und Vergewaltigungen.

    Aber ja... ich mein ich kanns ja Verstehen. Es is ja nur ein Menschenleben und nichts wertvolles wie etwa Geld.
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#5 Patroklos
  • 09.03.2017, 20:08h
  • Um das Ganze mal etwas aufzudröseln: im österreichischen Jugendgerichtsgesetz 1988 heißt es: "Die Strafrahmen des allgemeinen Strafrechtes werden durch das JGG herabgesetzt. An die Stelle lebenslanger Freiheitsstrafe oder Freiheitsstrafe von 10 bis 20 Jahren tritt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu 10 bzw. (ab dem vollendeten 16. Lebensjahr) 15 Jahren."

    de.wikipedia.org/wiki/Jugendgerichtsgesetz_1988

    Im österreichischen Strafgesetzbuch steht im § 75 (Mord) "Wer einen anderen tötet, ist mit Freiheitsstrafe von zehn bis zu zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe zu bestrafen."

    de.wikipedia.org/wiki/Mord_(%C3%96sterreich)

    Ich finde die Strafen für die beiden 19jährigen Täter auch zu niedrig, lebenslänglich wäre angemessener gewesen!
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#6 TheDadProfil
#7 TheDadProfil
  • 09.03.2017, 22:39hHannover
  • Antwort auf #3 von Paulus47
  • ""--> Die Richter in Österreich scheinen ein wenig strenger als in Deutschland zu urteilen, das finde ich richtig.""..

    Kannst Du hier dann bitte einen Fall von Mord begangen durch einen Jugendlichen Täter anführen, der mit weniger als der Höchststrafe verurteilt wurde ?

    ""Das österreichische Recht kenne ich nicht, aber was auch viele immer bei den Urteilen zu Haftsrafen vergessen, dass in der Regel die Straftäter nach 2/3 der Haftzeit aus dem Gefängnis wieder herauskommen, soweit sie sich während der Haftzeit friedlich im Gefängnis verhalten haben und Sozialpädagogen im Gefängnis der Meinung sind, der Straftäter werde künftig keine Straftaten mehr begehen .""..

    Das beurteilen keine "Sozialpädagogen" alleine, sondern die Gefängnisleitung in Verbindung mit der Pädagogischen Betreuung, einem externem Gutachter, der Leitung des Wachpersonals auf der Abteilung, und die Staatsanwaltschaft, die für die Organisation der Haft zuständig ist..
    Die legen dann alle eigene Gutachten vor..
    Entscheiden tut das dann ein Richter an der Strafvollstreckungskammer beim Landgericht, und der muß sich nicht einmal an die Gutachten halten..

    ""Auch deswegen bin ich in der Regel für höhere Strafanwendungen, da die Straftäter schon meistens nach 2/3 der Haftzeit aus dem Gefängnis herauskommen. ""..

    Nun..
    Wer für eine Straftat zu einer Haftstrafe über 24 Monate verurteilt wird, und diese 24 Monate dann auch absitzt, erhält auch bei einer "vorzeitigen Entlassung aus der Haft auf Bewährung" so genannte Führungsaufsicht für den Restzeitraum der Haft, mindestens jedoch 5 Jahre, so das auch der andere beteiligte Täter insgesamt 13 Jahre unter Beobachtung steht..

    Diese Führungsaufsicht erfolgt auch dann wenn keine vorzeitige Entlassung erfolgt, und dauert dann auch 5 Jahre, womit dann die heutigen Jugendlichen insgesamt 17, respektive 20 Jahre unter Beobachtung der Justiz stehen..

    ""Von Haftstrafen bis 2 Jahren bei erstmaliger Begehung halte ich auch wenig, weil dann sogar ausnahmesweise die Haftstrafe um die Hälfte verkürzt werden kann.""..

    ""Fazit: Nicht nur die Strafhöhe darf ruhig in Deutschland höher ausfallen, sondern auch die Haftentlassungen gehen zu "schnell". ""..

    Strafvollzug ist Ländersache..
    In NRW gibt es diese Entlassung nach der Hälfte erst ab 4 Jahre Haft..
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#8 TheDadProfil
#9 TheDadProfil
  • 09.03.2017, 22:43hHannover
  • Antwort auf #5 von Patroklos
  • ""Ich finde die Strafen für die beiden 19jährigen Täter auch zu niedrig, lebenslänglich wäre angemessener gewesen!""..

    Wie Du eben noch selbst nachgewiesen hast, ist das aber nicht möglich !

    Justiz ist kein Rache-Spielplatz für Leute die etwas "zu gering finden"..

    Das Strafgesetzbuch ist ein "gesellschaftlicher Konsens" an den sich alle zu halten haben..
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#10 LaurentEhemaliges Profil
  • 09.03.2017, 23:08h
  • Antwort auf #6 von TheDad
  • Ich kann dir nicht ganz folgen.

    Die Verteidiger haben noch nicht erklärt, ob sie Rechtsmittel einlegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
    Der Hinweis auf die Vorgänge in Düsseldorf ("Kuscheljustiz") bezieht sich auf den Ausgang eines evtl. Revisionsverfahrens.
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#11 TheDadProfil
  • 09.03.2017, 23:49hHannover
  • Antwort auf #10 von Laurent
  • ""Ich kann dir nicht ganz folgen.

    Die Verteidiger haben noch nicht erklärt, ob sie Rechtsmittel einlegen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
    Der Hinweis auf die Vorgänge in Düsseldorf ("Kuscheljustiz") bezieht sich auf den Ausgang eines evtl. Revisionsverfahrens.""..

    Du kannst vielem nicht folgen..
    Hier geht es um Raubmord, in Düsseldorf um Raubüberfalle..
    Beides wird schon einmal unterschiedlich hart bestraft..

    In Düsseldorf gab es noch keinen Prozess..

    In Salzburg ist eine Berufung nahezu unmöglich, die Beweislast wohl unstrittig und durch Fakten belegt..
    Eine Revision sowieso nur wegen Verfahrensfehler möglich und damit eher unwahrscheinlich, denn dazu hätten die Richter Entlastendes einfach ignorieren müssen..
    Da muß man die schriftliche Urteilsbegründung zur Hand haben..
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#12 LaurentEhemaliges Profil
#13 TheDadProfil
  • 10.03.2017, 11:22hHannover
  • Antwort auf #12 von Laurent
  • ""Ich kann dir nicht folgen, weil du nach wie vor nicht verstanden hast, was ich überhaupt meine.""..

    Ach ?
    wie wäre es denn damit, einmal der wiederholt geäußerten Bitte nachzukommen, sich deutlich, und damit ohne kryptische Andeutungen zu äußern ?

    Oder fällt es Dir einfach nur leichter die "Schuld" für die Missverständnisse auf Andere zu schieben ?

    Wenn Du denkst ich würde Deine Aussagen nicht verstehen, irrst Du schlicht..

    Was Du hier nach wie vor wie andere auch nicht verstehst ist, daß Justiz regeln folgt, die nicht bei jeder Gelegenheit dem "persönlichem Empfinden" angepaßt werden, und wenn Du dir das noch so sehr wünscht..

    Man mag vielleicht das Jugendstrafrecht für "zu lasch" empfinden, und für "Kuschel-Pädagogik" halten..

    Blöderweise sind die meisten Jungen Menschen die mit dem Gesetz in Konflikt geraten in ihrem bisherigem Leben mit Pädagogik noch gar nicht in Berührung gekommen..

    Wenn man nun auch noch anfinge 10-Jährige für eine geklaute Tüte Bonbons für Jahre in Erziehungsheime einzusperren, oder einen wirklich dummen Streich der schief läuft, und bei dem dann Jemand verletzt wird in Knäste zu sperren, die wir übrigens gar nicht haben, und erst für viel Geld bauen müßten, dann kann die Gesellschaft ihren Konkurs anmelden..

    Staat muß in die Erziehung einwirken..
    Das tut er mit den Schulgesetzen, und etlichen anderen Vorschriften die die Jugendämter betreffen..
    Das kostet Geld..
    Viel Geld..
    Und die ist in Bildung und Ausbildung immer deutlich besser angelegt als im Wegsperren von Menschen..
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#14 LaurentEhemaliges Profil
#15 TheDadProfil
#16 Homonklin44Profil
  • 11.03.2017, 00:33hTauroa Point
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • ""
    Das Strafgesetzbuch ist ein "gesellschaftlicher Konsens" an den sich alle zu halten haben..""

    Eher ein Konsens von Fachversierten in Rechtsphilosophie, Rechtswissenschaft und diversen anderen Kategorien. Das macht einen kleinen Auszug aus der Gesellschaft.

    Wenn da tatsächlich die Gesellschaft dazu übereinstimmen sollte, würden relativ schnell die Galgen, Guillotine, elektrischer Stuhl ect. wieder in Mode kommen.

    Manche Strafen sind wirklich beschämend gering, da kann man die Gedanken von Anhängern der Selbstjustiz schon nachempfinden.
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#17 TheDadProfil
  • 11.03.2017, 11:49hHannover
  • Antwort auf #16 von Homonklin44
  • ""Manche Strafen sind wirklich beschämend gering, da kann man die Gedanken von Anhängern der Selbstjustiz schon nachempfinden.""..

    "Geringe Strafen" gerade bei Jugendlichen Erst-Tätern bilden die Grundlage der Reintegration in die Gesellschaft, die je schwieriger wird, desto länger das Wegsperren andauert..

    Wenn man Jugendliche die sich aufgrund des Alters in der Phase der Bildung und Ausbildung befinden, aus dieser Bildungs-Phase herausnimmt, stellt man die Weiche für ein Leben im Abseits..
    Das kann man auch nicht durch Schulabschlüße und Berufsausbildung im Knast, selbst nicht mit "anonymisierten Zeugnissen" verhindern..

    Jugendstrafrecht stellt bewußt die Erziehung und die Pädagogik VOR Strafe..
    Das allerdings kostet Geld, was nicht in ausreichendem Maß in diesem System vorhanden ist..
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#18 Homonklin44Profil
  • 13.03.2017, 11:47hTauroa Point
  • Antwort auf #17 von TheDad
  • Na ja, dieses Geld können die sich doch während ihrer Strafe verdienen. dass sie das können, ist wiederum eine Hilfe für's Nachdenken über ihr Verhalten.

    Ob die Gesellschaft solche Leute wieder unter sich haben will, ist dann noch eine andere Frage. Bitte nicht in meiner Umgebung. So denken vielleicht noch andere.
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#19 TheDadProfil
  • 13.03.2017, 22:04hHannover
  • Antwort auf #18 von Homonklin44
  • ""Na ja, dieses Geld können die sich doch während ihrer Strafe verdienen. dass sie das können, ist wiederum eine Hilfe für's Nachdenken über ihr Verhalten.""..

    Hä ?

    ""Jugendstrafrecht stellt bewußt die Erziehung und die Pädagogik VOR Strafe..
    Das allerdings kostet DEN STAAT Geld, was nicht in ausreichendem Maß in diesem System vorhanden ist..""..

    Besser ?
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