Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?28419

Aus nach 30 Jahren

Bruno Gmünder Verlag stellt Printmagazin "Männer" ein

Während im Januar noch von einer vierteljährlichen Erscheinungsweise die Rede war, soll die schwule Zeitschrift nun ausschließlich digital erscheinen.

  • 14. März 2017, 12:29h 22 2 Min.

Die letzte gedruckte Ausgabe des Magazins "Männer"

Nach der "Du & Ich" verschwindet mit "Männer" das letzte ernstzunehmende deutsche Magazin für schwule Männer aus dem Zeitschriftenhandel. Wie der Bruno Gmünder Verlag aus Berlin am Montag mitteilte, wird die Printausgabe mit sofortiger Wirkung eingestellt. Stattdessen soll es nur noch eine digitale Version geben.

Der Verlag feiert die Einstellung des Traditionsheftes nach genau 30 Jahren wie einen Erfolg: "Wir wollen noch mehr in die Zukunft investieren", heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Geschäftsführer Michael Taubenheim und Chefredakteur Paul Schulz. "Deswegen schließen wir das Kapitel Print-Magazin ab."

Noch vor zwei Monaten hatte der Verlag angekündigt, dass das chronisch defizitäre Heft von einer monatlichen auf eine vierteljährliche Erscheinungsweise umgestellt werden soll (queer.de berichtete). Der damalige Chefredakteur Kriss Rudolph hatte den Verlag deshalb im Streit verlassen. "Ich bin froh, dass ich die Pläne für die Abwicklung des Magazins weder verkünden noch selber umsetzen muss", schrieb er damals in einer Stellungnahme.

Taubenheim und Schulz begründen den Kurswechsel mit dem plötzlichen Tod von Verlagsinhaber Frank Zahn am 8. Februar und "den damit verbundenen Veränderungen im Unternehmen". Die Abonnenten sollen "in den nächsten Tagen über das weitere Vorgehen informiert" werden.

Redaktionell anspruchsvolle gedruckte Kaufmagazine für schwule Männer erscheinen noch im deutschsprachigen Ausland: Seit Herbst 2015 bemüht sich das "Mannschaft Magazin" aus der Schweiz um Leser aus der Bundesrepublik, aus Österreich kommt der "Vangardist". Viermal im Jahr gibt es zudem eine neue Ausgabe des Lifestyle-Hefts "Mate" aus Berlin. (mize)

-w-

#1 Ven293769Anonym
  • 14.03.2017, 14:13h
  • Ein Problem war auch das man das Magazin kaum am Kiosk kaufen konnte...

    Ich konnte in Braunschweig nur am Bahnhof das Magazin kaufen ... Und wann bin ich da schonmal?
  • Direktlink »
#2 Pascal GoskerAnonym
  • 14.03.2017, 14:40h
  • Solange der Bruno-Gmünder-Verlag nicht die veruntreuten Spendengelder zurückzahlt, die eigentlich zur Ergreifung der kreuz.net-Hintermänner gedacht waren, sind die eh für mich gestorben.

    Da haben viele Leute von ihrem eh wenigen Geld was abgegeben, damit die Hetzer gefasst werden und dann nutzt der Bruno-Gmünder-Verlag das zur Firmensanierung und damit David Berger auf unsere Kosten Urlaub machen kann.
  • Direktlink »
#3 Mahmoud
  • 14.03.2017, 15:05hDuisburg
  • Mich wundert, im welchem Umfang sich der Sexshop Verlag "Bruno Gmünder"
    seit Jahren in dieser Art und Weise in der schwulen Szene festsetzen konnte.

    Wenn man sich vergleichbare Magazine in Frankreich, den USA, und in Großbritannien anschaut, wird man deutliche Unterschiede zu "Männer" feststellen, selbst da, wo es Hochglanzmagazine sind.

    Schmuddelkram im Stil einer schwulen Beate Uhse verklemmt, spießig, seicht-pornographisch, stroh­dumm das gibt's nur von "Bruno Gmünder".

    Seien wir froh, daß das Heft weg ist, hoffentlich verschwindet der Rest des Verlags auch noch. Mich freut's sehr.
  • Direktlink »