Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?28428

Finanzielle Hilfe

Köln: Stadt will offenbar klammen CSD unterstützen

Nach der Insolvenz des Pride-Veranstalters KluST greift die Oberbürgermeisterin dem CSD wohl finanziell unter die Arme.


Oberbürgermeisterin Henriette Reker will offenbar erreichen, dass zum CSD wie in den Vorjahren viele Besucher in ihre Stadt kommen (Bild: Stadt Köln / Danny Frede)
  • 15. März 2017, 13:33h 12 2 Min.

Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) will laut einem Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" die Abhaltung des diesjährigen CSDs in der Domstadt mit einem finanziellen Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro garantieren. Es gebe "Gerüchte", dass Reker die Förderung bereits zugesagt habe.

Die Hilfe wurde nötig, weil der bisherige Veranstalter des Cologne Pride, der Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST), vor einem Monat Insolvenz anmelden musste (queer.de berichtete). Nun hat ein Bündnis aus der Szene unter Federführung der Aids-Hilfe Köln und des Beratungszentrums Rubicon das Ruder übernommen.

Gregor Timmer, der Pressesprecher der OB, konnte gegenüber der Regionalzeitung nicht bestätigen, dass bereits 25.000 Euro zur Seite gelegt worden seien. Aber: "Es steht fest, dass das Geld zu Verfügung steht, aber in welcher Höhe noch nicht", so Timmer. Dies hänge von Details ab.

Die CSD-Organisatoren erklärten auf ihrer Facebook-Seite: "Wir stehen in guten und konstruktiven Verhandlungen mit der Stadt. Diese sind allerdings noch nicht abgeschlossen." Sie hatten Anfang März einen Brief an Reker geschickt, in dem sie um den Zuschuss in Höhe von 25.000 Euro baten. Der Betrag solle zweckgebunden zur Gründung einer gemeinnützigen GmbH genutzt werden.

Bereits im Vorfeld hatte die neue CSD-Mitorganisatorin Sabine Arnolds erklärt: "Ganz ohne finanzielle Unterstützung wird das in diesem Jahr nicht gehen" (queer.de berichtete). Sie betonte dabei, dass auch die Stadt vom CSD profitieren werde. Immerhin zieht der CSD jedes Jahr rund eine Million Besucher an.


In der Domstadt wurde der CSD seit 1991 jedes Jahr vom inzwischen insolventen Kölner Lesben- und Schwulentag e. V. veranstaltet.

Am Montag hatte Oberbürgermeisterin Reker im Stadtrat betont, dass der CSD für die Stadt eine "wichtige Veranstaltung" sei, die aber freilich nicht von der Stadtverwaltung organisiert werden könne.

Gefährdet ist weniger die Parade, die vor der Insolvenz formal unabhängig vom KLuST organisiert worden war, sondern vielmehr das Straßenfest. Die Organisation sei nach Angaben von Aids-Hilfe-Geschäfsführer Michael Schuhmacher trotz ehrenamtlicher Aktivisten schwierig, da die Räume des KLuST und ein hauptamtlicher Mitarbeiter nicht mehr zur Verfügung stehen.

Das Straßenfest soll wie geplant am Wochenende 7. bis 9. Juli stattfinden, mit der Demonstration am Sonntag. Die neuen Veranstalter haben in Absprache mit der Szene vergangene Woche "Human Rights First" als ihr diesjähriges Motto festgelegt. (cw)

-w-

#1 JustusAnonym
  • 15.03.2017, 16:22h
  • Da die Stadt Köln nicht nur vom Image, sondern auch wirtschaftlich extrem vom CSD profitiert, kann sie das auch ruhig mal, wenn der CSD in Not ist...

    Genauso dürften auch diverse Hotels, Gastronomie, Einzelhandel, etc. ein bisschen was dazugeben, da sie ja auch massiv davon profitieren. Wieso sollen die dann nicht auch wenigstens einen kleinen Teil ihrer Profite zurückgeben, um ihre Profite auch in Zukunft gewährleisten zu können.
  • Direktlink »
#2 Paulus47Anonym
  • 15.03.2017, 18:31h
  • Wie kann man nur den CSD Köln finanziell "gegen die Wand fahren" ??? Wie schafft man das ???
  • Direktlink »
#3 PatroklosEhemaliges Profil