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1. FC Köln
Wieder homophobes Banner bei Bundesligaspiel
"Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo" – diesmal provozierten Kölner Ultras Richtung Hertha.
- 19. März 2017, 18:56h 2 Min.
Der Banner-Schlagabtausch zwischen Fans von Hertha Berlin und des 1. FC Köln ist am Samstag in eine weitere Runde gegangen: Diesmal waren es die Kölner, die beim Heimspiel hinter dem Tor ein Transparent mit dem Aufdruck "HB 98: Eure Väter sind ganz froh über die Jungs vom Bahnhof Zoo" entrollten.
Der Spruch, der den Gegnern unter Anspielung auf die Stricher-Szene Berlins Homosexualität unterstellt, richtet sich an die Berliner Ultras Harlekins Berlin 98 – diese hatten beim Hinspiel im Oktober an die Kölner Gruppierung "Wilde Horde 96" auf einem Transparent verlauten lassen: "WH96: Lieber eine Mutter als zwei Väter!" (queer.de berichtete).
/ Marcel_Braune | Marcel Braune, Hertha-Reporter der "Bild", hatte das neueste Banner am Samstag auf einem Foto festgehaltenPlakat-Beef zwischen Köln und Hertha geht weiter. #KOEBSC #hahohe pic.twitter.com/zjSlaqMFZ4
— Marcel Braune (@Marcel_Braune) March 18, 2017
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Der Spruch, der wiederum eine Antwort auf ein Transparent "HB '98: Elf glückliche Väter, eine glückliche Mutter…" aus einem vorherigen Spiel war, hatte den Ultras viel Kritik und ein Ermittlungsverfahren des DFB eingebracht.
Beide Vereine engagieren sich gegen Homophobie
Das Sportgericht des DFB hatte den Spruch "Lieber eine Mutter als zwei Väter", der auf einem gut 30 Meter langem Transparent hinter dem Tor ausgerollt worden war, im Februar im Rahmen mehrerer Fan-Vergehen bestraft, bei dem Urteil über 24.000 Euro wurden öffentlich allerdings nur ein Einsatz von Pyrotechnik und ein anderes diffamierendes Plakat erwähnt (queer.de berichtete).
Das Harlekin-Plakat sei dabei abgewogen worden gegen den Einsatz des Vereins gegen Homophobie, sagte ein DFB-Sprecher dem Magazin "Mannschaft". So hatte er mit Botschaften gegen Homophobie in sozialen Netzwerken und auf seiner Webseite auf den Vorfall reagiert (queer.de berichtete). Die Hertha gehört u.a. auch zu den Erstunterzeichnern der Berliner Erklärung "gegen Homophobie und für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport".
Diese wurde auch vom 1. FC Köln unterzeichnet. Beide Vereine haben schwul-lesbische Fanclubs – Hertha-Junxx und Andersrum rut-wiess – und beide unterstützten deren CSD-Teilnahmen.
















