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Von Freiheit, Liebe, Sexualität und Ausgrenzung
Queer in Osteuropa
Marianne Zückler erzählt in ihrem Buch "Osteuropaexpress" acht Schicksalsgeschichten vom Kampf um die eigene Identität.
- 20. März 2017, 07:11h 2 Min.

"Osteuropaexpress" ist am 20. März 2017 im Europa Verlag erschienen
Europa gibt sich nach außen offen und tolerant, doch noch nicht in allen europäischen Ländern werden diese Werte auch gelebt. Der Weg zur sexuellen Selbstbestimmung ist vielerorts immer noch weit. Die Autorin Marianne Zückler erzählt von Menschen – alt und jung, lesbisch, schwul oder transsexuell – die aufgrund ihrer sexuellen Identität in ihren Heimatländern in Osteuropa von sozialer Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung bedroht werden. Am Beispiel von acht Protagonisten aus Lettland, Litauen, Polen und Ungarn werden die Sorgen, Hoffnungen und Alltagskämpfe der Menschen, die sich der Gemeinschaft der LGBT (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender) zugehörig fühlen, verarbeitet.
Über drei Jahre hinweg führte Marianne Zückler Interviews mit Betroffenen in deren Heimatländern und fasst diese in "Osteuropaexpress" (Amazon-Affiliate-Link ) als dokumentarische Erzählungen zusammen. Nur mit der Hilfe von LGBT-Organisationen vor Ort und persönlichen Empfehlungen konnte die Autorin Kontakt mit ihren Interviewpartnern aufnehmen, die sich überwiegend mit ihrer Sexualität noch nicht in die Öffentlichkeit wagen.
Liebe, Sexualität und Identität

Marianne Zückler: "Du bist für viele kein vollständiger Mensch, wenn du lesbisch, schwul oder transsexuell bist. Daran ändern auch die europäischen Gesetze nichts" (Bild: Martina Wiemers)
Wie stark die Anfeindung seitens der Gegner und wie groß die Angst der Menschen wirklich sind, hat Marianne Zückler selbst miterlebt, als sie aus Solidarität an der Pride Parade in Warschau teilnahm.
Trotz aller Schwierigkeiten und Ängste sehen sich die Protagonisten aus Marianna Zücklers Erzählungen nicht als Opfer, sie gehen ihren Weg mit zu viel Mut, Beharrlichkeit und Selbstvertrauen. Sie wollen zu sich selbst stehen und sehnen sich nach dem freiheitlichen Selbstverständnis der westeuropäischen Kultur. Sie sind Kämpfer, die täglich ihre Liebe, Sexualität und Identität verteidigen müssen – gegenüber sich selbst, ihrer Familie, ihrer Religion und ihrer Regierung. "Osteuropaexpress" beleuchtet Ungerechtigkeiten in unseren europäischen Nachbarländern und gibt Betroffenen Hoffnung und Ansporn, für ihre Rechte einzustehen.
Die Autorin Marianne Zückler lebt in Berlin und arbeitet als freie Autorin und Dozentin für dokumentarisch-biografische Theaterarbeit. Sie interessiert sich vor allem für die Verschränkung von Erfahrungs- und Erinnerungsräumen sowie die transgenerationelle Weitergabe von Kriegs- und Gewalttraumatisierungen. (cw/pm)
Marianne Zückler: Osteuropaexpress. Dokumentarische Erzählungen. 240 Seiten. Klappenbroschur. Format: 13,7 x 21,7 cm. Europa Verlag. München März 2017. 16,90 €. ISBN 978-3-95890-079-0
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Da ich mich beruflich öfters in Polen aufhalte ,kann ich nur bestätigen, dass Polen für Schwule das Vorzimmer zur Hölle ist.
An allen größeren Baustellen wie Bahnhöfen,Plätzen,Straßen kann man auf Plakaten lesen:
Gefördert durch die EU.
Die EU fördert aber nicht die verachtende Einstellung ,Behandlung und Intoleranz gegenüber Schwulen.Lesben,Transgender .Die EU fördert noch die Instandhaltung der Gotteshäuser in denen den Menschen nach Meinung der Kirche ihr sündhaftes
Leben vorgehalten wird und droht den Sündern mit ewiger Hölle.