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"Wie bei der Regenbogenparade"
Niki Lauda macht sich über pinken Formel-1-Wagen lustig
Der Ex-Rennfahrer, der in der Vergangenheit aus seiner Abneigung gegen tanzende Homo-Paare keinen Hehl gemacht hat, ist die Farbe des Force-India-Rennautos offenbar zu schwul.

Niki Lauda will Pink offenbar höchstens auf einem CSD sehen
- 24. März 2017, 12:57h 2 Min.
Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda hat in einem Interview mit dem österreichischen Fernsehsender ORF über die pinke Lackierung des neuen Wagens aus dem Force-India-Rennstall gespottet. "Es sticht zuerst einmal ins Herz meiner Tochter Mia. Sie hat die Prinzessin Lillifee in der gleichen Farbe. Gleichzeitig könnte man das Auto als Safety-Car bei der Regenbogenparade verwenden", so der 68-Jährige. Als Regenbogenparade wird der Wiener CSD bezeichnet.
Dem ORF-Sportjournalisten Ernst Hausleitner war diese Antwort offenbar zu heiß: "Jetzt müssen wir schauen, dass wir das Ganze wieder in den politisch korrekten Bereich bringen", sagte der Kommentator als Reaktion auf die Aussage Laudas.

Der neue Force-India-Wagen wurde bereits "Pink Panther" getauft
In der Formel 1 sind pinke Wagen, anders als etwa bei der in Deutschland populären Rennserie DTM, noch sehr ungewöhnlich. Daher kommentierte der Force-India-Fahrer Sergio Pérez bei der Vorstellung des Wagens: "Es wird sich sicher niemand gerne von einem pinken Auto überholen lassen." Der 26-jährige Mexikaner meinte: "Sobald wir das Auto auf der Strecke sehen, werden die Fans erheitert sein. Und es ist doch großartig für den Sport, mal etwas anderes zu haben."
Niki Lauda, der heute den Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden des Mercedes-Formel-1-Teams innehat, hatte 2011 mit einer homophoben Aussage über die österreichische Promi-Tanzshow "Dancing Stars" für Aufregung gesorgt. Damals kritisierte er die Ankündigung, dass der schwule Schauspieler und Moderator Alfons Haider erstmals mit einem gleichgeschlechtlichen Tanzpartner teilnehmen wollte.
Das könne den Nachwuchs verwirren, so Lauda damals: "Ich will nicht, dass meine Kinder im ORF sehen, dass ein Mann mit einem Mann tanzt – und dass sie glauben, das nachmachen zu müssen." Er behauptete ferner, dass Männer grundsätzlich nicht miteiander tanzten: "Es tanzt ja nirgendwo ein Mann mit einem Mann – in keiner Disco, auf keinem Ball -, nur im ORF, weil der damit Quote schinden will" (queer.de berichtete).
Nach scharfer Kritik hatte sich Lauda für die Aussage entschuldigt und erklärt: "Ich möchte hier nochmals klar zum Ausdruck bringen: Ich habe und hatte Zeit meines Lebens keine Vorurteile gegen Homosexuelle" (queer.de berichtete). (dk)














