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Kommentare zu:
Berliner Politik stellt sich hinter schwulen Kita-Erzieher


#1 Paulus47Anonym
  • 29.03.2017, 13:06h
  • "Dabei hatte die katholische Kirche erst kurz zuvor ihr Arbeitsrecht ein wenig liberalisiert und versprochen, weniger Schwule und Lesben zu feuern".

    --> Das hat die Deutsche Bischofskonferenz der Katholiken nicht nur versprochen, sonderen das ist in den reformierten kirchenarbeitsrechtlichen Regelungen festgeschrieben.

    Eine arbeitsrechtliche Kündigung eines Mitarbeiters wegen seiner sexuellen Orientierung oder wegen Eingehens einer Lebenspartnerschaft am Standesamt, bei der Katholischen Kirche ist in allen (!!!) Bistümern in Deutschland mittlerweile verboten und eine solche Kündigung hat vor den katholischen Kirchengerichten kein Bestand. Die Leitung der Caritas hat diese arbeitsrechtliche Reform ausdrücklich begrüßt.

    Es ist erfreulich, dass zumindest diesbezüglich sich mit dem Amtsantritt von Papst Franziskus die Rechtslage bei den Katholiken im Arbeitsrecht zugunsten homosexueller Mitarbeiter verbessert hat.
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#2 BuntUndSchönAnonym
  • 29.03.2017, 13:20h
  • Sehr gut.
    Das ist ein konsequenter Standpunkt und eine steile Vorlage gegenüber kirchliche Einrichtungen. Das gefällt mir.
    Allerdings sollte sich die Unterstützung neben schwulen Erziehern, auch auf lesbische-, ausländische-, und behinderte Erzieher/innen beziehen.
    Wenn schon tolerant, dann ganz, nicht nur zur Hälfte.
    Es gibt schließlich das AGG, also müssen alle einbezogen werden.
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#3 BuntUndSchönAnonym
  • 29.03.2017, 13:27h
  • P.S.: zu meinem Kommentar:
    meine Beispiele waren ein Ausschnitt.
    Was mir wichtig ist zu sagen, ist: wenn schon Toleranz gezeigt wird in pädagogischen Berufen, dann muss die LSBTTIQ berücksichtigt werden, nicht nur ein Teil daraus.
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#4 LorenProfil
  • 29.03.2017, 13:32hGreifswald
  • Es gibt Leute, die wollen nicht aus religiösen Gründen diskriminiert werden, diskriminieren aber selbst andere aus religiösen Gründen. So nicht. Gut, dass hier offenbar eine breite Solidarität gezeigt wird und die Diskriminierenden in die Schranken gewiesen werden. So sollte überall mit allen verfahren werden, die sich ähnlich verhalten, um ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten.
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#5 GronkelAnonym
  • 29.03.2017, 13:38h
  • "Die Kita habe aber den Erzieher gegen die Anfeindungen unterstützt."

    Na das ist ja wohl auch das absolut mindeste und nicht der Rede wert.
    Aber der ganze Vorfall ist ein Anzeichen in wie weit die Integration gescheitert ist und welcher Weg noch vor einem liegt. Dass die Eltern sich eine andere Kita suchen ist keine Lösung sondern ein Augen zu und durch ohne Problemlösung.
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#6 Lübbers-RolexAnonym
  • 29.03.2017, 13:42h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • "Es ist erfreulich, dass zumindest diesbezüglich sich mit dem Amtsantritt von Papst Franziskus die Rechtslage bei den Katholiken im Arbeitsrecht zugunsten homosexueller Mitarbeiter verbessert hat."

    Uuuu... das schreit ja geradezu nach einer Rückkehr in die RKK...um freudestrahlend in der erste Reihe Platz nehmen zu dürfen, wo die alte Oma dem Homo-Paar gefälligst Platz zu machen hat.

    Weniger erfreulich ist es, wie du Kausalitäten erstellst, wo keine sind.
    Viel eher dürfte der RKK in Deutschland nach all der negativen Presse, den negativen Reaktionen in der Bevölkerung und den Protesten der Mitglieder der Arsch auf Grundeis liegen, sodass sie keine andere Wahl hat.

    Zum Thema: Gut, dass Politik und Arbeitgeber sich hinter dem Erzieher stellen. Sollen die Eltern ihre Kinder doch anderswo abgeben. Andere Familien dürften sich über die freien Plätze freuen.

    Im Netz wird kommentiert, dass Eltern das Recht dazu hätten sich um ihre Kinder zu sorgen - haben sie auch. Sie können ihre Kinder gerne woanders abgeben. Das Recht, die Kündigung des Angestellten zu feuern, haben sie nicht!

    Und wenn die Eltern solche Bauchschmerzen haben: als schwuler Mann würde ich es mir auch überlegen, ob ich mich ihnen im Alltag gegenüber familien- und kinderfreundlich zeigen würde. Sie müssten sich doch unwohl fühlen, wenn man als schwuler Mann aus Höflichkeit z.B. den Platz in der Bahn frei macht oder einen Kinderwagen mitschleppt. Auf solche selbstverständliche Höflichkeiten verzichten diese Eltern sicher gerne.
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#7 ErzieherAnonym
  • 29.03.2017, 13:51h
  • Mir ist gleiches in Frankfurt (Main) passiert. Auch hier wurde mir potentieller Kindesmissbrauch aufgrund meiner Homosexualität vorgeworfen. Meine Kollegen, der Elternbeitat und der Kitaträger standen aber hinter mir und meiner professionellen Arbeit. Die homophobe (muslimische) Familie hat mittlerweile die Einrichtung gewechselt - der Junge ist jetzt wohl in einer katholischen Kita...
    Ich wünsche dem Berliner Kollegen viel Kraft! Das ist eine harte, emotional sehr belastende Zeit! Halt durch!
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#8 ErzieherAnonym
  • 29.03.2017, 14:01h
  • Antwort auf #5 von Gronkel
  • Leider ist das keine Selbstverständlichkeit! Es gibt viele Kitas, in denen Erzieher nicht wickeln dürfen, in denen Erzieher die Kinder nicht mit schlafen legen dürfen, sogar welche, in denen Erzieher nicht mit Kindern alleine in einem Raum sein dürfen, da ist dann immer die Tür zur Kontrolle offen und eine Kollegin schaut regelmäßig nach...
    Was das für ein Männerbild an die Kinder vermittelt, kann man sich da denken. Und welche Rolle den (zukünftigen) Vätern zugeschrieben wird! Erschreckend!
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#9 Lübbers-RolexAnonym
#10 DimaAnonym
  • 29.03.2017, 14:21h
  • Der für mich wichtigste Satz in diesem Artikel stammt von dem Politiker der Linken. Hier müssen aufklärerische Gespräche mit den Eltern geführt werden. Anders geht es nicht.
    Viele der Migrantenfamilien sind vielleicht in diesem Fall zum ersten Mal direkt mit Homosexualität konfrontiert. Ich finde es wichtig, dass ihnen da jetzt nicht gleich Hass entgegenschlägt, sondern wünschenswert wären Gespräche, ein Kennenlernen und ein sicherlich schwieriger Prozess des Umdenkens und Akzeptierens.
    Dazu wünsche ich allen, vor allem dem Erzieher, viel Kraft.
    Wäre wunderbar, hier in ein paar Monaten eine positive, Mut machende Fortsetzung der Geschehnisse zu lesen.
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#11 Paulus47Anonym
  • 29.03.2017, 14:25h
  • Antwort auf #6 von Lübbers-Rolex
  • LinksparteiDad alias EvaBrunneVerarscher alias ...
    "Uuuu... das schreit ja geradezu nach einer Rückkehr in die RKK...um freudestrahlend in der erste Reihe Platz nehmen zu dürfen, wo die alte Oma dem Homo-Paar gefälligst Platz zu machen hat." [,,,]

    Als Mitglied der Landeskirchen der EKD bin ich als Christ dort gut zufrieden. Es freut mich, dass in der Landeskirche Rheinland, in der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, in der Landeskirche Baden oder auch in der Landeskirche Hessen-Nassau regulär kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht wurden und in den meisten anderen der 20 Landeskirchen der EKD zumindest öffentliche Segnungsgottesdienste erlaubt sind. Schlusslicht und Ausnahme ist hierbei derzeit die Landeskirche Württemberg, aber auch dort ist gegenwärtig eine Kircheninitiative unterwegs.

    *
    www.bkh-wue.de/initiative-regenbogen/

    In vielen christlichen Kirchen wurden mittlerweile für gleichgeschlechtliche Paare kirchliche Trauungen ermöglicht; die Liste dieser Kirchen ist lang.

    Auch im Reformjudentum und in buddhistische Organisationen ist dies der Fall.

    ----

    Was nunmehr die Situation im Islam angeht: in der Tat dort ist die Lage problematisch; es gibt nur vereinzelt Imame, die Trauungen befürworten. Der überwiegende Anteil der islamischen Gemeinden ist ablehnend gegenüber Homosexualität eingestellt und mitunter wird regelrecht Hass in bezug auf homosexuelle Menschen an mancher salafistischer Moschee gepredigt.

    Gegenwärtig durchlaufen die DITIB-Moscheegemeinden einer regelrechten "Säuberungswelle" und dort werden Imame durch Erdogantreue Imame ersetzt.

    Aber hier beim Islam schauen leider atheitische "Linke" gerne weg: frei nach dem Motto: "der Feind meines Feindes ist mein Freund". Nur stimmt dieses Motto in keiner Weise, das mussten die US-Amerikaner mit Ihrer Talibanhilfe gegen die Sowjetunion schmerzhaft lernen, als Osama bin Laden die Flugzeuge ins World Trade Center lenkte.

    Und so wird es auch unseen linken Atheisten mit Ihre Wut auf das Christentum ergehen: gerade die ankommenden Menschen aus dem Nahen Osten, Türkei und Nordafrika sind alles keine Wähler der Linkspartei und auch nicht der Grünen.
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#12 Lübbers-RolexAnonym
#13 Paulus47Anonym
  • 29.03.2017, 15:59h
  • Antwort auf #12 von Lübbers-Rolex
  • "Ach, daher rührt deine neuerliche Sympathie für die RKK die du sonst immer angegiftet hast..."

    --> Im Unterschied zu Dir, der als linker Atheist immer gerne mit Unwahrheiten und Verfälschungen zur Faktenlage im Christentum aufwartest und dafür bekannt bist, hier nicht die Fakten zu nennen, schreibe ich halt, wie es in Wahrheit ausschaut und wie die Lage nunmal ist.

    Und auch wenn es Dir nicht passt, mehrere Landeskirchen der EKD haben kirchliche Trauungen für gleichgeschlechtliche Paare kirchenrechtlich ermögkicht; die meisten anderen Landeskirchen der EKD haben öffentliche Segnungsgottesdienste ermöglicht.

    Es gibt viele weitere lutherische, unierte, reformierte, anglikanische, altkatholische, presbyterianische, quäkerische, mennonitische und waldensische Kirchen des Christentums, wo dies ebenso der Fall ist.

    Auch im Reformjudentum und in einer Reihe buddhistischer Organisationen schaut es ebenso aus.

    *
    de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare

    Und auch im römisch-katholischen Glauben hat sich zumindest "ein Stück weit" die Lage entspannt. Erinnert sei an die Worte des neuen Papstes Franziskus über schwule katholische Priester: "Wer bin ich mir darüber ein Urteil anzumaßen". Und auch die kirchenrechtlichen Arbeitsrechtsreformen der Deutschen Bischofskonferenz der Katholiken, die die Leitung der Caritas ausdrücklich unterstützt hat, sind gut.

    Der Katechismus des Vatikans aber ist weiterhin zu brandmarken, so lange dort homosexuelle Handlungen als verwerflich bezeichnet werden; ebeno zu kritisieren am Vatikan ist, dass weiterhin im Unterschied zu den vielen anderen christlichen Kirchen keine Trauungen und auch keine Segnungsgottesdienste erlaubt sind.

    ----

    Das die Lage im Islam hingegen aufgrund der zunehmenden Politisierung des Islams für homosexuelle Menschen immer schwieriger wird, ist bekannt. Das es gerade islamisch geprägte Staaten Nordafrikas, Naher Osten und Zentralasiens sind, wo homosexuelle Handlungen unter Strafe stehen ist, ebenso bekannt. Das derzeit die DITIP-Moscheegemeinden auf Erdoganlinie gebracht werden, merken die Grünen mittlerweile auch..wenn auch viel zu spät ("erinnert sei daran wie Volker Beck vor einigen Jahren noch in Köln beim Großmoscheebau der DITIP in der ersten Reihe mitmarschiert ist"). Alice Schwarzer hat ihren damaligen Einsatz für die DITIP mittlerweile bei Maischberger öffentlich bereut.

    Fazit: Auch diese Meldung aus Berlin zeigt nur, dass die Lage im Islam selbst hier bei uns in Deutschland schwierig ist, was den Umgang von vielen Moslems hier mit dem Thema "Homosexualität" angeht.

    David Berger schrieb hierzu: "Homosexuelle Menschen müßten aufpassen, dass sie nicht in einigen Jahrzehnten an Baukränen aufgehängt und von Hochhäusern durch Moslems gestürzt werden", Das wiederum ist zwar AfD-Slang, aber das wir echt aufpassen müssen, dass sich keine homophob motivierten Parallelgesellschaften in den deutschen Großstädten bilden, ist unbestreitbar. Das zeigt auch dieser Vorfall wie so viele andere exemplarisch.
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#14 LorenProfil
  • 29.03.2017, 16:12hGreifswald
  • Antwort auf #13 von Paulus47
  • Vorsicht mit Ausflügen in andere Weltregionen: Bekanntlich lässt auch Ihr Lutherischer Weltbund die homofeindlichen Mitglieder in Staaten Afrikas gewähren, den eigenen Zerfall befürchtend. Geheuchelte Einheit ist Lutheranern (wie Sie einer sind) wichtiger als die Lebensrechte der Lesben und Schwulen in Ländern Afrikas. Was Ichlinge aus der Komfortzone hierzulande gern verschweigen, bedeutet für Menschen andernorts reale Bedrängnis.
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#15 ursus
  • 29.03.2017, 16:27h
  • Antwort auf #1 von Paulus47
  • "Eine arbeitsrechtliche Kündigung eines Mitarbeiters wegen seiner sexuellen Orientierung oder wegen Eingehens einer Lebenspartnerschaft am Standesamt, bei der Katholischen Kirche ist in allen (!!!) Bistümern in Deutschland mittlerweile verboten und eine solche Kündigung hat vor den katholischen Kirchengerichten kein Bestand."

    es gibt keinen kündigungs-automatismus mehr. das heißt nicht, dass es keine kündigungen mehr gäbe und schon gar nicht, dass diese "verboten" wären. für bestimmte berufsfelder bestehen die alten "loyalitätspflichten" (zu denen ein heterosexuelles oder zumindest nur versteckt homosexuelles leben gehört) fort wie bisher auch.

    "Wer als Beschäftigter geschieden ist und wieder heiratet, muss künftig nur noch in Ausnahmefällen [!] mit der Kündigung rechnen. Das gleiche gilt auch für Lesben und Schwule, die in eingetragenen Lebenspartnerschaften leben. [...] Eine Entlassung soll künftig nur dann die letzte Möglichkeit sein, wenn der Fall die Integrität und Glaubwürdigkeit der Kirche beeinträchtigt oder "ein erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft oder im beruflichen Wirkungskreis" erregt. [...] Einen festgelegten Katalog solcher Verstöße gebe es nicht.
    Die Liberalisierung hat ihre Grenzen: Für Frauen und Männer, die als Seelsorger oder Religionslehrer besonders vom Bischof beauftragt sind, bleibt die bisherige Rechtslage bestehen. Sie unterliegen erhöhten Loyalitätsforderungen und müssen mit Konsequenzen bis hin zur Kündigung rechnen, wenn sie eine zweite Ehe oder Lebenspartnerschaft eingehen. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki sagte der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA), dass die Entscheidung, welcher Mitarbeiter zu besonderer Loyalität verpflichtet sei, der Ortsbischof treffe."

    www.sueddeutsche.de/karriere/arbeitsrecht-liebe-und-arbeite-
    1.2466025


    der kündigungs-automatismus wurde also durch eine schwammige willkür-bestimmung ersetzt. ein handfester und klar formulierter gesetzlicher kündigungsschutz besteht für kirchliche angestellte weiterhin nicht. was als "erhebliches ärgernis" angesehen wird und folglich eine kündigung rechtfertigt, kann der jeweilige betrieb recht willkürlich entscheiden und wird das notfalls auch einfach tun - mit staatlichem segen.

    als großen fortschritt würde ich das nicht feiern.
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#16 Ein KielerAnonym
  • 29.03.2017, 17:58h
  • ""Muslimische Eltern haben zu akzeptieren, dass es auch andere sexuelle Orientierungen gibt.""

    Diesen Satz kann ich so nicht nachvollziehen. Offenbar müssen diese Eltern es eben nicht akzeptieren. Sie können, wie bei den Betreffenden in Berlin, offenbar ganz einfach die Kita wechseln und finde auch schnell einen neuen Platz (ungewöhnlich für Berlin...) und der Zwang zur Akzeptanz von Homosexualität ist damit nahe Null, Ausweichen ist leicht möglich. In der eigenen "Community" werden sie sicher auch nicht verdammt. Daher gibt es keine Notwendigkeit, sich anzupassen, es läuft auch ohne ganz gut.

    Deswegen bin ich als schwuler Erzieher seit meinem letzten Arbeitgeberwechsel vor ca. 2 Jahren auch wieder hübsch im Schrank (mein "Mitbewohner" hat für die Kollegen sogar schon eine "Freundin" bekommen...) denn die Tendenzen von religiöser, insbesondere islamischer Seite sind schon länger bemerkbar und der Anteil der Moslems meiner Kita liegt inzwischen bei gut 50%. Die Beziehungsarbeit auch mit den Kindern wäre unendlich schwieriger bis unmöglich, wenn die meisten dieser Eltern wüssten, dass ich schwul bin (was man mir übrigens nicht anmerkt). Und ich bin da aber für die Kinder und nicht, um irgendwelche Don Quichotte-Dinge und Selbstdarstellerein oder Regenbogenwerbung zu machen. Im Schrank kann ich mich den Kindern so zuwenden, wie ich es für richtig halte, ohne irgendwelche Ängste wegen deren Eltern haben zu müssen. Anders könnte ich den Beruf gar nicht ausführen.

    Seit den meisten politischen Statements zum Orlando-Massaker mache ich mir ausserdem bezüglich der Frage, wie das Verhältnis von insbesondere Schwulen und Moslems sich entwickeln wird, keine Illusionen mehr. Wir sind jetzt eben nicht mehr die hippste Gruppe, unsere dicken Jahre sind erstmal vorbei. Es wird sicherlich noch viel konfliktreicher werden. Man frage sich nur einmal, wie die Sache gelaufen wäre, wenn die Leitung oder die Geschäftsführung auch moslemisch gewesen wäre. Ich kann es mir vorstellen....

    Und wir fahren ja in gutem Tempo. Inzwischen kennt man nicht einmal mehr die Scham, seine Abneigungen wenigstens für sich zu behalten (und zb das Kind aus der Kita einfach abzumelden), sondern ruft öffentlich zu Aktionen gegen "sowas" auf und hat, wenn ich die Artikel richtig lese, da auch durchaus eine nicht allzu kleine Menge an "ebenso Denkenden" aus der Gemeinschaft hinter sich, so dass es sogar für die Androhung einer Unterschriftenaktion ausreicht (nicht mal in der cdu könnte man sich sowas ohne schärfere Sanktionen seitens der Partei leisten, vermutlich nicht mal in der csu und aufgrund der Wählertäuschung würde selbst eine afd so etwas nicht kommentarlos hinnehmen). An dem Punkt sind wir schon angekommen.

    Von so einer schamlos öffentlichen Aktion gegen einen schwulen Erzieher habe ich übrigens von Christen noch nicht gehört, nicht mal von den Katholen (die bis vor einigen Jahren die religiöse Gruppe war, die mir am meisten Unruhe verursachte, wenn sie mir als Eltern gegenüber standen und ich wusste, dass die wussten, dass ich schwul bin.)
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#17 Ein KielerAnonym
  • 29.03.2017, 18:08h
  • Antwort auf #10 von Dima
  • Wie kommen Sie auf die Idee, solche Eltern sein womöglich zum ersten Mal mit Homos konfrontiert? Glauben Sie, die leben auf dem Mond?

    Auch in islamischen Ländern werden Schwule und Lesben geboren, vermutlich statistisch genauso häufig wie sonst überall auch. Nur ist dort der "Umgang" mit Homos eben "anders". Zb so, dass man versucht, sie von Kindern fernzuhalten, sowohl die Homos wie die Homosexualität. Das ist für die völlig normal.

    Ich glaube übrigens nicht, dass ein paar Gespräche daran viel ändern werden. So eine Einstellung legt man nicht wegen ein paar Gesprächen ab (oder könnten wir umgekehrt unsere homofreundliche Einstellung mal eben wegen ein paar Gesprächen ins Gegenteil verkehren? Wohl kaum). Zumal das mit der Religion einfach in Konflikt steht. Auch das löst man nicht einfach mit ein bisschen Gespräch, denn das ist letztlich ein innerer Glaubens- und Gewissenskonflikt.
    Bei den Christen mussten auch nicht nur ein paar Gespräche geführt werden, sondern die ganze Religionsgemeinschaft musste es in der Mehrheit selbst wollen und dann umsetzen, so wie öffentlich ordentlichen Druck bekommen, über Jahrzehnte.
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#18 Patroklos
  • 29.03.2017, 21:24h
  • Wenn die muslimischen Eltern keine schwulen Kita-Erzieher haben wollen, dann sollen sie doch eine eigene Kita aufmachen! Es zwingt sie niemand, ihre Kinder auf die Kita, die im Artikel erwähnt wird, zu schicken!
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#19 ErzieherAnonym
  • 29.03.2017, 21:35h
  • Antwort auf #16 von Ein Kieler
  • Ich finde es erschreckend, dass es für dich so weit gekommen ist u d du keinen anderen Weg gefunden hast! Für mich wäre das keine Option, auch aus pädagogischen Gründen nicht. Vielleicht sind einige Eltern damit nicht einverstanden, aber ich bin, wie du sagst, für die Kinder da. Meine sexuelle Orientierung gehört zu mir wie meine Körpergröße oder Augen- oder Hautfarbe. Sie ist ein Teil von mir, dadurch auch indirekt ein Teil meiner pädagogischen Arbeit, zu der es gehört, mit meinen ganzen Wesen und meiner Persönlichkeit präsent zu sein. Da ist für mich ein Versteckspiel schwer vorstellbar! Sogar noch ein bewusstes Lügen. Das ist in meinen Augen keine Kongruenz, keine Authentizität! Natürlich renne ich nicht durch den Kindergarten und erzähle jedem was Sache ist. Aber Kinder stellen Fragen, die ich altergerecht pädagogisch aufarbeitet und wahrheitsgemäß beantworte!

    Ja, ich bin auch befangen und nicht mehr authentisch, wenn ich mich verteidigen muss gegen weltanschauliche Differenzen und Anfeindungen. Und natürlich helfen da an einem gewissen Punkt auch keine Dialoge mehr. Aber ich bin nicht dazu bereit, meine eigene Freiheit zu beschneiden, mein Umfeld zu belügen und zu verleugnen, meine pädagogische Arbeit daran anzupassen! Dann müssen die paar Eltern die das nicht aushalten können ihre Kinder aus dem Freundeskreis reißen und woanders anmelden. Die übrigen, die meinetwegen grummelnd bleiben, verkrafte ich und kann den Kindern ein gutes und ehrliches Vorbild sein! Gerade als Mann...
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#20 TheDadProfil
#21 TheDadProfil
  • 29.03.2017, 21:49hHannover
  • Antwort auf #11 von Paulus47
  • ""unseen linken Atheisten mit Ihre Wut auf das Christentum""..

    Haben die die ?
    Haben die Grund dazu ?

    ""Und so wird es auch unseen linken Atheisten mit Ihre Wut auf das Christentum ergehen: gerade die ankommenden Menschen aus dem Nahen Osten, Türkei und Nordafrika sind alles keine Wähler der Linkspartei und auch nicht der Grünen.""..

    Stimmt..
    Aber auch keine Wähler der FDP, der SPD und der CDU..
    Die dürfen nämlich gar nicht wählen bis sie vielleicht eines Tages einen deutschen Pass haben..
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#22 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 30.03.2017, 03:49h
  • Antwort auf #10 von Dima
  • "Hier müssen aufklärerische Gespräche mit den Eltern geführt werden."
    viel spaß dabei, denn hier prallen eine religion auf freiheitlich demokratische strukturen aufeinander. und vieler dieser migrantenfamilien stellen die religion, weil sie gläubig (und/oder fanatisch) sind, über unser grundgesetze.
    das ist für atheisten von den linken natürlich nicht nachvollziehbar. wäre aber so, als würde man sagen, nach 3 "vater unser" und nach 10 "ave maria" tritt der linke parteianhänger geläutert in die fdp ein.
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#23 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 30.03.2017, 04:08h
  • Antwort auf #18 von Patroklos
  • "Wenn die muslimischen Eltern keine schwulen Kita-Erzieher haben wollen, dann sollen sie doch eine eigene Kita aufmachen!"
    das würde die parallelwelten der muslime nur noch bestärken, der absolut falsche schritt! mit dem zuzug hier nach europa gelten eben andere werte und rechtssysteme.
    oder werden z.B. wir in zukunft den migranten aus indien erlauben im straßenverkehr links zu fahren, weil sie es so gewöhnt sind? sollen wir dann extra-linksfahrzonen einrichten, damit sich die linksfahrer in deutschland willkommen fühlen? führen wir ausführliche integrationsgespräche mit linksfahrern aus anderen ländern?
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#24 Karl NapfAnonym
  • 30.03.2017, 04:17h
  • Die Menschen die nach Deutschland kommen, wissen doch was ihnen hier erwartet. Wenn sich einige Menschen nicht Intrigen wollen, oder die Deutsche Kultur, dieGesetzen, die Lebensweise nicht wollen, das zurueck in die Heimat.
    Wenns mir irgendwio nicht gefällt dann gehe ich. Wenn ich mich als Deutschland in anderen Gastlaendern die Regeln nicht beachte, fliege ich raus.

    In jedem Land der Erde muss ich als Deutscher anpassen, die Kultur, die Gesetze u. s. w. akzeptieren.
    Sonst fahre ich da nicht hin.
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#25 myysteryAnonym
  • 30.03.2017, 07:36h
  • Antwort auf #16 von Ein Kieler
  • "Diesen Satz kann ich so nicht nachvollziehen. Offenbar müssen diese Eltern es eben nicht akzeptieren. Sie können, wie bei den Betreffenden in Berlin, offenbar ganz einfach die Kita wechseln und finde auch schnell einen neuen Platz (ungewöhnlich für Berlin...) und der Zwang zur Akzeptanz von Homosexualität ist damit nahe Null, Ausweichen ist leicht möglich. In der eigenen "Community" werden sie sicher auch nicht verdammt. Daher gibt es keine Notwendigkeit, sich anzupassen, es läuft auch ohne ganz gut. "

    Richtig. Ganz im Gegenteil, die Eltern konnten der"Kita" ja sogar noch eins auswischen, da der Wechsel sicherlich mit finanziellen Einbußen für diese Kita verbunden ist. Da wäre ein wenig Solidarität unter Kitas, die aber natürlich von oben politisch gefördert werden muss, dringend geboten.

    Deine Schilderungen sind wirklich ernüchternd, aber ich kann dich vollauf verstehen und ich fürchte, dass in der Zukunft viele Schwule noch in ähnliche Situationen kommen werden. Dieses Spannungsfeld aus einer immer größeren, stetig konservativer und größer werdenden muslimischen Bevölkerungsschicht und der rechts-klerikalen Gegenbewegung droht uns zu zerbröseln und es gibt keine Partei, der du ernsthaft zutrauen kannst, das zu erkennen und rational gegenzusteuern.
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#26 wiking77
  • 30.03.2017, 07:59h
  • Antwort auf #20 von TheDad
  • ach tu' doch nicht so scheinheilig! Es wäre ja schon längst die Sache von Bundesreghierungen gewesen, darunter auch SPD-geführt, Hitlers Konkordat mit dem Vatikan zu kündigen! Das haben aber weder die politisch Schwarzen noch die Roten getan. Ginge man ernsthaft daran einem säkuleren und laizistischen Staat, dieser ist ja offenbar auch nicht von den Roten gewollt, Geltung zu verschaffen, hätte man die ganzen Konkordate aufgelöst (die müssen ja nicht bis in alle Ewigkeit gelten), gäbe es auch kein sogenanntes kirchliches Arbeitsrecht! Aber nein, es gilt nach wie vor Hitler-Recht, also die Konkordate, an die sich offenbar politisch Verantwortliche nicht herantrauen sie zu kündigen. Daher ist Dein Lamento eigentlich mehr als scheinheilig.
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#27 TheDadProfil
  • 30.03.2017, 09:49hHannover
  • Antwort auf #22 von schwarzerkater
  • ""und vieler dieser migrantenfamilien stellen die religion, weil sie gläubig (und/oder fanatisch) sind, über unser grundgesetze.
    das ist für atheisten von den linken natürlich nicht nachvollziehbar.""..

    Doch..
    Sicher ist das "nachvollziehbar"..

    Allerdings missachtest Du hier die vorliegenden Strukturen..
    In der Landeshauptstadt Hannover befinden sich ACHTZIG Prozent der Kindergärten und Kitas in kirchlicher Hand..
    Eltern die ihren Nachwuchs in einen "katholischen Kindergarten" geben handeln dort nicht anders, als Eltern mit "Migrationshintergrund", die "darauf achten" ihr Kind nicht mit "in ihrer Kultur nicht gewünschten auswirkungen anderer kulturen" in Kontakt zu bringen..

    Katholischer Kindergarten, katholische Grundschule, katholisches Gymnasium, und dann noch ein Studium der Sozialwissenschaft an einer Hochschule der Katholischen Kirche in Münster, Osnabrück oder Vechta..

    Da eine Parallelwelt nicht wahrnehmen zu wollen in denen diese Menschen hineinwachsen, ist schon fahrlässig..

    """Hier müssen aufklärerische Gespräche mit den Eltern geführt werden." ""..

    Exakt..
    Denn die Aufklärung richtet sich nicht nur an die Kinder, sie muß auch gegenüber der Elterngeneration stattfinden, die diese Aufklärung in ihrer Kindergarten- und Schulzeit offensichtlich verpasst haben..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#28 TheDadProfil
  • 30.03.2017, 10:04hHannover
  • Antwort auf #26 von wiking77
  • ""Es wäre ja schon längst die Sache von Bundesreghierungen gewesen, darunter auch SPD-geführt, Hitlers Konkordat mit dem Vatikan zu kündigen!""..

    Warum das "Ablösegesetz", zuletzt von den Linken im Bundestag eingebracht und selbst von den Grünen abgelehnt die noch vor gar nicht so langer Zeit ein eigenes "Ablösungsgesetz" im Programm hatten, seit dem Eingang eines ersten "Ablösegesetzes" in den Fünfziger Jahren durch die SPD eingebracht, und seitdem durch die UNION blockiert wird, kannst Du selber nachlesen..

    Sämtliche Bundesländer bis auf Hamburg und Bremen, in denen es die Alimentierung der Kirchen durch Staatsleistungen nicht gibt, weigern sich aus Angst vor der drohenden Übernahme sozialer Aufgaben, die von den "Kirchen" ja so selbstlos angeboten werden, diese Staatsleistungen einzustellen..
    "Spitzenreiter" der "Geber-Länder" sind, wen wunderts, neben Bayern und Ba.-Wü., NRW, Hessen und Sachsen..

    ""hätte man die ganzen Konkordate aufgelöst (die müssen ja nicht bis in alle Ewigkeit gelten), gäbe es auch kein sogenanntes kirchliches Arbeitsrecht!""..

    Das ist ebenso "kurzsichtig" wie spekulativ, denn es gibt in den AGG's nicht nur "kirchliches Arbeitsrecht", sondern auch eines für andere "Tendenz-Betriebe" wie Gewerkschaften und Betrieben wie Druckereien z.B. die Parteien gehören..
    Nur kündigen die dort keine Mitarbeiter nur weil sie zufällig LGBTTIQ*-Menschen sind..
    UND sie haben keine "eigene Gerichtsbarkeit", die NEBEN den Amtsgerichten "Recht" sprechen, welches durch diese Amtsgerichte nicht einmal angefochten werden kann..

    Das Scharia-Recht der RKK verhindert sogar die Strafverfolgung von Pädosexuellen Priestern..

    Das sind dann die Dinge, die "Unser aller Missionar" bei seinen beweihräuchernden Kommentaren nicht mit auf dem Schirm hat, und die er gerne vergessen machen will, wenn er sich gegen Zuwanderung positioniert..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#29 Lübbers-RolexAnonym
  • 30.03.2017, 10:17h
  • Antwort auf #11 von Paulus47
  • "Und so wird es auch unseren linken Atheisten mit Ihre Wut auf das Christentum ergehen: "

    Welches Christentum meinst du? Das Christentum, welches Nächstenliebe predigt?
    Oder viel eher das Christentum, welches seine Angestellten das Privatleben diktieren will und aus Wut dann kündigt, welches Wasser predigt aber Wein säuft, das Christentum, das zur ungefragten Zwangsmitgliedschaft verpflichten will, das Christentum, welches dem Egoismus fröhnt und andere Menschen erfrieren lassen will?
    Ja, DIESES "Christentum" erntet nur das, was es auch selbst sät.

    "gerade die ankommenden Menschen aus dem Nahen Osten, Türkei und Nordafrika sind alles keine Wähler der Linkspartei und auch nicht der Grünen."

    Echt nicht? Dann müsste sich ja gerade die CDU besonders stark für das Ausländerwahlrecht machen, was sie IHRER Klientel aus Osteuorpa selbstverständlich gewährt. Warum stellt sie sich aber besonders da quer?
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#30 GordonAnonym
  • 30.03.2017, 10:52h
  • Wieso Geheimhaltung. Alleine schon das bei einer eingetragenen Lebenspartnerschaft die Steuerklasse sich ändert kann man dieses erkennen. Die Kirche sollte liberaler werden und wenn durch zwang über Gesetze. Kirchenrecht darf nicht über Bundesgesetz stehen. Homosexuelle schmeißen sie raus, aber Priester die sich an Kinder vergehen werden versetzt und gedeckt.
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#31 BuntUndSchönAnonym
  • 30.03.2017, 14:22h
  • Antwort auf #30 von Gordon
  • Da hast du Recht:
    Heterosexualität wird alles andere als geheim gehalten, warum sollen es dann die Homosexuellen?
    Manchmal wird das Argument Selbstschutz genannt, aber ich finde, Homosexuelle tun sich selbst nichts gutes, sich so dermaßen im Schrank zu halten. Vielleicht funktioniert es am Arbeitsplatz so, aber was ist mit dem Privatleben? Die Kollegen sehen es ja, sobald man mit dem/der Partner/in gesehen wird.

    Ich kenne eine lesbische Frau, die Jahre lang in Kitas gearbeitet hat. Sie äußerte sich nie über ihre sexuelle Orientierung und konzentrierte sich auf ihre Arbeit. Und trotzdem verlor sie ihren Job aufgrund ihrer Homosexualität und hat nun große Schwierigkeiten, wieder angestellt zu werden.

    Es ist furchtbar, wie es heutzutage immer noch in Kitas zugeht.
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#32 Dont_talk_aboutProfil
  • 31.03.2017, 01:13hFrankfurt
  • Antwort auf #28 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Du hilfst den Kollegen, die hier diskriminiert werden, sicher nicht weiter, wenn Du schreibst, bei der RKK wäre es genauso. Die RKK ist in dieser Frage halt ambivalent, aber andere Religionen sind klar negativ. Klar, kann man immer alles oder nichts fordern. Aber man kann alternativ auch schauen, wo Diskriminierung wirklich gravierend ist und wo Kleinigkeiten ganz offensichtlich aufgebauscht werden und vieles Ansichtssache ist
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#33 Vater
  • 31.03.2017, 10:27h
  • Also ich würde meine Söhne auch nicht in Kitas schicken, wo schwule Männer oder heterosexuelle Frauen arbeiten.
    Genauso wenig würde ich Töchter in Kitas schicken, in denen lesbische Frauen oder heterosexuelle Männer arbeiten... ;-)

    ----

    Im Tagesspiegel habe ich gelesen, dass in dieser Kita nur ein einziges deutsches Kind betreut wird. Das finde ich ehrlich gesagt ziemlich heftig. So werden doch Ghettos und Parallelgesellschaften geradezu gezüchtet.

    Was ich mindestens genauso heftig fand, ist der Umstand, der die Homosexualität des Mannes überhaupt zutage gebracht hat.
    Diese Information haben die homophoben Eltern nämlich von der Geschäftsführerin der Kita bekommen.
    Die stellte sich zwar hinter ihn, hat imho aber einen ganz schönen Klopfer gelandet, indem sie irgendwelchen Eltern (scheissegal ob muslimisch oder nicht) von der sexuellen Orientierung ihrer Angestellten berichtet.
    Das geht nämlich niemanden etwas an, da es nur das Privatleben des Mannes betrifft.
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#34 TheDadProfil
  • 31.03.2017, 10:57hHannover
  • Antwort auf #32 von Dont_talk_about
  • ""Du hilfst den Kollegen, die hier diskriminiert werden, sicher nicht weiter, wenn Du schreibst, bei der RKK wäre es genauso.""..

    Mal zu hinterfragen wer hier der Träger der KiTa ist die sich hier "dem Druck der Eltern" beugt und einen "Kollegen" (der weder Dein Kollege noch meiner ist, weil er eine andere Qualifikation aufweist) kündigt, kommt bei Dir also schon einmal nicht in Frage..

    Überprüfen mit welchen billigen rhetorischen Geplänkel dann auch Meinung geschürt wird, offenbar auch nicht :

    ""Und er machte ihn offenbar gut. Die Kinder streiten sich, wer mit mir an der Hand gehen darf.

    Körperkontakt wird als Problem gesehen

    An der Hand gehen? Körperkontakt? Heikles Thema. Die Kinder wissen ja nicht, dass Eltern wegen Christian Berger massiv protestierten.""..

    www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/kampf-um-toleranz-in
    -berliner-kita-eltern-protestieren-gegen-schwulen-erzieher/1
    9572356.html


    Die Kinder werden also erstmal dumm gehalten, denn weder Eltern noch die anderen Erzieher*innen erklären ihnen das einige Eltern gegen den Erzieher vorgehen..

    Und Grund für dieses "Vorgehen" ist die dahinter verborgene Idee wer Schwul sei, der vergeht sich an Kindern..

    Diese mehr als nur einfach perfide Gleichsetzung von Schwulen Männern mit Pädosexuellen ist an Ungeheuerlichkeit nicht mehr zu toppen..

    Wieso dort der KiTa-Betreiber nicht sofort seiner Schutz-Pflicht des Angestellten nachkommt und die "protestierenden Eltern" darauf hinweist sich bei solchen Vorurteilen eine andere Kinderbetreuung suchen zu müssen, wieso die Stadt Berlin durch das Bildungs-Ressort nicht sofort einschreitet, wird nirgendwo hinterfragt..

    Nein, es wird erst einmal mit fragwürdigen Begründungen gekündigt, und erst wenn sich der Betroffene Kollege zu Recht gegen diese Kündigung zur Wehr setzt, und zusätzlich (vielleicht selbst, vielleicht auch Reporter am Arbeitsgericht) auch noch Öffentlichkeit geschaffen wird, geht ein Aufschrei durch die Gazetten..

    Solche Kündigungen dürfen gar nicht erst vorkommen !

    Das es sie dennoch gibt ist originär auf die RKK zurückzuführen, denn diese hat die "Ausnahmen" in den AGG's bezüglich der Sexuellen Identität überhaupt erst möglich gemacht !

    ""Die RKK ist in dieser Frage halt ambivalent""..

    Eine "Ambivalenz" bezüglich dem Menschenrecht auf Arbeit und der freien Wahl des Berufes kann es nicht geben !

    Eine Gegnerschaft gegenüber diesen Menschenrechten MUSS zu einem Verbot führen, mindestens zu Gesetzen die den "Religionen" dann das Betreiben von Betrieben untersagen kann, die sich mit der Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen oder der Pflege von Menschen verbunden ist..

    "Aber man kann alternativ auch schauen, wo Diskriminierung wirklich gravierend ist""..

    Ist sie das hier nicht ?
    Ist es keine "gravierende Diskriminierung" einem Menschen die Ausübung des erlernten Berufes durch vorbringen ekelhafter Vorurteile zu verunmöglichen ?
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#35 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 31.03.2017, 11:27h
  • Antwort auf #27 von TheDad
  • " ... Katholischer Kindergarten, katholische Grundschule, katholisches Gymnasium, und dann noch ein Studium der Sozialwissenschaft an einer Hochschule der Katholischen Kirche in Münster, Osnabrück oder Vechta..
    Da eine Parallelwelt nicht wahrnehmen zu wollen in denen diese Menschen hineinwachsen, ist schon fahrlässig.. "
    deine "parallelwelt" erinnert mich doch sehr an die menschen, die überall nur noch zeichen und "beweise" entdecken, weil sie sich von den illuminati/freimaurern umzingelt fühlen. vielleicht gibt es ja einen therapeutischen ausweg für dich.
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#36 TheDadProfil
  • 31.03.2017, 11:38hHannover
  • Antwort auf #35 von schwarzerkater
  • ""deine "parallelwelt" erinnert mich doch sehr an die menschen, die überall nur noch zeichen und "beweise" entdecken, weil sie sich von den illuminati/freimaurern umzingelt fühlen. vielleicht gibt es ja einen therapeutischen ausweg für dich.""..

    Die Gleichsetzung von ""illuminati/freimaurern"" zeigt schon auf wie wenig Du von der Thematik verstehst..

    Ansonsten ist Deine Übergriffigkeit mir einen ""therapeutischen ausweg"" zu weisen nichts weiter als das Ende der Fahnenstange Deiner schwachen Arguentation, die dann in der Pathologisierung des Gegenüber mündet, anstatt sich mit den vorliegenden Fakten zu beschäftigen..

    Es gelingt Dir einfach nicht die Vergleichbarkeit "religiöser Welten", die offen vor allen auf dem Tisch liegt zu erkennen, und dennoch wetterst Du munter gegen "Muslime", ohne die "Kritik" auf die "Katholiken" mitzudenken und mitzuschreiben..

    Mach einfach mal die Augen auf..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#37 Dont_talk_aboutProfil
  • 31.03.2017, 11:48hFrankfurt
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • @Kollege TheDad

    Ich bin der letzte der Kirchenrecht verteidigt. Ich lehne es ab. Du tust aber so, als ob das hier das einzige Problem wäre. Hauptproblem ist, dass in anderen Kulturkreisen, Homosexualität nicht "gut so" ist wie beim Katholiken Wowereit.

    In einer Demokratie gilt nun einmal der Wille der Mehrheit (natürlich unter Beachtung des Rechts). Fang endlich an, die Menschen und ihre Emotionen ernst zu nehmen. Demokratie funktioniert einfach nicht so, dass sich alle unseren Positionen anzupassen haben
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#38 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 31.03.2017, 12:24h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • "... Es gelingt Dir einfach nicht die Vergleichbarkeit "religiöser Welten", die offen vor allen auf dem Tisch liegt zu erkennen, ..."
    ich erkenne nur eins, dass du jede möglichkeit, jedes thema nutzt, um auf die katholische kirche einzuprügeln. in dem artikel ging es eindeutig um die einstellung muslimischer famlien in berlin. reflexartig kommen bei dir angriffe gegen die katholische kirche hoch.
    du solltest den anderen teilnehmern hier im forum bitte auch zukünftig gestatten, dass sie mit deinen sich ständig wiederholenden mäandernden und belehrenden aussagen, nicht immer einverstanden sind.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#39 DimaAnonym
#40 TheDadProfil
  • 31.03.2017, 12:51hHannover
  • Antwort auf #37 von Dont_talk_about
  • ""Ich bin der letzte der Kirchenrecht verteidigt.""..

    -LOL-
    Du bist hier oft der Erste der es verteidigt und marginalisiert, wie man oben lesen mußte..

    ""Du tust aber so, als ob das hier das einzige Problem wäre. Hauptproblem ist, dass in anderen Kulturkreisen, Homosexualität nicht "gut so" ist wie beim Katholiken Wowereit.""..

    Hauptproblem ist, daß Leute wie du nicht erkennen wollen, das sich "Katholizismus" und "Islam" in NICHTS nachstehen was die Ablehnung von LGBTTIQ*-Menschen betrifft, und hier in der BRD die RKK die Parameter für den gesellschaftlichen Umgang miteinander weit mehr beeinflussen als es die angehörigen des "Islam" überhaupt können !

    Will man dem "Islam" diesen Einfluß verwehren, muß man ihm der RKK aber ersteinmal wegnehmen..

    ""In einer Demokratie gilt nun einmal der Wille der Mehrheit (natürlich unter Beachtung des Rechts).""..

    In einer Demokratie gelten die Menschenrechte vor allem GEGEN den Willen welcher "Mehrheit" auch immer !

    Und wann genau beginnst Du eigentlich damit die "Emotionen" derjenigen ernst zu nehmen, die um ihre rechtliche Gleichstellung kämpfen ?

    ""unseren Positionen""..

    Deine Positionen sind es schon einmal nicht, denn Du bist hier offenbar bereit auf Grundrechte zugunsten einer "Mehrheit" zu verzichten, um bloß nicht "anzuecken", oder dieser "Mehrheit" erkennbar zu machen, auch nur ein Mensch zu sein, der DIE GLEICHEN Rechte hat, wie sie auch !
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#41 TheDadProfil
#42 Dont_talk_aboutProfil
  • 01.04.2017, 02:44hFrankfurt
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • Werter Kollege, in Deinem Argumentieren ist leider keine Lernkurve erkennbar. Immer die gleiche Leier. Der Lebenskampf gegen die RKK muss fortgesetzt werden auch wenn unsere Hauptgegner längst andere sind und eigene Vorstellungen werden als Menschenrechte verkauft, ohne sich für die Meinung anderer zu interessieren
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#43 tobiasProfil
  • 01.04.2017, 04:05hbremerhaven
  • ...und wieder einer wenige in meiner freundesliste! (<--facebook)
    JA, man kann auch als schwuler mann kinderlieb sein, OHNE an sex zu denken!!!!!
    was denkt die welt eig. von uns? :o
    selbst aus der Community ernte ich hass!!!
    ....ziemlich grottig das ganze!!!!
    und wenn ich am strand ne sandburg baue, gebe ich gerne ein paar muscheln ab und helfe auch bei deren sandburg-bau!
    ich hab mir nix vorzuwerfen! ....bin doch selber vater!
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#44 stromboliProfil
  • 01.04.2017, 07:49hberlin
  • Antwort auf #42 von Dont_talk_about
  • .."eigene Vorstellungen werden als Menschenrechte verkauft, ohne sich für die Meinung anderer zu interessieren"

    Na dann erzähl doch mal dem interessierten mitleser hier, "was in der meinung der anderen" sich an menschenrechten verbirgt, so die "eigene vorstellunge" hiervon sich von der "anderen meinung unterscheidet..

    Was wäre denn die menschenrechtsmeinung der rkk in deinem falle oder im falle sich betroffen fühlender?
    Das du dich womöglich von den anderen hier unterscheidest ( unterscheiden willst!) mag ja hingenommen werden, dass aber das verhalten der rkk in menschenrechtsfragen die mich wie alle andere betrifft, hingenommen werden soll ohne gegenwort, ist ein erbärmliches zeugnis...

    Gut für deinesgleichen diese selbstunterdrückung im bashingsposting contra dad kaschieren zu können.., dass entledigt dich so der aufgabe endlich mal beweise zu erbringen, die hier nicht auf eindeutigen rational begründbaren widerstand stoßen...
    frontfrau lässt grüßen.
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#45 TheDadProfil
  • 02.04.2017, 16:54hHannover
  • Antwort auf #42 von Dont_talk_about
  • ""Werter Kollege, in Deinem Argumentieren ist leider keine Lernkurve erkennbar.""..

    Die sich dann hin zu deinen Positionen neigen müßte, um sie für dich wahrnehmbar zu gestalten..

    Wozu ?

    Um mich dann von meiner Position der
    "Gleichen Rechte für ALLE"
    zu verabschieden, um damit dann genau WAS zu erreichen ?

    Deine unbeirrte Übergriffigkeit mich hier als ein "Kollege" von Dir bezeichnen, der ich nie war, und niemals sein werde, ist ebenso keiner "Lernkurve" unterlegen, und das obwohl Dir zigmal die Bitte übermittelt wurde, das zu unterlassen..
    Was einen Hinweis darauf gibt hier entweder bloß plump provozieren zu wollen, oder einfach nicht lernfähig zu sein..
    Such Dir passendes dazu aus..

    ""Der Lebenskampf gegen die RKK muss fortgesetzt werden auch wenn unsere Hauptgegner längst andere sind""..

    Verwerfungen der Gesellschaft schafft man nicht ab indem man die auslösenden Faktoren und deren ungehinderte Einflüße negierend den Blick auf "neue Gefahren" richtet..

    Die "Religion" des "Islam" hat den bestehenden Einfluß der RKK nicht, und sie wird ihn auch nicht erreichen..

    Die "Gefahren" des "Islam" sind Auswüchse im persönlichem Umgang, asoziales Verhalten auch innerhalb von Peer-Groups, und die schlichte Ablehnung von LGBTTIQ*-Menschen im täglichem Umgang..

    Die RKK beeinflußt IMMER NOCH die Gesetzgebung UND die Bildungspolitik des Landes, und bestimmt damit auch die Parameter an die sich Zugewanderte "halten sollen", sprich an die so genannten "westlichen Werte"..

    Wenn es aber immer noch Teil dieser "westlichen Werte" sein soll LGBTTIQ*-Menschen staatlicherseits diskriminieren zu "dürfen", wie wollen dann auch Leute wie Du den Zugewanderten erklären, das dies angeblich nicht Teil des zu vermittelnden Werte-Kanons sei ?

    Man nimmt dem "Islam" nicht die Macht Teile der Gesellschaft zu diskriminieren indem an sie gleichzeitig der RKK weiterhin gewährt..

    Man nimm sie dem "Islam" indem man sie der RKK EBENSO nimmt !
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