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Kommentare zu:
Schweiz: Fußball-Banner gegen Homophobie nun offiziell erwünscht


#1 Roman BolligerAnonym
  • 31.03.2017, 13:29h
  • Immerhin eine rasche Reaktion.
    Allerdings steht wohl vielmehr Sorge um das öffentliche Image als echtes Verständnis und echte Einsicht dahinter. Das Argumentieren mit "Verkettung unglücklicher Umstände", "Missverständnisse" und ähnliche "Entschuldigungen" wirken billig und unecht. In Wirklichkeit ist da einfach noch sehr viel homophone Verkrustung vorhanden.

    Mal schauen, ob der Schweizer Fussballverband und das Schweizer Fernsehen den Worten von nun auch tatkräftiges und anhaltendes Handeln folgen lassen.
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#2 Reto77
  • 31.03.2017, 18:06h
  • Gestern Abend hat SRF auf Facebook noch die volle Verantwortung übernommen, Zitat:

    "Darin [im Reglement] wird explizit erwähnt, dass nebst diversen anderen benannten Inhalten keine politische, religiöse oder ähnliche Werbung im Stadion vorhanden sein darf. [] Enthalten diese Inhalte, die den SRG-Werbegrundsätzen widersprechen, so sind diese vom Produktionsteam entfernen zu lassen. Deshalb hat die Produktionscrew korrekt gehandelt, als sie das Transparent entfernen liess. [] Freundliche Grüsse und einen schönen Abend ^cm"

    Ich blick nicht mehr durch, denn heute sagt aber der Fußballverband im Widerspruch zu SRF, Zitat:

    "Bitte nehmen Sie auch zu Kenntnis, dass das Schweizer Fernsehen damit überhaupt nichts zu tun hat. Wenn gewisse Organisationen gewisse Aussagen wiederholen und in öffentlichen Briefen verbreiten, werden sie dadurch nicht wahrer. Darum bedauern wir, dass die Organisation, die hinter dem Transparent steckt, nicht vorgängig zur Plakat-Aktion in Biel mit uns Kontakt aufgenommen hat. Freundliche Grüsse, Marco von Ah, Head of Communication, Swiss Football Association"

    Das Entfernen des Banners war anscheinend die Strafe dafür, dass die schwulen Fans nicht vorher ein Formular ausgefüllt haben (in der Schweiz muss man für alles ein Formular ausfüllen). Außerdem gelten offenbar auch bei der Zaunfahne die goldenen Regeln der Beamten: "Das haben wir noch nie gemacht, da könnte ja jeder kommen und wo kämen wir denn da hin."

    Wieso darf Fußball nicht einfach Spaß machen und wieso werden engagierte, ehrenamtlich arbeitende Leute nicht unbürokratisch unterstützt?
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#3 Roman BolligerAnonym
#4 HelvetierAnonym
  • 01.04.2017, 01:07h
  • Antwort auf #2 von Reto77
  • In der Schweiz benötigt man den Passierschein A38, um mit einem Banner homosexuellen Inhalts in ein Fußballstadion eingelassen zu werden. Wie Reto77 schon andeutete, muss man dazu das blaue Formular ausfüllen (wie es in den Werbegrundsätzen der Business Unit Sport der SRG beschrieben wird), das am Schalter eins des Schweizerischen Fußballverbands zu beziehen ist. Keine Angst, das ist nur eine verwaltungstechnische Formalität. Das YouTube-Video "Passierschein A38" erklärt Euch, wie das geht:

    www.youtube.com/watch?v=lIiUR2gV0xk
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