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GLAAD Media Awards
"Moonlight" und "Transparent" erhalten LGBTI-Preise
Zum ersten Mal in der 28-jährigen Geschichte des GLAAD Media Awards wurde mit "Moonlight" ein Film ausgezeichnet, der bereits zuvor den "Oscar" als "Best Picture" einheimsen konnte.

Ein weiterer Preis für den Erfolgsfilm "Moonlight" (Bild: A24)
- 3. April 2017, 10:49h 2 Min.
Am Samstag sind in Los Angeles die GLAAD Media Awards 2017 verliehen worden. Mit dem Preis in der Königskategorie "Outstanding Film – "Wide Release" wurde "Moonlight" ausgezeichnet. Als "Wide Release" wird jede Produktion bezeichnet, die in mindestens 600 Kinos in Nordamerika anläuft.
Der Film um einen jungen, schwulen Schwarzen, der in schwierigen Verhältnissen aufwächst, hatte bereits Ende Februar den Oscar als bester Film erhalten (queer.de berichtete). Damit wurde erstmals eine mit dem begehrtesten Oscar prämierte Produktion auch mit dem GLAAD Media Award geehrt. Außerdem konnte "Moonlight" etliche weitere Nominierungen für Filmpreise auf der ganzen Welt einheimsen und gewann unter anderem bei den "Los Angeles Film Critics Association Awards" den Preis für den besten Film und die beste Regie.
Als einziger weiterer Film war in der "Wide Release"-Kategorie das Science-Fiction-Abenteuer "Star Trek Beyond" nominiert worden, das aber am Ende den Kürzen zog. In diesem 13. Film der Kinoreihe um das Raumschiff Enterprise wurde Hikaru Sulu (John Cho) erstmals als offen schwuler Mann dargestellt (queer.de berichtete).
Den Preis als bester Film, der in weniger als 600 Kinos veröffentlicht wurde (Limited Release), erhielt "Other People". Die amerikanische Tragikomödie handelt von einem 29-jährigen schwulen Mann (Jesse Plemons), der sich um seine sterbende Mutter (Molly Shannon) kümmert.
"Shadowhunters" und "Transparent" bei TV-Preisen erfolgreich
In der Kategorie "beste Fernsehserie/Comedy" wurde zum dritten Mal in Folge die von Amazon Videos produzierte Reihe "Transparent" ausgezeichnet. Die Serie von Autorin Jill Soloway handelt von Maura Pfefferman (Jeffrey Tambor), die sich im Alter von 68 Jahren als transsexuell outet. "Transparent" setzte sich gegen neun andere Nominierungen durch, darunter "Modern Family", "Grace and Frankie" und "The Real O'Neals".
Den Preis als beste Drama-Serie konnte "Shadowhunters" einheimsen. Die Fantasyserie, die hierzulande bei Netflix zu sehen ist, handelt von der Arbeit von "Schattenjägern", Hybriden von Menschen und Engeln, die Figuren aus der Unterwelt jagen. Darunter befinden sich auch offen schwule Halb-Engel. In dieser Kategorie ebenfalls nominiert waren unter anderem "Grey's Anatomy", "Supergirl" und "Orphan Black".
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Weitere Preise erhielten die britische Science-Fiction-Reihe "Black Mirror" für die beste Einzelepisode einer TV-Serie sowie der Thriller "Eyewitness" als beste TV-Miniserie.
Die LGBTI-Organisation GLAAD ehrt mit ihren Medienpreisen jedes Jahr Fernseh- und Kinoproduktionen, die Schwule, Lesben, Bi- oder Transsexuelle in ihre Geschichten integrieren und auf faire Art zeigen. Der Preis wird seit 1990 verliehen, hat aber in den vergangenen Jahren an Gewicht und medialer Aufmerksamkeit gewonnen. (dk)














