Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=28588
Home > Kommentare

Kommentare zu:
KKV kämpft mit Verschwörungstheorien gegen die Ehe für alle


#1 krakalaAnonym
  • 05.04.2017, 17:20h
  • Hat die Heirat von dunkelhäutigen Menschen die Ehe auch ausgehöhlt?

    Hat es dazu geführt dass nun Hunde und Katzen heiraten dürfen?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 finkAnonym
  • 05.04.2017, 17:43h
  • "dass das "besondere Schutzversprechen für Ehe und Familie als Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften diskreditiert" werden würde."

    Dass im Artikel 6 GG von "Schutz" die Rede ist und nicht etwa von "Förderung" oder "Privilegierung", wie Konservative und Reaktionäre immer wieder lügnerisch behaupten, ist eine Lehre aus der traurigen Tatsache, dass die Nazis sogar in die Familienverhältnisse der Bürger:innen zerstörerisch eingriffen, wenn ihnen diese Verbindungen nicht gefielen.

    Es geht hier um den Schutz privater Beziehungen vor dem Eingriff eines Staates, der nie wieder auf die Idee kommen sollte, ideologisch ungewollte Familienbindungen zu verhindern oder sogar zu zerstören. Das schützenswerte Gut sind diese konkreten privaten Beziehungen und nicht die Institution der Ehe.

    Diese Schutzabsicht nun umzudeuten in die Idee, der Staat habe die Institution der Ehe vor heiratswilligen Bürger:innen zu schützen, und sogar in die Idee, der Staat müsse wiederum aus ideologischen Erwägungen Ehen verhindern, ist eine der geschmacklosesten Pervertierungen, die das Grundgesetz je erlebt hat.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Florian AcAnonym
  • 05.04.2017, 17:44h
  • Wenn man keine Argumente hat, spinnt man sich halt irgendwelche Verschwörungstheorien zusammen...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 ollinaieProfil
  • 05.04.2017, 18:30hSeligenstadt
  • "Ehrlich im Handel Christlich im Wandel"

    ... sagt der Club, der von Fantasiewesen schwätzt und sich selbst was iun die Tasche lügt: Jungfrauengeburt, über's Wasser laufen, leben nach dem Tod, ja nee, is klar!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Junker 1960Anonym
#6 zorniger GastAnonym
  • 05.04.2017, 19:00h
  • Antwort auf #1 von krakala
  • Genau das frage ich mich dann auch immer...

    genauso wie:

    Ist Frauenwahlrecht Männerdiskriminierung?

    Benachteiligt die Abschaffung der Sklaverei nicht die ehemaligen Sklavenhalter?

    auf genau der Seite der Geschichte wie die Menschen, die solche Fragen tatsächlich mal gestellt haben, werden sich die Gegner der Eheöffnung mit etwas zeitlichem Abstand wiederfinden...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#7 BuntUndSchönAnonym
  • 05.04.2017, 19:09h
  • Ja, genau: die Eheöffnung für Homosexuelle ist eine Klauerei der Hetero Ehe ....?
    Da lachen ja die Hühner :-)

    Unglaublich, mit welchen außerirdischen Ausreden manche daherkommen.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Julian SAnonym
  • 05.04.2017, 19:29h
  • #########################
    dass Befürworter der Ehe für alle in Wirklichkeit Heterosexuellen die Ehe wegnehmen wollen.
    #########################

    Manchmal frage ich mich, ob solche Leute wirklich den Schwachsinn glauben, den sie den Menschen weismachen wollen. Oder wissen die ganz genau, was das für Blödsinn ist, hoffen aber darauf, dass ihre Schäfchen dumm genug sind, darauf reinzufallen...

    Eigentlich sollte man solche Aussagen gar nicht kommentieren, aber: wieso sollte man Leuten etwas wegnehmen, indem man die Ehe für mehr Leute öffnet?

    Liebe ist keine begrenzte Ressource und nur weil gleichgeschlechtliche Paare auch heiraten können, heißt das nicht, dass man das Heteros verbietet. Es gibt mittlerweile über 20 Staaten, die die Ehe geöffnet haben und in KEINEM EINZIGEN ist Heteros deswegen die Ehe verboten worden.

    Die Vorstellung ist so absurd, dass sie nur einem Wahn entspringen kann...
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Stop ReligionAnonym
  • 05.04.2017, 19:36h
  • Die altbekannte Taktik aller Religionen:
    den Menschen Angst machen, in der Hoffnung, dass etwas davon hängen bleibt, selbst wenn die Angst rational betrachtet völlig irrsinnig ist.

    Jede Religion basiert im Kern auf Unterdrückung, Bevormundung und Hass. Deshalb muss jede Religion Liebe, Freiheit und Vielfalt bekämpfen, da es eine Gefahr für ihr Geschäftsmodell ist. Nur unglückliche, frustrierte und ängstliche Menschen suchen ihr Heil bei irgendwelchen Heilspredigern.

    www.kirchenaustritt.de/

    www.giordano-bruno-stiftung.de/

    "Religion ist das Asyl der Dummen."
    (Spinoza)

    "Die beiden größten Gefahren für den Weltfrieden und den Fortbestand der Menschheit sind Waffenindustrie und Religion."
    (Albert Einstein)
  • Antworten » | Direktlink »
#10 ChansonAnonym
#11 JadugharProfil
  • 05.04.2017, 20:10hHamburg
  • Mit der Logik und der (göttlichen) Natur scheint die katholische Kirche und andere katholische Institutionen auf Kriegsfuß zu stehen. Wenn also Menschen, denen die Ehe vorenthalten wurde, aus Gleichberechtigung diese erkämpfen, bleibt bei denjenigen, die Ehen schließen durften, nichts angetastet, sondern es kommt nur zu Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, die ja auch in der Bergpredigt gefordert wird, welche die christlich orientierte Kirche offenbar unter den Tisch fallen läßt. Abgesehen hat es die Ehe schon immer gegeben, bevor die Menschen Staaten bildeten und üble Religionen, welche die katholische Kirche vertritt. Alle Lebewesen, die einander lieb haben und in Zweisamkeit oder auch wie die Ameisen und Bienen polyanthrisch sind, führen eine Ehe, die als Minimum zwei sich liebende Wesen umfaßt. Es kann auch um eine sich liebende Gruppe handeln, die füreinander da sind und gegenseitig Verantwortung übernehmen. Erst die abrahamistischen Religionen haben dieses Recht bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt und reduziert, weil sie sich immer in das Privatleben mittels Verboten einmischten!
    Die katholische Kirche war es, die anderen etwas weggenommen hatte und die Menschen fangen nach Jahrtausenden wieder an, das von der katholischen Kirche Weggenommene zurückzuholen! Insofern büßt nur die schmarotzerische katholische Kirche etwas ein, nämlich ihre widerliche Macht, weil die Menschen ihre irrationalen Verbote und Geldforderungen satt haben.
  • Antworten » | Direktlink »
#12 JamboAnonym
  • 05.04.2017, 20:51h
  • Eigentlich wollte ich hier zu gar keinen Kommentar abgeben. Weil es ist so finde ich es zumindest ein Thema das ist noch nicht mal verdient erwähnt zu werden. Die Kirche äußert sich dazu. So wie sie sicher auch zum Beispiel zu Sonn und feiertagsverbot beim Arbeiten und so weiter äußert. Ein aussterbendes Gewerbe sozusagen in den letzten Zügen das ist noch nicht mal böse das ist einfach nur die Wahrheit ich denke nicht dass die Herren in der Bischofskonferenz und so weiter dass die überhaupt wissen was den kleinen Mann den Bürger bewegt. Das ist ja auch der Grund weshalb dass die Kirchen leer sind nicht nur am Sonntag in der Zwischenzeit sondern auch an den sogenannten Hochfesten.
    Deshalb schweigen und das ganze einfach aussitzen wäre besser als hier rüber noch zu berichten. Denn keine Berichte darüber sorgt schon dafür dass solche gar kein Gehör mehr bekommen.

    Und diesen Prozess kann die Kirche nicht mehr stoppen. Vielleicht noch bremsen jetzt noch bremsen aber stoppen nicht mehr.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 Homonklin44Profil
  • 05.04.2017, 21:37hTauroa Point
  • Die zivilrechtliche Ehe geht die katholische Kirche zunächst gar nichts an. Die berauchen sich da gar nicht einmischen.
    Hat es die Eher ausgehöhlt oder bedroht, dass Angehörige unterschiedlicher Konfessionen Ehen schließen? Hat es etwas verändert, wenn Atheisten oder Glaubensbefreite Ehen schließen, oder etwa zeugungsunfähige Paare, deren Kinder-Produktionspotemnziial gegen Null geht?
    Wenn Intersexuelle Ehen schließen, steigt den Kirchenknilchen dann die Galle ins Gemüt?

    Die sogenannte "Schöpfungsordnung" ist ein Mythos aus der Feder theosophischer Ästhetiker, die schon seinerzeit die Natur nicht in ihrer Varianz und Vielschicktigkeit der Spektren begreifen konnten. Sie versuchten, die Natur zu reduzieren, auf das ihnen zugängliche, recht eingeschränkte Weltbild herunter zu drosseln. Doch das liegt so fern der Wirklichkeit, wie ein geplanter und angelegter Garten von einer Wildnis entfernt liegt.

    Über die Ehe mit einem anderen Mann, so er mir je begegnen sollte, dachte ich schon im Alter von 6 Jahren nach. Mitglied in diversen Verschwörergruppen war ich auch dann nicht, so wenig wie heute, wo ich diese Möglichkeit, dass Menschen auf der Basis des Konsens ihre/n Geliebte/n ehelichen können, als menschlich-weltlich angemessen einfordere.

    Die Meinung der katholischen Kirche kann man zur Kenntnis nehmen. Schön, dass man drüber geredet hat, aber Leute, die ihre Pädophilien kultuivieren und die Züchtigung für Kinder verteidigen, über "Taufen" das Recht zur freien Wahl der Religion bei Kleinkindern übergehen und Menschen, die nicht in ihr krudes Weltbild passen, in faschistoider Weise kontinuierlich verunglimpfen und in der Würde herabsetzen, kann ich auch in der Ehe-Berechtigungsfrage nicht für weisungsbefugt halten!

    Das wäre ähnlich verstiegen, als würden Menschenhändler und Sadisten mitreden, wenn einer zum Bischof gewählt wird. Mit der steten Demütigung aus der Richtung dieser selektiv menschenverachtenden "Kirche" gegen LGBTIQ-Personen muss endlich Schluss sein! Der Glaubens-Konzern möge ... Ish:kakvéh an'Dur ugnul! ( sowas ähnliches, wie 's Maul halten! )
  • Antworten » | Direktlink »
#14 johannbAnonym
  • 05.04.2017, 22:04h
  • so lange Heteros heiraten dürfen, welche keine Kinder bekommen können oder auch keine Bekommen wollen, so lange sollen Homos heiraten dürfen.
    Eheverbot für alte Menschen (alte Frauen)! Eheverbot für Heteros ohne Kinder!
    Eheverbot für Heteros ohne Kinderwunsch!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 AlexDProfil
  • 05.04.2017, 22:16hBonn
  • Die Ehe im katholischen Sinn kann die katholische Kirche ja gerne so bestimmen wie sie will. Der Staat allerdings braucht sich nicht an diese Bestimmungen halten. Er kann, wenn es seine Bürger denn so wünschen, diese beliebig erweitern oder vielleicht auch ganz abschaffen oder anders nennen. Die Kirche hat aber da gar nix zu melden
    Der Begriff der Ehe hat sich doch bei einer Mehrheit, die braucht es schon, der Gesellschaft extrem verändert und ist nicht mehr 1:1 mit dem der Kirche verknüpft. Und erfunden hat die Kirche die Ehe auch nicht. Geheiratet wurde schon lange bevor es die Kirche gab. Wenn die Gesellschaft beschließt, die Ehe zu erweitern, dann ist das einfach nur der umgesetzte Wille des Volkes. Ende. Die Kirche solls "Maul halten"
  • Antworten » | Direktlink »
#16 BuntUndSchönAnonym
#17 markusbln11Anonym
  • 05.04.2017, 23:40h
  • Ehe muss immer dort sein, wo sich zwei menschem lieben und für einander einstehen. Welchen geschlechts auch immer.

    Wer dieses recht verweigert, schliesst aus und diskriminiert.

    Aber: Ethik in der wirtschaft darf nicht ausschliessen, verweigern oder negieren. Sie muss vielmehr inkludierend sein, alle in ihren rechten als gleich behandeln.
  • Antworten » | Direktlink »
#18 stromboliProfil
  • 06.04.2017, 08:33hberlin
  • "Wie man auf die Idee kommen kann, den Begriff der Ehe auch auf andere Formen menschlicher Gemeinschaften oder Partnerschaften zu übertragen, bleibt wohl das Geheimnis ihrer Erfinder"
    Ich hab mir erlaubt ein paar Umstellungen vorzunehmen...
    Wie man auf die Idee kommen kann, den Begriff der Ehe auf die elitäre Form der eigen gewählten Gemeinschafts oder Partnerschaftsform zu übertragen, bleibt wohl das Geheimnis ihrer Erfinder".

    Eben; weil eine Erfindung, kann man von zeit zu zeit diese hinterfragen!

    Ja, wenn denn nur auch wirklich das Ehe-dingsbums geknackt würde..
    Also her mit dem Vertrag auf Zeit!
    Ein juristisches Vertragswerk, das für die dauer des Vertrages Dinge regelt.
    Nach Ablauf gehört der Vertrag auf den Müll .
    Wer sich trennt, trennt sich endgültig.. ohne Anspruch ohne scheinheiliges bis zum Tode aneinander gekettet sein!

    Und kriechen wir nicht scheinheilig mit einem "liebender HomoTreueversprechen" auch noch in den uns eilfertig hingehaltenen religioten Moralinarsch....
    Der ist teil eben jenes ständig gebärenden Schoßes, aus dem Homophobie Hass und Verfolgung kriecht.

    Hoffen wir deshalb, dass es der heteronormativen Gesellschaft gelingt sich selbst aus diesem Kerker zu befreien, sich ein adäquates Partnerschaftsabkommen zulegt und die kirchlichen EhebeschwörerInnen sich ihrem "Anspruch" selbst überlassen!
  • Antworten » | Direktlink »
#19 HalfLifeEhemaliges Profil
  • 06.04.2017, 08:47h
  • Antwort auf #8 von Julian S
  • #11
    Religion ist immer gefährlich, jedoch möchte ich die ev. Kirche doch mal ein gutes Stück rausnehmen. Diese kirchliche Institution wird nämlich immer mehr zu einem Mitstreiter.

    Mein Mann und ich leben in einer evangelischen Gemeinde, besuchen Gottesdienste, machen ehrenamtliche Arbeit und sind auf allen kirchlichen Veranstaltungen gern gesehen. Selbst die alten Omis und Opis grüßen höflich, obwohl wir uns auch in der Öffentlichkeit küssen und umarmen. Unsere Pfarrerin taufte meinem Mann und ich mußte zum Altar und wurde als sein Mann vorgestellt. Alles normal. Ich arbeite auch ohne Probleme in einer Jugendeinrichtung der Diakonie.

    Die Katholiken hören nur leider nicht auf ihren Chef.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#20 SebiAnonym
#21 GeorgB
  • 06.04.2017, 10:17h
  • Antwort auf #5 von Junker 1960
  • "ich bin selber Kirchgänger und katholisch und schwul ,aber mit dieser Ausgrenzung bin ich nicht einverstanden , was hätte Jesus getan? "

    -> Jesus wäre aus dieser Kirche ausgetreten. Er hätte nicht gewollt, dass seine Mitgliedschaft von der Kirche dazu missbraucht wird, mit dem Hinweis auf die zahlreichen Mitglieder unmoralische, ausgrenzende und menschenverachtende Forderungen zu stellen und durchzusetzen. Mit seiner aktiven Mitgliedschaft in der katholischen Kirche wäre Jesus Täter, nicht Opfer. Das hätte er nicht gewollt. Er wäre eher gestern als heute ausgetreten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#22 sanscapote
  • 06.04.2017, 10:24h
  • Antwort auf #19 von HalfLife
  • Die ev. Kirche gehoerte einmal zur Cathosekte, erst unter Luther kam die Trennung. Aus Sicht der Cathos ist jedoch eine Trennung niemals vollzogen worden.
    Es gibt in der ev. Kirche ebenfalls Missbrauchsfaelle (Odenwaldschule).
    Die Kirchen mahsen (mas-sen) sich an, ueber die Menschen zu bestimmen.
    Sie mahsen sich an, ueber die Natur zu bestimmen. Sie mahsen sich an zu wissen, wer oder was die Universen hervorgebracht hat.
    Die Kirchen sind nur am Geld der Menschen interessiert.
    Wie kann es dann sein, dass ihre Vertreter von jedem Steuerzahler bezahlt werden?
    Wie kann es sein, dass sie von all jenen, die ihre Austrittserklaerung verlegt oder verloren haben, noch einmal rueckwirkend die gesamten Kirchensteuern verlangen?
    Es braucht keine Kirchen.
    Es ist das Ziel der Kirchen, den Menschen das Gehirn zu vernebeln mit "Geboten", die voellig weltfremd sind.
    Es gibt noch vieles, was dazu zu sagen ist.

    Dass sie mit ihrem Mann andere Erfahrungen machen, ist schoen fuer sie. Das funktioniert jedoch nur solange, wie sie "brave Schaefchen" sind.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#23 FelixAnonym
  • 06.04.2017, 10:40h
  • Wie sehr muss man wohl vom Hass zerfressen sein, um anderen ihre Liebe nicht zu gönnen und sie wegen ihrer Liebe diskriminieren zu wollen?!
  • Antworten » | Direktlink »
#24 ReligiotenwatchAnonym
#25 ursus
  • 06.04.2017, 12:44h
  • Antwort auf #19 von HalfLife
  • es ist schön und es macht hoffnung, dass du in deiner gemeinde so gute erfahrungen machst.

    "Die Katholiken hören nur leider nicht auf ihren Chef."

    vielleicht hast du dich nicht ausreichend damit beschäftigt, was bergoglio so alles sagt ("weltkrieg gegen die ehe") und tut, wenn er mal nicht gerade gut gelaunt in einem flugzeug in ein mikrophon plappert. was er hinter der lockeren fassade treibt, die er für die leichtgläubigen europäer_innen errichtet, ist aber das entscheidende. und da geht die hetze gegen alle, die nicht dem katechismus gehorchen unvermindert weiter.

    den katechismus hat übrigens immer noch niemand verändert, was die strikt ablehnende haltung gegenüber sexualität außerhalb der heterosexuellen ehe angeht, und das wird auch niemand jemals tun.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#26 ursus
  • 06.04.2017, 12:55h
  • Antwort auf #11 von Jadughar
  • "Alle Lebewesen, die einander lieb haben und in Zweisamkeit oder auch wie die Ameisen und Bienen polyanthrisch sind, führen eine Ehe, die als Minimum zwei sich liebende Wesen umfaßt."

    die ehe ist ein rechtliches konstrukt, das zuneigung weder voraussetzt noch aus ihr unmittelbar abgeleitet werden kann. da tiere kein rechtssystem kennen, erscheint es mir wenig sinnvoll, diesen begriff auf die tierwelt auszudehnen oder, noch schlimmer, ihn aus der tierwelt abzuleiten. naturalistisch-biologistische argumentationen sind in emanzipatorischen zusammenhängen eigentlich immer kontraproduktiv.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#27 HalfLifeEhemaliges Profil
  • 06.04.2017, 13:52h
  • Antwort auf #22 von sanscapote
  • Die Odenwaldschule war nicht Evangelisch, sondern war in freier Trägerschaft "reform"pädagogisch ausgerichtet. Bitte informieren. Und den furchtbaren Kindesmißbrauch gibt es überall wo Erwachsene Macht über Kinder haben.
    Warum maßen sie sich an, mich, oder meinen Mann als brave Schäfchen zu bezeichnen. Unverschämt. Ich war noch nie eins und werde nie bequem sein. Volltätoowiert mit einigen Piercings akzeptiert mich meine Gemeinde als Mensch, egal ob schwul, tätoowiert, gepierct mit Glatze und Springerstiefeln.
    Ich habe gesagt, jede Religion ist gefährlich, wenn man sein gehirn dabei nicht einschaltet. Politik genau so.

    Und wenn die ev. Kirche sich darüber streitet, ob der Partner eines schwulen Pfarrers, von denen einige offen leben, Rentenansprüche von der Kirche haben, ist das weit.

    Im Übrigen darf dann auch kein Schwuler mehr CDU/CSU wählen, wenn er seinen Kopf einschaltet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#28 Vater
  • 06.04.2017, 14:11h
  • Ich gebe es zu:

    Wir Schwulen und Lesben wollen den Heteros die Ehe wegnehmen, damit diese nicht mehr heiraten können.

    Das sagt ja auch schon das Wort 'wegnehmen'....
  • Antworten » | Direktlink »
#29 ursus
  • 06.04.2017, 14:47h
  • Antwort auf #28 von Vater
  • wenn diese zerbrechliche institution so leicht von paaren zerstört werden kann, die eine ehe eingehen, dann sollten wir doch lieber gleich auf nummer sicher gehen: die ehe ist erst dann hundertprozentig geschützt, wenn überhaupt niemand mehr heiraten darf. erst dann kann sie wirklich keiner mehr kaputtmachen.

    heiratsverbot für alle! das muss uns diese schöne institution wert sein!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#30 Homonklin44Profil
  • 06.04.2017, 15:21hTauroa Point
  • Antwort auf #26 von ursus
  • Woher weißt Du, ob andere Tiere kein Rechtssystem kennen? Warst Du schon mal eines, oder sprichst Du ihre Sprachen?

    Die Idee, dass andere Tiere keine menschlich erhabenen Werte schätzen mögen, entspringt dem Anthropozentrismus und der Selbstweihräucherung des menschlichen Seins, wie sie unter Anderem in der kirchlichen Welt und daraus abgeleiteten Denkströmungen gebräuchlich ist.

    Das Wort "Ehe" für Lebenspartnerschaften unter anderen Tieren zu gebrauchen, beleidigt viele ihrer Lebensformen allerdings. Die leben viel freier und auch bei den Arten, wo sich Paare finden, die lebenslang oder bis zum Tod des einen Partners zusammen bleiben, sind "Seitensprünge" recht gewöhnlich.

    Dass "Ehe" ein Konstrukt ist, ist klar. So, wie auch "Recht" ein Konstrukt ist, oder "Würde" von Menschen für Menschen erhoben wurde. Wenn solche Konstrukte eine so hohe Bedeutung erfahren, wie "Ehe", "Recht" oder "Würde" sie erfahren, sollten sie auch allen Menschen bzw. Konsens-Paaren zugänglich sein.

    Ja, oder totales Bindungsverbot, dann ist die ONS-Gesellschaft perfekt. ;o)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#31 Patroklos
#32 Wehner KKVAnonym
  • 06.04.2017, 15:32h
  • Antwort auf #10 von Chanson
  • Natürlich kann beim Thema Ehe für alle unterschiedlicher Meinung sein. Lassen Sie mich deshalb nochmals darstellen, warum der KKV den Vorstoß der SPD zur Ehe für alle ablehnt.
    Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten sich nie träumen lassen, dass der in Artikel 6 verankerte Begriff der Ehe einmal in dieser Form ausgeweitet würde. Deswegen hat es auch seinerzeit niemand für notwendig erachtet, diesen Begriff näher zu definieren. Es war damals und noch bis vor ein paar Jahren unstrittig, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden konnte. Eine andere Interpretation wäre auch als absurd zurückgewiesen worden.
    Wolfgang Bosbach MdB brachte es jedenfalls auf den Punkt, wenn er feststellte: Das Grundgesetz stellt die Ehe von Mann und Frau nicht deshalb unter den besonderen Schutz des Staates, weil es sich hier um eine heterosexuelle und keine homosexuelle Lebensbeziehung handelt, sondern weil nur aus der Verbindung von Mann und Frau Kinder hervorgehen können und die so gebildete Familie die Keimzelle unserer Gesellschaft ist.
    Wenn wir also eine völlige Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaften von Mann-Mann und Frau-Frau mit Ehe und Familie ablehnen, dann eben nicht, weil wir gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind, sondern weil Ungleiches nicht gleich behandelt werden kann. Im Übrigen kenne ich auch keine Gemeinschaften oder Gesellschaften von Menschen in der bisherigen Geschichte, die je für eine Mann-Mann oder Frau-Frau Beziehung ein Institut angeboten hätten, schon gar nicht mit der Bezeichnung Ehe.
    Diese Sichtweise entspricht nicht nur dem christlichen Menschenbild und dem Schöpfungsbericht der Bibel sondern auch dem gesunden Menschenverstand sowie dem Naturrecht. Schließlich hat sich die auf Dauer ausgelegte heterosexuelle Beziehung (= Ehe) im Verlauf der Menschheitsgeschichte relativ kulturübergreifend nicht nur als überaus stabile Institution erwiesen, sondern sie ist auch die einzige Form menschlichen Zusammenlebens, das auf die Zeugung von Kindern ausgelegt ist und deshalb die Grundlage eines jeden Staates ist. Sie ist in diesem Sinne unvergleichbar mit anderen Formen menschlichen Zusammenlebens.
    Das Rechtsinstitut der Ehe umfasst im Übrigen nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann allein, sondern auch das Elternpaar, das Sorge und Verantwortung für Kinder trägt. Daher gehört es auch zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen wird. Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft. Der Verzicht auf das Merkmal der Verschiedengeschlechtlichkeit der Ehepartner würde letztlich dazu beitragen, das bisherige Eheverständnis um eine wesentliche Dimension zu verkürzen.
    Und genau deshalb unterstützt der Staat und muss es auch schon allein aus egoistischen Gründen tun die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Schließlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau die einzige Verbindung, aus der Kinder hervorgehen können. (Man kann es gar nicht oft genug wiederholen.) Und dieser für die Gemeinschaft bedeutsame Sachverhalt führt zu der Überzeugung, dass man das Eigenprofil der Ehe nicht schwächen sollte, indem man die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der Ehe in allen Aspekten gleichstellt.
    In der Hoffnung mit meinen Zeilen zur Versachlichung des Themas beigetragen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

    Bernd-M. Wehner, 06.04.17
    KKV-Bundesvorsitzender
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#33 ollinaieProfil
  • 06.04.2017, 15:45hSeligenstadt
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • 1. "Das Rechtsinstitut der Ehe umfasst im Übrigen nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann allein, sondern auch das Elternpaar, das Sorge und Verantwortung für Kinder trägt.

    2. "Daher gehört es auch zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen wird. "

    Und genau da liegt ihr (im doppelten Sinne) fundamentaler Irrtum:

    Wir schreiben das Jahr 2017 und ELTERN SIND nicht mehr genau ein Mann und genau eine Frau. Ob Sie das moralisch, ethisch, oder juristisch anerkennen oder nicht, es ändert nicht die Tatsachen.

    Open your eyes, open your mind. Accept reality!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 FaktencheckAnonym
  • 06.04.2017, 17:05h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • "weil Ungleiches nicht gleich behandelt werden kann."

    Das stimmt. Ein kinderloses Hetero-Ehepaar sollte nicht gleich behandelt werden wie ein homosexuelles Paar mit Kindern. Alle Paare, die Kinder aufziehen allerdings schon, alle Paare ohne Kinder auch. Das gebietet das Gerechtigkeitsempfinden, das sich mittlerweile sowohl in der Mehrheit der Bevölkerung als auch beim BVerG durchgesetzt hat.

    Der Verweis auf rein theoretische Kinder hat noch nie ausgereicht, um das Argument realer Kinder, die eben in verschiedenen Konstellationen vorkommen, auszustechen. Mit Ihrem Argument der "eigenen" Kinder müsste man übrigens konsequenterweise alle Paare mit Adoptivkindern diskriminieren und alle Patchworkfamilien auch. Gesunder Menschenverstand geht anders.

    Das Recht auf Eheschließung ist in Deutschland nicht an die Fruchtbarkeit und nicht einmal an einen theoretischen Kinderwunsch gekoppelt. Das war es noch nie, und das hat auch einen guten Grund. Ihre Argumentation blendet die Realität einfach aus, dass es heterosexuelle Paare ohne Kinder und homosexuelle Paare mit Kindern gibt.

    Das BVerfG ist da weiter als Sie und hat inzwischen klargestellt, dass das Vorhandensein von Kindern längst nicht mehr generell wesenhaft für eine Ehe ist und dass Kinder auch von homosexuellen Paaaren in gleichwertigen Familienverhältnissen aufgezogen werden.

    "Im Übrigen kenne ich auch keine Gemeinschaften oder Gesellschaften von Menschen in der bisherigen Geschichte, die je für eine Mann-Mann oder Frau-Frau Beziehung ein Institut angeboten hätten, schon gar nicht mit der Bezeichnung Ehe."

    Nicht alles, was Sie nicht kennen, existiert deswegen nicht. Gleichgeschlechtliche Eheschließungen gab es immer wieder in verschiedensten Kulturen. Aktuell wird z.B. die traditionelle (!) Frauenehe in Tansania wieder populärer (einfach mal googeln).

    Mit dem Argument "das gab es bisher noch nirgendwo in der ganzen Geschichte" hätten übrigens auch der erste Ackerbau und die Erfindung des Rades verhindert werden können. Das ist also ein sehr dummes Argument.

    "Diese Sichtweise entspricht nicht nur dem christlichen Menschenbild"

    Das ist kein politisches Argument.

    "und dem Schöpfungsbericht der Bibel"

    Wohin es führen kann, religiöse Mythen zur Grundlage von Politik zu machen, sehen wir nicht unbedingt an den erfreulichsten Beispielen der Menschheitsgeschichte. Auch das ist also kein wirklich gutes Argument.

    "sondern auch dem gesunden Menschenverstand sowie dem Naturrecht."

    So gesund ist der Menschenverstand nicht, wenn er Diskriminierungen für sinnvoll hält. Das "Naturrecht" halte ich als Argumentationsgrundlage für ebenso fragwürdig wie religiöse Mythen. Was soll das sein, Naturrecht, und wer legt es fest? Auf das angebliche "Naturrecht" berufen sich immer nur Menschen, denen reale Argumente fehlen. Da werden rein ideologische Festlegungen für unhinterfragbar erklärt - eine höchst verdächtige Strategie.

    "Daher gehört es auch zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen wird. Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft."

    Das verfassungsrechtliche Verständnis von Ehe und Familie ist nicht statisch, wie Sie unterstellen, sondern es ändert sich soeben, da es sich auch gesellschaftlichen Entwicklungen anpasst. Dass auch Familien mit gleichgeschlechtlichen Eltern unter den Schutz des Art. 6 GG fallen, hat das BVerfG schon vor ein paar Jahren ausdrücklich und eindeutig festgestellt. Auch das können Sie leicht nachprüfen, wenn Sie es nicht einfach ignorieren wollen, als wäre es nicht passiert.

    "Schließlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau die einzige Verbindung, aus der Kinder hervorgehen können."

    Nein, das ist sie nicht. Jedenfalls gehört zum Kinderzeugen keine dauerhafte Gemeinschaft und schon gar keine Ehe. Entscheidender für den Fortbestand der Gesellschaft ist nicht das Zeugen, sondern das Aufziehen und Versorgen von Kindern. Hierfür braucht es keine Ehe, keine Heterosexualität und schon gar keine Diskriminierung.

    "Man kann es gar nicht oft genug wiederholen."

    Doch, kann man. Und es wird nicht wahrer durch Wiederholung, sondern allenfalls nerviger.

    "dass man das Eigenprofil der Ehe nicht schwächen sollte, indem man die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der Ehe in allen Aspekten gleichstellt."

    Es wird kein einziges Kind weniger geboren, wenn man die Ehe öffnet. Diese Argumentation ist nicht nur unplausibel, sondern die Realität in allen Ländern mit der Eheöffnung widerlegt sie. Sie befinden sich da auf einem argumentativen Holzweg.

    "In der Hoffnung mit meinen Zeilen zur Versachlichung des Themas beigetragen zu haben"

    Im wiederholten Verweis auf religiöse Mythen sehe ich eher einen Beitrag zur Verunsachlichung. Die neueren Entscheidungen des BVerfG einfach zu ignorieren, spricht auch nicht gerade für Sachlichkeit, sondern für Realitätsverdrängung. Das selbe gilt für die vollkommen irrationale Idee, die Eheöffnung müsse dazu führen, dass weniger Menschen heiraten und Kinder bekommen.

    Alle Ihre Argumente sind abwegig, gerechtigkeitswidrig, unplausibel oder irrational. Oder alles auf einmal.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#35 AFD-WatchAnonym
  • 06.04.2017, 17:30h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • Danke für das ANtwortschreiben. Gerne würde ich folgende Punkte hinterfragen:

    "Das Grundgesetz stellt die Ehe von Mann und Frau nicht deshalb unter den besonderen Schutz des Staates, weil es sich hier um eine heterosexuelle und keine homosexuelle Lebensbeziehung handelt, sondern weil nur aus der Verbindung von Mann und Frau Kinder hervorgehen können und die so gebildete Familie die Keimzelle unserer Gesellschaft ist."

    Keinem heterosexuellen Paar wird die Eheschließung ab 60 untersagt, obwohl eindeutig ist, dass aus diesen Beziehungen zu 99,999% KEINE Kinder hervorgehen.
    Wieso dürfen diese Paare heiraten und wieso ist Bindung, die keine Familie "bilden" kann besonders schützenswert?

    "Wenn wir also eine völlige Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaften von Mann-Mann und Frau-Frau mit Ehe und Familie ablehnen, dann eben nicht, weil wir gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind, sondern weil Ungleiches nicht gleich behandelt werden kann."

    Was war an dem kinderlosen Ehepaar Merkel-Sauer ungleich zu kinderlosen Lebenspatnerschaft Westerwelle-Mronz?

    Und wenn beide Konstellationen ungleich sind, wieso wurden eingetragene Lebenspartnerschaften im Zuge der Hartz-Reformen in den PFLICHTEN den Ehepaaren gleichgestellt, nachdem es Proteste gab, dass diese Paare aufgrund einer Lücke - die Weigerung sie als eheähnlich zu definieren - von den Pflichten ausgenommen waren?
    Nach IHRER Logik müssten sie gegen die Gleichbehandlung bei den Pflichten auch protestieren, denn hier werden sie als eheähnlich geführt, obwohl sie es nach IHRER Ansicht eben nicht sind!

    "Im Übrigen kenne ich auch keine Gemeinschaften oder Gesellschaften von Menschen in der bisherigen Geschichte, die je für eine Mann-Mann oder Frau-Frau Beziehung ein Institut angeboten hätten, schon gar nicht mit der Bezeichnung Ehe."

    Das stimmt nicht.
    Anscheinend ist ihnen entgangen, das in SÄMTLICHEN westeuropäischen Staaten außer bei uns genau das der Fall ist! Überall westlich von Deutschland können homosexuelle Paare HEIRATEN.
    Die von ihnen befürchteten Erwartungen sind ausgeblieben: Die Geburtenrate ist nicht eingebrochen, Familien werden nicht weniger gefördert als zuvor oder fühlen sich auf einmal ungeschützt oder benachteiligt, noch entscheiden sich heterosexuelle Paare plötzlich gegen die Ehe, noch ist die Scheidungsrate auf einmal plötzlich angestiegen, weil ehemalige Eheleute auf einmal gleichgeschlechtlich heiraten wollen.

    "assen Sie mich deshalb nochmals darstellen, warum der KKV den Vorstoß der SPD zur Ehe für alle ablehnt."
    Der Vorschlag der SPD, den Sie als Vorstoß abtun, ist nichts weiter als eine ANPASSUNG an die anderen Länder und ist seit Jahren schon im Gespräch.

    " Es war damals und noch bis vor ein paar Jahren unstrittig, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden konnte."

    Das Thema wird bereits seit der Jahrtausendwende diskutiert und war damals schon alles andere als unstrittig. Nicht erst seit ein paar Jahren!

    "Eine andere Interpretation wäre auch als absurd zurückgewiesen worden. "

    Wie erklären sie sich, dass homosexuelle Paare bei den PFLICHTEN als GLEICH "interpretiert" werden? Damals kam aus dem konservativen Lager ein Aufschrei, weil man es als absurd empfand, das homosexuelle Paare bei den PFLICHTEN herausfielen, und zwar eben aufgrund der Lücke, die das konservative Lager selbst verschuldete: das Bestehen auf die Definition "NICHT-eheähnlich" sorgte erst für diese Lücke.

    "Diese Sichtweise entspricht nicht nur dem christlichen Menschenbild und dem Schöpfungsbericht der Bibel sondern auch dem gesunden Menschenverstand sowie dem Naturrecht. "

    Ein Großteil des Landes ist atheistisch und heiratet nicht aus Motiven des "christlichen Menschenbildes und dem Schöpfungsbericht".

    Zudem hat die Ehe NICHTS mit der Natur zu tun. Der Zeugungsakt kennt keinen Trauschein.

    "Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft. "

    Ist das der Grund, weshalb gerade die Konservativen früher die Alleinerziehenden benachteiligt haben und ihnen den Schutz versagt haben?

    "Und genau deshalb unterstützt der Staat und muss es auch schon allein aus egoistischen Gründen tun die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau."
    Schließlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau die einzige Verbindung, aus der Kinder hervorgehen können. (Man kann es gar nicht oft genug wiederholen.)"

    Man kann es gar nicht oft genug wiederholen:
    Millionen kinderloser Ehepaare, Alleinerziehende und viele Kinder unverheirateter Eltern beweisen das Gegenteil.
    Es gibt ein mehrfaches an kinderlosen Ehepaaren (die immer kinderlos bleiben oder aufgrund des höheren Heiratsalters zu 99,999% keine Kinder in die Welt setzen werden) als an homosexuellen Paaren.
    Mit welcher logischen Begründung sollen erstere unterstützt werden?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#36 ursus
  • 06.04.2017, 18:03h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • das eheverständnis der zeit, als die verfassung geschrieben wurde, sah auch ganz selbstverständlich vor, dass der ehemann seiner frau das arbeiten verbieten konnte, dass frauen nicht über ein eigenes konto verfügen durften und dass die vergewaltigung in der ehe keine straftat war. die urheber_innen des GG hätten sich vermutlich nicht vorstellen können, dass sich das alles irgendwann ändern würde. trotzdem hat sich das alles geändert, und zwar nicht zuletzt auch aus unserem heutigen verfassungsverständnis heraus.

    zu sagen, die überlieferten vorstellungen von der ehe, die zur zeit unserer verfassungsgebung galten, seien allein schon deswegen erhaltenswert und sogar unserer verfassung irgendwie für immer "implizit", weil man früher nun mal in engeren (und sexistischeren) bahnen dachte als heute, ist also eine ziemlich kühne idee, die nicht gerade auf ein historisches bewusstsein schließen lässt und auch nicht auf ein tieferes verständnis von verfassungsrecht.

    das ist einfach nur reaktionärer quark, der hier zu recht zurückgewiesen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#37 Tommy0607Profil
  • 06.04.2017, 18:23hEtzbach
  • Für DIE Christen muss man sich wirklich schämen bei diesen Aussagen ; Auch wenn man selber Christ ist .
    Solche Aussagen dieser Kirche sind nicht menschlich und somit auch nicht Christlich . Solche Aussagen sind nicht Gottes Wort !
  • Antworten » | Direktlink »
#38 AFD-WatchAnonym
  • 06.04.2017, 19:50h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • PS.

    "Natürlich kann beim Thema Ehe für alle unterschiedlicher Meinung sein. Lassen Sie mich deshalb nochmals darstellen, warum der KKV den Vorstoß der SPD zur Ehe für alle ablehnt. "

    Natürlich dürfen Sie anderer Meinung sein - aber: warum soll das irgendein politisches Gewicht haben oder von Belang sein?
    Und warum soll sich die Mehrheit, die NICHT katholisch ist, sich nach katholischen Ansichten richten?
    Es gibt eine ganz einfache Lösung: Wenn Sie dagegen sind, dann heiraten Sie auch nicht gleichgeschlechtlich. Niemand zwingt Sie dazu. So einfach ist das.

    "Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten sich nie träumen lassen, dass der in Artikel 6 verankerte Begriff der Ehe einmal in dieser Form ausgeweitet würde."

    Früher hätte man sich auch nie träumen lassen, dass Katholiken und Evangelen gemeinsam heiraten, Christen und Juden, oder gar ohne Konfession.

    1949 hätte man sich auch nie träumen lassen, dass man nur eine Generation später statt 10 Kinder nur noch 2 oder 1 oder gar keine Kinder mehr in die Welt setzen würde. Oder das uneheliche Kinder das Recht auf denselben Schutz hätten. Die Ehe ist schon lange kein Garant mehr für Familie und umgekehrt.
    Es heißt Ehe UND (auch) Familie.
    Nicht "EheundFamilie".

    "Deswegen hat es auch seinerzeit niemand für notwendig erachtet, diesen Begriff näher zu definieren."

    Demnach kann die Eheöffnung auch gar nicht gegen das GG verstoßen. Danke, dass Sie die "verfassungsrechtlichen Bedenken" somit selbst entkräftet haben.

    Da Sie sich auf "Ethik in der Wirtschaft" berufen und vorgeben sich um die Familie zu sorgen:
    Wie sieht es mit den Bemühungen aus, die Wirtschaft familienfreundlicher zu gestalten und Familien IN DER TAT zu unterstützen?
    Mit der Ablehnung der Eheöffnung ist den Familien NICHT AKTIV geholfen!
    Familien haben andere Sorgen, als den gleichgeschlechtlichen Paaren den Ehebegriff streitig zu machen.
    Umgekehrt sehe ich keinen Einsatz, wenn z.B. Angestellte in kirchlichen Tendenzbetrieben, die noch immer komplett vom STAAT finanziert werden, aufgrung ihres Privatlebens gefeuert werden!
    Sieht SO etwa der "Schutz der Familie" aus, wenn ein Kindergarten eine schwangere Angestellte feuert, die das staatliche RECHT der Lebenspartnerschaft in Anspruch nimmt?
    Ist DAS etwa "christlich im Wandel"?
    Wäre es mit dem "Schutz der Familie" ernst gemeint, so würde man sich in solchen Fällen einschalten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#39 BeobachterAnonym
  • 06.04.2017, 21:30h
  • Antwort auf #36 von ursus
  • Auf welch tönernen Füßen die Argumentation dieses Herren vor einem säkularen Hintergrund steht, wird im Übrigen m. E. auch dadurch deutlich, dass er den "gesunden Menschenverstand" und das "Naturrecht", also das Gegenteil von Vernunftrecht, bemühen muss.

    Dass gerade das von diesem Herrn bemühte Naturrecht im deutschen Nationalsozialismus überaus populär war, passt dann wohl ins Gesamtbild.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#40 TheDadProfil
  • 06.04.2017, 23:00hHannover
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • ""Wenn wir also eine völlige Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaften von Mann-Mann und Frau-Frau mit Ehe und Familie ablehnen, dann eben nicht, weil wir gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind, sondern weil Ungleiches nicht gleich behandelt werden kann.""..

    Mal ganz davon abgesehen das es nicht an Ihnen ist das zu definieren, denn für die Gesetzgebung ist der Gesetzgeber zuständig..

    Der originäre Grund warum es die Gleichstellung geben muß ist das Grundgesetz, in dem Ungleiches gleich behandelt wird, denn alle Menschen sind Individuell, und genau deshalb vor dem Gesetz gleich !

    Es kann also nicht nur "gleich behandelt" werden, es MUSS gleich behandelt werden !

    Wer anderes einfordert widerspricht der Verfassung, egal ob er nun Bosbach oder Wehner heißt !

    Auf das weitere Geschwafel über "Naturrecht, die Bibel" und sonstigen Unsinn muß man hier nicht näher eingehen, den wir leben in einer Demokratie, und immer noch nicht in einem "Gottesstaat" !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#41 TheDadProfil
  • 06.04.2017, 23:19hHannover
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • Nachsatz..

    Interessanterweise ist ihr ""Geistlicher Beirat"" des Vereins KKV ein gewisser Peter Schallenberg, gleichzeitig Mitglied im

    ""Ritter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem""..

    Da weiß man doch gleich mit welcher ideologischen Ecke der "Katholiken" man es zu tun hat..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#42 sanscapote
#43 fighterAnonym
  • 07.04.2017, 01:24h
  • Mich wundert sehr, daß bei der Debatte um die Ehe von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht auf die Tatsache hingewiesen wird, daß im Grundgesetz sicher bewusst Ehe und Familie nicht gleichgesetzt, sondern getrennt genannt werden.
    Daher kann man Ehe als Gemeinschaft zweier Menschen bezeichnen, die in allen, im Eherecht definierten Rechten und Pflichten füreinander einstehen-das Grundgesetz differenziert da nicht nach sexueller Ausrichtung.
    Um als Familie bezeichnet zu werden, sind nach meiner Ansicht Kinder unabdingliche Voraussetzung!
    Dem Argument, daß die Hetero-Ehe deswegen besser geschützt werden soll, weil sie auf Nachwuchs ausgelegt sei, ist entgegenzuhalten, daß nicht zeuugungs- oder gebärfähige Heterosexuelle mit allen Rechten eine Ehe schließen dürfen, wohingegen sicch homosexuelle Paare verpartnern müssen. Dies bedeutet, daß sie die gleichen Pflichten untereinander und dem Staat gegenüber haben, jedoch nicht die gleichen Rechte.
    Daher ist es aus rein logischen Erwägungen erforderlich, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen.
  • Antworten » | Direktlink »
#44 HalfLifeEhemaliges Profil
  • 07.04.2017, 08:03h
  • Antwort auf #42 von sanscapote
  • Was hat der evangelische Religionslehrer mir dem Kindesmissbrauch, bzw. der Trägerschaft der Schule zu tun. Die Odenwaldschule selbst war ihr Träger... völlig ohne kirchliche Verbindung. Sie könnten sich für das brave Schäfchen entschuldigen. Jemanden abwertend zu betiteln heißt nur, keine Argumente mehr zu haben. Oder falsche wie man lesen konnte.

    Warum soll ich, weil ich Jesus für ein Vorbild in Sachen Menschlichkeit halte, mich nicht mit ebenso Gläubigen treffen. Sollten diese mich nicht akzeptieren würde ich nicht dort hin gehen. Wir haben unzählige Hilfsprojekte in vielen ärmlichen Teilen dieser Stadt.

    Sie zeigen hier ebenso Intoleranz gegenüber Menschen, die Ihnen nicht genehm sind. Das ist leider der gleiche menschliche Zug, mit dem wir Schwulen generell in der Bevölkerung zu kämpfen haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#45 stromboliProfil
  • 07.04.2017, 11:05hberlin
  • Antwort auf #43 von fighter
  • "Um als Familie bezeichnet zu werden, sind nach meiner Ansicht Kinder unabdingliche Voraussetzung!"

    Es wäre zumindest eine vernünftige Eingrenzung dessen, was Förderungswürdig sein sollte!

    Dem widerspricht deine Vorstellung, dass jede Gemeinschaft "nicht zeugungs- oder gebärfähige Heterosexuelle ( hier muss es heißen: nicht zeugungs- oder gebär- Willige!) mit allen Rechten eine Ehe schließen dürfen, wohingegen sicch homosexuelle Paare verpartnern müssen. Dies bedeutet, daß sie die gleichen Pflichten untereinander und dem Staat gegenüber haben, jedoch nicht die gleichen Rechte.
    Daher ist es aus rein logischen Erwägungen erforderlich, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen...."

    Zum einen: warum etwas einfordern das nicht zielgerecht produktiv Kinder fördert/unterstützt, sondern im Gießkannenprinzip die Partnerschaftsidylle absegnen soll.

    Warum also überhaupt am begriff "ehe weiter festhalten!

    Wenn Familie für dich unter der Bedingung Kinder fungiert, braucht es des Konstruktes/Begriffs "ehe" für kinderlose nicht.

    Also mal weg von dem kontaminierten begriff "ehe" hin zur Definition dessen was Sache ist: Familie und Partnerschaften ( gleich wie gegengeschlechtlich!) sich durch das Vorhandensein von Kindern unterscheiden und nicht durch sexuelle Identitäten.

    Es langt ein Oberbegriff, der Verpartnerung als juristisches Zeitkonstrukt definiert.
    Fertig!
    Förderungswürdigkeit ergibt sich hierbei nur aus der Tatsache der sozialen Verantwortung für das Heranwachsende oder Altersversorgung.
    So schafft man soziale Gerechtigkeit, kein Klassensystem.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#46 BuntUndSchönAnonym
  • 07.04.2017, 11:42h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • Ich weigere mich, Sie zu sagen.
    Denn du weigerst dich, den Tatsachen ins Auge zu sehen.
    Du kannst deine Behauptung gerne millionenfach wiederholen, aber dadurch wird es weder richtiger noch hält es Beweisen stand.

    Den Homosexuellen die Ehe zu verweigern, nur weil sie angeblich nicht für Nachwuchs sorgen können, ist schon mal falsch.
    Wieso sollten sie keine Kinder bekommen können?? Sind alle Homosexuelle etwa unfruchtbar? Das beweist du mir bitte, bevor ich diesen Vorwurf beachte!
    Es gibt genügend homosexuelle Eltern, auch mit selbst gezeugten Kindern! :-)
    Jetzt steht dir wohl der Mund offen und dein Kopfkino beginnt - prima, freut mich, dass dein Gehirn aktiviert wird.

    Und du nennst das Grundgesetz. Kein Problem.
    Im Grundgesetz Artikel 6 steht im Wortlaut NIRGENDWO explizit, dass die Ehe zwischen Mann und Frau geschützt ist :-)
    Im Wortlaut steht da, dass die Ehe und Familie unter besonderem Schutz steht. Die homosexuelle Ehe und Familie wird im Wortlaut dort nicht ausgeschlossen.

    Tut mir leid, dass ich dich da enttäuschen muss und dein Phantasie-Gebäude einstürzt und keinem Beweis standhält.

    Aber wiederholen darfst du deine Behauptung gerne so oft wie du möchtest, das steht dir zu :-D

    Wir (LSBTTIQ) sind geduldig und äußern uns, bis die Ehe für alle im Gesetz verankert ist, und dann freuen wir uns darauf wie sich bei dir eine Wandlung vollzieht: von völlig hysterisch bis schlussendlich ruhig und gelassen, weil die Ehe für alle KEINE BENACHTEILIGUNG und KEINE SCHWÄCHUNG der Heterosexualität bedeutet!
    Und GLEICHES MUSS ALS GLEICHES behandelt werden.

    Nur wer nicht selbstbewusst ist, FÜHLT sich dadurch geschwächt.

    Gute Besserung.

    © von der, die sich nicht täuschen lässt!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#47 stromboliProfil
  • 07.04.2017, 12:39hberlin
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • "Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten sich nie träumen lassen, dass der in Artikel 6 verankerte Begriff der Ehe einmal in dieser Form ausgeweitet würde. Deswegen hat es auch seinerzeit niemand für notwendig erachtet, diesen Begriff näher zu definieren. Es war damals und noch bis vor ein paar Jahren unstrittig, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden konnte."

    Nun die Formulierung des Grundgesetzes liegt nunmehr einige zeit zurück.. 1949 68 Jahre...
    Formuliert zudem noch unter dem Eindruck des Denkens der wilhelminischen/ nazi zeit.

    Mittlerweile hat sich vieles verändert und das ist auch gut so.. um mit einem bekannten Ausspruch/Anspruch ihre Aufmerksamkeit zu suchen..
    Sogar Grundgesetzesänderungen hat es gegeben.

    ES spricht also nichts dagegen, auch dieses fossil religioter Denkdiktatur zu entsorgen.

    Die heteronormative Herrschaft geht unweigerlich ihrem ende entgegen!
    Stemmen sie sich dagegen wo auch immer sie stemmen wollen, aber doch bitte nicht hier.
    Wir arbeiten längst an dieser Auflösung der Klassenverhältnisse!
    Änderuingen hinzukommen weil teile der Heteroschaft sich nicht länger dem religioten vordenken unterordnen
    Auch das ist gut so!

    Man muss den Kampf annehmen!
    Den Kampf gegen Religionen und ihre Organisationen führen, die sich in die Lebensinhalte von nicht konfessionellen Bürgern einmischt.
    Man muss auch der Vorstellung entgegen treten, am religioten Wesen müsse das Land genesen..

    Säkularisierung ist von Nöten.
    Auch weil die Hälfte aller Bürger eben keinen dieser Religionssekten angehört die sie hier mit vertreten.

    Beenden wir also den unsinnigen "Dialog ihrerseits hier auf UNSERM FORUM..
    Gehen sie zurück zu ihresgleichen .. auf @kreuznet oder wo auch immer sie herkommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#48 JadugharProfil
  • 07.04.2017, 15:26hHamburg
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • "Schließlich hat sich die auf Dauer ausgelegte heterosexuelle Beziehung (= Ehe) im Verlauf der Menschheitsgeschichte relativ kulturübergreifend nicht nur als überaus stabile Institution erwiesen, sondern sie ist auch die einzige Form menschlichen Zusammenlebens, das auf die Zeugung von Kindern ausgelegt ist und deshalb die Grundlage eines jeden Staates ist. Sie ist in diesem Sinne unvergleichbar mit anderen Formen menschlichen Zusammenlebens."
    "Das Rechtsinstitut der Ehe umfasst im Übrigen nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann allein, sondern auch das Elternpaar, das Sorge und Verantwortung für Kinder trägt."

    Die Ehe hat es immer schon immer gegeben, bevor es zur Staatenbildung kam und irgendeine Religion bzw. ein Staat diese institutionalisierte, indem es Trauscheine, Verordnungen und festgelegte Zeremonien verpaßt, wobei eine Verordnung den Ehebruch früher mit dem Tode bestrafte.

    Die Ehe entstand immer aus einer Liebesbeziehung heraus und ist unabhängig vom Geschlecht. Somit ist dieses Zusammentun immer eine Keimzelle einer Gesellschaft, was auch andere Formen des Zusammenlebens mit integriert.
    Ein Staat ist dann die Summe aller Gesellschaften.
    Ein zeugungsfähiges verschiedengeschlechtiges Paar produziert Kinder, jedoch müssen diese auch großgezogen werden können. In der Natur stehen homosexuelle Paare oft als Ersatzeltern bereit, wenn ein Elternpaar mit Kindern verstirbt und keine Großeltern vorhanden sind, die sich noch um den Nachwuchs ihrer Kinder kümmern können.
    So adoptieren in der Natur homosexuelle Paare verwaiste Kinder. Bei den Menschen ist es nicht anders. Somit tragen auch Homosexuelle schon aufgrund ihre Existenz, weil sie ebenfalls Pflichten gegenüber einen Staat haben, ebenfalls als Grundlage und zur Erhaltung einer staatlichen Gemeinschaft bei.
    Auch wenn religiöse Menschen gegenüber der Natur extrem blind zu sein scheinen, bitte ich sie, mal beispielsweise einen Blick auf einen Bienenstaat zu werfen. Dort gibt es nur eine einzige verwitwete Königin, die in Form als Eierlegemaschine Nachwuchs produziert. Alle anderen weiblichen (gleichgeschlechtlichen) Arbeiterinnen haben für den Nachwuchs zu sorgen und bilden die Grundlage eines (fast lesbischen) Bienenstaats! Die männlichen Drohnen spielen eine sehr untergeordnete Rolle und sorgen, daß eine nachfolgende Königin befruchtet wird. So kann ein Staat auch funktionieren! Manche höheren Lebewesen kommen sogar ohne Männchen aus, indem sie sich durch Parthenogenese fortpflanzen.

    Daswegen können sie mit den Begriff Naturrecht schon gar nicht ankommen, da die Natur wesentlich mehr Aspekte aufzeigt, die dem begrenzenden Denken Religiöser sehr weit übersteigt.
    Es gibt keinen natürlichen Grund und auch schon der Gerechtigkeit wegen nicht, weswegen die Ehe nur auf heterosexuelle Paare beschränkt bleiben soll. Selbst die Bergpredigt (Selig sind die Gerechten...) oder die Goldene Regel aus der Bibel liefert diesen Grund nicht! Ungerechtigkeit ist stets eine rechtlich ungleiche Behandlung aller Menschen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#49 SVFvSilberhornAnonym
  • 07.04.2017, 16:46h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • ""Schließlich hat sich die auf Dauer ausgelegte heterosexuelle Beziehung (= Ehe) im Verlauf der Menschheitsgeschichte relativ kulturübergreifend nicht nur als überaus stabile Institution erwiesen, sondern sie ist auch die einzige Form menschlichen Zusammenlebens, das auf die Zeugung von Kindern ausgelegt ist und deshalb die Grundlage eines jeden Staates ist. Sie ist in diesem Sinne unvergleichbar mit anderen Formen menschlichen Zusammenlebens. ""

    Entspricht beides nicht der (einzigen) Wirklichkeit, erstens ist die Menschheitsgeschichte hier nur sehr kurz beleuchtet und die "Ehe-Kultur" wohlrecht auf das christliche Weltbild reduziert. Es wäre auch gar nicht möglich, alle Kulturen und ihre verschiedenen Paarbildungsformen seit den Australopithecenen hier nachzuvollziehen, soweit darüber etwas erforscht wurde. Zweitens gehen auch aus nicht ehelich beschlossenen Paarverbindungen Kinder hervor, was sogar verleugnete Kinder von katholischen Geistlichen beweisen, noch mehr zig Tausende so genannter unehelich gezeugter Kinder einschließlich aller Kinder aus flüchtigen Kontakten, One-Night-Stands ect. Auch Bisexuelle zeugen Kinder und es gibt moderne Methoden, Kinder sogar außerkörperlich zu zeugen, Invitrofertilisation. Weitere Möglichkeiten sind biologisch nicht abwegig. In nahender Zukunft wird es kein sonderliches Problem sein, ein Kind aus den Anteilen mehrerer Personen oder von gleichgeschlechtlichen Elternteilen zu zeugen, das aber nur zur biologischen Aussicht.
    In vielen dieser Verbindungen gibt es die Absicht, Kinder zu zeugen, in anderen nicht.

    Mit der von Ihnen erwähnten Besonderheit einer Eheform mit Zeugungsbedingung werden auch viele Heterosexuelle ausgeschlossen, zum Beispiel Menschen jenseits des gebährfähigen Zeit-Rahmens, also Alte und Hochbetagte. Es werden heterosexuelle Paare diskriminiert, die zeugungsunfähig sind, oder aus Gründen des hohen Risikos erbgenetischer Krankheiten keine Kinder zeugen können. Es werden Heterosexuelle diskriminiert, die für ihr Leben keine Kinder einplanen oder aus der Überzeugung keine zeugen wollen, lieber für Adoptiv- oder Pflegekindern ein Elternpaar zu sein.
    Wie erklären Sie diesen Paaren, dass sie aufgrund einer definitiven Zeugungsbedingung keine Ehen schließen können?

    Und im gleichen Maße lehnt Ihr Konzept Menschen ab, die gute Eltern sein können, oder ihre Familienzusammengehörigkeit darauf hinaus auslegen, Kindern ein Heim, eine gesicherte Zukunft und elterliche Liebe, Geborgenheit zu geben, rein deswegen,weil sie ihrer Natur entsprechend eineN PartnerIn des gleichen Geschlechts heiraten möchten.

    Hier fehlen Argumente eines "gesunden" Menschenverstands, es scheinen viel mehr starr ideologische oder hermeneutische, möglicherweise auch rein theosophisch herangeleitete Grenzen aufrecht erhalten zu werden.

    Für Lesben und Schwule hat die Gleichstellung in der Ehe nicht nur eine symbolische Gewichtung inne. Es geht darum, allen konsensbefähigten Menschen dasselbe Recht, dieselbe Würde, dieselben Möglichkeiten zuzugestehen, so, wie das in der Verfassung der BRD garantiert wird.
    Wir hoffen noch darauf, dass die Würde es Menschen sich nicht in verschiedene Qualitätsklassen unterteilt, und nicht je nach Vereigenschaftung der Person, je nach natürlicher Verortung ihrer Partnerwahl Abstriche in diesem Rechte-Pflichten-Verhältnis hinzunehmen hat.
    Wir hoffen darauf, dass diese Abscheidekultur ein Ende in der Erkenntnis finden kann, die Qualität der menschlichen Essenz nicht anhand der Ästhetik einer Weltanschauung gemessen zu sehen.
    Es geht also nicht darum, wie viele lesbische und schwule Ehepaare faktisch entstehen mögen, sondern um die grundsätzliche Selbstverständlichkeit gleicher bürgerlicher Möglichkeiten, wie sie evtl. auch einem zeugungsunfähigen oder hochbetagten Ehepaar offen stehen. Es geht um die Augenhöhe in der Anerkennung als vollwertiger Mensch.

    Es wäre nicht schön, wenn die Festsetzung auf einen Kinderzeugungs-Soll rein aufgrund der Kosequenz logischer Schlussfolgerung dazu führt, dass in Zukunft Ehen von wie weiter oben aufgeführten Heterosexuellen annulliert werden müssen, weil aus jenen keine Kinder hervor gingen.

    Mit nachdenklichem Gruße,

    Sebastian V. F. v. Silberhorn
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#50 sanscapote
  • 07.04.2017, 18:53h
  • Antwort auf #44 von HalfLife
  • Wer in der Odenwaldschule Schüler war, weiss wen ich mit dem "ev. Religionslehrer" meinte. Und jener hatte auch noch zusaetzlich eine ev.-kirchliche Verbindung. Dazu werde ich nicht mehr sagen, denn Tote soll man bekanntlich ruhen lassen. Reformpaedagogik schoen und gut. Wir lebten im dortigen Internat mit den Lehrern in "Familien". Wenn der Schwanz juckte, waren Reform und Paedagogik Nebensache. Muss ich deutlicher werden? Man koennte sich einen der veroeffentlichten Videos bei youtube ansehen. Auch gibt es darueber einen Film, den man erwerben koennte. Man schaut sich einen solchen Film an, empfindet vielleicht Empathie.
    Aber wie es wirklich war, weiß nur jemand, der dort Schueler war. Und welche Folgen es fuer das persoenliche Leben als Erwachsener hatte, weiss auch nur ein Betroffener. Dass ich trotz jener Erlebnisse mein Leben ordnen konnte verdanke ich in erster Linie meinem Partner und meinen Eltern. Viele allerdings leiden noch heute unter den Quaelereien, die sie als Kind erduldeten.

    Sie schreiben mir:
    "Sie könnten sich für das brave Schäfchen entschuldigen."

    Ich entschuldige mich nicht, weil ich die kirchliche Terminologie nicht verwende. Etwas, das gesagt wurde, laesst sich nicht loeschen. Das eben machen die Kirchen (auch die evangelische) vor: Sie loeschen selbst bei einem Kirchenaustritt keineswegs den Taufeintrag.
    Ich uebernehme dagegen die Verantwortung, wenn sie auf mich wuetend sind.

    Ihnen absichtlich weh zu tun, lag mir fern.
    Ich hatte angenommen, sie wuerden zustimmen, dass nur jemand in den Reihen der kirchlichen Einrichtungen arbeiten darf, der die noetigen aeusseren (Zugehoerigkeit) und inneren Voraussetzungen mitbringt. Den Begriff vom braven Schaefchen habe ich in Veranstaltungen der ev. Kirche fuer Kinder mehrfach schon gehoert.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#51 BuntUndSchönAnonym
  • 07.04.2017, 21:55h
  • Antwort auf #27 von HalfLife
  • HalfLife:
    Ich kann dir das einfach nicht abnehmen, was du schreibst, sorry.
    Nirgendwo hab ich es bisher gelesen, gehört oder erlebt, dass Kirchenanhänger Homosexuelle so dermaßen akzeptiert, dass sogar Springerstiefel wurst wären.
    Das einzige, was ich heute lese, ist, dass im Juni eine liberale Moschee in Berlin ihre Türen für die moslemische LSBTTIQ öffnet. Das ist für mich aber eine Premiere-Nachricht!

    Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, dass du dich so dermaßen im Schrank hältst und dich dort auf eine Art und Weise präsentierst, das wohl den Kirchengängern gefällt, aber dann halt gleichzeitig mit den Inhalten der LSBTTIQ kollidiert. Sollte das nicht zutreffen, werde ich mich nicht entschuldigen, und das hat einen Grund.

    Du hast hier mit einem Kommentator geschrieben (hab seinen nicknamen vergessen), der dir was aus seinem Leben berichtet hat. Es ging um die Odenwaldschule. Er äußerte was, das durchaus berechtigt ist und du wolltest eine Entschuldigung. Er gab sie dir aus gutem Grund nicht.
    Aber: stattdessen hättest du etwas menschlich reagieren können, wenn du doch einer Glaubensgemeinschaft angehörst und das Wort Nächstenliebe sicherlich kein Fremdwort für dich ist - oder etwa doch?
    Alles, was du schreibst, ist, dass sexueller Missbrauch furchtbar ist, und angeblich überall vorkommt, wo Eltern Macht über Kinder hätten(?)

    Erstens stimmt das nicht, denn weder meine noch die Eltern des Kommentators haben weder ihn noch mich sexuell missbraucht, und dann möchte ich mal bitte wissen, wie zu dieser Behauptung kommst? Es klingt ja grade so, als sei das halt Tatsache. So nach dem Motto: so ist es halt im Leben.
    Puh, eine sehr nachlässige Einstellung und ziemlich gefährlich zusätzlich. Wer so argumentiert, duldet es ja am Ende.

    Sexueller Missbrauch ist eins der schlimmsten Dinge, das man einem Menschen antun kann! Und auch wenn ich nicht betroffen bin, verabscheue ich so eine Tat, und noch viel mehr, wenn ich höre, dass es unter dem Deckmantel: «Pädagogik und Reform» geschieht!

    Und dass du dich nicht mehr gemeldet hast, nachdem der Kommentator das geschrieben hatte, finde ich sehr schwach, nachdem du deine Gemeinde doch so in den Himmel gejubelt hast!
    Nun schweigst du??

    Das zeugt aber nicht von christlichen Werten wie ich sie kenne!
    Eher von einem Charakter, der mir nicht zusagt!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#52 BuntUndSchönAnonym
  • 07.04.2017, 22:12h
  • An Sanscapote:
    Jetzt hab ich dein nickname wieder gelesen :-)

    Ich finde es sehr gut, dass du das hier im Artikel erwähnt hast. Manchmal ist Schweigen nämlich völlig falsch. Und über sowas ernstes darf man nicht schweigen.

    Ich hoffe, dass es dir jetzt gut geht und es freut mich für dich, dass du mit deinem Partner glücklich bist :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#53 TheDadProfil
  • 07.04.2017, 22:54hHannover
  • Antwort auf #44 von HalfLife
  • ""Sie zeigen hier ebenso Intoleranz gegenüber Menschen, die Ihnen nicht genehm sind.""..

    Sowohl einer "Religion" als auch Menschen die sich dort "geborgen fühlen" und "gerne darüber Auskunft geben", was gleichbedeutend mit der Laien-Mission zu sehen ist, kritisch gegenüberzustehen, ist nicht gleichbedeutend mit "Intoleranz" oder der Ablehnung dieser Menschen..

    Wenn Du deinen hier unterschwellig auch aggressiven Ton mal hinterfragst, fällt Dir das vielleicht auch von selber auf..

    Man kann sich sicher ausführlich darüber streiten ob "Religionsunterricht" überhaupt in Schulen gehört, völlig unabhängig davon ob es eine Schule in "freier Trägerschaft" ist, oder eine staatliche Schule..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#54 fighterAnonym
  • 08.04.2017, 13:45h
  • Antwort auf #45 von stromboli
  • Nun, ob man das geseitige füreinander einstehen und die gegenseitige Verantwortung etc. nun
    "Verpartnerung" oder "Ehe" nennt ist zweitrangig und darf nicht eingeschränkt oder überdefiniert werden:
    Entweder Hetero und Homo Verpartnerung oder Hetero und Homo Ehe.
    Diese Dienstleistung für die Allgemeinheit (Pflichten) muß durch Vergünstigungen (Rechte) von der Allgemeinheit ausgegelichen werden.
    Kommen Kinder hinzu, so müssen die zusätzlichen Pflichten (Unterhalt, Haftung etc.) durch zusätzliche Rechte (Beihilfen, Vergünstigungen) ausgegelichen werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »

» zurück zum Artikel