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Einzelkommentar zu:
KKV kämpft mit Verschwörungstheorien gegen die Ehe für alle


#32 Wehner KKVAnonym
  • 06.04.2017, 15:32h
  • Antwort auf #10 von Chanson
  • Natürlich kann beim Thema Ehe für alle unterschiedlicher Meinung sein. Lassen Sie mich deshalb nochmals darstellen, warum der KKV den Vorstoß der SPD zur Ehe für alle ablehnt.
    Die Mütter und Väter des Grundgesetzes hätten sich nie träumen lassen, dass der in Artikel 6 verankerte Begriff der Ehe einmal in dieser Form ausgeweitet würde. Deswegen hat es auch seinerzeit niemand für notwendig erachtet, diesen Begriff näher zu definieren. Es war damals und noch bis vor ein paar Jahren unstrittig, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden konnte. Eine andere Interpretation wäre auch als absurd zurückgewiesen worden.
    Wolfgang Bosbach MdB brachte es jedenfalls auf den Punkt, wenn er feststellte: Das Grundgesetz stellt die Ehe von Mann und Frau nicht deshalb unter den besonderen Schutz des Staates, weil es sich hier um eine heterosexuelle und keine homosexuelle Lebensbeziehung handelt, sondern weil nur aus der Verbindung von Mann und Frau Kinder hervorgehen können und die so gebildete Familie die Keimzelle unserer Gesellschaft ist.
    Wenn wir also eine völlige Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaften von Mann-Mann und Frau-Frau mit Ehe und Familie ablehnen, dann eben nicht, weil wir gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind, sondern weil Ungleiches nicht gleich behandelt werden kann. Im Übrigen kenne ich auch keine Gemeinschaften oder Gesellschaften von Menschen in der bisherigen Geschichte, die je für eine Mann-Mann oder Frau-Frau Beziehung ein Institut angeboten hätten, schon gar nicht mit der Bezeichnung Ehe.
    Diese Sichtweise entspricht nicht nur dem christlichen Menschenbild und dem Schöpfungsbericht der Bibel sondern auch dem gesunden Menschenverstand sowie dem Naturrecht. Schließlich hat sich die auf Dauer ausgelegte heterosexuelle Beziehung (= Ehe) im Verlauf der Menschheitsgeschichte relativ kulturübergreifend nicht nur als überaus stabile Institution erwiesen, sondern sie ist auch die einzige Form menschlichen Zusammenlebens, das auf die Zeugung von Kindern ausgelegt ist und deshalb die Grundlage eines jeden Staates ist. Sie ist in diesem Sinne unvergleichbar mit anderen Formen menschlichen Zusammenlebens.
    Das Rechtsinstitut der Ehe umfasst im Übrigen nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann allein, sondern auch das Elternpaar, das Sorge und Verantwortung für Kinder trägt. Daher gehört es auch zur Grundstruktur des verfassungsrechtlichen Eheverständnisses, dass die Ehe von einer Frau und einem Mann eingegangen wird. Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft. Der Verzicht auf das Merkmal der Verschiedengeschlechtlichkeit der Ehepartner würde letztlich dazu beitragen, das bisherige Eheverständnis um eine wesentliche Dimension zu verkürzen.
    Und genau deshalb unterstützt der Staat und muss es auch schon allein aus egoistischen Gründen tun die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau. Schließlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau die einzige Verbindung, aus der Kinder hervorgehen können. (Man kann es gar nicht oft genug wiederholen.) Und dieser für die Gemeinschaft bedeutsame Sachverhalt führt zu der Überzeugung, dass man das Eigenprofil der Ehe nicht schwächen sollte, indem man die gleichgeschlechtliche Partnerschaft der Ehe in allen Aspekten gleichstellt.
    In der Hoffnung mit meinen Zeilen zur Versachlichung des Themas beigetragen zu haben, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

    Bernd-M. Wehner, 06.04.17
    KKV-Bundesvorsitzender
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