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Einzelkommentar zu:
KKV kämpft mit Verschwörungstheorien gegen die Ehe für alle


#35 AFD-WatchAnonym
  • 06.04.2017, 17:30h
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • Danke für das ANtwortschreiben. Gerne würde ich folgende Punkte hinterfragen:

    "Das Grundgesetz stellt die Ehe von Mann und Frau nicht deshalb unter den besonderen Schutz des Staates, weil es sich hier um eine heterosexuelle und keine homosexuelle Lebensbeziehung handelt, sondern weil nur aus der Verbindung von Mann und Frau Kinder hervorgehen können und die so gebildete Familie die Keimzelle unserer Gesellschaft ist."

    Keinem heterosexuellen Paar wird die Eheschließung ab 60 untersagt, obwohl eindeutig ist, dass aus diesen Beziehungen zu 99,999% KEINE Kinder hervorgehen.
    Wieso dürfen diese Paare heiraten und wieso ist Bindung, die keine Familie "bilden" kann besonders schützenswert?

    "Wenn wir also eine völlige Gleichstellung der eingetragenen Partnerschaften von Mann-Mann und Frau-Frau mit Ehe und Familie ablehnen, dann eben nicht, weil wir gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind, sondern weil Ungleiches nicht gleich behandelt werden kann."

    Was war an dem kinderlosen Ehepaar Merkel-Sauer ungleich zu kinderlosen Lebenspatnerschaft Westerwelle-Mronz?

    Und wenn beide Konstellationen ungleich sind, wieso wurden eingetragene Lebenspartnerschaften im Zuge der Hartz-Reformen in den PFLICHTEN den Ehepaaren gleichgestellt, nachdem es Proteste gab, dass diese Paare aufgrund einer Lücke - die Weigerung sie als eheähnlich zu definieren - von den Pflichten ausgenommen waren?
    Nach IHRER Logik müssten sie gegen die Gleichbehandlung bei den Pflichten auch protestieren, denn hier werden sie als eheähnlich geführt, obwohl sie es nach IHRER Ansicht eben nicht sind!

    "Im Übrigen kenne ich auch keine Gemeinschaften oder Gesellschaften von Menschen in der bisherigen Geschichte, die je für eine Mann-Mann oder Frau-Frau Beziehung ein Institut angeboten hätten, schon gar nicht mit der Bezeichnung Ehe."

    Das stimmt nicht.
    Anscheinend ist ihnen entgangen, das in SÄMTLICHEN westeuropäischen Staaten außer bei uns genau das der Fall ist! Überall westlich von Deutschland können homosexuelle Paare HEIRATEN.
    Die von ihnen befürchteten Erwartungen sind ausgeblieben: Die Geburtenrate ist nicht eingebrochen, Familien werden nicht weniger gefördert als zuvor oder fühlen sich auf einmal ungeschützt oder benachteiligt, noch entscheiden sich heterosexuelle Paare plötzlich gegen die Ehe, noch ist die Scheidungsrate auf einmal plötzlich angestiegen, weil ehemalige Eheleute auf einmal gleichgeschlechtlich heiraten wollen.

    "assen Sie mich deshalb nochmals darstellen, warum der KKV den Vorstoß der SPD zur Ehe für alle ablehnt."
    Der Vorschlag der SPD, den Sie als Vorstoß abtun, ist nichts weiter als eine ANPASSUNG an die anderen Länder und ist seit Jahren schon im Gespräch.

    " Es war damals und noch bis vor ein paar Jahren unstrittig, dass eine Ehe nur zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden konnte."

    Das Thema wird bereits seit der Jahrtausendwende diskutiert und war damals schon alles andere als unstrittig. Nicht erst seit ein paar Jahren!

    "Eine andere Interpretation wäre auch als absurd zurückgewiesen worden. "

    Wie erklären sie sich, dass homosexuelle Paare bei den PFLICHTEN als GLEICH "interpretiert" werden? Damals kam aus dem konservativen Lager ein Aufschrei, weil man es als absurd empfand, das homosexuelle Paare bei den PFLICHTEN herausfielen, und zwar eben aufgrund der Lücke, die das konservative Lager selbst verschuldete: das Bestehen auf die Definition "NICHT-eheähnlich" sorgte erst für diese Lücke.

    "Diese Sichtweise entspricht nicht nur dem christlichen Menschenbild und dem Schöpfungsbericht der Bibel sondern auch dem gesunden Menschenverstand sowie dem Naturrecht. "

    Ein Großteil des Landes ist atheistisch und heiratet nicht aus Motiven des "christlichen Menschenbildes und dem Schöpfungsbericht".

    Zudem hat die Ehe NICHTS mit der Natur zu tun. Der Zeugungsakt kennt keinen Trauschein.

    "Denn Ehe und Familie sind wesenhaft miteinander verknüpft. "

    Ist das der Grund, weshalb gerade die Konservativen früher die Alleinerziehenden benachteiligt haben und ihnen den Schutz versagt haben?

    "Und genau deshalb unterstützt der Staat und muss es auch schon allein aus egoistischen Gründen tun die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau."
    Schließlich ist die Gemeinschaft von Mann und Frau die einzige Verbindung, aus der Kinder hervorgehen können. (Man kann es gar nicht oft genug wiederholen.)"

    Man kann es gar nicht oft genug wiederholen:
    Millionen kinderloser Ehepaare, Alleinerziehende und viele Kinder unverheirateter Eltern beweisen das Gegenteil.
    Es gibt ein mehrfaches an kinderlosen Ehepaaren (die immer kinderlos bleiben oder aufgrund des höheren Heiratsalters zu 99,999% keine Kinder in die Welt setzen werden) als an homosexuellen Paaren.
    Mit welcher logischen Begründung sollen erstere unterstützt werden?
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