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Einzelkommentar zu:
KKV kämpft mit Verschwörungstheorien gegen die Ehe für alle


#48 JadugharProfil
  • 07.04.2017, 15:26hHamburg
  • Antwort auf #32 von Wehner KKV
  • "Schließlich hat sich die auf Dauer ausgelegte heterosexuelle Beziehung (= Ehe) im Verlauf der Menschheitsgeschichte relativ kulturübergreifend nicht nur als überaus stabile Institution erwiesen, sondern sie ist auch die einzige Form menschlichen Zusammenlebens, das auf die Zeugung von Kindern ausgelegt ist und deshalb die Grundlage eines jeden Staates ist. Sie ist in diesem Sinne unvergleichbar mit anderen Formen menschlichen Zusammenlebens."
    "Das Rechtsinstitut der Ehe umfasst im Übrigen nicht nur die Partnerschaft zwischen Frau und Mann allein, sondern auch das Elternpaar, das Sorge und Verantwortung für Kinder trägt."

    Die Ehe hat es immer schon immer gegeben, bevor es zur Staatenbildung kam und irgendeine Religion bzw. ein Staat diese institutionalisierte, indem es Trauscheine, Verordnungen und festgelegte Zeremonien verpaßt, wobei eine Verordnung den Ehebruch früher mit dem Tode bestrafte.

    Die Ehe entstand immer aus einer Liebesbeziehung heraus und ist unabhängig vom Geschlecht. Somit ist dieses Zusammentun immer eine Keimzelle einer Gesellschaft, was auch andere Formen des Zusammenlebens mit integriert.
    Ein Staat ist dann die Summe aller Gesellschaften.
    Ein zeugungsfähiges verschiedengeschlechtiges Paar produziert Kinder, jedoch müssen diese auch großgezogen werden können. In der Natur stehen homosexuelle Paare oft als Ersatzeltern bereit, wenn ein Elternpaar mit Kindern verstirbt und keine Großeltern vorhanden sind, die sich noch um den Nachwuchs ihrer Kinder kümmern können.
    So adoptieren in der Natur homosexuelle Paare verwaiste Kinder. Bei den Menschen ist es nicht anders. Somit tragen auch Homosexuelle schon aufgrund ihre Existenz, weil sie ebenfalls Pflichten gegenüber einen Staat haben, ebenfalls als Grundlage und zur Erhaltung einer staatlichen Gemeinschaft bei.
    Auch wenn religiöse Menschen gegenüber der Natur extrem blind zu sein scheinen, bitte ich sie, mal beispielsweise einen Blick auf einen Bienenstaat zu werfen. Dort gibt es nur eine einzige verwitwete Königin, die in Form als Eierlegemaschine Nachwuchs produziert. Alle anderen weiblichen (gleichgeschlechtlichen) Arbeiterinnen haben für den Nachwuchs zu sorgen und bilden die Grundlage eines (fast lesbischen) Bienenstaats! Die männlichen Drohnen spielen eine sehr untergeordnete Rolle und sorgen, daß eine nachfolgende Königin befruchtet wird. So kann ein Staat auch funktionieren! Manche höheren Lebewesen kommen sogar ohne Männchen aus, indem sie sich durch Parthenogenese fortpflanzen.

    Daswegen können sie mit den Begriff Naturrecht schon gar nicht ankommen, da die Natur wesentlich mehr Aspekte aufzeigt, die dem begrenzenden Denken Religiöser sehr weit übersteigt.
    Es gibt keinen natürlichen Grund und auch schon der Gerechtigkeit wegen nicht, weswegen die Ehe nur auf heterosexuelle Paare beschränkt bleiben soll. Selbst die Bergpredigt (Selig sind die Gerechten...) oder die Goldene Regel aus der Bibel liefert diesen Grund nicht! Ungerechtigkeit ist stets eine rechtlich ungleiche Behandlung aller Menschen!
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