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"Aufgehende Saat"
Lieben, glauben, kämpfen: 40 Jahre HuK
Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche feiert im Mai beim Evangelischen Kirchentag in Berlin Geburtstag – und stellt ein neues Buch vor.

Regenbogenfahne an einem Gotteshaus: In vier Jahrzehnten hat die HuK, zumindest in evangelischen Landeskirchen, viel erreicht (Bild: BookMama / flickr)
- 12. April 2017, 03:18h 2 Min.
Eine der ältesten LGBTI-Gruppen in Deutschland wird 40: die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK). Die Initiative wurde im Juni 1977 beim Evangelischen Kirchentag in Westberlin gegründet.
Gefeiert wird wiederum bei einem Kirchentag an der Spree, und zwar am Samstag, den 27. Mai um 19 Uhr in der Pfingstkirche in Berlin-Friedrichshain. Im Anschluss an den Gottesdienst wird die HuK im Rahmen einer Feier den neuen Sammelband "Aufgehende Saat" (Amazon-Affiliate-Link ) präsentieren. 26 Menschen beschreiben zum Vereinsjubiläum ihre Erfahrungen mit den Themen von LGBTI in den Kirchen.
Der Kampf um die Sichtbarkeit
"Die ersten 15 Jahre waren davon geprägt, in der evangelischen und katholischen Kirche aus der Verstecktheit herauszukommen und das Coming-out zu ermöglichen", erklärte HuK-Pressesprecher Markus Gutfleisch am Dienstag in einer Pressemitteilung. Offen lebende Lesben und Schwule, die im kirchlichen Dienst tätig waren, kämpften vor allem gegen ihre Entlassung. Dass das Thema die Menschen bewegte, zeigte sich an einer Kirchentagsresolution im Jahr 1979, die fast 5.000 Unterstützer fand.
1991 gelang es der HuK, mit dem Projekt "Farbe bekennen" stark in die Evangelische Kirche hineinzuwirken. "Die meisten Landeskirchen haben erkannt, dass Kirche nur mit uns geht. Deshalb haben sie die Segnung und teilweise Traugottesdienste für lesbische und schwule Paare ermöglicht," betonte Franz Kaern-Biederstedt vom Vorstand des Vereins.
Für Respekt und gleiche Rechte in den Kirchen
Auch heute ist die Ökumenische Gruppe Anlaufstelle für LGBTI in den Kirchen. Sie engagiert sich seit ihrer Gründung mit eigenständigen Angeboten bei Kirchen- und Katholikentagen, kooperiert mit weiteren Regenbogengruppen in Deutschland und auf europäischer Ebene. Mit dem 2015 gestarteten Projekt "Gleichberechtigung von LSBT in der katholischen Kirche" fordert der Verein Segnung, Seelsorge für und mit Homosexuellen, positive Wahrnehmung von Trans-Menschen sowie Unterstützung von queeren Menschenrechtsprojekten in Süd- und Osteuropa.
"Wir werden uns auch künftig für Respekt und gleiche Rechte in den Kirchen einsetzen," so Franz Kaern-Biederstedt. "Unser Glaube macht uns stark, und mit unserer gelebten Vielfalt bringen wir die Kirchen in Bewegung", ergänzte Markus Gutfleisch. (cw/pm)
Links zum Thema:
» Homepage der Ökumenischen Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche
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» "Aufgehende Saat" bei amazon.de vorbestellen
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