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Kommentare zu:
Lieben, glauben, kämpfen: 40 Jahre HuK


#1 CharlesDarAnonym
#2 stromboliProfil
#3 Patroklos
#4 SebiAnonym
  • 12.04.2017, 09:04h
  • Ich kann das wirklich nicht verstehen...

    Die können ja ruhig ihren christlichen Glauben leben, wenn ihnen das so wichtig ist - aber wieso müssen die dafür in so diskriminierenden Vereinen sein?

    Man kann auch Christ sein, ohne in einer Kirche Mitglied zu sein. Und wie mir mal jemand sagte: wahre Christen sind nicht in der Kirche, denn die ist (egal ob katholisch, evangelisch oder was auch immer) das unchristlichste überhaupt.

    Jedem, der dort Mitglied ist, muss klar sein, dass er diese Vereine und ihre Machenschaften finanziell und ideologisch unterstützt.
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#5 BuntUndSchönAnonym
  • 12.04.2017, 09:46h
  • Antwort auf #1 von CharlesDar
  • Woher willst du das wissen? Wenn du dir da so sicher bist, kannst du ja ein Buch mit dem Titel schreiben: Gott gibt es nicht.

    Wir sind ja alle ein Teil von Gott :-) Deshalb hab ich ja bereits mal geschrieben, dass es die Menschen sind, die was Gutes oder was Schlechtes bewirken können.
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#6 BuntUndSchönAnonym
  • 12.04.2017, 09:56h
  • Antwort auf #4 von Sebi
  • Es wird Zeit für eine Revolution.
    Jeder, der in ne Kirche gehen möchte, darf das auch, egal welche Herkunft, egal welche sexuelle Veranlagung, etc.
    Und der Gottesdienst modern(!) gestaltet.
    Dass das möglich ist, hab ich in dem Ort erlebt, wo ich aufgewachsen bin. Ein Pfarrer war mit einer Amerikanerin verheiratet, die den Gospel integrierte. Und dieser Gospelchor hat so viele in die Kirche gebracht, die sonst nie anwesend waren.
    Und ich muss sagen: es hat Spaß gemacht.
    Und diejenigen, die der Kirche fern bleiben - auch ok.

    Deshalb wiederhole ich es:
    Es kommt darauf an, was man daraus macht! Es sind die Menschen, die was positiv gestalten können!

    © MenschenHabenMacht
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#7 OrthogonalfrontAnonym
#8 TheDadProfil
#9 BuntUndSchönAnonym
  • 12.04.2017, 10:36h
  • Antwort auf #7 von Orthogonalfront
  • Ich sehe Gott nicht als eigenständige Gestalt.
    Für mich ist es so, dass Gott in uns Menschen ist. Und deshalb liegt es an uns, ob wir was positives gestalten oder was negatives.
    Ob du nun diese Meinung teilst oder nicht, ist deine Sache.
    Ich werde darüber nicht diskutieren, denn ich möchte nicht, dass hier nun auch Gestreite losgeht wie zwischen Patroklos und TheDad!

    © EsNervt!
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#10 BuntUndSchönAnonym
#11 ursus
  • 12.04.2017, 10:40h
  • Antwort auf #5 von BuntUndSchön
  • "Wir sind ja alle ein Teil von Gott"

    ich nicht. von mir aus kann auch jede_r der unsinnigen ansicht sein, so lange man die existenz von irgendwas weder bewiesen noch widerlegt habe, liege die wahrscheinlichkeit für dessen existenz so ungefähr bei 50%. ist zwar totaler quatsch, darf man aber glauben. dann aber bitte so konsequent sein, auch die wahrscheinliche, weil nie widerlegte existenz ishtars, horus', tlalocs und lokis zu verteidigen und faune, nymphen, einhörner und die zahnfee nicht zu vergessen.
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#12 Patroklos
#13 userer
#14 TOMTOMAnonym
  • 12.04.2017, 11:33h
  • Wer keine Lust auf Kirche hat darf gerne fernbleiben, wir leben in einem freien Land! Es geht Euch weiter nichts an- dann haltet auch die Klappe! Hier auf Queer geht es um Themen im Zusammenhang mit Homosexuellen- und wenn einige von uns sich in der Kirche engagieren ist es erwähnenswert.
    Es ist Eure freie Entscheidung Kirche abzulehenen, aber Ihr seid bestimmt jederzeit herzlich dazu eingeladen mit zumachen ob ihr wollt oder nicht!
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#15 TheDadProfil
  • 12.04.2017, 11:54hHannover
  • Antwort auf #10 von BuntUndSchön
  • Wer hier unvernünftig handelt wenn er sich übergriffig gegenüber anderen Menschen verhält, liegt wohl auf der Hand..

    Diese Deine "Idee" ""dass Gott in uns Menschen ist."", ist nichts weiter als die "Idee" Menschen die sich von jeglichem "Glauben" verabschiedet haben, in einer anmaßenden Weise mit dem "Glauben wieder zu versöhnen"..

    Noch arroganter als die "Christen", die wenigstens noch "einsehen" das Ungetaufte nicht Teil ihrer Gemeinschaft sind, okkupierst Du über gezogenen Grenzen hinaus einfach mal alle Menschen mit ein..
    Es gibt aus Deiner "Idee" gar kein Entrinnen mehr..
    "Freu Dich, du bist auch dabei" erklingt Deine Mär, und in meinen Ohren dröhnt das Getrommel der Evangelikalen, die ständig erklären wollen im Vollbesitz der Wahrheit zu sein..

    Auf solchen Unsinn habe ich hier gerade noch gewartet..
    Er ist so notwendig wie ein Pickel am Hintern..
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#16 ursus
  • 12.04.2017, 11:56h
  • Antwort auf #14 von TOMTOM
  • "Es geht Euch weiter nichts an- dann haltet auch die Klappe!"

    ui. gibt es hier ein kleines problem damit, dass auch atheist_innen ihre meinungen äußern?

    ich würde religion liebend gern einfach ignorieren. so lange sich religiöse menschen und institutionen massiv in mein leben einmischen, werde ich aber widersprechen.

    und selbst wenn sie es nicht täten, hätte ich alles recht der welt, meine meinung zum thema zu sagen. das ist hier immer noch ein öffentliches forum und kein gottesdienst.
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#17 Paulus47Anonym
  • 12.04.2017, 12:07h
  • Herzlichen Glückwunsch der Organisation HuK !

    40 Jahre LGBT-Aktivismus in den christlichen Kirchen, das finde ich gut und hat meine volle Unterstützung.

    Ihr hattet es sicherlich nicht leicht, auf der einen Seite die christlichen Kirchen von innen zu verändern, was Ihr aber schon massiv geschafft habt. In vielen der 20 christlichen EKD-Landeskirchen in Deutschland gibt es heute entweder kirchliche Trauungen oder zumindest öffentliche Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare, was ich als evangelischer Christ begrüße und gut finde. Gleiches ist bei der altkatholischen Kirche in Deutschland der Fall.

    Bis auf die Landeskirche Württemberg, wo derzeit eine innerkirchliche Initiative auf dem Weg ist, auch diese Landeskirche zu einer LGBT-freundlichen Kirche zu machen, haben damit dann alle anderen Landeskirchen einen erfolgreichen Weg auf dem Weg zur Anerkennung homosexueller Paare hinbekommen.

    *
    www.bkh-wue.de/initiative-regenbogen/

    Es ist auch erfreulich zu beobachten, das auch ausserhalb Deutschlands in vielen christlichen Kirchen Nord-/West- und Mitteleuropas sowie in Nordamerika und Australien/Neuseeland christliche Kirchen ebenso diesen Weg der Einbeziehung homosexueller Paare gegangen sind. Es gibt mittlerweile in diesen Weltregionen eine ganze Reihe an christlichen Kirchen, wo homosexuelle Paare sich kirchlich trauen können und ethisch und theologisch akzeptiert sind, siehe
    *
    de.wikipedia.org/wiki/Segnung_gleichgeschlechtlicher_Paare
    (Wikipedia: Segnung gleichgeschlechtlicher Paare)

    Skandalös und ärgerlich empfand ich in den letzten zwanzig Jahren immer eine Reihe linker/sozialdemokratischer atheistisch/agnostisch und andersgläubiger vermeintlicher LGBT-Aktivisten, die EURE Arbeit bei der HuK behindert, kritisiert und angegriffen haben. Als wenn die HuK nicht genug bereits bei der inneren Überzeugungsarbeit in den christlichen Kirchen zu leisten gehabt hätte, kamen ständig von "LINKEN" Aktivisten Angriffe auf Eure Arbeit, wie auch hier im Forum bei den Kommentaren leider zu beobachten.

    Ich wünsche der HuK noch weiterhin in den kommenden Jahren viel Erfolg und Engagement, was ich bei "LINKEN" Aktivisten meistens vermisse, denn diese torpedieren Analysen in bezug auf die Gefahren, die uns von Teilen (!) des Islams drohen. Es ist immer wieder verblüffend mitzubeobachten, wie genau diese LINKEN Aktivisten mit Ihren Angriffen auf die HuK und christliche Kirchen immer zur Stelle sind, aber bei den inneren Zuständen im Islam tabuisieren und "schönreden".
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#18 LorenProfil
  • 12.04.2017, 12:37hGreifswald
  • "Die meisten Landeskirchen haben erkannt, dass Kirche nur mit uns geht." (F. Kaern-Biederstedt)

    Der Mann scheint stark im Glauben zu sein. Eher dürfte zutreffen, dass veränderte Einstellungen und Wahrnehmungen jenseits homofeindlicher Glaubensgemeinschaften einen Druck zu verändertem Handeln erzeugen, dem die EKD immerhin schneller nachgibt als beispielsweise die Christen, die in der RKK organisiert sind (wobei hier auch unterschiedliche Strukturen eine Rolle spielen könnten).
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#19 JadugharProfil
  • 12.04.2017, 12:42hHamburg
  • Antwort auf #11 von ursus
  • Ich habe mich seit sehr langer Zeit mit der Beweisbarkeit dieser religiösen Ansichten auseinandergesetzt. In der Physik gibt es den Begriff offenes und geschlossenes System. Ein gelschlossenes System kann man sich als ideale Thermoskanne vorstellen, welches keinerlei energetische noch sonstige Wechselwirkung zur Umgebung zeigt. Für solch eine Thermoskanne existiert die äußere Welt nicht ebenso läßt sich diese Thermoskanne von der Außenwelt überhaupt nicht registrieren. Solche geschlossenen Systeme sind im Prinzip für die Außenwelt nicht existent bzw. von der Welt der Thermoskanne existiert die Außenwelt nicht. Auch wenn ein solches gechlossenes System existieren würde, wäre mangels Wechselwirkung die Thermoskanne nicht existent und somit irrelevant. Aus der Sicht innerhalb der Thermoskanne ist auch die Außenwelt nicht existent und somit irrelevant.

    Laut Bibel hat Gott viele menschliche Züge und wir gelten als dessen Ebenbild, womit man logisch schließen kann, daß er auch unser Ebenbild ist. Laut Bibel kann er wie ein Mensch denken, er kann mit Menschen reden und er überwacht uns staändig ziemlich krankhaft, damit er uns bestrafen kann. Somit ist er die unangenehmste Person in der Literaturgeschichte: Er ist ein Kindermörder, Frauenhasser, Rassist, Fremdenfeindlicher, Schwulenhasser usw.. Wenn er diese Eigenschaften aufweist und denken kann, so muß auf alle Fälle für Denkprozesse entsprechende energetische Informationskanäle, ähnlich unseren Nerven, existieren und der Denkvorgang irgendwo Energiefluktuationen erzeugen. Da aber derartiges im Raum nicht vorhanden ist, kann man davon ausgehen, daß Gott ein geschlossenes System ist und mit Menschen überhaupt nicht wirklich kommunizieren kann. Durch seine nicht Nachweißbarkeit ist es zwingen anzunehmen, daß er sich wie ein geschlossenes System verhält. Damit kann man mangels der heutigen Wechselwirkungen davon ausgehen, daß Gott nicht existiert bzw. er überhaupt keine Relevanz besitzt.
    Seine Existenz ist, wenn man genau nachhakt, einfach ein Gehirngespinnst erdacht von fragwürdigen, vielleicht geistesgestörten und oberflächlichen Menschen.
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#20 LorenProfil
  • 12.04.2017, 12:46hGreifswald
  • Antwort auf #5 von BuntUndSchön
  • Ich habe kürzlich ein Buch eines klugen Wissenschaftlers gelesen, der sich mit der "Gottesfrage" beschäftigt. Klug schon deshalb, weil er sich an wissenschaftlichen Standards orientiert und endgültige Antworten daher vermeidet (Wissenschaft entwickelt sich ja immer weiter), aber Wahrscheinlichkeiten aus den sich erweiternden Erkenntnissen über die Evolution ableitet.

    www.spiegel.de/spiegel/print/d-90254984.html

    Jesse Bering: "Die Erfindung Gottes: Wie die Evolution den Glauben schuf", Piper, 2011
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#21 LorenProfil
  • 12.04.2017, 12:56hGreifswald
  • Antwort auf #6 von BuntUndSchön
  • "Es kommt darauf an, was man daraus macht!"

    Es kommt m.E. vor allem darauf an, was Menschen aus ihrem Menschsein machen. Aufgeklärte Humanisten können sich auch jenseits aller Glaubensgemeinschaften für ein gedeihliches Zusammenleben engagieren (ob politisch-gesellschaftlich oder im Alltag). Sie können das auch innerhalb einer Glaubensgemeinschaft tun, wobei ich mir wünschen würde, dass sich in diesem Fall jede und jeder von elitären Anwandlungen befreit, die leider allzu oft ein Hinderniss für ein gedeihliches Zusammenleben darstellen.
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#22 LorenProfil
  • 12.04.2017, 13:04hGreifswald
  • Antwort auf #14 von TOMTOM
  • Solange sich Glaubensorganisationen (z.B. Kirchen) in die Politik einmischen und Einfluss auf die Lebensbedingungen von Menschen ausüben wollen, die es vorziehen, ihnen nicht anzugehören, werden sie sich mit Kritik auseinanderzusetzen haben, zumindest in einem demokratisch organisierten Staat. Das gilt auch für diejenigen, die Mitglieder einer Glaubensorganisation sind, da sie schließlich im Wortsinne diese Organisation verkörpern.
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#23 GeorgB
  • 12.04.2017, 13:31h
  • Antwort auf #14 von TOMTOM
  • "Wer keine Lust auf Kirche hat darf gerne fernbleiben, wir leben in einem freien Land! Es geht Euch weiter nichts an- dann haltet auch die Klappe! "

    Und wer keine Lust auf ein freies Land hat und lieber Kirche macht, kann auch gerne fernbleiben. Wer mit seiner Mitgliedschaft in menschenverachtenden Gemeinschaften diesen Gewicht verleiht, bleibt Täter und macht sich mitschuldig, ob er schwul ist oder nicht. Also hör auf zu jammern und finde dich damit ab, dass man dir und deinesgleichen gegenüber nicht die Klappe hält, sondern wirklich in einem freien Land leben will.
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#24 ursus
  • 12.04.2017, 13:34h
  • Antwort auf #20 von Loren
  • danke auch für diesen link. ein paar interessante denkanstöße nehme ich da mit.

    "Darum hält Norenzayan auch gar nichts von der Idee, den Leuten ihren Glauben auszureden: "Ich sage immer: Sorgt lieber für eine anständige Krankenversicherung, das wirkt am besten." Wo die Menschen sich sicher fühlen und gut versorgt, ist die Religion obsolet - in Frankreich etwa, in Deutschland bedingt, in Skandinavien ganz sicher. Hier ist der Anteil der Ungläubigen besonders hoch."

    das lässt nichts schmeichelhaftes über die weniger offen vorgetragenen motive der amerikanischen innenpolitik vermuten.

    aber ein satz ließ mich doch aufseufzen:
    "Heute dominiert der große Gott der drei Weltreligionen."

    die zählen da nicht etwa das judentum zu den drei größten und den hinduismus nicht zu den weltreligionen, oder doch?
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#25 ursus
#26 Homonklin44Profil
  • 12.04.2017, 14:39hTauroa Point
  • Antwort auf #5 von BuntUndSchön
  • "Gott" = die Summe aller Menschen?

    Naja, viele Menschen tragen diese Fantasie in Variationen mit sich herum, sei es, dass sie als Kinder mit den vielfältigen Geschichten darüber berieselt wurden, oder selbst in diversen Introjekt-Abhängigkeiten verblieben sind. Das Märchen vom Gott / den Göttern ist ein Teil der Legendensammlung im Bewusstsein vieler. So, wie das Bewusstsein um Donald Duck, Mickey Mouse und vielleicht vogonische Gedichte.

    Eine pauschale Vereinnahmung ist jedoch fast schon unvwerschämt, und eine Zumutung aus der Ecke der Gläubigen.
    Bei dieser pauschalen Vereinnahmung darf es hoffentlich gestattet sein, dankend abzulehnen.

    Ein Gott, oder mehrere davon, passen am Besten ins Fantasy-Genre. Für ein freies Leben sind sie so unnötig, wie ein Kropf. Dann lieber ein Kanarenvogel, oder noch ein zweites Longboard ;o)
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#27 LorenProfil
  • 12.04.2017, 15:08hGreifswald
  • Antwort auf #24 von ursus
  • Der Spiegel-Autor scheint an dieser Stelle etwas oberflächlich zu referieren, während im von mir angesprochenen Buch ausdrücklich weniger Religion(en) als der Gottglaube an sich untersucht wird in möglichen Funktionen für die Evolution des Homo sapiens (bis in die Gegenwart). Der Autor J. Bering meint, dieser Gottglaube ginge über Religion(en) hinaus. Religion schließe in ihrer je spezifischen Ausformung "kulturell erworbene Vorstellungen ein, die so flexibel sind, dass sie den speziell vorliegenden sozioökologischen Bedingungen entsprechen - sie umfasst die spezifischen Glaubensinhalte, nicht aber das, was den Glauben selbst antreibt" (S. 263).
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#28 sanscapote
  • 12.04.2017, 15:36h
  • Antwort auf #5 von BuntUndSchön
  • Wen meinen sie mit "wir alle"?
    Gehoert auch unsere Susi (Dalmatiner) dazu?
    Oder soll jenes Ding, das einige Menschen "Gott" nennen - mit Attributen von allwissend, allmaechtig usw. vesehen - nur fuer die Menschen ein "Gott" sein?
    Wenn das so gesehen wird, ist die Aussage falsch, denn in der HuK wird nichts von Hunden und auch nichts von schwulen oder lesbischen Hunden geschrieben.
    Wenn das Ding jedoch nichts mit Hunden zu tun hat, dann sind sie bei dem "wir alle" nicht inbegriffen. Dann ist aber das Ding weder allwissend noch allmaechtig und allein schon unter diesem Gesichtspunkt neben vielen anderen zu vernachlaessigen.
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#29 maaaartinAnonym
  • 12.04.2017, 16:47h
  • kinders, helft mir weiter. ich blick langsam nicht mehr durch. wer sind nochmal die dogmatiker hier in der diskussion?

    ich bin ja immer gern dabei, wenn es gegen instutionalisierte religion geht, aber merkt ihr nicht, dass ihr in euren kommentaren bisweilen das gleiche in grün abliefert?
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#30 QueerblickAnonym
  • 12.04.2017, 17:40h
  • Antwort auf #1 von CharlesDar
  • Es gibt Gott nicht. Für dich. Für mich: Keinen Gott gibt es nicht. Mag ich töricht in den Augen vieler Menschen sein. Lieber glaube ich ich an einen Gott der Liebe - so wie ich ihn persönlich verstehe, als ohne dem Absoluten Geheimnis. Ein Leben ohne Gott, als glaubender - katholisch -Schwuler, würde ich nicht aushalten. Es ist mein Weg. Ich danke der HUK. Auch wenn ich nur Diasporamitglied bin. VerÄnderungen geschehen indem Menschen, ich selbst, sich einsetzen für eine Hoffnung, Vision. Für mich ein Weg mit Sinn.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#31 OrthogonalfrontAnonym
  • 12.04.2017, 17:40h
  • Antwort auf #29 von maaaartin
  • Es ist nun mal nicht das gleiche in Grün. Religion nimmt ungefragt und ungebeten Einfluss auf uns, ob wir wollen oder nicht. Ein Volker Kauder ist überzeugter LGBTTIQ-Feind und gibt dafür regelmäßig seine Evangelikalen Überzeugungen als Grund an. Dagegen muss man sich wehren, oder nicht?!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#32 Tommy0607Profil
  • 12.04.2017, 17:43hEtzbach
  • Alle Religionen wie Glaubensarten sollten zusammen halten .
    Die Menschen sollten endlich verstehen lernen , wenn es einen Gott gibt ; dass DER /DIE für alle gleich ist !
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#33 OrthogonalfrontAnonym
#34 Miguel53deProfil
  • 12.04.2017, 20:44hOttawa
  • Antwort auf #19 von Jadughar
  • Ein Punkt, den ich etwas anders sehe: Gott ist erdacht von Menschen, die klug genug waren zu erkennen, dass sie mit diesem Wesen Macht erringen koennten. Und das auch durchgezogen haben. Zu ihrem eigenen Besten. Und so funktioniert das bis heute.

    Dass Gott bis jetzt einen derartigen Einfluss in der Welt hat, ist eigentlich unfassbar. Durch nichts zu erklären. Mir auf jeden Fall nicht.

    Die Figur des Jesus ist durch nichts nachweisbar in der Geschichte. Seine so genannten Lehren, welche auch immer, existierten bereits lange vor ihm. Wenn er je lebte und Gott war, wieso kam nichts Neues von ihm, Neues, dass die Menschen wirklich weiter gebracht haette? Z.B. dass alle Waffen und Kriege vernichtet bzw. verhindert werden muessen? Dass Rassismus und Nationalismus, jede Art der Homophobie, der Frauenunterdrueckung, Unsinn sind, weil er, Gott, uns alle erschaffen hat und gleichermassen liebt. Dass die Erde eine Kugel ist und um die Sonne kreist. Dass unser Sonnensystem nur eine Galaxie von vielen ist.

    Und warum erhört dieser Gott nicht die Gebete tausender und abertausender Menschen um Frieden und Rettung? Ob im Mittelalter oder im 3. Reich oder im 2. Weltkrieg? Er soll aber Waffen segnen und ein Volk im Krieg unterstützen, wenn man nur feste betet? Oder meinen Mann vor dem Tod bewahren und seinen Krebs beenden, wenn allein ich stark genug glaube und bete?

    Wenn etwas existiert, dann ganz gewiss der Teufel. Und da hat Buntundschoen ausnahmsweise Recht, wenn er ueber Gott schreibt. Der Teufel existiert in den Koepfen so mancher Menschen. Wir waeren tatsächlich in der Lage, ihn auszutreiben. Wenn wir diesen boesen Menschen einfach nicht folgen.

    Stattdessen hat ein Bischof Laun Anhänger. Ein Martin Lohmann. Ein Trump. Ein Gauland und ein Hoecke. Und und und.

    Nur eine deutliche und vollkommene Trennung von Staat und Kirche kann den Einfluss religiöser Kreise stoppen. Und die HuK mag gut gemeint sein. Vielleicht hat sie innerkirchlich bei der EKD etwas bewirkt. Doch das sind allenfalls Randerscheinungen. Alle Aktivitäten aendern wenig und nichts daran, dass es Gott nicht gibt.

    Den Beweis bringen die alltäglichen Meldungen und Ereignisse.

    Und Deine Beschreibung verdeutlicht das auch auf andere Weise sehr gut. Danke dafuer.
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#35 GeorgB
  • 12.04.2017, 21:17h
  • Antwort auf #27 von Loren
  • Lesetipp: Eins der besten Bücher, die es zu diesem Thema gibt und das sehr nachvollziehbar auf wissenschaftlicher Grundlage den Mumpitz der Religionen offenlegt, ist das Standardwerk "Der Gotteswahn" von Richard Dawkins, einem Oxford-Professor. Er legt z. B. anschaulich dar, was in den Kindertagen passiert, damit Menschen als Erwachsene, sobald es um ihre Religion geht, alle Gesetze der Wahrscheinlichkeit und der Logik beiseite schieben und z. B. Jungfrauengeburten und über Wasser laufende Männer als real wahrnehmen, den gleichen Nonsens in anderen Religionen aber für absurd halten.
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#36 Patroklos
#37 TheDadProfil
#38 LasseJProfil
  • 12.04.2017, 21:36hBerlin
  • Antwort auf #34 von Miguel53de
  • "Und die HuK mag gut gemeint sein. Vielleicht hat sie innerkirchlich bei der EKD etwas bewirkt. Doch das sind allenfalls Randerscheinungen."

    Nein, das sind überhaupt keine Randerscheinungen. Nehmen wir nur die Einführung der "Trauung für alle" in einigen Landeskirchen. Eines der letzten "Argumente" von konservativen Politikern gegen die "Ehe für alle" lautete ja: Das geht nicht, denn die die Ehe von Mann und Frau ist ja Teil "unserer christlich-abendländischen Kultur". Dieses Argument haben die entsprechenden Landeskirchen mit ihren Entschlüssen entkräftet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #34 springen »
#39 TheDadProfil
  • 12.04.2017, 21:48hHannover
  • Antwort auf #29 von maaaartin
  • ""kinders, helft mir weiter. ich blick langsam nicht mehr durch. wer sind nochmal die dogmatiker hier in der diskussion?""..

    Diejenigen die behaupten es gäbe einen "Gott" weshalb es ihnen dann erlaubt sei alle Menschen in diesen "Glauben" mit zu vereinnahmen..

    Ich bin aber nicht Teil eines "Glaubens", nur weil sich Jemand anmaßt ein Gedanken-Konstrukt aufzustellen nachdem es so sei..

    Zumal dieses zunächst recht naiv wirkende Gedanken-Konstrukt die Erklärung nutzt, "ätschie-bätschie, du kannst dich dagegen gar nicht erwehren"..

    Außerdem werde ich den Eindruck nicht los, dieses Erklärungs-Muster sei irgendwie aus dem Schamanismus oder einer anderen "Natur-Religion" einer Indigenen Gruppe abgekupfert, die sich allerdings als geschlossene Gruppe so definiert..
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#40 TheDadProfil
  • 12.04.2017, 21:55hHannover
  • Antwort auf #30 von Queerblick
  • ""Lieber glaube ich""..

    Der hilflose Schrei eines Menschen der sich ohne einen "Gott", vor allem ohne irgendeinen vollkommen verloren vorkommt, weil er die Ideologie einer "Religion" braucht..

    Doch auch dieses "brauchen" ist nur eine Einbildung, denn es gibt es nicht..
    Wie auch diesen ""Gott der Liebe "", ganz so wie man ihn ""persönlich"" verstehen will..
    Man negiert die Tatsachen realer Geschehnisse die man mit einem solchem ""Gott der Liebe"" nicht in Verbindung bringen will oder kann, und "biegt" sich dann dafür "seinen Glauben" zurecht..

    Beliebteste Ausrede dafür lautet dann "freier Wille des Menschen", was dann für alles herhalten muß, was dieser ""Gott der Liebe"" trotz all seiner Liebe und trotz aller macht nicht zu verhindern bereit ist..

    Absurd..

    ""Ein Leben ohne Gott, als glaubender - katholisch -Schwuler, würde ich nicht aushalten.""..

    Du hast es nur noch nicht versucht..
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#41 TheDadProfil
  • 12.04.2017, 22:04hHannover
  • Antwort auf #38 von LasseJ
  • Die konservativen Politiker die mit diesem "Argument" arbeiten sind aber nicht Mitglied dieser Landeskirchen..

    Es schert sie auch einen Dreck, das einige Landeskirechen der EKD anders verfahren, als andere Landeskirchen, oder gar andere Konfessionen, oder gar andere Staatskirchen anderer Länder..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #38 springen »
#42 LasseJProfil
  • 12.04.2017, 23:51hBerlin
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • "Es schert sie auch einen Dreck, das einige Landeskirechen der EKD anders verfahren, als andere Landeskirchen, oder gar andere Konfessionen, oder gar andere Staatskirchen anderer Länder.."

    Es schert sie solange einen Dreck, wie sie nicht mit diesem Argument konfrontiert werden.
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#43 LorenProfil
  • 13.04.2017, 00:29hGreifswald
  • Antwort auf #34 von Miguel53de
  • Da man beim Thema Glaube notgedrungen mit Hypothesen arbeiten muss (sofern man nicht "blind" glaubt), könnte es auch sein, dass unabhängig von Machtgelüsten, in denen religiöse Strukturen und Inhalte für eigene Zwecke funktionalisiert werden, ein Glaubensbedürfnis für viele Menschen bestehen kann. Nach meinem laienhaften Verständnis (fundierter mit dieser Materie Befasste mögen mich korrigieren) stellen Evolutions-bzw. Neurobiologen die Hypothese auf, im Zuge der Hirnentwicklung (präfrontaler Cortex) habe sich die Fähigkeit entwickelt, Vorstellungen über Kausalitäten zu entwickeln (z.B. über Naturerscheinungen). In wissenschaftlichen Untersuchungen zeigt sich, dass Menschen da, wo sie keine anderen Ursachen für wahrgenommene Phänomene vorstellen können, übernatürliche Ursachen oder Zusammenhänge zur Erklärung zu Rate gezogen werden (z.B. "göttlicher Wille", "Schicksal" etc.). Wenn Menschen "soziale Vereinbarungen" über solche übernatürlichen Glaubensvorstellungen treffen, kann Religion entstehen und den Zusammenhalt der Gruppe, die diese Vereinbarung getroffen hat, stärken, was für diese Gruppe durchaus Vorteile (gegenseitige Solidarität z.B.) hat. Sollte diese Hypothese ein Körnchen Wahrheit beinhalten, wundert es nicht, dass Religionen überall in unterschiedlichen Variationen anzutreffen sind, sich Menschen oft schwer tun, Religionsgemeinschaften zu verlassen und Religiosität zumindest nach meiner Einschätzung noch sehr lange zum "geistigen Werkzeug" sehr vieler Menschen gehören wird. Wissenschaftlich akkurate und befriedigende Antworten für die "letzten Fragen" (Tod, Leben nach dem Tod bzw. "ewiges Leben") zu finden dürfte auf absehbare Zeit Herkulesaufgabe bleiben. Der präfrontale Cortex und die Vorstellung des eigenen Todes (Todesbewusstsein) wird aber die Fragen nach dem "Warum" und "Wohin" immer wieder auf die Tagesordnung bringen.

    Wichtig für ein gedeihliches Zusammenleben erscheint mir, dass die Fragenden ihre persönlichen Antworten und das, was sie davon ableiten, nicht zum Maßstab für andere machen, sondern als sehr persönliches Suchen und Finden mit sich selbst ausmachen, auch wenn das ein hoher Anspruch sein mag, was Demut und Bescheidenheit betrifft.
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#44 Homonklin44Profil
  • 13.04.2017, 01:05hTauroa Point
  • Antwort auf #43 von Loren
  • damit bist Du schon nahe am Kern. Mit der Zeit müsste sich das Suchen nach logischen bzw. plausiblen Antworten eigentlich als die sinnigste Methode heraus kristallisieren, würde da nicht noch so viel weitere Psychologie sich mit andocken. Die das Glaubensbedürfnis neu schürt oder erhält, bzw. die dahingehend Anfälligen bei der Stange hält.

    Würde Religion und Glaube als etwas Privates behandelt und auch so gelebt, gäbe es vermutlich viele derart Schwierigkeiten nicht, die daher rühren, dass einige Gläubige erst dann zufrieden sind, wenn die ganze Menschheit ihrem Glauben folgt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#45 Miguel53deProfil
  • 13.04.2017, 06:27hOttawa
  • Antwort auf #43 von Loren
  • Ja, natürlich hast Du Recht. Immer haben Menschen Unerklaerliches mit einem Gott zu erklären versucht.

    Das ist ja durchaus verständlich und ohne weiters akzeptabel.

    Das Problem ist, wenn sich gewisse Kräfte eine Religion bemaechtigen und sie genau dahin bringt, wo sie gebraucht wird. Als ein Hebel zur Macht und zur Unterdrückung.

    Ich kann zur Bewussterweiterung dazu immer wieder den Film "Agora" empfehlen.

    Selbst ein seliger Adolf, der ja eher in Richtung einer Alt-Deutsch-Nordischen Religion tendierte, brachte immer wieder Gott und die Vorsehung ins Spiel. Und beide großen Kirchen spielten fast geschlossen und ganz ergeben mit. Das Konkordat zwischen dem Papst und dem Fuehrer besteht ja bis heute. Und wehe, ein Politiker will daran rühren.

    Selbst ein Putin bedient sich heute der Russisch-Orthodoxen Kirche fuer seine praktisch diktatorische Macht. Und wieder macht sie fleißig mit.

    Erdogan fuehrt die Tuerkei zurueck ins Osmanische Reich und macht alle Reformen eines Atatürk zunichte.

    Die Fuehrer der Evangelikalen in den USA? Fest an der Seite ihres ach so christlichen Fuehrers Trump. Und der nutzt das fleißig, dieser tiefglaeubige "Frauenversteher" und Menschenverachter.

    Wir wissen genug, um ohne einen Gott auszukommen. Und wenn Menschen dennoch diese Sehnsucht nach dem guetigen Gott brauchen, dann sollen sie das gern tun. Doch dann sollen sie auch danach leben.

    In der realen Welt sind es ausgerechnet die Religioesen, die Konflikte auslösen. Die egoistisch und rassistisch sind. Und die Nichtglaeubige prompt als Ideologen bezeichnen.

    Beispiele dafuer gibt es ja selbst in unserer kleinen und nebensächlichen Spalte hier.

    Du sagst zu Recht, solange Religioese ihr Leben nach ihrem Glauben leben wollen, sollen sie das gern tun. Wenn sie es konsequent und in Guete und Liebe zu ihren Naechsten tun, haben sie meinen vollen Respekt.

    Selbst dann, wenn sie in ihren Kirchen oder Moscheen oder Synagogen keine gleichgeschlechtlichen Trauungen durchführen wollen, beruehrt es mich nicht.

    Es berührt und erzürnt mich allerdings dann, wenn sie mit aller Gewalt - und was die Kelles, Beverfoerdes, Kubis, Laun, Kauder und Konsorten tun, ist Gewalt - ihren Willen auch dem Staat und damit allen Menschen aufzwingen wollen, dann muss dem eine klare Grenze gesetzt werden.

    Doch die Politik laesst sie nicht nur agieren, was ja noch demokratisches Recht ist. Sie übernimmt jedoch deren Parolen und uralten, laengst ueberwunden geglaubten so genannten Argumente.

    Da kann dann ein Finanzminister Schaeuble sich dahinsetzen und allen Ernstes oeffentlich sagen: "Die Ehe ist seit biblischen Zeiten eine Gemeinschaft zwischen Mann und Frau."

    Man muss sich das vorstellen. Die Schriften eines kleinen Wuestenvolkes, die noch dazu nach Belieben uebersetzt und interpretiert wurden, sollen nach dem Willen eines "glaeubigen" deutschen Politikers unseren heutigen Alltag bestimmen! So, als habe es weder eine Aufklaerung gegeben, noch wissenschaftliche Forschungen.

    Nein und noch mal nein. Das muss ein Ende haben. Das ist nicht zu tolerieren oder zu respektieren.
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#46 userer
#47 LorenProfil
  • 13.04.2017, 12:37hGreifswald
  • Antwort auf #45 von Miguel53de
  • Ich bin da völlig einer Meinung mit dir. Ich hielte es für wünschenswert, würden mehr (gern alle) danach streben sich aus ihrer "selbstverschuldeten Unmündigkeit" zu befreien ("Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!", Kant) und von denen, die diese Unmündigkeit für eigene Zwecke ausnutzen.
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#48 TheDadProfil
  • 13.04.2017, 19:10hHannover
  • Antwort auf #42 von LasseJ
  • ""Es schert sie solange einen Dreck, wie sie nicht mit diesem Argument konfrontiert werden.""..

    Mach doch mal den Selbstversuch..
    Konfrontiere einen Hardcore-Katholiken mit der Idee das eine Landeskirche der EKD "Hochzeiten für Schwule" durchführt, und frag wann das bei ihm in der Gemeinde so weit sein wird..

    Die Gegenfrage wird lauten :
    "Die was ? Wer ist das?"..

    Oder frag mal die freundlichen Menschen die neuerdings mit dem Propaganda-Wägelchen den Wachturm verkaufen..

    Wahrscheinlich werden die sich wortlos verpieseln..
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#49 LasseJProfil
  • 13.04.2017, 20:40hBerlin
  • Antwort auf #48 von TheDad
  • Du hörst mir nicht zu. Ich sprach nicht von Vertretern irgendwelcher Hardcore-RKK-Gemeinden, sondern von der politischen Debatte, z. B. im Bundestag. Und da hat die Union bisher ungestraft so tun können, als wäre die religiöse Tradition in Deutschland auf ihrer Seite. Volker Beck hat jedenfalls nicht interveniert, als Frau Winkelmeier-Becker behauptete, die Ehe als Verbindung aus Mann und Frau sei "religiös geprägt" und als Wolfgang Schäuble behauptete, die Ehe sei "seit biblischen Zeiten" auf Mann und Frau beschränkt, da gab es zwar viel Empörung, aber niemand ist aufgestanden und hat gesagt, dass die unterschiedlichen Eheauffassungen heute nicht mehr religiös, sondern primär KONFESSIONSGEBUNDEN sind. Und ich glaube, dass es sehr wichtig ist, diesen Fakt sehr deutlich in der öffentlichen Debatte herauszustellen. Denn die Union wird auf jeden Fall vermeiden wollen, dass die Debatte sich zu einem auf politischer Ebene ausgetragenen Konfessionsstreit auswächst.
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#50 TheDadProfil
  • 13.04.2017, 21:30hHannover
  • Antwort auf #49 von LasseJ
  • ""Du hörst mir nicht zu.""..

    Das ist leicht, denn noch sprechen Deine Kommentare nicht zu mir..

    ""Ich sprach nicht von Vertretern irgendwelcher Hardcore-RKK-Gemeinden, sondern von der politischen Debatte, z. B. im Bundestag.""..

    Von denen Du offenbar immer noch nicht erkannt hast daß auch sie solche Hardcore-RKK-Leute sind, oder Evangelikale wie der Herr Kauder..

    Dieses "Argument" das "einige Landeskirchen" dort anders handeln, erreicht diese Fundamentalisten nicht..
    Ein Gespräch mit einer Betonwand wäre dort ergiebiger..

    ""Volker Beck hat jedenfalls nicht interveniert, als Frau Winkelmeier-Becker behauptete, die Ehe als Verbindung aus Mann und Frau sei "religiös geprägt" ""..

    In der Debatte die es dazu gab, gab es Interventionen..
    Diese müssen nicht unbedingt von Volker Beck stammen..
    Übrigens :

    Elisabeth Winkelmeier-Becker, CDU/CSU
    Richterin
    Geboren am 15. September 1962 in Troisdorf, römisch-katholisch; verheiratet, drei erwachsene Kinder.

    www.bundestag.de/abgeordnete18/biografien/W/winkelmeier_beck
    er_elisabeth/259202


    Wolfgang Schäuble
    Er ist evangelischer Konfession und mit der Volkswirtin Ingeborg Schäuble verheiratet, mit der er vier Kinder hat.
    Aufsichtsratsmitglied im Diakonischen Werk der Evangelischen Landeskirche in Baden e. V. mit Sitz in Karlsruhe
    Vorsitzender des Kuratoriums für Konzerte in Gengenbacher Kirchen e. V.
    Seine Tochter Christine (* 1971) ist mit dem baden-württembergischen CDU-Landesvorsitzenden und Innenminister des Landes Baden-Württemberg Thomas Strobl verheiratet.

    de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble

    Thomas Strobl ist ein vehementer Gegner der Gleichstellung und Gleichberechtigung, erbitterter Gegner des Bildungsplanes in Ba.-Wü. ..

    ""Und ich glaube, dass es sehr wichtig ist, diesen Fakt sehr deutlich in der öffentlichen Debatte herauszustellen.""..

    Es ist witzlos das herauszustellen, denn es geht nicht um die Öffnung der Ehe in den verschiedenen "Kirchen" oder "Konfessionen" !

    Und so kann man die Gegner der verschiedenen Konfessionen einfach mal Gegner sein lassen, und endlich aufhören deren "religiöse Argumente" mit ebensolchen "religiösen Gegen-Argumenten" aushebeln zu wollen, denn es geht um die Öffnung der Ehe im Staat, und dort zählen nur rechtliche Argumente, derer es keine die Öffnung verhindernde gibt !
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#51 LasseJProfil
  • 13.04.2017, 23:17hBerlin
  • Antwort auf #50 von TheDad
  • Wenn in einer Diskussion über eine Rechtsfrage die Gegenseite eine unwahre Behauptung über einen religionshistorischen Sachverhalt aufstellt, dann darf man diese sehr wohl korrigieren - vor allem auch dann, wenn die Gegenseite sich in ihrem Parteinamen auf die christliche Tradition beruft. Zu zeigen, dass man mehr von der christlihen Tradition versteht als der Gegner bedeutet noch lange nicht, "religiös zu argumentieren".
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#52 Patroklos
#53 LorenProfil
  • 14.04.2017, 00:10hGreifswald
  • Antwort auf #51 von LasseJ
  • Wenn SunTsu in "Die Kunst des Krieges" dazu rät, unter dem Kessel das Brennholz wegzuziehen, spielt er in moderner Interpretation darauf an, die Argumente des Gegners zu kennen und zu schwächen (oder zu entkräften), sodass er ggfs. mit den eigenen Waffen geschlagen werden kann.
    Ob das im konkreten Fall evangelikale oder katholische Politiker beeindruckt, käme auf den Versuch an.
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#54 Homonklin44Profil
  • 14.04.2017, 12:32hTauroa Point
  • Antwort auf #52 von Patroklos
  • Er hetzt doch gar nicht gegen Christen. So, wie diese von ihrem Glauben erzählen, erzählt er von Alternativen dazu.

    Hetzen wäre es, wenn er sie verunglimpfen würde, nach der Art, wie Bischof Laun und Konsorten LGBTIQ kontinuierlich verunglimpfen und mit abwertenden Eigenschaften behaften.

    Die Vermutung, dass da eine "Störung" vorliegen müsse, wird durch Christen auch an Schwule oder Lesben, Transidente ect. immer wieder neu heran getragen.

    Also was er macht, ist einen Spiegel vorhalten, am Nächsten so.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#55 TheDadProfil
  • 14.04.2017, 14:19hHannover
  • Antwort auf #51 von LasseJ
  • ""Wenn in einer Diskussion über eine Rechtsfrage die Gegenseite eine unwahre Behauptung über einen religionshistorischen Sachverhalt aufstellt, dann darf man diese sehr wohl korrigieren ""..

    ""religionshistorischen Sachverhalt""..

    Dein Holzweg..
    es geht hier um keinen ""religionshistorischen Sachverhalt"", sondern um die Behauptung der Gleichstellungsgegner das Eheverbot begründe sich ÜBER die "religionshistorische Entwicklung"" des Staates aus der Verfassung..

    Dies ist nachweislich weder gegeben, noch müßte das ausgeräumt werden, denn die Gleichstellung ergibt sich selbst dann aus der Verfassung, wenn es diese Fehlentwicklung gegeben hätte..

    Noch steht der Artikel 3 GG ÜBER den Artikeln 4 und 6, und noch ist die Verfassung stringent formuliert, so das keine tiefer stehenden Artikel in die höher stehenden Artikel eingreifen können !

    ""Zu zeigen, dass man mehr von der christlihen Tradition versteht als der Gegner bedeutet noch lange nicht, "religiös zu argumentieren".""..

    Doch..
    Natürlich bedeutet es das..
    Darum geht es aber nicht..
    Es geht um die Tatsache ob wir uns die Inhalte der Diskussion UND die Argumentations-Strategie von den Gegnern der Gleichstellung vorgeben lassen müssen/wollen/dürfen, oder ob es nicht zielsicherer ist, sich auf die gesetzlichen Vorgaben zu berufen, die keinen Zweifel an der Unrechtmäßigkeit der Forderungen der Gegner offen lassen ?

    Es genügt hier also über die gesetzliche Lage dem Gegner aufzuzeigen daß er falsch liegt, und nicht noch aufwendig erklären u müssen, warum er falsch liegt..
    Das ist dann Sache des Gesetzgebers der korrigierend einzugreifen hat, wie es die Verfassung als Auftrag an die Regierungsgewalt vorschreibt..
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#56 TheDadProfil
#57 LasseJProfil
#58 TheDadProfil
  • 15.04.2017, 01:26hHannover
  • Antwort auf #57 von LasseJ
  • ""Bisher hat das in Deutschland ganz offensichtlich nicht genügt.""..

    Die Frage ist ob das auch schon ernsthaft versucht wurde ?

    Ich erlebe seit beinahe 40 Jahren "Diskussionen" in denen dann von der Gleichstellungsseite den Gleichstellungsgegner versucht wird zu erklären, wie falsch sie mit der Umsetzung ihrer "Religion" lägen..
    Und jede dieser "Diskussionen" endet mit der abbügelnden Erklärung der Religioten,
    "die Inhalte der "Religion" erklären immer noch wir"
    und
    "das was ihr wollt hat gott nicht gewollt"..

    Ich und wir alle führen aber keine Diskussionen darüber was irgendein "Gott" gewollt haben könnte, oder auch nicht, sondern darum die Gleichberechtigung und Gleichstellung im Lande zu verwirklichen..
    Und das auch GEGEN den Willen der Religioten..

    Ich weigere mich inzwischen mir von solchen Leuten vorschreiben zu lassen eine Diskussion über die Rechtliche Gleichstellung im Staat mit auch nur einem Wort über "Religion" zu führen, denn es endet IMMER in der Idee, wir seien ein "christlich geprägtes Land", und müßten das auch bleiben..

    Diese "Forderung" wird nirgends hinterfragt..
    Von Niemandem..
    Und allein dies ist schon eine Diskriminierung eines Teils der Bevölkerung, und keiner tut etwas dagegen..
    Atheisten sind immer nur "und die anderen", aber "bestimmen wollen" und "dürfen" offenbar nur die "Christen" ?
    Gehts noch ?

    Gleichstellung und Gleichberechtigung bedeutet AUCH das "Christen" nicht mehr Rechte haben, als alle anderen Bürger des Landes..

    Und genau deshalb besitzen diese Religioten auch nicht die Deutungshoheit über Art, Stil und Inhalt der Diskussionen um die Gleichstellung und Gleichberechtigung im Land..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#59 1111Anonym

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