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Premiere in Berlin

Workshop für schwule Singles an der Volkshochschule

Die Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg will erstmals gezielt homosexuellen Männern bei der Partnersuche helfen.


Ob Anmalen bei der Partnersuche hilft? (Bild: Eva Rinaldi / flickr)

  • 25. April 2017, 06:25h 11 2 Min.

Im Mai bietet die Volkshochschule des Berliner Stadtbezirks Tempelhof-Schöneberg erstmals einen Workshop für die Zielgruppe schwule Singles an. Während es einen entsprechenden Wochenend-Workshop für Heterosexuelle schon seit einigen Jahren gibt, richtet sich dieser Kurs nun speziell an schwule Männer.

"Die Situation von Schwulen und Heterosexuellen unterscheidet sich an manchen Stellen", erklärte Seminarleiter Dirk Wagner. "Deshalb ist ein spezifisches Workshop-Angebot auch für schwule Singles sinnvoll. Ich freue mich, dass die Volkshochschule hierfür einen Rahmen bietet", so der Sozialpädagoge und Mediator.

Tipps gegen "faule Kompromisse" bei der Partnersuche

Laut Wagner hat etwa die Hälfte der schwulen Männer keinen festen Partner. "Viele der Singles hätten aber gerne einen verbindlichen Freund an ihrer Seite. Doch oft lernt man den passenden Partner nicht kennen, geht faule Kompromisse ein oder das erhoffte Glück wird schnell wieder beendet."

In dem Workshop gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen Singles unter Moderation auszutauschen und neue Erfahrungen zu sammeln. Es wird mit Hilfe von Übungen, Begegnungen, Gesprächen und etwas Theorie an den Bedürfnissen der Teilnehmer gearbeitet. Ziel ist eine Sensibilisierung für Kontaktsituationen, ein besseres Verstehen von sich selbst und mehr Leichtigkeit bei der Partnersuche.

Der dreitägige Workshop mit insgesamt 19 Unterrichtseinheiten findet vom 12. bis 14. Mai in Berlin-Schöneberg am Barbarossaplatz statt und ist für sieben bis zwölf Personen konzipiert. Er richtet sich an schwule Singles jeden Alters. Die Kosten betragen 46,70 Euro (ermäßigt 24,85 Euro). Weitere Informationen und eine Anmelde-Möglichkeit gibt es direkt bei der Volkshochschule. (cw)

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#1 Sven100Anonym
  • 25.04.2017, 11:06h
  • Wer einen solchen Workshop aufbauen und leiten will, muss seine eigenen Erfahrungen als schwuler Mann einbringen. Ich hoffe also, dass Dirk Wagner selbst offen schwul ist.
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#2 Tobey1Anonym
  • 25.04.2017, 12:34h
  • Schade, dass ich da nicht teilnehmen kann... genau an diesem Wochenende habe ich Geburtstag... :((((
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#3 LarsAnonym
  • 25.04.2017, 12:42h
  • Antwort auf #1 von Sven100
  • Nicht zwingendermaßen, auch wenn der Wunsch, "unter sich zu" sein, verständlich ist. Man kann aber Erfahrung auch im Austausch mit anderen, durch Befragen und Beobachten erleben, z.B. wenn man Geschwister hat, die eine andere Orientierung haben als man selbst, kann das sehr viele Erkenntnisse bringen. Wenn der Kursleiter heterosexuell wäre, dann wäre dass doch ein tolles Beispiel für Akzeptanz und Interesse. Und es muss die Entscheidung des Kursleiters sein, ob er sich ein LGBTIQ*-Etikett anklebt, oder nicht.
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