https://queer.de/?28712
Fahndung in Berlin
Nach homophobem Überfall: Polizei sucht mit Video nach Tätern
Die drei mutmaßlichen Täter hatten ein schwules Paar in einer Berliner Straßenbahn zunächst beleidigt, später schlug eine Frau einem der Männer eine Flasche auf den Kopf.
Die Polizei Berlin fragt: Wer kennt diese drei Polnisch sprechenden Personen? (Bild: Polizei Berlin)
- 25. April 2017, 12:57h 2 Min.
Mit der Veröffentlichung von Bildern aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei Berlin nach zwei Männern und einer Frau, die im dringenden Verdacht stehen, am 4. März einen schwulen Mann wegen seiner Homosexualität attackiert zu haben.
Der 39-Jährige war gegen 1:45 Uhr mit seinem ein Jahr älteren Lebensgefährten in einer Straßenbahn der Linie M10 in Richtung Warschauer Straße unterwegs. Die Tat ereignete sich kurz vor dem U-Bahnhof Bernauer Straße (queer.de berichtete).
Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 20 und 25 Jahre alt
Ermittlungen ergaben, dass die Gesuchten sich in der Tram in polnischer Sprache lautstark abfällig über Schwule äußerten und den Mann homophob beleidigten. Einer der beiden Männer soll den 39-Jährigen im weiteren Verlauf angegriffen und ihm mit den Fäusten gegen den Kopf und Oberkörper geschlagen haben. Als der 39-Jährige sich zur Wehr setzte, soll die abgebildete Frau von dem anderen Begleiter eine Bierflasche genommen und dem Mann damit auf den Kopf geschlagen haben. Anschließend flüchtete das Trio aus der Straßenbahn.
Die Gesuchten sind zwischen 20 und 25 Jahre alt und konnten unmittelbar vor sowie nach der Tat von einer Videokamera aufgezeichnet werden. Die Kriminalpolizei bittet um Hinweise zur Identität sowie zu den Aufenthaltsorten der gesuchten Personen. Auch Zeugen der Tat werden gebeten, sich zu melden.
Hinweise nimmt das Landeskriminalamt am Bayernring 44 in Berlin-Tempelhof unter der Telefonnummer (030) 4664 953 128 oder per E-Mail an entgegen.
Anders als in anderen deutschen Städten werden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in den Polizeiberichten Berlins publik gemacht. Die Polizei und Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen eigene Ansprechpartner für LGBTI. (cw/pm)














