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Kommentare zu:
35 Jahre Haft für homophoben Pfarrer


#41 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#40 LaurentEhemaliges Profil
  • 02.05.2017, 18:12h
  • Antwort auf #38 von BuntUndSchoen
  • Zum ersten Absatz:

    siehe Nrn. 2 und 3 ("hartes Urteil" und "Seife").

    Vielleicht hast du das mit dem von mir in der #9 als Vergleich ins Spiel gebrachte "lebenslänglich" bei Mord verwechselt.

    "Sebi" hatte unter der #17 fälschlicherweise von "lebenslänglich" für den Pfarrer gesprochen.
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#39 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#38 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 02.05.2017, 14:53h
  • Antwort auf #37 von TheDad
  • Dann gehörst du zu denen, die nicht aufmerksam genug sind, Daddy :-)) Bringt mich tatsächlich zum Lachen - wer hätte das gedacht. Der Artikel wurde verändert. Es hieß ursprünglich, dass Adkins lebenslänglich zu erwarten hätte und deshalb hat sich Laurent gemeldet und er äußerte, dass er das etwas krass findet. Kannst du dich daran wenigstens noch erinnern? Und du hast darauf geantwortet, bis du zuletzt äußertest, was denn nun mit ihm los sei. Und Homonklin44 schrieb, dass er aufpassen solle, dass ihm die Seife nicht runterfällt.
    Und ich schrieb, dass ich lebenslänglich für angemessen halte.
    So waren es zuletzt circa 59 Kommentare, bis gestern der Artikel verändert wurde, und nun darin steht, er hätte 35 Jahre zu erwarten.

    Ja, das stimmt: es sind auch einige Mütter, die entweder wegschauen, oder die dann sagen: «Das ist doch nicht wahr, was du sagst,» wenn ein Kind sich traut, es denn Eltern zu sagen, oder wenn das Kind sagt: «der Papa hat mich angefasst,» oder wenn das Kind zum Papa geht und sagt: «die Mama hat mich angefasst.» Und mit angefasst ist da eine sexuelle Handlung gemeint. Das kommt leider auch immer wieder in einigen Einrichtungen vor - was mir immer Ärger bereitet, wenn ich es erfahre! Pädagogisch ausgebildete Fachkräfte - und dann sowas!! Da könnte ich zum Löwe werden. In vielen Einrichtungen fehlt Supervision. Oftmals wird die Qualität der Arbeit nicht überprüft und deshalb auch weniger korrigiert! Oh je - ich könnte noch viel dazu schreiben :-((
    Ich hab mein bestes gegeben und mich gegen diese Scheußlichkeit gestellt! Einmal hätte es mich fast meinen Job gekostet - was ja paradox ist, aber ich kann nicht gegen meine Überzeugung arbeiten. Nur als Einzelperson lässt sich nicht viel verbessern. An diesem Punkt stehen viele alleine da, nur weil sie FÜR die Kinder arbeiten und nicht dagegen. Ne ziemliche Schräglage, die mich ärgert.

    Ich weiß, wo die Problematik verborgen ist. Es beginnt bei den Bürgern, in Familien, und reicht hoch in die obersten Positionen.

    Und ich finde, dass Adkins nun 35 Jahre zu erwarten hat, ist auch angemessen, aber ich glaube nicht, dass er danach super gesellschaftsfähig sein wird und seine Taten bereuen wird.
    Als Sexualstraftäter hat er im Knast keine gute Position! Selbst dort wird er ausgegrenzt von anderen Häftlingen. Das hörte ich schon oft.
    Die 35 Jahre klingen für ihn vielleicht etwas besser, aber ich möchte nicht wissen, was danach ist. 35 Jahre Gefängnis in den USA ist kein Wohlfühlprogramm!
    Und ich bin froh, dass ich nicht darüber entscheiden muss, ob er ein Leben lang absitzen-, oder 35 Jahre bekommen soll.
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#37 TheDadProfil
  • 02.05.2017, 12:29hHannover
  • Antwort auf #32 von BuntUndSchoen
  • Verschwörungstheoretischer Unsinn..

    Vor allem was die"Veränderung" des Artikels betrifft..

    Hier kommt hinzu, wer nicht weiß wie sich "Evangelikale Kirchen" in den USA organisieren, und wie man in den USA "Prediger" wird, nämlich durch ein schlichtes Studium, und neuerdings sogar per Internet, der sollte sich mal darüber kundig machen, bevor er Fragen nach "Vorgesetzten" oder dem "Versagen" der "Gemeinde" stellt..

    Dieses "Versagen" besteht in der Regel aus den gleichen Gründen aus denen Mütter wegschauen wenn Väter ihre Töchter vergewaltigen, und Mütter an ihren Söhnen herumfummeln..

    Aus der Ignoranz des "es kann nicht sein, was nicht sein darf"..

    ""Der Täter hat seine Opfer damit unter Kontrolle, dass er eine Drohung äußert, und die Opfer sich erstmal nicht trauen, diese Tat jemandem anzuvertrauen.""..

    Stimmt..
    Gleiches gilt hier aber eben auch für die "Gemeinde"..
    Und genau diese Strukturen ermöglichen den tausendfachen Missbrauch von Kindern in den Familien, und eben auch von "Pfarrern, Priestern und Predigern"..

    Es ist das System der Verdummbibelung..
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#36 Homonklin44Profil
#35 TheDadProfil
#34 stromboliProfil
  • 02.05.2017, 09:19hberlin
  • Antwort auf #33 von stromboli
  • Anm. d. Red.: Das würde uns auch interessieren...
    -----
    kicher.. Villa Kunterbunt ...
    Zwei mal drei macht vier,: widewidewitt und drei macht neune,: ich mach mir die Welt,: widewide wie sie mir gefällt.

    Anderen Ortes würde man von fake-meldung reden.
    Aber wer frisiert/manipuliert nicht mal gerne seine Beiträge, nur um recht zu behalten.
    Bunt und schön..
    Nicht alles was bunt , ist auch gleich schön!
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#33 stromboliProfil
#32 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 01.05.2017, 22:29h
  • Antwort auf #29 von dabbelju
  • Da hast du Recht :-(
    Das ist das, was ich grundsätzlich nie verstehe.
    Warum wird solch ein Vergehen vertuscht, verheimlicht?
    Oftmals ist folgendes das Problem:
    Der Täter hat seine Opfer damit unter Kontrolle, dass er eine Drohung äußert, und die Opfer sich erstmal nicht trauen, diese Tat jemandem anzuvertrauen.
    Und leider gibt es auch an oberster Stelle immer wieder gewisse Leute, die es anscheinend mit ihrem Gewissen vereinbaren können, so eine Tat zu verdecken, sobald sie davon erfahren.

    Sowas kann es in Deutschland geben, und auch in den USA.

    Es stimmt schon, dass auch die Leitung sich schuldig gemacht hat, oder die Gemeindeführung. Also die Vorgesetzten von Adkins.
    Es wurden angeblich Beweise unterdrückt. Um welche es sich konkret handelt, steht nicht im Artikel.
    Ist aber auch nichts Neues aus den USA.
    ----> siehe den Fall von John F. Kennedy.
    Da ist wichtiges Beweismaterial immer noch unter Verschluss.
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#31 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 01.05.2017, 22:17h
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • Ist es mein Problem, wenn du nicht bemerkst, wenn der Artikel verändert wird und plötzlich die ursprünglichen 59 Kommentare sich auf 30 reduzieren?

    Wenn der Artikel verändert wird, stimmen die Kommentare grundsätzlich nicht mehr. Demn die Kommentare richteten sich auf den ursprünglichen Artikel, der nicht verändert war!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#30 TheDadProfil
  • 01.05.2017, 17:31hHannover
  • Antwort auf #28 von BuntUndSchoen
  • ""Aber überlege nochmal: es geht bei ihm um lebenslänglich.""..

    Wo steht das eigentlich im Artikel ?

    Davon steht dort nichts..
    Da steht etwas von "35 Jahren Haft", und damit ist dann eine sogenannte "zeitige Haftstrafe" gemeint..
    Das heißt nichts anderes als daß der Mann auf jeden Fall nach 35 Jahren entlassen wird..

    Dieses "lebenslänglich" gauckelst Du dir nur vor, weil der Mann mit 57 Jahren vielleicht keine 35 Jahre mehr lebt..

    Dennoch ist es ein Fakt daß hier keine Lebenslängliche Haft ausgesprochen wurde..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#29 dabbeljuAnonym
#28 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 01.05.2017, 12:57h
  • Antwort auf #27 von dabbelju
  • Ich verstehe, was du meinst.
    Aber überlege nochmal: es geht bei ihm um lebenslänglich. Selbstverständlich versucht er, sein Urteil irgendwie abzumildern, und seine Anwälte bringen Gegenargumente. Das ist nichts außergewöhnliches.
    Das macht aber seine Strafbarkeit in 8 Fällen nicht ungeschehen. Die Richter hören sich die Zeugenaussagen an und schauen oftmals nicht in deren Gesichter - absichtlich - um aus der Stimme herauszuhören, ob Wahrheit gesprochen wird. Und wenn ein Opfer von einer Sexualstraftat spricht, tauchen da Erinnerungen auf, die Gefühle auslösen, und diese werden dann hörbar und spürbar.
    Es sind zu viele Zeugen und zu viele Straftaten, als dass er mildernde Umstände zu erwarten hätte.
    Seine Äußerung gegenüber den Pulse Opfern hatte er auf Facebook gepostet - ist ebenfalls beweisbar. Seinen zweifachen Betrug kam ebenfalls vor Gericht, da gibt es also auch Beweise.
    Und die Hetze gegen Homosexuelle wurde von Homosexuellen in Jacksonville gehört.

    Wenn Beweise unterdrückt werden, läuft natürlich was falsch, aber die Vielzahl seiner Straftaten werden ihm nicht helfen, aus der lebenslänglichen Haft herauszukommen.

    Wenn er nur paar Jahre bekommen hätte, wäre er danach weniger straffällig? Ich glaube es nicht, obwohl ich ein optimistischer Mensch bin und mit Menschen arbeite.

    Die Opfer, die als Zeugen aussagten, lügen nicht. Wäre das aber der Fall, dann würden sie bestraft werden, sobald das Gegenteil bewiesen würde. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemals der Fall sein wird.
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#27 dabbeljuAnonym
  • 01.05.2017, 11:34h
  • Antwort auf #26 von BuntUndSchoen
  • Mich machten diese Zeilen nachdenklich:
    Adkins beteuert Unschuld

    Während des Verfahrens hatte Adkins stets seine Unschuld beteuert. Nach seinem Schuldspruch beschuldigte er die Geschworenen in einem telefonischen Interview mit der Lokalpresse aus dem Gefängnis heraus, ihn vorverurteilt zu haben: "Die haben mir nicht zugehört. Die hatten nicht einmal genug Respekt, sich [während der Beratung] die Beweise noch mal anzusehen", so Adkins. "Dann hätten sie gemerkt, dass es nicht genug Beweise gab, sondern Aussage gegen Aussage stand. Das war einfach verrückt."

    Der Anwalt des Beschuldigten hat bereits angekündigt, gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen zu wollen. Er erklärte, dass Beweismittel während des Verfahrens unterdrückt worden seien.
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#26 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 30.04.2017, 11:36h
  • Antwort auf #25 von dabbelju
  • Informiere dich doch bitte über seine Straftaten: er wurde 8 mal in sexuellem Missbrauch strafbar! Selbstverständlich werden die Opfer zum Gericht vorgeladen, wenn deren Anwälte sich darum bemühen, Gerechtigkeit für die Opfer zu schaffen!

    Die Opfer müssen keine Schuld tragen, sondern die Last des Missbrauchs!

    Abgesehen von dieser asozialen Verhaltensweise, wurde er in zwei Fällen zu Betrug strafbar!

    Das war ihm aber noch nicht genug: also musste er noch gegen Homos hetzen und äußerte, dass die Opfer vom Pulse in Orlando ihren terroristischen Tod verdient hätten!

    Wäre dieser Typ nicht hinter Gitter, müsste die USA wohl noch befürchten, dass er früher oder später selbst zur Waffe greift und ein Gemetzel anrichtet!

    Wenn du das nicht verstehst, muss ich mich fragen, was ist denn um Gottes Willen mit dir los???
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#25 dabbeljuAnonym
#24 TheDadProfil
  • 28.04.2017, 00:20hHannover
  • Antwort auf #23 von Laurent
  • Wozu ?
    Die habe ich gelesen, und mich auch schon dazu geäußert..
    Dennoch wiederholst Du stur nur Unbestimmtes, ohne Dich wirklich mal festzulegen, und klar und deutlich zu äußern wo das Problem liegt !

    Der Typ ist ein bekannter Betrüger (weil vorbestraft), dazu ein bekannter Rassist (weil er sich entsprechend nach Orlando homophob geäußert hat) und nun noch ein Missbraucher, weil er die Jugendlichen dazu GEZWUNGEN hat..

    Allein schon für die Nötigung kann er selbst hier bei uns schon 5 Jahre kriegen..

    Das "Problem" ist hier bei uns doch nur, das Strafen für Sexuelle Gewalttaten eben NICHT an der oberen möglichen Grenze ausgesprochen werden..

    Das Strafmaß ist vollkommen in Ordnung, denn der Mann gehört nicht in Freiheit..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#23 LaurentEhemaliges Profil
#22 TheDadProfil
  • 27.04.2017, 11:30hHannover
  • Antwort auf #20 von Laurent
  • Wo genau liegt jetzt eigentlich Dein Problem ?

    Bei der Vorstrafe ?

    Das Strafrecht sieht vor das jeder eine Zweite Chance verdient..
    Aber auch nur EINE Zweite Chance..
    Die hat er verwirkt..
    Dieses verwirken geht selbstverständlich in die Urteilsfindung mit ein..
    Als Nicht-Vorbestrafter wäre er vielleicht mit 10 Jahren davon gekommen..
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#21 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 27.04.2017, 11:30h
  • Antwort auf #20 von Laurent
  • So ganz nebenbei(!) wurde er in 8(!) Fällen wegen sexuellem Missbrauch strafbar, war kriminell, hat gegen Homos gehetzt, und dann noch die Äußerung zu den Opfern, die von O. Mateen aus terroristischen Motiven heraus(!) getötet wurden.
    Dass die USA in diesem Fall lebenslänglich verhängt, ist nachvollziehbar - pech für ihn, dass er in den USA ein asoziales Verhalten zeigt!

    Nachdem, was er alles angerichtet hat, bin ich froh, dass er hinter Gitter ist, auch wenn ich in Deutschland lebe! Und die jungen Opfer können wenigstens aufatmen - wenn sie auch ewig daran zu kämpfen haben werden!!
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#20 LaurentEhemaliges Profil
  • 27.04.2017, 11:09h
  • Antwort auf #17 von Sebi
  • Ich nehme den nicht in Schutz.

    Ich kritisiere die Verhältnismäßigkeit der Strafe und auch das etwas merkwürdige Rechtssystem der USA. Solche Strafen sind hierzulande, und das auch zu Recht, unvorstellbar, wenn hier auch wiederum oft zu lasch geurteilt wird.

    Im Übrigen sollte man hier nichts vermengen:

    >>Der hat sich über die Opfer des Orlando-Massakers gefreut.
    Die sind alle tot, er bekommt nur lebenslänglich..<<

    Dir ist klar, dass ein anderer der Täter war?

    Das Strafmaß fiel im vorliegenden Fall besonders hart aus, weil er wegen Betrugs (!) vorbestraft war.
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#19 Homonklin44Profil
#18 Homonklin44Profil
  • 27.04.2017, 10:37hTauroa Point
  • Antwort auf #15 von queer-leser
  • Ihn wird das nicht abschrecken. Aber vielleicht andere, die sich nicht sowieso unter Einfluss psychischer Defizite oder Erkrankungen schon sicher sind, dass ihnen das Bewusstsein eines möglichen Opfers egal ist.

    "Lebenslang" ist in Deutschland recht lächerlich, in den USA gibt es wenigstens ein paar Staaten, die das noch umsetzen. Ja, und wenn einer dann 5 Leute ermordet, sind es zusammengezählt 500 Jahre.
    Dem bloßen "Rache"-Ideal könnte man auch entgegen setzen, dass sich Täter in der Handlung, die ihrer Überlegung und schließlichen Entscheidung zur Tat folgt, das Risikobewusstsein enthalten ist, salopp gesagt, sie sich der Folgen bewusst sein dürften, wenn sie gefasst und verurteilt werden. Sie gehen das Risiko ein, auch ein Leben eingesperrt zu verbringen, oder da, wo das möglich ist, das Leben beenden zu müssen. Wenn schon nüchtern denken, dann konsequent.

    Rache oder Vergeltung wie in einem Vergleich würde es erforderlich machen, dass ein Täter den Inhalt seiner Tat am eigenen Leib erleben darf. ( Schläger wird geschlagen, Vergewaltiger vergewaltigt, Mörder wird getötet ) Da liegt der Unterschied in der modernen Strafkultur. Wieso das "böse" sein soll, oder was "böse" überhaupt sein soll, erklärt da noch keiner.
    Bei der ganzen Weichspüler-Justiz hierzulande wird man es dann in Kauf nehmen müssen, wenn sich ein kleiner Anteil nicht auf diese Justiz verlassen kann, und zu wirklichen Rache-Aktionen schreitet. Aber nach Deiner Logik kann solchen Menschen nichts Schlimmeres drohen als dem Ursprungstäter. Wenn noch so schlimme Taten in Kauf genommen wertden sollen, dann in der Konsequenz auch die von Leuten, die Selbstjustiz wählen, oder nicht?

    Dieses Menschenbild von der totalen Vergebung enthält eine einseitig hohe Ignoranzschwelle. Bei aller Rationalität und zweiten Chancen wird immer vergessen, dass die Opfer diese zweite Chance nicht erhalten. Besonders Opfer nicht, die durch die Inkaufnahme eklatanter Taten ums Leben kommen.

    Das dargelegte Menschenbild folgt einer relativ unvernünftigen ethischen Strömung, welche die Verantwortung des Menschen für sein Handeln teilweise aufzuweichen und auszusetzen sucht.
    (Aka-- Ich kann nix dafür, mein Gehirn hat das getan!)
    Wenn man den Artikel gründlich gelesen hat, ging es wohl in den 5 Anklagepunkten nicht nur ums "Zuschauen".

    Was die Gesellschaft davon haben soll, ist noch eine andere Ebene. Da könnte man sowohl die Kostenersparnis sehen, wenn er sich seinen Aufenthalt im Gefängnis mit Lohnarbeit leisten könnte, als noch andere Möglichkeiten ausloten. Organspendepflicht oder Ähnliches könnten der Gesellschaft nützlich werden, Arbeitsdienste und Ähnliches. Aber da kriegt man in Deutschland mit ziemlicher Sicherheit die ein oder andere Nazi-Keule übergebraten, wenn man so etwas an empfiehlt.

    Mitleid hält sich da in Grenzen. Auch Juristen können sich Dank ihrer Biologie nicht davon lossagen, mit wie hoher Ernüchterung und Ratio sie urteilen mögen. Das Exaltierteste ist nicht zwingend auch das Reifste.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#17 SebiAnonym
#16 Patroklos
#15 queer-leserAnonym
  • 27.04.2017, 07:53h
  • Antwort auf #7 von Homonklin44
  • 35 Jahre sollen noch milde sein?
    Also nach deutschen Maßstäben und humanitären Ansichten handelt das deutsche Strafrecht nicht nach dem Prinzip der RACHE oder nach dem Motto "Aug um Auge, Zahn um Zahn".
    Das dt. Strafrecht sieht eher den Aspekt der reinen Bestrafung im Vordergrund um RECHTSFRIEDEN her zu stellen. Um den Begriff Rechtsfrieden kurz zu erläutern:
    Ein Verbrechen bringt die Waage von Justizia aus dem Gleichgewicht. Das Urteil im Prozess soll diese Waage durch die Bestrafung wieder ins Gleichgewicht bringen.
    Dabei ist Rechtsfrieden nicht an dem Frieden des Opfers orientiert, sondern an dem Frieden innerhalb der Geselschaft. Da wir sonst wieder bei Rache und Vergältung wären (was böse ist!).

    Des Weiteren sieht unser Menschenbild vor, dass jeder Mensch auch SEHR schlimme Fehler machen darf und dennoch eine zweite Chance verdient hat.
    In Deutschland ist man der Ansicht, dass nach 15 Jahren Haft es keine nennenswerte Verbesserung des geselschaftlichen Rechtsfriedens mehr gibt.
    Es ist auch kein Unterschied für trieb oder Impulstäter, ob ihnen eine 15 jahrige Strafe droht oder eine Lebenslange Freiheitsstrafe droht.
    Sowohl das Opfer, als auch die Geselschaft haben nichts davon Leute für ewig weg zu stecken.
    Viele Kommentare von Opfern und Opferfamilien in den USA zeigen bspw. dass es keinerlei oder nur sehr wenig einfluss auf die psychische Genesung hat, ob der Straftäter zum Tode verurteilt wird, Lebenslang erhält oder sowas.

    Zumal und da sind wir nun bei meinr rationalen Betrachtungsweise. Es schon noch steigerungspotential in der Bestrafung für krassere Sachen geben muss.
    Wenn schon für das Zuschauen 35 Jahre bekommt, was sollte den Täter dann davon abhalaten nicht gleich das Opfer aktiv zu vergwaltigen, oder gar um zu bringen um seine Spuren zu verschleiern, nachdem er die tat begangen hat und wieder rational denken kann?
    Denkst du, dass es ihn dann abschreckt, dass er 70 Jahre statt 35 Jahre bekommt?
    Oder dass er 300 Jahre statt 120 Jahre Gefängniss bekommt?
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#14 TheDadProfil
#13 TheDadProfil
  • 26.04.2017, 22:13hHannover
  • Antwort auf #3 von Laurent
  • ""Wenn es auch schwerfällt, sollte man das losgelöst von seinen homophoben Äußerungen beurteilen.""..

    Warum ?
    Um bloß nicht zu einer Beurteilung über die Persönlichkeit dieses Mannes zu gelangen ?
    Um bloß nicht zu sehen daß die Homophobie und der Missbrauch zusammenhängen ?

    ""35 Jahre für sexuellen Missbrauch? Besonders harte Strafe aufgrund einer Vorstrafe wegen Betrugs?""..

    Kuck an..
    Ansonsten wird nach "härteren Strafen" gerufen, und wenns dann mal einen trifft, ist es auch nicht recht..

    Oder liegt das jetzt nur daran, daß es sich um einen evangelikalen "Priester" handelt ?
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#12 herve64Ehemaliges Profil
  • 26.04.2017, 21:59h
  • Wie war das bei Matthäus 7, Vers 1 - 5: "Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden. Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!"

    Diese sei mal diesem bigotten Heuchler ins Stammbuch geschrieben, x-mal unterstrichen und mit etlichen Ausrufezeichen noch mal verdeutlicht.
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#11 schwarzerkater
  • 26.04.2017, 18:27h
  • Schon krass, in den USA kommt einer wegen Vergewaltigung/Belästigung für 32 Jahre in den Knast.
    In Schweden wurden 3 Männer, die eine Frau vergewaltigt hatten, dabei gefilmt haben und das bei facebock veröffentlichten zwischen 6 Monaten und 2 Jahren hinter Gitter.
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#10 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 26.04.2017, 16:18h
  • Antwort auf #9 von Laurent
  • Woher willst du wissen, in wie vielen Fällen er straffällig wurde?
    So sicher ist es nicht, wie das Urteil bei uns gelautet hätte.
    Ich finde es ganz und gar angemessen.
    Denn noch den Tod anderer Menschen zu wünschen, die in einem terroristischen Massaker ums Leben kamen, ist gefährlich.
    Da kennen die USAler keine Gnade.
    In diesem speziellen Fall ist das richtig so.
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#9 LaurentEhemaliges Profil
  • 26.04.2017, 14:48h
  • Antwort auf #7 von Homonklin44
  • Ich glaube, da kann und darf man nicht gegeneinander aufrechnen.

    Drastischstes Beispiel:
    Bei Mord "leidet" das Opfer ewig, bleibt es nämlich tot, der Mörder kommt trotz "lebenslänglich" wieder raus.

    Außerdem muss man die Unterschiede zwischen den Rechtssystemen der Bundesrepublik und der USA sehen.
    Wer hier nach vielleicht 15 Jahren entlassen wird, sitzt drüben womöglich tatsächlich bis zum Lebensende ein.

    Ich formuliere es mal so:
    Dieses Urteil dürfte für die dortigen Verhältnisse "angemessen" sein, bei unserem Rechtssystem wäre das undenkbar.
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#8 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#7 Homonklin44Profil
  • 26.04.2017, 12:54hTauroa Point
  • Antwort auf #3 von Laurent
  • In der Hinsicht, dass Opfer sexuellen Missbrauchs ein Leben lang darunter zu leiden haben, und die Möglichkeit nicht haben, noch einmal neu zu beginnen, sehen 35 Jahre sogar noch eher milde aus.

    Was hierzulande nachfolgen würde, ist oftmals ein Hohn, und bei uns kann sexueller Missbrauch immer noch verjähren. Die Opfer haben häufig genug noch im hohen Alter mit den Folgen zu kämpfen. Auch nach etlichen Trauma-Therapien.
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#6 SalkenjohAnonym
  • 26.04.2017, 12:47h
  • Antwort auf #3 von Laurent
  • Ich bin da deiner Meinung. Er gehört bestraft, keine Frage...Und sein Homophobes Verhalten und Aussagen sind auch nicht richtig. Aber 35 Jahre, für das was hier in dem Artikel beschrieben wurde, finde ich doch etwas drastisch.
    Da bekommen Kinderschänder und Vergewaltiger, eindeutig weniger(was natürlich nicht richtig ist)
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#5 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 26.04.2017, 12:07h
  • Da fällt mir ein Spruch ein, den Justin Timberlake in eines seiner Lieder verwendete: What goes around comes back around!

    Auf deutsch würde ich sagen: Wer den Bumerang willkürlich durch die Luft schleudert, muss sich nicht wundern, wenn der dann als Gefahr auf einen zurückfliegt.

    Ich habe NULL Mitleid - für die Opfer aber jede Menge!
  • Antworten » | Direktlink »
#4 panzernashorn
  • 26.04.2017, 11:28h
  • Irgendwie kann ich mich diesbezüglich einer gewissen Schadenfreude bzw. Genugtuung nicht erwehren....................mein Mitleid hält sich daher in sehr engen Grenzen.

    Wer im Glashaus sitzt, sollte außerdem bekanntlicherweise nicht mit Steinen werfen..........
  • Antworten » | Direktlink »
#3 LaurentEhemaliges Profil
  • 26.04.2017, 11:14h
  • Antwort auf #1 von Sebi
  • Wenn es auch schwerfällt, sollte man das losgelöst von seinen homophoben Äußerungen beurteilen.

    35 Jahre für sexuellen Missbrauch? Besonders harte Strafe aufgrund einer Vorstrafe wegen Betrugs?

    Ich bin beiliebe kein Freund lascher Urteile.
    Das hier schlägt aber voll in die andere Richtung aus. Stimmen da noch die Relationen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#2 Homonklin44Profil
  • 26.04.2017, 11:12hTauroa Point
  • Ja, jetzt weiß er, wie es ist, in der Lage zu sein, wo die Aufmerksamkeit aus seiner Sicht fehlt.

    Bisschen dumm, wenn sich Überheblichkeit rächt. Wenn er die Strafe absitzen muss, kann er lange über sein Verhalten nachdenken. Vielleicht sollte er die Seife liegen lassen, falls sie ihm im Knast dann mal runter fällt.
  • Antworten » | Direktlink »
#1 SebiAnonym
  • 26.04.2017, 10:47h
  • """""""""""""""""""""""""
    "Meiner Meinung nach kriegen sie, was sie verdienen", so Pfarrer Kenneth Adkins nach dem Massaker von Orlando. Jetzt kriegt er selbst 35 Jahre für den sexuellen Missbrauch von Jugendlichen.
    """"""""""""""""""""""""""

    Dann würde ich den mal zitieren:
    Er bekommt, was er verdient...

    Nur schade, dass der nicht schon viel eher aus dem Verkehr gezogen wurde.
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