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Einzelkommentar zu:
Tschetschenien: Bundesregierung in Kontakt mit verfolgten Schwulen


#2 orchidellaProfil
  • 26.04.2017, 19:13hPaderborn
  • Äußerste Besorgnis, aufmerksame Beobachtung und moralische Empörung kosten nichts und bringen - zumindest den Betroffenen - auch nichts. Und wenn Putinversteher Erler den vom staatlich organisierten Pogrom Bedrohten in Aussicht stellt, ausgerechnet die homophobe Zentralregierung in Moskau möge «den Verfolgten Unterstützung (...) gewähren» (!!!), dann zeugt das von fortgeschrittenem Realitätsverlust oder Zynismus oder einer Mischung aus Beidem.

    Und was soll das Herumeiern mit der sehr genauen Prüfung jedes Einzelfalls, ob Asylgewährung in Betracht kommt (oder nicht)? Laut EU-Richtlinie 2011/95/EU ist Verfolgung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität anerkannter Asylgrund. Zumal die russischen Staatsorgane - von der tschetschenischen Regionalregierung, die hinter den illegalen Internierungen steckt, ganz abgesehen - nicht fähig oder auch nur willens sind, Schutz vor Verfolgung zu bieten.

    Und dass die Deutsche Botschaft mit einzelnen Verfolgten in Kontakt ist - schön und gut, aber sie ist 1.800 km von der tschetschenischen Hauptstadt Grosny entfernt. Wie soll ein von Verfolgung Bedrohter dort Schutz finden (wenn er nicht ohnehin mit warmen Worten abgespeist wird)? Effektive Intervention und Hilfe vor Ort sehen anders aus.
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