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Kommentare zu:
AfD: Aufhebung der §175-Urteile ist "Schande"


#1 RobinAnonym
  • 05.05.2017, 18:45h
  • Menschen wegen einvernehmlicher Liebe zu verurteilen, ihre Gesundheit und ihre Leben zu zerstören, ist eine "Schande".

    Die Aufhebung dieser Unrechts-Urteile eines Staates, der bis in die Betten regieren will, war dagegen längst überfällig.
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#2 NAZIS RAUSAnonym
  • 05.05.2017, 18:48h
  • "Die Karlsruher Richter seien damals "sorgfältig und rechtstaatlich einwandfrei" vorgegangen, so Möller weiter. Wer das Urteil lese (in ihm wird Homosexualität u.a. als "Abartigkeit" bezeichnet, die "sittlich mißbilligt" wird, und der Paragraf 175 als "Schutz gegen homosexuelle Verführung" und gegen eine "stärkere Verbreitung der Homosexualität" begründet), der merke schnell, "dass das Gericht damals ausführlich die damals geltenden politischen, moralischen und sittlichen Grundlagen erörterte" und so zu einem anderen Ergebnis kam als heute: "Daran ist nichts rechtswidrig, daran ist nichts verfassungswidrig und da verstößt auch nichts gegen die Menschenwürde."

    Die Karlsruher Richter waren damals noch von Alt-Nazis unterwandert und ebenso waren die damals geltenden politischen, moralischen und sittlichen Grundlagen noch von der Nazi-Mentalität durchseucht.

    Da die AFD nun Nazi-Unrecht als Recht erklärt, dann ist es nicht rechtswidrig diese AFD-Sprecher als das zu bezeichnen, was sie sind:
    NAZIS!
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#3 VeritasAnonym
  • 05.05.2017, 18:57h
  • Schon putzig - eine Partei wie die AfD, deren frischgewählte Spitzenkandidatin mit ihrer eingetragenen Lebenspartnerin im "Homo-Konkubinat" nebst Kindern lebt, agitiert öffentlich gegen Regenbogenfamilien.

    Klarer und deutlicher kann man die Schizophrenie dieser Partei nicht auf den Punkt bringen.
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#4 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 19:00h
  • Antwort auf #2 von NAZIS RAUS
  • "Die Karlsruher Richter waren damals noch von Alt-Nazis unterwandert"

    @NAZIS RAUS,

    hast du eine Quelle dafür, aus welchen Richtern sich der Erste Senat vom 10. Mai 1957 - also das Richtergremium des BVerfG, das die Rechtmäßigkeit des § 175 StGB bestätigte - zusammensetzte?
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#5 goddamn liberalAnonym
#6 NAZIS RAUSAnonym
  • 05.05.2017, 19:21h
  • Antwort auf #4 von PlaneDaffy
  • Es ist doch längst bekannt, dass die Richter aus dem 3. Reich in den jungen Bundesrepublik ihre Karriere unbehelligt fortsetzen konnten und eifrig daran arbeiteten sich von ihrer Schuld reinzuwaschen oder gar forderten einen Schlussstrich unter die Entnazifizierung zu setzen. Oder andere an der Aufarbeitung daran hinderten. Siehe Fritz Bauer.
    Wer im 3. Reich verknackt wurde und das KZ überlebte, konnte das Pech haben, in der jungen Bundesrepublik vor dem gleichen Richter zu landen!

    Und das anzuprangern soll laut AFD mangelndes Schamgefühl sein?!

    Wo ist denn das mangelnde Schamgefühl der AFD den Opfern gegenüber, die nach dem KZ erneut verurteilt wurden?

    www.taz.de/!5343603/

    Anderes Beispiel:

    "Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs 1945 wurden von den Besatzungsmächten zunächst die Gerichte geschlossen. Geplant war die Entnazifizierung - auch der Justiz. Juristen aus dem Dritten Reich sollten kein Recht mehr sprechen. Doch schon bald mussten die westlichen Alliierten feststellen, dass sich die Entnazifizierung des Justizapparates nur bedingt umsetzen ließ. Ein Grund dafür: Es gab schlichtweg zu wenig nicht belastete Juristen. Die strengen Vorschriften über die Wiedereinsetzung in die Justiz wurden bereits im Oktober 1945 durch eine 50-Prozent-Regelung aufgeweicht. Auf einen unbelasteten Richter durfte nun auch ein ehemaliges NSDAP-Mitglied wieder eingestellt werden!!!!!
    1951 beschloss der Deutsche Bundestag, ehemaligen Staatsbediensteten einen Anspruch auf Wiedereinstellung zu gewähren. So kehrten in der jungen Bundesrepublik nochmals tausende ehemalige NS-Juristen in den Justizdienst zurück. 1956, im Jahr der Entscheidung, waren 80 Prozent der Richter des Bundesgerichtshofs auch schon im Dritten Reich als Juristen tätig gewesen!!!!!!"

    Das muss man sich mal vorstellen!!!!

    www.tagesschau.de/inland/faq-sinti-roma-101.html

    Und das will die AFD leugnen?!?!?
    Vor diesem Hintergrund ist es eine Schande, dass man das Nazi-versiffte Urteil von 1957 als Recht hinstellt.
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#7 _LM_Anonym
  • 05.05.2017, 19:27h
  • Grundrechte dürfen nicht von den "geltenden politischen, moralischen und sittlichen Grundlagen" abhängen.
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#8 Mark SkernehardtAnonym
  • 05.05.2017, 19:31h
  • Auf jeden Fall, die Verurteilung von Homosexuellen war eine Schande.

    Ich wüsste aber trotzdem gerne, wie die Juristen der Urteilsaufheber auf die Argumentation der AfD anworten. Irgendwie muss ich ihm schon recht geben, dass man ja nich einfach rechtskräftige Urteile aufheben kann.
    Wenn da jemand einen Link oder eine Erklärung zu hätte, wär ich sehr dankbar.
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#9 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 19:35h
  • @goddamn liberal,
    @NAZIS RAUS,

    ich finde es sehr befremdlich, mit welcher Vehemenz hier auf eine ganz konkrete Frage die wildesten Unterstellungen, Belehrungen und Empörungs-Breitseiten rausgehauen werden.

    Ist auf dieser Plattform wirklich kein einigermaßen sachorientierter Austausch möglich?
  • Antworten » | Direktlink »
#10 LaurentEhemaliges Profil
#11 LaurentEhemaliges Profil
#12 JadugharProfil
  • 05.05.2017, 19:44hHamburg
  • Sehr ungeliebter faschistischer Herr Möller,
    die Rehabilitierung der §175 ist keine Schande, sondern die Schande liegt darin begründet,
    daß man Homosexuelle verfolgte und man bewußt keine Einsicht haben wollte, daß dieses ein großes Verbrechen ist und seit der Existenz der Verfassung schon immer verfassungswidrig war und ist.
    Das extrem zähe Ringen um Gerechtigkeit kam dadurch nur zustande, daß nicht die homosexuellen Männer Verbrecher waren, sondern die Politiker, die diese Verbrechenstradition aufrecht erhielten. Man wollte sich nicht eingestehen, verbrecherisch gehandelt zu haben. Das lange Hinauszögern um die Abschaffung des Schandparagraphen und der Rehabilitation kann man als Flucht vor Verantwortung sehen, da die Politiker sich bewußt waren, was sie für Verbrechen begingen!

    In den 50 ziger Jahren herrschte noch der Geist des Faschismus. Es war eine sittliche Einstellung basierend auf falschen Ideologien. Rein formal ist das nicht verfassungsfeindlich, weil es ja zur Meinungs und Gesinnungsfreiheit gehört, faschistisch zu sein!?
    Der Irrtum in dieser obigen Auffassung und die des Herrn Möllers war und ist, daß diese faschistischen Einstellungen das Leben von Menschen extrem schädigten, während die Auffassung, Homosexualität sei eine ansteckende Seuche unbegründet und nicht belegbar war und Homosexualität niemand den anderen geschädigt hat! Man wollte einfach Tatsachen nicht wahrhaben, was ein wesentliches Merkmal faschistischer Ideologien ist, welches willkürliche Glaubenslehren produziert und alles verfolgt, was nicht ihrer Ideologie entspricht. Was dabei herauskommt, konnte ich gerade gestern beim Besuch im KZ Neuengamme feststellen.

    Es brauchte einen langen 72 jährigen Kampf, bis man dieser Tatsachen teilweise einsichtig wurde.
    Die Schande liegt darin begründet, daß man 72 Jahre diese Tatsachen nicht einsehen wollte und daß diese Rehabilitierung erst dann zustande kam, als nur ein Bruchteil der Opfer am Leben war. Das ist die wirkliche Schande!
    Die Urteile von Bundesverfassungsgericht von 1957 waren verfassungswidrig, unlogisch und faschistisch! Allein schon dadurch, daß homosexuelle Frauen nicht verfolgt wurden, Männer dagegen schon! Das war offensichtlich verfassungswidrig! Damals gab es Kläger gegen den §175, weil sie die Verfassungswidrigkeit dieses Paragraphen erkannt hatten, jedoch nicht die faschistisch eingestellten Richter! Schon vor 1957 erkannten die Kläger, daß dieser Paragraph gegen mehrere Verfassungsgesetze verstoßen.

    Abartigkeit bedeutet einfach, daß es von der Art abweicht. Abartigkeit ist jedoch kein Verbrechen noch strafwürdig. Auch Rassisten finden Menschen mit andere Hautfarbe als abartig! Sittliche Mißbilligung ist die gleiche Geisteshaltung der Faschisten, die alles sittlich mißbilligten, was nicht ihrer Ideologie entsprach! Auch eine verbrecherische faschistische Ideologie wird irgendwann zur Sitte werden, wenn sie lange andauert, wie beispielsweise der Katholizismus es geschafft hatte.,
    Ein weiterer Widerspruch in der Rehabilitierung der §175-ziger Opfer war, daß man die Opfer aus der Nazizeit schon früher rehabilitierte und die nach 1945 nicht. Wo liegt der Unterschied für die Opfer, die wegen ihres Ausleben der Sexualität oder sogar wegen ihrer Homosexualität in ihrer Freiheit beraubt wurden? Faktisch ist es einfach dasselbe, weil es nach den gleichen Rechtsauffassungen geschah! Auch das ist eine Schande!
    Die Homosexuellenverfolgung ist gleichzusetzten mit der Hexenverfolgung, wo die katholische Kirche der bzw. die mosaischen Lehren der Urheber war.
    Es ist Zeit, daß diese untrechtmäßigen Verfolgungen
    unschuldiger Menschen endlich ein Ende haben und die wirklichen Geschädigten bzw. Opfer rehabilitiert werden!
    Noch besser ist, daß die verantwortlichen Verbrecher dieser Gesetze bestraft und für den Rest ihres Lebens geächtet werden, so wie es den homosexuellen Opfern ergangen ist., die niemals eine Rehabilitation erlebten durften!
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#13 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 19:52h
  • Antwort auf #8 von Mark Skernehardt
  • Ich danke dir - aus gegebenem Anlass - für deinen besonnenen Beitrag.

    Denn auch ich sehe - als juristisch interessierter Laie - ein generelles Problem darin, qua Parlamentsbeschluss rechtskräftige Gerichtsurteile aufzuheben; eben unter dem genannten Aspekt der Gewaltenteilung.

    Die Bedenken des im Artikel erwähnten Justizministers Winfried Bausback (CSU) zumindest sind in diesem ZEIT-Artikel recht verständlich und nicht-wertend dargestellt:

    www.zeit.de/politik/deutschland/2016-09/winfried-bausback-cs
    u-rehabilitierung-homosexuelle-bedenken


    Die juristische Widerlegung dieser verfassungsrechtlichen Bedenken würde mich ebenfalls sehr interessieren. Und auch ich wäre für einen entsprechenden Link dankbar.

    Im Übrigen: Dass das geplante Rehabilitationsgesetz juristisch unanfechtbar ist, ist die Voraussetzung für Rechtssicherheit und Rechtsfrieden. Und vor allem ist es wichtig für die betroffenen Männer - damit wenigstens ihre zeitnahe Entschädigung gewährleistet ist.
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#14 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#15 NAZIS RAUSAnonym
#16 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#17 NAZIS RAUSAnonym
#18 Rosa SoliAnonym
#19 LaurentEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 20:08h
  • Antwort auf #14 von PlaneDaffy
  • Ich musste bei deinem Einwand gleich wieder an den Artikel "Für die Staatsanwaltschaft Stendal trägt homophobe Hetze zur 'Meinungsbildung' bei" denken. In den Kommentaren wurde ich massiv runtergemacht, weil ich mich gegen eine Vorverurteilung der zuständigen Staatsanwältin wandte.
    Am besten ist es, sich bei bestimmten Themen zurückzuhalten, da es schnell unsachlich werden kann.
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#20 goddamn liberalAnonym
  • 05.05.2017, 20:17h
  • Antwort auf #9 von PlaneDaffy
  • "die wildesten Unterstellungen"

    Wo denn, Wie denn, was denn?

    Kann man denn eine meiner Feststellungen sachlich widerlegen?

    Was hier wild ist, ist und war die deutsche Realität im Rechtswesen und bei der entrechtenden Rechten von 1935, 1957 und 2017, aber dafür kann ich leider nichts.

    Ich leide ja selbst darunter

    Also: Bitte nicht den Boten für die schlechte Nachricht schlagen, wenn sie zutrifft.
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#21 goddamn liberalAnonym
#23 Mark SkernehardtAnonym
#24 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#25 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 20:36h
  • Ne, das geht gar nicht!
    Ich sag ja: diese Partei gehört verboten.
    Ihre Uhr tickt zu weit rechts und die Schizophrenie lässt grüßen in Form von Weidel, die das privat lebt, was ihre Partei mit Füßen tritt und diskriminiert!!

    Was haben die sich eigentlich «reingezogen?» Ist dieser Stoff legal? Und woher kommt dieser Stoff? Importiert?

    Ist nur rhetorisch gefragt - man wird ja wohl noch die Tassen zählen dürfen, die in ihrem Schrank sind!
    Viele sind nicht mehr übrig - und es wird wöchentlich weniger!

    ;-))
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#26 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 20:42h
  • Antwort auf #20 von goddamn liberal
  • "Muss man sich jetzt noch für einen antifaschistischen Überlebenskampf rechtfertigen?"

    Das hast du mir geantwortet - auf meine Frage an @NAZIS RAUS nach den Namen der Richter des 1. Senats des BVerfG.

    Mit dieser Antwort hast du mir offenkundig unterstellt, ich hätte dich - oder wen auch immer du mit "man" meinst - in die Defensive getrieben. Was angesichts meines Ausgangs-Postings völlig abwegig ist.
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#27 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#28 LaurentEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 20:46h
  • Antwort auf #21 von goddamn liberal
  • Siehst du, es ist genau diese Art der Diskussion, die ich kritisiere.

    Ich verteidige nicht "Menschen, die einer Vernichtungsideologie Vorschub leisten, der (ich) selbst zum Opfer fallen (könnte)", sondern eine Staatsanwältin/Beamtin, die nach Lage der Dinge nach Recht und Gesetz entschieden hat.

    Menschen, die man gar nicht kennt, vorzuverurteilen, nur weil sie eine einem persönlich nicht genehme, allerdings der Sachlage entsprechende rechtlich einwandfreie Entscheidung getroffen haben, finde ich nicht nur nicht in Ordnung, sondern auch menschlich unanständig.
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#29 goddamn liberalAnonym
#30 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 20:52h
  • Antwort auf #19 von Laurent
  • Ja, ich erinnere mich an diese Diskussion ...

    Trotzdem sehe ich nicht ein, solche Diskussionen denjenigen zu überlassen, denen vor lauter Schaum vor dem Mund offenbar der klare Blick getrübt ist.

    Vor allem: Ich hatte ja lediglich eine ganz neutrale, konkrete Frage gestellt. Und begreife nicht, wie man sich davon dermaßen provoziert fühlen kann. Sorry - aber das ist einfach hysterisch.
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#31 goddamn liberalAnonym
  • 05.05.2017, 20:54h
  • Antwort auf #28 von Laurent
  • Es seit jeher das Talent von Juristen, ihre linke oder rechte politische Einstellung 'sachgerecht' und rhetorisch geschickt als Recht zu verkleiden.

    Das sieht man z. B. an merkwürdiger Milde gegenüber der Totschlägerbande von Bad Godesberg einerseits und an merkwürdiger Toleranz gegenüber gruppenbezoigener Menschenfeindlichkeit gegenüber NS-Opfergruppen andererseits.

    In einer Demokratie steheh auch Juristen nicht über der Kritik.
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#32 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#33 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#34 goddamn liberalAnonym
#35 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#36 LaurentEhemaliges Profil
#37 goddamn liberalAnonym
#38 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#39 LyleenAnonym
  • 05.05.2017, 21:36h
  • Ah ja.. also weil Unrecht damals als Richtig galt ist es heute falsch das als Unrecht an zu erkennen ?_?

    Wie war das mit der Sklaverei oder Diskriminierung von Frauen? War damals auch gesetzlich anerkannt und so...
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#40 goddamn liberalAnonym
#41 TheDadProfil
#42 GrundrechteAnonym
  • 05.05.2017, 21:53h
  • Antwort auf #7 von _LM_
  • "Grundrechte dürfen nicht von den "geltenden politischen, moralischen und sittlichen Grundlagen" abhängen."

    Genau das ist der wichtigste Punkt. Und genau deshalb sind die Opfer vollumfänglich zu rehabilitieren, weil kein herrschender Nazizeitgeist so einen Umgang mit Menschen wie damals legitimieren kann.
    Wenn das der AfD nicht passt, weil sie Grundrechte für abhängig von herrschendem Zeitgeist halten, können wir ja einfach mal nen kleinen Schauprozess abhalten und das elendige AfD-Gesocks nicht nur verbieten, sondern in den Knast schmeißen. Sorry AfD, das war dann halt der "grünlinksversiffte Zeitgeist", über den ihr immer heult. Und das der einfach eure Grundrechte missachten darf, findet ihr ja erklärtermaßen total supi.
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#43 TheDadProfil
  • 05.05.2017, 22:09hHannover
  • Antwort auf #28 von Laurent
  • ""sondern eine Staatsanwältin/Beamtin, die nach Lage der Dinge nach Recht und Gesetz entschieden hat.""..

    Irgendwie sprechen hier neuerdings Leute eine andere Sprache..

    Staatsanwälte "entscheiden nicht", wenn sie "denken" " homophobe Hetze zur 'Meinungsbildung' " beitrage..

    Entscheidungen werden bei Gericht von Richter*n getroffen..
    Wenn Staatsanwältinnen denen die Entscheidung abnehmen, weil sie Fälle nicht zur Anklage vorlegen, dann begehen sie im Zweifel eine Art von Rechtsbeugung..

    ""Menschen, die man gar nicht kennt, vorzuverurteilen, nur weil sie eine einem persönlich nicht genehme, allerdings der Sachlage entsprechende rechtlich einwandfreie Entscheidung getroffen haben, finde ich nicht nur nicht in Ordnung, sondern auch menschlich unanständig.""..

    Wen meinst Du hier ?
    Die Staatsanwältin ?
    Ob die Entscheidung "rechtlich einwandfrei" war, ist noch nicht geklärt..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#44 KoppsiProfil
#45 Patroklos
  • 06.05.2017, 00:29h
  • In zwei Jahren sind die nächsten Landtagswahlen in Thüringen und hoffentlich fliegt die AfD dann mit Pauken und Trompeten aus dem Landtag!
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#46 LarsAnonym
  • 06.05.2017, 01:36h
  • Der Antrag wurde mit 67 zu acht Stimmen angenommen. Irgendwie passt die Schlagzeile nicht ganz zu dem Inhalt des Artikels. Er suggeriert fast das Gegenteil im Sinne von: Seht her, es wird immer schlimmer, während der Befund doch auch lauten könnte, dass auch im sehr traditionsverhafteten Thüringen auch die Konservativen (sprich CDU) für den Antrag gestimmt haben. Ich finde: Auf plumpen Populismus sollte man nicht mit plumpem Populismus reagieren, vor allem sollte man das Spiel der AfD beim Buhlen um Aufmerksamkeit um jeden Preis nicht mitspielen.
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#47 juleAnonym
  • 06.05.2017, 02:00h
  • Stefan Möller, geboren 23. März 1975

    www.thueringer-landtag.de/landtag/abgeordnete-und-fraktionen
    /abgeordnete/biografien/daten/87245/


    Stephan Brandner, geboren 1966

    www.thueringer-landtag.de/landtag/abgeordnete-und-fraktionen
    /abgeordnete/biografien/daten/87085/


    sind beides als Anwalt tätige Juristen.

    Und in Deutschland ist es so, dass sich die juristischen Ausbildung im wesentlichen darin erschöpft, Leute zu Gesetzes-Umsetzern zu formen, die nicht Fragen, ob die Gesetze nicht selbst Kriminell sind.

    Deutsche Juristen würden Menschen ermorden lassen, sobald das, verlogen als Todesstrafe bezeichnet, in den Gesetzen vorgesehen ist.

    Die würden allen ernstes behaupten, es sei rechtens, weil es die Gesetze vorsehen.

    Bei der juristischen Ausbildung in Deutschland wird faktisch kein Rechtswissen vermittelt, etwa Grundlangen der Rechtsstaatlichkeit, sondern wirklich nur reine Rechtsvorschriften-Kenntnis.

    Nicht einmal einfachste Sachkenntnis zur Nachprüfung von Behauptungen wie zum Beispiel, dass man zur Homosexualität verführt oder gegendert werden könnte, wird beim Jurastudium vermittelt.

    Der Möller blamiert sich auf seiner Landtagsseite auch noch kräftig, in dem er allen Ernstes schreibt, er habe - Zitat - "Rechtswissenschaft" studiert.

    Herr Brandtner und Herr Möller - als Nur-Jurist sind Sie Bildungspräkariat.

    Und solches Bildungspräkariat erzählt dann öffentlich im Thüringer Landtag, dass deren Heterosexualität darauf beruhe, dass sie sich einer Verführung durch Homosexuelle entzogen hätten.

    Ich zitiere das mal aus obigem Text:

    "Wer das Urteil lese (in ihm wird Homosexualität u.a. als "Abartigkeit" bezeichnet, die "sittlich mißbilligt" wird, und der Paragraf 175 als
    "Schutz gegen homosexuelle Verführung"
    und gegen eine "stärkere Verbreitung der Homosexualität" begründet), der merke schnell, "dass das Gericht damals ausführlich die damals geltenden politischen, moralischen und sittlichen Grundlagen erörterte" und so zu einem anderen Ergebnis kam als heute: "Daran ist nichts rechtswidrig, daran ist nichts verfassungswidrig und da verstößt auch nichts gegen die Menschenwürde."

    Herr Möller und Herr Brandtner

    Bitte beantworten Sie die Frage:
    - wessen Moral?
    - wessen Recht?

    Es ist offenkundig moralisch verwerflich, Menschen zu benachteiligen dafür, dass sie sich in einen erwachsenen Menschen verlieben und diese Liebe leben.

    Es ist offenkundig moralisch verwerflich, die Sprüche von der angeblichen Verführbarkeit und der GenderGaGa-Prägung der Richtung des SichVerliebens sich ohne jede Nachprüfung zu eigen zu machen, weil sie gerade ins eigene Vorurteil passen.

    Diese Richter, die §175 für rechtens erklärten, widerlegten damit ihre Befähigung zum Richteramt.

    Ihr wollt gegen islamischen Fundalismus vorgehen? Worin unterscheidet Ihr Euch denn von denen?

    Dass ihr statt Selbstmordattentätern die Poizei und das psychiatrische Gesindel losschickt.
  • Antworten » | Direktlink »
#48 JuleAnonym
#49 Karl NapfAnonym
  • 06.05.2017, 04:41h
  • Schon wieder einer, der nicht mit der Schande leben kann, das die AfD immer mehr Sympatisanten verliert.
    Auch in Europa.
    May aus GB hat bei den Wahlen letzte Woche den "Rechten" die Fluegel gestutzt.
    In Schleswig-Holstein kommt die AfD wohl nicht ueber 5 %.
    Diese Schande von AfD hat immer noch nicht gemerk, das man heutzutage
    mit Schwulenthemen in Deutschland kaum mehr eine Stimme bekommt.
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#50 ArdigermanAnonym
  • 06.05.2017, 07:05h
  • Ach Gott was macht denn da jetzt die arme Frau Dr. Weidel? Darf die bleiben oder muß die gehen?
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#51 felix-cgnAnonym
  • 06.05.2017, 08:39h
  • Antwort auf #35 von PlaneDaffy
  • Ich! Ich! Ich! Ein egozentrischer Charakter, bei dem es immer nur um ihn selbst geht und der in keinem seiner Kommentare auch nur eine Silbe des Mitgefühls für die Opfer von Unrecht zeigt.

    Am Ende besitzt du nicht einmal die Größe einfach zu sagen: Danke, meine einfache Frage ist nun mehrfach beantwortet und kehrst mit wenigstens ein wenig Empathie zu den tatsächlichen Opfern zurück, sondern stilisierst dich ganz in AfD-Manier zum Opfer von verbaler Kritik.

    Du lenkst vom Thema ab und es scheint, als sei auch dies ebenfalls ganz AfD-Strategie deine Absicht:
    sich nicht solidarisch mit denen zu zeigen, die Unrecht erlitten haben, für ein Leben, das dich heute in den Knast brächte, wenn die Gesellschaft, Parteien und Bundesverfassungsrichter in Deutschland immer noch mehr in der Tradition der Nazi-Zeit und deren Sitten stünde (wie es die AfD heute wieder möchte) statt eine Gesetzgebung, die sich am Grundgesetz und Menschenrechten orientiert.

    Du bringst auch alles durcheinander: Der Gesetzgeber hatte die anderen Opfer des Nazi-Unrechtsstaats rehabilitiert, nur die Schwulen nicht. Das holt er jetzt nach. Leider für die meisten Opfer zu spät. Aber an die verstorbenen alten Schwulen, die als Vorbestrafte aus dem Staatsdienst entlassen wurden, mit Eintragung im Führungszeugnis viele Berufe nicht ausüben konnten, gesellschaftlich geächtet waren, deren Leben mit ein bisschen Glück zerstört wurde, zum Beispiel in der zwei Männer nicht als Liebespaar zusammen leben durften, daran denkst du ja nicht, weil es nur um dich geht.

    Du reflektierst deine privilegierte Komfortzone nicht, aus der heraus du einfach deine neutrale, konkrete Frage (Zitat) penetrant wiederholst. Und deine Angriffe verpackst du sexistisch: Und [ich] begreife nicht, wie man sich davon dermaßen provoziert fühlen kann. Sorry - aber das ist einfach hysterisch. Immerhin: du begreifst, dass du es nicht begreifst.

    Ich bedanke mich bei allen, die sich seit Jahren dafür eingesetzt haben, dass es vom konservativen über das liberale bis zum grünen, sozialdemokratischen und sozialistischen politischen Lager heute einen Konsens geben kann, dass die Fortführung des § 175 in der Bundesrepublik Deutschland ein politisches, juristisches und menschliches Unrecht war. DANKE!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #35 springen »
#52 AndreAnonym
#53 felix-cgnAnonym
  • 06.05.2017, 09:21h
  • Antwort auf #51 von felix-cgn
  • Leider wurden alle Anführungszeichen der Zitate in meinem Kommentar gelöscht. Dadurch wird der Sinn teilweise entstellt. Das ist schade.
    Es hätte zum Beispiel so lauten müssen:

    Du reflektierst deine privilegierte Komfortzone nicht, aus der heraus du einfach deine <> (Zitat) penetrant wiederholst. Und deine Angriffe verpackst du sexistisch: (Zitat)
    <>(Zitat Ende) Immerhin: du begreifst, dass du es nicht begreifst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#54 honker666
  • 06.05.2017, 09:23h
  • der einzige integre richter im braunen nachkriegs-
    deutschland war meines wissens FRITZ BAUER,
    der sich auch für die rechte homosexueller stark gemacht hat.
    alle anderen waren alte nazis, die auch versucht haben bauer bei der auffindung eichmanns zu behindern, und diese richter haben auch das leben tausender homosexueller männer zerstört, und nun kommt diese AfD daher und meint nach damals geltendem recht war das vollkommen in ordnung.
    das ist unfassbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#55 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#56 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#57 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#58 Karl NapfAnonym
  • 06.05.2017, 10:09h
  • Bald hat es sich Ausgeschandet mit der AfD die Schande fuer Deutschland.
    Hoffe morgen in Schleswig-Holstein
    unter 5%, fuer diese Schande fuer Deutschland.
  • Antworten » | Direktlink »
#59 van-Tien HoangAnonym
  • 06.05.2017, 10:40h
  • Ich bin angeekelt über die Argumentation dieser Leute. Ja klar haben die Richter damals nach den Gesetzen gehandelt. Aber man sollte auch bedenken, dass viele in der Polizei und Justiz damals ehemalige Nazis waren. Ich glaube kaum, dass sie von heute auf morgen sich ihrer Ideologie entledigten. Wer nur ein bisschen recherchiert, am Besten in den Staatsarchiven, oder Zeitzeugen befragt, wird feststellen, dass der Paragraf unheimlichen Schaden angerichtet hat. Es gibt Geschichten, in denen Männer Selbstmord begingen oder ins Ausland flüchteten. Es gibt auch Geschichten, in denen Männer sich in heterosexuellen Ehen versteckten. Ein Großteil davon war zum Scheitern verurteilt und haben nicht nur die homosexuellen Männer unglücklich gemacht. Ich kenne noch jede Menge anderer Geschichten. Aber warum soll ich mir die Mühe machen, sie aufzuschreiben, wenn diese Leute mich - als Kind vietnamesischer Boat People, die in den 70ern nach Deutschland geflüchtet sind und hier ein neues Zuhause gefunden haben - sowieso nicht akzeptieren.
  • Antworten » | Direktlink »
#60 ChunkybearAnonym
#61 thorium222Profil
  • 06.05.2017, 10:53hMr
  • Wer als Schwuler diese Partei wählt, hat sie nicht mehr alle, und jeder, der diese Partei wählt ist einfach nur widerlich.
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#62 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 06.05.2017, 10:54h
  • Antwort auf #60 von Chunkybear
  • "Von "Unjterwanderung des insgesamten Apparates" darf also gesprochen werden."

    Das habe ich in keinem meiner Beiträge angezweifelt.

    Auch der Name Hans Globke ist mir durchaus ein Begriff. Es ist also nicht nötig, mich unaufgefordert über historisch erwiesene Tatsachen zu belehren. Und erst recht nicht, mir zu unterstellen, ich wolle die Schicksale der schwulen Männer verharmlosen, die nach § 175 StGB verurteilt wurden.
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#63 goddamn liberalAnonym
  • 06.05.2017, 11:23h
  • Antwort auf #55 von PlaneDaffy
  • Es geht um den Sachstand, das mit Stilisierung nichts zu tun.

    1. In diesem Land wurden Homosexuelle bis 1945 ins KZ und bis 1969 nach Nazi-Recht ins Zuchthaus gesteckt.

    2. Bis 1994 gab es eine Ungleichbehandlung im Sexualstrafrecht.

    3. Noch heute gibt es eine Ungleichbehandlung im Eherecht.

    Ich stelle fest, was Du verdrängst.

    Und ich bekämpfe die, die mich entrechten wollen.

    Das ist völlig normal.

    Gerade der Putinismus hierzulande von AFD, CSU bis Wagenknecht zeigt, dass Kampf nötig ist.

    Denn Putinismus tötet (siehe Tschetchenien).

    Fakten, Fakten, Fakten.

    Unstilisiert.
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#64 LorenProfil
  • 06.05.2017, 11:35hGreifswald
  • Erfreulich, dass sich die Fraktionen von Bündnis90/ Die Grünen, CDU, Die Linke und SPD gemeinsam im Thüringer Landtag für die Rehabilitierung und Entschädigung ausgesprochen haben. Über das Handeln der AfD-Landtagsfraktion (Vorsitzender: Björn Höcke) wundere ich mich angesichts ihrer politischen Ausrichtung nicht, da man von denen nichts anderes als homofeindliche Politik zu erwarten hat.
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#65 Homonklin44Profil
  • 06.05.2017, 12:31hTauroa Point
  • Antwort auf #59 von van-Tien Hoang
  • Bitte schreibe die Geschichten auf. Nicht lassen, weil diese AfD-Leute Dich vielleicht nicht akzeptieren, sondern für all die vielen Menschen, für die Du ein Deutscher bist.Von denen etliche verschiedenste Wurzeln haben, auch die, welche sich als "Biodeutsche" verstehen. Je weiter man in der Zeit zurück geht, kann man das nachweisen.

    Was die "Entnazifizierung" angeht, dürftest Du Recht haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die von jetzt auf morgen ihre ideologisch eingetrichterten Vorstellungen aufgaben. Dass Menschen hier mit denselben Leuten aus Nazi-Positionen nach dem Krieg wieder zu tun hallten, mit Beamten, mit Ärzten, auch in der Politik, darüber gibt es auch Nachweise.

    Diese AfD ist hier die Schande, dafür, dass die hier so reden können, schäme ich mich fremd, auch an internationaler Stelle. Das bekunde ich auch immer wieder und rate schon seit Langem dazu an, das politische Geschehen hier unter Beobachtung zu behalten. Großes Gehör habe ich auch nicht, aber das gesprochene und das geschriebene Wort haben die Eigenschaft, weite Wege über viele Weisen zu nehmen.

    Hör nicht auf zu schreiben, die Geschichten wollen ( und sollten) gesehen werden. Gerade die Unbequemen davon, wie sie Engstirnige nicht mögen.;o)

    Den Wiederanfängen zu wehren.
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#66 Danny387Profil
#67 TheDadProfil
  • 06.05.2017, 13:47hHannover
  • Antwort auf #54 von honker666
  • ""der einzige integre richter im braunen nachkriegs-
    deutschland war meines wissens FRITZ BAUER,""..

    Fritz Bauer war zunächst leitender Staatsanwalt in Braunschweig bis ihn der Hessische SPD-Ministerpräsident ins Amt des Generalstaatsanwaltes von Hessen berief..
    Richter war er da nie..
    Aber immer integer..
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#68 TheDadProfil
  • 06.05.2017, 13:50hHannover
  • Antwort auf #55 von PlaneDaffy
  • ""Ich werde allerdings nie begreifen, wie man sich selber freiwillig zum Opfer stilisieren kann.""..

    Meiner Meinung nach besteht ein erheblicher Unterschied darin sich "als Opfer zu stilisieren", oder auf bestehende Gefahren zu verweisen..

    Der Unterschied besteht dann hier schon in der Ankündigung Widerstand dagegen zu leisten..
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#69 NAZIS RAUSAnonym
#70 Homonklin44Profil
  • 06.05.2017, 14:35hTauroa Point
  • """Niemand verlangt heute mehr, dass Homosexualität zu bestrafen ist, soweit nicht der Schutz von Minderjährigen oder sonstigen Schutzbedürftigen Vorrang genießt", betonte der AfD-Abgeordnete Stefan Möller am Freitag in der Debatte in Erfurt. ""

    Der Mut und die intellektuelle Befähigung fehlt hier aber auch, diese voneinander unabhängigen Zusammenhänge getrennt zu bewerten. Ebensoweit ist Heterosexuialität auch nicht zu bestrafen, und wir wissen alle, dass schon in natürlichen Zahlen die, welche den Willen Schutzbedürftiger ignorieren, überwiegend Heterosexuelle sind.

    Also den Hieb ums Intellektuelle kann man parieren.

    Ansonsten scheint der Mann in einer eklektisch bizarren Mentalität zu leben, wenn ihm an der Wortwahl so gar nichts ethisch aufstößt.
    Es ist zwar wiederum kein Wunder in Relation zu seiner Partei.
    Ich hoffe bloß, die Menschen bleiben wachsam, und der zwanghaft verkleinerte Weltblick bleibt ein vorübergehendes Phänomen.
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#71 van-Tien HoangAnonym
#72 goddamn liberalAnonym
#73 saltgay_nlProfil
  • 06.05.2017, 17:21hZutphen
  • Wer ist plane daffy? Eine dumme Ebene halt. Platt in der Argumentation und von daher gilt: nomen est omen.

    Diese Rechtsauffassung der AfD ist putzig. Diese Israelversteher erklären also die Rehabilitation der nach dem §175 StGB Verurteilten als eine Schande. Die Argumentation ist verständlich. Denn als diese Menschen verurteilt wurden, galten sie als Täter, die gegen geltendes Strafrecht verstoßen hatten.

    Ebenso gegen die Nürnberger Rassegesetze hatten die Reichsbürger mit jüdischem Glauben verstoßen. Daher ist es wohl in den Augen der AfD auch eine "Schande", dass diese Täter rehabilitiert und entschädigt wurden?

    Unter diesem Gesichtspunkt erfährt ja die Rede von Björn Höcke eine ganz neue Bewertung! Er meinte also mit der Schande, dass dieser Bevölkerungsgruppe mit dem Davidsstern eine unrechtmäßige Rehabilitation und Entschädigung widerfuhr?

    Deutlicher braucht man es wohl nicht auszudrücken, dass man als AfD-Mitglied ein Nazi mit weißblauem Tarnanstrich und Davidstern ist.

    In ihrer kranken Propaganda setzt nämlich die AfD nur auf Grenzdebile, aber man sollte ja nie von seinen eigenen Mitgliedern auf die Gesamtbevölkerung schließen. Wer also Opfer eines Unrechtes selektiert, macht sich selbst zum Mittäter. Nicht zu vergessen, dass nämlich auch die Opfer des Unrechtsparagrafen §175 keine Entschädigung für die Qualen in den Konzentrationslagern erhielten. Bei dem § 175 StGB wurde allerdings im Gegensatz zu den Nürnberger Rassegesetzen der Straftatsbestand auf die neu gegründete BRD übertragen. Das ist noch skandalöser.

    Tja plane daffy, der geistige Tiefflieger ist wohl nun abgestürzt. Ist keine Schande, das passierte im Endkampf des 2.Weltkrieges öfter. Man befindet sich da in guter Gesellschaft.
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#74 Tommy0607Profil
  • 06.05.2017, 17:59hEtzbach
  • Rechtspopulisten haben aus einer Vergangenheit nichts gelernt. Und egal wie DIE sich nennen : Sie sind und bleiben das gleiche wie es eine Partei im 3. Reich des 20. JH. war . Und "besorgte Bürger " die sowas nach laufen , sind dümmer als jedes Kalb!
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#75 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 06.05.2017, 19:55h
  • @Chunkybear,

    tut mir leid, dass ich dir heute Morgen so unwirsch geantwortet habe. Offenbar hatte ich mich von der aggressiven Stimmung hier "kriegen lassen". Dabei war dein Beitrag einer der wenigen, die keine Unterstellungen oder Belehrungen enthielten.

    Also Danke für deine Antwort. Und einen schönen Abend.
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#76 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#77 Shinkaishi
  • 06.05.2017, 20:14h
  • Eigentlich muss man den Damen und Herren von der AfD für solche Aussagen danken.
    Sie schaffen es so, jede aufkommende Sympathie für sie, wenn ihre Veranstaltungen gestört oder Mitglieder tätlich angegriffen werden, gleich wieder zu ersticken.

    Ich hoffe, dass diese Leute weiterhin ausgiebig von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch machen, damit jeder sehen kann , wessen Geistes Kind sie sind.

    Ich staune nur manchmal, dass sie sich anscheinend hier so viel schlechter anstellen, was PR betrifft, als viele andere rechte populistische Bewegungen und Politiker.
    Sind sie tatsächlich so verbohrt oder bauen sie auf so viele verbohrte Wähler, dass es ihnen diese unnütze und dummschwätzerische Geste wert ist?

    Andererseits, wir haben in unserem Recht auch noch solche perlen wie den mehrfach verteidigten Paragraphen, der allein männlichen Exhibitionismus strafbar macht, was ebenso die für mich sehr abstrus erscheinende Idee hochhält, dass das allgemeine sittliche Empfinden über die Gleichberechtigung zu stellen ist.

    Diesen Damen und Herren ist schon klar, dass das so in etwa die gleiche Logik ist, mit der Leute in anderen Ländern Homosexuellenverfolgung wieder die Menschenrechte durchsetzen?
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#78 stromboliProfil
  • 07.05.2017, 11:22hberlin
  • Antwort auf #24 von PlaneDaffy
  • de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Richter_des_Bundesverfassung
    sgerichts#Erster_Senat



    de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Ellinghaus

    de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Ritterspach
    parteiverbote; §218

    de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Scholtissek


    de.wikipedia.org/wiki/Hans_Kutscher
    enteignungsfrage ( juden)

    de.wikipedia.org/wiki/Erwin_Stein_(Richter)
    Kpd-verbot ;Mephisto-Entscheidung

    de.wikipedia.org/wiki/Franz_Wessel_(Richter)


    de.wikipedia.org/wiki/Josef_Wintrich
    Kpd-verbot

    de.wikipedia.org/wiki/Karl_Heck


    de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Heiland_(Richter)


    de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Lehmann_(Richter)


    Wer nun erwartet, Klarheit über die diversen Vergangenheit der hier verlinkten zu erfahren, sieht sich enttäuschst...
    Alles reingewaschene und unverdächtige.
    Mal Reichsfinanzministerium untergekommene (v. storch-opa lässt grüssen...) mal tatsächlich "unverdächtig als Staatsdiener tätige...
    Sogar von spd ins Richteramt gehievte. Wer hat uns verraten...

    Interessant vielleicht die weiteren urteile.. Gefällt aus den ideologisch selben zusammenhängen wie die weiland faschistischen Verbotsurteile .. siehe kpd-verbot.

    Btw...
    Ich habe selten so viel "Widerstandswillen" gegen den Faschismus aus den wiki-biographihen herauslesen können, aber viel über die Kontinuität des Systems an sich !
    Was wiederum hinwies darauf ist, dass der Faschismus nicht aus sich selbst heraus existieren/ werden konnte!
    Der Faschismus brauchte seine Grundstruktur im der sogenannt konservativ -bürgerlichen Mitte ,um sich zu entfalten und seine eigenen Abzweigungen der ihm innewohnenden Ordnungsideologie zu betreiben.

    Noch was zur grundsätzlichen Frage der rechtslage ob vormals rechtsgültiger Gesetze:

    Schon die Einführung des §175 war ist und bleibt ein Unrechtsverhalten des Staates gegenüber seinen Bürgern.
    Das bereits im 1ten & 2ten reich eingeführte und praktizierte unrecht wird nicht durch eine legitmationsauslegung zu einer tolerierbaren Rechtsprechung.

    Siehe so auch die berühmt-berüchtigte filbinger erklärung : [ was vormals recht, kann heute nicht unrecht sein.. ]

    Todesurteile gefällt als Militärrichter oder Zivilrichter werden weder im moralischen noch ethischen sinne Reingewaschen mit der Berufung auf vorgebliche Rechtsordnungen.

    Der Staat steht eigentlich NICHT über den eigenen Gesetzen oder schafft sich Gesetze, die ihn darüber stehen lassen!
    Und doch: er schafft sich "freiräume- intepretationsebenen" .
    Es gibt also doch die kontinuierlichen Linien vom wilhelminischen über fascho_deutschland hin zur Bonner Republik, in denen Unrecht zu Recht erklärt wurde!

    Genau da aber müsste die Gesellschaft, der Staat & Justiz selbstreinigend tätig werden, will er nicht die Deutungshoheit über Gesetz und Gerechtigkeit aus der Hand in die Hände von Neofaschisten geben.
    UNd zwar in vorbeugender selbstreinigung!

    Und wenn diese fascho-clone in einem noch demokratischen Parlament meinen, moralische Aspekte" entdecken zu müssen, sie mit ins neonazistische Rechtfertigungsgeplapper einfügen zu können, muss man den potentiellen Täter_spätgeborenen Nachbetenr eben die moralische Verkommenheit jener moralisch ihm so hochstehenden Rechtsmoralisten vor Augen halten.
    Ihn so auch selbst als moralisch verkommene Person/en öffentlich anklagen!

    Aber wer sich umschaut und die gesellschaftlichen Entwicklungen seit Wiedervereinigung sieht weiß, dass da längst der Zug Richtung staat im staate abläuft!
    Eine Justitia bestehend aus Strafverfolgung_Verfassung schützenden Organen, die auf dem linken Auge wütet, um auf dem rechten Auge blind zu bleiben, ist der Preis gesellschaftlicher Umformung der wir neuerdings gegenüber stehen.
    Das durchzieht ALLE staatlichen Einrichtungen die obrigkeitsfunktionen ausüben dürfen.
    Ein vermeintlich entschwundener Korpsgeist hält frisch-fröhlich wieder Einzug in die Mitte unserer Zivilgesellschaft!
    Siehe auch aktuell Bundes_Wehrmacht intern!

    Hinweise darauf kann/konnte man sehr wohl lesen, obwohl die Mehrheitspresse sich da nicht investigatorisch auszeichnet.
    Wohl auch ein Hinweis auf die sich ändernden gesellschaftlichen Ansprüche und Umsetzungen!

    Mithin auch Hinweis darauf , was man heute und vielleicht in Zukunft wieder unter Moral verstehen wird!

    Entsprechend reflektierend muss auch die Ausbildung und Selbstbesinnung in den Staatsorganen sein. Es kann nicht angehen, dass Polizei Justiz- Richterschaften zum Täter in Ausübung ihrer Staatsgewalt wird ( siehe Justiz insgesamt im Faschismus!) und gesetzlich gewährte rechte beugt, um Recht herzustellen.
    Schlimm genug, dass diese Moralsittenlosen richter-staatsanwälte und sonstigen vollzugsbeamten, willfährig jeden staatliche verordneten scheiß mit Fleiß und besonderer Ausdauer umsetzten, sie werden/wurden auch nicht nachträglich zur Rechenschaft gezogen!
    Sie entziehen sich so jeglicher Verantwortung!

    Wenn aber Gewissen, Moral, Sittlichkeit und Ethik bei diesen Personen zu kurz kommt und jenen eigene Maßstäbe hierzu fehlen, muss die Gesellschaft ihnen diese über eine Haftungspflicht aufzwingen.
    Da wo staatliches Rechtsgut aber aufhört zu existieren, sollte man über bürgerlichen Rechtsanspruch besonders und ausdrücklich nachdenken!

    Auch Richter_Staatsanwälte _Polizisten und Verfassungsschützer gehören auf die Anklagebank und verurteilt.. Sie stehen nicht über dem Gesetz!
    Dass schärft ihren Instinkt gegenüber ihrem antrainierten Untertanengeist...
    Konsequenz daraus wäre auch ein neues Bewusstsein von Zivilcourage und weniger opportunistischer Unterwürfigkeit.
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#79 stromboliProfil
  • 07.05.2017, 11:50hberlin
  • Antwort auf #50 von Ardigerman
  • die afd braucht auch weibliche wie männliche Vorzeigeschlampen, um dort zu ernten wo sie zuvor Hass sät..

    www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/vor-der-praesidentsc
    haftswahl-in-frankreich-warum-viele-homosexuelle-mit-marine-
    le-pen-sympathisieren/19756500.html


    Symptomatisch leider auch die Daten aus Italien.. ähnliches Strickmuster!

    Es ist also nicht nur die männliche ( warum nicht auch weibliche..!) affinität zu bündlerischen gleichgeschlechtlichen -zusammenschlüssen, die homos ihre späteren Verfolger wählen lässt.
    Es ist auch die medial hochgejazzte angst vor dem muslimischen übergriffigkeitsproblem, die Angstwählen zum kleinbürgerlich-gleichgeschlechtlichen Alltag werden lässt.

    Solange die Unterdrückten und Ausgegrenzten aber untereinander krieg führen und nicht den eigentlichen Verursacher von Unterdrückung und Ausbeutung benennen können/wollen, statt dessen lieber den kleinmütigen Fußtritt nach dem vermeintlich unterlegenen führt, solange wird es auch keine schwule glbtt* _queer bewegung geben.. Allenfalls ein pseudoliberale Grundhaltung die einem vor übergriff zu schützen verspricht.
    Es verliert sich alles im kleinbürgerlichen macht-teilhabe Diskurs, der uns hin zur mitte bringen soll, und uns so weniger angreifbar machen soll..
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#80 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#81 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 12:34h
  • Antwort auf #78 von stromboli
  • "Schon die Einführung des §175 war (...) ein Unrechtsverhalten des Staates gegenüber seinen Bürgern."

    In Juristendeutsch übersetzt, bedeutet der zitierte Satz aus deinem Posting: "Die Aufnahme des § 175 in das Reichsstrafgesetzbuch im Jahre 1872 war rechtswidrig."

    Entspricht diese "Übersetzung" deiner persönlichen Ansicht?

    Falls ja: Kannst du - oder kann ein anderer Forumsnutzer - hier *juristische* Argumente darlegen, inwiefern *die Einführung des § 175 - im Jahr 1872 - rechtswidrig* gewesen sei? (auf konkrete Normen bezogen oder auch rechtshistorisch, rechtssystematisch, rechtsdogmatisch?)

    Um hier eins vorweg klarzustellen:

    Ich persönlich halte die Aufnahme des § 175 ins Strafgesetzbuch - auch aus damaliger Perspektive - für falsch. Und muss auch nicht darüber belehrt werden, dass es vor dessen Einführung und erst recht danach namhafte Gegner der Strafbarkeit einvernehmlicher homosexueller Handlungen gab; insbesondere Karl Heinrich Ulrichs und später das WhK sowie Magnus Hirschfeld. Auch deren Argumentationsrichtungen sind mir bekannt, und ich halte sie für valide.

    Es geht mir also um rein juristische Aspekte zur Einführung des § 175. Ich stelle die Frage aus rein persönlichem Informationsbedürfnis und Interesse an juristischen Fragestellungen. Also nicht etwa aus der Absicht heraus, die Schicksale der nach § 175 Verurteilten zu verharmlosen. Und auch nicht zu dem Zweck, die o.a. These ggf. widerlegt zu sehen.

    Ich würde mir daher sehr wünschen, dass es möglich ist, diese Frage hier sachorientiert zu diskutieren.
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#82 stromboliProfil
  • 07.05.2017, 12:47hberlin
  • Antwort auf #81 von PlaneDaffy
  • ich "belehre dich nicht" ,ich stelle nur meine Rechtsauffassung dar!
    Das diese nicht mit der staatlichen übereinstimmt, ist mir auch klar.
    Aber es muss auch eine aus Sicht der betroffenen heraus abgeleitete Rechtsauffassung geben.. ohne dieses gibt es keine ausgleichende Gerechtigkeit.
    Das wäre denn ein philosophischer Ansatz.

    Rüsten wir diskussionsfreudig ein wenig ab, und gehen zum grundsätzlichen gemeinsamen Verständnis über.. und da sagst ja auch du es sei falsch gewesen!
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#83 KonradAnonym
  • 07.05.2017, 13:03h
  • Antwort auf #81 von PlaneDaffy
  • Und verstießen vielleicht die Hexenverbrennungen gegen mittelalterliche Abgasverordnungen?
    Die Frage ist für mich eher, inwiefern solche irrwitzigen Sophistereien -persönliches Interesse an Rechtsfragen hin oder her- irgendeinen Mehrwert für die aktuelle politische Debatte liefern können.
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#84 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 13:04h
  • Antwort auf #82 von stromboli
  • "Rüsten wir diskussionsfreudig ein wenig ab"

    Äh, sorry: Nicht ich bin derjenige, der auf dieser Diskussionsplattform aufgerüstet bzw. anlasslose Breitseiten rausgehauen hat.

    Du - in Bezug auf meine Wortmeldungen - auch nicht; schon klar.

    Zu meinem Disclaimer in Beitrag #81 sah ich mich vielmehr veranlasst unter dem Eindruck der vorausgegangenen Diskussion hier im Thread; denn die war - in Bezug auf allgemeine Diskussionsregeln - ein Armageddon (um im Bild zu bleiben).
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#85 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 13:11h
  • Antwort auf #83 von Konrad
  • @stromboli hatte seine Rechtsauffassung in die Diskussion eingebracht. Ich hatte ihn daraufhin nach seinen Argumenten gefragt.

    Wenn dich solche Fragen nicht interessieren, könntest du sie auch einfach ignorieren. Niemand zwingt dich, ihnen durch deine Wortmeldung zusätzliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
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#86 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#87 KonradAnonym
#88 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 15:38h
  • Antwort auf #87 von Konrad
  • Sorry, aber hier macht der Ton die Musik. Dein Ton.

    Mein Ursprungsposting war neutral-sachorientiert formuliert.

    Du hingegen bist provokativ eingestiegen: mit einer ironischen Pseudo-Frage, die durch groteske Überzeichnung meine Ursprungsfrage ins Lächerliche zieht. Hast anschließend meine Frage als "irrwitzige Sophistereien" bezeichnet. Und zum Abschluss explizit den "Mehrwert" meiner Frage in Zweifel gezogen.

    Eine ernsthaft gemeinte "Gegenfrage" ist in deinem Posting #83 somit nicht erkennbar. Auch nicht implizit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#89 TheDadProfil
  • 07.05.2017, 16:25hHannover
  • Antwort auf #81 von PlaneDaffy
  • ""In Juristendeutsch übersetzt, bedeutet der zitierte Satz aus deinem Posting: "Die Aufnahme des § 175 in das Reichsstrafgesetzbuch im Jahre 1872 war rechtswidrig."

    Entspricht diese "Übersetzung" deiner persönlichen Ansicht? ""..

    Aus der Tatsache heraus daß die Abschaffung des STRAFRECHTS-Paragraphen 175 keinerlei negative Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte..

    Wie kann man dort dann noch zu einer anderen Auffassung gelangen ?

    ""Falls ja: Kannst du - oder kann ein anderer Forumsnutzer - hier *juristische* Argumente darlegen, inwiefern *die Einführung des § 175 - im Jahr 1872 - rechtswidrig* gewesen sei? (auf konkrete Normen bezogen oder auch rechtshistorisch, rechtssystematisch, rechtsdogmatisch?)""..

    Es ist nicht notwendig das aufwendig "Rechts-philosophisch" zu verklausulieren, oder gar zu diskutieren, denn es sind die gleichen juristischen Gründe die zur Abschaffung geführt haben, die schon die Einführung des § 175 im Reichsstrafgesetzbuch im Jahre 1872 rechtswidrig machten..

    An diesen Gründen hat sich während der Geltungsdauer des Paragraphen nichts "entwickelt", und es hat sich nichts "verändert"..

    Was sich entwickelt und verändert hat ist die Bildung und das Wissen der Gesellschaft..
    Zumindest in weiten Teilen..

    Dieses "die leute haben das damals anders gesehen", oder "sie haben das nicht gewußt" ist ja kein "abhängig machendes juristisches Argument" für die herrschende Klasse um eine Gruppe der Gesellschaft zu diskriminieren..
    Überlegungen dazu wie die Gesellschaft eine Sache in eine paar Jahrzehnten sieht finden bei der Gesetzgebung nicht statt..
    Um zu diskriminieren muß daher ein Wille her, und dieser Wille zu Diskriminieren wird von Fakten gefüttert die man gemeinhin als Vorurteile bezeichnet..
    Vorurteile speisen sich zu sehr großen Teilen aus der "Idee" eine "Religion" ersetzte die Notwendigkeit sie als Ideologie zu bezeichnen, und die daraus resultierenden Einflüße auf die Gesellschaft bedürftem keiner konkreten Überprüfung ob sie den Bedürfnissen des Staates genügen..
    Denn "Religionen" formen Gesellschaften nach den Bedürfnissen der "Religionen", und der Staat ist ihnen dabei recht egal..
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#90 KonradAnonym
  • 07.05.2017, 16:47h
  • Antwort auf #88 von PlaneDaffy
  • Ich zitiere dich sinngemäß: Wenn dich mein satirisch zugespitzter Kommentar nicht interessiert hat und er angeblich auch keine sinnvolle Frage beinhaltete, hättest du ihn auch einfach ignorieren können. Niemand hat dich gewungen, ihm durch gleich zwei bzw. mittlerweile sogar drei Antworten zusätzliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#91 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#92 orchidellaProfil
  • 07.05.2017, 18:32hPaderborn
  • Antwort auf #24 von PlaneDaffy
  • Hier, ergänzend zu den Ausführungen und Einschätzungen von stromboli, die Namen der zum Zeitpunkt der Urteilsverkündung tätigen Mitglieder des Ersten Senats mit einigen biographischen Hinweisen zur politischen Ausrichtung:

    Josef Wintrich (1891-1958), Vorsitzender
    Amtszeit: 1954-1958

    Ab Juli 1921 im bayerischen Staatsdienst, 1923 als 3. Staatsanwalt amLandgericht München II. 1926 Amtsrichter, 1930 1. Staatsanwalt am Landgericht München, 1933 Oberamtsrichter in Ebersberg bei Mpnchen.

    1947 Berufung an das Oberlandesgericht, 1953 Ernennung zum Präsidenten des Oberlandesgerichtes in München

    Seit 1947 zugleich Mitglied des bayerischen Verfassungsgerichtshofes, 1953 dessen Vizepräsident

    1953 Berufung zum Richter des Bundesverfassungsgerichts, 1954 Wahl zu dessen neuen Präsidenten.

    Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Aenania München und Gründungsmitglied der KDStV Trifels München, beide im CV (Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen).

    Mitglied der CSU

    «Josef Wintrich übernahm wesentliche Elemente für sein verfassungsrechtliches Menschenbild aus der katholischen Soziallehre. (...) Linke Kritiker warfen Wintrich (...) schon in den 1950er Jahren vor, er sei ein von den Nationalsozialisten geschätzter und dekorierter Jurist gewesen.» (Wikipedia)

    Martin Drath (1902-1976)
    Amtszeit: 1951-1963

    1926 bis 1932 juristischer Mitarbeiter bei freien Gewerkschaften und nebenberuflich Assistent an der Universität und Dozent an der Hochschule für Politik in Berlin. Danach hauptamtlicher Dozent an der Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main. 1933 Entlassung.

    Nach 1933 Buchhalter und Revisor, seit 1936 beim internationalen Glühlampenkartell

    Ab September 1940 Mitarbeiter der Gruppe XII (Feind- und Judenvermögen) in der Wirtschaftsabteilung der deutschen Militärverwaltung. Ab Ende 1940 Geschäftsführer der von der Militärverwaltung nach belgischem Recht gegründeten Brüsseler Treuhandgesellschaft (BTG), die das den Juden geraubte Vermögen

    1945 bis 1948 Dozent an der Universität Jena, zunächst als Lehrbeauftragter, nach seiner Habilitation 1946 als a.o. Professor. 1948 Ernennung zum Regierungsdirektor der hessischen Landesregierung im Landespersonalamt. 1949 Berufung zum Professor für Staatslehre, Staats- und Verwaltungsrecht Institutsleiter an die Freie Universität Berlin.

    Karl Heck (1896-1997)
    Amtszeit: 1954-1965

    Ab 1930 Amts-, später Landgerichtsrat in Stuttgart 1940 Beförderung zum Landgerichtsdirektor.

    Nach Entlassung aus der Gefangenschaft im Justizministerium des Landes Südwürttemberg-Hohenzollern tätig. 1949 Senatspräsident am Oberlandesgericht in Tübingen, 1950 als Präsident am Landgericht Tübingen

    Bei Errichtung 1950 Wahl zum Bundesrichter in den 5. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe.

    Gerhard Heiland (1894-1961)
    Amtszeit: 1951-1961

    Ab 1923 im sächsischen Landesdienst, Leitung des Kriminalamtes Leipzig als Stellvertreter des Polizeipräsidenten, 1933 Entlassung.

    1933-1946 Angestellter der Concordia- und der Frankfurter Lebensversicherung AG

    Ab 1946 Ministerialrat im badischen Finanzministerium, dort als Direktor des Landesamtes für kontrollierte Vermögen und Wiedergutmachung

    1920-1933 in einigen überparteilichen Vereinigungen tätig, u.a. Mitbegründer des republikanischen Richterbundes, des deutschen republikanischen Reichsbundes und der Ortsgruppe Leipzig des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold

    Jochim Lehmann (1909-1979)
    Amtszeit: 1951-1959

    Ab 1938 Jurist in verschiedenen Wirtschaftsorganisationen

    1950 Ernennung zum Ministerialrat und Leitung der Rechtsabteilung im Bundespräsidialamt

    Theodor Ritterspach (1904-1999)
    Amtszeit: 1951-1975

    Ab 1931 im Bayerischen Kultusministerium, dort Ernennung zum Regierungsrat, ab 1936 im Reichsfinanzministerium

    1946 Aufnahme in den bayerischen Verwaltungsdienst, ab 1948 Ministerialrat im Staatsministerium für Unterricht und Kultus
    1950 Wechsel in gleicher Eigenschaft in das Bundesministerium des Innern

    Erna Scheffler (1893-1983)
    Amtszeit: 1951-1963

    Ab 1930 Amts- bzw. Landgerichtsrätin in Berlin
    1933 Entlassung aus «rassischen» Gründen

    1945 Landgerichtsdirektorin in Berlin, ab 1948 Verwaltungsgerichtsdirektorin in Düsseldorf

    Herbert Scholtissek (1900-1979)
    Amtszeit: 1951-1967

    Ab 1925 Tätigkeit als Rechtsanwalt in Dortmund, später auch als Notar.
    1947 bis 1951 Mitglied des Landtags von Nordrhein-Westfalen

    1918 bis 1933 Mitglied der Deutschen Zentrumspartei und der zentrumsnahen Jugendorganisation Windthorstbund,
    1926 bis 1929 Provinzialvorsitzender der westfälischen Windthorstbünde.
    Ab 1923 Mitglied des Gauvorstandes Westfalen-Süd des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold
    1945 Eintritt in die CDU

    Erwin Stein (1903-1992)
    Amtszeit: 1951-1971

    1929-1933 Staatsanwalt und Richter an verschiedenen hessischen Gerichten. Ab Juli 1933 als jüdisch versippt Niederlassung als Rechtsanwalt in Offenbach (Main)

    1945 Eintritt in die CDU, 1946 bis 1948 Stadtverordneter in Offenbach

    Mitglied der  Verfassungberatenden Landesversammlung für Groß-Hessen

    1946 bis 1951 Abgeordneter des Hessischen Landtags. 1947-1950 hessischer Kultusminister, 1949/50 zugleich hessischer Justizminister.

    Franz Wessel (1903-1958)
    Amtszeit: 1951-1958

    Ab 1931 Amtsgerichtsrat, 1932 Landgerichtsrat in Königsberg. 1933 als Beisitzer einer Zivilkammer beschäftigt.

    1938 Ernennung zum Regierungsrat im Reichsverkehrsministerium berufen, später tätig in der Dienststelle des Bevollmächtigten für den Nahverkehr in Berlin. Ab 1940 Oberregierungsrat bei der Abteilung Straßenverkehr in Krakau, ab Mai 1944 als Regierungsdirektor

    Ab März 1946 Justitiar bei der Strassenverkehrsdirektion, dann bei der Verwaltung für Verkehr des Vereinigten Wirtschaftsgebietes, 1949 Ministerialrat im Bundesverkehrsministerium. Im März 1950 Bestellung zum Sekretär des Rechtsausschusses und des Vermittlungsausschusses des Bundesrats

    Zu den meisten der neun Mitglieder dürfte die umgangssprachliche Kategorie des «Mitläufers» passen; es waren mit Gerhard Heiland, Erna Scheffler, Herbert Scholtissek und Erwin Stein aber auch Gegner*innen bzw. Opfer des NS-Regimes darunter, allerdings keine Remigrant*innen oder Widerstandskämpfer*innen, sondern Personen, die sich in der «inneren Emigration» mit den Zeitumständen arrangiert hatten.
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#93 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 19:52h
  • Antwort auf #92 von orchidella
  • @orchidella,

    dir abermals besten Dank für deine kenntnisreiche Antwort und vor allem für die übersichtliche und umsichtige Zusammenfassung der verschiedenen Werdegänge!

    Inzwischen hatte ich mich, ausgehend vom hier geposteten WP-Link zur Richterliste des 1. Senats, ebenfalls informiert. Und auch mir war dann aufgefallen, dass die NS-"Durchseuchung" des Gremiums weniger gravierend war als von mir zunächst angenommen. (Nebenbei hat mich überrascht, dass schon 1957 auch eine Frau ein so hohes Richteramt bekleidete.)

    Das Ganze zeigt, dass 1957 auch unter diesen eher "liberalen" bzw. nicht-vorbelasteten Juristen die Auffassung ausschlaggebend war, (männliche) Homosexualität verstoße gegen das "Sittengesetz" - und sei *aus diesem Grund* strafwürdig.

    Dieses nebulöse "Sittengesetz" wurde von den Verfassungsrichtern ja sogar als so bedeutsam erachtet, dass dahinter grundlegende Verfassungsprinzipien wie der Gleichheitssatz des Artikels 3 GG oder die allgemeine Handlungsfreiheit (Art. 2 GG) zurückzustehen hatten.

    Wobei die Richter damit natürlich in einer Kontinuität standen, deren Ursprünge lange vor der NS-Zeit lagen. Denn bereits die Einführung des § 175 in das deutsche Strafrecht wurde ja von Bismarck 1870 damit begründet, man müsse Rücksicht auf die öffentliche Meinung nehmen - die Bevölkerung fände männliche Homosexualität nun mal verbrecherisch. Und das, obwohl eminente Persönlichkeiten der Wissenschaft wie z.B. Rudolf Virchow in ihrem entsprechenden Gutachten keine Gründe dafür anzuführen wussten, wieso männliche Homosexualität strafbewehrt sein solle.

    Der ganze Komplex um den § 175 ist also äußerst vielschichtig und keineswegs nur auf den NS-Unrechtsstaat und dessen personelle "Altlasten" zu reduzieren.

    (Disclaimer: Dass in der NS-Zeit der Paragraph verschärft wurde und dass männliche Homosexuelle im Nationalsozialismus systematisch verfolgt und ermordet wurden, stelle ich weder in Abrede, noch möchte ich dies verharmlosen. Die Beibehaltung des § 175 StGB nach 1949 halte ich für rechtswidrig, und die einschlägigen Verurteilungen für Unrecht. Und ich befürworte ausdrücklich die Rehabilitation und Entschädigung dieser Verurteilten. Und hoffe, damit allen Eventualitäten zuvorgekommen zu sein, mit denen in diesem Forum zu rechnen ist.)
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#94 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
#95 stromboliProfil
  • 07.05.2017, 21:17hberlin
  • Antwort auf #93 von PlaneDaffy
  • Vorsicht mit der These des nicht vorbelastet seins..
    Wer genau hinschaut, sieht da Verknüpfungen zu scheinbar zufälligen Karrieresträngen.. Unverdächtig die Tätigkeiten in Ministerien oder in "reichsprotektoraten zeigen eine gefährliche nähe zu der Gesamtstruktur des vom Faschismus durchdrungen wirken und denken in den Führungspositionen auch auf "mittlerer Beamtenebene!

    Die wikipediaeinträge zeigen nur ein schöngefärbtes Bild und nicht das , was mittlerweile in Untersuchungen herausgearbeitet ist: die zahnlose Verstrickung der tätigen Juristen ins System.
    Die Legende der Gleichschaltung ist eben auch nur eine legende!
    Mehr als genug waren nicht Parteimitglied oder in Naziorganisationen , haben aber doch die funktionsfähigkeit des Systems garantiert!
    Es gibt mittlerweile einige Projekte, dass die Juristen in den verschiedensten Funktionen in Ministerien untersucht.. Also nicht die Suche nach dem "marinerichter oder kleinen freisler", sondern die juristischen Berater für die "Umsiedlung der Juden in ihr Endlösungsschicksal. Jene eifrigen Wegbereiter , die Arisierungs- rechtsvorschriften auf ihre "juristische Wertigkeit " hin untersuchten, um auch im falle etwaiger Systemveränderungen/Regressforderungen doch Rechtsgeschichte zu schreiben..
    Mit bekanntem Erfolg, dass es enteigneten heute noch äußerst schwer macht, Ansprüche an die "Rechtsnachfolger" ( siehe z. kaufhaus Tiez kontra karg-hertie
    de.wikipedia.org/wiki/Hertie_Waren-_und_Kaufhaus)
    zu stellen.

    Ob Wertgegenstände ; Kunst -Bildersammlungen etc.., alles von Juristen ausgetüftelt.. Auch von späteren mitgliedern- des Bundesverfassungsgerichtes.
    Hierzu gab es schon in den späten 50zigern berichte prozessakten , die als kommunistische Propaganda abgetan wurden.

    Eigentumsenteignungen wurden ab 34-35 juristisch planmäßig vorbereitet und planmäßig von Juristen umgesetzt!
    Die Rassengesetzgebung ist summe einer Vielzahl juristischer Helfer in den unscheinbaren Nebenfunktionen, z.b. des Finanzministeriums etc.

    Folgerichtig sind auch die verantwortlichen des § 175 Prozesses mitsamt seiner ausführlichen "Begutachtung zugunsten der wilhelminischen/ hitlerschen Rechtsvorstellungen, in dieser unseligen Kontinuität wahrzunehmen.

    Und egal ob ehemals als Nazirichter in politische ehren gekommen, ob als Wirtschaftsführer im "reichsprotektorat" für die Sachverwertung von jüdischem und sonstig deportierten verantwortlich und SS_heidrichs stab zugeordnet, zum Märtyrer bundesdeutscher Nachkriegskultur wird, nach dem Gymnasien und ein Stadion benannt , welche so über seine Schweinevergangenheit hinweg täuschen...
    Die Kontinuität ist geschichtlich belegt!
    Was nicht nur ein Problem des bundesrepublikanischen Verdrängens ist, sondern sich in dem sogenannten Realsozialistischen Deutschland ebenso unbarmherzig durchzusetzen vermochte.

    Die "Rattenlinie" war nicht nur ein kirchliches anliegen mit Erfolg geführt.. ; sondern auch in den parteien , der wirtschaft , medizin&forschung und der justiz ,gang und gebe.
    Hervorragend war hier die rolle der fdp als Auffangbecken ehemaliger nazis&ss'ler in der Nachkriegszeit.. ebenso mit zugriff auf die Justiz!

    Aber es gibt da auch "doppelbödige" Personalien.. z.b. thomas dehler.. der zwar nicht mehr im Staatsdienst tätig sein durfte, der aber als Rechtsanwalt sich um die Rechtsordnung in Enteignungsfragen verdient machte...

    Dehler als nachkriegsentlasteter die geistige Rattenlinie vertrat :" Zu unserem Recht gehört auch, dass Schuld, dass jede Schuld verjährt, und somit die Schuldfrage relativierte..
    [ "Zu den ersten unter dem Bundesjustizminister Dehler veröffentlichten Bundesgesetzen gehört das Straffreiheitsgesetz. Dieses amnestierte die meisten Straftaten, die vor dem 15. September 1949 verübt worden und mit Arrest von höchstens einem Jahr oder einer Geldstrafe von bis zu 10.000 Mark bedroht waren. Trotz einiger Vorbehalte gegen dieses Gesetz bewertete er letztlich die Maßnahme als geeignet, um das politische Leben in der Bundesrepublik zu entgiften. Allgemein trat Dehler für einen Schlussstrich im juristischen Sinne gegenüber der Zeit des Nationalsozialismus ein...
    de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Dehler.
    ]
    Im Parlament zur frage §175 einer der eifrigsten Befürworter des verschärften nazi-Paragraphen!
    Da schließt sich der Kreis!
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#96 orchidellaProfil
  • 07.05.2017, 23:44hPaderborn
  • Antwort auf #95 von stromboli
  • Da gebe ich dir Recht. Um die NS-Belastung der einzelnen Senatsmitglieder sachgerecht bewerten zu können, müsste man Einblick in die
    Personalunterlagen im DC Berlin und die Personalakten des BVerfG haben.
    Außerdem müssten die Staatsarchive der Länder auf das Vorhandensein etwaiger Entnazifizierungsunterlagen durchforstet werden. (Die Akten der Spruchgerichte der Britischen Zone werden im Bundesarchiv in Koblenz aufbewahrt.)

    Ich musste mich mit öffentlich zugänglichen Informationen aus Wikipedia und dem Munzinger-Archiv begnügen, deren Einträge oft auf (lückenhaften) Selbstauskünften beruhen. Nach 1945 wurde, wenn die Betreffenden in den öffentlichen Dienst (zurück) strebten, manche Biographie um belastende Momente bereinigt und auch nicht hinterfragt. Als «kollektives Beschweigen der braunen Biographieanteile» hat der Philosoph Hermann Lübbe diese Praxis mal treffend bezeichnet, funktional betrachtet ein wesentliches Element zur gesellschaftlichen Stabilisierung der restaurativen Bundesrepublik.
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#97 TheDadProfil
  • 08.05.2017, 00:37hHannover
  • Antwort auf #94 von BuntUndSchoen
  • ""Woran es liegt, erkennst du ja: anstatt gewisse Leute sich selbst informieren, sind sie lieber faul und warten auf Erklärung von anderen.""..

    -LOL-

    Ich erinnere da einen Streit in einem anderem Thread in dem dann nach der zunächst eingeforderten Erklärung durch andere der Vorwurf erhoben wurde, man hätte ja nicht alle Latten am Zaun sich so zu äußern, weil man den Begriff "cis" für sich ablehne..

    Eine Bereitschaft "sich selbst zu informieren" konnte ich dort nirgends entdecken..
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#98 goddamn liberalAnonym
  • 08.05.2017, 08:09h
  • Antwort auf #93 von PlaneDaffy
  • "Das Ganze zeigt, dass 1957 auch unter diesen eher "liberalen" bzw. nicht-vorbelasteten Juristen die Auffassung ausschlaggebend war, (männliche) Homosexualität verstoße gegen das "Sittengesetz" - und sei *aus diesem Grund* strafwürdig. "

    Von Liberalität kann da keine Rede sein.

    Der deutsche Juristentag hatte sich schon 1951 für die Aufhebung des Par. 175, den es 1957 so in keinem EWG-Land gab, ausgesprochen.

    Man darf nicht vergessen, dass sowohl 'Liberale' wie Heuss als auch das Zentrum 1933 für das Ermächtigungsgesetz stimmten. Die faschistsche Infizierung setzte sich 1957 fort.
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#99 ProlinoAnonym
  • 08.05.2017, 08:54h
  • Warum werden die Nazis der AfD als "Rechtspopulisten" schön geredet......

    Das sind NAZIS und bleiben NAZIS !!!!
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#100 BlyadAnonym
  • 09.05.2017, 00:30h
  • [Weiter beklagte Möller, dass die "Besserwisser aus heutiger Zeit" nicht einen "Millimeter vom derzeit herrschenden Zeitgeist"]

    Ist zwar irrelevant, stimmt aber trotzdem.
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