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Kommentare zu:
AfD: Aufhebung der §175-Urteile ist "Schande"


#81 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 12:34h
  • Antwort auf #78 von stromboli
  • "Schon die Einführung des §175 war (...) ein Unrechtsverhalten des Staates gegenüber seinen Bürgern."

    In Juristendeutsch übersetzt, bedeutet der zitierte Satz aus deinem Posting: "Die Aufnahme des § 175 in das Reichsstrafgesetzbuch im Jahre 1872 war rechtswidrig."

    Entspricht diese "Übersetzung" deiner persönlichen Ansicht?

    Falls ja: Kannst du - oder kann ein anderer Forumsnutzer - hier *juristische* Argumente darlegen, inwiefern *die Einführung des § 175 - im Jahr 1872 - rechtswidrig* gewesen sei? (auf konkrete Normen bezogen oder auch rechtshistorisch, rechtssystematisch, rechtsdogmatisch?)

    Um hier eins vorweg klarzustellen:

    Ich persönlich halte die Aufnahme des § 175 ins Strafgesetzbuch - auch aus damaliger Perspektive - für falsch. Und muss auch nicht darüber belehrt werden, dass es vor dessen Einführung und erst recht danach namhafte Gegner der Strafbarkeit einvernehmlicher homosexueller Handlungen gab; insbesondere Karl Heinrich Ulrichs und später das WhK sowie Magnus Hirschfeld. Auch deren Argumentationsrichtungen sind mir bekannt, und ich halte sie für valide.

    Es geht mir also um rein juristische Aspekte zur Einführung des § 175. Ich stelle die Frage aus rein persönlichem Informationsbedürfnis und Interesse an juristischen Fragestellungen. Also nicht etwa aus der Absicht heraus, die Schicksale der nach § 175 Verurteilten zu verharmlosen. Und auch nicht zu dem Zweck, die o.a. These ggf. widerlegt zu sehen.

    Ich würde mir daher sehr wünschen, dass es möglich ist, diese Frage hier sachorientiert zu diskutieren.
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#82 stromboliProfil
  • 07.05.2017, 12:47hberlin
  • Antwort auf #81 von PlaneDaffy
  • ich "belehre dich nicht" ,ich stelle nur meine Rechtsauffassung dar!
    Das diese nicht mit der staatlichen übereinstimmt, ist mir auch klar.
    Aber es muss auch eine aus Sicht der betroffenen heraus abgeleitete Rechtsauffassung geben.. ohne dieses gibt es keine ausgleichende Gerechtigkeit.
    Das wäre denn ein philosophischer Ansatz.

    Rüsten wir diskussionsfreudig ein wenig ab, und gehen zum grundsätzlichen gemeinsamen Verständnis über.. und da sagst ja auch du es sei falsch gewesen!
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#83 KonradAnonym
  • 07.05.2017, 13:03h
  • Antwort auf #81 von PlaneDaffy
  • Und verstießen vielleicht die Hexenverbrennungen gegen mittelalterliche Abgasverordnungen?
    Die Frage ist für mich eher, inwiefern solche irrwitzigen Sophistereien -persönliches Interesse an Rechtsfragen hin oder her- irgendeinen Mehrwert für die aktuelle politische Debatte liefern können.
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#84 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 13:04h
  • Antwort auf #82 von stromboli
  • "Rüsten wir diskussionsfreudig ein wenig ab"

    Äh, sorry: Nicht ich bin derjenige, der auf dieser Diskussionsplattform aufgerüstet bzw. anlasslose Breitseiten rausgehauen hat.

    Du - in Bezug auf meine Wortmeldungen - auch nicht; schon klar.

    Zu meinem Disclaimer in Beitrag #81 sah ich mich vielmehr veranlasst unter dem Eindruck der vorausgegangenen Diskussion hier im Thread; denn die war - in Bezug auf allgemeine Diskussionsregeln - ein Armageddon (um im Bild zu bleiben).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #82 springen »
#85 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 13:11h
  • Antwort auf #83 von Konrad
  • @stromboli hatte seine Rechtsauffassung in die Diskussion eingebracht. Ich hatte ihn daraufhin nach seinen Argumenten gefragt.

    Wenn dich solche Fragen nicht interessieren, könntest du sie auch einfach ignorieren. Niemand zwingt dich, ihnen durch deine Wortmeldung zusätzliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #83 springen »
#86 PlaneDaffyEhemaliges Profil
#87 KonradAnonym
#88 PlaneDaffyEhemaliges Profil
  • 07.05.2017, 15:38h
  • Antwort auf #87 von Konrad
  • Sorry, aber hier macht der Ton die Musik. Dein Ton.

    Mein Ursprungsposting war neutral-sachorientiert formuliert.

    Du hingegen bist provokativ eingestiegen: mit einer ironischen Pseudo-Frage, die durch groteske Überzeichnung meine Ursprungsfrage ins Lächerliche zieht. Hast anschließend meine Frage als "irrwitzige Sophistereien" bezeichnet. Und zum Abschluss explizit den "Mehrwert" meiner Frage in Zweifel gezogen.

    Eine ernsthaft gemeinte "Gegenfrage" ist in deinem Posting #83 somit nicht erkennbar. Auch nicht implizit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#89 TheDadProfil
  • 07.05.2017, 16:25hHannover
  • Antwort auf #81 von PlaneDaffy
  • ""In Juristendeutsch übersetzt, bedeutet der zitierte Satz aus deinem Posting: "Die Aufnahme des § 175 in das Reichsstrafgesetzbuch im Jahre 1872 war rechtswidrig."

    Entspricht diese "Übersetzung" deiner persönlichen Ansicht? ""..

    Aus der Tatsache heraus daß die Abschaffung des STRAFRECHTS-Paragraphen 175 keinerlei negative Auswirkungen auf die Gesellschaft hatte..

    Wie kann man dort dann noch zu einer anderen Auffassung gelangen ?

    ""Falls ja: Kannst du - oder kann ein anderer Forumsnutzer - hier *juristische* Argumente darlegen, inwiefern *die Einführung des § 175 - im Jahr 1872 - rechtswidrig* gewesen sei? (auf konkrete Normen bezogen oder auch rechtshistorisch, rechtssystematisch, rechtsdogmatisch?)""..

    Es ist nicht notwendig das aufwendig "Rechts-philosophisch" zu verklausulieren, oder gar zu diskutieren, denn es sind die gleichen juristischen Gründe die zur Abschaffung geführt haben, die schon die Einführung des § 175 im Reichsstrafgesetzbuch im Jahre 1872 rechtswidrig machten..

    An diesen Gründen hat sich während der Geltungsdauer des Paragraphen nichts "entwickelt", und es hat sich nichts "verändert"..

    Was sich entwickelt und verändert hat ist die Bildung und das Wissen der Gesellschaft..
    Zumindest in weiten Teilen..

    Dieses "die leute haben das damals anders gesehen", oder "sie haben das nicht gewußt" ist ja kein "abhängig machendes juristisches Argument" für die herrschende Klasse um eine Gruppe der Gesellschaft zu diskriminieren..
    Überlegungen dazu wie die Gesellschaft eine Sache in eine paar Jahrzehnten sieht finden bei der Gesetzgebung nicht statt..
    Um zu diskriminieren muß daher ein Wille her, und dieser Wille zu Diskriminieren wird von Fakten gefüttert die man gemeinhin als Vorurteile bezeichnet..
    Vorurteile speisen sich zu sehr großen Teilen aus der "Idee" eine "Religion" ersetzte die Notwendigkeit sie als Ideologie zu bezeichnen, und die daraus resultierenden Einflüße auf die Gesellschaft bedürftem keiner konkreten Überprüfung ob sie den Bedürfnissen des Staates genügen..
    Denn "Religionen" formen Gesellschaften nach den Bedürfnissen der "Religionen", und der Staat ist ihnen dabei recht egal..
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#90 KonradAnonym
  • 07.05.2017, 16:47h
  • Antwort auf #88 von PlaneDaffy
  • Ich zitiere dich sinngemäß: Wenn dich mein satirisch zugespitzter Kommentar nicht interessiert hat und er angeblich auch keine sinnvolle Frage beinhaltete, hättest du ihn auch einfach ignorieren können. Niemand hat dich gewungen, ihm durch gleich zwei bzw. mittlerweile sogar drei Antworten zusätzliche Aufmerksamkeit zuteil werden zu lassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »

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