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Britisches Überseegebiet

Bermuda: Gericht öffnet die Ehe für Homo-Paare

Auch auf der Inselgruppe im Atlantik können sich nun schwule und lesbische Paare das Ja-Wort geben.


Winston Godwin (l.) und Greg DeRoche hatten vor Gericht geklagt und einen Sieg nicht nur für sich errungen

  • 5. Mai 2017, 18:40h 10 2 Min.

Der Supreme Court der Bermuda-Inseln hat am Freitag entschieden, dass schwule und lesbische Paare ab sofort heiraten dürfen. Das bislang bestehende Verbot sei eine Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung, urteilte Richterin Charles-Etta Simmons auf die Klage eines schwulen Paares – ein Gesetz zu Menschenrechten und Gleichbehandlung, der Human Rights Act, stehe über dem Gesetz, das die Ehe definiert.

Erst im letzten Jahr hatten ein Teil der insgesamt rund 65.000 Einwohner des britischen Überseegebiets in einem Referendum eine Ehe-Öffnung ebenso abgelehnt wie die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften (queer.de berichtete). 69 Prozent der Wähler bzw. 14.192 Menschen stimmten gegen die Gleichstellung – da weder Wahlbeteiligung noch Zustimmung über 50 Prozent aller Stimmberechtigten erreichten, war das Ergebnis des ersten Referendums seit 21 Jahren nicht bindend.

Das weitgehend autonome Überseegebiet, in dem gut die Hälfte der Einwohner von ehemaligen afrikanischen Sklaven abstammt, hatte homosexuelle Handlungen erst 1994 legalisiert. Das Schutzalter liegt aber für Schwule noch immer höher als für Heterosexuelle oder Lesben (18 statt 16 Jahre). Seit 2013 werden Schwule und Lesben in einem Antidiskriminierungsgesetz geschützt, seit 2015 haben Homo-Paare ein gemeinsames Adoptionsrecht.

Ein großer Schritt, der nicht der letzte ist

Auf die Anerkennung ihrer Partnerschaft als Ehe hatten Winston Godwin und sein kanadischer Partner Greg DeRoche geklagt. Sie erhielten eine richterliche Verfügung, wonach ein Standesbeamter ihre Beziehung wie die eines ehewilligen heterosexuellen Paares zu behandeln habe.

"Ich fühle eine große Erleichterung", sagte Godwin der Lokalzeitung "The Royal Gazette". "Es war für mich und Greg ein langer Weg, hierhin zu kommen." Der Schritt in die richtige Richtung sei aber nur einer von vielen: "Es gibt in Bermuda noch viel zu tun." Auch die Rainbow Alliance of Bermuda kommentierte: "Es muss noch so viel Arbeit verrichtet werden, aber heute feiern wir, dass die Liebe immer siegt."

Direktlink | Winston Godwin im Gespräch mit der "Royal Gazette"
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Erst im März hatte mit den Falkland-Inseln ein weiteres britisches Übersee-Gebiet die Ehe geöffnet, dort durch Parlamentsbeschluss (queer.de berichtete).

-w-

#1 BuntUndSchoenEhemaliges Profil
  • 05.05.2017, 22:15h
  • Und an welcher Stelle wird Deutschland stehen?
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#2 PatroklosEhemaliges Profil
  • 06.05.2017, 00:30h
  • Herzlichen Glückwunsch an die Inselgruppe, die für ein Kleidungsstück Namenspate steht!
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#3 RobinAnonym
  • 06.05.2017, 11:05h
  • Es wird echt immer peinlicher für Deutschland.
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