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Kommentare zu:
Grüne bringen Selbstbestimmungsgesetz in den Bundestag ein


#1 FelixAnonym
  • 10.05.2017, 13:34h
  • Ich danke den Grünen für diesen wegweisenden Gesetzentwurf.

    Leider wird auch dies wieder mal an Union und SPD scheitern, aber das heißt ja nicht, dass man aufgeben sollte. Deshalb Danke den Grünen.
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#2 Paulus47Anonym
  • 10.05.2017, 14:50h
  • Gut gemacht.. Grüne und FDP sind nunmal wegweisend, wenn es um LGBTI-Rechte geht, so hat auch das von Grünen und FDP mitregierte Bundesland Rheinland-Pfalz einen Gesetzentwurf zur überfälligen Reform des Transsexuellengesetz in den Bundesrat eingebracht und Grüne wie FDP fordern seit Jahren eine Reform des Transsexuellengesetz und die Einarbeitung der verschiedenen mittlerweile zugunsten von transsexuellen Menschen ergangenen Urteile.

    LEIDER kommen CDU/CSU und auch die SPD ("und das ist der eigentliche Skandal") im Bundestag nicht in Bewegung und blockieren im Bundestag. So wie auch bei der Eheöffnung, die die SPD im Bundestag nicht mitträgt.

    Wer derzeit der SPD die Stimme gibt, der wählt weitere vier Jahre GroKo und Blockadepolitik im Bundestag; aber leider wird es im Herbst dann genauso kommen. Merkel wird mit der SPD weitere vier Jahre regieren, anstatt das es eine reformorientierte Dreierkoalition gibt, bei der FDP und Grüne gemeinsam mitregieren und dann die Reformen umsetzen.

    Ein Lob von mir an Grüne und FDP, wobei ich die FDP nunmehr leicht besser bewerte als die Grünen, weil die FDP die Erlaubnis der Leihmutterschaft in ihr Parteiprogramm aufgenommen hat, was bei den Grünen "noch" fehlt, weil dort einige grüne Feministinnen der absurden Haltung sind, dass Leihmütter nur ausgebeutet würden: das diese es freiwillig machen, weil sie gerne dem betroffenen Paar helfen wollen, darauf kommen diese grünen Feministinnen nicht !!!
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#3 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 10.05.2017, 15:00h
  • Dieser Gesetzentwurf ist diskriminierend.

    Katastrophal und eindeutig darauf gerichtet, soviel wie möglich Diskrimierung aufrecht zu erhalten.

    Ich verbitte mir, irgendwelche Erklärungen abgeben zu müssen.
    Ich verbitte mir, dass wieder ein Sondergesetz für besondere Menschen geschaffen wird.

    Die Änderung von Namen und Geschlechtseintrag hat auf Antrag ohne jede Angabe von Rechtfertigungsgründen zu erfolgen und ist in das bestehende Personenstandsgesetz zu integrieren.

    Dieser Gesetzentwurf zementiert die Lüge, dass es um Geschlechtsidentität gehe.
    Es geht aber nicht um Geschlechtsidentität, sondern um Geschlecht. Und das ist im Gehirn festgelegt. Und darüber hat niemand zu befinden, als die Betreffenden Menschen selbst - so wie jeder andere auch - übrigens.

    Im Detail
    Das darf von diesem Gesetzentwurf bleiben:

    § xxx eingefügt in das Personenstandsgesetz

    Antrag auf Berichtigung des Geschlechtseintrages
    und Änderung der Vornamen

    (1) Das im Geburtseintrag angegebene Geschlecht einer Person ist auf ihren Antrag zu ändern

    (2) Im Antrag ist anzugeben,
    1. ob im Geburtseintrag das Geschlecht weiblich, männlich oder keine Geschlechtsangabe einzutragen ist und
    2. welche Vornamen einzutragen sind.

    (3) Der Antrag ist beim Standesamt des gewöhnlichen Aufenthalts oder im
    Falle von Deutschen mit gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland auch in den deutschen Konsulaten zu stellen, die ihn dem Standesamt, bei dem die Geburt registriert wurde, unverzüglich übermitteln. Das Standesamt berichtigt den Registereintrag gem. § 47 Absatz 3 PStG. Das Standesamt soll den Antrag binnen eines Monats zur Erledigung bringen."

    Der Rest dieses § ist zu streichen.

    Es ist ein Absatz 4 wie folgt einzufügen:
    (4) Der Antrag bedarf nicht der Geschäftsfähigkeit der antragstellenden Person.
    (5) Der antragstellenden Person steht Schadensersatz zu für jeden Monat Verzögerung der Bearbeitung.
    (6) Der antragstellenden Person ist bei Antragstellung ein Merkblatt über ihre Rechte in diesem Verfahren und über den Weg der Durchsetzung der Rechte zu übergeben.

    §3
    finde ich jetzt nichts zu meckern

    §4
    Auch wieder solche gequirlte Kacke.

    §4 Abs 1
    Natürlich müssen Strafermittlungsungsbehörden die ehemaligen Namen erfahren dürfen. Sonst aber zu Lebzeiten niemand!
    §4 Abs2 und 4
    Es fehlt eine klar definierte Frist

    §4 Abs5
    Diese Kann-Bestimmung bedeutet in der Praxis, dass Leute, die gegen die genannten Bestimmungen verstoßen, nichts zu befürchten haben. Die Vorschrift ist wie folgt zu ändern:

    (5)
    1. Wer die in den Absätzen 1 bis 4 enthaltenen Bestimmungen als Angestellter einer Behörde oder als Rechtskundiger missachtet, hat eine Geldbuße von 2000 Euro zu zahlen.
    2. Andere Personen haben diese Geldbuße zu zahlen, wenn Sie nach Information über dieses Gesetz trotzdem die vorher geführten Namen und Geschlechtseintrag ausforschen.

    §§ 2 und 5 sind zu streichen. Gerade § 5 ist wirklich ein Schlag ins Gesicht.
    Wenn ich diesen gequirlten psychopathologischen Schrott von Transition und Geschlechtsidentität lese, dann wird mir speiübel.

    §6 und 7
    finde ich jetzt nichts zu meckern.

    Bei mir ist bei dem Verfahren nach dem Transsexuellengesetz (rechtens wäre das Verfahren nach § 47 PStG gewesen) ein Bundeszentralregistereintrag erstellt worden, was offensichtlich übliche Praxis ist.

    Das verstößt gegen das Bundeszentralregistergesetz.

    Deshalb wird ein weiterer § benötigt:

    §8
    Bundeszentralregistereinträge

    (1) Bundeszentralregistereinträge im Zusammenhang mit Anträgen nach diesem Gesetz dürfen nicht angefertigt werden.

    (2) Die bisher bei Verfahren nach Transsexuellengesetz erfolgten Einträge in das Bundeszentralregister sind zu löschen innerhalb einer Frist von 3 Monaten nach Rechtskraft dieses Gesetzes.

    (3) Die Anfertigung neuer Bundeszentralregistereinträge im Zusammenhang mit diesem Gesetz, sowie die Unterlassung der Löschung dieser Einträge wird mit einem Ordnungsgeld von 15.000 Euro belegt.

    Und das ganze darf auf keinen Fall ein Sondergesetz sein, sondern diese Bestimmungen müssen in das Personenstandsgesetz integriert werden und ALLEN Bürgern des Landes offenstehen.
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#4 ursus
  • 10.05.2017, 15:12h
  • das klingt für mich ganz vernünftig. die streichung des begutachtungszwangs ist längst überfällig. dass ein gesetz, das so viel leicht vermeidbares leid erzeugt, aus ideologischer ignoranz heraus immer noch nicht abgeschafft wurde, ist ein skandal. es freut mich, dass hier endlich ein politisches unrechtsbewusstsein wächst.

    mich würden einschätzungen der von dem gesetz betroffenen und ihrer verbände zu diesem entwurf interessieren. bleibt die redaktion bitte dran?
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#5 ursus
  • 10.05.2017, 15:20h
  • "Der Antrag kann nur abgelehnt werden, wenn er offenkundig missbräuchlich ist."

    dieser satz erscheint mir allerdings doch fragwürdig. vielleicht fehlt mir die fantasie, mir vorzustellen, wer dieses gesetz warum missbrauchen sollte. vor allem aber finde ich diese formulierung problematisch, weil sie eben doch wieder die möglichkeit einräumt, den antragsteller_innen ihre selbstbestimmung abzusprechen. wer soll denn da festlegen, was ein "missbrauch" und wann dieser "offenkundig" sei? irgendein_e hansel_gretel beim standesamt?
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#6 Lesen bildetAnonym
  • 10.05.2017, 15:24h
  • Antwort auf #3 von Sabrina Schwanczar
  • Tja, man sollte schon erst mal nachdenken, bevor man drauflos keift.

    >>>>> Ich verbitte mir, irgendwelche Erklärungen abgeben zu müssen. <<<<<

    Musst Du nicht. Aber wenn jemand sein Geschlecht amtlich ändern will, wird man nicht drumrumkommen, das irgendwem auch sagen zu müssen. Denn Gedankenlesen kann man nicht.

    >>>>> Ich verbitte mir, dass wieder ein Sondergesetz für besondere Menschen geschaffen wird. <<<<<

    Es wird kein Sondergesetz geschaffen. Es wird die gesetzliche Grundlage geschaffen, die für alle gleichermaßen gilt.

    >>>>> Die Änderung von Namen und Geschlechtseintrag hat auf Antrag ohne jede Angabe von Rechtfertigungsgründen zu erfolgen <<<<<

    Genauso ist es gedacht. (Steht übrigens auch so im Artikel. Bräuchte man nur zu lesen.)
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#7 Nice TryAnonym
  • 10.05.2017, 15:28h
  • Antwort auf #2 von Paulus47
  • Netter Versuch.

    Allerdings stammt der Gesetzentwurf nur von den Grünen und NICHT auch von der FDP. Die FDP hat auch noch nie so etwas eingebracht.

    Im Gegenteil: die FDP ist es, die immer wieder blockiert hat. Die FDP war es, die in NRW unter Rüttgers bereits fertiges Aufklärungsmaterial für Schulen verboten hat. Das hat nicht nur Steuergelder verschwendet, sondern auch dafür gesorgt, dass es weiterhin keine Aufklärung über LGBTI gab.

    Warum Du also jetzt versuchst, die FDP mit ins Boot zu holen, zeigt nur Deine wahren Absichten, hat aber nichts mit der Realität zu tun.

    Der Dank gebührt NUR den Grünen und niemandem sonst. Am allerwenigsten der FDP.
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#8 ursus
  • 10.05.2017, 15:34h
  • Antwort auf #2 von Paulus47
  • "Gesetzentwurf zur überfälligen Reform des Transsexuellengesetz"

    ich kann sabrinas argumentation etwas abgewinnen, dass es ein wichtiges signal wäre, nicht das "transsexuellengesetz" zu "reformieren", sondern die selbstbestimmung über geschlecht und namen in das allgemeine personenstandsgesetz einzubinden, wo sie auch meiner meinung nach hingehört.

    (ich finde zum beispiel, dass namensänderungen auch ohne änderung des geschlechtseintrags erheblich erleichtert werden sollten. aber das soll hier nicht vom hauptthema wegführen.)

    der entwurf der grünen geht für mich zumindest in die richtige richtung, wenn auch vielleicht nicht weit genug.
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#9 PeerAnonym
  • 10.05.2017, 15:44h
  • Antwort auf #8 von ursus
  • Aber genau das wollen die Grünen doch.

    Die Aussage "Reform des Transsexuellengesetzes" meint eben nicht, an diesem Gesetz weiter rumzudoktern, sondern sie wollen die nötigen Änderungen der anderen Gesetze und gar kein separates "Transsexuellengesetz" mehr. Das wird doch auch im Gesetzentwurf sehr klar.

    Wenn es für einzelne Punkte noch Optimierungsvorschläge gibt, kann man das ja gerne vorbringen. Ist ja nur ein erster Entwurf. Aber man sollte nicht Dinge kritisieren, die gar nicht zutreffen.

    Nochmal:
    "Reform"meint KEIN neues "Transsexuellengesetz", sondern eine umfassendere Reform.
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#10 Julian SAnonym
  • 10.05.2017, 15:50h
  • Schön, dass die Grünen nicht locker lassen.

    Wenigstens auf Grüne und Linke ist noch Verlass, wenn schon SPD und FDP meinen, die diskriminierende Politik der Union unterstützen zu müssen...
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#11 niccinicciAnonym
  • 10.05.2017, 15:55h
  • die grünen können noch so sehr rumschleimen, wer gegen videoüberwachung ist, dieselfahrzeuge am besten alle verbannen will, noch an multikulti glaubt, was längst gescheitert ist, so gegen die realität lebt, der verdient keine besseren umfragewerte. zum glück haben die null chancen auf regierungsbeteiligung, sondern verlieren immer mehr an zustimmung.
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#12 berniceAnonym
  • 10.05.2017, 16:04h
  • Bekommen die Grünen nicht durch .Wird von CDU/CSU/Kirche etc dauerhaft blockiert. War selber 'trans' und hab mich nach 5 Jahren Kampf und Erniedrigungen und unzähliger Petitionen entschlossen, mein Recht auf Selbstbestimmung aufzugeben.Bekomme vermutlich in den nächsten Wochen das Gerichtsurteil, welches mir gestattet, Vornamen und Identität standesamtlich ändern zu lassen, welches mir dann ermöglicht, neue Personaldokumente zu beantragen. Der von Grünen eingebrachte Gesetzentwurf wäre super...Aber da müssten wir schon in einer weit fortgeschrittenen Welt leben.
    Die Hoffnung stirbt zuletzt. ...
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#13 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 10.05.2017, 16:11h
  • Antwort auf #6 von Lesen bildet
  • "Lesen bildet".

    Ja - aber nur dann, wenn man auch liest. Dann hätten Sie nämlich folgende Formulierung gelesen:

    "erklärt, dass das im Geburtseintrag angegeben Geschlecht ihrer Geschlechtsidentität nicht ent-
    spricht"

    Hier wird sehr konkret eine Erklärung abverlangt, nämlich, dass es um Geschlechtsidentität ginge.

    Damit wird man nämlich mit diesem Gesetz in die Geschlechtsidentitätsecke gestellt, und das möchte ich mir verbeten haben.

    Es wird ein Sondergesetz geschaffen, dass nur für die Änderung von Personenstand und Vornamen benötigt wird.

    Aber dazu müsste man es mal gelesen haben, um das zu wissen.

    Und Sondergesetze, die nur für irgendwelche "Sonderlinge" geschaffen wurden, kann man auch ganz schnell mal wieder abschaffen oder ändern.

    Die Änderungen gehören in das Personenstandsgesetz und nicht in ein Sondergesetz.

    Suchen Sie sich mal jemand anders für Ihre dämlichen Provokationen.
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#14 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 10.05.2017, 16:13h
  • Ergänzend zu §6 dieses Gesetzentwurfs.

    Der bessere Weg wäre, geschlechtsspezifischen Zugang zu Behandlungen abzuschaffen, denn das ist defacto eine Kontrolle der Bevölkerung.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 PeerAnonym
  • 10.05.2017, 16:25h
  • Antwort auf #11 von niccinicci
  • -----------------------
    wer gegen videoüberwachung ist
    ----------------------

    Die Grünen sind nicht generell gegen Videoüberwachung. Sie wollen nur keinen kompletten Überwachungsstaat a la Orwell.

    Es muss halt genaue Regelungen geben, wie die Videoüberwachung aussieht, wer Zugriff hat, etc.

    ---------------------
    dieselfahrzeuge am besten alle verbannen will
    ---------------------

    Nein, die Dieselfahrzeuge müssen nur die gesetzlichen Grenzwerte einhalten.

    Es geht nicht, dass die Hersteller durch Manipulationen so tun, als würden Grenzwerte eingehalten und in der Realität sind die Diesel die größten Drecksschleudern.

    Jedes Jahr sterben in Deutschland ein paar tausend Menschen an den Folgen von Autoabgasen. Sollen die weiterhin sterben, nur damit Autokonzerne weiterhin die Werte frisieren dürfen?

    Es wird nur verlangt, dass auch Konzerne sich an geltendes Recht halten - genauso wie Du, ich und wir alle auch.

    --------------------
    noch an multikulti glaubt, was längst gescheitert ist
    --------------------

    Wieso ist das denn gescheitert? Z.B. weil Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik einen Fehler nach dem anderen macht.

    FAZIT:
    Wenn Du die Grünen nicht wählen willst - bittesehr. Aber dann verbreite keine Lügen und Halbwahrheiten.
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#16 LaurentEhemaliges Profil
#17 GirlsLikeUsProfil
  • 10.05.2017, 17:15hMarburg
  • An sich erstmal eine gute Sache, aber was soll dieses Geschwätz von "Geschlechtsidentität"? Hier gehts um GESCHLECHT und die geschlechtliche Selbstwahrnehmung ist BIOLOGISCH bedingt durch pränatale Hormonschübe.
    Außerdem scheint die Formulierung so beliebig, dass radikale Gender-ideologen dieses Gesetz durchaus missbrauchen könnten um absurden Fantasiegeschlechtern á la "Trigender, Demiboy, Girlfag" rechtliche Legitimation zu verschaffen.
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#18 FuckPegidaAnonym
#19 ursus
  • 10.05.2017, 18:14h
  • Antwort auf #9 von Peer
  • vielleicht ist mir nicht klar genug, wo genau dieses neue gesetz angesiedelt werden soll. dazu wäre ich für input von menschen dankbar, die den hintergrund besser kennen als ich.

    es gibt ja beispielsweise bereits ein gesetz zur namensänderung. für mich wäre es nur logisch, hier sowohl die namensänderung bei beibehaltung des geschlechtseintrags als auch die namensänderung bei änderung des geschlechtseintrags zusammenzufassen, statt das auf zwei gesetze zu verteilen, die für beides wiederum unterschiedliche bedingungen voraussetzen.

    als beispiel: von "hans" zu "klaus" kann man nicht einfach ändern, wenn nicht sehr spezielle gründe vorliegen. von "hans" zu "petra" kann man (laut grünen-entwurf) bei änderung des geschlechtseintrags ohne zusätzliche begründung ändern. beides wird also unter verschiedene vorbedingungen gestellt und in zweierlei gesetze gefasst. ich halte das für unnötig. warum stellt man die namensänderung nicht einfach allen menschen ohne vorbedingungen frei? in anderen staaten funktioniert das auch, ohne dass die menschen alle zwei wochen ihre namen ändern und die gesellschaftliche ordnung zusammenbricht.
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#20 ursus
#21 RobinAnonym
#22 tti3_alliance
  • 10.05.2017, 19:20h
  • Das DE Projekt 'Jedes Geschlecht verdient Respekt"

    unterstützt den Gesetzentwurf.

    Und bittet parteiübergreifend alle Mitglieder des 18. Deutschen Bundestag,

    ihr Stimmrecht zu Gunsten der tti Bereiche / Personenkreise², sowie nicht-binärer Menschen³, zu verwenden.

    .
    Setzten Sie sich für deutsche Minderheiten ein.

    Schützen Sie Babies, Kinder vor Intersex-Genitalverstümmelungen, die es erst seit den 50ziger Jahre in Deutschland gibt und auch mit der deutschen Vergangenheit zusammen hängen.

    Schaffen Sie die erniedrigende TSG Begutachtung ab und gewähren Menschen (Transsexuell, Transident) ein leben ohne systematische Diskriminierung im eigenen Land.

    Schreiben Sie dem medizinischen System fest, dass es weder medizinische Leistungen / Versorgung systematisch zu verweigern hat, noch Menschen zu Selbstverstümmelungen, Selbstmordversuchen, finalen Suiziden... zu nötigen.

    Selbstbestimmung sich nicht-binär in den Personaldokumente festschreiben zulassen und so leben zu dürfen, muss ein Grundsatz in Deutschland sein.

    .
    .
    Bundeskanzlerin Angela Merkel,
    Bundesminister des Innern Thomas de Maiziere,
    Ministerpräsident Horst Seehofer

    übernehmen Sie politische Verantwortung

    und beenden die 'Verbrechen gegen die Menschlichkeit' durch diese erste gesetzliche Neurgelung mit Zustimmung der

    Christlich Demokratischen Union (CDU)
    sowie der
    Christlich Sozialen Union (CSU).

    .
    .
    zu² Trans / Transgender (trans*); Transsexuell, Transident; Intersex / Intersexuell
    zu³ Dritte Option, Xte Option/en; Genderqueer

    .
    .
    .
    www. trans-alliance.de
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#23 Patroklos
  • 10.05.2017, 20:59h
  • Es ist Wahlkampf und mit diesem Gesetzesentwurf versuchen die Grünen nun verzweifelt gegen ihren Absturz in den Umfragewerten anzugehen. Damit werden sie im Bundestag sowieso nicht erfolgreich sein, weil die Union das Ganze abprallen läßt und Volker Beck am Ende mit leeren Händen dasteht!
  • Antworten » | Direktlink »
#24 KampfAnonym
  • 10.05.2017, 21:06h
  • Antwort auf #12 von bernice
  • -----------------------
    Bekommen die Grünen nicht durch .Wird von CDU/CSU/Kirche etc dauerhaft blockiert.
    ----------------------

    Das mag leider stimmen. Aber das sollte dann halt Ansporn sein, solche Parteien und "Kirchen" bzw. deren Steigbügelhalter, die ihnen nach dem Mund sprechen (SPD und FDP) so klein wie möglich zu halten.

    Nur weil andere das bekämpfen, darf das ja nicht bedeuten, dass die Grünen ihre richtigen Forderungen aufgeben. Dann wären sie genauso beliebig wie manche andere Partei.

    ----------------------
    War selber 'trans' und hab mich nach 5 Jahren Kampf und Erniedrigungen und unzähliger Petitionen entschlossen, mein Recht auf Selbstbestimmung aufzugeben.
    ---------------------

    Das solltest Du nicht tun. Das würdest Du irgendwann bereuen, Dich selbst und Deine Rechte aufgegeben zu haben.

    Ich bin nicht trans, sondern schwul, aber weiß auch nach langem Kampf, wie frustrierend es oft ist, wenn man auf 20 Jahre Kampf zurückblickt und sieht, dass sich in den 20 Jahren nur sehr wenig bewegt hat.

    Aber das darf nicht heißen, dass man aufgibt. Das hätten die Homo- und Trans-Hasser gerne. Aber den Gefallen werden wir ihnen nicht tun.

    Klar finde ich das auch frustrierend und ich hätte vor 20 Jahren nicht gedacht, dass es so lange dauern wird. Aber wenn wir jetzt aufgeben, wird es noch länger dauern oder gar nichts mehr werden.

    Niemand hat gesagt, dass es leicht würde. Aber es muss getan werden. Ich weiß, das ist kein Trost, aber wir sind die Helden unserer Zeit. Ich wäre auch lieber kein Held und würde stattdessen mein gleichberechtigtes, voll akzeptiertes Leben genießen. Aber es muss gemacht werden...

    --------------------------------
    Der von Grünen eingebrachte Gesetzentwurf wäre super...Aber da müssten wir schon in einer weit fortgeschrittenen Welt leben.
    ---------------------------------

    Dann sollten wir alle uns dafür einsetzen, dass die Welt fortschrittlicher wird. Anderswo ist sie ja schon viel fortschrittlicher und wir sollten dafür kämpfen, dass das auch hier der Fall ist.

    Und wir sollten Parteien stärken, die solche guten Gesetzentwürfe einbringen und sich so sehr für uns einsetzen.

    Wenn Du z.B. den Gesetzentwurf der Grünen so gut findest, dann kannst Du mit Deiner Stimme dazu beitragen, dass die Grünen sehen, dass sich der Einsatz lohnt und dass ihr Engagement auf Zustimmung trifft. Und den anderen Parteien kannst Du mit Deiner Stimme dann auch zeigen, welche Richtung Du willst.

    Wenn das genug Leute tun, können wir was bewegen!!
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#25 SebiAnonym
  • 10.05.2017, 21:15h
  • Antwort auf #23 von Patroklos
  • Der Unterschied zu Deiner SPD ist nur, dass die Grünen sich nicht nur im Wahlkampf für uns einsetzen, sondern sich schon die ganze Legislaturperiode für uns einsetzen.

    Und der zweite Unterschied ist, dass die Grünen sich in Regierungsverantwortung auch für uns einsetzen und nicht (wie die SPD) ihre Wahlversprechen vergessen, sobald sie in der Regierung sind.

    Dass sie jetzt nochmal ihre Forderungen wiederholen, liegt daran, dass man jetzt den Druck nicht abbauen darf. Gerade vor der Wahl wäre das fatal.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#26 SebiAnonym
  • 10.05.2017, 21:18h
  • Antwort auf #22 von tti3_alliance
  • "Das DE Projekt 'Jedes Geschlecht verdient Respekt"

    unterstützt den Gesetzentwurf."

    DAnke für diese Information.

    Hier gibt es ja einige, die das so darstellen wollen, als sei der Gesetzentwurf der Grünen diskriminierend.

    Dahinter stecken natürlich Leute, die den Grünen und dem Kampf für LGBTI-Rechte schaden wollen.

    Die lernen natürlich auch dazu und tun jetzt so, als seien sie auf unserer Seite und wollten uns vor diesem angeblich diskriminierenden Gesetzentwurf schützen. Aber alle Betroffenen wissen, wie gut der Gesetzentwurf der Grünen ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#27 annikaAnonym
  • 10.05.2017, 21:58h
  • Antwort auf #26 von Sebi
  • Eine Änderung der jetzigen restriktiven Regelungen ist natürlich zu begrüßen. Allerdings ist es wirklich nicht schön, weiterhin ein Sondergesetz zu haben. Und es werden auch nicht wirklich alle abgedeckt, die trans sind, indem eine sehr eigenwillige Deutungsweise vorangetrieben wird. Der jetzige Vorschlag ist genauso veraltet wie es das TSG damals schon war. Sich nicht auszukennen und dann die, die sich ausgiebig für ihre Rechte einsetzen als Gegner hinzustellen ist wirklich da fehlen mir die Worte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 TheDadProfil
  • 10.05.2017, 23:56hHannover
  • Antwort auf #13 von Sabrina Schwanczar
  • ""Hier wird sehr konkret eine Erklärung abverlangt, nämlich, dass es um Geschlechtsidentität ginge.

    Damit wird man nämlich mit diesem Gesetz in die Geschlechtsidentitätsecke gestellt, und das möchte ich mir verbeten haben.""..

    Vielleicht ist es möglich daß Du einmal darstellst, welches Problem Du mit einer "Erklärung" hast ?

    Denn wenn ein Mensch mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde, aber ein männliches Wesen ist, dann wird er das irgendwann einmal "erklären" müssen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#29 Homonklin44Profil
  • 11.05.2017, 02:17hTauroa Point
  • ""Das Recht muss für die Menschen da sein, nicht die Menschen für die Gesetze.""

    Entlang meiner Philosophie vom System, das dafür da ist, dem Menschen zu dienen, anstatt dass der Mensch dafür da ist, dem System zu dienen, eine längst überfällige Erkenntnis.

    Daher hoffe ich, dass die Blockierer mit ihrer Geistesgrenzensucht ein Einsehen haben, und auch endlich mal begreifen, dass Geschlecht kein auf nur 2 Einordnungen begrenztes Spektrum ist.
    Geschlecht und Geschlechtsidentität zu unterscheiden, muss für viele Leute erst gelernt gekonnt sein.

    Stellt man sich vor, man müsste erst durch ein diagnostisches Gutachten und /oder therapeutische Hinterfragung dazu gelangen, als Mann oder als Frau anerkannt zu werden, kann man sich vielleicht ein bisschen vorstellen, durch was für Probleme man Trans-Personen bisher routinemäßig durch drangsaliert hat.
    Und das muss aufhören!

    Leider ist ersichtlich, welche Parteien da blockieren mögen. Die üblichen Vertreter mit den zu kleinen Gehirnen und dem Glauben, sie müssten dem System dienlich vereigenschaftet sein.
  • Antworten » | Direktlink »
#30 MarekAnonym
  • 11.05.2017, 07:55h
  • Auch wenn ich selbst nicht betroffen bin, freue ich mich, dass die Grünen auch bei diesem Thema nicht locker lassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 Patroklos
#32 MarekAnonym
#33 LaurentEhemaliges Profil
#34 TheDadProfil
  • 11.05.2017, 10:45hHannover
  • Antwort auf #33 von Laurent
  • ""Dass ausgerechnet diese "spontane Entscheidung" Merkels für ein Scheitern von Multikulti verantwortlich sein soll, halte ich für etwas weit hergeholt.""..

    Vor allem weil hier ersteinmal bezweifelt werden darf, daß "Multi-Kulti" als Gescheitert angesehen werden muß..

    Und dann natürlich daß es sich um eine "spontane Entscheidung" der Kanzlerin gehandelt haben soll, denn die immer wieder völlig unsinnig als "Flüchtlings-Krise" bezeichnete Zuspitzung einer Zuwanderungswelle zeichnete sich schon über Monate ab..
    Jeder der hinsah konnte sehen wie Tausende Flüchtlinge über das Mittelmeer kamen, und dabei immer wieder Hunderte Menschen ums Leben kamen..
    Das diese Situation dann als "Stau an den Grenzen" einer Lösung bedurfte, die nicht darin liegen konnte die Menschen an den Grenzen der EU-Länder verbleiben zu lassen, war von Anfang an klar..

    Die Entscheidung der Kanzlerin war ein deutliches Zeichen an die EU-Länder sich ihrer Verantwortung aus dem Dublin-Abkommen bewußt zu werden, und die Verteilung der Flüchtlinge nach diesem Abkommen dann nicht durch ein Ansteigen der Flüchtlings-Zahlen Infrage stellen zu können..

    Dennoch weigern sich immer noch viele EU-Ländern diesen Verpflichtungen nachzukommen..
    Dagegen muß die Politik endlich etwas machen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #33 springen »
#35 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 11.05.2017, 12:32h
  • Antwort auf #28 von TheDad
  • Umgekehrt wird ein Schuh draus:

    1.
    müssten Sie mal erklären, warum Sie das Geschlecht der Bürger des Landes kontrollieren wollen

    2.
    müssten Sie die Frage beantworten, wie viele Menschen als falsche Männer und Frauen in fremden Gefilden wildern, weil sie nicht zu ihrem im Gehirn festgelegten Geschlecht stehen, weil eine Psychodiagnostik des Geschlechts für jeden Bürger dieses Landes nicht allgemein verbindlich vorgeschrieben ist..

    3.
    müssten Sie mal erklären, wie Sie eigentlich zu der Behauptung gelangt sind, dass
    sich die Bekleidungsgewohnheiten von Männern und Frauen nicht unterscheiden, Männer genauso häufig Kleider tragen wie Männer.

    Das haben Sie nämlich behauptet, indem Sie unterstellen, das Gehirn habe kein Geschlecht

    4.
    müssten Sie mal erklären, wie Sie zu einer solchen Behauptung kommen, Zitat:

    "Denn wenn ein Mensch mit weiblichen Geschlechtsmerkmalen geboren wurde, aber ein männliches Wesen ist, dann wird er das irgendwann einmal "erklären" müssen.."

    Stammen Sie aus der Gender-GaGa-Ecke, die meint, Geschlecht sei anerzogen?

    Der Mensch, von dem Sie reden, ist nämlich auch mit männlichen körperlichen Geschlechtsmerkmalen geboren.

    5.
    müssten Sie mal erklären, wieso Sie - im übrigen im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen - von irgendwelchen fiktiven Annahmen ausgehen, um Menschen das Selbstbestimmungsrecht zu entziehen?

    6.
    dürfte ich Sie höflichst bitten, bislang nicht widerlegte Studien zur Kenntnis zu nehmen:

    a)
    Untersuchungen zur Bedeutung partieller 21-Hydroxylase- und 3beta-Hydroxysteroiddehydrogenasedefizienzen für die Ätiogenese von Formen psychischer Intersexualität / von Rolf Lindner, 1997, Dissertation

    d-nb.info/948413921

    b)
    Adrenale Enzymaktivitäten bei Patienten mit Transsexualismus / vorgelegt von Robert Krähner

    d-nb.info/953869040

    Beide Studien haben bei den angeblichen "Transsexuellen" für geschlechtliche Zwischenformen typische hormonelle Stoffwechselstörungen festgestellt.

    c)
    Geschlechtsspezifische Differenzen der Hirnaktivität in der fMRT bei Normalprobanden im Vergleich mit transsexuellen Probanden / vorgelegt von Eva Renate Krause, geb. Heuel

    d-nb.info/987714082

    Krause hatte mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie die Hirnaktivitäten von Männern, Frauen und Transsexuellen untersucht und dabei festgestellt, dass die Bilder bei den angeblich "Transsexuellen" mit dem Geschlecht übereinstimmten, dass sie leben wollen.

    7.
    Fassen wir also zusammen:

    Diese Menschen, die Vornamen und Geschlechtseintrag ändern wollen, sind nichts anderes als das, was auf den ersten Blick nahe liegt:

    Menschen, die körperliche Merkmale (mindestens im Gehirn) des Gegengeschlechts aufweisen, also Zwitter, genauer Zwischengeschlechtliche (Fachbegriff: Intersexuelle).

    8.
    Und aus diesem Grund ist auch die "Missbrauchsgefahr" vorgeschoben.

    Die Sippenhaft ist in Deutschland abgeschafft und es ist überhaupt nicht mit rechtsstaatlichen Normen in Übereinstimmung zu bringen, diese unter dem Deckmantel einer fiktiven "Missbrauchsgefahr" wieder einzuführen.

    9.
    Die Betreffenden werden für "transexuell" erklärt, um sie zu entrechten, um mit wissenschaftlich jeder Grundlage entbehrenden "Maßnahmen" wie Zwangspsychotherapie und "Alltagstest", psychologischer Pseudodiagnostik (Siehe diese sogenannten "Standards" der Behandlung und Begutachtung von Transsexuellen
    www.bernhard-breuer.de/download/StandardsTS.pdf)
    sowie Gutachten nach Transsexuellengesetz
    www.gesetze-im-internet.de/tsg/
    Geld zu generieren.

    Bei Intersexuellen (Zwittern) ist nämlich das Personenstandsgesetz §47 anzuwenden, welches die Möglichkeit der Einkommenserzielung mit gerichtlichen "Sachverständigen"-"Gutachten" nicht vorsieht.

    "Transsexuelle" gibt es also nur, weil es nicht profitabel ist, die korrekte Diagnose Zwitter zu stellen.
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#36 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 11.05.2017, 12:39h
  • Im übrigen habe ich persönlich den Eindruck von den "Normalos" gewonnen,
    dass diese möchten, dass wir aufhören, uns dafür zu entschuldigen und zu rechtfertigen, dass wir sein wollen was wir sind.

    Die wollen, dass wir aufrecht auf unsere Rechte bestehen. Wer hier den Kopf einzieht, der tut es auch an anderer Stelle.

    Damit meine ich ja nicht, dass man über das Ziel hinaus schießen und andere überfordern soll.

    In einer mdr Talkshow hatte mal vor vielen Jahren eine Betroffene angefangen, sich mit Gutachten zu rechtfertigen.

    Darauf meinte ein älterer Herr aus dem Publikum:

    "Was soll denn das mit den Gutachten - sie muss doch wissen was sie will."

    Genau das ist die richtige Einstellung.
  • Antworten » | Direktlink »
#37 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 11.05.2017, 13:41h
  • Da wir ja hier auch die Diagnostik von "Transsexualität" tangieren, wie sie bisher noch im "Transsexuellengesetz" gefordert wird, und leider von einigen Gläubigen sogar verteidigt wird, soll mal aus der Fachliteratur zitiert werden, was dahinter steckt:

    "Diagnostisch entscheidend sind also nicht irgendwelche Leitsymptome, sondern der sogenannte Alltagstest über eine längere Zeit und der Eindruck, der bei dem Therapeuten im Übertragungs-/Gegenübertragungsgeschehen entsteht: "Das ist eine Frau" oder: "Das ist ein Mann"."

    Quelle:
    Die Transsexuellen und unser nosomorpher Blick. in: Zeitschrift für Sexualforschung, Jg. 4, Heft 3, September 1997, S. 256 untere Hälfte

    Weniger gestelzt formuliert:

    Der Transsexualitäts-Diagnotiker/-Gutachter misst das Opfer seines Tuns mit dem Meßinstrument seiner subjektiven Vorstellungen von Mann und Frau und präsentiert uns das Ergebnis als fachliche Diagnose.

    Funktioniert bei Deutschen Juristen seit Jahrzehnten reibungslos.

    ----------------------------------------------

    Weil es grad so schön ist - vergleichen wir doch mal:

    Zitat:
    "Ich rechne damit, dass ungefähr 50 Prozent meiner Gutachten falsch sind, aber nur Tausend zu eins zu Lasten der Allgemeinheit. Wir können das nicht besser, das muss man einfach sagen. Ich kann sagen, ich habe Zweifel, aber die Zweifel rechtfertigen die Entlassung nicht. Und diese Zweifel sind die 50 Prozent..."

    ...sagt Norbert Nedopil vor einigen Monaten in der ARD, ehemaliger Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig Maximilians Universität München und Gutachter Mollaths im Wiederaufnahmeprozess.

    "Also da würde ich sagen, da könnte man auch eine Münze werfen, das wäre für die Allgemeinheit billiger."
    Zitat Ende

    Quelle:
    Neues aus der Anstalt
    Der Fall Mollath und die bayerische Justiz
    Deutschlandradio Kultur, 05.08.2014

    www.deutschlandfunkkultur.de/psychiatrie-neues-aus-der-ansta
    lt.1001.de.html?dram:article_id=293714


    Der Kommentar mit dem Münzwurf stammt von Gustl Mollath.

    Eine Diagnostik mit der Trefferquote, der Validität eines Münzwurfs hat vor Deutschen Gerichten ausreichend Beweiskraft, um strafrechtlich Unbescholtene in der Psychiatrie verschwinden zu lassen.

    Es geht doch nichts über die Befähigung, Sachverständigengutachten einzuholen.

    Vermutlich war zu Zeiten des § 175 StGB auch Homosexualität gefährlich.
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#38 SabSchwanczarEhemaliges Profil
#39 SebiAnonym
  • 11.05.2017, 15:38h
  • Antwort auf #33 von Laurent
  • Das liegt doch auf der Hand.

    Nach der Griechenland-Krise, die die AfD stark gemacht hatte (noch unter Lucke) war sie danach am Boden. Erst der unkoordinierte Flüchtlingsstrom hat sie wieder stark gemacht.

    Das heißt nicht, dass man Menschen in Not nicht helfen sollte. Aber man sollte dann auch gewisse Bedingungen aufstellen und das ganze auch besser koordinieren. Da das nicht geschehen ist, kann man "Multikultii" heute als gescheitert betrachten.
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#40 Pegida_LPZAnonym
#41 LaurentEhemaliges Profil
#42 No_PegidaAnonym
#43 TheDadProfil
  • 11.05.2017, 23:13hHannover
  • Antwort auf #35 von Sabrina Schwanczar
  • ""müssten Sie mal erklären,""..

    Ich muß als einfacher Bürger wie Du selbst gar nicht "erklären", denn ich "kontrolliere" nicht..

    Ich wollte auch etwas völlig anderes hinaus..
    In jedem Gespräch zwischen Unbekannten ist es üblich sich vorzustellen, und damit zu "erklären" wer man ist..
    Wieso macht es Dir eigentlich solche Problem Dich dem Staat vorzustellen, und einmalig zu erklären wer Du eigentlich bist ?

    Ich kann ja deine Vorbehalte gegen Einzelheiten in dem Gesetz durchaus nachvollziehen..
    Dennoch ist es auch ohne Kontrolle des Geschlechtes durch den Staat irgendwie notwendig zu erklären wer man ist, denn die meisten Menschen verfügen nicht über die hellseherischen Fähigkeiten das von alleine herauszukriegen..

    Was die Sache mit der Geschlechts-Identität betrifft..
    Diese Ablehnung kann ich nicht nachvollziehen..
    Als Mann identifiziere ich mich mit meinem männlichem Körper..
    Daraus bildet sich dann wohl offenbar die Geschlechts-Identität, die bei Tranidenten/Transsexuellen/Transgendern oft zwischen Körper und Geist oder von mir aus Seele, mindestens aber dem Gehirn nicht konform geht..
    Dennoch muß man keinen Begriff ablehnen, nur weil er Diskrepanzen beschreibt, die real vorliegen..

    Du solltest Dich dann mMn an der Wertung des Begriffes reiben, die mit "Störung" angegeben wird, aber eben nicht am Begriff Geschlechtsidentität selbst..

    Grundsätzlich bleibt dazu dann noch folgendes anzumerken..
    Menschen mögen aus nachvollziehbaren Gründen keine Diagnosen..
    "Gestörte Geschlechts-Identität" ist ein solche Diagnose, die so lange notwendig erscheint, wie die Krankenkassen als Kostenträger dafür in die Verantwortung genommen werden Transidente/Transsexuelle/Transgender in ihrem Prozess zu begleiten, sei es als psychologische Unterstützung, was NICHT die Begutachtung meint (!), oder bei operativen Maßnahmen..

    Finden sich andere Kostenträger für diese lebenswichtigen Prozesse, dann werden auch Diagnosen obsolet..
    Darüber sollte man mal dringend nachdenken..

    Abschließend..
    Zu 2. hab ich nichts erwähnt..
    Zu 3. habe ich ebenfalls nichts erwähnt..
    Die Vorwürfe gehen damit an den falschen Ansprechpartner..

    Zu 4.
    Wer Gender als "Gaga" bezeichnet sollte sich zunächst kundig machen was der Begriff bedeutet :
    Nämlich schlicht "Geschlecht"..
    Da steh nichts von Binär oder Vielfältig..
    Da steht einfach nur Gender..
    Gender-Mainstreaming arbeitet soziologisch daran möglichst sämtliche Möglichkeiten einzupreisen, was nicht bedeutet irgendwem vorzuschreiben wie er zu sein hat, sondern der Gesellschaft zu erklären das sie nicht nur aus Mann und Frau besteht, und bei allen vorhaben alle Möglichkeiten mit im Blick haben muß..

    Wieso Leute wie Du die sich mit Gleichstellung&Gleichberechtigung beschäftigen dies nicht verstehen wollen, erschließt sich mir hier nicht..
    ""Gender-Gaga"" arbeitet nicht gegen Dich, sonder für Dich..
    Informiere Dich mal..

    ""Der Mensch, von dem Sie reden, ist nämlich auch mit männlichen körperlichen Geschlechtsmerkmalen geboren.""..

    Äh ?
    Im Kopf ?
    In Biologie nicht aufgepaßt ?
    Geschlechtsmerkmale sind "äußerlich sichtbare" Kennzeichen..

    Dazu gehören keine "Geschlechtsmerkmale im Kopf"..

    Und die die sich im Kopf befinden wirst Du immer noch dem Gegenüber erklären müssen, ob es Dir gefällt, oder nicht..
    Da ergeht es Dir nicht anders als mir..
    Auch ich muß erst jedem der es wissen will erklären ein Schwuler Mann zu sein, denn meine Sexuelle Identität ist auch nicht "sichtbar für Jederman"..

    Zu 5..
    Es wäre hier hilfreich konkret zu werden..
    Welche "wissenschaflichen Erkenntnisse" sind hier gemeint ?
    Zu 6.
    Ein Link zum Volltext wäre nett..
    Das hilft bei der Kenntnisnahme..

    Und zu Nr.#36 gleich mit

    ""Im übrigen habe ich persönlich den Eindruck von den "Normalos" gewonnen,
    dass diese möchten, dass wir aufhören, uns dafür zu entschuldigen und zu rechtfertigen, dass wir sein wollen was wir sind.""..

    Mal abgesehen davon daß ich kein "Normalo" bin, muß sich niemand dafür entschuldigen zu sein was er ist..
    Erklären wird er es aber immer noch müssen..

    Das geht aber auch in einem weniger aggressivem Tonfall..
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#44 TheDadProfil
#45 TheDadProfil
  • 11.05.2017, 23:31hHannover
  • Antwort auf #40 von Pegida_LPZ
  • ""Das die Grünen keine Aufnahmegrenze wollenl stellt die Partei selbst ins Abseits""..

    Zunächst verhalten sich die Grünen damit verfassungskonform !
    Ganz im Gegensatz zur "AFD" und CSU beispielsweise..

    So etwas wie eine "Aufnahmegrenze" für Flüchtlinge/Asylsuchende gibt es nicht, und kann es laut Grundgesetz auch nicht geben..

    Das Dublin-Abkommen gibt hier die Zahlen vor die ein EU-Land zu leisten hat..
    Wer genau nachliest wird allerdings feststellen daß die BRD da noch nicht an die "zumutbaren Grenzen" gekommen ist, denn die Verteilung der Flüchtlinge/Asylsuchenden ist dort nach der "Leistungsfähigkeit des jeweiligen Landes" geregelt..

    Aus der Tatsache das sich einige EU-Länder nachhaltig geweigert haben Asylsuchende/Flüchtlinge aufzunehmen entsteht allerdings auch nicht die Idee, die BRD hätte im "Rahmen seiner Leistungsfähigkeit" jetzt zuviel getan..
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#46 TheDadProfil
  • 11.05.2017, 23:37hHannover
  • Antwort auf #41 von Laurent
  • ""Ich glaube, wir reden aneinander vorbei, war doch von der AfD bisher gar keine Rede.""..

    Genau diese "AFD" hat aber das "Scheitern von Multi-Kulti" neben Horst Seehofer in die aktuelle politische Diskussion eingebracht..
    Wieso sollte man dann also nicht darüber reden, und die Auslöser einer falschen Diskussion auch identifizieren und benennen ?

    ""Das Scheitern von Multikulti hat andere Gründe als der "unkoordinierte Flüchtlingsstrom", da die wesentlichen Ursachen bereits früher gesetzt wurden.""..

    Das stimmt..
    Die Gründe liegen noch nicht einmal in der Verweigerung großer Teile der Bevölkerung in den Neunziger Jahren Integration zu leisten, denn die ist immer noch eine Münze mit 2 Seiten..

    Die originären Gründe liegen in der generellen Verweigerung Zuwanderung als Fakt hinzunehmen, und Integration überall dort leisten zu müssen, wo Zuwanderung egal in welcher Form geschieht..
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#47 ursus
  • 12.05.2017, 00:09h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • ""Gestörte Geschlechts-Identität" ist ein solche Diagnose, die so lange notwendig erscheint, wie die Krankenkassen als Kostenträger dafür in die Verantwortung genommen werden"

    als gegenbeispiel wird oft die schwangerschaft genannt, die auch weder eine "krankheit" noch eine "störung" ist, aber trotzdem (als "diagnosezustand") kassenfinanzierte unterstützungen begründet. und die definition, wonach gesundheit nicht mehr nur die abwesenheit von krankheit ist, ist inzwischen zumindest teilweise auch bis ins politisch-konkrete eingesickert.

    es geht vielleicht nicht ganz ohne eine diagnose im weiteren sinne (die in diesem fall wohl jede_r selbst am besten stellen kann), aber es ginge sehr leicht auch ganz ohne pathologisierung.

    dänemark und frankreich haben beispielsweise die pathologisierende diagnose von transsexualität abgeschafft. meines wissens werden unterstützende maßnahmen trotzdem weiterhin finanziert.

    das umzusetzen ist, so scheint es mir zumindest, wirklich nur eine frage des politischen willens (bzw. des ideologischen starrsinns, was die nichtumsetzung angeht).
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#48 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 12.05.2017, 00:17h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Zitat:

    "Äh ?
    Im Kopf ?
    In Biologie nicht aufgepaßt ?
    Geschlechtsmerkmale sind "äußerlich sichtbare" Kennzeichen..

    Dazu gehören keine "Geschlechtsmerkmale im Kopf".."

    Sie spielen also nur den Mann, nachdem sie nachgeschaut haben, ob unten unten was bammelt!

    Wehe dem, sie büßen Ihre äußeren Geschlechtsmerkmale ein.
    Dann werden Sie, da Ihr Gehirn nach ihrer eigenen Aussage nicht körperlich männlich ausdifferenziert ist, das gar nicht störend wahrnehmen, sondern als Geschlechtervielfalt akzeptieren.

    Ein weiteres Zitat von Ihnen:

    "Wer Gender als "Gaga" bezeichnet sollte sich zunächst kundig machen was der Begriff bedeutet :
    Nämlich schlicht "Geschlecht"..
    Da steh nichts von Binär oder Vielfältig..
    Da steht einfach nur Gender.."

    Gender bedeutet nicht schlicht Geschlecht, sondern soziales Geschlecht, was mit der Sache um die es hier geht, bestenfalls sekundär etwas zu tun hat.

    Für Geschlecht wird im Englischen die Silbe Sex verwendet.

    Intersexualität heißt also nichts anderes als Zwischengeschlechtlichkeit.

    Von Wissenschaft und Biologie haben Sie offenbar keinen blassen Schimmer.

    Ich kann zwar hier die wissenschaftlichen Dinge darlegen, aber ich habe nicht die Mittel, Sie davon abzubringen, an Ihren in sich widersprüchlichen Postionen festzuhalten,

    Haben Sie noch viel Spaß dabei, Ihr Gehirn in äußerlichen Geschlechtsmerkmalen zu verorten oder in sozialen Konstrukten aus der GenderGaGa-Ecke, was übrigens nichts anderes als eine moderne Verkleidung der Verführungstheorie ist, was Sie vermutlich nicht verstehen werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#49 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 12.05.2017, 00:23h
  • Antwort auf #45 von TheDad
  • Es geht dabei nicht um Flüchtlinge.
    Da geht es um politisch ganz andere Dinge.

    Da Sie aber ohnehin gar nicht den Willen haben, sich damit zu befassen, werden Sie es ohnehin nicht verstehen.

    Es sei die Sichere Drittstaatenregel genannt, die klar festlegt, dass jemand kein Anspruch auf Asyl in Deutschland hat, der über ein sicheres Land einreist.

    Übrigen sind die gezielt hier her geholten mehreren Millionen Zuwanderer in den seltensten Fällen Flüchtlinge.

    Aber das werden Sie vermutlich nicht verstehen.

    Ich wünsche Ihnen noch viel Freude mit Ihren vorgefassten Meinungen. Schauen Sie ruhig auch mal in Berlin Adlershof vorbei und legen Sie am Ort der abgefackelten Schwangeren einen Kranz nieder.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #45 springen »
#50 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 12.05.2017, 00:41h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Zitat:

    ""Gestörte Geschlechts-Identität" ist ein solche Diagnose, die so lange notwendig erscheint, wie die Krankenkassen als Kostenträger dafür in die Verantwortung genommen werden Transidente/Transsexuelle/Transgender in ihrem Prozess zu begleiten, sei es als psychologische Unterstützung, was NICHT die Begutachtung meint (!), oder bei operativen Maßnahmen.."

    Das ist ja unglaublich, was Sie hier schreiben.

    Es sind Zwitter, die zum Zweck der Entrechtung für Geschlechtsidentitätsgestört erklärt werden und nicht damit die Kasse zahlen muss.

    Die Kasse zahlt alles, was die Ärzteschaft bezahlt haben will, sogar Chemotherapie, Elektrokrampftherapie (Elektroschocks), Antidepressiva, Organtranspantationen, Brustkrebsscreening, Wurzelbehandlungen, Grippe-Impfungen, Cholesterinsenker (Lipobay).

    Wenn ich Begleitung suche, dann ganz bestimmt nicht bei Leuten, die Menschen als psychisch gestört bezeichnen.

    Ihre Argumentation entlarvt Sie als einen Vertreter derjenigen, die sich mit der Verleumdung von Zwittern als Trans* eine goldene Nase verdienen.

    Ansonsten habe ich dazu genug geschrieben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#51 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 12.05.2017, 01:52h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Da ihr Beitrag so großartig ist, komme ich nicht umhin, darauf nochmal einzugehen:

    Zitat:
    "In jedem Gespräch zwischen Unbekannten ist es üblich sich vorzustellen, und damit zu "erklären" wer man ist..
    Wieso macht es Dir eigentlich solche Problem Dich dem Staat vorzustellen, und einmalig zu erklären wer Du eigentlich bist ?"

    Guten Tag lieber Staat, ich bin Heterosexuell und möchte das in den Akten vermerkt haben, damit Du, lieber Staat, mich nicht versehentlich in die Rosa Liste einträgst.

    Zitat:
    "Äh ?
    Im Kopf ?
    In Biologie nicht aufgepaßt ?
    Geschlechtsmerkmale sind "äußerlich sichtbare" Kennzeichen.."

    Ja - zum Beispiel die Gebärmutter
    (haben Schwule nicht - insofern meinerseits Nachsicht für Sie)

    Oder der Chromosomensatz von XX-Männern. Die haben Erbinformationen des Y-Chromosom auf einem X-Chromosom.

    Zitat:
    "Menschen mögen aus nachvollziehbaren Gründen keine Diagnosen."

    Ich mag vor allem keine vorsätzlich falschen "Diagnosen".

    Wissenschaftlich korrekt ist die Diagnose Intersexualität (Zwitter) und fachlich korrekt zugeordnet ist das Thema bei der inneren Medizin / Endokrinologie.

    Damit kann man sich als Psychologe aber nicht zum Vormund der betreffenden aufschwingen und nicht mit Gutachten absahnen.

    Wenn Sie meinen, die Tatsache, dass Sie sich in Männer verlieben, sei nicht körperlich vorgegeben, dann können wir uns ja die rechtliche Gleichstellung von Menschen, die sich in das scheinbar gleiche Geschlecht verlieben, sparen.

    Denn dann bräuchte man diese bedauernswerten Menschen nur noch bei Kreuznet, dem Institut für Jugend und Gesellschaft und anderen vorbei zu schicken und ihre falsch sozialisisierte Sexualität umzulernen.

    Sie vertreten genau die Positionen derer, die schon immer der Meinung sind, dass Menschen, die sich ins gleiche Geschlecht verlieben, lediglich psychisch Verirrte sind.

    Und das schadet der Sache ungemein und ist eine der Ursachen, warum es bisher nicht gelungen ist, die Menschenrechtsverletzungen gegen Zwitter (die die Trans*-Personen in Wahrheit sind) zu beenden.

    Bitte versuchen Sie, sich von ihren vorgefassten pseudofortschrittlichen Positionen zu lösen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#52 blödernickzwangAnonym
  • 12.05.2017, 10:40h
  • ich hab jetzt nicht alle Kommentare gelesen. Mir fällt nur auf, vielleicht wird von manchen Leuten hier der Begriff der "Erklärung" falsch interpretiert? Denn in der Vertrags-Sprache und Rechtssprache ist dies ein üblicher Begriff, der erst mal nix anderes meint, als das man halt eine Angabe macht. Es meint keinesfalls die ausführliche Begründung, einen Essay oder sonst was über private Lebensumstände, sondern einfach nur eine kurze Angabe, evtl. einen Einzeiler, der die Forderung die man mit dem Antrag stellt begründet. Fertig.

    Und dann verstehe ich nicht ganz (und ich bin selbst auch Trans) was denn der Unterschied sein soll, ob es nun um das GESCHLECHT geht, (das ich ja als Geschlechtsempfinden welches im eigenen Bewußtsein, im Hirn, entsteht ansehe) oder ob man es eben Geschlechtsidentität nennt...also, was unterscheidet diese beiden denn? Ich finde das meint das gleiche, und nur weil ich mal kurz jemandem darüber Auskunft geben muss (und ja auch will, Thema Sichtbarkeit!!) bin ich ja noch nicht diskriminiert.

    Wie jemand hier schon schrieb, jeder Mensch, ob Trans oder nicht muss gute Gründe nachweisen können, seinen Namen ändern zu dürfen. Warum wollen Transmenschen oft alle gleichen Rechte, aber sind bei den Pflichten dann beleidigt?

    Ich will hier niemanden provozieren, das wären nur so Punkte die mich einfach mal interessieren, was andere darüber denken, um der Debatte willen.
  • Antworten » | Direktlink »
#53 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 11:16hHannover
  • Antwort auf #47 von ursus
  • ""es geht vielleicht nicht ganz ohne eine diagnose im weiteren sinne (die in diesem fall wohl jede_r selbst am besten stellen kann), aber es ginge sehr leicht auch ganz ohne pathologisierung.""..

    Das stimmt..
    Gesellschaftlich gesehen führen Diagnosen aber immer noch zu einem Stigma, und mit diesem ist die Pathologisierung verbunden, die dann zu aussage führt wie "der/die ist doch krank"..

    Allzuoft wird auch in der Kommunikation gerne mal persönlich Diagnostiziert und Pathologisiert um das Gegenüber abzuwerten..
    Das kennen wir alle aus den Threads hier..

    Dennoch möchte ich dazu anregen darüber nachzudenken ob die notwendigen Maßnahmen eigentlich zwingend einer Diagnose bedürfen, nur um sie einer Finanzierung durch die KK zuzuführen, oder ob es nicht auch möglich wäre andere Kostenträger einzubinden, oder einfach auf eine Diagnose, und damit Stigmatisierung zu verzichten ?

    Wie Du schreibst gibt es ja in anderen Ländern durchaus positive Ansätze dazu..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#54 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 11:46hHannover
  • Antwort auf #48 von Sabrina Schwanczar
  • ""Sie spielen also nur den Mann, nachdem sie nachgeschaut haben, ob unten unten was bammelt!""..

    Im Gegensatz zu Dir vielleicht empfand ich das Baumelnde nicht als "störend" oder gegenteilig als "fehlend"..

    Irgendwie finde ich es auch unnötig mir Gedanken darüber machen zu sollen warum nun genau bei mir das Geschlecht, sichtbar durch äußere Merkmale mit dem Kopf übereinstimmt..
    Denn dann fühlte ich mich auch aufgefordert erklären zu müssen warum denn ausgerechnet ich NICHT Transsexuell/Transident/Transgender sei..

    Es ist sicher auch nicht zielführend im Gegenzug der eigenen "Befreiung" andere Menschen zu Pathologisieren, und beinahe "kämpferisch" die vermeintlichen Unterdrücker nun selbst zu unterdrücken zu suchen, indem man die These aufstellte, alle die NICHT Transsexuell/Transident/Transgender seien, wären "irgendwie nicht richtig", was ja nur daraus resultierte, die dächten über sich nicht genügend nach..

    Als kommunikatives Konstrukt ist es manchmal wirksam mit solchen Ideen zu arbeiten, beispielsweise wenn Heten die dumme Idee aufstellen, man hätte sich zu einem bestimmtem Zeitpunkt dazu "entschieden" Schwul zu sein..

    Aber Du bist hier nicht unter "Ablehnenden" oder gar Gegnern, sondern unter Diskutanten und sicher auch Unterstützern in der Sache, die als Nicht-Betroffene nicht den gleichen Kenntnis-Stand aufweisen können..
    Da sind Nachfragen dann auch keine Angriffe, sondern die Aufforderung Sachstand zu vermitteln..
    Dennoch blitzt dann immer wieder dieses ein kleines bisschen verächtlich wirkende
    "nicht-betroffene können das ja sowieso nicht verstehen" durch Deine Formulierungen, die im Unterton dann auch leicht aggressiv wirken..

    Du würdest dich wahrscheinlich wundern was Nicht-Betroffene alles so verstehen können, wenn man es ihnen nur mal richtig "erklärt"..
    womit wir wieder bei meiner ursprünglichen Frage wären..
    Was ist daran so schwer sich Anderen zu erklären ?
    Sei es der Staat oder ein anderes Gegenüber..
    Diese Erklärungen hören erst dann auf, wenn alle den gleichen Kenntnisstand haben..

    ""Wehe dem, sie büßen Ihre äußeren Geschlechtsmerkmale ein.""..

    Siehst Du das so ?
    Siehst Du deine äußeren Geschlechtsmerkmale, durch welche Einflüße auch immer, als "eingebüßt" an ?

    ""Gender bedeutet nicht schlicht Geschlecht, sondern soziales Geschlecht, was mit der Sache um die es hier geht, bestenfalls sekundär etwas zu tun hat.""..

    Nun..
    Ich nehme dazu mal 2 Quellen :

    ""In der Linguistik bezeichnet das Wort gender zunächst im Englischen den Genus bzw. das grammatikalische Geschlecht d.h. die Unterscheidung zwischen weiblich, männlich und sächlich. Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch wird gender als Bezeichnung für das soziale Geschlecht und in Abgrenzung dazu sex als biologisches Geschlecht definiert.""..

    www.uni-bielefeld.de/gendertexte/gender.html

    Die Uni Bielefeld spricht hier schon mal von wenigstens 3 Geschlechtern..
    Weiblich, Männlich, Sächlich..

    ""Der Begriff Gender [dnd] bezeichnet in den Sozialwissenschaften die durch Gesellschaft und Kultur geprägten Geschlechtseigenschaften einer Person in Abgrenzung zu ihrem biologischen Geschlecht (engl. sex). Er wird in diesem Kontext meist mit soziales Geschlecht übersetzt und dient u.a. zur analytischen Kategorisierung.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Gender

    Wikipedia spricht hier von der Soziologie, und grenzt sich gegen das biologische Geschlecht ab..
    Was mehr für die Ansicht spricht, es gäbe nur 2 biologische Geschlechter, aber mehrere soziale Geschlechter..

    Ich bezweifle aber daß man das Eine ohne das Andere betrachten, oder auch beschreiben kann..

    Von "Gaga" sind wir dort weit entfernt..
    Gender-Mainstreaming und Gender-Forschung als "Gaga" zu bezeichnen hat dann auch mehr Widersprüchlichkeit in sich, als ich hier je aufbauen könnte..

    ""Ihr Gehirn in äußerlichen Geschlechtsmerkmalen zu verorten""..

    Davon steht in meinen Kommentaren nicht eine Silbe..
    Wie kommst du eigentlich auf diesen Unsinn ?

    Mal abgesehen davon das sich im Darm mehr vernetzte Nervenzellen befinden als im Gehirn, was Rückschlüße darauf zuläßt, was dann "Denken aus dem Bauch heraus" erst möglich macht..
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#55 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 11:56hHannover
  • Antwort auf #49 von SabSchwanczar
  • ""Da Sie aber ohnehin gar nicht den Willen haben, sich damit zu befassen, werden Sie es ohnehin nicht verstehen.""..

    Dein aggressiver Unterton ist also politisch motiviert..
    Kuck an..
    Aber gerne noch einmal..
    Du wirst Dich wundern was Menschen alles verstehen, wenn man es ihnen nur richtig erklärt..

    Deinen unmotivierter Angriff gegen das, womit ich mich so alles zu beschäftige, lasse ich mal so stehen..

    ""Übrigen sind die gezielt hier her geholten mehreren Millionen Zuwanderer in den seltensten Fällen Flüchtlinge.""..

    Wer holt Menschen hier her ?
    Woher stammt die Zahl der ""mehreren Millionen"" ?
    Über welchen Zeitraum sind diese ""mehreren Millionen"" angeblich ""gezielt hier her geholt"" worden ?

    ""Ich wünsche Ihnen noch viel Freude mit Ihren vorgefassten Meinungen.""..

    Die sich von Deinen hier vorgetragenen ""vorgefassten Meinungen"" durch genau was dann unterscheiden ?

    ""Schauen Sie ruhig auch mal in Berlin Adlershof vorbei und legen Sie am Ort der abgefackelten Schwangeren einen Kranz nieder.""..

    Solche "Ratschläge" sind anmaßend, und bestenfalls ein Zeichen der eigenen Arroganz, aus der heraus man "annimmt", das gegenüber hätte von den Vorgängen keine Ahnung, oder sei dort nch nicht gewesen..

    Ich könnte Dutzende Erinnerungsorte aus 4 Jahrzehnten aufzählen, an denen ich schon überall gewesen bin..
    Nützlich wäre das dann immer noch nicht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#56 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 12:01hHannover
  • Antwort auf #50 von Sabrina Schwanczar
  • ""Es sind Zwitter, die zum Zweck der Entrechtung für Geschlechtsidentitätsgestört erklärt werden und nicht damit die Kasse zahlen muss.""..

    ""Ihre Argumentation entlarvt Sie als einen Vertreter derjenigen, die sich mit der Verleumdung von Zwittern als Trans* eine goldene Nase verdienen.""..

    Paßt dann auch hübsch zu :
    ""Von Wissenschaft und Biologie haben Sie offenbar keinen blassen Schimmer.""..

    Dieser hanebüchene Unsinn ist es nicht wert weiter kommentiert zu werden..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#57 SabSchwanczarEhemaliges Profil
#58 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 12:19hHannover
  • Antwort auf #51 von SabSchwanczar
  • ""Ja - zum Beispiel die Gebärmutter
    (haben Schwule nicht - insofern meinerseits Nachsicht für Sie)""..

    Die Gebärmutter ist von Außen zu sehen ?
    Kuck an..
    Hier ist ein Superheld mit Röntgenblick unterwegs..
    Denn auch Chromosomensätze sind zumeist ohne Röntgenmikroskop nicht sichtbar..

    ""Sie vertreten genau die Positionen derer""..

    Ich "vertrete" hier gar nichts..

    Ich habe EINMALIG ie Frage aufgeworfen WAS GENAU es Dir eigentlich so schwer macht Dich EINMALIG gegenüber dem Staat zu "erklären", und damit unwiderruflich und feststellbar klar steht, wer und was Du bist ?

    DU allerdings antwortest auf diese Frage mit Geschwurbel..
    Zwischenzeitlich gewinne ich den Eindruck, Du bis nicht Trasnsexuell/Transident/Transgender, sonder Intersexuell ?

    Dann trifft dich das bestehende oder ein neues "Transsexuellengesetz" genau wie ?
    Bei einer Änderung des Geschlechtseintrages ?
    Bei der Namensänderung ?
    Und ?
    Wo liegt dort das Problem zu sagen wer man ist ?
    Sollen die Leute am Standesamt das Googlen oder aus der Glaskugel ersehen ?

    Deshalb die Frage vielleicht noch einmal konkretisierend dazu, es geht nicht darum MIR zu erklären was und wer Du bist, sondern welche Hindernisse Du bezogen auf den Gesetzesvorschlag der Grünen Du siehst, die es Menschen wie Dir "unmöglich" machen, es zu tun ?

    Mal so zum Verständnis..
    JEDER Bürger macht das, respektive die Eltern bei der Geburt..
    Sie lassen die Geburt als Verwaltungsakt in die Register des Standesamtes eintragen..
    Wenn das nun geändert werden soll, dann muß man sich schon mal dazu erklären WIESO..

    Alternativ kann man dieses Register abschaffen..
    Allerdings dann auch bitte für ALLE !
    Dann allerdings erklären sich alle Bürger jedesmal bei jedem Verwaltungsakt in jeder Behörde, bei jedem Umzug auf der Meldestelle, bei jeder Steuererklärung..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#59 RerunProfil
  • 12.05.2017, 12:42hBad Salzuflen
  • Ausgerechnet Volker Beck fordert sexuelle Selbstbestimmung . Also der Volker Beck, der sich massiv dafür eingesetzt hat, dass die Menschen, denen als Kind die Geschlechtsidentität "Junge" aufgedrückt wird, einfach so Teile der Sexualorgane chirurgisch entfernt werden dürfen.

    Fragt sich, was er einem solchen zwangsoperierten Kind sagt, wenn es sich ab 14 der Geschlechtsidentität "weiblich" zugehörig fühlt. Konsequent müsste er dann je klar von Genitalverstümmelung sprechen.

    Sorry Herr Beck, diese inkonsquente Scheisse zugunsten von Religionen braucht kein Mensch.

    Gleiches Recht, jedes Geschlecht.
  • Antworten » | Direktlink »
#60 HantewiEhemaliges Profil
  • 12.05.2017, 12:51h
  • ...It's funny to watch different "white" transfolk "exloring theories" about their IDENTITY and EXISTENCE...

    ...Constructs of any kind seem to be very important for self-acceptance...they circle like their own moon around itself...*eyerolling*

    We won't go there - there are fire-breathing dragons of alienation waiting for you.

    ...Seems that they will never get it. - Sorry.
  • Antworten » | Direktlink »
#61 Sabrina SchwanczarAnonym
#62 ursus
#63 ursus
  • 12.05.2017, 17:04h
  • Antwort auf #52 von blödernickzwang
  • "Wie jemand hier schon schrieb, jeder Mensch, ob Trans oder nicht muss gute Gründe nachweisen können, seinen Namen ändern zu dürfen. Warum wollen Transmenschen oft alle gleichen Rechte, aber sind bei den Pflichten dann beleidigt?"

    da sich das wohl auf meinen kommentar bezieht: ich habe nur versucht, meinen stand der aktuellen gesetzeslage zu beschreiben, die ganz bestimmte, recht eng gefasste begründungen zur bedingung macht. ich selbst halte eine begründung der namensänderung in keiner weise für notwendig.

    in finnland kann man beispielsweise seinen namen einfach online selber ändern. die staatliche zuordnung bleibt aufgrund der unveränderlichen sozialversicherungsnummer gesichert.

    ob das dort für die änderung von einem männlich zugeordneten namen in einen weiblichen auch gilt, weiß ich allerdings nicht. da die sozialversicherungnummer u.a. auch das geschlecht kodiert, bleiben auch dort noch entsprechende probleme zu lösen.
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#64 ursus
  • 12.05.2017, 17:07h
  • Antwort auf #58 von TheDad
  • "Alternativ kann man dieses Register abschaffen..
    Allerdings dann auch bitte für ALLE !
    Dann allerdings erklären sich alle Bürger jedesmal bei jedem Verwaltungsakt in jeder Behörde, bei jedem Umzug auf der Meldestelle, bei jeder Steuererklärung.."

    warum denn auf einem zehntel des weges stehenbleiben? es gibt kaum behörden, die wirklich einen sachlichen grund haben, das geschlecht zu erfassen. bei den allermeisten, wenn nicht bei allen, könnte man diese angabe ebenso gut einfach komplett weglassen. natürlich für alle.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#65 HantewiEhemaliges Profil
#66 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 22:33hHannover
  • Antwort auf #57 von SabSchwanczar
  • ""Es stimmt doch nicht, dass im Recht alles begründet werden muss.
    Nehmen wir den Schluss der heterosexuellen Ehe.
    Da muss gar nichts begründet werden.""..

    Nonsens..
    Zunächst "erklären" 2 Menschen das sie eine Ehe eingehen wollen..
    Indem sie das Aufgebot bestellen, daß dann 4 Wochen lang öffentlich aushängt und auffordert mögliche Einsprüche dagegen zu "erklären"..

    Dann erklärt man noch mittels einer "Ehe-Fähigkeitsbescheinigung" auch eine Ehe überhaupt eingehen zu können..
    Weil man damit nachweist noch nicht in einer Ehe oder ELP zu leben..

    Und dann "erklärt" der/die Standesbeamte die Ehe für geschlossen, und damit für "begründet"..
    Das ist ein schlichter juristischer Vorgang, denn es wird ein Vertrag geschlossen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#67 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 22:41hHannover
  • Antwort auf #62 von ursus
  • ""mir ist nicht klar, weshalb wir die kosten für medizinische leistungen anderswo ansiedeln sollten als bei der krankenversicherung.""..

    Weil mich der Gedanke umtreibt wieso man eigentlich Kosten für "Leistungen" die nicht mit Krankheit, Diagnose und "Heilung" in Verbindung stehen unbedingt der Krankenkasse auferlegt, oder ob es nicht sinnvoll sein kann diese Kosten dem SGB zu überantworten, in dem es im SGB VIII ein eigenes gesetzliches Konstrukt zur "Übernahme von Kosten für die Teilhabe" unter dem Gesichtspunkt Inklusion gibt ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#68 TheDadProfil
  • 12.05.2017, 22:47hHannover
  • Antwort auf #64 von ursus
  • ""warum denn auf einem zehntel des weges stehenbleiben? es gibt kaum behörden, die wirklich einen sachlichen grund haben, das geschlecht zu erfassen. bei den allermeisten, wenn nicht bei allen, könnte man diese angabe ebenso gut einfach komplett weglassen. natürlich für alle.""..

    Fällt Dir spontan ein welche Behörde im Schriftverkehr diese "Zuweisung" eigentlich wirklich braucht ?
    Außer zur Anrede im Brief vielleicht ?
    Mir fällt dazu nämlich grad keine Behörde ein..

    Es sei denn man will über die Schulbehörde bei der Anmeldung der Kinder vermeiden daß sich Klassen bilden in denen nur "Mädchen" oder nur Jungen" zusammenkommen..
    Oder in Kindergärten..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #64 springen »
#69 ursus
  • 12.05.2017, 23:21h
  • Antwort auf #68 von TheDad
  • "Fällt Dir spontan ein welche Behörde im Schriftverkehr diese "Zuweisung" eigentlich wirklich braucht ?"

    wir haben ja noch mindestens ein geschlechtsspezifisches gesetz, nämlich die wehrpflicht. sonst fällt mir auch nichts ein, was die staatliche erfassung erfordern könnte. umso mehr frage ich mich, warum du schriebst:

    "Dann allerdings erklären sich alle Bürger jedesmal bei jedem Verwaltungsakt in jeder Behörde, bei jedem Umzug auf der Meldestelle, bei jeder Steuererklärung."

    wozu also sollte das gut sein?

    "Außer zur Anrede im Brief vielleicht ?"

    "guten tag, eike schulz, wir bitten Sie..." - problem gelöst. gerade bei größtenteils automatisiertem schriftverkehr ist genderneutrales schreiben relativ leicht.
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#70 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 12.05.2017, 23:23h
  • Antwort auf #66 von TheDad
  • Zitat:
    "Dann erklärt man noch mittels einer "Ehe-Fähigkeitsbescheinigung" auch eine Ehe überhaupt eingehen zu können..
    Weil man damit nachweist noch nicht in einer Ehe oder ELP zu leben.."

    In Deutschland muss niemand eine Ehe-Fähigkeitsbescheinigung vorlegen.

    Das wäre auch wirklich absolut krank im Kopf.

    Ob jemand bereits verheiratet ist, das ersieht der Standesbeamte aus seinen Unterlagen.

    ----

    Es genügt in Deutschland, die Ehe zu beantragen (und anzugeben, wie der Familienname lauten soll)

    Und genauso muss es - immer rechtsstaatliche Maßstäbe vorausgesetzt - auch genügen, wenn Menschen beantragen, den Vornamen und/oder den Geschlechtseintrag zu ändern und angeben, wie der Vorname zu lauten hat.

    Woher rührt Ihr Bedürfnis, Menschen das Leben schwer zu machen?
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#71 ursus
#72 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 12.05.2017, 23:41h
  • Antwort auf #67 von TheDad
  • Zitat:

    """mir ist nicht klar, weshalb wir die kosten für medizinische leistungen anderswo ansiedeln sollten als bei der krankenversicherung.""..

    Weil mich der Gedanke umtreibt wieso man eigentlich Kosten für "Leistungen" die nicht mit Krankheit, Diagnose und "Heilung" in Verbindung stehen unbedingt der Krankenkasse auferlegt,"

    ----

    Antwort:
    Es liegt hier eine Form von Zwischengeschlechtlichkeit, von Intersexualität vor.

    Ich nannte die betreffende Literatur, die das unwiderlegt nachweist:

    d-nb.info/948413921
    d-nb.info/953869040
    d-nb.info/987714082

    Es gibt noch viele weitere Studien, zum Beispiel an den mit "zu kleinen" (zwittrigen) Penissen geborenen Kindern, deren Genital man in Richtung weibliches Aussehen verstümmelt hat, wo man statistisch nachwies, dass das psychische Geschlecht trotz aller Psychomanipulationsversuche männlich war.

    Bei denen, die den Vornamen und den Geschlechtseintrag ändern wollen, ist der Körper eben wissenschaftlich gesichert biologisch nicht einheitlich einem Geschlecht zuzuordnen.
    Es besteht eine Diskrepanz zwischen dem durch Hormone geprägtem Außeren und dem Kerngeschlecht, welches im Gehirn sitzt.
    Oftmals sind weitere körperliche Merkmale dem Gegengeschlecht entsprechend entwickelt.

    Der Penis bestimmt nicht darüber, ob jemand männlich ist oder weiblich. Es ist immer das Gehirn.

    Beweis:
    Brust- oder Penisverlust erzeugt keinen Geschlechtswechselwunsch.

    Eben weil das Geschlecht im Gehirn sitzt.

    --------------

    Es geht hier weniger um chirurgische Eingriffe, sondern vor allem um die Hormonbehandlung.

    Wenn die Krankenkassen, diese Inkassounternehmen der Medizin-Industrie, nicht den Menschen gigantische 16% des Lohnes als Schutzgeld abpressen würden, dann hätten die meisten Betroffenen genug Geld, um die Hormonbehandlung aus eigener Tasche zu bezahlen, was übrigens viele trotz Schutzgeld an die Krankenkassen machen müssen, weil sich diese kranken Geschlechtskontrolleure aus der Ärzteschaft oft weigern, die notwendigen Untersuchungen zu machen und ein Rezept auszustellen.

    So sieht das aus.

    -------

    Der Staat hat Schulden bei den Betroffenen - und nicht umgekehrt.
    Das möchte ich mal unmissverständlich gesagt haben.

    Nur - um die Sache mal vom Kopf auf die Füße gestellt zu haben.
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#73 TheDadProfil
  • 13.05.2017, 00:44hHannover
  • Antwort auf #69 von ursus
  • ""wir haben ja noch mindestens ein geschlechtsspezifisches gesetz, nämlich die wehrpflicht.""..

    Nun ja..
    Das Schöne am Wehrpflichtgesetz ist, das immer nur der Teil gelesen wird, der für den Friedensfall gilt..
    Im Verteidigungsfall werden jedoch auch Frauen für den Dienst verpflichtet, vor allem Ärztinnen und Pflegendes Personal, aber auch technisches Personal wie Kraftfahrer, Elektriker usw., usf..

    Der einzige Unterschied bestand hier für den "Dienst an der Waffe"..

    Inzwischen sind Frauen aber Teil der Armee in allen Waffengattungen, und allen Dienstgraden..
    Soldat*innen sind wehrpflichtig für den Verteidigungsfall bis zum 45. Lebensjahr auch nach dem Ausscheiden, und Unteroffiziere und Offiziere bis zum 60. Lebensjahr..
    Nach der "Abschaffung" (die ja gar keine war) der Wehrpflicht sehe ich hier keine wirklichen Unterschiede mehr..
    Man wird wieder eingezogen wenn man gebraucht wird..
    Auch im Katastrophenfall bei einem Super-Gau beispielsweise..

    """Dann allerdings erklären sich alle Bürger jedesmal bei jedem Verwaltungsakt in jeder Behörde, bei jedem Umzug auf der Meldestelle, bei jeder Steuererklärung."

    wozu also sollte das gut sein?""..

    Das war ja Teil der Frage..
    Wenn es Probleme bereitet sich einmalig zu erklären, um dieser dann doch willkürlichen, aber eben bestehenden Einteilung in die Zwei-Geschlechtlichkeit nachzukommen, dann erfolgt das vielleicht jedesmal bei jedem Verwaltungsakt, weil ein Eintrag im Ausweis beispielsweise unterbliebe..
    Der Finanzbeamte fragt aber dann nach, um vielleicht dahinterzukommen ob man als "Mann" "spezifische Arbeitskleidung" überhaupt absetzen kann, wenn es sich doch um Kleidung für Frauen handelt..
    Oder ähnlicher Unsinn halt..

    Im Prinzip "befreit" uns doch der Eintrag im Ausweis von der "Mühe" jedesmal erklären zu müssen wer und/oder was man ist..
    Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage..
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#74 TheDadProfil
  • 13.05.2017, 00:57hHannover
  • Antwort auf #70 von Sabrina Schwanczar
  • ""In Deutschland muss niemand eine Ehe-Fähigkeitsbescheinigung vorlegen.""..

    Die heißt heutzutage nicht mehr so, bescheinigt dann aber das man entweder Ledig ist, oder rechtskräftig geschieden..
    Siehe :

    ""Sonderfälle der Trauung

    Je nach persönlicher Lebenssituation gibt es viele verschiedene Konstellationen bei einer Trauung. Für diese Fälle sind zusätzlich Unterlagen bei der Anmeldung zur Eheschließung mitzubringen. Einen schnellen Überblick gewinnen Sie mit der folgenden Übersicht:""..

    www.hochzeit-perfekt-geplant.de/artikel/trauung-standesamt.h
    tml


    ""Ob jemand bereits verheiratet ist, das ersieht der Standesbeamte aus seinen Unterlagen.""..

    Das sind eben nicht "seine" Unterlagen, sondern DEINE Unterlagen, die mußt DU "beibringen", also vorlegen..

    ""Woher rührt Ihr Bedürfnis, Menschen das Leben schwer zu machen?""..

    Vielleicht von der Idee "" rechtsstaatliche Maßstäbe"" einzuhalten..
    Denn es macht nicht wirklich Sinn wenn sich jeder Mensch nach Belieben den Vornamen verändert..
    Dazu sollte es schon einen Grund geben..
    Das hatten wir aber weiter oben schon..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#75 TheDadProfil
  • 13.05.2017, 01:02hHannover
  • Antwort auf #71 von ursus
  • ""an welche leistungen denkst du dabei?""..

    An alle Leistungen die jetzt auch geleistet werden, egal ob sie nun "freiwilliger natur" seien wie operative Maßnahmen, oder verpflichtend wie "begleitende Psychologische Betreuung"..

    Ich denke ein Teil des Stigmas rührt aus der Tatsache daß diese Leistungen von den Krankenkassen gezahlt werden..
    Natürlich kann man hier einwenden "Sozialamt" ist da nicht besser..
    Ob das wirklich so ist, weiß ich nicht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#76 TheDadProfil
  • 13.05.2017, 01:16hHannover
  • Antwort auf #72 von SabSchwanczar
  • ""Ich nannte die betreffende Literatur, die das unwiderlegt nachweist:""..

    Wie Bereits in der Antwort auf Dein Post angemerkt ist der Verweis auf eine Titelliste bei der Nationalbibliothek nicht hilfreich..
    Ich habe daher um den Link zu einem Volltext gebeten..
    Vergeblich..

    Zu Deiner Erklärung hier..
    Das sind dann völlig andere Voraussetzungen als bei Transsexuellen/Transgendern/Transidenten Menschen..
    Inwiefern trifft dann hier auf Dich das "Transsexuellengesetz" zu, wenn es doch eigentlich "nur" um eine Änderung des Vornamens geht, in dem das Personenstandsgesetz greift ?

    Oder geht es hier dann auch um Rekonstruktion der Verstümmelten äußeren Geschlechtsmerkmale, und ist hier dann das "Transsexuellengesetz" maßgebend ?
    Wenn ja, wieso ?
    Wäre das nicht ein Fall von "Rehabilitation" aufgrund von "ärztlichen Kunstfehlern", wie man falsche Behandlungen verniedlichend benennt ?

    ""Es geht hier weniger um chirurgische Eingriffe, sondern vor allem um die Hormonbehandlung.""..

    Äh ?
    Klinefelder und ähnliche "hormonelle Diskrepanzen" bedingen nicht automatisch "hormonelle Behandlungen" nach dem "Transsexuellengesetz"..
    Das ist eine Frage der Definition der vorliegenden "hormonellen Störungen"..
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#77 RerunProfil
  • 13.05.2017, 11:27hBad Salzuflen
  • Antwort auf #69 von ursus
  • Wir haben nicht nur eines: §226a StGB vs §1631d BGB. Eine Beschneidung an einem Mädchen mit Penis dürfte dann ja Genitalverstümmelung sein. Umkehrt ist dann eine Vorhautreduktion an einem Jungen mit Scheide dann ja straffrei.

    Das zeigt die ganze Absurdität dessen, was Volker Beck aus religiöser Rücksichtnahme zu verantworten hat.

    Auch die Grünen sind da völlig inkonsquent. Man kann nicht Geschlechter in ein variables Kontinuum aufweichen und gleichzeitig soetwas wie §1631d BGB schaffen.

    Gleiches Recht, jedes Geschlecht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #69 springen »
#78 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 13.05.2017, 11:57h
  • Antwort auf #77 von Rerun
  • Volker Beck ist Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

    Dem Gesetzentwurf zugestimmt haben übrigens auch Pharmalobbyist Jens Spahn und der Theologe Wolfgang Thierse, die bei Jauch dann der Kathrin Oertel Vorhaltungen über Religionsfreiheit gemacht haben.

    Man darf gerade bei Volker Beck, der dann auch noch mit Drogen erwischt wurde, nicht übersehen, dass er mehr oder weniger eine öffentliche Person der Schwulenszene ist, der er damit sehr geschadet hat.
    Er hätte zurücktreten müssen.

    Auch die Zurückhaltung des LSVD in dem Zusammenhang hat mich sehr verwundert.

    Die Organisatoren des Berlin CSD hatten dann noch die Leuthäuser-Schnarrenberger, die das Gesetz zur Straffreiheit der Beschneidung von Jungen eingebracht hat, als Rednerin eingeladen. Die merken doch nichts mehr. Natürlich gehe ich unter solchen Vorzeichen nicht zu diesem CSD,
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#79 Gegen die WandAnonym
  • 13.05.2017, 17:03h
  • Es ist immer wieder interessant und erschreckend, hier und anderswo die Diskussionen zum Thema Transsexualität/Transgender/Transidentität zu lesen. Jedes Mal werfen diejenigen, die sich selbst in irgend einer Form als Trans*** definieren, den sogenannten "Normalos" oder "Cis-Personen" vor, ihre Daseinsform ja überhaupt nicht zu kapieren. - Gerne auch begleitet von Unterstellungen der Bösartigkeit oder rückwärtsgewandten Ignoranz.

    Gleichzeitig kloppen sich die Betroffenen aber jedes Mal heftigst untereinander, welche Beschreibungen, Begriffe und nicht zuletzt gesetzliche Regelungen denn überhaupt wünschenswert wären.

    Da treten dann immer jene auf den Plan, die sich als die "wahren Transsexuellen" oder z.T. auch als "Intersex" mit biologisch gegengeschlechtlichen Gehirnen bezeichnen, die mit "Gendergaga" und "Bigender- und Trigender-Kram" nichts zu tun haben wollen, und fetzen sich mit den Vertretern von trans-alliance und Co., die ein buntes Sammelsurium von demi/bi/queer-Gender uvm. irgendwie unter dem "trans"-Schirm platzieren.
    Dann tritt Hantewi auf den Plan, die darüber lästert, dass westliche Kulturen im Allgemeinen und Deutsche im Besonderen ja viel zu sehr in binärer Mann-oder-Frau-Denke verhaftet seien - im Gegensatz zu ihrer und anderen native American-Kulturen, die da ja viel besser seien mit Optionen jenseits von nur "Mann oder Frau" hinaus. Gleichzeitig insistiert sie in anderen Threads, bitte unbedingt als Frau bezeichnet zu werden, und erzählt stolz davon, eine operativ angefertigte Vagina zu besitzen, die genauso funktioniere, wie die aller anderen Frauen auch. Soviel zum Thema "über Frau-Mann-Binarismen hinausdenken"...

    Frau Sabrina S. stellt inzwischen kontroverseste Studien zum Thema "biologisches Hirngeschlecht" als angeblich unkontroverse, objektiv belegbare wissenschaftliche Fakten dar... und verwahrt sich gleichzeitig vehement gegen jegliche Art der Diagnostik in diese RIchtung, weil nur subjektive Selbsteinschätzungen zu zählen haben: Wer sich als Frau fühlt, sei eine Frau, Nachfragen unerwünscht. (Mit derselben Logik wären Anorexiker, die sich aufgrund bestimmter psychischer oder neurochemischer Konstellationen mit 40kg immer noch als zu dick empfinden, tatsächlich als übergewichtig anzuerkennen, und sofort ohne weitere Nachfragen von der Krankenkasse mit Abnehmpillen oder Magenbändern zu versorgen... was aber niemand kritisch anmerken darf, denn das wäre natürlich komplett transphob.)
    Ebenso erschließt sich kaum einen denken Menschen, wieso denn "Zwitter" mit "biologisch weiblichen Gehirnen" (Zitat Sabrina S.) und ansonsten vollständig männlichen Körpern oder umgekehrt denn nun unbedingt als Mann oder Frau zu gelten haben, und hier kein drittes Geschlecht als Bezeichung viel sinnvoller wäre. Auch hier aber: Bitte keine kritischen Nachfragen, denn wer sich als Trans** bezeichnet, hat immer Recht, und wer immer eine kritische Nachfrage stellt, ist böser Unterdrücker.

    Kurzum: Sämtliche Trans**menschen in diesem Forum widersprechen sich nicht nur ziemlich selber, sondern liegen permanent miteinander bzw. gegeneinander im Clinch, wer sie wie mit welchen Forderungen institutionell vertreten solle, wer oder was sie denn nun eigentlich sein wollen, und welche Beschreibungen und Bezeichnungen die "Richtigen" seien.
    Und während sich die Damen und Herren Betroffenen also vollkommen uneins sind, was denn nun richtig sei, wird bitterböse beleidigte und empörte Front gemacht gegen die "Normalos", die angeblich partout permanent alles falsch sagen, falsch machen, und falsch verstehen.

    Schließlich endet diese Pseudo-DIskussion dann jedesmal damit, dass von Seiten der miteinander permanent im Clinch liegenden Trans-"Community" gefordert wird, dass sich "cis-"/"normalo"-Menschen bitteschön überhaupt nicht in deren Belange einzumischen haben, da sie Trans***-Selbstdefinitionen nichts angehen... während gleichzeitig eine komplette Redefinition der allgemein üblichen Geschlechterbegriffe eingefordert wird, die konzeptuell ebenso wie praktisch (Umkleideräume, Sportmannschaften etc.) alle Menschen betreffen. Ganz zu schweigen davon, dass ein lautstarker Teil der Trans**-Bewegung mittlerweile dazu übergegangen ist, online lebische Frauen als bigotte transphobe TERFs zu beschimpfen, wenn sie nicht auf männliche Körper mit Penissen stehen, weil männliche Körper mit Penissen jetzt als "weiblich" zu gelten haben, wann immer deren TrägerInnen dies behaupten. - Außer natürlich, wenn verfeindete Trans*vertreterInnen selber dies als Gendergagakram ablehnen, etc.

    Tut mir leid, Leute. Ich wünsche allen Menschen, trans-, cis- und sonstewas, ein glückliches und selbstbestimmtes Leben. Aber diese Art der Grabenkämpfe schadet einfach nur allen Beteiligten.
  • Antworten » | Direktlink »
#80 Janana
  • 13.05.2017, 19:48h
  • Antwort auf #79 von Gegen die Wand
  • Und irgendwann taucht immer irgendjemand aus dem Nichts auf, der/die offenbar fleißig mitliest, teilt gegen alle Beteiligten aus - und das ganze anonym - wie passend.

    Weil die Diskussionen immer auf die ein oder andere Variante gleich verlaufen, diskutiere ich auch nicht mehr mit - aber wenn ich es tue, dann bin ich eine Person - wie andere auch - und nicht irgendein anonymes unbekanntes Gespenst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#81 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 13.05.2017, 20:35h
  • Antwort auf #79 von Gegen die Wand
  • Es wäre ganz nett, wenn Sie sich an das halten würden, was ich geschrieben habe.

    Ich habe nirgends geschrieben, dass nicht diagnostiziert werden darf.

    Nur hat so etwas nichts in einem Personenstandsgesetz zu suchen.

    Und zum Zweiten hat über Diagnostik und Behandlung niemals der Arzt oder sonst ein Dritter zu entscheiden, außer bei Nichtansprechbarkeit nach Schlaganfall, Unfall oder ähnlichem. Das ist übrigens geltendes Recht.

    Sie tun hier genau das, was Sie anderen vorwerfen.

    Und so geht es weiter.

    Nirgends habe ich behauptet, dass die von mir genannte Literatur wissenschaftlicher Konsens ist.

    Wissenschaftlicher Konsens ist, dass Transsexuelle Persönlichkeits- und Verhaltensgestörte sind, Klassifiziert in den ICD-10 unter F64:

    www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-gm/kodesuche/onlinefass
    ungen/htmlgm2013/block-f60-f69.htm


    So wissenschaftlich, und so moralisch ... denen kann man getrost sein Kind anvertrauen.

    Ich hatte geschrieben, dass die von mir genannte Literatur bislang nicht widerlegt ist und somit natürlich wissenschaftlich Bestand hat.

    Meine Intention ist eben gerade, dass die Menschen selbst darüber befinden sollen dürfen, als was sie sich sehen.

    Und das setzt voraus, dass das unter anderem nicht durch solche Vorgaben wie "Geschlechtsidentität" in dem §1 dieses laienhaften Gesetzentwurfs schon wieder ausgehebelt wird.

    Was ist daran schwer zu verstehen?

    -----------------------

    Diese Wichser, diese Voyeure aus Justiz, Ärzteschaft und staatlicher Verwaltung sollen sich um Ihre eigenen Sachen kümmern, statt die Gelegenheit eines Antrags auf Änderung von Namens- und Geschlechtseintrag zu missbrauchen, anderen Leuten unter der Wäsche rumzufummeln (bildlich gesprochen).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #79 springen »
#82 Gegen die WandAnonym
  • 13.05.2017, 20:55h
  • Antwort auf #80 von Janana
  • Sehr viel weniger anonym als mein Nick ist "Janana" ja nun auch nicht. Wenn Du der Beobachtung zustimmst, dass diese Diskussionen immer wieder gleich verlaufen - inclusive der Tatsache, dass sich diverse Trans*vertreterInnen darum kloppen, wer nun wie die wahre Trans*heit gepachtet hat, sich darüber in heftigste Selbstwidersprüche verhangeln, und jeder kritischen Nachfrage dazu Ignoranz oder Transphobie unterstellen - dann kannst du ja vielleicht auch nachvollziehen, weshalb manche an solchen Diskussionen nur noch anonym oder gar nicht mehr teilnehmen wollen. So gewinnt man jedenfalls keine UnterstützerInnen für seine Sache. Und wenn ich mir die früheren Diskussionen zu diesem Thema so durchlese, bin ich bei weitem nicht die einzige Person, die das inzwischen so sieht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#83 Gegen die WandAnonym
  • 13.05.2017, 22:03h
  • Antwort auf #81 von Sabrina Schwanczar
  • Oh wenn ich mir so anschaue, wie Sie z.B. The Dad auf seine Nachfragen der Ignoranz bezichtigt haben, nur um ihm dann die Ihnen genehmen wissenschaftlichen Studien mit den Ihnen genehmen Interpretationen als angeblich wissenschaftlichen Stand der Dinge um die Ohren zu hauen, wirkte das nicht gerade wie eine Anerkennung derer Kontroversität. Im Gegenteil. Sie nannten diese fragwürdigen Inerpretationen (Reimer-Fall etc.) ja sogar als Beleg Ihrer These vom angeborenen statt sozial konstruierten Gender.

    Im übrigen stellt sich durchaus die Frage, weshalb Sie überhaupt so auf frag-würdige Theorien von Hirngeschlecht insistieren, um Ihrem subjektiven Gefühl eine objektive Legitimation zu verleihen, wenn Sie gleichzeitig insistieren, dass subjektive Selbstkundungen das einzige seien, was für den Staat sowie all Ihre Mitmenschen zu gelten habe.
    Diese subjektive Selbstdefinition gestehen Sie allerdings nur jenen zu, deren Selbstdefinition Ihnen in den Kram passt. Wer sich dagegen laut Selbstkundung als genderqueer, non-binary o.ä. bezeichnet, ist laut Ihrer Diktion nicht etwa darin zu respektieren, sondern "Gaga" bzw. von "Gendergaga" befallen. Beatrix von Storch lässt grüßen.

    Das ist widersprüchlich, dass es nur so kracht. Aber wer diese Selbstwidersprüche in Ihren Aussagen sieht, will oder kann Sie selbstverständlich aus Ignoranz oder unterdrückerischer Böswilligkeit einfach bestenfalls nur nicht verstehen oder ist, Zitat, "Wichser und Voyeur", der Ihnen an die Wäsche will. - Außer natürlich, wenn die "Wichser" bitteschön ohne weitere Nachfragen genehme medizinische DIenstleistungen auf Kosten der Allgemeinheit (welche aber bitteschön die Klappe zu halten und sich Nachfragen dazu zu enthalten habe) erbringen oder Ihnen genehme Studien produzieren, woraufhin die "Wichser" dann wieder flugs zu wissenschaftlichen Koryphäen werden, die Sie anderen gerne in Diskussionen als Beleg unter die Nase reiben. Das ist an tautologischer Selbstbestätigungslogik kaum zu überbieten.

    Auch vertreten Sie hier Theorien von Transsexuellen als "Zwittern" in einer Art und Weise, die diese als Fakt hinstellt und gepflegt ausblendet, dass ein großer Teil Intersexueller bzw. deren Vertreter mit dieser Vereinnahmung alles andere als einverstanden ist.
    Folgt man allerdings Ihrer biologistischen These vom weiblichen Hirn im männlichen Körper und plädiert auf dieser Basis dafür, Transsexuelle daher offiziell als Zwischengeschlecht anzuerkennen, verwerfen Sie diese Schlussfolgerung wieder flugs, um darauf zu beharren, dass nur ein Teil derselben nebst Ihrer subjektiven Empfindung als Ihr eigentliches Geschlecht von allen anzuerkennen sei. - Aber natürlich auch nur Ihre subjektive Selbsteinschätzung und nicht die der "Gendergagas", welche ja nicht die richtige Hirnphysiologie aufweisen, was aber keinesfalls überprüft sondern nur von Ihnen behauptet werden darf, während Sie im Bestehen auf Respekt vor Selbstbestimmung anderen dieselbe absprechen.

    Jau. Alles klar...
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#84 HantewiEhemaliges Profil
  • 13.05.2017, 23:48h
  • Antwort auf #79 von Gegen die Wand
  • Guten Abend,

    "...Dann tritt Hantewi auf den Plan, die darüber lästert, dass westliche Kulturen im Allgemeinen und Deutsche im Besonderen ja viel zu sehr in binärer Mann-oder-Frau-Denke verhaftet seien..."

    Was schlicht herrschende Realität ist - sowohl in "westlichen Kulturen im Allgemeinen" als auch in der "Deutschen im Besonderen".

    "...- im Gegensatz zu ihrer und anderen native American-Kulturen, die da ja viel besser seien mit Optionen jenseits von nur "Mann oder Frau" hinaus. Gleichzeitig insistiert sie in anderen Threads, bitte unbedingt als Frau bezeichnet zu werden..."

    Ich bin mir sicher, dass Sie nicht befähigt sind, die Kulturen der First Nations auch nur zu erahnen. Es sind über 500. Um unsere Konzepte Von "Geschlecht" - was bei uns nicht mal so heißt - auch nur im Ansatz zu verstehen, müssten sie zunächst unsere Sprachen erlernen. Es gibt in europäischen Sprachen nicht einmal die Termini, um unsere kulturellen Konzepte zu übersetzen. Wenn ich Ihnen jetzt erkläre, dass bei den Lakhóta das "3. Geschlecht" das "2. weibliche Geschlecht" ist und ich deshalb sehr wohl bei uns als Frau gelte und natürlich auch so angesprochen werden will, haben Sie noch lange nicht das kulturelle Konzept dahinter verstanden - stattdessen übertragen sie ungebeten Ihres. Sie tappen schlicht im Dunkeln.
    Ich spreche 3 Sprachen der First Nations und 3 europäische Sprachen - deshalb verstehe ich Ihre Kultur und kann mir die Konzepte dahinter erschliessen. Ich habe meine Arbeit getan.
    Tun Sie bitte Ihre Arbeit und erlernen Sie unser Sprachen - so, wie ich Ihre Sprachen gelernt habe. Das befähigt mich auch dazu internationale Aktivistin auf 3 Kontinenten zu sein. Sie werden Zeit investieren müssen - unsere Sprachen sind komplex wie Altgriechisch oder Sanskrit.
    Sie werden willkommen sein.

    ...

    Ich habe in einem anderen thread über verschiedene Op-Methoden geschrieben. Ich habe mich dazu veranlasst gefühlt, weil im gesamten Verlauf der Diskussion undifferenziert auf Basis der rückständigen OP-Methode PI "argumentiert" wurde. Ich habe - wie so oft in Deutschland - die Gelegenheit benutzt, um aufzuklären und zu informieren. Denn diese internationalen Standards sind medizinischer State Of The Art und entsetzlicherweise in Deutschland nahezu unbekannt - tragischerweise selbst bei Trans*.

    Bei Ihnen hört sich das dann so an:

    "...und erzählt stolz davon, eine operativ angefertigte Vagina zu besitzen, die genauso funktioniere, wie die aller anderen Frauen auch."

    Das ist eine Ungeheuerlichkeit, die zum persönlichen Stil einer Person viele Fragen aufwirft.

    ..."lästert"
    ..."insistiert"
    ..."erzählt stolz"

    Diese Wortwahl zielt darauf ab, eine Person zu diskreditieren.

    In unseren Kulturen ist es üblich, sich vorzustellen und zu sagen, wer man ist, wenn man mit einer Person kommunizieren will. - Ich weiß, dass es in Ihrer Kultur genau so ist.

    Sie haben das bisher versäumt.
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#85 TheDadProfil
  • 14.05.2017, 00:54hHannover
  • Antwort auf #81 von Sabrina Schwanczar
  • ""Nur hat so etwas nichts in einem Personenstandsgesetz zu suchen.""..

    Nur geht es in dem Gesetzentwurf der Grünen gar nicht um ein solches "Personenstandsgesetz" sondern um einen Entwurf der Reform des seit Jahren als in Teilen verfassungswidrig eingestuften "Transsexuellengesetzes"..

    Ansonsten fand ich aber die "Diskussionskultur" bezüglich der Thematiken hier durch "Gegen die Wand" ziemlich gut beschrieben..
    Wieso das nicht auch "anonym" geschehen sollte, verstehe ich hier nicht..
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#86 TheDadProfil
  • 14.05.2017, 01:10hHannover
  • Antwort auf #83 von Gegen die Wand
  • ""Sie nannten diese fragwürdigen Inerpretationen (Reimer-Fall etc.) ja sogar als Beleg Ihrer These vom angeborenen statt sozial konstruierten Gender.""..

    Interessanterweise wird gerade der Reimer-Fall immer wieder als Fallbeispiel herangezogen um gegen die Gender-Forschung zu Felde zu ziehen..

    Mit dieser Forschung hat der Reimer-Fall aber gar nichts zu tun, ebensoweinig wie mit Transsexualität, sondern eher mit Intersexualität..
    Denn hier wurde "versucht" aus einem Jungen ein Mädchen zu machen, nachdem eine Beschneidung an diesem Jungen wegen eines "überhitzten Elektro-Skalpells", das die Eichel des Kleinen unwiderbringlich verbrannte, schief gegangen war..
    Die Eltern wurden daraufhin von einem "Psychologen" dazu "überredet" den Jungen "umoperieren" zu lassen, denn dieser "Psychologe" war der Meinung, es sei möglich diesen "umoperierten" Jungen dann als Mädchen aufziehen zu können..
    Das "Projekt" scheiterte nicht zuletzt anhand der Tatsache das es sich bei David Reimer um einen Eineiigen Zwilling handelte, der mit dem Bruder den ständigen Vergleich vor Augen hatte..

    de.wikipedia.org/wiki/David_Reimer
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#87 Janana
#88 HantewiEhemaliges Profil
  • 14.05.2017, 13:20h
  • Antwort auf #85 von TheDad
  • "...Wieso das nicht auch "anonym" geschehen sollte, verstehe ich hier nicht..."

    Weil ich immer und überall für das, was ich schreibe und sage, mit meinem Namen und meiner Person einstehe - andere stehen für Nichts ein.

    Man kann mein Profil anklicken und gelangt dann zu einem link, der zeigt, wer ich bin. Inklusive Klarnamen.

    Ich bin ein "Jemand" - kein "Niemand".

    Bei uns gibt es ein kulturelles Konzept, das am besten mit dem europäischen Konzept "Augenhöhe" beschrieben ist - obwohl es noch weit darüber hinausgeht. Es ist unbedingte Vorraussetzung für jede persönliche Interaktion. Ein Gespräch ohne Augenhöhe gilt als Zumutung für alle Beteiligten.

    Was ist daran schwer zu verstehen?
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#89 Gegen die WandAnonym
  • 14.05.2017, 14:14h
  • Antwort auf #86 von TheDad
  • Also was Reimer jetzt mit Transsexualität zu tun haben soll, ist mir nicht so klar. Zumindest im klassischen Sinne und nicht, wie sie Sabrina interpretiert.
    Bezüglich der Bedeutung dieses Falls für die Gender-Forschung muss man neben vielen anderen Dingen aufpassen, was mit gender überhaupt gemeint ist. Üblicherweise bezeichnet sex in den Genderstudies ja das biologische Geschlecht und gender meint sozial Konstruiertes: Geschlechterrollen, Normen, Jungs heulen nicht, Mädchen mögen rosa etc.
    In Diskussionen zu Transsexualität wird gender aber wie viele andere Begriffe auch umgedeutet und bezeichnet dort inzwischen oft gerade nicht sozial Konstruiertes, sondern die These eines angeborenen meist irgendwie hirnphysiologisch begründetes inneren Geschlechts, was bei jemand z.B. auch weiblich sein kann, wenn der sonstige Körper (primäre und sekundäre Geschlechtsteile, Chromosomen, Gonaden, Hormone etc.) komplett männlich ist. Interessante These, aber trotz der paar von Sabrina verlinkten Studien (noch) nicht wirklich bewiesen.

    Der Reimer-Fall wird gerne als Beleg genommen, dass Geschlechterrollen und Selbstidentifikationen ja nicht sozial konstruiert sein können, weil er sich ja dank seiner Umerziehung ansonsten als Mädchen hätte fühlen müssen.
    Transaktivisten wie Sabrina nehmen den Fall dagegen gerne als Beleg für ein angeborenes inneres Geschlecht und Geschlechtsgefühl, weil der Junge sich ja trotz Umoperation von Penis zu einem damals ziemlich hingepfuschten Vagina-Imitat und sozialer Umerziehung trotzdem immer noch als Junge gefühlt hat.

    Beides ist m.e. ziemlicher Quatsch. Reimer hat trotz seines umoperierten Genitals eine ganz normale körperliche Entwicklung als Junge vollzogen, hatte die Statur und das gesamte Äußere eines Jungen, so dass niemand außerhalb des verschworenen Wir machen den jetzt einfach zum Mädchen-Zirkels ihn jemals als Junge gelesen hat. Er wurde in der Schule dafür gehänselt, kein richtiges Mädchen zu sein. Und dass mit seiner Mädchenhaftigkeit irgendwas nicht stimmt, wurde ihm auch dadurch vermittelt, dass er immer wieder zu Nachbehandlungen und eingreifendsten ärztlichen Untersuchungen musste, die man rückblickend als sexuellen Missbrauch bezeichnen kann.

    Liegt es nun also an einem angeborenen inneren Jungen-gender im Sinne Sabrinas, dass Reimer sich nicht als Mädchen gesehen hat oder liegt es daran, dass das gesamte Verhalten seines erweiterten sozialen Umfelds ihn (außer im engsten Familienkreis) nie wirklich wie andere Mädchen gesehen oder behandelt hat?

    Hier spielen eine Vielzahl von sozialen Faktoren eine Rolle. Die nature vs. nurture bzw. Natur vs. Kultur-Frage von Geschlechtsidentität kann dieser Fall einfach überhaupt nicht beantworten. Anderslautende Interpretationen sind fragwürdige Quacksalberei deshalb ärgert es mich auch besonders, wenn sie jemand zum Beweis ganz besonderen Kenntnisreichtums vorträgt.

    Ansonsten stimme ich mit Sabrina übrigens in einem Punkt durchaus überein: FALLS Gehirne physiologisch männlich oder weiblich sein können (was in der Neurobiologie ebenso umstritten ist wie in den Genderstudien) und es tatsächlich so ist, dass z.B. transsexuelle Dysphorie auf einer nicht-Übereinstimmung von Hirngeschlecht und dem biologischen Geschlecht des restlichen Körpers beruht, dann macht es durchaus Sinn, Transsexualität als eine Form der Intersexualität zu definieren.

    Sie kann aber nicht einfach behaupten, dass der Beleg dafür einzig das eigene Empfinden sei, und andererseits dann anderen Menschen ihr Selbstempfinden als illegitim absprechen. (nicht-binär-Fühlende mit ihrem Gendergaga etc.)

    Auch beantwortet sie überhaupt nicht die Frage, weshalb ein Mensch mit weiblichen Gehirn und ansonsten vollständig männlichem Körper einfach mal als Frau zu gelten habe, wenn sie es so sagt. Wieso kein drittes Zwischen-Geschlecht, für das es gewisse Kompromisse zu finden gilt? Wieso soll nur das Hirn und nicht der gesamte restliche Körper als relevant zählen?

    Tut mir leid, aber wenn ein haariger 2m-Mensch mit Pimmel und dicken Muckis gegen Mädels im Frauengewichtheben antreten will (ist gerade ein echter Fall in Australien), oder nackt in die Frauenumkleidekabine kommt, oder Lesben zuruft Transfrauen sind Frauen und wenn ihr nicht auf mich steht seid ihr transphob (Zitat Transaktivist Riley Denis), dann ist das m.E. nicht einfach so von allen fraglos hinzunehmen, nur weil der Mensch im Hirn bin ich aber Frau sagt. Kann man da nicht mal über vernünftige Kompromisse reden?

    Darf man aber alles nicht mehr sagen, weil angeblich böseböse TERF-Transphobie. Wer auch nur ansatzweise den aktuellen Aktivismus im Trans*-Bereich verfolgt, die Hexenjagd auf Chimamanda Ngozi Adichie, die Hexenjagd auf Rebecca Tuvel, etc., sollte sich nicht wundern, wenn manche Leute an diesen Diskussionen nur noch anonym teilnehmen wollen.
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#90 Gegen die WandAnonym
  • 14.05.2017, 14:52h
  • Antwort auf #84 von Hantewi
  • Hallo Hantewi. Nun komen wir also auch mal ins Gespräch, nachdem ich in den vorigen Threads zum Thema nur mitgelesen hatte. Ich bin auch nicht niemand, und Sie dürfen mich gerne an dem messen, was ich hier schreibe. Wieso brauchen Sie dafür einen Klarnamen?
    Zu Ihrem Kommentar: Da kennen Sie hiesige Queer-Theorie oder auch hiesige Queer-Aktivisten aber vielleicht nicht ganz so gut, wenn Sie pauschal unterstellen, dass hier nur in binären Mann-Frau-Strukturen gedacht wird. Oftmals sind es hierzulande die Transaktivisten selber, die genau darauf bestehen. Sie urteilen sehr pauschal über Hiesiges das kann man durchaus als Lästern bezeichnen, ohne Sie damit gleich furchtbar diskreditieren zu wollen?

    Auch ich spreche übrigens mehrere Sprachen, nicht nur aus dem westlichen Raum, und habe durchaus ein Gespür dafür, dass einige Konzepte sicher nicht einfach übertragen lassen. Die Ihrigen First Nations-Sprachen spreche ich nicht, aber bin nach bisherigen Kenntnisstand doch der Meinung, dass es dort traditionell eher nicht um chirurgische Körpermodifkationen geht. - Wobei ich letztere überhaupt niemandem absprechen möchte, diese mir aber doch nicht zuletzt aufgrund Ihrer eigenen Aussagen dazu insofern als ein Zugeständnis an "westliche" Auffassungen erscheint, dass es schwierig macht, dieselben im selben Atemzug einfach nur zu verurteilen. Auch verurteilten Sie im damaligen Thread eine transsexuelle Diskussionsteilnehmerin für ihre Aussagen dazu, in einem "falschen" Körper zu stecken, der "korrigiert" werden müsse. Kein Körper sei falsch oder korrekturbedürftig, sagten Sie dort. Da erstaunt es schon, dann von Ihren eigenen chirurgischen Körperumwandlungen zu lesen. Lakhóta-Sprachen und Konzepte im Detail zu lernen, wäre sehr spannend. Im Moment muss ich mich darauf verlassen, und basieren, was Sie hier darüber schreiben. Und wenn Sie z.B. berichten, dass auch ein drittes Geschlecht wieder nur in den Kategorien Frau oder Mann gedacht wird (das 3. Geschlecht ist das zweite weibliche), kommt mir das erstmal nicht wie ein wirklicher Ausbruch aus Mann-FrauBinarismen vor.

    Ich möchte hier aber überhaupt nicht ungefragt Ihr persönliches Leben oder gar intime Details besprechen - das wäre in der Tat eine Ungeheuerlichkeit, weshalb ich auch nur Dinge benannt habe, die Sie selber gepostet hatten. Der Hauptpunkt meines Benennens verschiedener Diskussionsteilnehmer war aber der, dass die verschiedenen Trans*identen DiskussionsteilnehmerInnen hier sich untereinander hoffnungslos uneins sind, was richtige oder bedenkliche Begrifflichkeiten anbelangt - aber gleichzeitig alle anderen immer wieder für kritische Nachfragen oder "falsche" Definitionen etc. kritisieren.

    In Ihren Beiträgen u.a. zu Lakhóta und wie westliche Beobachter damit fahrlässig in halbgar verstandenen Missverständnissen umgehen, entnehme ich Ihre Ansicht, dass man über unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und Identitäten nicht einfach sprechen sollte oder sich diese gar aneignen sollte, ohne sich sehr lange und intensiv damit auseinandergesetzt und sich in diese hineinversetzt zu haben.
    Dann verstehen Sie ja vielleicht auch, weshalb manche Frauen z.B. nicht allzu begeistert sind, wenn z.B. ein Bruce Jenner sein gesamtes Leben als Mann lebt, als Mann behandelt wird, als Mann Karriere macht und sich dann in kürzester Zeit als Frau deklariert, umoperieren lässt, als Frau des Jahres gefeiert wird, und Dinge von sich gibt wie das schwierigste am Frausein ist zu entscheiden, was man anziehen soll? Können Sie vielleicht verstehen, warum manche Frauen sagen, zum Frausein gehört etwas mehr gelebte Erfahrung, was es gesellschaftlich heißt, als Frau gesehen und behandelt zu werden, als nur mal eben zu erklären Ich habe mich aber schon immer als eine gefühlt und deshalb bin ich jetzt auch eine? Wieso darf man das heutzutage nicht mehr sagen, ohne als transphob ausgebuht zu werden? (Die Trans-Reaktionen auf Chimamanda Adichie waren ähnlich ich gehe hier der Länge wegen mal nicht weiter darauf ein sondern gehe davon aus, dass diejenigen, die sich mit dem Thema beschäftigen, den Fall kennen.) Wieso plädieren Sie einerseits dafür, dass niemand einfach so ohne tiefe Kenntnis dieser Lebenswirklichkeit Lakhóta-Begriffe aneignet aber plädieren bezügl. Personenstandsgesetzen u.a. dafür, dass die bloße Aussage anzuerkennen sei: Ich sehe mich als Lakhóta und das muss ich anderen Lakhóta nicht irgendwie belegen sondern das haben alle jetzt sofort offiziell ohne Nachfragen zu akzeptieren ?

    Ich finde die Diskussion zu diesem Thema alles andere als widerspruchsfrei, ehrlich, offen, und auf Augenhöhe.

    Ich habe alle Beiträge hier und im vorigen Thread verfolgt, wo Sie zwei VertreterInnen einer gewissen Transsexuellen-Lobbygruppe internalisierte Transphobie bescheinigten und sich außerdem gegen die Trans*-Proteste zum Women's March positioniert haben. Eine andere Diskussionsteilnehmerin namens nakai fand diese Proteste ebenfalls daneben und sagte aus, sie möchte dafür nicht als transphob beschimpft werden. Daraufhin konstatierten Sie, dass nur Trans*menschen entscheiden dürfen, was transphob sei oder nicht. Wie? Wenn Transaktivisten dem womens march Transphobie unterstellen, haben sie damit also recht. Wenn Sie nun sagen, das sein Blödsinn, haben Sie damit auch recht, weil Sie sich ja selber als trans definieren. Aber wenn eine cis-Kommentatorin dazu das selbe sagt wie Sie, ist sie dann trotzdem transphob, weil das ja andere Trans* behauptet haben?
    So geht das m.E. nicht - das ist eine Argumentation, die am Ende nur behauptet: "Egal, was wir sagen und fordern, sobald wir uns selber als Trans* bezeichnen, haben wir immer recht. Selbst wenn 'wir' uns da untereinander völlig uneins sind."

    Ebenfalls - ich habe Ihre Diskussionen im damaligen Thread extra nochmal zur Verifizierung durchgelesen - haben Sie damals gefordert, medizinische Eingriffe müssten alleinig auf Basis der subjektiv geäußerten Wünsche transidenter Menschen gewährt werden, denn das gelte ja auch für alle anderen Menschen.
    Das ist so nicht richtig: Wenn es um private Zahlung geht, können Sie schon jetzt fast jegliche medizinische Leistung selber kaufen und sich auf Wunsch z.B. sogar künstliche Hörner auf den Kopf pflanzen lassen. (Eine französische Künstlerin namens Orlan modifiziert sich so schon seit Jahren auf eigenen Wunsch und eigene Bezahlung.) Wenn es aber um Leistungen geht, die subsidiäre Krankenkassen übernahmen sollen, bekommt niemand einfach nur OPs oder Medikationen aufgrund eines bloßen geäußerten Wunsches danach. So erhält z.B. kein anorexischer Patient Abnehmpillen verschrieben nach Äußerung des Wunsches "Ich fühle mich zu dick". Und auch wenn eine cis-Frau mit dem Wunsch nach operativer Brustveränderung bei einem Arzt vorspricht, wird diese nicht gewährt werden ohne eine eingehende Prüfung, ob medizinische Indikationen, Leidensdruck o.ä. vorliegen oder nicht. Aber sobald jemand sagt "Ich bin Trans" oder "ich fühle mich als Frau", dürfen keinerlei weitere Nachfragen und Diagnostiken gestellt werden, kein Leidensdruck oder Dyprhorieursachen geklärt werden, weil das sonst gegen die Selbstbestimmung sei?
    Sie fordern hier gar nicht dieselbe Selbstbestimung, die auch allen anderen zusteht. Sie fordern einen Freifahrtschein für jeden, der sagt "Ich bin trans".

    Im jetzigen Thread fordert nun Sabrina ebenfalls eine unbedingte und fraglose Selbstbestimmung, ohne irgendwelche Erklärungen abgeben zu müssen. The Dad fragte hier zurecht nach, was aber nicht wirklich beantwortet wurde außer mit Ignoranzvorwürfen ihm gegenüber.
    Dann sagte sie, Diagnosen seien richtig und wichtig - aber nicht durch Ärzte, die "Wichser" seien. (Außer natürlich jenen, die ihr zustimmen.) Wer soll denn sonst medizinische Diagnosen vor medizinischen Eingriffen stellen, wenn nicht Ärzte? Da kann man ja gerne neue Diagnosestandards fordern o.ä., aber doch nicht einfach dem gesamten medizinischen Berufsstand die Mitsprache in medizinischen Entscheidungen absprechen, während man gleichzeitig von diesem medizinische Leistungen erbracht haben möchte.

    Darüber hinaus argumentierte Sabrina biologistisch mit physiologischem Gehirngeschlecht. (Ein Argumentationsmuster, das Sie, Frau Hantewi, im vorigen Thread ganz furchtbar fanden und diese Argumentationsmuster als internalisierte Transphobie ablehnten. ) Damit widerspricht sie also nicht nur Ihnen, sondern auch sich selbst: Denn am Ende, so sagte sie, zähle eben doch keine angeblich objektiv nachweisbare Gehirnphysiologie, sondern nur die subjektive Selbstempfindung. Dann aber widersprach sie dieser Aussage wieder selber, indem sie Menschen, die sich selber als "genderqueer" o.ä. empfinden, ihre Selbstbestimmung mit den abwertenden Worten "Gendergaga" einfach mal eben als illegitim absprach.

    Sie alle nun sagen aber lautstark in diesem Forum, dass hiesige Trans*gesetze eine Katastrophe seien und dringend geändert werden müssen. Schön, finde ich auch.. aber wie denn nun? Sie, Hantewi, plädieren unter dem Stichwort der Selbstbestimmung für gänzlich anderes als Sabrina, und beide wiederum für gänzlich Anderes als die trans.alliance. Sie widersprchen sich alle wie schon festgestellt beständig untereinander und werfen all jenen, die nicht genau Ihren persönlichen widersprüchlichen Definitionen und Wünschen entsprechen, dann gerne Transphobie und Ignoranz vor.
    Da hat ein user The Dad dann vielleicht schon ein paar berechtigte Nachfragen. Und ähnlich wie userin nakai im vorigen Thread habe auch ich mich lange mit der Forschung zum Thema und den verschiedenen Forderungen verschiedener Transaktivisten auseinandergesetzt und möchte mich ebenfalls nicht der Ignoranz zichtigen lassen, wenn ich auf Widersprüche hinweise oder nicht jeglichen Forderungen jeglicher Transaktivisten einfach nur brav zustimme. - Was aber eh nicht möglich ist, da Sie wie gesagt eh alle Unterschiedliches fordern und wollen.

    Vor allem bin ich es sehr leid, immer wieder zu hören, dass trans*idente Menschen mit jeglichen Transphobievorwürfen immer recht haben und dass nicht-transidente Menschen keinerlei Mitspracherecht bei Trans*fragestellungen haben. Ihre Aktivisten versuchen gerade grundlegend neu zu definieren, was Begriffe wie Mann oder Frau zu bedeuten haben. Das betrifft alle Männer und alle Frauen. Im Gegensatz zu anderen Bürgerrechtsbewegungen betreffen Ihre Forderungen nämlich auch alle anderen! In der Frage, ob jeder der "ich fühle mich als Frau/Mann" sagt, gesellschaftlich und juristisch sofort als Frau oder Mann zu gelten habe, geht es nämlich nicht nur um Ihre persönliche Selbstbestimmung, sondern auch um die Rechte aller anderen Frauen und Männer: z.B. bei Frauenförderung oder Homophobiegesetzen. Z.B. wenn schwule Männer gesagt bekommen, dass eine Vagina jetzt männlich sei, wenn es bestimmte Transaktivisten so sagen, und dass ein schwuler Mann als transphob beschimpft wird, wenn er sagt, dass er nicht auf Vaginas steht. Das gesamte Internet und diverse LGBT-Gruppen sind voll von Transaktivisten, die lesbischen Frauen erklären, dass Frauen jetzt auch Penisse haben und alle Lesben transphob sind, die darauf nicht stehen. Oder wenn cis-Frauen gesagt bekommen, dass jedem 2m-Muskelpaket ohne Rückfragen zu Körpereigenschaften oder Sozialisierung sofort uneingeschränkter Zugang zu Frauenumkleidekabinen, Frauengefängnissen oder Frauensportwettkämpfen zusteht, sobald die magischen Worte "Ich fühle mich aber als Frau" gefallen sind. Letzteres ist keine graue Theorie, sondern dazu sind gerade international Rechtsfälle anhängig.

    Das alles betrifft nicht nur Trans*Selbstbestimmung sondern uns alle, und es wäre schön, darüber gemeinsam Diskussionen über gegenseitige Wünsche und gegenseitige Fragen zu führen und gemeinsam Kompromisse zu finden, statt Maximalforderungen zu stellen und jegliche kritische Nachfrage als transphob, ignorant, oder Wichsertum darzustellen. Auch wäre es auch schön, wenn innerhalb unserer angeblichen LGBTQ-Community nicht plötzlich Schwule als ignorante Normalos bezeichnet werden (wie The Dad von Sabrina), als ob nur Trans* sich jemals intelligent mit Geschlechtsdefinitionsfragen auseinandergesetzt hätten.

    Letzteres scheint sich aber in letzter Zeit als aktivistischer Goldstandard etabliert zu haben. Deshalb gebe ich auch schon seit Jahren in Diskussionen zu diesem Themenkreis keine persönlichen Informationen mehr preis. Und habe mich übrigens auch mit einigem Bedauern aus Aktivismus für Transrechte zurückgezogen und verstehe jeden, der das Thema inzwischen nicht mal mehr mit der Kneifzange anfassen mag. Ich kenne viele Schwule und Lesben, denen es mittlerweile ähnlich geht und zwar nicht, weil sie sich noch nicht genug mit der Thematik und ihren Vertretern beschäftigt haben, sondern ganz im Gegenteil.
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#91 TheDadProfil
  • 14.05.2017, 15:09hHannover
  • Antwort auf #88 von Hantewi
  • ""Weil ich immer und überall für das, was ich schreibe und sage, mit meinem Namen und meiner Person einstehe - andere stehen für Nichts ein.""..

    Das ist normalerweise vollkommen richtig, und ich sehe das ähnlich..
    Ein Nick ist hier aber nicht der Name, und wo man in der Anonymität eines Pseudonyms auftritt um einen Kommentar zu schreiben befindet man sich auf einem anderem Terrain als im persönlichem Gespräch mit dem Gegenüber..
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#92 HantewiEhemaliges Profil
  • 14.05.2017, 15:51h
  • Antwort auf #90 von Gegen die Wand
  • "Hallo Hantewi. Nun kommen wir also auch mal ins Gespräch..."

    Bitte???

    quote Hantewi:
    "Bei uns gibt es ein kulturelles Konzept, das am besten mit dem europäischen Konzept "Augenhöhe" beschrieben ist - obwohl es noch weit darüber hinausgeht. Es ist unbedingte Vorraussetzung für jede persönliche Interaktion. Ein Gespräch ohne Augenhöhe gilt als Zumutung für alle Beteiligten."

    quote Hantewi:
    "In unseren Kulturen ist es üblich, sich vorzustellen und zu sagen, wer man ist, wenn man mit einer Person kommunizieren will. - Ich weiß, dass es in Ihrer Kultur genau so ist.

    Sie haben das bisher versäumt."

    quote Hantewi.
    "Was ist daran schwer zu verstehen?"

    Ich warte im Licht auf Sie.
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#93 Gegen die WandAnonym
  • 14.05.2017, 16:19h
  • Nochmal an Hantewi - und vielleicht auch an Janana und Sabrina S:
    Nun habe ich schon viel zu viel geschrieben.... aber da ich in meinem letzten Post die Tatsache kritisiert habe, wie schnell Menschen als "transphob" oder "TERF" bezichtigt werden, sollte ich vielleicht nochmal genauer meine Positionen darlegen, bevor Missverständnisse entstehen?

    Also... ich bin überhaupt nicht der "TERF"-Meinung, dass Menschen mit Penissen immer Männer zu sein und zu bleiben haben und Menschen mit Vaginas immer Frauen. Ganz im Gegenteil: Ich befürworte Passagen und Zwischenräume!

    Es ist ja nun mal so, dass die meisten menschlichen Gesellschaften recht tiefgreifend in Kategorien wie Mann und Frau aufgeteilt sind. Nun könnte man natürlich überlegen, ob es Sinn macht, solche Unterscheidungen gänzlich aufzuheben und alle nur noch unterschiedlos als "Mensch" anzusehen. (Damit wäre dann auch Transsexualität hinfällig.)
    Oder aber wir fragen uns, wie man Gesellschaften in Bezug auf Geschlechtsidentitäten vielfältier und durchläsiger machen kann. Das wäre mein Weg.

    Wenn Sabrina sich z.B. als Person mit physiologsich oder gefühlsmäßig weiblichem Gehirn in einem ansonsten männlichen Körper ansieht: Prima, wieso schaffen wir dafür nicht soziale und rechtliche Räume für Zwischen-Identitäten? In einigen anderen Kulturen sind Konzepte wie "shemale" anerkannt - hier gilt das als Beleidigung. Warum? Trans-Aktivisten tun oft so, als seien sie die großen Kämpfer gegen stare binäre Geschlechtskonzepte - stattdessen hängen sie m.E. vielfach selber total in diesen fest.

    Neben konzeptuellen Zwischenräumen fände ich auch soziale und rechtliche Freiräume für PROZESSE der Transition wünschenswert.
    Hantewi, in einigen First Nations-Kulturen werden doch Prozesse des Übergans von einem Seinszustand in den anderen gefeiert und zelebriert, richtig? Da gibt es Rituale und Zeiten des Übergangs, der Bewährung, der Zustandsveränderung?

    Ich finde, in großen Teilen der heutigen Trans-Aktivismen und Selbstverständnisse wird viel zu wenig Augenmerk auf diese Zeiten und Räume und Prozesse des Übergangs gelegt. Statt dessen fordert man die "Instant-Transition": Ich will zum Amt gehen und sagen: Bis gestern stand da Mann. Ab heute soll da Frau stehen. Sofort. Keine Nachfragen. Basta. Das haben jetzt alle so zu akzeptieren. Call me Caytlin. Wer's nicht sofort tut, ist transphob.

    Mir scheint, dass frühere Regelungen trotz all Ihrer kritikwürdigen Aspekte hier zumindest in ein paar Punkten sehr viel fortschrittlicher waren, als die heutigen Forderungen: Da hat man noch gesagt: Gib dir etwas Zeit, um sicherzugehen, dass Du dir sicher bist. Gib dir und uns eine Zeit des Übergangs. Lebe erstmal probeweise ein Jahr in der neuen Identität. Ich gebe dir jetzt nicht sofort Hormone oder Überweisungen zum Chirurgen oder einen neuen Pass, lass uns erstmal reden, einen Prozess dafür finden, und den dann beratend begleiten.

    Ich finde, dass diese Übergangsräume und Zeiten ent-pathologisiert werden müssen. Ich finde, wir brauchen Freiräume des Übergangs und des Ausprobierens - auf Augenhöhe, mit Respekt für alle Beteiligten. Da braucht es in der Tat neue Wege und neue Offenheit... und man kann durchaus darüber reden, wie solche Übergangsräume und -zeiten institutionalisiert und ritualisiert werden sollten, ohne dass hier z.B. Ärzte oder Richter das alleinige Hoheitsrecht haben.

    Ich finde aber nicht, dass stattdessen Übergangszeiten und Bewährungsräume und Zwischen-Räume und Übergangsrituale einfach abgeschafft werden sollten, um die sofortige microvaveable Insta-Transition auf Basis einer einmaligen einseitigen Willensbekundung erfolgen sollte. Das fordert meines Erachtens aber ein Großteil der Trans-Aktivisten, und dieses Konzept der Insta-Konversion passt mir nicht. Leider habe ich wie schon geschrieben nicht den Eindruck, dass man das noch laut sagen darf.
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#94 HantewiEhemaliges Profil
#95 Gegen die WandAnonym
  • 14.05.2017, 16:53h
  • Antwort auf #92 von Hantewi
  • Das ist doch lächerlich. Ich habe Ihnen hier sehr ausführlich und ehrlich meine Überlegungen, meine Fragen und meine Standpunkte dargelegt. Dabei versuche ich darauf einzugehen und zu zietieren, was andere hier gesagt haben... und lese mit die Positionen anderer ausführlich durch, bevor ich das Wort ergreife.

    Und nichts daon erscheint Ihnen diskussionswürdig, nur weil ich hier meinen Klarnamen nicht hinschreibe? Warum ich das nicht tue, habe ich schon ausgeführt. Was ändert es denn, wenn ich hier jetzt einen auf "Guten Tag, ich heiße Peter Müller" mache oder "mein Name ist Lieschen Meier und ich bin 30 Jahre alt"? Überprüfen können Sie das eh nicht, also hören Sie doch auf mit diesen "Ich warte im Licht"-Spielchen. Dies ist ein Nick-basiertes Anonymes Diskussionsforum und kein persönliches Gespräch von Angesicht zu Angesicht unter Vertrauten oder Freunden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #92 springen »
#96 HantewiEhemaliges Profil
  • 15.05.2017, 00:58h
  • Antwort auf #95 von Gegen die Wand
  • Hören Sie mir bitte einmal wirklich zu - ja?

    Ich könnte all Ihre posts Satz für Satz zerlegen und dekonstruieren. Ohne auch nur einmal die Wörter "trans" und "cis" oder "Geschlecht" in den Mund zu nehmen. Nur auf der Basis geltender Grund- und Menschenrechte, die Sie für "Trans" nachrangig ausgelegt haben möchten.

    Ich werde das nicht tun, denn ich kann Ihre Antworten und wie es dann weitergeht Wort für Wort voraus sagen.

    Wenn Sie meine Beiträge hier wirklich verfolgt haben, werden Sie wissen, dass ich mich 5 Jahre lang auch mit deutschen "Trans" auseinandergesetzt habe. Es war alles vergeblich. Es hat mich krank gemacht. Auch ich habe mich in Deutschland aus jeder "Trans"-Arbeit zurück gezogen. Die deutschen "Trans" kommen nicht einmal in die Nähe dessen, was "Trans" wirklich ist und bedeutet. Sie auch nicht. Wie Sie selber auch, sind sie nicht fähig, von cis-plained Konstrukten über "Trans" zu lassen. Es ist lächerlich.

    Wenn Sie mein Profil aufrufen und den darin enthaltenen link anklicken, werden Sie Sätze wie diese lesen:

    I am Lakhóta - the westernmost tribe of the Ochéthi Sakówin (The Great Sioux-Nation). We do not know the binary construct. We know 4 respected and fluid genders from the beginning. I belong to the proud third gender. Yay - I'm one of them! In our culture we are highly regarded and respectful honored since thousands and thousands of years. Our identity is valid on its own and we can name ourselves.

    Being reconfigured is not the same as being reimagined.
    I didn't "transition" - I transcended the cis-plane.
    I've been Wintke ever since, even before my birth, and no one who knows anything about that - or the spirit world, if it comes to that - would expect me to ever "become" anything else.

    Knowing our cultures - knowing our bodies.
    Connected to the earth - connected to the body.

    T is magic!!!

    ...

    Glauben Sie mir - ich lebe mein Leben völlig unbeeindruckt von weissen cisplained "Trans"-Konstrukten. Es berührt meine Identität nicht. Ich schaue auf eine 20.000 Jahre alte Geschichte zurück. Wenn Sie richtig gelesen haben, wissen Sie, dass ich mich jahrelang bemühen musste, um den Terminus "Trans" überhaupt halbwegs zu erfassen.

    In der Navajo-Mythologie ist eine Nadleehe (Identität des "3. Geschlechts" der Navajo) zentrale und alles bestimmende Figur, um die sich alles dreht - es war eine Nadleehe, die als erste da war.

    Ich bin eine Wintke. Das hat mit "Trans" wenig zu tun.

    Wir waren schon immer da. Von Anfang an. Wir existieren. Sie sind uns schon immer begegnet, Sie haben schon immer mit uns gesprochen, waren mit uns befreundet, haben mit uns gegessen, mit uns geschlafen, wurden von uns geliebt, haben uns geliebt. Schon immer. Von Anbeginn an.

    Jetzt fordern wir unsere Rechte. Und erst dann beginnen Sie, uns zur Kenntnis zu nehmen? Und haben plötzlich ein Problem damit?

    "...das passt mir nicht."

    ...Oh. Ach so.

    Warum fürchten Sie sich vor uns? Wovon fühlen Sie sich bedroht? Was verunsichert Sie? Wieso fürchten Sie um Ihre Rechte? Warum sehen Sie sich in Ihrer Identität bedroht?

    Ich kann Sie nicht verstehen.

    Meine Identität kann selbst ein seit 500 Jahren andauernder Genozid nicht infrage stellen oder bedrohen. Obwohl es einen Genozid im Genozid speziell gegen uns Wintke gab.

    Es tut mir leid, aber ich werde dieses Thema online nicht mehr mit Menschen diskutieren, die gesichtslos bleiben. Ich schütze mich. Es bleibt dabei. Auch wenn Sie das lächerlich finden.

    Mit Gesicht jederzeit gerne. Ich werde bald in Deutschland sein. Sie finden meine email-Adresse ebenfalls in meinem Profil. Ich treffe Sie gerne, wenn Ihnen der Austausch mit mir wichtig ist. Sie werden willkommen sein.

    Out for dinner...
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#97 Gegen die WandAnonym
  • 15.05.2017, 16:56h
  • Antwort auf #96 von Hantewi
  • Sie sind es doch, die hier nicht wirklich zuhört. Sie projizieren.
    Zum Beispiel angebliche "Angst" vor Ihnen, die überhaupt niemand hier geäußert hat. Widerspruch gegen einige Ihrer Argumente hat nun wirklich überhaupt gar nichts mit "Angst" zu tun. Aber hey, variatio delectat, immerhin haben Sie mal ein anderes Wort für das ewig gleiche Spiel benutzt, bei jeder Nachfrage oder Kritk einfach mal pauschal "Transphobie" zu unterstellen.

    Wie schön, dass Sie davon Abstand nehmen, sich mal Schritt für Schritt mit meinen Aussagen auseinanderzusetzen. Ich möchte nicht wissen, was dabei an Projektionen und Verdrehungen herausgekommen wäre. Ein schönes Beispiel dafür liefern Sie ja schon, wenn Sie mal eben behaupten, dass mein "das passt mir nicht" angeblich eine Aussage zur Existenz von Trans*menschen per se sei, obwohl es sich in meinem Kommentar ganz klar auf einen bestimmten konzeptuellen Umgang mit der Thematik bezog. Was ist das für eine Diskussionkultur, die mit Unterstellungen und Verdrehungen operiert? Und dann maßen Sie sich dabei noch als Goldstandard für Diskussionskultur mit Respekt und Augenhöhe an? Sie haben eine sehr merkwürdige Auffassung davon, wenn Sie denken, diese bemisst sich an geposteten Bildchen oder dem Anspruch, Sie live treffen zu müssen, statt in vernünftigem Austausch von Argumenten.

    Dann watschen Sie Deutsche Trans* ab, weil die ja alle überhaupt nicht kapieren, was Trans* überhaupt wirklich sei, und erklären gleichzeitig
    1.) dass eine ähnliche Aussage von mir darüber, dass gerade Trans*-Vertreter hierzulande oft sehr stark starren und binären Identitätskategorien anhängen, überhaupt nicht legitim sei, weil ich ja als nicht-Trans* angeblich nur "Cisplaining" betreibe und
    2.) dass Sie selbst Wintke seien und das ja "Mit Trans überhaupt nichts zu tun" habe. Ja super, dann können Sie zu Trans*fragen ja auch gleich die Klappe halten, weil das Ihrer eigenen Logik nach ja nur "Wintke-splaining" ist. Aber nein, wenn's grade passt, sind Sie dann wieder Trans*.

    Sie basteln sich hier eine Pseudo-Argumentation voller Selbstwidersprüche zurecht, die (mal wieder) nur auf eine Aussage hinausläuft: Nämlich, dass angeblich nur Sie und Sie allein mit Ihrer mystischen "magic" Identität irgendeine Ahnung von irgendwas haben.

    Dazu passt auch wunderbar, dass Sie mal wieder ein traditionelles Lakhóta Weltbild (bzw. Ihre persönliche zeitgenössiche Interpretation davon aus dem grünen Auto mit Blondie auf Anschlag) zum Maß aller Dinge für das Verständnis von Trans*fragen erheben, von dem sich alle mal eine Scheibe abschneiden sollten... und uns gleichzeitig erklären, dass selbiges für nicht-Eingeweihte ohne Dekaden eines Studiums von sanskritartiger Komplexität ja sowieso überhaupt nicht zugänglich sei.

    Okay, da können wir uns Gedankenaustausch tatsächlich gleich sparen. In diesem Sinne: Schönen Tag, und viel Spaß mit der Geliebten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #96 springen »
#98 HantewiEhemaliges Profil
  • 15.05.2017, 18:43h
  • Antwort auf #97 von Gegen die Wand
  • Ja, genau diese Reaktion war vorhersehbar. :-)))

    Danke!

    Sie sind eine dieser "Allies", die bei der leisesten Kritik von Trans an Ihnen geradezu durchknallen...das geht ja nicht - Sie sind ja schließlich cis - nicht wahr?

    Und da Trans Ihnen nachgeordnet ist, wie Sie hier von Anfang an haben durchblicken lassen, steht denen ja keine Kritik an Ihnen zu...und erst recht nicht Kritik an Ihrem Bild von Trans. :-)

    "Allies" wie Sie hassen nichts mehr, als Trans, die sich Ihren Bildern nicht unterwerfen. "Allies" wie Sie sind eines der größten Probleme von Trans.

    Es war beeindruckend zu sehen, wie Sie hier von Anfang an von post zu post mit Leichtigkeit von "Zuckerbrot" zu "Peitsche" wechselten und von (vermeintlicher) Sachebene zu persönlich verletzender Ebene und wieder zurück.

    Es ist geradezu mind-blowing, wie schnell Sie hemmungslos persönlich werden.

    :-)

    Farewell
  • Antworten » | Direktlink » | zu #97 springen »
#99 Gegen die WandAnonym
  • 15.05.2017, 19:29h
  • Antwort auf #98 von Hantewi
  • "Geradezu durchknallen"? "Hass"? "Angst"? Was fabulieren Sie sich hier eigentlich zusammen?

    Ich bin mit Zitaten auf die Argumente anderer Kommentatoren, inclusive Ihrer, eingegangen und habe meine Auffassungen dazu formuliert - die herzlich wenig mit Angst oder Hass zu tun haben sondern vor allem mal auf gewisse Widersprüchlichkeiten hinweisen.

    Sie dagegen gehen bis auf ein willkürlich verdrehtes Zitat von mir nicht im Geringsten auf tatsächlich geäußerte Argumente ein, sagen im Gegenteil sogar, dass Sie darauf eh keine Lust haben, werden persönlich und projizieren statt Gegenargumenten begründungslos Unterstellungen, in denen Sie argumentative Kritik als Hass und Furcht auslegen. Das ist "persönlich Werden" in Reinkultur.

    Abgesehen davon zeichnen sich Ihre gesammelten letzten Postings hier entweder durch Derailing mittels für das Thema komplett belangloser Statements à la "Ich fahre jetzt Blondie-hörend zu meiner Liebhaberin" aus.
    .. und spielen ansonsten ein merkwürdiges Spielchen, in dem Sie statt Eingehen auf Argumente das Posten von Klarnamen oder Fotografien zur Prämisse für Meinungsaustausch erklären. (Wobei Sie das Fehlen von Klarnamen oder Fotos bei anderen Nutzern in diesem Forum merkwürdigerweise nie gestört hat, bevor Sie es hier nun plötzlich zum Derailung-Instrument erkoren haben.)

    Wie gesagt: Lassen wir das, es hat überhaupt keinen Sinn. JedeR Mitlesende kann sich sicher prima selbst eine Meinung bilden, wer hier gerade "durchknallt" oder nicht. Besten Dank für Ihre hervorragende Illustration meines Eingangsstatements, ich wünsche Ihnen ein schönes Leben.
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#100 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 15.05.2017, 20:25h
  • Danke Hantewei für Ihre Kommentare.

    -------------

    1.
    Angesichts mancher Kommentare möchte ich noch mal unmissverständlich klar stellen, worum es mir geht:

    Es geht nicht darum, dass wir irgendwelche Rechte haben wollen.

    Es geht vielmehr darum, dass wir fordern, uns unsere Rechte nicht mehr vorzuenthalten!
    .
    .
    .
    Selbstverständlich ist es unser Recht zu sein was wir sind samt Namens und Geschlechtseintrag und mindestens der Hormontherapie, die die meisten auch selbst bezahlen würden.
    .
    .
    .
    Sie entrechten uns und behaupten - wie in der Viehzucht - es diene unserem Wohl !
    Wie abartig !
    .
    .
    .
    Erst entrechtet man die Minderheiten, dann die Kinder, die Gebrechlichen, die Alten, die Kranken und zum Schluss jeden.
  • Antworten » | Direktlink »
#101 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 15.05.2017, 20:34h
  • Ich möchte nochmal kurz auf den Gesetzentwurf der Grünen zu sprechen kommen.

    Zitat §1:
    "(1) Das im Geburtseintrag angegebene Geschlecht einer Person ist auf ihren Antrag zu ändern, wenn sie
    1. erklärt, dass das im Geburtseintrag angegeben Geschlecht ihrer Geschlechtsidentität nicht ent-
    spricht"
    .
    .
    .
    Das ist ungefähr so, wie als wenn im Gesetz über die eingetragene Partnerschaft drinstehen würde:

    (1) Die Partnerschaft ist auf Antrag einzutragen, wenn die Antragstellenden
    1. erklären, dass sie nicht heterosexuell sind, sondern homosexuell im Sinne des ICD-9 Diagnosenschlüssel 302.0
  • Antworten » | Direktlink »
#102 HantewiEhemaliges Profil
#103 Gegen die WandAnonym
  • 15.05.2017, 22:04h
  • Antwort auf #101 von SabSchwanczar
  • Es gibt aber einen gewaltigen Unterschied zwischen den rechtlichen Fragen der Homo-Ehe/Verpartnerung und denen im Bereich Transgender/Transsexualität: Zu sagen "Ich möchte meinen Lebensgefährten heiraten dürfen, genauso wie andere ihre Lebensgefährtin", hat auf Heteropaare, deren Leben und Selbstverständnis nicht den geringsten Einfluß. Was kratzt es die Ehe von Frank und Petra, wenn Peter Paul heiratet?

    In den Diskussionen um Transgender/Transsexualität geht es aber darum, recht grundlegend unser Verständnis dessen zu ändern, was Begriffe wie "Mann" oder "Frau" überhaupt bedeuten. - Und das betrifft, in vielerlei Hinsicht, im Selbstverständnis und auch ganz praktisch in diversen Lebenslagen, eben auch das tägliche Leben von allen anderen. Diverse konkrete Beispiele wurden ja schon genannt. Da müssen Diskussionen erlaubt sein, in denen gemeinsame Lösungen gefunden werden und alle was dazu sagen dürfen, statt einer Gruppe allein das alleinige legitime Rederecht einzuräumen.

    Zumal, wenn diese Gruppe wie schon festgestellt in sich heillos zerstritten ist. Mich wundert etwas, dass Sie sich uneingeschränkt für Hantewis Redebeiträge bedanken, wo Sie mit Ihren Ausführungen zu weiblicher Gehirnphysiologie und Transsexualität als "Zwittern" (Zitat Sabrina Schwanczar) doch wie folgt tituliert wurden, ich zitiere Hantewi:

    "Die deutschen "Trans" kommen nicht einmal in die Nähe dessen, was "Trans" wirklich ist und bedeutet. (...) sind sie nicht fähig, von cis-plained Konstrukten über "Trans" zu lassen."

    Wie gesagt: Da ist wohl noch einiges an gemeinsamen Gesprächen nötig. - und zwar zwischen Ihnen beiden vielleicht mehr noch als zwischen Ihnen und mir. Das wird aber kaum gelingen, wenn jede kritische Nachfrage zu Argumenten oder deren Widersprüchlichkeiten als Hass, Angst, Ignoranz, oder gar ein Absprechen von Menschenrechten ausgelegt wird. Hier jetzt auch noch Parallelen zu "Viehzucht" zu ziehen, das ist in der Tat wirklich... nun, Ihr Epitet "abartig" möchte ich im Gegensatz zu Ihnen gegen andere Menschen nicht nutzen, aber 'infam' oder 'unlauter' trifft es wohl ganz gut.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #101 springen »
#104 HantewiEhemaliges Profil
  • 16.05.2017, 13:58h
  • Antwort auf #103 von Gegen die Wand
  • "...Wie gesagt: Da ist wohl noch einiges an gemeinsamen Gesprächen nötig. - und zwar zwischen Ihnen beiden...

    Danke für Ihren Rat, aber wir "müssen" garnichts.

    Wir sind ganz viele und wir sind ganz vieles. Ich kommuniziere als Wintke der Lakhóta problemlos mit Hijras in Indien und Kathoey in Thailand, mit Ayahkwew der Algonkin in Nord-Kanada und Nadleehe der Navajo...unentwegt...und Frau Schwanczar und ich würden auch auf "Augenhöhe" mit Respekt voreinander kommunizieren.

    Wir schaffen vollendete Tatsachen - dadurch, dass wir einfach sind. Wir sind da und wir gehen nicht mehr weg. Wir existieren. Wir sind viel mehr, als Sie sich vorstellen können. Wir sind überall.

    What would I say to people who would say Im a boy and not a girl? I dont care. Its your opinion. Im actually a girl.
    Thats helping other people and its showing we exist. Transgender people do exist. And theyre there, and you cant ignore them, because theyre there. It also shows that Im proud to be transgender. I dont care if Im transgender. Im just out there, a normal human being changing the world. (Avery Jackson, 9 years old)

    www.kansascity.com/news/local/article122430344.html

    Wenn all das Ihre eigene Identität "berührt", dann lassen Sie sich "berühren". Lassen Sie das zu und stellen Sie sich "Ihren" persönlichen Fragen - es sind Fragen, die "Sie" betreffen.
    Hören Sie bitte auf, stattdessen Methoden zu ersinnen, die "Anderen" zu regulieren.

    Wenn bei uns ein Kind geboren wird und sich im Laufe seiner Entwicklung als junge Wintke herausstellt, dann wird ihre Ankunft von allen gefeiert und sie wird willkommen geheißen. Bei uns gilt es als gutes Omen für die gesamte Familie, wenn ihr eine Wintke geboren wurde. Von da an wird sie gefördert und als solche ausgebildet.

    Die Akzeptanz von Identität ist ein Ausdruck von Kultur und Zivilisation.

    Wenn sich in Ihrer Gesellschaft ein Kind als "Trans" erweist - schickt man es zum Psychiater und stellt seine Identität infrage.

    Das Infragestellen von Identität ist das Fehlen von Kultur und Zivilisation.

    You're hiding some truth behind smoke and mirrors. Don't get lost.

    Alles Gute.
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#105 Gegen die WandAnonym
  • 18.05.2017, 06:15h
  • Antwort auf #104 von Hantewi
  • und Frau Schwanczar und ich würden auch auf "Augenhöhe" mit Respekt voreinander kommunizieren.
    Ist ja schön, dass Sie das würden. Hier jedenfalls tun Sies nicht, wenn man sich so Ihre jeweiligen Standpunkte anhört - in den Posts, als Sie noch Ihre Standpunkte zum Thema abgegeben haben und jetzt nicht gegen den imaginären Feind einen auf glückliche Familie machen.
    Hier nochmal die jeweiligen Highlights:
    Im anderen vorigen Thread zum Thema fetzten Sie sich mit zwei Transsexuellen-Vertretern, die sich selbst als die wahren Transsexuellen mit gegengeschlechtlicher Hirnphysiologie bezeichneten. (Das entspricht bis auf Frau Schanczars Zwitter-Terminologie so ziemlich dem, was auch letztere hier an Infos an The Dad gepostet hatte.) Diesen unterstellten Sie im damaligen Thread internalisierte Transphobie. Sie selbst sagen, es ginge bei Trans um IDENTITÄT. Was sagt Frau S. hier im Thread dazu: Das ganze Identittsgedöns sei Gaga, von Gaga-Leuten die den Kopf verdreht haben von Gendergaga. Und was sagen Sie hier zu Frau S. Hirntheorien & Co.: Dass deutsche Trans* ja keine Ahnung haben, was wahres Transsein überhaupt sei, und nur Cisplaining internalisieren.
    Kurzum: Ich bin die wahre Trans Nein ich bin die wahre Trans Du bist Gaga Ihr seid ignorant Ihr habt Transphobie und Cisplaining internalisiert etc. Das ist es, was Sie hier übereinander sagen, wenn Sie nicht gegen einen imaginären Feind einen auf glückliche Familie machen. Nein, das ist nicht sehr respektvoll.
    -------------------
    Wenn all das Ihre eigene Identität "berührt", dann lassen Sie sich "berühren". Lassen Sie das zu und stellen Sie sich "Ihren" persönlichen Fragen - es sind Fragen, die "Sie" betreffen.
    Hören Sie bitte auf, stattdessen Methoden zu ersinnen, die "Anderen" zu regulieren.
    Ich hatte gesagt, dass diese Fragen uns alle betreffen und wir Sie alle gemeinsam besprechen sollten. Sie sind diejenige, die hier in die einen und Anderen unterteilt und anderen permanent das Rederecht und die Legitimität abspricht.
    ---------------
    Wir schaffen vollendete Tatsachen - dadurch, dass wir einfach sind. Wir sind da und wir gehen nicht mehr weg. Wir existieren. Wir sind viel mehr, als Sie sich vorstellen können. Wir sind überall.
    Schön. Anonymous gemixt mit Trans Pride und Feder obendrauf.. Und, wer hat gesagt dass Sie nicht da sind oder sein sollten? Ich nicht. Wie wärs, wenn Sie mal auf das eingehen, was andere tatsächlich sagen, statt Aussagen zu Ihrem Lieblingsfeindbild zu verdrehen? À propos:

    Wenn sich in Ihrer Gesellschaft ein Kind als "Trans" erweist - schickt man es zum Psychiater und stellt seine Identität infrage.

    In meiner Gesellschaft braucht idealiter niemand chirurgische Eingriffe oder Pillen, um sich in ganzer Seinsfülle zu realisieren. In der, die Sie immer als Ihre Tradition beschwören, von der wir hier alle angeblich keine Ahnung haben, übrigens auch nicht.
    Sie wissen doch überhaupt nicht, wo ich herkomme oder was meine Gesellschaften sind. Sie wissen nicht mal, ob ich Cis oder Trans oder vollkommen jenseits Ihrer Schubladen bin. Wie schon gesagt: Sie hören nur, was Sie hören wollen. Und bei geringster kritischer Nachfrage (wobei ich kaum eigene Kritik geäußert hatte sondern hier vor allem Ihnen und Frau S. Ihre eigenen jeweiligen Argumente spiegle) projizieren Sie sich Ihr Lieblingsfeindbild zurecht und packen dann Ihr Standardrepertoire dazu aus: Ist bestimmt Cis. Ignorant. Keine Ahnung. Hat was gegen mich. Hat was gegen Trans. Hat Angst und Furcht. Will Existenz vernichten. Sind Sie sicher, dass Sie hier von Rauch und Spiegeln erzählen sollten?
    Hören Sie doch mal auf, von respektvollem Austausch zu erzählen, während Sie in Wirklichkeit im Standard-DefCon1-Modus unterwegs sind. Und hören Sie bitte auf, sich als die mystische wissende Lichtgestalt zu inszenieren, die huldvoll zu armen Ignoranten im Dunkel spricht. Auf einer Seite voller Lesben, Schwuler, Trans*, Queer und sonstigem so zu tun, als ob nur Sie und Ihre strategisch wechselnde in-group jemals über Geschlecht und Identität nachgedacht hätten, ist nämlich trotz aller anderslautender Bekundungen ziemlich herablassend und selbsterhöhend. Mir ist schon klar, wo das als Überlebensstrategie herkommt. Es hilft aber ab einem gewissen Punkt nicht wirklich weiter beim Bemühen um Akzeptanz und neues Denken.
    Ich hoffe, wir finden irgendwann mal dazu. Auch wenns bisher nicht dafür spricht. Ihnen und uns allen dafür alles Gute.
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#106 HantewiEhemaliges Profil
#107 Gegen die WandAnonym
  • 18.05.2017, 16:51h
  • Antwort auf #106 von Hantewi
  • :lach: Von der selbstwidersprechenden Königin passiv-aggressiver Derailings-Verdrehungsprojektionen nehme ich das mal als Kompliment und überlasse Ihnen das Feld für letztes Nachtreten bzw. ein Abschlusspost zur Erhabenheit Ihrer dreieinhalb statt zwei Schubladen. Farewell.
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#108 HantewiEhemaliges Profil
  • 18.05.2017, 20:21h
  • Antwort auf #107 von Gegen die Wand
  • "...und überlasse Ihnen das Feld für letztes Nachtreten..."

    Dankeschön. Ich komme Ihrer Aufforderung gerne nach.

    ...allerdings beinhaltet bereits die Wahl des Terminus "Nachtreten" mehr Rückschlüsse auf Ihren denn auf meinen Charakter.

    Gut. Hier ist meine letzte Antwort:

    Sie sind nie an den Punkt geraten, an dem ich das Thema "Trans" mit Ihnen diskutiert hätte. Sie sind bereits zuvor mit einer atemberaubenden Performance Ihrer interkulturellen "Kompetenz" gescheitert.

    Alles, was ich von Ihnen erwarte, ist eine Entschuldigung. Wohlwissend, dass ich sie von Ihnen nicht erhalten werde. Aber das ändert nichts. Es bleibt das einzige, was ich Ihnen noch zubillige. -
  • Antworten » | Direktlink » | zu #107 springen »
#109 SabSchwanczarEhemaliges Profil
  • 19.05.2017, 00:45h
  • Antwort auf #108 von Hantewi
  • Ich antworte auf Posts von Gegen die Wand und TheDad nicht mehr.

    Wer wiederholt anderen Leuten Worte in den Mund legt, die sie nicht geäußert haben, der ist aus der Diskussion raus.

    Ignorieren.
    Irgendwann wandern die ins nächste Forum ab, um dort Zeugnis über sich abzulegen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #108 springen »
#110 Sabrina SchwanczarAnonym
  • 19.05.2017, 12:54h
  • Ich muss mich an dieser Stelle mal etwas genauer mit dem § 2 des Gesetzentwurfs befassen. Zitat mit Gliederung durch mich:

    "(1)
    1. Eine mindeijährige Person, welches das 14. Lebensjahr vollendet hat. kann den Antrag nach § 1 selbständig stellen.
    2. Dem Antrag ist eine Bescheinigung nach § 5 Absatz 5 beizufugen.
    (2)
    1. Eine Person, welches das 14. Lebensjahr nicht vollendet hat. oder eine geschäftsunfähige Person bedarf der Zustimmung ihres gesetzlichen Vertreters.
    2. Dem Antrag ist eine Bescheinigung über eine getrennt voneinander durchgeführte Beratung nach § 5 Absatz 5 beizufügen.
    3. Verweigert der gesetzliche Vertreter die Zustimmung, so kann das Familiengericht sie ersetzen.
    4. Die Bestellung eines Verfahrensbeistandes ist stets erforderlich."

    Dazu möchte ich folgendes zu bedenken geben:

    Abs. 1 Satz 2
    a) Es geht hier nicht um medizinische Behandlung, sondern um Namens- und Geschlechtseintrag. Da ist es unsinnig, den Nachweis einer Beratung einzufordern.
    b) Die Beratungsangebote, sofern es sie überhaupt gibt, sind unqualifiziert, da die wenigsten über den fachlichen Hintergrund verfügen, zu wissen, dass es hier um Geschlecht geht und nicht um soziale Prägung.
    c) Wer bezahlt die Beratung?
    d) Und was, wenn derjenige gerade keine Lust hat, so eine Bescheinigung auszustellen?
    e) Es kann nicht Aufgabe eines Gesetzes sein, irgendwelchen Klientels aus Medizin und Recht eine Einkommensquelle zu schaffen. Wenn die Geld brauchen, sollen die bitteschön zum Job Center gehen.

    Abs. 1 Satz 2 ist ersatzlos zu streichen.

    Abs. 2 Satz 1

    Unsinn - ganz großer Unsinn - und Ausdruck von Ignoranz.
    a) Es werden hierzulande Kinder mit intersexuellem Genitale einfach genitaloperiert und gonadektomiert, ohne danach zu fragen, ob das Kind überhaupt Mann oder Frau sein will. Und dann wird einfach so auf Geheiß dieser Verstümmler nach §47 PStG Name und Geschlechtseintrag geändert. Niemand stört sich an der Willkürlichkeit und strukturellen Gewalt dieses Vorgehens.
    b) Und wenn die Betreffenden selbst einen solchen Antrag einbringen wollen, dann sollen die sich bevormunden lassen von Leuten, die über keinerlei Sachkompetenz verfügen, darüber zu befinden?
    Wie kann man so überhaupt denken?

    Abs. 2 Satz 1 ist ersatzlos zu streichen

    Abs. 2 Satz 2
    Dasselbe wie schon zu Abs. 1 Satz 2 geschrieben. Abs. 2 Satz 2 ist ersatzlos zu streichen

    Abs. 2 Satz 3
    Ganz schlimm

    a) Wenden sich Leute an das Familiengericht - wer bitte wird das tun? - dann passiert folgendes:
    b) Da die Kernkompetenz eines Deutschen Juristen darin besteht, kein Arzt zu sein, wird das Familiengericht mindestens ein Gutachten einholen, bevor es eine Entscheidung trifft.
    d) Das Gutachten wird nicht etwa eines aus dem fachlich zuständigen Bereich Innere Medizin / Endokrinologie sein, sondern aus dem Bereich Psychiatrie/Psychologie.
    e) Und schon befindet sich das Kind in der Psychopathologisierungs-Mühle und hat am Ende psychiatrische Diagnosen für den Rest des Lebens am Hals.

    f) Im schlimmsten Fall wird man eine psychiatrische Unterbringung des Kindes einleiten. Ich erinnere an den Fall Alex in Berlin:

    www.berlin.de/imperia/md/content/senatsverwaltungen/justiz/k
    ammergericht/presse/19_u_186_11_beschluss_vom_15.3.2012_kg_a
    nonymisiert.pdf?start&ts=1333025446&file=19_u_186_11
    _beschluss_vom_15.3.2012_kg_anonymisiert.pdf


    Die Richter haben die Lügen der Betreuerin noch nicht mal nachgeprüft und machen es zur Grundlage ihrer Entscheidung.

    g) Die Kosten des Gerichtsverfahrens sowie der fragwürdigen Gutachten tragen die Eltern des Kindes.
    Von Rechtswegen müssten es diejenigen tragen, die solche kranken Gesetze machen.

    Absatz 2 Satz 3 ist also ersatzlos zu streichen

    Abs. 2 Satz 4
    Auch hier würden wieder die Eltern die Kosten dieses juristischen Schaumschlägers bezahlen
    Abs. 2 Satz 4 entfällt mit dem Wegfall von Abs. 2 Satz 4

    Von §2 dieses Gesetzes ist also nur Abs. 1 Satz 1 rechtsstaatlich haltbar.

    -----------------------------

    Es sind folgende Änderungen einzuarbeiten.

    §2 ist ersatzlos zu streichen

    §1 Abs. 4 ist ersatzlos zu streichen

    Es ist ein neuer Abs. 4 hinzufügen.

    §1 Abs. 4
    Gutachten dürfen im Rahmen des Verfahrens zur Änderung des Namens- und Geschlechtseintrags nicht eingeholt werden.

    §1 Abs. 5
    Der Antrag kann auch von Minderjährigen ab dem 11. Lebensjahr gestellt werden.
    Nach Abschluss des Verfahrens kann ein solcher Antrag erneut gestellt werden.

    ergänzende Erläuterung:

    Abs. 4
    Verwaltungsmenschen holen auch dann Gutachten ein, wenn es das Gesetz nicht ausdrücklich vorsieht, sobald diese meinen, es müsse etwas beurteilt werden. Dem muss von vornherein ein Riegel vorgeschoben werden.

    Abs. 5
    Geschlecht wird vor allem mit dem Eintritt der Pubertät relevant. Das ist im wesentlichen der Zeitraum zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr. Da darf man den Betroffenen die selbstbestimmte Entscheidung nicht mehr verwehren.
    Es ist denkbar (allerdings extremst selten), dass Menschen im weiteren Verlauf ihres Lebens ihren Geschlechtseintrag nochmal ändern wollen. Da darf sich der Staat nicht als extremistischer Geschlechts-Gefängniswärter aufspielen, sondern muss dann den Geschlechtseintrag eben wieder ändern.

    Der Antrag kann auch von minderjährigen Personen gestellt werden, auch mehrfach im Sinne einer Zurückänderung des Namens.

    ------------------------------------------------------------

    Und überhaupt frage ich mich, was in den Köpfen mancher Menschen so vorgeht, dass sie das Wohl und Wehe der Bundesrepublik am Geschlecht seiner Bürger festmachen und daran Eigentums und Kontrollrechte beanspruchen.

    Es erinnert an islamische Eiferer, die allen Ernstes die Familien-Ehre an der Jungfräulichkeit der Töchter festmachen.
  • Antworten » | Direktlink »
#111 HantewiEhemaliges Profil
  • 19.05.2017, 16:25h
  • Antwort auf #110 von Sabrina Schwanczar
  • Hallo Sabrina,

    "...Ich antworte auf Posts von Gegen die Wand und TheDad nicht mehr.
    Wer wiederholt anderen Leuten Worte in den Mund legt, die sie nicht geäußert haben, der ist aus der Diskussion raus..."

    Da haben Sie grundsätzlich recht, aber es ging bei dieser Konfrontation um mehr:

    Es ging um das Recht der Definitionsmacht.

    Wer hat das Recht, zu sagen, wer wir sind? Wir oder cis-Menschen?

    Gegen die Wand:
    "...Sie fordern hier gar nicht dieselbe Selbstbestimung, die auch allen anderen zusteht. Sie fordern einen Freifahrtschein für jeden, der sagt "Ich bin trans"..."

    Ein in sich absurder Satz. Er widerlegt sich selbst.
    Doch, wir fordern genau die selbe Selbstbestimmung, die anderen (bereits) zusteht. Damit fordern wir nichts "Besonderes" - sondern nur das, was uns im Gegensatz zu anderen bis heute verweigert wird. Und selbstverständlich lautet die selbstbestimmte Selbstaussage "Ich bin Mann/Frau/genderqueer". Und selbstverständlich gilt dieses Recht für alle, die sagen "Ich bin..."

    Das nennt man Grund- und Menschenrechte.

    Es ist nur möglich, das als "Freifahrtschein für jeden, der sagt, ich bin trans" zu diskreditieren, wenn man nicht bereit ist zu akzeptieren, dass es ein Recht auf geschlechtliche Selbstbestimmung gibt. Es ist nur möglich, einen solchen Satz zu sagen, wenn man nicht bereit ist zu akzeptieren, dass Menschenrechte UNIVERSELL und UNVERÄUSSERLICH sind. Es ist nur möglich, einen solchen durchschaubar perfiden Satz zu produzieren, wenn man nicht bereit ist zu akzeptieren, dass für andere die gleichen Rechte gelten, wie für einen selbst.

    Im gleichen Atemzug verwahrt man sich gegen den Vorwurf der Transphobie. Viel zutreffender ist jedoch der Begriff "Cissexismus".

    Es war zu erwarten - denn das ist in Ihrem Land bisher noch immer so gelaufen - dass mein kultureller Hintergrund plötzlich eine Rolle spielt, sobald es zum Konflikt kommt. Zum Schluss ging es nur noch um meinen kulturellen Hintergrund - nicht mehr um Inhalte.

    Sexismus, Transphobie und Homophobie sind die kleinen Brüder des Rassismus.

    In diesem Fall war es einfach - die Rednerin entlarvte sich von vorne herein selbst. Man mußte sie einfach nur "gegen die Wand" laufen lassen, ohne große Mühen zu investieren. Man mußte nur zur Seite treten, um ihr freie Bahn zu geben. Bei "Nakai" in dem anderen erwähnten thread war etwas mehr Investition nötig - lief aber am Ende auf das gleiche hinaus.

    Es sind nur Schreihälse, denen es um ihre Privilegien geht. Sie sind keine Gesprächspartner, denn sie sind für das Erreichen unserer Rechte nicht relevant. Es reicht aus, sie zu entlarven.

    Transphobie/Cissexismus kommt in vielen Verkleidungen daher.

    SabrinaSchwanczar:

    "...Abs. 2 Satz 1

    Unsinn - ganz großer Unsinn - und Ausdruck von Ignoranz.
    a) Es werden hierzulande Kinder mit intersexuellem Genitale einfach genitaloperiert und gonadektomiert, ohne danach zu fragen, ob das Kind überhaupt Mann oder Frau sein will. Und dann wird einfach so auf Geheiß dieser Verstümmler nach §47 PStG Name und Geschlechtseintrag geändert. Niemand stört sich an der Willkürlichkeit und strukturellen Gewalt dieses Vorgehens.
    b) Und wenn die Betreffenden selbst einen solchen Antrag einbringen wollen, dann sollen die sich bevormunden lassen von Leuten, die über keinerlei Sachkompetenz verfügen, darüber zu befinden?
    Wie kann man so überhaupt denken?..."

    Ihre Frage zum Schluss ist völlig berechtigt. Das hat mit "Denken" aber auch gar nichts zu tun. Um "Denken" geht es hier gar nicht nicht.

    Beide Bereiche verfolgen nicht die Ziele "Erkenntnisgewinn", Wachstum", "Fortschritt", oder das "Akzeptieren von Wahrheiten" oder gar "Rechte".

    Sowohl die Praxis der IGM bei intersexuellen Kindern als auch die Entwicklung des TSG war - und ist - eugenisch motiviert. Das können Sie und ich nicht "denken". Unsere Gehirne sind gesund.

    Bitte unterschätzen Sie nicht den historischen Hintergrund. Es war nötig, dass wir gegen schwersten Widerstand und unter großen Verlusten in der Normandie anlanden mussten, um dieses Land zu Demokratie und Menschenrechten zu zwingen. Freiwillig war man dazu nicht bereit.

    Bis heute wurde in Ihrem Land nicht wirklich verinnerlicht, was Rechte sind - ganz zu schweigen von Menschenrechten. Das ist "Gedöns". Das wird in Ihrem Land nicht mal diskutiert - stattdessen diskutiert man "Privilegien" wenn man "Rechte" meint, und die Interessen der "Mehrheitsgesellschaft", wenn es um "universelle, unveräußerliche Menschenrechte" geht. Nicht ohne Grund ist Ihr Land, wenn es um LGBTI-Rechte - oder auch Kinderrechte (IGM) - geht, weit abgeschlagenes Schlusslicht in Westeuropa.

    Vorbild für alle nationalen Gesetzgebungen ist die argentinisch-andalusische Gesetzgebung. Ein GENDER RECOGNITION ACT(!). Er besiegelt das "Recht auf Identität". In dieser Gesetzgebung kommen nicht ein einziges mal Termini wie "trans" oder "transsexuell", etc. vor. Denn darum geht es gar nicht - Sie haben vollkommen recht.

    In Deutschland hat man schlicht nie verstanden, was ein GENDER RECOGNITION ACT in seiner Konsequenz überhaupt ist - welches Menschenbild und welcher daraus resultierender rechtlicher Ansatz ihm zugrunde liegt. Auch die deutschen "Transverbände" nicht.

    In dieser Gesetzgebung wird sogar ausdrücklich festgelegt, dass es einen Schutz der Identität vor der Medizin und dem Psycho-Establishment gibt - und dieser Schutz wurde seither in Argentinien tatsächlich bereits mehrfach effektiv und konsequent staatlich durchgesetzt. Auch für Kinder gegen ihre Eltern.

    Weder die Medizin, noch das Psycho-Establishment, noch der Staat trifft die Entscheidung - sondern selbstverständlich und ausnahmslos die betreffende Person.

    In Malta, dass der argentinisch-andalusischen Gesetzgebung folgte, wurden die medizinischen Richtlinien von einer Kommission entwickelt, die zu je einem Drittel aus Medizinern, Soziologen und Menschenrechtsanwälten bestand. Die maltesische Regierung machte dabei deutlich unverhohlen klar, dass die Intention dieser Konstallation die Disziplinierung der Medizin/Psychiatrie war. Die Medizin/Psychiatrie ist kein rechtsfreier Raum - sie unterliegt Menschenrecht.

    ...

    In Deutschland verhandeln gerade "Transverbände" unter dem Vorwand der Ent-Pathologisierung den Grad der Re-Pathologisierung von Identität - ausschließlich mit ihren traditionellen Pathologisierern im Hinterstübchen(!)

    Selbstverständlich scheitern sie - sie haben nicht verstanden, was ein GENDER RECOGNITION ACT ist.

    Nach vielen Jahren der Auseinandersetzung mit den großen "Transorganisationen" Ihres Landes, an deren Ende ich den "Verbandsvertretern" die heutige Entwicklung Punkt für Punkt so vorher gesagt und prophezeit habe, habe ich ihnen zum Schluss geschrieben:

    "Die Menschenrechte der deutschen Ts werden in Deutschland nur gegen ihren Willen und gegen ihren teilweise heftigen Widerstand durchgesetzt werden. Sie werden von Menschenrechts-Aktivist*innen und Feminist*innen durchgesetzt werden - nicht von "Trans"."

    Die deutschen "Transverbände" sind durchsetzt mit Trojanern des Psycho-Establishments. Sich dort zu investieren, bedeutet nackt und kopfüber in ein dunkles Loch voller hochaufgerichteter fauchender Cobras zu springen. Die Involvierung des Psycho-Establishments wird nicht einmal hinterfragt. Die Grundannahme, dass "Trans" und Psychiatrie/Psychologie "zusammen<->gehören", wird nicht emanzipatorisch reflektiert. Es besteht eine neurotische mentale Verstrickung.

    Unglücklicherweise sind das in Ihrem Land die anerkannten Verhandlungsführer.

    Selbstverständlich korrelieren diese medizinischen Einflussnahmen mit den zukünftigen Gesetzgebungen in Ihrem Land. Es bleibt die Grundannahme, dass Sie, ich und alle anderen auf der Welt krank sind. Man ersetzt ein paar "böse klingende" Wörter durch "netter klingende" Formulierungen - ansonsten ändert man an dem Verfahren nichts. -

    Es sieht in Ihrem Land ganz schlecht aus Sabrina.

    Wir internationalen Aktivist*innen haben es erreicht, dass Land für Land unseren Vorgaben folgte. Die Einschläge kommen für Deutschland immer näher - man kann sie schon hören. Nur deshalb - weil es unter Druck gerät - ist man in Deutschland überhaupt nur bereit, sich endlich damit zu befassen, nicht, weil man es aus menschenrechtlichen Ansprüchen für selbstverständlich hält.

    Aber die Machtkonstellationen sind nun mal - auf beiden Seiten - so, dass man ALLES versuchen wird, alten verrotteten Wein in neuen Schläuchen zu präsentieren...hübsch verpackt.

    Alles, was ich Ihnen versichern kann - das verspreche ich Ihnen - ist, dass wir international dran bleiben. Nicht umsonst haben unsere Tage seit vielen Jahren14 Arbeitsstunden - 24/7. Für den Fall, dass es in Ihrem Land im Rahmen der "TSG-Reform" zu einer illegalen Gesetzgebung kommen sollte, werden wir u.a. eine vorbereitete Verfassungsbeschwerde haben.

    Wir denken groß und langfristig.

    Dieser Hintergrund erklärt vielleicht ein bisschen den ironischen Ansatz, mit dem ich in diesem Forum oft agiere. Abgesehen davon, werden Entscheidungen und road maps nicht in einem Forum getroffen - ob und was hier geschrieben wird, hat keinen Einfluss auf Entwicklungen. Für mich ist queer.de nur eine Informationsquelle für täglich weltweite Recherche.

    We've always been here and now you know it. Welcome!
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#112 Gegen die WandAnonym
  • 19.05.2017, 20:42h
  • Antwort auf #109 von SabSchwanczar
  • "Wer wiederholt anderen Leuten Worte in den Mund legt, die sie nicht geäußert haben, der ist aus der Diskussion raus."

    Ein wunderbarer Satz. Wenn ihn nur gewisse Damen hier mal auf sich selber anwenden würden...

    Und "denen antworte ich nicht mehr" ist reichlich komisch, wenn überhaupt mal eine Antwort auf das tatsächlich Gesagte bzw. ein Eingehen auf tatsächlich geäußerte Kritik von Anfang an nicht erfolgt ist.

    Den perfiden Trick, inhaltliche Kritik als Übergriff umzuwerten, kannte ich früher nur aus rechten Diskursstrategien. Bedauerlich, dass er offensichtlich auch in anderen Communities Einzug gehalten hat, die es besser wissen müssten. Dafür wie Ihre Vorrednerin dann auch noch Entschuldigungen einzufordern, ist allerdings der Gipfel der Perfidie.
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