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Zeugen gesucht
Brutaler Überfall auf jungen Schwulen in München
Mitten im Szeneviertel ereignete sich in der Nacht zum Samstag eine homophobe Gewaltat – zuvor rissen die drei unbekannten Täter am "Sub" eine Regenbogenfahne ab.

Ein Freund veröffentlichte dieses Foto des Opfers auf Facebook
- 13. Mai 2017, 18:10h 2 Min.
In München kam es in der Nacht zum Samstag zu einem schweren homophoben Überfall. Gegen ein Uhr fielen drei Männer auf, die zunächst vor dem Schwulenzentrum "Sub" in der Müllerstraße laut pöbelten und eine Regenbogenfahne samt Haltestange abrissen. Anschließend zogen sie weiter in Richtung der Schlagerbar "Prosecco" in der Theklastraße, vor der sie einen jungen schwulen Mann brutal zusammenschlugen.
Ein Freund des Opfers, das schwere Verletzungen am Kopf und im Gesicht erlitt, machte den Vorfall mit einem Facebook-Post öffentlich, der bereits über 2.000 Mal geteilt wurde. "Die Gruppe fiel vorher schon vor dem Sub durch homophobe Beleidigungen auf und belästigte dort diverse andere Gäste", heißt es darin. "Offensichtlich waren sie darauf aus, homophobe Randale zu begehen!"
Das Opfer Gregory G., das an dem Abend seinen Geburtstag feierte, bedankte sich für den Support und die zahlreichen Genesungswünsche: "Mir geht es den Umständen entsprechend gut, macht euch alle keine Sorgen, so schnell kann mich keiner runterreißen", schrieb er auf seinem privaten Facebook-Profil. "Jedoch macht es mich wahnsinnig traurig und gleichzeitig auch wütend, dass man heutzutage als Homosexueller diskriminiert wird."
Gesucht suchen nun Zeugen des Vorfalls. Wer Beobachtungen, Fotos oder Videos gemacht hat, die zur Identifikation und Ergreifung der drei Männer führen können, kann sich an die Polizeiinspektion München 11 unter Tel. (089) 290 80-0 oder an jede andere Dienststelle wenden. (cw)
Update 14.5., 12.50h: Gewaltopfer benötigt Operation
Gregory G. schrieb in der Nacht an queer.de: "Mein Trichter unter dem Auge ist völlig zerstört, dadurch ist das Auge etwas verrutscht. Es muss operiert werden und ein künstliche Trichter wird eingesetzt." Das Auge selbst sei aber in Ordnung. "Leider ist aber meine rechte Nasenhälfte sowie ein Teil der Oberlippe ohne Gefühl", so Gregory. Er beschreibt den Haupttäter als Anfang 20, er habe blonde und schulterlange Haare gehabt und eine dunkle Cap und eine schwarze Jacke getragen. Die Polizei habe die Ermittlungen übernommen.














