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Zeugen gesucht

Mord im Friedrichshain: Neues Foto des Opfers veröffentlicht

Bei der Berliner Polizei sind bislang elf Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, eine heiße Spur hat sie jedoch noch nicht.

  • 19. Mai 2017, 04:13h 33 2 Min.

Update: Bilder nach mutmaßlicher Aufklärung der Tat im Januar 2019 entfernt

Mit der Veröffentlichung eines neuen, aktuelleren Fotos von Stefan U. erhofft sich die Berliner Polizei entscheidende Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes an dem schwulen Italiener führen können. Der 34-jährige Informatiker war am vergangenen Sonntagmorgen im Volkspark Friedrichshain, einem bekannten Cruisinggebiet, schwer verletzt aufgefunden worden; er starb kurz darauf an seinen Verletzungen (queer.de berichtete).

Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen machte die Polizei bislang wenig Angaben zu möglichen Hintergründen des Verbrechens. Elf Hinweise aus der Bevölkerung würden derzeit überprüft, eine heiße Spur gebe es noch nicht. Da der Tote sowohl sein Smartphone als auch seine Brieftasche noch bei sich hatte, geht die Polizei nicht von einem Raubmord aus. Nach Angaben seines Mitbewohners und seiner Familie soll Stefan U. keine Feinde gehabt haben.

Die Polizei fragt: Wer kannte das Opfer?

Die Mordkommission sucht weiterhin mögliche Zeugen der Tat: "Wer hat sich am Sonntag, den 14. Mai 2017, im Zeitraum von 1 bis 5 Uhr im Volkspark Friedrichhain aufgehalten und verdächtige Wahrnehmungen gemacht?" Außerdem möchten die Beamten von Taxifahrern wissen, ob sie in diesem Zeitraum in der Umgebung des Parks Fahrgäste aufgenommen oder abgesetzt haben. Nach dem Mord klebte vermutlich Blut am Täter. Zudem bitten die Beamten um Kontaktaufnahme durch Menschen, die das Opfer kennen; sie sollen Auskunft über seine Lebensgewohnheiten und Bekannten geben.

Die Identität des Mannes hatte die Polizei bereits am Montag nach einer Obduktion bekanntgegeben. Laut italienischen Medien stammt Stefan U. aus Bozen in Südtirol, lebt aber seit mehreren Jahren in Berlin. Er wurde durch mehrere Stiche in den Oberkörper tödlich verletzt. Nähere Angaben zur Tatwaffe wurden nicht gemacht.

Hinweise nimmt die 3. Mordkommission in Berlin-Tiergarten (Keithstraße 30) unter der Rufnummer (030) 4664-911333 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Auch der Kontakt per E-Mail ist möglich unter LKA113-Hinweis@polizei.berlin.de. (cw)

#1 SebiAnonym
  • 19.05.2017, 09:00h
  • Hoffentlich werden der oder die Täter bald gefasst und härtestmöglich bestraft.

    Das macht das Opfer leider auch nicht wieder lebendig, aber die Gesellschaft muss vor solchen Subjekten geschützt werden.
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#2 LaurentEhemaliges Profil
  • 19.05.2017, 09:51h
  • Da Raub ausscheidet, rückt ein homophobes Tatmotiv näher, dennoch bleibt es Spekulation.

    Ich persönlich würde mich heutzutage nicht mehr trauen, nachts in einem Park zu cruisen.
    Ein Bekannter hatte mir erst vor Kurzem erzählt, wie es ihm und einem Begleiter in einem Heilbronner Park ergangen ist.

    Ich hoffe, dass der Mord an Stefan U. aufgeklärt und hart bestraft wird.
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#3 PatroklosEhemaliges Profil
  • 19.05.2017, 10:30h
  • Hoffentlich wird der Mörder bald gefaßt und für immer hinter Gitter gesperrt!
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