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Einzelkommentar zu:
Auch Belgien übernimmt PrEP-Kosten


#22 TheDadProfil
  • 21.05.2017, 14:48hHannover
  • Antwort auf #20 von seb1983
  • ""Wenn aber 5% der Bevölkerung 60% der Infektionen ausmachen und 95% nur 10%, der Rest Drogengebrauch etc, dann ist das ein schon eine Schieflage die in anderen Ländern mit Kampagnen wie "Aids is a gay disease" in der Szene auch so kommuniziert wird.""..

    Was schon einmal in afrikanischen Gesellschaften vollständig anders ist..

    Damit ist das vollständiger Unsinn, denn es sind nicht diese "5 % der Bevölkerung", die dann 60 % der Infektionen ausmachten..

    Es hieße hier "INNERHALB dieser 5 % der Bevölkerung", was dann immer die wirklich blöde Idee transportierte HIV und AIDS seien ein "Schwules Problem"..
    Ist es nicht..
    Es ist vor allem zunächst ein Männerproblem..

    Ist es eben aber auch nicht wenn man Zugrunde legt das diese "5 % der Bevölkerung" zu einen Anteil von einem Drittel der Neuinfektionen beitragen, und sich ein Drittel auf Heten, und ein weiteres Drittel auf Bisexuelle verteilte..

    Dieser dusselige Schuldkomplex des
    "HIV und AIDS ist ein Schwules Problem"
    gehört endlich mal in die Tonne gekloppt !
    HIV und AIDS sind ein gesellschaftliches Problem, und genau deshalb ist es eine Aufgabe der Gesellschaft die Infektionsraten zu senken, und das möglichst auf NULL !

    Wenn es dazu notwendig ist von der Appellativen Ebene der Prävention über SaferSex-Kampagnen auf weitere Maßnahmen auszuweiten, und diese Maßnahmen dann derzeitig hohe Kosten aufweisen, was sich schon im nächstem Jahr deutlich ändern kann, dann sind diese Maßnahmen zu ergreifen und auch die Kosten dafür zu tragen..

    Mal so nebenbei..
    Das bundesdeutsche Seuchenschutzgesetz bietet sehr wohl Möglichkeiten dazu die Bevölkerung an der Verbreitung von Infektionskrankheiten zu hindern, und dazu auch vermehrt repressive Maßnahmen einzuleiten..
    Jeder Zuwanderer der mit einer stark infektiösen Lungentuberkulose ins Land kommt, kann und WIRD zu einer Therapie gezwungen..
    Diese Therapiekosten werden nur zum Teil von den Krankenkassen getragen, das Gros der finanziellen Belastung zahlt der Steuerzahler über Steuern die dem RKI als führendes Institut der Bekämpfung von Infektionskrankheiten zur Verfügung gestellt werden..

    Bezahlen wird also immer der Bürger..
    Der sich nun aussuchen kann ob er das "freiwillig" über die Kassenleistungen gewährleisten will, oder ebenso "freiwillig" über Steuergelder finanziert..

    Denn wer sich zur Aufgabe gemacht hat die Infektionszahlen deutlich zu verringern wird mit einer weiteren
    "Bitte, bitte fickt nur mit Gummi-Kampagne"
    nicht viel erreichen können..

    Vor allem..
    Wer etwas erreichen will, der hat eine Strategie..
    Wer etwas verhindern will, der hat Gründe..

    Seit inzwischen mehr als 2 Jahren befindet sich die PrEP in der Diskussion, und allenthalben liest man nur Gründe, aber keinerlei Strategien dazu, wie man diese Gründe beseitigen könnte..
    So kommt man dem Problem nicht bei..

    ""Wenn aber schon in ersten Studien dadurch die Ansteckungsrate stark sinkt muss mir keiner was von Safer Sex in der Szene erzählen.""..

    Das dumme an dieser Aussage ist die Vermutung HIV und AIDS seien ausschließlich ein Problem der Szene..
    Was schon negiert das sich vielleicht ein Partner in der Szene infiziert, der andere dann in der Partnerschaft außerhalb dieser Szene..

    Neben dem was sich allgemein so "Szene" nennt gibt es längst "zusätzliche Szenen", die nicht nur mit Planetromeo, GayRoyal, Grindr oder ähnlichen Dating-Portalen zu tun haben, sondern auch damit daß sich MSM inzwischen auch an anderen öffentlichen Orten kennenlernen..
    Das Problem der Infektion also allein auf eine imaginäre Szene verschieben zu wollen, und dann noch dabei zu denken man befände sich ja außerhalb dieses Raumes und sei allein schon deshalb irgendwie "sicherer" ist ein ebenso beliebter wie falscher Trugschluß..
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