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"Ich glaub', man weiß es eigentlich"
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Will auf gar keinen Fall schwul sein: Jens Riewa ist Nachrichtensprecher bei der ARD-"Tagesschau" und beim "Hamburg Journal" des NDR (Bild: NDR / Thorsten Jander)
- 20. Mai 2017, 14:48h 2 Min.
Bei einer Raterunde in der jüngsten Ausgabe der ZDF-Satiresendung "Neo Magazin Royale" kamen Moderator Jan Böhmermann und sein Studiogast Ingo Zamperoni von den "Tagesthemen" in Schwulitäten.
In dem Spiel "Wer bin ich?" musste Böhmermann erraten, dass er der "Tagesschau"-Sprecher Jens Riewa ist – und kam erst mit der Frage "Weiß man nicht so ganz genau, ob ich hetero oder homo bin?" auf die richtige Spur. Riewas Kollege Zamperoni lachte daraufhin nur, kam zehn lange Sekunden ins Stottern und meinte schließlich: "Ich glaub', man weiß es eigentlich."
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Schmerzensgeld-Klagen gegen Homo-Verlage
Der 53-jährige Riewa, der 1991 von Werner Veigel zur "Tagesschau" geholt wurde, wehrt sich seit rund zwanzig Jahren gegen […]. 1998 erstritt er vor Gericht ein Schmerzensgeld in Höhe von 15.000 Mark, weil er vom Homomagazin "Adam" als "schwuler Moderator" bezeichnet worden war. Vom Berliner Querverlag, der den Nachrichtensprecher in seinem schwul-lesbischen Promilexikon "Out!" (Amazon-Affiliate-Link ) listete, verlangte er sogar 50.000 Mark, die den Konkurs des kleinen Szeneunternehmens bedeutet hätten. Am Ende musste sich der Querverlag in einem außergerichtlichen Vergleich entschuldigen, 5.000 Mark zahlen und die Gerichts- und Anwaltskosten übernehmen.
"Jeder heterosexuelle Mann würde sich gegen solche Verleumdungen wehren", erklärte Riewa damals in einem "Focus"-Interview. "Es geht mir um den Respekt voreinander, und übrigens klage ich auch, weil ich der Frauenwelt nicht verlorengehen will." Homophobie-Vorwürfe wies er empört mit absurden Gegenvorwürfen zurück: "Die organisierte Schwulenbewegung will mich als Spielball ihrer Machtkämpfe instrumentalisieren."
[…] So sei das Buch "Out!" in einer Erstauflage von rund 3.000 Exemplaren von der Öffentlichkeit "weitgehend unbeachtet" geblieben, so der BLSJ. "Erst als Riewa wegen der, wie er sagt, falschen Behauptung auf eine fünfstellige Schadensersatzsumme klagte, kam er damit bundesweit groß in die Presse."
Der erfundene Sex mit Sängerin Michelle
Im Jahr 2002 trat Jens Riewa erneut in einen übergroßen Fettnapf, als er sich mit der Sängerin Michelle auf der Titelseite der "Bild"-Zeitung als "Die Liebessensation des Jahres" inszenieren ließ. Der Nachrichtensprecher wurde im Artikel mit den Worten zitiert: "Michelle ist im Bett eine Granate. Ich hatte noch nie so guten Sex wie mit ihr." Peinlicherweise war die Beziehung nach sechs Wochen schon wieder vorbei – und Michelle dementierte im Magazin "Bunte", dass es mit Riewa überhaupt zu Geschlechtsverkehr gekommen sei.
Der "Tagesschau"-Sprecher versprach der ARD nach einer Rüge des Chefredakteurs, auf solche "Publicity" künftig zu verzichten. […] (mize)
Aufgrund einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Hamburg von 20. Juni 2017 dürfen wir mehrere Textteile des Artikels nicht weiter verbreiten, wir haben die Auslassungen mit "[…]" gekennzeichnet. Wir haben gegen die einstweilige Verfügung am 25. Juli Widerspruch eingelegt.

















Aber wenn er es ist, soll er halt nicht so eine unwürdige Schmierenkomödie darum machen.
Es ist nicht peinlich, schwul zu sein. Es ist nur peinlich, sich selbst zu verleugnen und immer zu verstecken.
Gerade Promis kommt auch eine gewisse Vorbildfunktion zu, ihren Fans nichts vorzugaukeln, sondern ehrlich zu sein. Und gerade von einem Nachrichtensprecher erwarte ich Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit. Das ist wichtiger als die Frage, in wen man verliebt ist.