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70. Filmfestspiele
Cannes: Queer Palm und Jury-Preis gehen an Drama über Aids-Aktivismus
Den queere Preis der Filmfestspiele wurde an "120 bpm" vergeben – auch bei den Hauptpreisen konnte der Film die Jury überzeugen.

Der argentinische Schauspieler Nahuel Pérez Biscayart als HIV-positiver Act-up-Aktivist in "120 battements par minute"
- 28. Mai 2017, 19:12h 2 Min.
Der Film "120 bpm" des französisch-marokkanischen Regisseurs Robin Campillo ist am Sonntag bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Großen Preis der Jury und dem FIPRESCI-Preis internationaler Filmkritiker ausgezeichnet worden. Der Film über Pariser Aids-Aktivisten erhielt zugleich die Queer Palm.
"120 battements par minute", der in Cannes Premiere feierte und in Frankreich im August in die Kinos kommt, erzählt von den Abenteuern von Pariser Mitgliedern der Gruppe ACT UP Anfang der Neunziger.
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Im Wettbewerb der Filmfestspiele verlieh die Jury unter Leitung des schwulen Regisseurs Pedro Almodóvar die Goldene Palme für den besten Film an das schwedische Drama "The Square", die beste Regie ging an Sofia Coppola ("The Beguiled"). Als beste Darstellerin wurde Diane Kruger ("Aus dem Nichts") ausgezeichnet, als bester Darsteller Joaquin Phoenix ("You Were Never Really Here"). Insgesamt standen 19 Filme im Wettbewerb.
Die Queer Palm wird seit 2010 von einer eigenen Jury vergeben und ging in den Vorjahren u.a. an "Der Fremde am See" oder "Pride". Als bester Kurzfilm wurde in diesem Jahr "Islands" des Franzosen Yann Gonzalez ausgezeichnet.
Der offen schwule Regisseur Campillo hatte bereits bei zwei Filmen Regie geführt: 2004 beim Zombie-Film "Les revenants", der später als TV-Serie adaptiert wurde, und 2013 bei "Eastern Boys – Endstation Paris". Bei weiteren Filmen zeigte er sich für das Drehbuch oder den Schnitt verantwortlich.
Bei der Premiere von "120 bpm" am letzten Wochenende hatte die Queer-Palm-Jury auf dem roten Teppich einen Solidaritätsprotest zur Schwulenverfolgung in Tschetschenien abgehalten und dabei auch auf den Act-Up-Slogan "Schweigen = Tod" gesetzt.

Die Jury protestiert gegen die Verfolgungspolitik in Tschetschenien
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