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Polizeimeldung
Zwei Antänzer im Berliner Homokiez festgenommen
Die mutmaßlichen Täter im Alter von 16 und 17 Jahren wollten einen 49-Jährigen bestehlen. Als das Opfer und dessen Begleiter sich wehrten, schlugen sie zu.

Zivilfahnder der Polizei beobachteten den Vorfall in der Nacht zum Montag, griffen ein und forderten Verstärkung an (Bild: Sebastian Rittau / flickr)
- 5. Juni 2017, 17:26h 2 Min.
In sogenannten Berliner Regenbogenkiez am Nollendorfplatz nahmen Polizisten in der Nacht zum Montag zwei mutmaßliche Taschendiebe vorläufig fest.
Laut Polizeibericht tanzten insgesamt drei Männer gegen 2.50 Uhr in der Kalckreuth- Ecke Fuggerstraße einen 49-Jährigen an und griffen ihm dabei in die Hosentasche. Die Kreuzung befindet sich in der Nähe u.a. der Schwulenbars "Tabasco" und "Blond".
Als der 58-jährige Begleiter des Angetanzten den Diebstahlversuch bemerkte und eingriff, schlugen und traten die bis dato Unbekannten auf ihn ein. Als Zivilfahnder, die auf die Situation aufmerksam geworden waren, eingreifen wollten, flüchteten die Schläger.
Der 49-Jährige folgte zunächst einem Antänzer und bekam von diesem jedoch einen Schlag ins Gesicht. Mit Unterstützung von uniformierten Kollegen nahmen die Zivilfahnder noch in der Nähe zwei mutmaßliche Täter fest. Die beiden Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren wurden der Kriminalpolizei überstellt, welche die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Der Angetanzte und sein Begleiter wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.
Antänzer auch in anderen Städten unterwegs
Bereits 2014 hatte die Polizei in NRW vor Antänzern in der Nähe von Schwulenkneipen gewarnt (queer.de berichtete). Ähnliche Falle gab es wiederholt u.a. in Düsseldorf und Münster (queer.de berichtete). In Leipzig wurde im vergangenen Jahr ein Mann von einem angeblich schwulen Antänzer bewusstlos geschlagen (queer.de berichtete).
Die Polizei rät in entsprechenden Situationen, auf die Antänzer nicht zu reagieren und einen deutlichen Abstand zu ihnen zu halten: "Bringen Sie sich nicht unnötig in Gefahr. Nutzen Sie schnellstmöglich den Polizeinotruf 110! Sachwerte sind ersetzbar – leisten Sie in aussichtslosen Situationen keine Gegenwehr!" (cw/pm)















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