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Kommentare zu:
Bauchgefühl auf Österreichisch: Kurz gegen Ehe für alle


#1 EqualityAnonym
#2 goddamn liberalAnonym
  • 08.06.2017, 11:37h
  • Österreich ist Deutschland, aber ohne ernsthafte Bewältigung der NS-Vergangenheit.

    Selbst mehrfach diskriminierte verdiente Politker wie der 'Jude' Kreisky haben leider an der Legende vom ersten NS-Opfer mitgestrickt.

    Das hat Folgen:

    Von Österreich kann man genauso wenig gesellschaftlichen Fortschritt erwarten wie z. B. von Ungarn oder der Slowakei, mit denen es ja auch historisch tief verbunden ist.

    Auch in Tschechien sind die demokratischen Traditionen stärker als in Österreich.

    Von den antifaschistischen Instinkten ganz zu schweigen.

    Es ist immer wieder entsetzlich zu sehen, wie Wiking-Jugend-Strache in Österreich als völlig normaler Politiker behandelt wird.

    Selbst in Kohls BRD ist die Wiking-Jugend verboten worden.
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#3 HeylumpiAnonym
#4 goddamn liberalAnonym
#5 OutAndProud
  • 08.06.2017, 12:08h
  • Immer wieder der gleiche christlich / konservative Mist.
    "In den letzten Jahren hat sich bei dem Thema Gott sei Dank sehr viel getan"

    Gott hat nix getan und seine Partei auch nicht. Stück für Stück mussten Rechte auch in D bei den jeweiligen Verfassungsgerichten erstritten werden.
    Dabei zeigt sich die eine Hälfte empört, die andere Hälfte ist insgeheim froh weil man sich dann mit dem schwulen "Schmuddelkram" die Hände nicht schmutzig machen muss und froh ist am rechten Rand keine bzw. weniger Wähler verliert.

    "Also, Diskriminierungen sind beseitigt worden"

    Auch ein beliebtes Argument der christlich konservativen.
    Kommt aus der Kindererziehung wenn Eltern zu ihren Kindern sagen: "Was willst du denn noch, du hast doch jetzt schon alles, jetzt ist aber mal Schluss"

    Mal abgesehen das der Satz schlicht falsch ist. Eingetragene Partnerschaft nicht = Ehe und somit Diskriminierung .
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#6 WürgAnonym
#7 DFB twittertAnonym
#9 Paulus46Anonym
  • 08.06.2017, 12:54h
  • Es ist erfreulich, wie weit Österreich in den letzten Jahren bei der staatlichen Anerkennung homosexueller Paare vorangekommen sind und mit der Gleichstellung im Adoptionsrecht haben sie sogar Deutschland überholt.

    Nunmehr geht es auch in Österreich um die Öffnung des Eheinstitutes, was faktisch nur noch einen symbolischen, emotionalen und deutungshoheitlichen Mehrwert hat, weil es rechtlich kein Mehr an Rechten oder Pflichten bedeutet, denn diese sind bereits alle durch das Lebenspartnerschaftsinstitut erreicht.

    Gleichwohl die Forderung nach Ehe für alle ist richtig.

    --------------

    Im Vordergrund aber stehen sowie in Deutschland bei der Allgemeinbevölkerung ganz ganz andere Theman: insbesondere das Einwanderungs- und Asylthema sowie das Sicherheitsthema werden in Österreich wahlentscheidend sein. Wirtschafts- (auch in Österreich brummt die Wirtschaft und der Tourismus), Umwelt- oder Sozialthemen werden weniger bedeutend sein, da diesbezüglich es gut in Österreich ausschaut.

    Kurz bietet auf den Themenfeldern Sicherheit/keine weitere Aufnahme von Menschen aus dem Nahen Osten/Zentralasien die Antworten, die die Mehrheit der Österreicher hören will. Ich gehe daher davon aus, dass Kurz die Wahlen in Österreich gewinnen wird, während die SPÖ verlieren wird.

    Im September sind dann Wahlen in Deutschland und dort wird die AfD erstmals dann leider in den Bundestag einziehen, weil auch hier ein bedeutender Anteil der Menschen mit der Sicherheitslage und der Art und Weise, wie Einwanderung/Asyl bei uns gehandhabt wird, nicht einverstanden sind. Auch in Deutschland werden SPÖ, Linke und Grüne aufgrund der Sicherheitsthemen und Einwanderungs-Asylthematik (Scheitern von Abschiebungen) dann im Herbst verlieren; aber es wird für eine Neuauflage der GroKo in Berlin leider reichen.
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#10 OhneWorteAnonym
  • 08.06.2017, 13:34h
  • Antwort auf #2 von goddamn liberal
  • "Österreich ist Deutschland.."
    Schon nach 3 Worten muss man gar nicht weiterlesen, es sei denn man möchte nachgeplapperte Hitler-Meinungen lesen, der war nämlich der letzte der mit diesem "Österreich gehört zu Deutschland"-Unsinn wieder angefangen hat.

    Was die in Anführungsstrichen gesetzte Bezeichnung der " 'Jude' Kreisky" soll, verstehe wer will. Für mich war Kreisky ein Mensch!
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#11 OhneWorteAnonym
#12 EHkaAnonym
  • 08.06.2017, 13:52h
  • Ich bin Österreicher und das wundert mich nicht. Österreich war immer schon leicht rechts und rückständig.
    Was mich nur wundert ist das Österreich die zweit meisten Flüchtlinge in der EU aufgenommen hat. Ich hab gedacht, dass Ausländerfeindlichkeit und Homophobie zusammengehören?
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#13 goddamn liberalAnonym
  • 08.06.2017, 14:02h
  • Antwort auf #10 von OhneWorte
  • Die Meinung, dass Österreich Deutschland war, teilten 1918 auch österreichische Sozialdemokraten.

    de.wikipedia.org/wiki/Anschluss_%C3%96sterreichs#Anschlussbe
    strebungen_nach_dem_Ersten_Weltkrieg


    Mein ganzer Satz lautet, dass heute Österreich Deutschland ohne Aufarbeitung der NS-Vergangenheit ist.

    Das stimmt im Vergleich zu Deutschland, was die gleiche NS-Belastung und was die ungleiche Aufarbeitung betrifft.

    Kreisky war ein Mensch und gerade deshalb setze ich den Juden in Anführungszeichen

    Für sich selbst war Kreisky nämlich v.a. Sozialdemokrat und Patriot.

    Mit allen Problemen, die Patriotismus manchmal so mit sich bringt.

    www.spiegel.de/spiegel/print/d-41376698.html

    Zitat: "Auf die Frage des israelischen Rundfunk- und Zeitungskorrespondenten Zeev Barth: "Was, bitte schön, haben Sie verstanden unter Mafia?" donnerte Kreisky: "Sagen Sie einmal, Herr Redakteur, kommen Sie zu mir, und wollen Sie vom Bundeskanzler der Republik Auskünfte haben, oder wollen Sie mit mir ein Verhör machen? Wenn Sie mit mir ein Verhör machen wollen, dann streiche ich gleich alles. Die Juden nehmen sich so furchtbar viel mir gegenüber heraus, und das erlaube ich nicht. Würden Sie den Mut haben, den französischen Ministerpräsidenten so zu fragen? Das ist eine unerhörte Frechheit, ich schmeiße Sie am liebsten gleich hinaus. Weshalb muß ich Ihnen eigentlich da Rede und Antwort stehen?
    Jetzt habe ich genug. Ich bin nicht dazu da, vor der jüdischen, der israelischen Öffentlichkeit mich wie ein Angeklagter zu verantworten."

    Alles klar?
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#14 mehrdadAnonym
  • 08.06.2017, 14:04h
  • Antwort auf #12 von EHka
  • Nun, für Österreich wie Deutschland gilt: Eigentlich konservativ, nur sieht man sich in der Selbstwahrnehmung als ganz liberal und fortschrittlich. Weil das aber von außen keiner sieht, wie fortschrittschlich man doch ist, muss man das sich und anderen beweisen. Dann gleitet es in bestimmten Bereichen ins andere Extrem.
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#15 RobinAnonym
  • 08.06.2017, 15:29h
  • "Mit der eingetragenen Partnerschaft seien Diskriminierungen beseitigt, so Kurz."

    Das ist ja schon ein Widerspruch in sich.

    Dass es für gleichgeschlechtliche Paare ein separates Rechtsinstitut neben der Ehe gibt, ist ja bereits die Diskriminierung.

    Und es ist ja auch bezeichnend, dass er kein einziges Argument gegen die Eheöffnung nennen kann...
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#16 Markusbln11Anonym
  • 08.06.2017, 16:03h
  • Nun, bei der schulenverfolgung in tschetschenien war Kurz scnell mit klarem wort bei der stelle.

    Die ehe für alle ist innenpolitisch heiss. Und er schreckt zurück.

    Auch der wahlen wegen.

    Aber schon David Cameron klar war. Die Konservativen können durch anerkennung der ehe für alle nur punkten, weil damit ein heisses eisen vom tisch.

    Im deutschsprachigen raum braucht alles etwas länger. Oder: Der vatikan hat mehr einfluss, sogar mehr als in irland.
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#17 PatroklosEhemaliges Profil
  • 08.06.2017, 17:12h
  • Kurz hat es ja gewagt, die Große Koalition mit der SPÖ aufzukündigen und für die ÖVP könnte das noch ein böses Erwachen geben! Ich halte diesen Mann auch für fähig, mit der FPÖ zu paktieren!
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#18 goddamn liberalAnonym
#19 Tommy0607Profil
  • 08.06.2017, 18:40hEtzbach
  • Mann , solangsam reicht dieses Christliche "Bauchgefühl" wie in Österreich und Deutschland . Irgendwie kennen "einige" Christen nicht die Worte des Propheten Jesus : Denn der hat keinen diskriminiert . Sondern toleriert . Von Menschlichkeit haben diese "sogenannten" Christen noch nichts gehört . Denn jeder Mensch ist gleich. Und man sollte Menschen nicht in Zwei Klassen beurteilen , aufgrund einer Sexualität, Herkunft oder Religion!
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#20 lucdfProfil
  • 08.06.2017, 19:37hköln
  • In Mitteleuropa scheint der christliche Mief immer noch nachzuwirken. Wie kommen nicht vom Fleck.
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#21 RobinAnonym
  • 09.06.2017, 09:23h
  • Antwort auf #20 von lucdf
  • Ja, das ist eine Mischung aus Anbiederung an religiöse Kreise und rechtspopulistischem Machtkalkül.

    Aber genau dasselbe sehen wir ja leider auch in Deutschland.

    Dabei sind gerade Deutschland und Österreich von so zentraler Bedeutung für Fortschritte in der EU.
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#22 Paulus46Anonym

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