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Gegenmaßnahmen eingeleitet
Berlin: 355 Übergriffe auf LGBTI-Flüchtlinge in drei Jahren
Eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber bringt erschreckende Zahlen an den Tag – zu den Tatverdächtigen gehören auch Wachleute.

Queere Willkommenskultur: Mit diesen Kellen waren die Schwulenberatung Berlin und Bewohner ihrer queeren Flüchtlingsunterkunft in Treptow beim CSD 2016 unterwegs (Bild: Schwulenberatung Berlin)
- 11. Juni 2017, 11:51h 2 Min.
Offensichtlich mehrere hundert LGBTI-Flüchtlinge sind in den vergangenen Jahren in Berlin Opfer von Pöbeleien, Drohungen und körperlicher Gewalt geworden. Dies geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Justiz auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor (PDF).
Dokumentiert sind nach Angaben des Senats insgesamt 355 Fälle in den Jahren 2014 bis 2016. Knapp die Hälfte der Vorfälle betraf schwule Männer, gefolgt von trans* Menschen und lesbischen Frauen. Nur die wenigsten Fälle wurden bei der Polizei angezeigt.
Die Zahlen stammen von den drei LGBTI-Hilfsinitiativen LesMigraS der Lesbenberatung, dem schwulen Antigewaltprojekt Maneo und MILES vom LSVD. Mehrfachnennungen seien dabei nicht auszuschließen, wenn ein Flüchtling sich bei verschiedenen Beratungsstellen gemeldet hat, räumte die Justizverwaltung ein. Andererseits müsse von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden.
47 Übergriffe durch Wachleute in 2016
Die Aggressionen gegen LGBTI-Flüchtlinge gehen nicht allein von Mitbewohnern in den Unterkünften aus, sondern auch vom Sicherheitspersonal. Allein im Jahr 2016 meldete LesMigraS 47 Übergriffe durch Wachleute. "Hierbei handelte es sich bei 37 Meldungen um verbale Beleidigungen, bei acht um körperliche und bei zwei um sexualisierte Gewalt", heißt es dazu in der Antwort auf die SPD-Anfrage. Das Projekt Maneo meldet für 2015 zwei Betroffene von Gewalt durch Mitarbeiter. Angaben zu den Unterkünften liegen nicht vor.
50 Vorfälle von Beleidigungen sollen sich zudem im Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten bzw. in der Vorgängerbehörde Lageso ereignet haben: "Die Betroffenen berichteten dabei mehrheitlich von der Verwendung beleidigender Begriffe sowie beleidigenden verbalen und nonverbalen sonstigen Äußerungen."
Der Senat hat reagiert
Die Antwort auf die Kleine Anfrage zeigt jedoch auch, dass sich der Senat des Problems bewusst ist und es ernst meint, LGBTI-Flüchtlinge besser vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen. Auf sechs Seiten werden zahlreiche bereits eingeleitete Maßnahmen aufgeführt, darunter die Einrichtung einer eigenen Fachstelle sowie von spezifischen Unterkünften, Schulungsmaßnahmen für Sprachmittler und Mitarbeiter in den Heimen, die Ernennung von besonderen Ansprechpersonen oder die Einladung geflüchteter Menschen ins Polizeipräsidium.
In Kürze sollen zudem die Handreichung "Was tun bei Gewalt gegen Frauen und LSBTI in Unterkünften" sowie ein Gesprächsleitfaden zur Identifizierung von besonderen Schutzbedarfen erscheinen. (cw)
Links zum Thema:
» Die Antwort auf die Anfrage als PDF















Das sind mehr als 100 Übergriffe pro Jahr - alleine in Berlin!! Dann kann man ja mal auf ganz Deutschland hochrechnen.
Da kommen LGBTI aus Verfolgerstaaten zu uns, weil sie hoffen, hier sicher zu sein und dann werden sie hier auch wieder ihrem Schicksal überlassen.
Die Wachleute, die sowas tun, sollten sofort fristlos entlassen werden und nie mehr einen Job in diesem Bereich bekommen. (Und natürlich auch strafrechtlich für ihre Taten belangt werden. Inkl. Schmerzensgeld, etc.)
Und die Flüchtlinge, die auf LGBTI losgehen, sollten sofort ausgewiesen werden und Einreiseverbot in die EU bekommen. Wer gewalttätig wird, hat damit bewiesen, dass er nicht zur Integration bereit ist und hier nicht leben kann.