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Expansion

lulu.fm bald in fünf deutschen Metropolen auf DAB+

Immer mehr Menschen können das schwul-lesbische Metropolenradio via Antenne hören. In wenigen Monaten soll ein Viertel der deutschen Bevölkerung im Empfangsgebiet liegen.


Rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung kann lulu.fm in Kürze via Antenne empfangen (Bild: Alan Levine / flickr)

  • 12. Juni 2017, 13:44h 9 2 Min.

Der Gay-Radiosender lulu.fm erweitert erneut sein DAB+-Sendegebiet: Ab Sommer will lulu.fm seinen Sendebetrieb auch im Rhein-Neckar-Gebiet aufnehmen, ab Herbst soll das Programm auch in der mitteldeutschen Metropole Leipzig-Halle über Antenne via DAB+ zu hören sein. Das teilte die Geschäftsführung der lulu Media GmbH in Köln am Montag mit.

Damit erhöht sich die technische Reichweite via Antenne auf 18 Millionen Menschen, rund ein Viertel der deutschen Bevölkerung. Bereits jetzt ist der Sender in Hamburg, Berlin-Brandenburg und im Rhein-Main-Gebiet zu empfangen (queer.de berichtete). DAB+ ist der neue terrestrische Übertragungsstandard, der in ein paar Jahren die in die Tage gekommene Ultrakurzwelle (UKW) ablösen soll. Um das Programm empfangen zu können, ist ein Digitalradio notwendig.


In diesem Regionen kann man lulu.fm in Kürze empfangen

Der Medienrat der SLM, der Sächsischen Landesanstalt für Medien, hatte lulu.fm in einer Sondersitzung am 3. Juni die Lizenz und Übertragungskapazitäten für eine Verbreitung über DAB+ in der Region Leipzig erteilt. Der Zuteilung war eine Ausschreibung vorangegangen.

Das Sendegebiet Rhein-Neckar war schon seit einiger Zeit geplant und wird laut lulu.fm "sehr wahrscheinlich im späten Sommer 2017" on Air gehen. Mit dem neuen Sender im Odenwald wird die Station zirka drei Millionen Einwohner und viele Pendler im Südwesten erreichen, darunter auch in den badischen Städten Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe.

Bereits seit 2015 verbreitet lulu.fm sein Programm im Internet und über eigene Apps. Im Juni 2016 erhielt der Sender eine bundesweite Lizenz von der Landesanstalt für Medien NRW.

lulu.fm bezeichnet sich als " Radio mit eingebauter Disco-Kugel", das 24 Stunden für die schwul-lesbische Community sendet. (pm/cw)

-w-

#1 RobinAnonym
  • 12.06.2017, 17:26h
  • Ich halte die Chancen für ein LGBTI-Radioprogramm für viel höher als für ein Fernsehprogramm wie das damals leider gescheiterte TIMM.

    Erstens ist die Produktion und Distribution eines Radioprogramms viel einfacher und damit auch preiswerter als eines Fernsehprogramms. Man braucht keine Kamera, keine Deko, keine Maske, keine Beleuchtung, etc. Nur ein Radiostudio (was heute nicht mehr teuer sein muss) und einen Sprecher, der da auch in Bermudas und Badelatschen sitzen kann. (Übertrieben gesagt, natürlich braucht man auch noch Redaktion, Techniker, etc.)

    Und auch die Lizenzen für gespielte Musik sind natürlich viel preiswerter als Lizenzen für Filme, Serien, Dokus, etc.

    Und zweitens ist es natürlich auch viel einfacher, das Programm zu füllen. Im Notfall spielt man halt einfach Musikschleife. (Aber man sollte natürlich auch andere Inhalte haben: Nachrichten, Features, Reportagen, Interviews, etc.; natürlich alles mit LGBTI-Bezug. Und auch Veranstaltungstipps, Musiktipps, Kinotipps, etc.)
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#2 JustusAnonym
  • 12.06.2017, 17:35h
  • Ich hoffe, dass lulu.fm bald auch in Nordrhein-Westfalen über DAB+ empfangbar ist.

    Zuerst ist sicher eine Versorgung der Großräume Köln, Düsseldorf und dem Ruhrgebiet wichtig. Aber danach sollten dann als nächster Schritt auch Aachen, Bonn, Brühl, Düren, Münster, Olpe, etc. dazukommen.
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#3 seb1983
  • 12.06.2017, 18:11h
  • Antwort auf #1 von Robin
  • Schwierig wird es nach wie vor mit der Zielgruppe:
    Anspruchsvolle Diskussionen zum Thema Schwulenrechte in Burkina Faso?
    Oder doch lieber Tratsch und Klatsch aus der Pornobranche?
    Lieber Techno und House?
    Oder doch Abba und Petshop Boys?
    Oder alles zusammen?

    Schwul heißt halt erstmal nur dass ich auf Männer stehe, und selbst da wird es wenig Gemeinsamkeiten geben im Geschmack ;)
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