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Kommentare zu:
Scharfe Kritik am Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie


#1 RobinAnonym
  • 14.06.2017, 17:49h
  • Natürlich ist das eine riesige Enttäuschung...

    Hat irgendwer von Union und SPD was anderes erwartet?!
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#2 JustusAnonym
  • 14.06.2017, 18:20h
  • Dass die CDU/CSU homo- und transphob ist, dürfte jedem klar sein.

    Aber ich frage mich wirklich, wie noch Leute auf die SPD reinfallen können: die labern zwar immer viel von GLBTI-Rechten, verhalten sich aber dann in der Realität genauso homo- und transphob wie die CDU/CSU.

    Was muss denn noch alles passieren, ehe deren Wähler endlich mal kapieren, dass die SPD sie nach Strich und Faden verarscht. Wahrscheinlich amüsieren die sich sogar noch darüber, wie dumm wir sind, dass wir immer wieder neu auf die SPD und deren ewig gleiche Masche reinfallen.
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#3 WählerverarscheAnonym
  • 14.06.2017, 19:41h
  • Antwort auf #2 von Justus
  • Die SPD hat ja nicht nur bei Homorechten ihre Wahlversprechen gebrochen, sondern auch in so ziemlich allen anderen Bereichen:

    PKW-Maut, Herdprämie, Bürgerversicherung, Waffenexporte, Auslandseinsätze, mehr bezahlbarer Wohnraum, gerechteres Steuerrecht, mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger, etc. etc. etc. Überall ist die SPD komplett umgefallen.

    Und das einzige, womit sie als Erfolg hausieren gehen, ist der Mindestlohn - das größte Märchen Deutschlands. Jeder, der glaubt, es gäbe einen Mindestlohn, soll mal Zeitungsausträger, Paketzusteller, Kellner, Friseure, Scheinselbständige, etc. nach ihrem wirklichen Stundenlohn fragen. Auf dem Papier bekommen die den Mindestlohn, aber da werden dann z.B. Routen so gelegt, dass man die gar nicht in der veranschlagten Zeit schaffen kann. Und wenn man dann den Monatslohn auf die tatsächliche Arbeitszeit umlegt, kommt was ganz anderes als der Mindestlohn raus.

    Fazit:
    Die SPD hat all ihre Versprechen gebrochen. Nicht nur bei Homorechten.

    So eine Partei hat es nun wirklich nicht verdient, nochmal wiedergewählt zu werden!
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#4 BabewynAnonym
  • 14.06.2017, 20:03h
  • Wusste jemand von Euch, dass die Antidiskriminierungsstelle der Bundesregierung 2017 zum "Glei­ches Recht für je­de Lie­be The­men­jahr für se­xu­el­le Viel­falt 2017" ausgerufen hatte?

    Ja, aber so ist es. Am 17.05.2017 ließen sich Christine Lüders (SPD), Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und Heiko Maas (CDU), Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz mit viel Szene- und Politprominenz am Brandenburger Tor zum IDAHOT für ihren Einsatz vorfeiern. [
    www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/So
    nstiges/Programm_Aktionstag_2017.pdf?__blob=publicationFile&
    amp;v=4]


    Seit dem 22.05.2017 als das Rehabilitationsgesetzentwurf zum Thema Betroffene des BRD §175 unter großer Anteilnahmen öffentlich gemacht wurde ist aber offenkundig Funkstille. Dazu hatte die Antidiskriminierungsstelle ein Gesetzesgutachten in Auftrage gegeben.

    Und ein Umfrage war gestartet worden, in der man/frau abermals belegt hat, wie hoch der Prozentsatz Aller wohl ist, der oder die beim Thema LGBTIQ* ein mehr oder weniger mulmiges Gefühl entwickelt.

    Wann und wie ich vom Themen Jahre erfuhr? Anhand einer Randnotiz zur Prämiere eines Stückes des Komponisten Juan Allende-Blin mit anschließender Podiumsdiskussion zu der dessen Partner auch kommt am kommenden Donnerstag den 26.06.17 im Clubraum der Räume der Akademie der Künste im Hanseatenweg 10 in Berlin. [
    www.adk.de/de/programm/?we_objectID=56869]

    Gut gemach, Frau Lüders!
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#5 Janana
  • 14.06.2017, 20:06h
  • Ich kenne eine Aktivistin, die sich damals die Zeit genommen hat und extra nach Berlin gefahren ist, um bei dem Dialogforum zu diesem Aktionsplan teilzunehmen. Eingeladen hatte die SPD:

    www.queer.de/detail.php?article_id=25993

    Es wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet. In zwei Arbeitsgruppen hat besagte Aktivistin die anwenden Personen aus der Regierung und den Arbeitsgruppen - soweit es die Zeit zugelassen hat - lückenlos über die Realität in Deutschland aufgeklärt und eine lange Reihe von längst überfälligen Forderungen gestellt. Speziell zum Thema trans* (und Transfrauen im ganz speziellen). Die beteiligten Vertreter*innen haben fleißig mitgeschrieben und sich für die tolle Arbeit bedankt.

    Übrig geblieben ist bereits in der ersten Zusammenfassung der Arbeit und dem ersten internen Papier zu dem Aktionsplan so ziemlich genau GAR nichts. Eine Farce.

    Wer hat uns verraten?

    Off.
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#6 BabewynAnonym
#7 RobinAnonym
  • 14.06.2017, 20:45h
  • Antwort auf #5 von Janana
  • "Übrig geblieben ist bereits in der ersten Zusammenfassung der Arbeit und dem ersten internen Papier zu dem Aktionsplan so ziemlich genau GAR nichts. Eine Farce."

    Leider wahr...

    Wäre es nicht so traurig und hätte es nicht so dramatische Folgen, könnte man nur noch lachen, was unsere schwarz-rote Stümper-Regierung so alles anrichtet...

    Und ich halte jede Wette, dass die SPD im Wahlkampf tönen wird, dank ihnen gäbe es jetzt einen "Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie". Aber was da wirklich hinter steht, werden die meisten Menschen, die sich nicht näher damit beschäftigt haben, gar nicht wissen. Und dann denken die, das wäre wirklich eine gute Sache und fallen schon wieder auf die immer gleiche SPD-Taktik rein.
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#8 Carsten 90Anonym
  • 14.06.2017, 21:04h
  • Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!

    Schon wieder! Zum wievielten mal eigentlich? Zählt noch jemand mit?

    Egal ob Eheöffnung, Volladoption, besserer Diskriminierungsschutz, Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie, Art. 3 GG, mehr Aufklärung an Schulen, Verbot von "Homoheilungs-Therapien" (die schwerste psychische Schäden verursachen und bis zum Tod führen können), usw. usw. usw. usw. usw.

    Ich glaube, denen ist das Lügen und Betrügen schon dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen, dass die das nicht mal mehr merken. Sonst müssten die wahrscheinlich auch beim eigenen Anblick im Spiegel kotzen müssen...

    Die sollten sich was schämen. Aber dafür bräuchten die ein Gewissen.

    Ich werde der SPD nie mehr auch nur ein Wort glauben können..

    Pfui
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#9 Svetlana LAnonym
  • 14.06.2017, 21:14h
  • Antwort auf #5 von Janana
  • @ Janana (#5)
    Ja, bei diesem Dialogforum war ich auch dabei und kann mich an die verschiedenen Arbeitsgruppen erinnern. Im Nachhinein sage ich: Schade um die verschenkte Zeit!

    @ Robin (#7)
    "Und ich halte jede Wette, dass die SPD im Wahlkampf tönen wird, dank ihnen gäbe es jetzt einen "Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie"."

    Dabei haben sie es nicht einmal geschafft, den Namen des Papiers zu ändern. Da ist in dem verlinkten pdf-Dokument immer noch nur von einem "Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus" zu lesen.
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#10 Hantewi
  • 14.06.2017, 21:22h
  • Antwort auf #5 von Janana
  • "Ich kenne eine Aktivistin, die sich damals die Zeit genommen hat und extra nach Berlin gefahren ist, um bei dem Dialogforum zu diesem Aktionsplan teilzunehmen. Eingeladen hatte die SPD:

    www.queer.de/detail.php?article_id=25993

    Es wurden mehrere Arbeitsgruppen gebildet. In zwei Arbeitsgruppen hat besagte Aktivistin die anwenden Personen aus der Regierung und den Arbeitsgruppen - soweit es die Zeit zugelassen hat - lückenlos über die Realität in Deutschland aufgeklärt und eine lange Reihe von längst überfälligen Forderungen gestellt. Speziell zum Thema trans* (und Transfrauen im ganz speziellen). Die beteiligten Vertreter*innen haben fleißig mitgeschrieben und sich für die tolle Arbeit bedankt..."

    ...und das war KEINE deutsche Aktivistin. Das war eine INTERNATIONALE Aktivistin. Sie hatte einen etwas längeren "Anfahrtsweg" - für 4 Stunden "Dialogforum".

    Sie war erschüttert über den Wissensstand der für dieses Thema "zuständigen" SPDler und deren offensiv zur Schau getragenen Ignoranz.

    Sie hat noch am gleichen Abend prophezeit, dass dieses "Dialogforum" als reines Sedativum für eine zukünftige Farce angesetzt wurde.

    Für den Trans*-Bereich war nur eine einzige Vertreter*in einer großen deutschen Trans*Vertretung anwesend, die nach dem Verkünden einer "Forderungsliste" die Veranstaltung sofort wieder verlassen hat - und ansonsten durch Unkenntnis brillierte.

    Jetzt darf geraten werden. Ihr Name beginnt mit "H".
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#11 herve64Ehemaliges Profil
  • 14.06.2017, 21:34h
  • Antwort auf #8 von Carsten 90
  • Ihr Gewissen ist doch rein. Wie sollte auch etwas beschmutzt werden, was man nicht benutzt?

    Dafür orientiert man sich als Politiker doch eher nach anderen Kriterien wie z. B. seinen persönlichen Kontostand.

    Übrigens: was ist der Unterschied zwischen Wasser und der SPD? - Wasser ist flüssig, die SPD überflüssig.
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#12 Janana
  • 14.06.2017, 22:04h
  • Antwort auf #10 von Hantewi
  • Hi Hantewi,

    klar warst Du das. Ich hätte wissen müssen, dass Du namentlich genannt werden möchtest.

    Aber ja, wen von den sonstigen Interessenverbänden hast Du getroffen, die richtige Arbeit geleistet haben? Ein paar Hanswursts, nehme ich an.

    Das hat sich bei einem Dialogforum im Landag Schlesig-Holstein in Kiel auch nicht anders verhalten. Die Grünen hatten geladen zum "Kongress zur offenen Gesellschaft". (
    sh-gruene-fraktion.de/termine/kongress-zur-offenen-gesellsch
    aft

    ) Es gab verschiedene Workshops, aber da ich im Zusammenhang mit dem Schulaufklärungsprojekt (SCHLAU) anwesend war, war ich in dem Workshop zum Thema Vielfalt in der Schule.

    Das war reinstes Gefasel. Auftakt war, dass ein paar Leute ein paar Geschichten über sich erzählt haben und ein paar warme Worte. Auf Fragen nach substantiellen Dingen kam nur Geblubber. Auf ein paar konkrete Fragen zu den Themen LGBTIQ* - speziell zum Thema Transkinder in Schulen kam nur ein (sinngemäß):

    "Ja darüber hört man ja irgenwie sehr viel, aber weiß ja so gar nichts und hat da auch nicht so die Berührungspunkte - da müsste man sich echt mal informieren." (wohlgemerkt, nachdem SH bereits die Resolution zu Trans* und Inter* abgeschlossen hatte)

    Das war so eine Kopf->Tischplatte-Aktion, was für eine Chuzpe.

    Ansonsten war es nur eine einzige Selbstbeweihräucherung, leeres Gefasel und nichtssagende Symbole. Und "liebe Frau Kollegin" und Besuch von Claudia Roth, "die sich immer wieder freut, in Kiel zu sein" und "Hach, sind wir Grünen toll". *kotz*

    Deutsche und Aktionspläne gegen Diskriminierung? Das kann nicht gut gehen.
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#13 Hantewi
  • 14.06.2017, 22:58h
  • Antwort auf #12 von Janana
  • "...Aber ja, wen von den sonstigen Interessenverbänden hast Du getroffen, die richtige Arbeit geleistet haben? Ein paar Hanswursts, nehme ich an...."

    "Untertanen". Das waren "Bittsteller", die "Bettelbriefe" überreicht haben - keine Aktivisten, die Rechte einfordern.

    "...Deutsche und Aktionspläne gegen Diskriminierung? Das kann nicht gut gehen...."

    Das ist ein Widerspruch in sich.
    In Deutschland wird "verkündet" - nie "gehandelt". Die Deutschen meinen, genug "gehandelt" zu haben, wenn sie etwas "verkündet" haben. Danach wird abgeschlossen.
    Dummerweise gilt das für beide beteiligten Seiten. Die erneute sogenannte "Scharfe Kritik" ist auch nur eine fortgesetzte "Verkündung". Das ist keine "Aktion".

    "Aktion" in der Politik bedeutet die Umsetzung von Gesetzen. Failed.
    "Aktion" auf Seiten derer, um die es geht, bedeutet "Durchsetzung" ihrer Forderungen. Dafür braucht es dann allerdings auch geignete "Aktion". Failed.

    Die Deutschen wollen keine "Rechte" - die Deutschen wollen "Struktur".

    Darüber herrscht Konsens. Auf beiden Seiten.

    "Aktions"-Plan...Pah!
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#14 SebiAnonym
  • 14.06.2017, 22:59h
  • Antwort auf #9 von Svetlana L
  • "Dabei haben sie es nicht einmal geschafft, den Namen des Papiers zu ändern. Da ist in dem verlinkten pdf-Dokument immer noch nur von einem "Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus" zu lesen."

    Copy and paste a la SPD... Sogar noch zu doof, den Titel anzupassen...
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#15 Miguel53deProfil
  • 15.06.2017, 00:39hOttawa
  • Die Enttäuschung und Verärgerung über diesen "Plan" ist mehr als verständlich. Und einige Insider geben ja tiefere Einblicke in die Vorarbeit zu diesem Papier. Diese Einblicke lassen nichts Gutes ahnen und zu erwarten.

    Ich meine allerdings auch, dass die Diskussion hier, wie des öfteren, zu oberflächlich ist. "Wer hat uns verraten..." liest man ja beinahe gebetsmühlenartig. Trifft aber nicht wirklich den Punkt. Und im Prinzip den Falschen.

    Zudem ist dieser Spruch über 100 Jahre alt und innerhalb dieser Zeit hatte die SPD große Persönlichkeiten hervorgebracht. Sich aber auch immer wieder zwischen Wunsch und Realität, zwischen dem Mut und dem Idealismus eines Willy Brandts und dem wirtschaftsorientierten "Macho Machers" Gerhard Schröder zu orientieren.

    Gerade Schröder hat die SPD auf einen fatalen Kurs gebracht, den Gabriel auf geradezu dilettantische Art und Weise "perfektionierte". Es ist nicht so sehr ein Verrat, der die SPD immer weiter nach unten reisst. Es ist die Orientierungslosigkeit, in der sich die wahre SPD beinahe komplett verloren hat. Die Feigheit vor den großen Themen, die sie einfach fallenlässt, bzw. die sie schweigend von CDU/CSU bestimmen lässt. Und dabei selbst AfD-Parolen aufgreift, wenn sie das Thema Sicherheit übernimmt.

    Die SPD und ihr Innenminister Heinemann waren es, die den Paragraphen 175 maßgeblich geändert, bzw. deutlich abgemildert hat. Und wäre es nach Heinemann gegangen, wäre der Paragraph gleich komplett eingestampft worden. Es waren die CDU/CSU, die das verhindert haben.

    Die Verräter sind eindeutig nach wie vor die so genannten christlichen Parteien. Und waren und sind die Freidemokraten, die sich den Christen immer wieder an den Hals werfen. Die SPD hat sich ganz sicher nicht nach dieser Koalition gedrängt.

    Ich will die SPD keineswegs freisprechen. Doch wer sagt, diese Partei sei überflüssig, der versteht nicht, wie wichtig die wahren Sozialdemokraten eigentlich sind. Und wie wichtig es wäre, wenn sie sich endlich wieder auf ihre alten Werte zurückbesönnen. Dann hätte sie diese "Pläne" so vermutlich gar nicht erst mitgetragen.

    Dieses Papier ist schon deshalb lächerlich, weil zunächst einmal CDU/CSU ihre eigenen Reihen im Bundestag von Homophobie befreien muss. Eine Partei, die vom Kampf dagegen plaudert, aber nach wie vor die Ehe für Alle mit Uralt-Argumenten nicht nur verhindert, sondern aktiv bekämpft, kann man doch nicht ernst nehmen.

    Von daher: Das Papier entweder zum Einpauken in die christliche Fraktion geben. Falls das nichts bewirkt, ab in den Reißwolf damit. Und fertig.
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#16 OutAndProud
  • 15.06.2017, 03:44h
  • Liebe Teilnehmer*Innen,

    Nach vier Tagen "Kampf" im Forum zum Artikel

    "Schwarz-braun ist die Regenbogenfahne"

    Bin ich so was von "geflasht" was ich in diesem Forum lese.
    Inhaltlich kann ich nicht viel beitragen, da (noch) zu wenig Ahnung.

    Macht weiter so auf diesem Niveau.
  • Antworten » | Direktlink »
#17 Patroklos
#18 RobinAnonym
  • 15.06.2017, 10:05h
  • Antwort auf #15 von Miguel53de
  • ------------------------------------------------------------------
    "Wer hat uns verraten..." liest man ja beinahe gebetsmühlenartig. Trifft aber nicht wirklich den Punkt. Und im Prinzip den Falschen.
    -----------------------------------------------------------------

    Wieso? Es trifft genau die, die ihre Wahlzusagen gebrochen haben und damit unsere Gleichstellung verraten haben.

    ------------------------------------------------------------------
    Zudem ist dieser Spruch über 100 Jahre alt und innerhalb dieser Zeit hatte die SPD große Persönlichkeiten hervorgebracht.
    --------------------------------------------------------------------

    So wie Helmut Schmidt? Der in Hamburgs öffentlichen Toiletten halbdurchlässige Spiegel installieren ließ, um Schwule zu identifizieren und verhaften zu können?

    Oder wie Gerhard Schröder? Der Hartz IV und Agenda 2010 eingeführt hat, während er die Vermögenssteuer abgeschafft hat und den Spitzensteuersatz massiv gesenkt hat?

    Etc. etc. etc.

    Dass es da auch immer mal viel Leute mit Idealismus gab, mag ja sein, aber die haben in dieser Partei offenbar nicht viel Einfluss.

    ------------------------------------------------------
    Die SPD und ihr Innenminister Heinemann waren es, die den Paragraphen 175 maßgeblich geändert, bzw. deutlich abgemildert hat.
    -------------------------------------------------------

    Und es waren Helmut Schmidt und zig andere SPD'ler, die eine Abschaffung ablehnten. Im übrigen geht es ja nicht um die 1960er, sondern um die heutige SPD.

    ------------------------------------------------------
    Die Verräter sind eindeutig nach wie vor die so genannten christlichen Parteien. Und waren und sind die Freidemokraten, die sich den Christen immer wieder an den Hals werfen. Die SPD hat sich ganz sicher nicht nach dieser Koalition gedrängt.
    ---------------------------------------------------------

    1. Und wer ermöglicht das erst den C-Parteien, indem man ihnen die Mehrheiten für dieDiskriminierung verschafft? Die SPD.

    2. Wo ist der Unterschied, ob die FDP in einer Koalition mit der Union umkippt oder die SPD?!

    3. Die SPD hat sich sehr wohl "nach dieser Koalition gedrängt". Denn es hätte auch eine Mehrheit links der Union gegeben (und gibt es nach wie vor im aktuellen Bundestag), wo die SPD mehr von ihrem Programm hätte umsetzen können. Stattdessen wollte die SPD lieber mit der Union koalieren. Aber trotz dieser Koalition könnte die SPD diese Mehrheit links der Union noch heute sofort für die Eheöffnung nutzen, wenn sie es nur tun würde.

    ------------------------------------------------------------
    Doch wer sagt, diese Partei sei überflüssig, der versteht nicht, wie wichtig die wahren Sozialdemokraten eigentlich sind.
    -------------------------------------------------------------

    Und genau das ist der Punkt:
    "Wahre Sozialdemokraten" würde jeder hier befürworten und die wären wichtig für Deutschland. Nur findet man das halt nicht in der SPD.

    Die "wahren Sozialdemokraten" haben die SPD spätestens unter Gerhard Schröder verlassen. Seitdem ist die SPD eine neoliberale Partei, die mit "wahrer Sozialdemokratie" herzlich wenig zu tun hat und das "S" im Namen nur aus historischen Gründen hat.
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#19 RobinAnonym
#20 leERtASte_
  • 15.06.2017, 10:19h
  • Ähm hallo?? Wenn ich richtig informiert bin, war das einer der wenigen Punkte, die konkret benannt wurden im Koalitionsvertrag.

    Und dann schafft man es nicht mal die Überschrift zu ändern??
    Geschweige denn konkrete Maßnahmen zu erarbeiten. Diese Koalition hatte VIER Jahre dafür Zeit....

    Sich immer auf den Koalitionsvertrag rausreden, aber dann diesen auch mit dermaßen Unlust "abarbeiten" ist schon auch ein Kunststück der SPD.
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#21 Ralph
  • 15.06.2017, 11:27h
  • Na wenn Diskriminierung von Schwulen und Lesben eine Angriff auf die Grundlagen unserer Gesellschaft ist (sehe ich auch so), dann hat die Ministerin ihrer eigenen Regierung und ihrer eigenen Partei öffentlich bescheinigt, die Grundlagen unserer Gesellschaft anzugreifen. Warum aber tritt sie dann nicht zurück?
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#22 TheDadProfil
  • 15.06.2017, 12:20hHannover
  • Antwort auf #18 von Robin
  • ""Und es waren Helmut Schmidt und zig andere SPD'ler, die eine Abschaffung ablehnten.""..

    Das ist nachlesbar nicht wahr, denn man "misstraute" zu Beginn der Sozial-Liberalen Koalition aus gutem Grund dem Koalitions-Partner FDP, die sich auch dort mit Positionen profiliert haben, die sie schon in der UNION/FDP-Regierung durchsetzen wollten, und man befürchtete, sie könnten wieder "zurück überlaufen" wenn man sie zwänge über die Koaltions-Treue die Abschaffung mitzutragen..

    Der ehemalige FPD-Justizminister Thomas Dehler wollte nur wenige Jahre zuvor den Paragraphen 175 noch über das Maß der Nazi-Fassung hinaus verschärfen, und die SPD hatte den Eindruck, man könnte den FDP-Ministern die Abschaffung nicht "verkaufen", weil sie noch zu sehr auf UNIONs-Kurs lag..
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#23 SebiAnonym
#24 TheDadProfil
  • 15.06.2017, 21:52hHannover
  • Antwort auf #23 von Sebi
  • ""Ist es auch "nachweislich nicht wahr", dass Schmidt""..

    Absurder Versuch..
    Die Zeit als Hamburger Innensenator willst Du hier also mit dem Bund in Verbindung bringen ?

    Die Fäden in der Sozial-Liberalen-Koalition hielten andere in den Händen..
    Neben Brandt und Genscher wären da vor allem Mende und Wehner zu nennen..
    Letztere haben bisweilen bei mehreren Flachen Rotwein alles ausgekungelt..

    Um Deine Frage zu beantworten :
    ""Ist es auch "nachweislich nicht wahr", dass Schmidt in öffentlichen Toiletten halbdurchlässige Spiegel installieren ließ, um Schwule auf frischer Tat zu ertappen?""..

    Es ist mehr als fraglich das Helmut Schmidt den Auftrag zur Installation gab, denn die wurden schon vor seiner Zeit als Innensenator installiert..
    Fakt ist das er die Möglichkeit gehabt hätte sie entfernen zu lassen, was er vorsätzlich unterließ..
    Das hat er dann auch einmal in einem Interview zugegeben..

    Bekannt wurden die Spiegel dann allerdings noch sehr viel später :

    ""Bei der Bundestagswahl 1980 trat Littmann für die GAL als Spitzenkandidat der Grünen in Hamburg an.
    Weil die Grünen nicht in den Bundestag einzogen erhielt Littmann kein Mandat.
    Um im Bundestagswahlkampf die Verfolgung und Diskriminierung von Homosexuellen öffentlich anzuprangern, zerschlug er unterstützt von einer Gruppe Hamburger Homosexueller Spiegel in öffentlichen Toiletten, in der Nacht vom 30. Juni auf den 1. Juli 1980 am Spielbudenplatz sowie am 2. Juli 1980 u.a. am Großneumarkt, Jungfernstieg und Rathausmarkt.
    Hinter diesen Einwegspiegeln befanden sich Kabinen, von denen aus Beamte der Hamburger Polizei die Klappe kontrollieren konnten.""..

    Da war Schmidt längst Kanzler in Bonn..
    Damit konnte man ihm den Einbau der Spiegel VOR 1969 (!) auch nicht mehr wirklich anlasten..
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#25 SpiegelverkehrtAnonym
#26 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.06.2017, 00:10h
  • Liebe Leute, die Ereignisse der Vergangenheit interessieren mich allenfalls dahingehend, als es sich um die jüngere handelt.

    Ihr könnt jetzt noch so sehr dem Altbundeskanzler und Ex-Innensenator Hamburgs Helmut Schmidt die Überwachungsspiegel vorhalten, dem Ex-FDP-Minister Thomas Dehler seinen Drang, den § 175 StGB über das Naziniveau hinaus verschärfen zu wollen, aber DAS WAREN DIE 60er JAHRE!!!

    Inzwischen hat sich aber einiges verändert, unter anderem dadurch, dass wir mit Guido Westerwelle von der FDP den ersten offen schwulen Außenminister und stellenweise Vizekanzler hatten, egal was man sonst so über diese Persönlichkeit denken und wie man sie bewerten mag.

    Wenn ich genauso erbsenzählerisch sein wollte könnte ich auch sagen, dass in Bayern bis zum Beitritt zum Deutschen Reich 1871 Homosexualität NICHT strafbar war.

    Und: nützt mir das irgendwie etwas? Nein! Denn wir leben im Hier und Jetzt und müssen zusehen, wie wir das Beste aus der Situation machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#27 OutAndProud
  • 16.06.2017, 00:53h
  • Antwort auf #26 von herve64
  • "inzwischen hat sich aber einiges verändert, unter anderem dadurch, dass wir mit Guido Westerwelle von der FDP den ersten offen schwulen Außenminister und stellenweise Vizekanzler hatten, egal was man sonst so über diese Persönlichkeit denken und wie man sie bewerten mag. "

    Noch länger haben wir eine Frau als Bundeskanzlerin (das wurde bei ihrer ersten Wahl gehypt ohne Ende, und was waren "wir" stolz: Ein konservatives Land wählt eine Frau zur Kanzlerin)
    Was hat sie für die Frauenrechte getan ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#28 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.06.2017, 06:54h
  • Antwort auf #27 von OutAndProud
  • Und unter dem schwarzen Präsidenten Barack Obama hat sich die Situation der Afroamerikaner in den USA stellenweise sogar verschlimmert. Willst du daraus auch den Umkehrschluss ziehen, dass es aus diesem Grund falsch war, einen Afroamerikaner in das höchste Amt dieses Landes zu wählen, oder wie sehe ich das?

    Genau so gut könnte man einwerfen, dass seit der Amtszeit eines schwulen regierenden Bürgermeister die Zahl homophober Übergriffe in Berlin merklich gestiegen ist. War es deswegen falsch, einen Klaus Wowereit zu wählen?

    Also, wenn du so denkst, dann können wir derartige Kriterien künftig außen vor lassen und weiter so die Dinge vor sich herum wurschteln lassen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #27 springen »
#29 RobinAnonym
  • 16.06.2017, 08:48h
  • Antwort auf #24 von TheDad
  • "Da war Schmidt längst Kanzler in Bonn..
    Damit konnte man ihm den Einbau der Spiegel VOR 1969 (!) auch nicht mehr wirklich anlasten.."

    VOR seiner Kanzlerschaft hat er in Hamburg halbdurchlässige Spiegel zum Schnappen von Schwulen auf Klappen installieren lassen.

    Das ist Fakt und daran ändert auch Deine übliche Geschichtsklitterung nichts.

    In Kommentar #25 wurde Dir ja schon ein Link präsentiert, wo sich eindeutig nachlesen lässt, dass Schmidt das war.

    Und seine Maßnahmen als SPD-Kanzler kann man auch alle nachlesen.

    Aber wer lieber seine eigenen alternativen Fakten verbreitet, interessiert sich natürlich nicht für sowas.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#30 RobinAnonym
  • 16.06.2017, 08:59h
  • Antwort auf #26 von herve64
  • -----------------------------------------
    Liebe Leute, die Ereignisse der Vergangenheit interessieren mich allenfalls dahingehend, als es sich um die jüngere handelt.
    --------------------------------------------

    Sorry, aber das ist eine sehr ignorante Sichtweise.

    Dann könnte man auch sagen, dass die Opfer des §175 nicht entschädigt werden brauchen. Ist doch alles so lange her... Aber sie leben eben heute noch und leiden noch heute darunter.

    Und außerdem ist eben nicht nur die jüngere, sondern auch die etwas weiter zurückliegende Geschichte wichtig, um die Gegenwart verstehen zu können. Wer z.B. verstehen will, warum die SPD einfach so ihre Wahlversprechen zu unserer Gleichstellung aufgibt und warum über 75% der Parteibasis dem zustimmen, muss wissen, dass das eine lange Tradition in der SPD hat und dass die sich immer schon gerne als homofreundlich hingestellt haben, aber in der Praxis das genaue Gegenteil getan haben.

    -----------------------------------------------------
    dem Ex-FDP-Minister Thomas Dehler seinen Drang, den § 175 StGB über das Naziniveau hinaus verschärfen zu wollen, aber DAS WAREN DIE 60er JAHRE!!!
    -----------------------------------------------------

    Und wenn die FDP heute in zig Bundesländern die Bildungspläne ablehnt? (Auch in der Opposition, nicht weil irgendein Koalitionspartner das verlangt.) Oder wenn die FDP (auch im Bund) einen besseren Diskriminierungsschutz ablehnt und es völlig okay findet, dass z.B. eine Putzfrau in einem Kindergarten entlassen wird, nur weil sie lesbisch ist?

    Sind das dann eben die 2010er Jahre?

    --------------------------------------------------
    Wenn ich genauso erbsenzählerisch sein wollte könnte ich auch sagen, dass in Bayern bis zum Beitritt zum Deutschen Reich 1871 Homosexualität NICHT strafbar war.
    --------------------------------------------------

    Das hat nichts mit Erbsenzählen zu tun, sondern sowas sind einfach Fakten, die man auch nennen kann.

    Und auch hier sind solche Fakten auch für die Gegenwart und die Zukunft wichtig. Denn nur wenn man dann guckt, was zu dieser Änderung geführt hat, kann man auch dafür sorgen, dass sich sowas in Zukunft nicht mehr wiederholt.

    -------------------------------------------
    Und: nützt mir das irgendwie etwas? Nein! Denn wir leben im Hier und Jetzt und müssen zusehen, wie wir das Beste aus der Situation machen.
    --------------------------------------------

    Das nützt uns sehr wohl. Denn man kann aus der Geschichte lernen (z.B. was Motive für Homohass waren, welche Gegenmaßnahmen erfolgreich waren und welche nicht, etc.) und damit dafür sorgen, dass wie "im Hier und Jetzt [...] das Beste aus der Situation machen".
  • Antworten » | Direktlink » | zu #26 springen »
#31 RobinAnonym
  • 16.06.2017, 09:11h
  • Antwort auf #28 von herve64
  • ----------------------------------------------------
    Genau so gut könnte man einwerfen, dass seit der Amtszeit eines schwulen regierenden Bürgermeister die Zahl homophober Übergriffe in Berlin merklich gestiegen ist. War es deswegen falsch, einen Klaus Wowereit zu wählen?
    -----------------------------------------------------

    Ja, das war falsch!

    Nicht, weil in seiner Amtszeit "die Zahl homophober Übergriffe in Berlin merklich gestiegen ist". Dafür kann er vermutlich gar nichts.

    Sondern seine Wahl war falsch, weil er einfach nicht gut für Berlin war und viel angerichtet hat. Der ließ sich immer lieber auf irgendwelchen Sekt-Empfängen und sonstigen Festen blicken, um mit Promis um die Wette zu grinsen, statt wirklich die Probleme Berlins anzugehen. Und er hat sein Scheitern sogar noch zum Kult erheben wollen, indem er ständig das Mantra

    "Berlin - arm aber sexy"

    wiederholte. Das mag ihn bei manchen Leuten, die selbst auch so drauf sind, beliebt gemacht haben, aber das macht seine Politik nicht besser.

    Und solche zynischen Aussagen können auch nur von jemandem kommen, der selbst genug Geld hat und sich keine Sorgen machen muss. Und sowas von einem SPD-Mitglied, der eigentlich das "S" in Namen beachten sollte, was aber heute keiner mehr in der SPD tut.

    Die Leute, die darunter zu leiden hatten und die (im Gegensatz zu ihm) wirklich arm waren, fanden das keineswegs "sexy", sich am 20. fragen zu müssen, wie man die restlichen 10 Tage des Monats die KInder satt bekommen soll oder wie man ihnen erklären soll, dass es leider zum Geburtstag und zu Weihnachten nichts gibt.

    Klaus Wowereit hat Berlin nicht gut getan und war deshalb auch die falsche Wahl. Nur weil er schwul ist, macht ihn das nicht automatisch zur guten Wahl, genauso wenig wie das ein Hindernis sein sollte, jemanden zu wählen.

    Wenn jemand schwul ist, sollte das kein Hinderungsgrund für die Wahl sein, es sollte aber auch nicht der einzige Grund sein, jemanden zu wählen oder jemanden, der im Amt komplett versagt hat, als tollen Amtsträger zu verklären.
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#32 Julian SAnonym
  • 16.06.2017, 09:46h
  • Antwort auf #26 von herve64
  • Soso, Dich interessiert die Vergangenheit also nicht. Außer allenfalls die allerjüngste Vergangenheit. Dasselbe Argument, was Schüler bringen, die keinen Bock auf Bildung haben und dann fragen, was Geschichte sie interessieren soll, wo sie doch in der Gegenwart leben. Nur dass viele Schüler es irgendwann doch kapieren, während Du noch als Erwachsener diese Meinung vertrittst.

    Das sagt aber mehr über Dich aus, als über die Bedeutung der Vergangenheit.

    Mal abgesehen davon, dass nur die Vergangenheit die Gegenwart erklären kann und für die heutige Situation verantwortlich ist, kann man ja auch aus der Geschichte lernen und dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholt.
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#33 PierreAnonym
#34 TheDadProfil
  • 16.06.2017, 11:34hHannover
  • Antwort auf #33 von Pierre
  • Noch einmal zum Verständnis..

    Es ist trotz des Artikels nicht eindeutig beweisbar daß die Spiegel "erstmals" unter Helmut Schmidt als Innensenator installiert wurden..
    Man weiß das einfach nicht..

    Fakt bleibt hier nur das er als Innensenator diese Praxis nicht geändert hat..

    Aus dem Link :
    ""Angelegt wurden die ersten der Spionierspiegel im Jahre 1964 unter dem damaligen Hamburger Innensenator Helmut Schmidt; der letzte Spiegel, in der Toilette am Rathausmarkt, wurde noch nach der Reform des Homosexuellenparagraphen 175 im Jahre 1973 installiert.""..

    Und diese Praxis hat sich auch unter dem Nachfolger nicht geändert !
    Denn Schmidt war seit 1969 im Bundestag, und trotzdem wurden noch 4 Jahre später immer noch Spiegel installiert..

    Insgesamt wird mit dieser Kolportage versucht den Eindruck zu erwecken, Schmidt habe wohl als Innensenator Hamburgs "persönlich Hand" angelegt, die Spiegel gar selbst angeschraubt, so der Tenor der Unterstellungen wie sie allenthalben lesbar sind..

    Das Versagen Schmidts liegt hier aber eher in der Tatsache derlei Praktiken nicht verhindert, oder laufende Praktiken nicht beendet zu haben..
    Zumal hier die Frage ungeklärt ist inwieweit ein Innensenator tatsächlich Einfluß auf unterschiedliche und autonom arbeitende Behörden in seinem Amtsbereich nimmt..

    Hamburg war nicht die einzige Stadt die solche Spiegel installieren ließ..
    Mir ist aus persönlichen Berichten betroffener Menschen bekannt, daß es solche Spiegel schon in den Fünfziger Jahre gab..
    Das ist kein "Beweis" dafür eine "Unschuld" Schmidts zu behaupten, aber eben auch kein Beleg für eine "persönliche Schuld"..

    Will man also weiterhin die gesamte Verantwortung allein auf einen Herrn Schmidt schieben ?
    Es geht hier dann auch um die "Qualität" einer Meldung, und um die "Qualität" einer Handlung, die einerseits bei Schmidt im Versagen lag, Möglichkeiten zu nutzen, andererseits bei Dehler in der aktiven Bekämpfung zu finden ist..

    Herr Dehler war für seinen Gesetzesvorschlag im Bundestag vollständig selbst verantwortlich, denn den hat er dort zur Debatte gestellt, obwohl es längst Aufforderungen des "Deutschen Juristentages" (seit 1952 !) gab den Paragraphen restlos abzuschaffen..
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#35 SpiegelverkehrtAnonym
#36 OutAndProud
  • 16.06.2017, 12:42h
  • Antwort auf #28 von herve64
  • Zu Berlin kann ich nicht viel sagen, da bin ich "zu weit weg".
    Ich habe allerdings seine Senatsrede mit dem Satz "Ich bin schwul, und das ist auch gut so" als sehr befreiend erlebt.
    Obama hat gegen Windmühlen kämpfen müssen um seine "Obama Care" durchsetzten zu können. Davon haben aufgrund der sozialen Situation überproportional Schwarze profitiert.
    Was hingegen hat Frau Merkel für die Frauen getan? Die vielen Alleinerziehenden die sich jeden Monat auf neue wie Menschen zweiter Klasse behandeln lassen müssen um eine "Stütze" zu bekommen die vorne und hinten nicht reicht ?
    Wenn bei "Hausbesuchen" eine zweite Zahnbürste gefunden wird ?

    "An den Taten sollt ihr sie erkennen" und nicht ausschließlich an warmen Worten oder "Merkmalen" wie "Schwul", "Frau", "Schwarz"........

    Ich habe da Westerwelle immer als "zu leicht" empfunden.
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#37 RobinAnonym
#38 NöööAnonym
  • 16.06.2017, 13:03h
  • Antwort auf #37 von Robin
  • "Oh man, sieh doch auch mal ein, wenn Du im Unrecht bist."

    Das kannst du bei TheDad vergessen. Der würgt sich hier lieber über hundert Kommentare lang einen ab, um eine längst verlorene Schlacht am Laufen zu halten, statt ein einziges Mal zu schreiben: "Ich hatte Unrecht."
    Das werden wir nicht erleben.
    Es wird auch diesmal so laufen, dass der andere irgendwann einfach vor Ermüdung aufgibt, und wieder wird sich TheDad hinterher im Recht fühlen, obwohl er den anderen einfach nur totgequasselt hat.
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#39 TheDadProfil
  • 16.06.2017, 13:13hHannover
  • Antwort auf #37 von Robin
  • ""Wahrscheinlich alles "Lügenpresse", gell....""..

    Der Vorwurf an mich ist bestenfalls nicht durchdacht..

    Das Nicht-Vorliegen von Fakten mangels der Befragung von Zeitzeugen ist keine "Lügenpresse"..

    Mir fehlen hier einfach zu viele Fakten, weil ich die organisatorische Arbeit in Ministerien kenne, und ich mir sehr schwer vorstellen kann das ein Senator Arbeiten erledigt die die mittlere bis untere Ministerial-Ebene autonom erledigt..

    Wo ist dort die Verantwortung der Polizei-Führung ?
    Welcher Landes-Betrieb hat die Spiegel installiert ?
    Auf wessen irrationalem Mist ist die Idee überhaupt entstanden ?

    Und ich sehe hier den qualitativen Unterschied im Verfolgungswillen eines Thomas Dehler gegenüber einem Senator der eine Sache politisch zu verantworten hat..

    Diese Geschichte ist längst noch nicht ausrecherchiert..
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#40 SpiegelverkehrtAnonym
  • 16.06.2017, 14:07h
  • Antwort auf #39 von TheDad
  • Ja, dem ahnungslosen Innensenator (1961-65) sind damals auch nicht die Hamburger Urteile zu "Einwegspiegeln" und "Tanzverbot" untergekommen. Man muss schon Parteisoldat der Sozis oder "stark im Glauben" sein (auch wenn man sonst Gläubigen gern mal eine überzieht) um sich über die unzureichende Faktenlage zu beschweren.
    Schmidt hat sich selten so naiv gegeben. Der Herr "Ökonom" (so seine Selbstbezeichnung) trägt die persönliche wie politische Verantwortung für die Schwulenverfolgung seinerzeit in Hamburg und hat sich in späteren Interviews zum Thema immer auf Erinnerungslücken oder ein vermeintliches Desinteresse am Thema berufen. Allerdings hat er seine Ignoranz gegenüber Menschenrechten oft genug zum Ausdruck gebracht, wenn es darum ging, ökonomische Interessen und Menschenrechte abzuwägen. Da war er ganz Ökonom, da von Verletzung der Bürger-oder Menschenrechte auch nicht selbst betroffen. Zeit für eine "Götterdämmerung". Ob sich die SPD da weiterentwickelt hat, kann man übrigens an ihren Taten sehen. Und auch an ihrer Untätigkeit und Rücksichtnahme auf gewisse "Bauchgefühle".

    stevenmilverton.com/2010/06/ich-habe-das-grundgesetz-nicht-a
    ngeguckt-in-jenen-tagen/
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#41 TheDadProfil
  • 16.06.2017, 23:06hHannover
  • Antwort auf #40 von Spiegelverkehrt
  • Schöner Link..

    So sehr ich die Kolumne Steven Milvertons schätze..
    Hier begeht die Recherche Fehler :

    ""Nachdem das Tanzverbot im Juni 1961, also während der Amtszeit Schmidts, vom Verwaltungsgericht bestätigt wurde, überprüften noch in der Nacht nach der Urteilverkündung Polizisten die Einhaltung des Verbots.""..

    Helmut Schmidt, Innensenator vom 13. Dezember 1961 bis 9. Juni 1965 in den Kabinetten Nevermann II und Weichmann I..

    de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Innensenatoren_von_Hamburg

    ""Der erste Spiegel-Zerstörer soll, einer unbestätigten Quelle zufolge, der Architektur-Historiker Wolfgang Voigt gewesen sein.

    Im Jahr

    1961 wurde die behördliche Überwachung durch Zivilfahnder der Schutzpolizei zur Bekämpfung der Umtriebe in öffentlichen Toiletten im Bezirk Hamburg-Mitte intensiviert. Personen, die in den Augen der Polizisten durch entsprechendes auffälliges Verhalten auffielen, erhielten eine schriftliche Verwarnung.""..

    Leider wird hier nicht erklärt wann und wo der Architektur-Historiker Wolfgang Voigt einen Spiegel erstmals zerstört haben soll..

    Es läßt hier aber die Vermutung zu, daß auch diese Aktion bereits vor der Amtsübernahme Schmidt geschehen sein kann, was dann für die Wahrscheinlichkeit spricht, das die Verantwortung für die Installation beim Vorgänger Schmidts, Wilhelm Kröger liegt, und die Verantwortung Schmidts im "nicht beenden" zu suchen ist..
    Schließlich haben die Gerichte (1963 bestätigte das Verwaltungsgericht dieses Vorgehensweise, da es auch in Selbstbedienungsläden Spiegel gäbe, um Diebe auf frischer Tat zu stellen.) die Handlungen der Polizei ja auch gebilligt..

    Ich will hier gar nicht "nachweisen" das Schmidt dort "unschuldig" sei..
    Aber es besteht ein qualitativer Unterschied ob ein Politiker eine "laufende Aktion" bei Amtsübernahme mit übernimmt, oder so wie im Fall Dehler die Verschärfung von Schwulen-Feindlichen Gesetzen als Initiative dieses Politikers nachweislich vorwerfbar bleibt..

    ""Man muss schon Parteisoldat der Sozis oder "stark im Glauben" sein (auch wenn man sonst Gläubigen gern mal eine überzieht) um sich über die unzureichende Faktenlage zu beschweren.""..

    Man muß Fakten danach beurteilen ob die Aktionen aus der Schublade eines Politiker stammen, oder sie bereits "laufende Aktionen" waren..
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#42 herve64Ehemaliges Profil
  • 16.06.2017, 23:57h
  • Antwort auf #32 von Julian S
  • Wenn du weiterhin nur in der Vergangenheit leben willst: nur zu! Allerdings wirst du damit nicht für die Zukunft punkten können, auch wenn du dir da selbst einredest, weil du dein schlechtes, untätiges Gewissen beruhigen willst. Es ist halt immer leichter, sich hinter dem warmen Wohnzimmerofen als den sozialkritischen Typen zu produzieren und kritische Stimmen einfach nieder zu bügeln, als selbst mal etwas Konstruktives zu erledigen.

    Also schwelg ruhig weiter in der "schlechten, alten Zeit". Ändern wirst du damit nichts! Nada! Niente! Rien!
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