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Kommentare zu:
Zynische Rehabilitierung, oder wie man einen historischen Tag vergeigt


#1 MatsAnonym
  • 22.06.2017, 08:38h
  • Mal ganz abgesehen von den lächerlich geringen Entschädigungen, mit denen die Opfer abgespeist werden sollen (nicht mal ein Zehntel dessen, was heterosexuelle Justizopfer bekommen) und mal ganz abgesehen davon, dass es keinen Ausgleich für Verdienst- und Rentenausfälle gibt, die dadurch entstanden, dass man nach einer Verurteilung oft nie mehr im erlernten Job arbeiten konnte und sich mit Hilfstätigkeiten über Wasser halten musste oder von Sozialhilfe leben musste.

    Aber die erst diese Woche geplante Änderung, dann auch noch bei der Rehabilitierung wieder andere Schutzalter zu wählen als sie für Heteros galten, ist wirklich ein Skandal.

    Hier werden wieder mal für Schwule andere Regeln angewendet als für Heteros.

    So ist die von Union und SPD beschlossene Regelung nicht nur ein Versuch, sich so billig wie möglich aus der Affäre zu ziehen, sondern das ist auch in der Rehabilitierung wieder diskriminierend...
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#2 adamaProfil
  • 22.06.2017, 08:40hKöln
  • Dieb Diskriminierung geht ausschließlich von der CDU / CSU aus. Die SPD war vor die Wahl gestellt: Der Änderung durch die Konservativen zustimmen oder überhaupt keine Entschädigung.
    Also waren Sie gezwungen die Kröte zu schlucken. Und Schwarz-Gelb wäre das Thema im Orkus verschwunden!
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#3 MatsAnonym
  • 22.06.2017, 08:49h
  • Antwort auf #2 von adama
  • Ganz erhlich:
    ich kann dieses Märchen nicht mehr hören.

    Angeblich will die SPD immer alles viel besser machen, scheitert aber an der Union.

    Wer gibt der Union denn erst die Mehrheiten für diese Politik? Die SPD! Obwohl es eine Mehrheit links der Union gäbe, mit der die SPD alles umsetzen könnte, was sie angeblich will.

    Es ist klar, dass die SPD diese Legende, was sie alles möchte, womit sie aber an der Union scheitert, am Leben erhalten will. Aber Fakt ist:

    Ohne die SPD könnte die Union gar nichts und hätte die SPD nach der letzten Bundestagswahl die Mehrheit links der Union genutzt, wäre Angela Merkel seit fast 4 Jahren in Rente und die Union in der Opposition.
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#4 goddamn liberalAnonym
  • 22.06.2017, 09:01h
  • Antwort auf #2 von adama
  • "Die SPD war vor die Wahl gestellt: Der Änderung durch die Konservativen zustimmen oder überhaupt keine Entschädigung.
    Also waren Sie gezwungen die Kröte zu schlucken. Und Schwarz-Gelb wäre das Thema im Orkus verschwunden!"

    Das ist wohl der Sachstand.

    Der war auch den verdrucksten Äußerungen der CDUler im Bundestag zu entnehmen.

    Den sollte die SPD dann aber auch öffentlich machen.

    Im eigenen Interesse.
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#5 adamaProfil
  • 22.06.2017, 09:06hKöln
  • Immer dieses Ammenmärchen von der Linken Merheit im Bundestag.
    Die Linke hat in der Vergangenheit eine Reggierungsbeteiligung ausgeschlossen und dies auch bereits für die nächste Wahl getan.
    Mit diesen Quartalsirren ist eine Regierung nicht machbar.
    Auch wenn ich Schwul bin: Ich will nicht aus der Nato raus und auch den anderen Wahnsinn, welche diese Kommunisten in ihren Kranken Köpfen ausbrüten. will ich nicht erleben müssen!
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#6 goddamn liberalAnonym
  • 22.06.2017, 09:07h
  • Antwort auf #3 von Mats
  • "und hätte die SPD nach der letzten Bundestagswahl die Mehrheit links der Union genutzt, wäre Angela Merkel seit fast 4 Jahren in Rente und die Union in der Opposition."

    Das stimmt natürlich.

    Wobei man auf 'linker' Seite Querfront-Wagenknecht als putinistischen Störfaktor nicht unterschätzen sollte.
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#7 goddamn liberalAnonym
#8 FennekAnonym
  • 22.06.2017, 09:24h
  • Antwort auf #2 von adama
  • Egal ob Eheöffnung, besserer Diskriminierungsschutz, Verbot von "Homo-Heilungs-Therapien", Rehabilitierung der §175-Opfer, etc.

    Jedesmal tut die SPD so, als wollte sie ja eigentlich, würde aber an der CDU/CSU scheitern.

    Wer hat denn die SPD gezwungen, eine Große Koalition einzugehen? - Niemand! Es gab und gibt auch eine Mehrheit links der CDU/CSU.

    Wer hat denn die SPD gezwungen, alle LGBTI-Forderungen im Koalitionsvertrag komplett aufzugeben? - Niemand!

    Wer hat denn die SPD-Basis gezwungen, in der Urabstimmung zu über 75% diesem homophoben Koalitionsvertrag zuzustimmen? - Niemand!

    Wer zwingt denn die SPD, ständig gemeinsam mit der CDU/CSU gegen LGBTI-Interessen zu stimmen? Obwohl Art. 38 GG nicht nur das Recht gibt, sondern sogar verpflichtet, dass jeder Abgeordnete nur nach seinem Gewissen abstimmt und nicht auf Weisungen anderer hört? - Niemand!

    Nein, das was die SPD umsetzt, tut sie nicht, weil sie von irgendwem gezwungen wird, sondern nur, weil sie das exakt so tun WILL. Das ist nur Entscheidung der SPD und sonst von niemandem!
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#9 Simon HAnonym
  • 22.06.2017, 09:28h
  • Es ist nicht nur zynisch, sondern pervers, bei der Rehabilitierung der §175-Opfer wieder genauso eine Ungleichbehandlung bei den Altersgrenzen umzusetzen, wie es sie auch schon im §175 gab.

    Wieder mal gelten für LGBTI andere Regeln als für Heteros.

    Wie lange wollen wir uns das eigentlich noch bieten lassen?!

    Ich kann nur jedem Betroffenen raten, dagegen zu klagen und die Ungleichbehandlung aufgrund der abermaligen Diskriminierung gerichtlich zu verhindern.
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#10 FinnAnonym
  • 22.06.2017, 09:31h
  • Das kriegen auch nur Union und SPD hin, die Opfer eines diskriminierenden Gesetzes bei der Rehabilitierung wieder neu zu diskriminieren...

    Pfui Union...

    Pfui SPD...
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#11 RobinAnonym
  • 22.06.2017, 09:37h
  • Und der für diese (und viele weitere) Diskriminierungen zuständige Justizminister Heiko Maas darf zum Dank dafür auch noch den CSD Köln eröffnen.

    Wie sind die Veranstalter wohl auf diese Idee gekommen? Oder waren das alles SPD-Mitglieder?

    Ich glaube, ich spare mir dieses Jahr mal den CSD Köln.
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#12 HabukazProfil
  • 22.06.2017, 09:43h
  • Und mal wieder gibt es so wie gar keine Berichterstattung in der breiten Presse. Keine Erwähnung in der Tagesschau.
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#13 Patroklos
#14 Homonklin44Profil
  • 22.06.2017, 09:58hTauroa Point
  • Mit solchen Unterschieden gibt uns die Regierung offenbar zu verstehen, dass wir Menschen einer anderen Wertklasse sind.
    Das erschüttert die Glaubwürdigkeit der Verfassung und des Justizapparats doch erheblich.
    Vielleicht will man auch die Überzeugung der Unionsleute verewigen, nach deren Idee Unterscheiden nicht gleich diskriminieren ist, um später darauf noch andere Unterscheidungen zu basieren. Nachtigall ick hör dir trappsen...
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#15 stephan
  • 22.06.2017, 10:08h
  • August Bebel, der mit der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion 1898 (!) die Streichung des §175 StGB beantragte und scheiterte, würde im Grab rotieren wegen dieser halbherzigen, mutlosen Bande von SPD-Abgeordneten, die heute im Bundestag und in der Regierung sitzen! Keine adäquate Rehabilitierung, keine Gleichstellung, NICHTS nach den großen Versprechen! Eine echte Schande!
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#16 Julian SAnonym
  • 22.06.2017, 11:08h
  • Antwort auf #10 von Finn
  • "Das kriegen auch nur Union und SPD hin, die Opfer eines diskriminierenden Gesetzes bei der Rehabilitierung wieder neu zu diskriminieren..."

    Was erwartest Du von Parteien, denen es nicht um das Wohl der Bürger geht, sondern nur um die Ministersessel, Referentenposten, etc. für die eigenen Leute geht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#17 Julian SAnonym
#18 TheDadProfil
  • 22.06.2017, 11:24hHannover
  • Antwort auf #5 von adama
  • ""Immer dieses Ammenmärchen von der Linken Merheit im Bundestag.""..

    Das ist kein "Ammenmärchen" sondern Tatsache !

    Gesetze werden von einer Mehrheit der abgeordneten verabschiedet !

    Diese Mehrheit jenseits der CDU/CSU-Fraktion ist schlichter Fakt, wenn man sich abseits einer Regierungs-Koalition dazu vereinbart einen Gesetzesvorschlag durchs Parlament zu bringen..

    Diese als "wechselnde Mehrheit" bezeichnete Gruppe aus SPD, Grünen und Linken Abgeordneten bezeichnete Zahl der Abgeordneten beispielsweise für die Abstimmung über die Ehe-Öffnung, so wie von Sahra Wagenknecht noch vor der Koalitionsbildung im Jahr 2013 vorgeschlagen, beträgt in diesem Parlament satte 20 Stimmen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#19 MarcAnonym
  • 22.06.2017, 11:51h
  • Eine empörende Einschränkung der Entschädigung, die von Vorurteilen und übler Nachrede nur so strotzt!
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#20 JadugharProfil
  • 22.06.2017, 11:53hHamburg
  • Ewige und endlose Diskriminierung! Wann werden die Diskriminierer mit drakonischen Strafen zur Verantwortung gezogen?
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#21 userer
#22 SorryAnonym
#23 SanottheEhemaliges Profil
  • 22.06.2017, 12:49h
  • Menschen aus unserer Community, die die Parteien CDU, CSU und SPD für wählbar erklären, sind fundamentalste Menschenrechte und Gleichbehandlung vor dem Gesetz nicht nur scheißegal, sondern sie treten diese genauso mit Füßen wie diese Parteien selbst.

    Wie könnten andere Themen, z.B. wirtschaftliche, in einem der reichsten Länder der Welt auch nur annähernd so wichtig sein.

    Deutschland gibt sich nach außen hin als Vorbild hinsichtlich Einhaltung und Umsetzung der Menschenrechte und versagt doch im eigenen Land immer wieder kläglich. UND MIT VOLLSTER ABSICHT.

    Ich werde das nicht hinnehmen und konsequent gegen diese Menschenrechtsverletzer stimmen.
    In diesem Jahr ein deutliches Zeichen zu setzen, ist wichtiger denn je, da ohnehin ein weiterer Rechtsruck zu befürchten ist.

    Ich bin sehr wütend und spucke auf diese Regierung. Und am 24. September auch per Kreuzchen ganz weit LINKS.
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#24 daVinci6667
  • 22.06.2017, 13:00h
  • Antwort auf #5 von adama
  • "bin: Ich will nicht aus der Nato raus"

    Lass Dir eines sagen: Bei uns in der Schweiz fühlt es sich richtig gut an, insbesondere weil wir nicht in diesem blöden Militärbündnis sind!

    So bist du sicher dass auch wenn wieder mal ein Irrer US-Präsident ist, im eigenen Land wenigstens keine Geheimgefängnisse gebaut werden.
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#25 goddamn liberalAnonym
#26 userer
#27 SXMPiratProfil
  • 22.06.2017, 14:36hBelair
  • Antwort auf #8 von Fennek
  • Ich sehe das genauso! Die SPD hat sich auf die Legende eingeschossen, sich immer so arg für uns einzusetzen aaaaber die poese, poese CDU hindert sie daran. Ich kann diesen Mist nicht mehr hören.
    Und dem Klust in Koeln empfehle ich Heiko Maas als Schirmherrn auszuladen. Das kann ja wohl nicht sein, dass der sich für seine Weicheierei auch noch feiern lässt.
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#28 Flieder07Anonym
  • 22.06.2017, 14:46h
  • Die meisten Opfer Leben doch sowieso nicht mehr, die die noch Leben haben es Menschlich verdient voll rehabilitiert zu werden. Man muss wirklich um Fassung Ringen um nicht zu explodieren. Ich verstehe die Regierung nicht. Am traurigsten macht es mich das eine Soziale Partei wie die SPD immer und immer wieder mit der CDU gemeinsame Sache macht und dann noch von sich behauptet Sozial zu sein.
    CDU, SPD, FDP sind schon lange nicht mehr bei uns. Vielleicht kann mir jemand erklären, warum wir Deutsche uns soviel Sachen gefallen lassen die uns als ungerecht erscheinen? Keine Ahnung wieviel Homosexuelle in Deutschland Leben, ich denke es sind bestimmt 3 bis 5 Millionen, wir sind in der Politik vertreten, wir sind Arbeitgeber, Ärzte, Rechtanwälte, Alten/ Krankenpfleger, Richter, Gebäudereiniger, Hausbesitzer, Schwule Väter, Lesbische Mütter, Pilot, Maler, Verkäufer usw, usw, wir alle schaffen es aber nicht uns durch zusetzen. Ja es gibt den CSD und dafür müssen wir wohl auch noch dankbar sein. Warum Demonstrieren immer andere für ihre Rechte aber Homexuelle kaum. Würden nur regelmäßig etwa Ein/ zweihunderttausend auf die Straße gehen und für unsere Rechte immer und immer wieder Demonstrieren, würde die Regierung auch merken das man mit uns nicht machen kann was man will und den Druck erhöhen. Bin ich ein Träumer und belastet es nur mich das man sich bei dieser Regierung oft als Mensch 2ter Klasse fühlt?
    Demokratie, Rechtstaat sieht für mich anders aus.
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#29 saltgay_nlProfil
  • 22.06.2017, 15:43hZutphen
  • Die SPD-Schwuppen sind auf ihre 18%-Partei fixiert. Mit Fanatikern lässt sich bekanntlich nicht diskutieren. Ich empfehle dem Herrn Patroklos und Herrn Adama, sich in einer rechten Partei zu betätigen. Dort können sie wenigstens ihren pathologischen Antikommunismus befriedigen. Ansonsten haben sie keine Ahnung von Politik, insbesondere von der SPD.

    Zur Geschichte der SPD ist zu sagen, dass sie mit Friedrich Ebert eine Untertanenpartei wurde. Friedrich Ebert war der Vordenker und gestrauchelte Vorreiter einer großen Koalition. Er verharrte mit seinen Parteistrukturen noch immer in dem Geist der Sozialistengesetze und dementsprechend untertänig biederte er sich beim Kaiser Willi Numero 2 dem Allerletzten an. Als Scheidemann zum zweiten Mal, nach Karl Liebknecht, die Republik ausrief, da kam es zum großen Streit zwischen Friedrich Ebert und Philipp Scheidemann. Bereits damals duldete die SPD keine linke Partei neben sich. Friedrich Ebert träumte von einer Kungelmonarchie mit den Kriegstreibern und der Zementierung des preußischen Dreiklassenwahlrechtes.

    Daran erkennt man, dass es eine gewisse Kontinuität in der SPD bis heute gibt. Nach dem 2. Weltkrieg kam ein Kommunistenhasser aus Buchenwald an die Spitze der SPD, nämlich Kurt Schumacher, ständig umgarnt von der Annemarie Renger. Sein Programm bestand aus Antikommunismus und so hat er in der Sowjetischen Besatzungszone durchaus einen großen Teil zur Gründung der SED beigetragen. Denn hätte er Otto Grotewohl nicht einfach aus Selbstherrlichkeit im Stich gelassen, wäre die SED nie zu einer solchen Machtfülle gelangt. Aber es gibt nur zwei Prinzipien in der SPD: Antikommunismus und Kadavergehorsam.
    Es würde sich lohnen eine psychiatrische Untersuchung der SPD-Kader durchzuführen, denn unter ihren Anhängern ist die "Selbstaufgabe" der eigenen Persönlichkeit sehr groß. Glücklicherweise gibt es natürlich in dieser Partei auch Viele, die dankbar jedes Opfer annehmen und zum eigenen Vorteil verwenden. In der Partei gibt es für die sich selbstaufopfernden Genossen einen freundlichen Begriff, der die volle Wertschätzung ausdrückt: "Kanalarbeiter"

    Entweder haben unsere SPD-Kommentatoren etwas zuviel gesundheitsschädliche Gase bei den Kanalarbeiten abbekommen, oder haben sich so stromlinienförmig der Parteiräson angepasst, dass sie keinen Millimeter von der Parteilinie abweichen.

    Aus dem Abriss der SPD-Geschichte ist schließlich etwas sehr merkwürdiges zu entnehmen: die SPD ist auch nur eine Ein-Themenpartei wie die AfD. Die Wechselwähler beweisen es. Das Drumherum ist nur Sozialklimbim und Dekoration. Dass sich darum die Partei nicht sonderlich kümmert, dürfte einleuchten. Für intelligente und verantwortungsbewusste Bürger ist sie nicht wählbar.
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#30 stromboliProfil
  • 22.06.2017, 17:14hberlin
  • die Schande nimmt kein Ende und der Staat macht sich wieder mal zum Täter!

    Das muss nicht verwundern im lande der rosa Winkel.. Tätertradition verpflichtet!

    Nun bin ich angesichts dieser Handlung und Bösartigkeit uns gegenüber gespannt, was die "community" hieraus für lehren zieht!

    Wird sie weiter die beteiligten "Koalitionären -parteien auf ihren "pride-umzügen dort ihre verlogenen Jubelmasken der menge vorführen lassen, oder kommt endlich der Platzverweis?

    Wenigstens diese Gelegenheit der Abrechnung mit dem Täterstaat sollten sich emanzipierte leisten.
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#31 MartinEdenProfil
  • 22.06.2017, 19:30hNürnberg
  • Schwule werden in Deutschland verachtet und sind grundsätzlich auf dem Abschiebegleis. Es ist ja zum lachen, wie offen die Regenerierung des §175 in punkto auf das erreichbare Lebensalter hinausgeschoben worden ist, so viele Opfer sind verstorben und gehen natürlich leer aus. Die noch lebenden erhalten gerade mal Almosen; Zerrbilder, die auf eine verdient ärmliche Lebensweise zielen, sind gewollt - von wegen gibt es in diessem Staat eine große Rehabilitierungsfeier für die noch verbliebenen, die wohl noch dankbar sein dürfen, dass man sie überhaupt am Leben gelassen hat. Ein sehr unschönes Kapitel wird auf eine noch unschönere Weise beseitigt und jetzt haben wir wohl mal wieder Ruhe zu geben!
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#32 Klaus009Anonym
  • 22.06.2017, 21:43h
  • Angesichts der doch schlechten Lösungen muss man jedem Opfer nun doch empfehlen, eine pauschale Entschädigung nicht anzunehmen und eine individuelle Einzelfallklage anzustreben. gerade bei gravierenden Existenzschäden durch diese Unrechtslage sind im Einzelfall nach heutiger Lage schlicht wesentliche höhe Schadensummen auszugleichen.
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#33 Paulus46Anonym
  • 22.06.2017, 22:43h
  • Die Kritik von Schulze ist zwar richtig, aber in Ihrer Bewertung und in der Konsequenz halte ich den Kommentar für überzogen.

    Es ist erfreulich, wenn nunmehr wenigstens hier bei diesem Thema ein Gesetzentwurf doch noch verabschiedet wird. Da hatte ich schon Sorgen, das selbst dies nicht in dieser Legislaturperiode geschieht.

    Und erfreulich finde ich, wenn man einmal von den "Verwässerungen" absieht, das dem Grunde nach und in der Sache doch der Gesetzentwurf gut und richtig ist, wenn auch Jahrzehnte zu spät...

    Meinen Segen hat der Gesetzentwurf und ich würde ihm sicherlich zustimmen.
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#34 gaysenior
  • 22.06.2017, 22:49h
  • "Mit dem unterschiedlichen Schutzalter bedienen Union und SPD so das Vorurteil, homosexuelle Männer seien in Wahrheit ja doch gefährliche Kinderschänder. ...
    Dass dahinter Absicht steckt, möchte ich mir nicht vorstellen."

    Ich möchte es mir nicht nur nicht vorstellen, ich bin fest davon überzeugt. Nicht nur eine Erika Steinbach denkt so. Es gibt wichtigere Dinge als Toleranz gegenüber Homosexuellen. So SPD-Obmann Rainer Arnold im Verteidigungsausschuss über die Diversity-Kampagne der Verteidigungsministerin. Muss man da lange rätseln, ob Schwule für diesen Mann nur Schmutz sind?
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#35 Matthäus52Anonym
  • 22.06.2017, 23:08h
  • Antwort auf #33 von Paulus46
  • "Meinen Segen hat der Gesetzentwurf und ich würde ihm sicherlich zustimmen."

    War ja klar. Schließlich hast du ja auch keinen persönlichen Nachteil davon. Das ist ohnehin das einzige, was dich je interessiert.

    Bemerkenswert auch die Chuzpe, mit der du dich hier in der Position siehst, Dinge "abzusegnen".
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#36 TheDadProfil
  • 22.06.2017, 23:08hHannover
  • Antwort auf #25 von goddamn liberal
  • ""Nicht jeder ist so klein und nützlich wie die Schweiz,""..

    Die Mitgliedschaft in der NATO von der "Größe" eines Landes, was hier dann wohl die Bevölkerungsanzahl meint, abhängig zu machen, führt zu nichts..

    Dänemark hat als Nato-Mitgliedsland noch weniger Einwohner, und Schweden nur eine knappe Million mehr..

    "Nützlichkeit" ist auch so eine Sache, denn die Schweiz produziert im Gegensatz zu Luxemburg (übrigens auch in der Nato), oder Lichtenstein tatsächlich eine große Menge Produkte die sich weltweit verkaufen, und das ist nicht nur Käse..
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#37 giliatt 2Anonym
  • 23.06.2017, 00:47h
  • Wir hatten damals - DDR 1972 - einen solchen Fall in der Schule. Ich war 15.Plötzlich war unser beliebter Musiklehrer verschwunden. Es gab keine Erklärungen. Dennoch sprach sich im ländlichen Raum unter der Hand herum: Er hatte ein Liebesverhältnis mit einem 14jährigen Chormitglied, sollte ihm sogar ein gebrauchtes Moped geschenkt haben. Der Lehrer bekam zweieinhalb Jahre Haft.
    Dass der Lehrer schwul war, habe ich schwuler Teenager sofort registriert. Gaydar? Nein, er bevorzugte mich zwar, ging aber mit meinem sehr aufmüpfigen Kumpel, einem muskulösen rotzfrechen Bengel, in anderer Weise um. Ständig musste er an die Tafel oder vorsingen. Irgendwie ein Mix aus Hass, Liebe und Autorität, so dass ich meine Schlüsse zog aus seinem Verhalten (Kumpel war nicht sein Lover!). Die Beziehung war sicherlich einvernehmlich. OK.
    Mein Einwand: Bei der Bewetung der Fälle muss man den persönlichen Reifegrad des 14jährigen berücksichtigen. Einvernehmlichkeit oder Missbrauch? Die geistige, körperliche und soziale Reife eines Viezehnjährigen als Grundlage der sexuellen Selbstbestimmung, ist 1950 eine andere, als 1972 oder 2017! Ich hatte 1970 mit 13 meinen "feuchten Traum". den ersten nächtlichen Samenerguss als Signal der Geschlechtsreife. Heute kommt die Pollution bereits mit 11 oder 12.
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#38 PierreAnonym
  • 23.06.2017, 08:09h
  • Damit ist klar: es gibt KEINE Rehabilitierung der §175-Opfer.

    Man kann allenfalls von einer Teil-Rehabilitierung sprechen.

    Und selbst da soll die Not der Opfer ausgenutzt werden, um sie mit Almosen abzuspeisen, die nicht mal ansatzweise deren wirtschaftlichen Schaden ersetzen, mal ganz abgesehen von körperlichen und psychischen Schäden.
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#39 Patroklos
#40 stromboliProfil
  • 23.06.2017, 10:58hberlin
  • Antwort auf #29 von saltgay_nl
  • kicher...
    ein eigenwilliger und durchaus wütender Exkurs über die Geschichte der "wer hat uns verraten" Partei, aber zugegeben, er ist leider vollkommen richtig.

    Wir sollten uns deshalb nicht mit der als nunmehr christlich gewandeten geistigen nsdap-nachfolgepartei herumschlagen. Die wird , trotz homozuwachs in den eigenen reihen , weiter den völkischen Ordnungssinn beibehalten und sich um die Fortpflanzung und somit künftige C -parteiwählerschaften bemühen.

    Für den neoliberal eingestellten nutznießenden steht das heterosexistisch-kapitalistische Familiensystem über den humanistischen idealen einer sich selbst und dem nächsten verpflichteten Gesellschaft.
    Der schützt das System auch wenn es auf seine eigenen kosten und kosten der ihm ideologisch entfremdeten Mitmenschen geht.
    Hauptsache hinten kommt etwas bimbes raus, dass die Anschaffung weiterer Gartenzwerge für den heimischen Vorgarten ermöglicht. Da lebt Hitlers Urenkel mit Adenauers Enkel und Kohls Kindern unter ein und dem selben geistigen Dach.

    Und wer wie der tinnitus-trottel von der fdp für die kommenden Legislatur eine andere Haltung erwartet oder prognostiziert, ist eben lediglich ein weiteres dümmliches Spielzeug in deren manipulationsgeschacher.

    Es wird zeit sich wieder von diesen mitläufern/mittätern auch in unseren eigenen reihen zu trennen, den Trennungsstrich zu ziehen, ohne wenn und aber!
    Dann wird man sich nicht von der a-historischen Unverschämtheit des psalmierenden Verständnisapostel tinnitus-paulus getroffen fühlen, der so die rechstssprechung auf seine unnachahmliche weise fortschreibt.
    Befindet er sich doch in bester Gesellschaft mit den um Nachsicht ob ihres Handelns winselnden wie kahr oder eben auch ein scheinbar einsichtiger dr. brunner [ "Doch dann lauthals, wie manche Gazetten das machen, den heutigen Tag als zynische Rehabilitierung zu bezeichnen, von vergifteter Wiedergutmachung zu sprechen, das ist nicht angemessen. ].
    Einerseits selbst die Fragwürdigkeit der Vorlage dem politischen Gegner als wahlkampfbedingte attitüde an den hohlen Kopf werfend, andererseits selbst hohlköpfig das selbe als Erfolg verkaufen wollen. Das ist mehr als zynische verarsche, es ist die Sprache jener vormaligen juristischen Täter und verfolgungswilligen, die eben nicht ausgestorben sind wie die zuvor verfolgten.

    Oder der Sabine Sütterlin-Waack ihrem eigen selbstgefälligen Sermon entgegenhaltend: Einerseits: ,Rehabilitierung als "menschlich notwendig", [ Allerdings wolle man als Unionsfraktion auch keine "Wertungswidersprüche" haben, keine Rehabilitierung für Handlungen, die nach damaligen Recht bei heterosexuellem Sex oder nach heutigem Recht strafbar wären. Mit dem späten Änderungsantrag reagiere man auf eine "potenzielle verfassungsrechtliche Schwachstelle" des Gesetzes, auch wenn das nicht von allen so gesehen werde und man damit "einigen Männern die Hoffnung auf eine Rehabilitierung nehme". ] , ist die bürokratische Fortsetzung der Selektionsmaßnahmen am Endpunkt geistiger Bahngleise

    Mit diesem dreisten Staatsakt wird nunmehr nochmals der zuvor verurteilte nach-geurteilt.

    Hier muss aber auch ein blick auf das ganze geworfen werden..
    Eine Regierung, die den Jugendschutz wieder unwiedersprochen repressiv deutet, die Prostitution unter dem Deckmantel des prostituiertenschutzes zur Durchleuchtungsprozedur gestaltet, handelt nicht aus dem ideologisch leeren raum heraus, sondern betreibt eine deutliche Änderung der sozialen Sicht auf Sexualität und die sie umgebenden Verhältnisse!

    Da müssen wir langsam wach werden und uns positionieren!
    Es formieren sich Kräfte, die nicht nur bei pegida-besorgten eltern ihre wurzeln haben, sondern es durchzieht den ganzen gesellschaftlichen Raum. Ob von kirchlichen Institutionen geleitet, ob von evangelikalen Gruppen und von religiös infiltrierten Organen der legislative hinein ins Parlament...
    Es lässt sich ein Rollback der werte erfassen, der da auf uns zurollt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#41 OutAndProud
#42 TheDadProfil
  • 23.06.2017, 11:40hHannover
  • Antwort auf #37 von giliatt 2
  • ""Mein Einwand: Bei der Bewetung der Fälle muss man den persönlichen Reifegrad des 14jährigen berücksichtigen.""..

    Wenn Heute schon wie in NRW die Akten verschwunden sind..
    Wie willst Du Heute den "Reifegrad eines 14-Jährigen" im Jahr 1950 beurteilen, der Heute dann als 74-Jähriger den "Kronzeugen" für eine Rehabilitierung seines damaligen Lovers geben soll ?

    Zumal viele der damals von den Gerichten als "Opfer" angesehenen Jugendlichen später selbst, oder zum Teil gleichzeitig mit verurteilt wurden ?

    Ich halte diese "Reifegrad-Schnüffelei" für ein perfides, und damit unsinniges Verfahren..

    Vor allem weil man die "Reifegrade" Jugendlicher Heute völlig anders beurteilt als zur damaligen Zeit, wo dann 14-Jährige in die Berufsausbildung im Handwerk gingen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#43 AFD-WatchAnonym
  • 23.06.2017, 11:53h
  • Antwort auf #37 von giliatt 2
  • Nach westdeutschem Recht wäre auch der 14-Jährige zum Täter abgestempelt und verknackt worden! Wo hat der Staat denn da die "Reife" berücksichtigt?
    Im Gegenteil: sie wurde mit dem Vorwand des angeblichen Jugendschutzes begründet, über den der Staat sich selber hingwegesetzt hat.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #37 springen »
#44 TheDadProfil
#45 flamencoamanteAnonym

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