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YouGov-Umfrage

Ehe für alle: Mehrheit in allen Altersgruppen

Während die Union weiterhin blockiert, sind sich die Deutschen einig: Das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben sollte nach Meinung einer breiten Mehrheit aufgehoben werden.


Die meisten Menschen in Deutschland hätten kein Problem mit lesbischen und schwulen Hochzeiten

  • 23. Juni 2017, 08:35h 15 2 Min.

Zwei Drittel der Deutschen sprechen sich für die Ehe für alle aus. Das ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Meinungsumfrage des Instituts YouGov. Besonders groß ist der Zuspruch bei der jüngeren Generation, allerdings gibt es auch unter den Älteren eine Mehrheit für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben im Ehe-Recht.

Von allen Befragten befürworten 66 Prozent die Ehe-Öffnung, 26 Prozent erklärten gegenüber den Meinungsforschern, dass sie gerne am Ehe-Verbot für Schwule und Lesben festhalten würden. Bei den 18- bis 24-Jährigen ist die Zustimmung mit 71 Prozent überdurchschnittlich, bei den 25- bis 44-Jährigen erreicht sie sogar 74 Prozent. Die Altersgruppe ab 55 Jahren ist bei diesem Thema am skeptischsten – allerdings befürworten auch hier noch 62 Prozent die Ehe für alle.


Bild: YouGov

Bei Frauen ist die Zustimmungsrate weit größer als bei Männern: So sprachen sich 72 Prozent der weiblichen Befragten für das Ende des Ehe-Verbots für Schwule und Lesben aus, aber nur 60 Prozent der männlichen Befragten.

Insgesamt zeigen sich in den Zahlen nur geringe Veränderungen im Vergleich zu YouGov-Umfragen der letzten zwei Jahre. Letztes Jahr lag die Zustimmung zur Ehe-Öffnung sogar etwa zwei Prozent höher (queer.de berichtete). Der Unterschied liegt aber noch im Bereich der Fehlertoleranz.

Andere Umfragen kamen in den letzten Monaten sogar noch zu einer größeren Zustimmungsrate: So befürworteten laut einer Emnid-Umfrage vom April sogar 75 Prozent der Deutschen die Ehe für alle (queer.de berichtete).

YouGov ermittelte in der Umfrage auch Zahlen zur Meinung über die Kindererziehung von Schwulen und Lesben. Hier zeigt sich, dass die Mehrheit für die vollständige Gleichbehandlung im Adoptionsrecht geringer ist als die für die Ehe-Öffnung: Nur 57 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, 33 Prozent waren dagegen.

Außerdem denkt noch immer jeder fünfte Bürger in Deutschland, dass Schwule und Lesben pauschal Kinder schaden könnten: Genau 20 Prozent gaben an, dass Schwule und Lesben Kinder schlechter erziehen könnten als Heterosexuelle. Drei Prozent glauben dagegen, dass Homosexuelle besser beim Kindererziehen sind. Die große Mehrheit von 61 Prozent sagten, Homo- und Heterosexuelle könnten das genauso gut.

Für die Umfrage befragte YouGov insgesamt 1099 in Deutschland lebende Erwachsene zwischen dem 16. und 20. Juni. (dk)

-w-

#1 kuesschen11
  • 23.06.2017, 11:05hFrankfurt
  • Diese Umfrage sollte Frau Merkel persönlich vorgelegt werden, damit ihr schlechtes Bauchgefühl endlich heilen kann.

    Vielleicht "merkelt" sie endlich mal, dass sie das Volkssouverän übergeht.
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#2 Homonklin44
  • 23.06.2017, 11:51hTauroa Point
  • Antwort auf #1 von kuesschen11
  • Leider wird ihr ziemlich am Grummelbauch vorbei driften, was 1099 Leute in Deutschland über die Gleichstellung in der Ehe denken. Das kratzt die Trulla nicht, wenn es 20 Mal so viele verbucht und verbrieft sagen würden.

    Das liegt ja nicht nur an ihrer Blockade, sondern an dem gesamten zähflüssigen und durch den C-Parteien-Dominanzfaktor durchlagerten System. Die denken noch 5 Mal rückständiger als der letzt-rückständige Politosaurus vorgesternus. Leider. Wir könnten schon weit sein, wenn es diese bocksture Borniertheit bei denen nicht gäbe.
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#3 OutAndProud
  • 23.06.2017, 12:20h
  • Antwort auf #1 von kuesschen11
  • Am ende des Tages ist es neben der eigenen Überzeugung vor allem das Machtkalkül der C-Parteien.

    Man will auf der einen Seite die 25 % nicht an die AFD verlieren, auf der anderen Seite wissen die auch, das es in der Queer Bewegung genug Menschen ohne Rückrat gibt die ihr Kreuzchen trotz aller Diskriminierung bei den C Parteien machen.

    Mich wundert da nichts mehr
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