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Kommentare zu:
So homophob ist das Gewissen der Union noch immer


#1 EisenhowerProfil
  • 28.06.2017, 15:24hMarseille
  • Ich empfehle hierzu gerne noch einmal die sehr interessante Stellungnahme von Jens Spahn:

    www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmaga
    zin/videos/jens-spahn-120.html


    Man sollte es sich nicht zu einfach machen. Und man sollte die Menschen, die sich vielleicht noch schwer tun mit dem Thema, nicht vorschnell der Lesben- und Schwulenfeindlichkeit verdächtigen.

    Manche der Personen sind kirchlich gebunden, andere haben vielleicht andere Vorbehalte.

    Eher sollte man sich als Lesben- und Schwulenbewegung vielleicht einmal fragen, weshalb man die eigenen Werte und Vorstellungen diesem Personenkreis bislang nicht vermitteln konnte (oder wollte).

    Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft, und es ist wichtig, eine solche Debatte mit gegenseitigem Respekt zu führen.

    Die Debatte wird allerdings nur recht kurz sein, am kommenden Freitag wird der Prozess aller Voraussicht bereits beendet sein. Und dann schauen wir mal weiter, denn dann kommt der Sommer, und dann ist das Thema vermutlich bereits vergessen bei den Personen, die sich nun vielleicht überrumpelt oder gar auf den Schlips getreten fühlen.
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#2 JuNiAnonym
  • 28.06.2017, 15:58h
  • Die meisten Unionler sind ja dieser Partei beigetreten, um in ihrer homophoben Ansicht Unterstützung zu finden.
    Dass morgen natürlich ihr Weltbild zusammen bricht, können nicht alle gut verkraften.
    Objektiv gibt es keinerlei Gründe dagegen zu stimmen. Was sollen sie also tun, um den alten Schwachsinn von sich zu geben?!
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#3 FinnAnonym
  • 28.06.2017, 16:04h
  • An diesen Aussagen sieht man wieder mal, dass die Mehrheit der Union nicht wirklich konservativ, sondern eigentlich rechtspopulistisch (oder teilweise sogar rechtsextrem) ist.

    Denn was soll konservativer sein, als wenn zwei liebende Menschen füreinander Verantwortung übernehmen wollen und gemeinsam Werte leben wollen?

    Die Konservativen in anderen Staaten (Niederlande, Belgien, Schweden, Dänemark, Norwegen, Großbritannien, Irland, Kanada, etc. etc.) haben das längst kapiert.

    Aber wie gesagt:
    die Union ist in weiten Teilen gar keine konservative Partei, sondern eher eine rechtspopulistische bis rechtsextreme Partei.
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#4 Simon HAnonym
  • 28.06.2017, 16:05h
  • Die immer gleichen Schein-"Argumente", die weder einer logischen Überprüfung noch einer Messung an den Fakten standhalten. Aber die Union hofft, dass schon irgendwas davon hängen bleibt, wenn man denselben Unsinn einfach oft genug wiederholt. Wiederholung soll da Argumentation und Belegen mit Fakten ergänzen.

    Eigentlich sollte man solchen Sprech-Durchfall gar nicht kommentieren, weil das alles so absurd und an den Haaren herbeigezogen ist, dass sich das schon von alleine entlarvt. Aber einige Dinge will ich doch mal exemplarisch aufführen:

    -------------------------------------------
    Hans-Peter Friedrich:
    "Auflösung der gesellschaftlichen Ordnung"
    --------------------------------------------

    Kann er das auch irgendwie belegen oder wenigstens benennen, was da angeblich aufgelöst wird?

    Zumal in allen anderen Staaten, wo die Ehe bereits geöffnet wurde (mittlerweile schon über 20) überhaupt nichts dergleichen passiert ist. Im Gegenteil: diese Staaten haben politisch, wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell davon profitiert.

    ----------------------------------------------
    Johannes Singhammer (CSU) kritisierte im NDR das mit der Ehe für alle kommende vollständige Adoptionsrecht für Homo-Paare.
    ----------------------------------------------

    1. Dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien genauso gut aufwachsen wie in gegengeschlechtlichen ist längst wissenschaftlich bewiesen. Sagt einem ja auch der gesunde Menschenverstand, dass Kinder besser in einer liebevollen Familie aufwachsen als im Heim oder auf der Straße.

    2. Dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Familien aufwachsen ist Fakt - ob es der Union passt oder nicht. Es geht darum, diese Kinder endlich anzuerkennen und ihnen rechtliche Sicherheit zu geben. Wer das blockiert, nützt nicht den Kindern, sondern er schadet den Kindern.

    ------------------------------------
    Manfred Grund:
    "gute Argumente haben, warum die eingetragene Partnerschaft das Etikett Ehe haben soll"
    ------------------------------------

    Gegenfrage:
    welche Argumente gibt es dagegen?

    Ich habe schon dutzende Pro-Argumente gehört, die niemand entkräften konnte, aber noch kein einziges Contra-Argument, dass sich nicht in 1 Minute logisch-argumentativ und faktisch entkräften lässt.

    ----------------------------------------------
    Der Westthüringer CDU-Abgeordnete Christian Hirte meinte, man könne die eingetragene Partnerschaft erweitern: "Zum Beispiel kann man über das Adoptionsrecht sprechen."
    ---------------------------------------------

    1. Zu spät. Das haben wir jahrelang gefordert, aber die Union hat blockiert. Und jetzt wollen sie, nur um den Namen Ehe nicht zu erlauben, plötzlich sowas in Aussicht stellen. Das ist doch unglaubwürdig. Und es zeigt auch, dass es der Union nicht um die Sache geht, sondern nur um Diskriminierung.

    2. Selbst wenn wir die Volladoption auch ohne Eheöffnung bekämen, wäre es immer noch diskriminierend, für dasselbe unterschiedliche Namen zu wählen.

    ------------------------------------------
    Es gibt aber keine Notwendigkeit, ungleiche Dinge wie Ehe und gleichgeschlechtliche Partnerschaft absolut gleich zu behandeln oder als gleich zu bezeichnen".
    ----------------------------------------------

    Dass Ehe und Eingetragene Partnerschaft ungleich sind, liegt nicht in der Sache begründet und ist kein Naturgesetz, sondern das liegt nur daran, dass die Union das als ungleich bezeichnet und behandelt.

    -------------------------------------------
    gegen die Ehe-Öffnung, weil die Ehe ein "christliches Sakrament" sei, betonte die Mainzer Abgeordnete Ursula Groden-Kranich.
    --------------------------------------------

    1. In einer Demokratie herrscht Trennung von Staat und Kirche.

    2. Wir reden nicht über die kirchliche Ehe, sondern über die staatliche Ehe.

    3. Die Kirche erlaubt ja auch Geschiedenen nicht die erneute Heirat und da hat der Staat sich ja auch anders entschieden. Also wieso nicht auch in dieser Frage?!

    Oder will Frau Groden-Kranich in Zukunft auch Geschiedenen die Eheschließung verwehren?

    ---------------------------------------
    Michael Kretschmer:
    Es könne nicht sein, dass Politiker der CDU/CSU wegen ihrer Bedenken als homophob und reaktionär beschimpft würden, sagte Kretschmer dem Deutschlandfunk.
    ----------------------------------------

    1. Wir haben uns jahrzehntelang von Unions-Mitgliedern wüsteste Beschimpfungen anhören können.

    2. Wenn die dagegen stimmen wollen, können die das ja tun. Aber dann sollen sie auch akzeptieren, wenn die Mehrheit anders entscheidet.

    3. Wer Homosexuelle weiter diskriminieren will, ist homophob. Das ist die Definition des Wortes. Das ist also keine Beleidigung, sondern schlichtweg eine Tatsachen-Feststellung.

    ---------------------------------------
    Mechthild Löhr:
    "Denn hier geht es nicht um irgendein soziales Randthema, sondern um eine Umwertung und Entwertung einer zentralen Lebenswirklichkeit, die unsere Gesellschaft zutiefst prägt und trägt. Das politische Signal () schadet den Familien.
    ----------------------------------------

    Auch hier wieder nichts als leere Phrasen und Worthülsen, die mit keinem Argument belegt werden. Was soll denn wie entwertet werden?!

    Und warum soll das nur in Deutschland passieren, was anderswo nicht passiert ist?!

    Und wie soll die Eheöffnung Hetero-Ehen schaden, denen ja nichts weggenommen wird?!

    ----------------------------------------
    Konservativer Aufbrauch in der CDU:
    "verfassungswidrige Einführung"
    ----------------------------------------

    Im Grundgeset steht nur, dass Ehe und Familie unter besonderem Schutz stehen. Aber wie Ehe und Familie definiert werden sollen, steht da nirgends.

    Wieso sollen gleichgeschlechtliche Ehen und Familien nicht ebenso unter diesem besonderen Schutz stehen?!

    -------------------------------------
    Thomas Jahn:
    ist ein Schlag ins Gesicht aller CSU-Mitglieder, die sich den christlichen Grundsätzen unserer Partei besonders verpflichtet fühlen.
    ---------------------------------------

    In der Bibel steht auch, dass man seine Tochter in die Sklaverei verkaufen darf, dass man kein Leder anfassen darf, dass man keine Schalentiere essen darf, dass man keine gemischtfasrigen Stoffe tragen darf, dass die Frau dem Mann gehorchen muss, etc. etc. etc.

    Will die CSU auch das alles einführen?

    Oder picken die sich nur das raus, was ihnen passt und verschweigen den Rest?

    -----------------------------------
    Alexanter Mitsch:
    "Die staatliche Privilegierung der Ehe gegenüber anderen Lebensgemeinschaften hat ihren guten Grund in ihrer Funktion zum Fortbestand der Gesellschaft. Dieser Fortbestand über Generationen kann nur in einer Verbindung von Mann und Frau gesichert werden."
    ------------------------------------

    Will die Union denn auch unfruchtbaren Menschen oder Frauen jenseits der Wechseljahre die Ehe verbieten?
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#5 OutAndProud
  • 28.06.2017, 16:12h
  • Antwort auf #1 von Eisenhower
  • ""Eher sollte man sich als Lesben- und Schwulenbewegung vielleicht einmal fragen, weshalb man die eigenen Werte und Vorstellungen diesem Personenkreis bislang nicht vermitteln konnte (oder wollte)""

    Dann geh doch mal mit gutem Beispiel voran und überzeuge deine Freunde bei den christlichen.

    Das hätte dann auch den Vorteil das du weniger Zeit hättest uns mit deiner CDU/CSU/RKK Propaganda auf die Nerven zu gehen.
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#6 Paulus46Anonym
  • 28.06.2017, 16:13h
  • Antwort auf #1 von Eisenhower
  • Mich interessiert weniger, wer so alles bei der CDU/CSU gegen die Ehe für alle stimmen wird, sondern viel interessanter finde ich, WER dort jetzt sich zur Ehe für alle am Freitag bekennt. So wie ich dies so mitbekommen, sind unter anderem bei CDU(CSU dafür:

    * Daniel Günther, Ministerpräsident in Schleswig-Holstein
    * Roland Heintze, Oppositionsführer der CDU in Hamburg
    * Ingo Senfleben, Oppositionsführer der CDU in Brandenburg
    * Thomas Strobl, Vizeministerpräsident in Baden-Württemberg, Landesvorsitzender in Baden-Württemberg
    * Stefan Evers, Generalsekretär der CDU in Berlin
    * Stefan Kaufmann, CDU-Bundestagsabgeordneter
    * Jens Spahn, CDU-Bundestagsabgeordneter, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen
    * Ingrid Fischbach, CDU-Bundestagsabgeordneter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit
    * Jan-Marco Luczak, CDU-Bundestagsabgeordneter
    * Bernd Fabritius; CSU-Bundestagsabgeordneter, Präsident des Bundes der Vertriebenen, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen und Präsident der Föderation der Siebenbürger Sachsen
    * Mathhias Zimmer, CDU-Bundestagsabgeordneter, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
    * Olav Gutting, CDU-Bundestagsabgeordneter
    * Frank Heinrich, CDU-Bundestagsabgeordneter, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe
    * Jürgen Klimke, CDU-Bundestagsabgeordneter
    * Rolf Koschorrek, CDU-Bundestagsabgeordneter,Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe
    *Nadine Schön,CDU-Bundestagsabgeordnete
    * Marcus Weinberg, CDU-Bundestagsabgeordneter, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
    * Sabine Weiss, CDU-Bundestagsabgeordnete
    * Elisabeth Winkelmeier-Becker, CDU-Bundestagsabgeordneter
    * Katja Leikert, CDU-Bundestagsabgeordnete
    * Thomas Kufen, CDU-Oberbürgermeister in Essen

    Am Freitag werde ich es dann genauer wissen, weil NAMENTLICH abgestimmt wird, das wird interessant.
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#7 myysteryAnonym
#8 DefinitionAnonym
  • 28.06.2017, 16:18h
  • Antwort auf #3 von Finn
  • Ja, Jens Spahn von der CDU fordert ja bereits, man dürfe seine ablehnenden Kollegen nicht als homophob bezeichnen, weil sie die Gleichstellung ablehnen.

    Aber das ist nun mal die Definition des Wortes "homophob".

    Wer Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung anders behandeln will, ist nun mal homophob. Genau wie jemand, der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe anders behandelt will, rassistisch ist.

    Das ist nun mal das Wort dafür.
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#9 OutAndProud
  • 28.06.2017, 16:25h
  • Antwort auf #6 von Paulus46
  • ""Am Freitag werde ich es dann genauer wissen, weil NAMENTLICH abgestimmt wird, das wird interessant.""

    Das mag ja für dich zutreffend sein.

    Zähl die Namen dann am Freitag in irgendwelchen CDU/CSU Foren auf.

    Die kannst du damit vielleicht ärgern.

    Uns langweilst du damit an dieser Stelle nur.
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#10 Stefan84Anonym
  • 28.06.2017, 16:38h
  • @Simon H
    Für die Union sieht eine Familie so aus: die Frau arbeitet zu Hause, zieht die Kinder groß und braucht für alles die Erlaubnis ihres Mannes. Wenn der Mann dann nach Hause kommt schlägt er die Kinder und vergewaltigt dann seine Frau.

    Das ist nur leicht überspitzt. Bei allen diesen Dingen hat die Union dagegen gestimmt fortschrittlichere Gesetzte zu erlassen. Mit genau der gleichen "Begründung". Heute will man das natürlich nicht mehr zugegeben. Das mit der Vergewaltigung in der Ehe war erst Ende der 90er! Und viele der männlichen Führungspersönlichkeiten die gegen die Reform waren sind noch heute an der Macht.
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#11 MitcherAnonym
  • 28.06.2017, 16:47h
  • Antwort auf #6 von Paulus46
  • Sehr gut gemacht, Danke für die Übersicht.

    Auch hier auf Queer.de kann man sehr leicht sehen, welche CDU-Spitzenpolitiker sich für die Ehe für Alle ausgesprochen haben:

    www.queer.de/schlagwort.php?schlagwort=CDU%2FCSU

    Ausserdem gibt es ein Plakat der Jungen Union zur Ehe für All.

    Weshalb wird der vorliegende Artikel mit einem Uralt-Wahlkampfplakat aus dem Jahr 2000 illustriert? Da waren manche der aktuellen Leser vielleicht noch gar nicht geboren, oder Babys!

    Junge Union: So sexy kann Wahlwerbung sein - Unsere Liebe ist nicht Zweite Klasse:

    www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=1838

    Fazit: Ganz so einfach, wie der Artikel nahelegt, ist es nicht.

    Manche derjenigen, die sich nun aufregen, tun das auch aus gutem Grund, wenn die SPD es vier Jahre lang versäumt hat, das Thema zu behandeln.

    Wir werden sehen, welche CDU-Politiker sich des Themas am Freitag annehmen werden. Es gibt genügend CDU-Poliker, die für ein modernes, weltoffenes Deutschland stehen.
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#12 AufstellungAnonym
  • 28.06.2017, 16:51h
  • Antwort auf #6 von Paulus46
  • Danke für die Aufstellung.

    Das Problem ist nur, dass Ministerpräsidenten, Landtagsabgeordnete, etc. eben am Freitag nicht mit abstimmen. Da zählen halt nur die Bundestagsabgeordneten. Und ob sich da der ein oder andere nicht doch noch von seinen Kollegen zumindest zu einer Enthaltung oder Abwesenheit (oder vielleicht sogar einem Nein) drängen lässt, ist ja auch noch lange nicht sicher.
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#13 Stefan84Anonym
  • 28.06.2017, 17:01h
  • Die Bundes-JU ist auch glaube ich genauso homophobie wie ihre Elternpartei. Belegen kann ich kann es jetzt nicht, aber ich kann mich vage darin erinnern hier mindestens einen Artikel darüber gelesen zu haben.
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#14 TheodorAnonym
  • 28.06.2017, 17:22h
  • Antwort auf #4 von Simon H
  • Sehr schöne Aufzählung!

    Was auch noch erwähnt werden sollte:
    Wenn Mechthild Löhr sagt, "das politische Signal () schadet den Familien. Diese leiden schon heute unter vielen Formen der wirtschaftlichen und sonstigen Benachteiligung gegenüber Singlen und Kinderlosen Paaren, während gleichgeschlechtliche in der Regel kinderlos bleiben", vergisst sie wohl den Grund, weshalb gleichgeschlechtliche Paare in der Regel kinderlos bleiben: Die Adoption, die für gemischtgeschlechtliche Paare bereits ein Heidenaufwand ist, ist für gleichgeschlechtliche Paare noch ein Stück schwerer, da diese die ganze Prozedur zweimal durchlaufen müssen (es sei denn, es handelt sich um eine Stiefkindadoption, aber davon sprechen wir hier ja nicht).
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#15 Tommy0607Profil
  • 28.06.2017, 17:25hEtzbach
  • Dann hoffen wir mal das Beste , dass die Ehe für Alle kommt . Egal ob einige Konservative mit homophoben Einflüsse dagegen sind . Es wird nämlich Zeit für Deutschland ; denn da sind einige Länder bedeutend weiter . Denn man kann nicht immer verlangen , dass für Homosexuelle in Deutschland "nur " ein "Sonderweg " geht . Traurig ist es auch , dass sogar "einige " Homosexuelle dagegen sind; anstatt zusammen zu halten und am gleichen "Strang " zu ziehen . Nun ja : da sieht man eben , dass sich die "Spreu vom Weizen " trennt .
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#16 MitcherAnonym
#17 finkAnonym
  • 28.06.2017, 17:49h
  • "Johannes Singhammer (CSU) kritisierte im NDR das mit der Ehe für alle kommende vollständige Adoptionsrecht für Homo-Paare."

    Leider muss man hier auch das Versagen der Medien konstatieren, über die aktuelle Rechtslage konsequent zu informieren. In den letzten Tagen habe ich schon wieder gefühlte zwanzigmal gelesen, Homosexuelle dürften keine Kinder adoptieren, was einfach eine glatte Falschinformation ist.

    Das ermöglicht es Flitzepiepen wie Singhammer erst, es so hinzustellen, als sei das Eheverbot ein Instrument, um Kinder vor solchen Adoptiveltern zu "schützen" - was es de facto einfach nicht ist (unabhängig davon, dass das natürlich eine homofeindliche Argumentation ist).

    Ich halte es auch nicht für einen Zufall, dass Merkel bei der "Brigitte" von einer Familie mit "Pflegekindern" sprach und damit ebenfalls verschleierte, dass es längst Tausende von leiblichen und auch "vollwertig" adoptierten Kindern gibt, die bei ihren schwulen oder lesbischen Eltern leben.

    Das Zynische ist, dass dem öffentlichen Märchen des angeblichen Kindeswohls die rechtliche Absicherung der betroffenen Kinder geopfert wird. Es ist eine Schande, dass das nicht seit Jahren von den Medien in angemessener Form entlarvt wird.

    Oft staune ich wirklich, wie wenig Fachwissen bei Journalist:innen ausreicht, um einen Artikel über queere Rechte oder Geschichte selbst in relativ angesehene deutsche Medien klatschen oder ein Interview zum Thema führen zu können. Ich weiß nicht, ob das bei anderen Themen auch so ist oder ob mein Eindruck nur Ergebnis einer Art "déformation professionnelle" ist.
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#18 MariposaAnonym
  • 28.06.2017, 17:54h
  • Antwort auf #3 von Finn
  • Eben - die Ehe generell als solche war lange Zeit im links-progressiven Lager sehr verpönt und galt als antiquiert. Insofern da trifft der Begriff "konservativ" durchaus zu. Da aber anscheinend sehr viele davon sich viel versprechen, führt an der Verabschiedung kein WEg vorbei. Lassen wir die ganze schwarzbraune Meute doch aufheulen, wenn am Freitag für sie die Welt (zumindest die, wie die sie mögen) untergeht......

    Ich möchte da gerne Otto Waalkes zitieren: "Klar bin ich für die Ehe für alle! Warum soll es den Schwulen und Lesben denn besser ergehen als uns Heteros....."
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#19 HeuhaAnonym
  • 28.06.2017, 17:55h
  • Liebe CDU Reaktionäre,
    setzt doch durch, dass die arbeitende Bevölkerung angemessen entlohnt wird.
    Übt euch in den christlichen Tugenden von Bescheidenheit und Demut und hört auf, Szenarien zu beschwören, die aus einem vergangenen Jahrtausend stammen. Das mit dem Verbrennen ist auch schon vorbei, aber wenn ich so nachdenke,......
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#20 MariposaAnonym
#21 StefanNRWAnonym
  • 28.06.2017, 18:02h
  • Wer gegen die Ehe für Menschen gleichen Geschlechts votiert, stimmt gegen das Menschenrecht auf Liebe.

    Wen ein Mensch liebt, darauf kann niemand Einfluss nehmen. Es ist also naturgegeben.

    Genauso gut könnte ich einem Menschen mit schwarzer Hautfarbe Menschenrechte verwehren, eben nur, weil er nicht weiß ist.

    Denn auch der Hautfarbe liegt nicht eine freie Willensentscheidung zur Grunde

    Oder ich diskriminiere Menschen mit Behinderung. Und werfe Menschen im Rollstuhl vor, dieses Schicksal bewusst gesucht zu haben.

    Und noch eines zum Argument Grundgesetzänderung.

    Dort heißt es im Artikel 6

    Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.
    Ich entnehme diesem klar formulierten Satz nicht, dass dieses Recht exklusiv für eine Verbindung zwischen Mann und Frau steht.
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#22 Stefan84Anonym
  • 28.06.2017, 18:03h
  • @Theodor
    Adoption ist in Deutschland kein guter Weg Kinder zu bekommen. Es gibt hier im Vergleich sehr wenige Kinder die man adoptieren könnte. Das ist aber eine sehr gute Sache, da es zeigt dass es der Gesellschaft besser geht. Bei Pflegekindern sieht es anders aus. Dort sucht man eher Eltern.

    Das Problem ist viel mehr der Zugang zu Samenspenden und Reproduktionsmedizin. Das wird bei gleichgeschlechtlichen Paaren nicht von der Krankenkasse übernommen. Und durch irrsinnige Richtlinien der Bundesärztekammer haben sich Ärzte lange geweigert es überhaupt durchzuführen.
    Das ist ganz anders als z.B. in den USA wo Reproduktionsmedizin trotz aller Kontroversen nie an die Ehe gekoppelt war. So ist es dort inzwischen fast Standard dass lesbische Paare Kinder haben und diese Kinder waren auch ein zentrales Argument wieso die Ehe geöffnet wurde.
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#23 Patroklos
  • 28.06.2017, 18:16h
  • Bei den AfD-Anhängern sind 55 Prozent dafür, daß die "Ehe für Alle" geöffnet wird. Finde den Fehler!
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#24 AndreasAnonym
  • 28.06.2017, 18:17h
  • Für mich zeigen diese Kommentare unisono (auch der von Herrn Spahn) eins:
    Religion schadet Gesellschaften enorm.
    Es ist offensichtlich, dass vor allem Menschen, die sich auf ihren christlichen Glauben berufen, besondere Probleme mit der Eheöffnung haben.

    Ich frage mich immer, was ist da in der Erziehung schief gelaufen, dass man sich auf ein unsichtbares Wesen beruft und daraus meint Handlungen und vor allem Haltungen (!) ableiten zu können.
    Ich bin nicht in der Lage, mein Verstand derart weit zu verbiegen. Wie geht sowas?
    Wie kann man an so einen Nonsens ernsthaft (!) glauben?! Und das dann auch noch öffentlich ohne dabei rot zu werden zugeben?!
    Ich muss mich sehr zusammenreißen nicht zu lachen, wenn mir jemand von seinem Glauben erzählt.

    Würde es Gott geben, ich würde ihm auf den Knien dafür danken, dass er mich zum Atheisten gemacht hat. ;-P
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#25 Max LoweAnonym
#26 Thomas PfaffAnonym
  • 28.06.2017, 20:51h
  • Homo-Hass abstrafen!!

    Nie wieder CDU!
    Nie wieder Angela Merkel!
    Nie wieder!!

    DIE LINKE setzt sich aktiv gegen Diskriminierung ein! Dieser Sommer soll BUNT und LAUT werden!

    DIE LINKE kämpft gegen Rassismus und Homophobie! Reiht Euch ein in den Kampf!

    DIE LINKE fordert Gerechtigkeit und Solidarität! Egal ob in Venezuela oder in Gelsenkirchen!
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#27 goddamn liberalAnonym
  • 28.06.2017, 22:10h
  • Antwort auf #1 von Eisenhower
  • 'Christliche' Vorbehalte in Fragen der Zivilehe?

    Es sollte selbst Ihnen nicht entgangen sein, dass einige Mitgliederstarke ev. Landeskirchen die Trauung vor dem Staat eingeführt haben.

    Wir schreiben das Jahr 2017.

    Die Ehe für alle ist der Rechtsstandard in den Ländern der westlichen Welt , die uns mit Eisenhower die Demokratie zurückgebracht haben.

    Würden Sie von Juden auch verlangen, sich vor Antisemiten zu erniedrigen?
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#28 TheDadProfil
  • 28.06.2017, 22:25hHannover
  • Antwort auf #1 von Eisenhower
  • ""Man sollte es sich nicht zu einfach machen. Und man sollte die Menschen, die sich vielleicht noch schwer tun mit dem Thema, nicht vorschnell der Lesben- und Schwulenfeindlichkeit verdächtigen.""..

    ""vorschnell""..

    Wenn diese Leute nach inzwischen 15 Jahren der Diskussion immer noch nicht begriffen haben daß das vorenthalten gleicher Rechte willentliches Diskriminieren, und damit schlichtweg Homo-/Transphob IST, dann ist denen nicht mehr zu helfen..

    Wer wie Du hier immer noch herbeifabueliert man müsse "auf die langsamen" besondere Rücksichten nehmen, dem ist ebenfalls nicht mehr zu helfen !
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#29 TheDadProfil
  • 28.06.2017, 22:29hHannover
  • Antwort auf #6 von Paulus46
  • ""Mich interessiert weniger, wer so alles bei der CDU/CSU gegen die Ehe für alle stimmen wird, sondern viel interessanter finde ich, WER dort jetzt sich zur Ehe für alle am Freitag bekennt.""..

    Listen-Fetischist !

    Leute die nicht Mitglied des Bundestages sind wie Herr Günther als neuer Ministerpräsident S.-H., oder irgendein Oberbürgermeister stimmen am Freitag auch nicht mit ab !

    Man, man..
    Werd doch endlich mal wach und bleib bei den Fakten !
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#30 globoProfil
  • 28.06.2017, 23:33hBerlin
  • Am Freitag wird sich zeigen wie hoch der Anteil der progressiven Unionler ist. Eine CDU-Mitgliederbefragung in Berlin ergab 2016 eine Ablehnung der Ehe für alle.
  • Antworten » | Direktlink »
#31 plplplAnonym
#32 MariposaAnonym
#33 Stefan84Anonym
  • 29.06.2017, 17:13h
  • Vor allem weil es die Zivilehe seit 1871 Pflicht ist. Auch zuvor gab es sie in verschiedenen Staaten, entweder als Pflicht oder Option. Ohne sie war eine Ehe zwischen verschiedenen Konfessionen nicht möglich. Man sollte denken dass selbst die CDU mal etwas kapiert dass es seit 150 Jahren gibt.
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#34 Paulus46Anonym
#35 Miguel53deProfil
  • 30.06.2017, 02:45hOttawa
  • Meines Erachtens muss man dazu gar nicht mehr viel sagen. Bei so manchen Äußerungen denke ich eher an Kabarett, als an Politik. So u.a. wenn Johannes Singhammer (CSU) davon spricht, dass da ein komplexes Gesetz jetzt im Schweinsgalopp durchgepeitscht werden soll.

    Ich denke da doch eher an Schneckentempo. Oder hatte die Diskussion nicht so um 1993-94 begonnen?

    Wie sagte Gorbatschow damals so schön? "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

    Recht hatte er.
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