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Gerichtsentscheidung
China: Opfer von Homo-"Heilung" erstmals entschädigt
Fast drei Wochen lang hielt eine Psychiatrie einen Schwulen gegen dessen Willen fest und versuchte, ihn zu "heilen".

Trotz der Warnung von Psychologenverbänden gibt es immer noch homophobe Ärzte, die versuchen, Schwule und Lesben zu "heilen"
- 4. Juli 2017, 12:40h 2 Min.
Erstmals sind in China Ärzte wegen einer Zwangs-Konversionstherapie zu Schadensersatzzahlungen verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur AP am Dienstag meldet, hat ein Gericht in der Millionenstadt Zhumadian eine psychiatrische Klinik dazu verurteilt, sich in Zeitungsanzeigen für die versuchte Homo-"Heilung" eines 38-jährigen Mannes zu entschuldigen. Außerdem sprach das Gericht dem Opfer eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 5.000 Yuan (650 Euro) zu.
Der 38-Jährige hatte die Klinik verklagt, nachdem ihn seine Frau und andere Verwandte 2015 zwangsweise eingewiesen hatten. Die Psychiatrie diagnostizierte bei ihm eine "Störung der Sexualpräferenz" und hielt ihn 19 Tage lang fest. In dieser Zeit erhielt er Injektionen und wurde gezwungen, Medikamente einzunehmen.
Homosexualität seit 2001 keine Geisteskrankheit mehr
Bis 1997 war Homosexualität in China illegal, bis 2001 wurde die gleichgeschlechtliche Liebe als Geisteskrankheit eingestuft. Trotz der Streichung von der Krankheitsliste gibt es bis heute immer wieder Berichte, dass mutmaßliche Homosexuelle zwangsweise in Kliniken eingewiesen werden, um den Versuch zu unternehmen, ihre sexuelle Orientierung zu ändern. 2015 berichtete etwa der britische TV-Sender Channel Four über Elektroschock-"Therapien" an Homosexuellen (queer.de berichtete).
Homosexualität gilt in dem rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Land noch immer als Tabuthema. Laut einer aktuellen Umfrage traut sich nur ein Siebtel der Schwulen und Lesben, sich gegenüber ihrer Familie zu outen – die meisten, die es dennoch tun, berichten danach von Diskriminierungen.
Auch die autoritäre Regierung der Kommunistischen Partei versucht nach wie vor, gegen Homosexualität vorzugehen. So wurde erst vergangene Woche die Darstellung von Homosexualität in Online-Videos verboten (queer.de berichtete). Dennoch hat sich in den größeren Städten eine lebhafte LGBTI-Szene entwickelt, die sich immer lautstärker für ihre Rechte einsetzt.
Psychologen warnen bereits seit Jahren davor, dass Schwule und Lesben mit sogenannten Konversionstherapien in den Selbstmord getrieben werden können. So hat der Weltärztebund Homosexualität 2013 in einer Erklärung als "natürliche Variation menschlicher Sexualität ohne direkt daraus resultierende schädliche Auswirkungen" beschrieben. Schädlich für Schwule und Lesben seien lediglich "direkte und indirekte Diskriminierung, Stigmatisierung [und] die Ablehnung durch nahestehende Menschen und Mobbing" (queer.de berichtete). (dk)















Es ist längst wissenschaftlich bewiesen, dass solche angebliche "Homo-Heilung" schwerste psychische Schäden verursacht und bis zum Selbstmord führen kann.
Deswegen wird sie in immer mehr Ländern verboten.
Es wird Zeit, dass auch in Deutschland endlich ein Verbot dieser Gehirnwäsche kommt. Jetzt wo das Theme Ehe-Öffnung erledigt ist, sollten Parteien das zur Koalitionsbedingung machen. Hier geht es schließlich um Menschenleben!!