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Kommentare zu:
Justizministerium: Wunscheltern gleichstellen


#1 BinGespanntAnonym
  • 04.07.2017, 16:20h
  • Auf die Wahlen im September bin ich schon noch gespannt - es lässt sich mittlerweile kaum etwas voraussagen. Und die aktuelle Entwicklung ist positiv.

    Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, wenn Herr Maas Bundeskanzler wäre. Geht wahrscheinlich als Bundesjustizminister nicht, aber es wäre für uns positiv.
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#2 tono329Anonym
#3 Paulus46Anonym
  • 04.07.2017, 17:31h
  • Antwort auf #2 von tono329
  • Leihmutterschaften gehören auch endlich in Deutschland erlaubt.

    Es kann doch nicht sein, das verheiratete, schwule Paare in den kommenden Jahren, nachdem die Eheöffnung erreicht wurde, immer noch ins Ausland fliegen müssen, um dort Leihmutterschaften zu veranlassen.
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#4 tono329Anonym
#5 Julian SAnonym
  • 04.07.2017, 18:51h
  • Schön, dass die SPD schon gleich die nächsten Maßnahmen identifiziert. Ich hoffe, dass sie (falls es nochmal zu einer GroKo kommt) diesmal das Ganze bereits bei den Koalitionsverhandlungen einfordert.

    Zwar ist der SPD nichts vorzuwerfen, da sie ihr Versprechen doch noch rechtzeitig in dieser Legislatur gehalten hat, aber das hat uns (und sicher auch sie) viel Nerven gekostet und die SPD auch einige Landtagswahlen. Wäre also schön, das demnächst bereits zur Bedingung in Koalitionsverhandlungen zu machen.
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#6 Patroklos
#7 goddamn liberalAnonym
#8 BinGespanntAnonym
  • 04.07.2017, 23:26h
  • Antwort auf #2 von tono329
  • «Ziemlich wahrscheinlich» bedeutet nicht wissen. Prognosen mag ich grundsätzlich nicht, weil es eben nur Spekulation ist.
    Vor drei Monaten konnte es sich niemand vorstellen, dass wir noch in dieser Legislaturperiode die Eheöffnung erleben würden.
    Insofern ist die Wahl im September noch offen. Und wir werden erst hinterher wissen, wie es aussieht.

    Stabilität:
    Momentan demonstriert die Opposition überzeugende Stabilität.
    Nichts ist stabiler als die Anerkennung von diversity in der Gesellschaft, lebendige Demokratie in der es überraschende Abstimmungen gibt weil die Koalition sich gegen ihren Regierungspartner stellt, und dann Gerechtigkeit inklusive Gleichstellung die auch noch kommen wird.

    Die CDU/CSU sorgen nicht für Stabilität, sie sorgen für soziale Wüste und für eine mittelalterliche Gesellschaft. Sie sorgen für frustrierte Bürger, die den Glauben an die Demokratie schrittweise verlieren. Sie sorgen für Machtausübung so nach dem Motto: «Wir tun, was für uns gut ist. Und Ihr Bürger seit bitte still.»
    Sobald sie keine Möglichkeit mehr zur Machtausübung haben, beginnen sie zu drohen.
    Viele Bürger müssen sich nen zweiten Job suchen, damit das Geld bis zum Monatsende reicht. Von der Rente rede ich erst gar nicht.

    CDU bringt Stabilität? Ui, das ist aber ein Satz aus den späten 50igern, oder?
    Wir sind im Jahr 2017 - und die Opposition verschafft uns momentan Stabilität.
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#9 NaturmenschAnonym
  • 04.07.2017, 23:32h
  • "wenn es um Kinder geht, die "abweichend vom natürlichen Zeugungsvorgang" zur Welt kommen"

    Und schon wieder werden Menschen von bürgerlichen Eliten zur "Abweichung" und zu etwas angeblich "Unnatürlichem" erklärt.

    Man sollte meinen, dem Menschen seien von Natur aus Intelligenz und die Fähigkeit zu autonomem Denken und Handeln gegeben - aber auch nur dann, sofern die soziale Umwelt deren Entwicklung zulässt.

    Daher kann es so etwas wie einen "unnatürlichen Zeugungsvorgang" gar nicht geben - sondern einzig und allein unterschiedliche Wege, wie Menschen, unter den Bedingungen der jeweiligen Gesellschaft, in der sie leben, die (nicht nur) biologische Reproduktion vollziehen.

    All diese unterschiedlichen Wege und Optionen, sofern nach dem freien Willen aller Beteiligten verwirklicht, müssen als grundsätzlich gleichberechtigt und -wertig behandelt werden. Denn sie SIND es. Faktisch.

    Erst recht die daraus hervorgehenden Kinder und ihre jeweiligen Lebenszusammenhänge. Alles andere ist reaktionäre Spaltung und Herabsetzung von Menschen im Sinne der - die aktuelle Welt bestimmenden - Verhältnisse und Ideologie(n) der Ungleichheit, die sich seit jeher auf angeblich unabänderliche "natürliche" Gesetze und regeln berufen und das auch sprachlich genau so markieren.
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#10 stromboliProfil
  • 05.07.2017, 06:50hberlin
  • Antwort auf #9 von Naturmensch
  • "All diese unterschiedlichen Wege und Optionen, sofern nach dem freien Willen aller Beteiligten verwirklicht, müssen als grundsätzlich gleichberechtigt und -wertig behandelt werden. Denn sie SIND es. Faktisch."

    Oder um es mit den worten eines kürzlich verstorbenen großmeister wertkonservativer deutungskultur zu sagen:
    "Entscheidend ist, was hinten( unten) rauskommt."
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#11 lightningAnonym
  • 05.07.2017, 10:57h
  • Die Leihmutterschaft darf in gar keinem Fall legalisiert werden. Unter allen Umständen ist dieses Verfahren eine schwere Beeinträchtigung der Rechte der Frau. Mir scheint, es kann nichts Schlimmeres für eine Frau, als dass ihr das Kind weggerissen wird, das sie zur Welt gebracht hat. Außerdem werden mir die Risiken der Frau viel zu harmlos dargestellt, alleine diese hormonellen Stimulierungen. Diese Frauen machen das definitiv nicht aus Selbstlosigkeit, sondern wegen des Geldes.
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#12 Paulus46Anonym
  • 05.07.2017, 13:30h
  • Antwort auf #4 von tono329
  • "Das wird mit einer CDU-geführten Regierung nicht zu machen sein. Ich weiß auch gar nicht, ob die SPD dies befürwortet, sicherlich aber die FDP."

    In der Tat, tono320, jetzt wo die Ehe für alle erkämpft wurde, ist eines der wichtigsten LGBT-Forderungen der nächsten Jahre die Zulassung der Leihmutterschaft in Deutschland, so wie sie beispielsweise in Kalifornien erlaubt ist und sie beispielsweise Cristiano Ronaldo, Elton John, Ricky Martin, Jim Parsons, Neil Patrick Harris, usw, umgesetzt haben; sie alle haben Kinder aus Leihmutterschaften.

    In Deutschland befürwortet bisher nur die FDP offiziell die Zulassung der Leihmutterschaft im Partei/Wahlprogramm.

    Bei den Grünen/Bündnis 90 und Linken wird dies Thema bisher nur diskutiert.

    Ob die SPD dies fordert, keine Ahnung.
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#13 PfuiAnonym
  • 05.07.2017, 15:41h
  • Antwort auf #11 von lightning
  • Das ist der gleiche Blödsinn, wie das Verbot von Prostitution.
    Leihmutterschaft ist eine Dienstleistung und die rechtliche Absicherung einer solchen Dienstleistung in einem Rechtsstaat hilft allen Betroffenen wesentlich mehr als halb- oder illegale Angebote aus dem Ausland, bei denen noch nicht mal gewährleistet ist, dass die Leihmütter
    a) freiwillig handeln
    b) korrekt betreut und bezahlt werden
    c) die medizinische Betreuung optimal ist.
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#14 ursus
  • 05.07.2017, 16:40h
  • Antwort auf #13 von Pfui
  • "Angebote aus dem Ausland, bei denen noch nicht mal gewährleistet ist, dass die Leihmütter
    a) freiwillig handeln
    b) korrekt betreut und bezahlt werden
    c) die medizinische Betreuung optimal ist."

    genau das sind auch für mich die entscheidenden punkte.

    aber schau dir mal an, in welchem zustand die wohlstandsverteilung, die arbeitnehmer_innenrechte und das gesundheitssystem in deutschland sind. von einer ausreichenden repräsentation von fraueninteressen in der politik mal ganz zu schweigen.

    glaubst du wirklich an eine ausreichend starke lobby, um diese punkte hier zu gewährleisten?

    ich glaube, ich hätte kaum ethische probleme mit legaler leihmutterschaft z.b. in schweden, aber in deutschland fehlt mir der glaube an eine befriedigende absicherung und an eine wirkliche freiwilligkeit.
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#15 PfuiAnonym
  • 05.07.2017, 20:19h
  • Antwort auf #14 von ursus
  • Also?
    Verbieten und damit indische oder osteuropäische Leihmütter und deren "Vertrieb" zu fördern,
    oder hier geregelte Strukturen schaffen?
    Ich bin dafür hier für eine gesetzlich geregelte Leihmutterschaft einzufordern.

    Na und Schweden, die könnten vielleicht, verbieten aber sogar Prostitution.
    Da fehlt der politische Wille.
    Ebenso wie in Deutschland.
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#16 wiking77
#17 marienkaeferAnonym
  • 06.07.2017, 09:40h
  • Bei einer Leihmutterschaft fließt viel Geld - vor allem für die Kliniken, die die Leihmutter vermitteln. In den USA sind sechsstellige Dollar-Summen normal. Vielen deutschen Babytouristen ist das zu teuer. Ihr Weg führt sie deswegen immer häufiger in die Ukraine. Hier ist ein Leihmutter-Baby schon ab 30.000 Euro zu haben. Die Frauen selbst bekommen davon häufig nur einen Bruchteil etwa 10.000 Euro. Für viele der Frauen ist eine Leihmutterschaft aber der einzige legale Weg um an Geld zum Beispiel für Wohneigentum zu kommen. Auch für Eizellen-Spenden wird hier Geld bezahlt. Aufgrund der prekären Situation vieler Menschen sind tausende junge Frauen bereit, ihre Eizellen zu verkaufen bzw. ihre Gebärmutter zu vermieten. So wird die finanzielle Not vieler Frauen ausgenutzt. Denn jede Schwangerschaft und Geburt ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Ganz abgesehen von den psychischen Belastungen, die diese Frauen auf sich nehmen, gerade wenn sie vorwiegend aus finanziellen Beweggründen handeln.
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#18 Paulus46Anonym
  • 06.07.2017, 12:55h
  • Antwort auf #17 von marienkaefer
  • @marienkäfer
    "So wird die finanzielle Not vieler Frauen ausgenutzt. Denn jede Schwangerschaft und Geburt ist mit erheblichen gesundheitlichen Risiken verbunden. Ganz abgesehen von den psychischen Belastungen, die diese Frauen auf sich nehmen, gerade wenn sie vorwiegend aus finanziellen Beweggründen handeln."

    --> Typisch grünes/Linkes "Gesabbel" von der Ausbeutung von Frauen durch Leihmutterschaften, das wird dann auch doch wohl auf Dauer der Grund sein, warum ich bei der FDP und den liberalen Parteien bleiben. Die FDP hat die Forderung zur Erlaubnis der Leihmutterschaft als ERSTE Partei in ihrem Wahl-/Parteiprogramm.

    Die Leihmutterschaft hilft erstens schwulen Paaren/heterosexuellen Paaren, die kein Kind bekommen können.

    Zweitens die Leihmutterschaft wird oftmals auch von den Leihmüttern freiwillig gemacht, weil sie den betroffenen Eltern HELFEN wollen und sich freuen, dass diese Paare dann doch zu Kindern kommen.

    Drittens das die Leihmütter für Ihre höchstpersönliche Dienstleistung bekommen, halte ich für selbstverständlich.

    Viertens das die Leihmütter auch VIEL Geld bekommen sollen, das halte ich auch für richtig. DAS sie davon in der Ukraine weniger sehen, ist falsch, ist aber kein generelles Argument dagegen, sondern nur das die Leihmutterschaftsvoraussetzungen besser ausgestaltet werden müssen

    Bei diesem für schwule Paare WICHTIGEN THema merkt man dann, dass derzeit von ALLEN Parteien die FDP dann doch die beste Wahlalternative ist, denn das Gerede von Ausbeutung durch die Linken/Grünen ist doch typisch, das wir bei diesem Thema nicht vorankommen.

    Daher totales Versagen der Grünen/Linken und Sozialdemokraten bisher beim Thema Leihmutterschaft, da lobe ich dann die FDP mit ihrem neuen Wahl-/Parteiprogramm, die die Leihmutterschaft als Forderung aufgenommen haben.
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#19 ursus
  • 06.07.2017, 14:12h
  • Antwort auf #15 von Pfui
  • ich halte generell nicht so viel von dem argument "wenn wir es nicht tun, tun es andere". wenn in anderen ländern ausbeutung richtig schlimm ist, dann kann das allein noch kein argument sein, in deutschland eine "weniger schlimme" einzuführen.

    das dilemma kann ich vollkommen verstehen. aber diese lösung erscheint mir nicht befriedigend. eine befriedigende antwort, das muss ich gleichzeitig zugeben, habe ich leider auch nicht.

    was gegen das "dann tun es andere"-argument spricht: wir reden hier nicht von einer lebensnotwendigen ware, die unbedingt in einer bestimmten menge hergestellt werden muss. nicht jede leihmutterschaft, die in deutschland "gebucht" würde, würde eine in osteuropa, indien usw. verhindern. erst recht nicht, wenn sie hier viel teurer wäre als dort, was sie aber automatisch sein müsste, wenn wir hier für fairere bedingungen sorgen würden als dort. der markt würde einfach insgesamt noch stärker wachsen. wir hätten deutsche leihmutterschaften für diejenigen, die sich diese "qualität" leisten können, und wir hätten weiterhin zusätzlich die "billigware" aus anderen ländern.

    kurz gesagt, wir hätten eine globalisierte leihmutterschaft nach kapitalistischen regeln. und die sind selten menschlich oder gerecht.
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#20 TheDadProfil
  • 06.07.2017, 21:49hHannover
  • Antwort auf #18 von Paulus46
  • ""--> Typisch grünes/Linkes "Gesabbel" ""..

    Äh ?
    Die Leihmutterschaft wurde hier von Deinen "Freunden" aus der EKD und der RKK verboten, die sich in der Ethik-Konferenz mit genau diesen Argumenten des Ausnutzens der finanziellen Situation der Frauen durchgesetzt haben..

    Daran ist nichts Grünes oder Linkes..
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#21 hirschAnonym
  • 07.07.2017, 09:10h
  • In unserem Zeitalter ist es möglich geworden, die Natur auszutricksen und die Unfruchtbarkeit der Frau in vielen Jahren zu verlängern den Kinderwunsch einfach aufs Eis legen, nämlich die Eizellen einfrieren zu lassen. Eine tolle Möglichkeit, die Fertilität der Frau ein bißchen nach hinten zu schieben, oder?
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#22 summerflowerAnonym
  • 10.07.2017, 09:12h
  • Die Tatsache, dass etwa 2000 deutsche Paare jährlich ins Ausland fahren, um Eizellspende oder Leihmutterschaft in Anspruch zu nehmen, ist sehr schaudererregend... Erfolgsgarantie, unbegrenzte Anzahl der Versuchen. Bei negativem Ergebnis das ganze Geld zurück All-Inclusive im Geschäft mit dem Leben
    Neulich habe mich auf einen amüsanten Artikel gestoßen

    de.newseurope.info/?p=41428

    Um Geld nachzujagen, sind Anlaufstellen der Reproduktionsmedizin bereit alles zu versprechen.
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