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Kommentare zu:
CDU-MdB: Ein Blindenhund kann auch kein Ehepartner sein


#11 Homonklin44Profil
  • 05.07.2017, 11:09hTauroa Point
  • Hier liest man doch viele verschiedene Kontraste, die gut aufzeigen, wie verschieden die Abgeordneten denken und empfinden. Ich kann "Nein"-Stimmen gut respektieren, wenn sie aus einer besonnenen Warte stammen, und wie es sich zu einer Gewissensentscheidung anbietet, aus gewissenhaftem Folgern her abgeleitet werden.
    Die vielen Fürsprachen rühren an, wo man sich ein Bild davon geben kann, wie intensiv sich auch Heterosexuelle in die Vorstellung rund um die Beweggründe hinein versetzt haben mögen, die lesbische und schwule Heiratswillige beflügeln.

    Aber es gibt natürlich auch viel Verachtung, traditierte Vorurteile und Verständnisunwille, die in manchen Erklärungen dokumentiert sind, als auch schähliche, unangemessene Vergleiche.

    ""Die beiden Sachsen Klaus Brähmig und Arnold Vaatz warfen etwa in ihrer gemeinsamen Erklärung homosexuellen Paaren vor, "sich der Weitergabe des Lebens für die nächste Generation zu entziehen":""

    Das ist wohl anmaßend und unerhört zugleich! Diese "Weitergabe" ist durchaus möglich, als sie auch nicht bei allen heterosexuellen Ehen stattfindet, und bei einer Minderheit davon nicht stattfinden kann, wegen Zeugungsunfähigkeit zum Beispiel. Mit diesem Argument müssten kinderlose heterosexuelle Ehen also geschieden werden, wenn die Bedingung zur Kinderzeugung Ehepflicht wäre. Es leben außerdem genuig Ehepaare ein Leben ohne das Vorhaben, Kinder zu zeugen, umzusetzen. Einige wohl sogar in der politischen Elite des Landes - ich habe Angela Merkel's Kinder noch nie gesehen. Wo versteckt sie Ihre?
    Mit Hilfe der Invitrofertilisation können natürlich auch lesbische und schwule Eltern Kinder zeugen, im Falle von Bisexualitöät ja auch auf dem herkkömmlichen Wege. Wenn man bedenkt, wie viele nicht eheliche Kinder in heterosexuellen Ehen aufwachsen, zusätzlich zu Pflegekindern und Adoprtivkindern, wären Ehen an solche Bedingungen geknüpft bald ein Seltenheitsmodell!

    Die Vergleiche einer Partnerschaft mit einem zukünftigen Ehepartner mit einer "Beistandsgemeinschaft" sind eher ein Fehltritt in Sachen Anstand, und zeugen nicht gerade von hohem Empathie-Grad bei Leuten, die sie absondern.
    Eswürde doch auch Niemand auf die Idee kommen, die Ehe mit einem Sachsen gegenüber der Ehe mit Jemand aus Berlin oder Hamburg auf das Niveau einer Neueinstallung von Kalbinnen herabzusetzen.
    Aber manchmal hat man das Gefühl, dass in Sachsen die Welt noch ein wenig hinterm Walde blüht.

    Eigentlich schade. Schöne Gegend da, um Urlaub zu machen. In Zukunft besser anderswo.
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#12 TierlinkslerAnonym
#13 cubo79Anonym
  • 05.07.2017, 11:31h
  • Antwort auf #2 von hundeblind
  • Bitte nicht die Meinung Einzelner mit einem ganzen Bundesland gleichsetzen. Auch wenn ich entsetzt bin über die Einlassungen von Herrn Bergner und Herrn Petzold, so spiegeln deren Meinungen auch hier in Sachsen-Anhalt nicht die der Mehrheit wider. Ihr CDU-Kollege, der Magdeburger Abgeordnete Tino Sorge, hat z.B. für die Ehe für alle gestimmt.

    Ich bin kein CDU-Anhänger, aber selbst in der CDU gibt es hier unterschiedliche Ansichten. Und wegen einzelner Meinungen das ganze Bundesland als Dunkeldeutschland zu bezeichnen, halte ich für eine echte Beleidigung.
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#14 ManuelAnonym
  • 05.07.2017, 11:40h
  • Antwort auf #2 von hundeblind
  • Ja, ein gefährlicher, unsinniger Vergleich.

    Aber ein Hinweis bez. folgender Aussage "Die Fortpflanzung in einer gleichgeschlechtlichen Gemeinschaft ist nicht auf natürliche Art und Weise möglich. Sie bedarf zum Beispiel der künstlichen Befruchtung, einer Leihmutterschaft oder anderer schwerwiegender medizinischer Eingriffe."

    Lt. jedem zugänglichem IVF Register werden jedes Jahr in Dtl ca. 100.000 Embryonen künstlich erzeugt. Daraus resultieren ca. 7000 Geburten- ein Erfolgsquote von nur 7%. Es erleiden über 90.000 Menschen (ja, genau das sind Embryonen!) wegen künstlicher Befruchtung jedes Jahr den Tod! Würden so viele Hunde getötet, was gäbe es für einen Aufschrei! Bei Schredder-Küken gibt es den ja (nicht zu Unrecht).

    Bei aller Freude über Ehe für alle: ist es zu begrüssen, dass nun alle das Recht haben, sich an diesem Geschäft, das über Leichen geht, zu beteiligen?
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#15 OrthogonalfrontAnonym
  • 05.07.2017, 11:53h
  • Antwort auf #14 von Manuel
  • "über 90.000 Menschen (ja, genau das sind Embryonen!)"

    Typische Abtreibungsgegner Pseudoargumentation. Ein Embryo ist eben noch kein Mensch, sondern ein Potential zur Menschwerdung. Das sind Sperma und Eizelle jeweils für sich auch. Da spricht niemand von Menschen. Auch interessant dass du als Abtreibungsgegner mal wieder ein Kerl bist der sich anmaßt über die Körper aller Frauen zu verfügen. Arrogant, übergriffig, patriarchalich, typisch Abtreibungsgegner eben.
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#16 TierrechtlerAnonym
#17 Stefan84Anonym
  • 05.07.2017, 12:58h
  • Menschen zur Fortpflanzung zu zwingen und die die dies nicht tun wollen (egal welcher sexueller Orientierung) zu beleidigen und benachteiligen ist mit einer freiheitlichen Gesellschaft nicht zu vereinbaren. Das ist faschistische Ideologie.
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#18 Stefan84Anonym
  • 05.07.2017, 13:03h
  • Re: IVF

    Man braucht nicht gleich IVF. Die meisten lesbischen Paare verwenden eine einfache Samenspende.

    Zur der reliogitischen Abtreibungspanik sage ich mal nichts
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#19 ManuelAnonym
  • 05.07.2017, 13:49h
  • Antwort auf #15 von Orthogonalfront
  • Ein Embryo ist im Gegensatz zur Eizelle und Spermium ein Lebewesen, ein Organismus. Er mag zwar nur ein Ein- oder Wenigzeller sein, aber er lebt, er kann wachsen und gedeihen. Wer bezeichnet etwa ein Bakterium nicht als Lebewesen? Da er ein Lebewesen ist, ist er auch in Mensch. Was sollte er sonst sein? Wo ist da bitte das Pseudo in der Argumentation?

    Dass so wenige Menschen ein Problem mit der Anmassung haben, über Leben und Tod dieses Menschen zu bestimmen, das ist übergriffig.

    Man sollte meinen, dass gerade eine diskriminierte Minderheit, denen wesentliche Rechte und Entfaltungsmöglichkeiten vorenthalten wurden/werden, Empathie mit einer anderen diskriminierten Minderheit (derer, denen das Lebensrecht und Entfaltungspotential vorenthalten wird) hätte. Sieht nicht so aus. Egoismus und Egozentrik; auch hier will man offensichtlich "normal" sein.
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#20 ursus

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