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Volkstümlicher Star für Ehe für alle
Stefanie Hertel redet Homo-Hassern ins Gewissen
Die Volksmusikerin betreibt Aufklärungsarbeit: Auch nach der Ehe-Öffnung werde niemand gezwungen, einen gleichgeschlechtlichen Partner zu heiraten.

Stefanie Hertel ist bereits seit 30 Jahren im Showgeschäft aktiv – und Dauergast in volkstümlichen Shows (Bild: Screenshot MDR)
- 6. Juli 2017, 11:09h 2 Min.
Die 37-jährige Sängerin Stefanie Hertel hat auf Facebook Gegner der Ehe für alle kritisiert. In einem bereits mehr als 1.000 Mal geteilten und 5.000 Mal mit einem "Gefällt mir" versehenen Eintrag vom Sonntag schrieb die volkstümliche Künstlerin: "Eigentlich ist es doch ganz einfach: Du bist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Heirate nicht gleichgeschlechtlich!" Auch Homo-Küsse seien künftig keine Pflicht, klärt Hertel auf: "Du als Mann findest es furchtbar, wenn sich Männer küssen? Küss keinen Mann!"
Andere Dauerkritiker bekommen von der in Sachsen geborenen Sängerin ebenfalls ihr Fett weg: "Du hasst die Musik von Helene Fischer? Höre andere Musik! Dich langweilt der Tatort? Schalt ihn ab! Du bist gegen Einkaufen am Wochenende? Tu es nicht! Du magst kein Fleisch? Iss es nicht! […] Du bist gegen die Kommerzialisierung im Fußball? Geh nicht ins Stadion!"
Eigentlich ist es doch ganz einfach:Du bist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Heirate nicht gleichgeschlechtlich!…
Posted by Stefanie Hertel on Sonntag, 2. Juli 2017
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Hertel: Nicht eigene Einstellung zum Maßstab für alle machen
Diskutieren sei "immer gut", so Hertel weiter. Sie richtete aber an Nörgler den Appell, mit dem Jammern aufzuhören. Und beendete ihren Eintrag weise mit den Worten: "Die eigene Einstellung muss doch nicht der Maßstab für andere sein."
Rund 500 Mal ist das Hertel-Statement bereits auf Facebook kommentiert worden – dabei gibt es auch teils scharfe Kritik an der Sängerin für ihre Aussagen. Manche warfen ihr vor, einfach Probleme wegzureden, mit teils sarkastischen Kommentaren ("Du bist gegen Kinderehen? Dann heirate keine Kinder!"). Andere bedankten sich bei der Sängerin dafür, dass sie für Toleranz wirbt.
Text ursprünglich von NDR-Moderator
In sozialen Netzwerken gab es auch Kritik, weil Hertel den Text eins zu eins kopiert hatte, ohne dies zu kennzeichnen: Denn bereits am vergangenen Donnerstag hatte NDR-Moderator Michael Thürnau den gleichen Text auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht.
Eigentlich ist es doch ganz einfach:Du bist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe? Heirate nicht gleichgeschlechtlich!…
Posted by Michael Thürnau on Donnerstag, 29. Juni 2017
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Thürnau zeigte sich in der "Bild"-Zeitung überrascht über die Kopie, nahm es der Sängerin aber nicht übel: "Dass wir beide die gleiche Einstellung haben, freut mich natürlich."
Hertel gehört bereits seit ihrer Kindheit zu den Stars des volkstümlichen Schlagers. Als Zwölfjährige gewann sie 1992 den Grand Prix der Volksmusik mit dem Lied "Über jedes Bacherl geht a Brückerl". Mitte der Neunziger sorgte ihre Beziehung mit dem Volksmusik-Kollegen Stefan Mross für Entzücken in den Boulevardpresse. Die beiden heirateten schließlich 2006, ließen sich aber sechs Jahre später wieder scheiden. Zuletzt brachte Hertel ihr Album "Mein Vogtland – Mei Haamet" heraus. (dk)
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Wir brauchen gerade auch solche Heterosexuellen, die zeigen, dass nichts schlimmes an Homosexualität ist und dass es das Leben der Heterosexuellen nicht beeinflusst, dass man also deswegen ganz gelassen sein kann.
So klare Worte wünsche ich mir von noch mehr Promis.